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BeUage«: „fct^Kj ^-E-Etter" und „JteeisWo« Mr fees Kreis
p»ß1ch««sÄs: Stasrffart an Main nt. v«wrrkehr: Se«er»rd«n: «Ittze,.
167. Jahrgang
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Ätt» Stadt «t»r> Land.
Seneral-Anzeiger für Gderhesstn
Msntag, b. Gttobcr \9\Z
ZivillingSrvnodvuck und Verlag7 Brühl'jcheUnwersuäts-Bnch-l'.Steind'. ckerei.
R. SmiQc, Gießen.
Sdjrlftleitung, Geschäftsstelle uni Drr.ierci:
Echulft 7. O tschäs teile u. Verlag: öl,
Schricklcitung: 11L
Anschrrstf ir Trrht?achri.' t?a:AnzeigerS ie en.
.. „ . .. Gießen, 8. Oktober 1S17.
.«****'*>"»*9- Dem Unteraffniec Rril-, 3 >rrfA^r
SÄ. C MW4e D°^^Sme»aMe, & baflifSÄ^
** ^askokS. Die Kvhlerrzufuhren lasserr in den TcfettMt Au wünschen ubög intb es mangelt mfolgedesfen in
baß b*5 (>ten<rl &aS Dofö bis aus meS kUvößarer Menge aegen ikohiemnarkeu abgibt Wer
«o&famuirreit ,Zht mehr
r T *** «vrtsLchlenstÄie Avrwn- ftra&ß 3, Zrnrmer 5) tu Empfang nehmen.
t»tt lOOSKt 6 ‘2rt T «w® ^ L& e J£ r A*«. 8 « n 1E « f >*- Die Stück r~r' “?£* ^00 Mk der irebenten. Deutsclxn s
Ä ^S?” 3101 ^ wmvm bei der Msttteldeuffch^
bcmt m Gmvfmkg genommen iveü«c. Siehe Anzeio-
Co.. Gummi-
iwwi^abrf hier, [jot aus dre 7. Kriegsatileihe 325 000W
Weichnet.
Sucre Krieger bei der hessischen Kriegs ermr von d»i >Krmken^senverbcnZ>n hnter d?m Bornv. des Drvektors Lvs ^rofch. OberversicherungSantts für !>?.i
Gegenseitigkeü, einem ohne j ■■'■;• Cttverosawitettt lediglich ehrenamtlich betriebenen mrniifc- .l mg^atEN W^mtigkeitsmm-rnehm»,. Genu- iiirv 'jeder mg Ueü rmg^^t^.Be^^ verALch^i.hvemi. der Versicherte ans dem Kriege gSK- ^n öefoemob. so kann aus Sem
^^>.Not gelindert oder das Oteld für dir Ausbildung ocr Kmber verwendet tverdeu. Zeder Ajnteilsschein kostet 10 Idark- Anträge mmmt dre v«uptgeschäftsstelle rnr Großh. Obw^r' ^ LlLV - - 1 - l^rnruf tfr. 2141 ent- JSfef 1 ™ Vurgenwersttweien. Krankerlkasteu mtb
frs^r orckr-che Me lde- irrib Zahl stellen vermitteln ioohl iwrne die Vernit-eeirngsantvage an uns. denen wir. wi- auch den Gepicht veürr-i^tt, das erwrdettmrc Antragssornnckor auf Wunsch foftai-- ftet TM eiDtN.^ Um bre raschere Auswahlnng der Sterbegelder nach »rrr.^eilsf^nU zn ernioglrclittl. en'ucl>eu mir di l^iueindeu. 'Arbeitgeber, dre ihre emfcmxfamm tÄcmenrd sangelwrigen itnd Arbeiter dÄneiiigen U^^«ien, die ihre ^ljngehörigen versÄvrt batten* intö l'-vt schon oi Mr Aichemchedre nitt ix^t ständesaml l iche \t stervarrkimden z-n Llrersenden. Dabei ist die Angabe des Regrmeitts ermmrMft. iwWx’in der Bersum-bene znleht angehört lyat. Enryfangs- vecheiUiEmg über die,-.' dlbii^ernng geht deii Einsendern sofort ^u Dre Berw und eten-Ber-atnngs Helle wurde feit
1 . 1917 von 298 Versauen in 376 Füllen in Ansprus!'
