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Zweites Blatt
Erscheint tR-kch mÜ AnSnahnu befl Sonntags.
t6Z. Jahrgang
Beilagen: .Metzener KmnMenblätter- imd ^Lreisblatt für den llreir Sietzea".
pofilcheckkimto: KraMmt am Main Nr. U68*. Vaittverfehr: Sc»erbebauk Siehe«.
Montag, \. Oktober \9\J
Seneral-Anzeiger für Oberhej
Zwillrngsrrmdornck und Berlage Brülit'jcheU,üversikäl:-öuch-u.Strindr>!«terei. N. Lunge, Gießen.
Zchriftleilnng, Geschäftsstelle und DnrSeret:
Schulstrasze?. Eeschäf. .stelle n.Bering:euMZl,
SchristleUung: 112.
Airschriftfür TrohtnachrtchtenrAnzeigerGirsten.
Aus NeNen.
Die KarKrffelpveife.
Die Abgg. Adelung und Ulrich Haber: in der Zwei ieu Kanrmer folgenden Antrag gestellt:
Die Reichs-Kartoffelstelle hat trotz der guter: Kartoffelernte die an sich schon hoher: Preise durch Schn eilig keil s- -rnd An fuHr-Prärni>en noch lveiter erhöht. Der rninderbernit-
telten Bevötkeru.ng ist es infolgedessen nnnröglich gemacht, sich mit Kartoffeln für den Winter einzudecken. Wir bean
tragen deshalb, Gvoßh. Regierung nröge bei der Reichs regierung dahin wirken, daß das Reich einen Teil des erhöhten Karto s felp reifes auf die Reichs- kaffe übernimmt.
Die, Obstvcrforgrmg.
Im Kriegsausschuß der zweiten Kammer gab die Gvoßh. Regierung auf den von uns mitgeteilten Antrag des dlbg. Urstadt eine Erklärung ab, ir: der es heißt:
Der Gründung aller zur Zeit z-um Ergreifen der Obsternte dmri«gefülirten Organisationen ist die Zentralisation des« Obstverkehrs. Innerhalb der letzten Tage ist auch das Reick) zu kstesen: , System übergegaugen. Hier mag nur ,wchmal§ darauf mmuvtfcn roerta, daß es bei der diesjährigen Obstsversorgung viel weniger darauf arrkommt, den Bedarf der Städte an Frischobst m befriedigen, als die.zur Herstellung der Mar melade für Heer und Bevölkerung erforderlichen Mengen an Aepfelm. Birnen , Z Wetschen und Pflaumen» ficherznstellen. jAus Anforderung der Reichsstelle für Ge
müse iund Obst soll soviel Märmelade hergestellt werden, daß täglich 30 Gramm Marmelale auf den Kopf der Bevölkerring!
für eine Zeft von 9 Monaten ausgegeta werden können. Hierzu sind im ganzen erforderlick) etwa zehn Millionen Zentner Obst. Bon dieser Menge entfallen ans Hessen 330 000 Zentner. Diese müssen zuerst erfaßt und sichergestellt werden, ehe eine Belieferung der Städte mit Frischobst erfolgen kann. Dre Aufbringung dieser Obstmenge ist nur möglich mit Hilfe einer straffen Zentralorgani- saticm, die dieses oberste Ziel bei aller Rücksichtnahme auf die Interessen der Bevölkerung an einer Versorgung mit Frischobst stets im Auge hat.
Eine Verteuerung des Obstes durch) die von der Landesobste sbÄle getroffene Organisation gegenüber der angeblich billigeres Durchführung einer Regelung, die aus dem selbständigen Aufkauf der Städte in bestimmten Ueberschnßgebiet-e,: beruhen soll, liegt nid.it vor. Much) die Städte benötigen zum Aufkauf von Obst Kommissionäre und Aufkäufer. Ob diese für die Städte billiger arbeiten als für die Landesvbststellc, erscheint zum miirdesten zweifelhaft. Soweit Beobachtungen vorliegcn, lbestättgen sie die Duffassimg des Airtragstellers wicht.
Bei der Frühobst Versorgung de r^ Stadt Gießen, bei der die Landesobststelle vollständig versagt haben soll, wurde auf die Vorstellungen des Lebensmittel am tes Giessen gerade diejenige Regelung getroffen, die von dem Antragsteller in' Vorschlag gebracht wird. Um einer: Teil der ihr zustehenden Menge Kirschen ganz sicher zu erhalten, hatte, die Stadt Gteßen mit Zustimmung der Larvdesobststelle die Kirfcheirernte der Gemeindei: Bettenhausen und Lauter gesteigert. Diese Mengen wurden auf das der Stadt Giehen zustehende Kontingent an Frühobst angerechnet. A u f dem Wege vom Erzeug ungsor t bis zur Stadt verschwanden jedoch a uf bisher unaufgekl är te Meise mehr als die Hälfte der gesteigerten Kirschen. Die Folge war ein fühlbarer Obstnrangel in Gießen, an dem der Landesobststelle jedeirfalls fern' Schuld bcizumessen ist. Der hohe Preis, den die Stadt Gießen für diese von ihr selbst gesteigerten Kirschen berechkren ruußte, dürfte ebenfalls nicht für die Annahme einer Verbilligung des Obstes beim Eni kauf durch! die Stadtvern«ltungdn sprechen.
Der Ausschuß beantragte, den ^ersten Teil des Antrages Urstadt der Regierung zur Derücksichtigimg tzu'empfehlen. Dieser Teil lautet
meinde, die daru.u ersucht, von der Landesobststelle zu ernrächtigen ist, ihre:: Bedarf direkt einzukaufen, UDbei die Zahlung jeglicher Gebühr an die Landesobststelle urrd die Kreiskvmmffsionäre in Wegfall komint."
Die Freilassung von Gerste in landwirtschaftlichen Brtrieta.
Der Alttrag des Mg. Dorsch ivurdeim Kriegsausschuß der Zweiten Kamnrer nach einer Erklärung der Regierung in stolgercher abgoanderter Fassung omgewommmy:
„Die Kanrmer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, an maßgebender Stelle dahin vorstellig zu werden, -das; den Landwirten zur Aufrechterhalttuig ihrer Wirtschaft, insbesondere zur ausreichenden Verpflegung ihrer landwirtschaftlichen Arbeiter, eine bestimmte Menge Gerste frei- gelassen wird."
)lns Sictz-t rtnö Land.
Gießen, 1. Oktober 1917.
Siegel: — wollen wir! Sparen — müssen wir! Spart an dem, was ihr sonst vergeudet lMt, an Papier!
Feder zeichne Kriegsanleihe!
In iveiten Kreisen, namentlich in landwirtschaftlichen, scheint immer noch die AtuMsftung vertreten zu sein, daß „um nur dann Kriegsanleihe zeickinen kömrc, wenn man die Mttel in bar oder als Guthaben bet einer Sparkasse zur Verftvgung habe. Es besteht aber, auch für diejemgen die Mögli-ckAüt zu zeichnen, die augenblicklich über gveisbare Mittel nicht verfügen, denrnächst aber mit Eingängen irgendwelcher Art rechnen können.
Es ist nicht nötig, daß jetzt schon der voll gezeichnete Betrag ein gezahlt wird; es sind Ratenzahlungen vorgesehm in der Weise, daß spätestens am 27. Oklobar l. I. 30o/o, am 21. Novencher l. I. "2 0%, am 9. Januar f. I. 25<y<> und am 6. Februar f. I. 25«K ei::zuzäl>!en sind. ' 1
Darüber Iffnaus kommen Batchen und Kassen ihren Zeichnern oft auch noch insofern eittgegen, als sie einstweilen für ihre Kunden die Einzahlungen leisten imd n:it ih,:er: erst dann abrechnen, wenn diese zahlen könrren. Eine Hinterlegaing von Sicherheiten lwcrucht seitens der Zeichmmgsstrllen nicht gefordert zu werde::, da sie bis zur Zahlung bunt) die Kunden sich an der Kriegsanleihe schadlos halte:: köimen. Mas diesen Wieg seien inslxfandere unsere Landwirte verwiesen. Es fließen ilpren idurch die Verwerttmg ihrer Produkte demnäckK wiederunr beträchtliche Mittel zu, die auch dann in Kriegsanleihe angelegt werde:: können, wenn sie erst
später eingehen. Tie Landivirte brarvchien nur mit ihren Kassen eine
Vereinbarung im Siam der vorstehenden Ausftlhrungen zu treffen Die landwirtschaftlickien Darlehenskassen werdim' auch nach dieser Richtung hin — schon im Interesse der Förderung der Kriegsan- leil-e — :::öglick)stes Entgegenkommen beweise::.
** Amtliche Personal Nachrichten. Ter Großherzog hat am 26. SesUernber ds. Js. den Oberstenetkoi:trollerrr Fin.rnz- assessor K<:rl Uhrig zu Friedberg zim: Revisionskontrolleur bei dem Hauptsteuermnt Gießen und den i^auptsttaieramlsass isdenten bei dem Hauptsbeueramt Mainz Wilhelm Hartherz zum Oberstrnter- ldntrvlleur ernannt.