Lmu deii RattucLZcnden wuwen 22.) in der Sprea>- Nunüe. 44 m den Lazaretten imb 29 schriftlich beraten. Auf bk •wrneu Lazarette nftv. verteilen sich die Ratftubenden wie wlgt: Stodtknabenscanle 68, Alte Klinik 29, Kath. Vercili-Haus M7d^che«-srrriil)MiS 6 Ehirurg. Klinik 12. Augcntlinik 3. Lln-cn- flatS 2, Vwch Mmk 8. Steins Garten 12. Enang SckAvesrern- hanS 21, Sjechenhaus 8. HeiU und Pflegeanslalr 3. Garmsvn-- Wgg 4 2BinM)0T 6, auswärtige Lazar.tte 2. Ersah-Bet. 21. uandstirrm-Vat 12, beseits entlassene Kriegsbeschädigte 64, son.ttge Htrresa7vvchün.gen 14. Bon deii bereits entlassenen Krieg'beichä-- vigb-n waren 16 von Gießen, die Mägen ans den Orten AMach.
l'fvoßen-Bnseck. Sechershain, Alzheim, JnhcLen. L.ing- G6ns. Launsdach. Lollar, Lumda. Münster, ^'aunheim. ^rbai.
Saasen. Wahenborn-Stemberg, Wetzlar imd Wieseck. Bon den erteilten Auskünften betrafen Arbeiterversicherung 240 . .>cvMNenvers«herimg 30, Unfall Vers i clterung 3, JNvalideitversickie Mng _ o, Angesvelltenveriicherung 8, Krieasverwrmma 57, Loh- Mmgsfraoen 6. A'vgehörigenunterstüttung 28. Verumlics>c Auge legenheiwm usm 38. Außer der Erteilung* von Rat und Aus- tart tuuroen flirr die Benvundelen imb KViegebeschädigten durch 3. ZkvatungSfbelle 231 Sdiriftfh'iffe awsefertigt. Lluf dem Olebiele 2er Arbeiter Vers ickmwng erfolgte, soweit notwendig. lo,>ulow Ber- Mu-0 vor dem Oberversickxerungsamt, außerdeni wuchr den Ber- Merren m vorkommenden Fällen mrentgeltliche BerliLlnng vor dein Rerchsversickierungsamt Berlin vermittelt.
Landkreis Gießen.
w- 5)u ngen, 6. Okt. Am letzten Di^istag ereignete sich auf d« BuderuSf.-heii Eisensteingruben im L'cckrtüoald epi tödlicher Nn- MckSfall. Bei dem Einstieg in den Sck-acht, der länger^ Zeit still- qnezeii !«tte inid ivveder in Betrieb getrommen werden sollte, stieß der Arbeiter .Karl Schäfer von Billingeti aus giftige (Vase. Er vernichte noch um Ansziehen zu rufen, wurde dann aber betäubt' und fiel aus dem Eimer, bevor dieser hochgezogcn war. Te.u s.isvrt erm'ifsene n RetümgAnmschahtneu gelang cs nicht, den Berrmglückten
da; hu^ertjahrs-subiläum ^er ©enter Universität.
(9. O fit ob c r.)
' LelLsam' ist das Schicksal der Genter Universität. Ihre (Gründung erfolgte durch,entern tz-vchndcheersd)cr — denn als einen solchen muß man ja noch dem Gatvge dcg belgischen Geschichte Iwohl Wilhelm I. von ötrfTimö neimeat, der die Universität vor 100 bahren gestiftet hat und unter einer Frenrdherrsci-äst begeht M jetzt ihren 100. ^b-urtsba-g. Uird das Merseltsamstc ist, daß gerade die Frernven, uwd sie allein es gewesen sind, die deii .'lgciitliäien gesck)ichtlick>en rrird völkischen Berus der Genver x>ocl>- wmle erkannt rrnd verrvirklicht haben. Denn als König Will?e(ni utt Universität begründete, da tour es durchatls und unztveiselhaft seit! ' Meinung, das; lie ein vlämische Haxi)schrle sein sollte. Er >var ein fester FrMtzoseuhasfer, dieser Ormrier, und der amtliche 'Jtamc der neuen Universität lautete: „Blämsclie §>vogeschool.^ 3nar war als die allgemeine Utrterrichtssvrackic das Latein ange- owuet, aber nebon zwei Borlesungen .in französisclier L-peache Wtfcn Mich ni>ä solche in vlämischer gehalten: tverden eine kskhnc, siwßberzige Neuerung, die deutlich den Kurs birkurrdet, den man für sic neue Universität geplaatt hatte. Gent hatte keine ocdeuteiidcn amdemiscven Uc-berliesernngen; nur von 1 >78 bis 1654 hatte in ! ?i 0crn ' H^uvtstadt eine „calvinistische Akademie^ bestände:!, die ledom neben den alten wallonischen llmöerfttäben Löwen und Lüt> ?K Echt zu 2ltem lw-tte kommen köirnen. So begann int Jahre ‘ ^ ‘ >er Begründung der Universität, die am 9. Oktober feier- ^öffnet wurde, für die Stadt ehtc neue Aera.
Tie Universität hatte ein schönes Heim bekmnmen. Ter in Pa- m <A»sgebildete Baunuister Louis Roelandt hatte cs im klassizisti- -ttle mit Originalität und Geschmack errichtet; es bat später-
ff, & ;c * It ^ ^kibee alt undj hinter läßt eind
4viDve Mit iUki Kindern.
Kreis Alsfeld.
e Al sfeld, 8. Okt Der Kriege- reiloillrge Fritz Der n von ff nt llmicraffisier besörd.rr und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse
Kreis Schot!en.
c u C o t ten, 8^ Okt. Die Hessisch? TapferiertsMedaille cr- tMtcn der ölctreiber Wahl und Heinrich Gebhardt von hier.
e Er na rtshausen, 8. Oft. Der Kvnonier L-eopold c vo reich -whielt die Hessische Tar>Nrbntsutedäillc. rzirf.^ x iIm W.ter von 21 Jalwen starb der
^chutz^Karl Weber den Heldentod fürs Vaterland
8. Okt. Aus dem Felde der Ekwe siel der Musletter Dich. Schmidt.
Kreis FrÜ!dbcrg.
sc. Butzbach, 6. Okt .Die hiesige Gvoßh. Realschule hat M verditterien ;vegen der iwä» rück-endigen laudwirtschifUichen bis zum 11. Oktober verlängert und fordert ihre Sck>üler zur fleißigen iOdiLHÄfe auf.
tc. Friedberg, 6^Okt. In köqierlrche: und geistig« Frische cagmg dahvar Pfarrer Larrves fernen 80. Geburtstag.
Starkeuvurg und Rheinhesseu.
ch. Aus R heinhc sen, 8. Ott. Tie allgemeine Lese ist in emer ganzen Anzahl Gemarklmgen seit t-cmj 1. OHober im (Vange, m anderen fdwit erledigt. Durck» län.-ser^ Hänae.Nassen m die Gute IXT ^rauben sich noch- verbessert, freilich ,vird auch von mancher seile über Schaben geklagt. Tie Morche ist im «lgemem kleiner, als erwartet bvchde. Das Berkaufsgeßhaft zeig^ ich sehr lebhaft. ,Lczahtt wurden in östlick-en Dellen für L,' ■ utn Traickemnaische 150-250 Mark Auch nach alteren «etnen war Nachfrage. Das Stück 1910er kostete bis 5000 Mk . Y . Heppenheim (Bergstraße', 8 . Olt. An der Bergstraße immer Manbelernten, die nur oft unter der Unmmst r?', ^tterisu^ zil leiden hatten, denn die Blüten erfroren mein im 2X5?%^ » ?, ^ ra sichre lnrt der langanhaltende Frost di!- Mandel- irlijire ors April verzögert, so daß ein guter Fr-nhlansatz erfolgte und nun, gogewoartig enr reiche Ernte emgebracht wird Während MM das Pnmd Mande ltz lztu 1^-20 Pf. abgcscht wurde, wird ui diesem <;ahre bei ,tarier Rachsrugc von den von nah mid iern horlungceckven Aufkäufern für das Pfund bis zu 1 Riark bezalät. Starkeuburg und Rhiirchesfcn
erlastonen . sfübrnugibekaiultmach-ing 6-rosch Mnisterinms des Inn rn vom 26. März 191, nürd Ich" ourch bestimmt :
Der Erze iigc rhu ch stpreis für Wiutersveisckarbossclu wird auf .bchO Mark für den Zeuttier einsä'.ichliäider Prämien festgesetzt.
Bei Lieferungen nacl: außer hott öes Oirosttt'rzoglnm?' wird eine weitere Anfuhrpränne von 25 Pfennig durch den sildntm'unaltz verlxrTid erlvben.
, Der Hö - npiris gilt für die Lieferung ohire Sack and für Bar-- »a'nlmig bei Empl'.ing. Er schließt die .üvsten der Beförderung bis zur Verladestelle des Ortes, an den die Ware mit der Bahn oder zu Wasser Versand: wird, sonne die Kosten des Berladens daselbst ein. ^ Bei immittelbarer Lieferung gesack.er >?anosseln ousick>liesckich ^>ack frei Krster des Bestellet kann ; . .. in Zuschlag von 80
Pfennig zu dem HöckZ.".eis von 5.50 Pdrrk für den Zentner Kar- tosscln gefordert tverdcN. B i Lieferung de. Kartoffeln durch eineir oder einen HiMdler erhöht sich ber Zusäüag von 80 Pfennig auf höchstens 1,50 Mark für ben Zentner.
. . Bel Lieferung durch den Erzeuger iimerl-alb seines Wolmvrts frei Keller oder an einen Ort im Umkreis von nicht miehr alsl Kckomcter frei Keller darf der Znscküag höchstens die Halste der im vorher geltenden ?lbsatz genormten Sch.r (ertragen.
D a r m st a d t, den 5. Oktober 1917.
Landes ka rloffct stelle.
__ H echle r.
b. Freinsheim (Rheinpfal z, . B tt.
v^ ' 1 m -o" ^erbstertrag ist
hier sehr versckwwen. Es gcht Wemberge mit vollen Erträgen nnb andere mit recht geringen. Die stttwich'.e irlaren l-ock), fief Megen bis 120 Grad. Der Gest! istt .nmg gestaltete sich r^hig Zirm V-erbstn'.:ttelmxns wurde vie. vcnantt. stinsterdem ttutovu Tür die M Liter bis 135 Pdrvk geboten. In Weisen he im a. S. beeile en dt- 40 Stier 100 Mark, tu Ducke, Ute im 125 .biark. In den O^ema-.kungen der ooctLi Hardt lierrschtt ein vages Oöeschöft Dort im allgemeinen für die 40 Liter iMoCt durchstlmiltlich vO VJuari bezahlt. In der Gegend von Berg-abcim wurden für die 1000 Liter 2500—2700 Mark erzielt.
Kreis Wetzlar.
sua. bj-a c , 6. Okt. Der Kaiser dem Fräulein La^ntttw 'Meper in Wetzlar die State K0?euz-Medaille zweiter Klasse, der ^-vau ?>chl>riköest!;er Coers, dem Frön!ein Emm« Hee r tz mid dem Fräulein Ndartha Schüler, sämtlich in Wetzlar, die Rote Krei'z-Medaille d ri tt er Klaffe verlieben.
th. Krofdorf, 6. Okt. Die Karto fkelernte hat in unserer Gegend ein Ergebnis gezcittgt. wie imr dasselbe in dem bstten Ernte,abr nicht gel-abt haben. Die Bürgermeistereien Atzbach und Launübacl'. konnten dachr ans int Stationen Frohnhausen und Lollar 1-) 000 Zentner Speisckartvffeln für die Stadt Müll>cim an der Rubr bereits ablietern. während die Stadt Wetzlar 3000 Znttner erhält.
Hesfen-Nassrm.
ra. Bon der unteren Lahn, 8. Ott. Bei der dieser Tage an iuer unteren Lahn tet£e|UTtber.ni Lese der raten Trauben stKlte sich l»as PdvUE'n b! ans 101 Grad Oechsle, che Säure jaus 8,4 pro 0)itile. Die Güte der Trauben kommt dem berWmtmi 1865er gleich.
Berorvnnng
üK.r den Verkehr mit Runkelrüben . Dickwllrzb Vom 6. Okt. 1917.
tt ff Grund der §§ 12 und 17 der Verordnung des BnndesratA 11 ’-' x die Errichtung von PreiSprüsungsstellen und die Versorgung^- regelung vom 25. September/4. Dov-mvoer 1915 und der Inerzu ergangenen la:tdesrkchtli'ä>w Anordnlmgen wird mit Genehmigung Großh. Mi.n'tcriums de- Innern vom 28. 0ei)tentbor 1917 zu Nr. fr- 0- NI. 24 212 für den Ära* Gießen bestimmt:
§ N Wer N'iukelrübeu 'Dickivuri aus dem Kreise austühren wul, bedcrrs hierzu per Genebmignug des Gcostb. Kreisamts.
^ 2. Zuwiderhandlungen toerden mit Gesüngntt tns zu 6 Monateir oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark bestraft.
4 3. Diese Verordnung tritt mit dem To>te der Verkündigung m Krack.
Gießen, den 6. Oktober 1917.
Gvoßherzogliches Kreisamt Gießen.
Or. U s i n g e r.
An den Oberbürgermeister zu Gießen und an die Grohh. Bürgermeistereien der Landgemeinden dec- Kreist-.-:.
Vorstehende Verordnung wollen Sie alsbald ortsüblich ver- ösfcntlicken.
Gießen, den 6. Oktober 1917.
GrDherzogliches Kreisamt Gießen.
__ Dr. U f i « n e r.
Amtlicher Teil.
BcknttnLmachrrng
den Höchstpreis für Kartoffeln b-etrefsieud. 'Vom 5. Oktober 1917.
Auf Grnud der §§ 2, 8 und 9 der BirrrdeSvatsverordnnng- 'über che Preise der landwirtfchjaftlichen Erzeu-gnisse aus der Ernte 1917 mrd für Schlachtvieh vom 19. März- 1917, sowie der hierzu
Bckanntmachnng.
B e t r.: Rechtsmittel gegen che Gemeindesteuervevanlammg für 1917.
Aus Grund der ?lrt. 46 und 50 des Gemeindeumlaq^'ngesetzcs vom 8. Juli 1911 bat Großhcrzvglickies Mimsterium der Finanzen, Abteilung für Steuenvesen. die Frist. innkrlxrN' deren Rea)tS- mittel gegen die Gemeindesteuerveranlagung für 1017 bei der ersten Instanz anhängig gemacht werden können, für die unten verzeichneten Gemeinden bis zu dem dort angegebenen Tag eiw- schließlich erstreckt.
dff sgemnmncn von der Fristerstreckung sind diejenigen RechtS- mittcl, me dos Tür die staatliche Veranlagung bereits rechtskräftig festgestellte Einkommen zum Gcgenstaui> haben.
Dies wird hiermit zur össcntlichen Kenntnis gebracht.
Gießen, den 6. Oktober 1917. ' 7480V
Großherzoglicl)es Finanzamt Gießen.
Steinhäuser.
Letzter Tag der Frist: Treis 5. Oktober. AN^ldorf a d Lahn mrd Grünin gen 6. Oktober. Lllbach 7. Oktober Annerod und ''Burk» hardSfclden 8. Oktober. St irnfenberg 9. Ol toter Olroßen-Linden 10 Oktober. Hassen 11. Oktober. Alten-Buseck. Olarbenteich, Leihgestern und stiödgen 12.^Oktober. Steütbach 13. Oktober .Aein- Lindcn, Mainzlar und Ruttershanscn 14. Oktober Obersteiubera Oppenrrü), Trohe Und Watzenbvni-Steinberg 15. Oktober ^au- bringen und Heuchclheim 21. Ottober. Wilieck 23. Oktober und Lang-Göns 24. Oktober.
Ktiaben«
penNonat
SoEtkslckiule
ReaiklafFen, oerbunden mit Vorschule, erteilt einjohrlgenzeugnls. 753 as
löjen
v-mt iiuii sjnijL;;uium a:ia> V3ft:|inma.vr erimira ; vo iuu htiu i-
|Ttn nvcki Jakob Wurckharots besonderes Wohlgefallen erregt und lll liingst wieder von Gnsebach im „Belfried" mit lwli'r Anetten- besprvck:en worden. Tort begann mrn der Berrieb, und eine Jahren ruhiger Entwicklung waren zunäckfft der Univer- veichieden. Da tarn die Mvolutirm von 1830, die Losreißung ^Holland, die von einer allgemeinen Bvrberrswaft des franzö- A^wallonischen Elementes in Belgien begleitet und gefolgt war. ijfrnnnt kurzem hatte die Universität Gcnt die Dirkutlgn: der ff” 1 ' äu fühlen; daß man der Hochschule im flandrischen sW^nberhautst nicht grün war, bezeug re die Einzieh-rr.ig der Phi- -op-lschen Fakultät, und dann setzte die planmäßige Französte- r 5°- ^e bei der Universität begann mc5 b'is yn den Bolksscimlen lvo die vlämisclren rtzmder ilPre (Gebete in sranzösisck^'r Sprache lernen mußten. ES bleibt der und die dmzcrnde
Bedeutung der Genter Universität, daß sie trotz der kur-en Frei- heitsFeit, che ihr nur vergönnt geivesen ist, demwch che Biege der neuen vlämischen Bewegung werden konnte. Tie Studenten, che die Uinvcrfftät Gent besucht hatten, nmrden deren rührigste Träger: ,chchl 1840 ging bei der Kammer eine mit 100 0Ä) Unterschriften bedeckte Petition ein, die die Gleichstellung beider Spra- sten im Unterrichte der Universität Gent forderte. Seit damals beginnt ein Kampf um die Rechte des Blamentums und der vlä- mischen Sprache, der mit äußerster Zähigkeit geführt ivorden ist. Es ist unmöglich zu leugnen, daß das herrschende belgische Franjosen tum Herr Manien und ihren Ansprüchen mit offenkundigem Uebel- wollen, gegenübergetreten ist. Rur nach starkem Widerstande, nur ffcäcfroeife ließ es sich ein Zitgeständnis nach dem andern abpreffen. So irr den 50er Jahren die Errichttmg eines Lehrstuhles für vlämische Sprache und Literatur, von dem unter ungel-cuoem Jub-et zum ersten Male, wieder die vlämische Sprache in den Hatten oer Universität erklang. In den 70er Jahren wurde das Blämistte als Examensprache dnrchaedrückk. in den 80er Jahren eine vlämische Abteilung für Geschichte und germanisd>e Philologie crrmtgen. Kurz, Sckrritt für Schritt drang das Volkstum, dem Gent zugelTört, in die Hochschule ein: allein das Gesamtergebnst. ivar immer doch nur erst dies, daß das Vlämische im Universitüts-- Lrtriebe sich mit einem bescheidenen Platze hinter dem Französische?^ zu bescheiden hatte. Um so mehr, als von den Zugeständnissen, die man dem Vlamen machte, recht viel auf dem Papiere blieb.
Das Ziel, das die vlämische Beroegung verfolgt, »oar tüe völlige Vervlamung der Universität. Tie Führer des vlämischen Volkes, das jahrhundertelang in Unwissenheit gehalten und von der lstihe- ren Bildung abgesperrt ntorden war, wollten ihm den geistigen Diittelmuttt schaffen, die hohe Schicke, deren es vor allem te-durffe. Die bclcffsche Negierung sperrte sich — aber da griff die Weltgeschichte mit mächtiger Hand ein. WaS in den jüngsten Jahren geschehen ist, des Itsaren wio ja alle Zeugen: die Nationalisierung' der Universität Gent ist von den Deutschen durchgefickwt worden, und sie wird jetzt als vlämische Hochschule betrieben. So schließt sich der Ring ihrer merkwürdigen Geschichte: als vlämische Universität gedacht und begründet, ist fie erst nach einem vollen Jahrhundert zu dem geworden, was zu sein Geschichte und Volktzttrm ihr vorschreiben.
Die Wiederherstetlnng der Dentschen Kirche in Bergen (Norwegens.
Die altehrwürdige Vüarienkrrche zu Bergen, bk 1408 bis 1766 den Hanseaten als GolteÄha»s gedhertt hat ari> von dieser
tycet Geschichte her noch hqut den Namen der Deutschen Kirchc tr«gt. soll einer Wiederherstellung luntertvorstm werden, die da- Ziel versolgr, den alten Zustand der schonen .Kirche nach Mögliche keck tmederl-crzujtellen. In den sech-ffger Jahren hat sie nämlich ^9^ ,,.ststi!Luratio?i im schilecküLTten OJeidimatfe erfahren, indnn eo; fattckter, puritanischer ^Geschmack nicht nur die Kr che ihres atten ^-vrmen- Imp Fnrbenreichtuins beraubte, sondern sie oben- mit «teiheu ölgestrichmer Sitzl'änke versah,
ove i^n stimntungsvolten Eindruck des noch in romanischen Formen gchal.citeii Kircl-enickuTfeS außcrordeuttich bceinträcl.tigten Ur- sprunglch w.tr die Mav.enkrrche, um deren Pflege sich die Pietät <■ ■ 5 tn v icchrhillidectelang eifrig bemüht hatte,
ausgestattet.'Noä» jetzt zeugt von der alten Pracht die reick^eichnitztc übrnzel, die schön? Reihe der Apostsl- gettelken an den Ehorwänden sowie die Mtartafel-. Allein zahlreiche ^^onbicite des reichen alten Inventars wurden bei der erwärmten Wiederherurilung in den secktziger Jahren mit unglaub- ttchem Unverstände verkcunt: ein 6)lück im Unglücke war, daß die LÄSV? 111 U. ?er^n blieben ivo sie vom Stadtmuseum, vom HanTeau,chen Mu,eum und von Privatsammlungen erworben gerettet wurden. Es b?'leist mm die Absickst, diese Gegen- ttande, soweck irgend möglich, zurückzuerwerben und der Deutschen < 2 L, ( ^ lc, f C .^ rr alte Gestalt nnederzugeben. Zu dietem Zweue stehen sowohl rwentli^ ? wie auch private Mittel zur B"r-
Em lrfÄ'rl". 19 vinadjt. Aus dem Bergrner
eine Reihe der alten, der Kirckie entltammenden Bilder ^t'sgeliesert worden : die Apostelgestaltcn im Chore, teerdlm rvaren sind frergelegt worden, rmd die ff' ^ Altergemälde har die goldene Krime w fr^jwntamiche Strenge der Restauratoren ihr germrdt hatte. Man hosck aber noch viel Wertvolleres zurirckzu- gewamen: so den Machtvoll geschnitzten Ral-men der Allartafel, alten schonen Altarbecher, der noch mancherlei Wand- C ff S QT Iff;, 1,TTn ■vmtorbenen Bergenser Rasmus ff' 9raBC Anzahl aus dem 17. Jahr-
ME? ’ ®£l d £' LL mri; bMisch?cktMoriven, ehren &■
^ ^rhmdert lotete zahlreiche kleinere Silber- ^ Wenn alle diese Schätze wieder an Ort
tetrben und die Erneuerung der Kirche taktvoll durchgenihtt wird, w ist mit Sicherheit zu erwarten, daß der
stimmuTigÄos wir», in