** Auszeichnung. Der Tronrpeter Heinrich Beyenbach wurde :nit der Hessische,: Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet.
** Kriegssparkarten als Patengeschenke. Wieder steht die Kriegsanleihe vor der Türe, und jeder von m:s fragt sich: was kann ich geben? Für alle die. denen das große Geldverdienen fent blieb, ist es heute nicht leicht, den heißen Wunsch des Geben-Wollens mit dem Können zu vereinen, ward doch das Entbehrliche längst gegeben. Große Summen zeichnen zu können, das ist nur wenigen vergönnt: aber auch die kleinen runden fafr und werden ein Großes,
Die Regettmg des Obstoerkchrs .dahin abzuändern, daß jede Go-wenn es viele sind! Der Krieg hat uns in manchem um
lernen lassen, wir sind einfacher geworden in vielerlei Dingen des Lebens. Wer sich den rechten Sinn bewahrte/ sängt mit dem Sparen an sich selber an und läßt sich das nicht nehmen, was ihm reinste Freude ist: das Glück, andere zu erfreuen! So besinnt euch denü alle mtb gebt, wenn ihr geben könnt: Kriegssparkarten als Geburtstagsgabe, als Wechnachtsgeschenke an Kinder ::nd Paten, an Nichten und Neffen, an Errkel und an Freunde. Da ivird fürwahr die klemste Mark zur königlichen Gabe, und der Beschenkte wird oem Spender Dank wissen, daß er auch ihn in die unendliche ^N^che derer stellte, welck>e dem Vaterlande dierwn!
** Vorübergehende Aufhebung des Schlacht- Ministerium des Innern macht mit sofortiger Wnffamkeft bekämet: Dis Verbot des Schlnchtens und des Verkaufs weibttcher, zur Acnchzuckft geeigneter Kälber wird für die Zeit bis z:m: l. März 1918 Mtsgehoben.
Landkreis Gießen.
)( Mainzlar, 30. Sept. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielten der Landstunnmann Ludwig Bingel :md der Mus- Wilhelm Sommer. SowlMer wurde srü^r schon nnt dem Etsernen Kreuz ausgezeichnet.
MciS Schotten.
^. § & ? r c it t n , 30. Sept. Unteroffizier Ludwig Jost von
Ner :>t rnsvlge ferner schweren Vertvündung am Kopfe in: Feldlazarett gestorben. Jost ist das 15. Kriegsopfer curs unserer Gemeinde.
Starkenburg und Rheinhessen.
DZ. Offen dach a. M, 30. Sept. Für den Bezirk deS Gnoßherzogtums Heß«: lwurde hier eine Zu schneidestelle unter dem %amen „Zulck>ncidestelle der Lederindustrie Offenbach a M " errrchtet. Die Versammlung war von Interessenten aus dem ganz«: Gvoßherzogtum Hessen besucht. Mit der Aüsführirng der Zu- schneldestelle der Lederindustrie wrcrde eine neu errichtete Kommanditgesellschaft unter der Finna Bussen. Eo.. Kommanditgesellschaft betrrart, deren persönlich haftender Gesellschafter Fa- brrkant Karl Busse aus Mainz ist, dem ein llebern^ack-ungsuusschuß aus sieba: Personen zur Seite stellt- Mit dem vorgclegte:: (Rsell- schaftsvertrage eErte sich das Kriegsministerium. Lede^u- wetsungsamt Berlin, einverstanden. Als vevantwortlicher Lecker der Zuschneidestelle dem Kriegsministerium gegenüber wurde Herr Karl Busse bestätigt, der sich bereit erklärte, die Leitung der Zuschneidestelle und der Geschäfte der Kom7na:tdckgesellscKst chrcn- anrtlich zu übernehmen. Gleichzeitig ivurde als dauernder Vertreter des lleberwachmrgsausschusses Fabrikant Ludwig Wolf aus Mainz gewählt, der den persmckich hastende,: Gesellschafter zu vertreten hat. Tie KoMmand-ckgesellschaft ist auf gemeinnütziger Grundlage errichtet, so daß die in anderen Fällen beanstarcheten hohen Gewinne hier in Wegfall kommen. Ter Kommandckgesell schuft schloß sich eine große Anzahl Interessenten der Lederausrüstungsindustrie des GrvßHerzogtums Hessen als Konrmandckisten an.
Fc.^ Fl örsheim , 30. Sept. .Die Glocken der hiesigen Pfarrkirche sind auf ein Gutachten des Tomkapellmeisters Hartmann in Frankfurt a. M. hin wegen ihres musikalisck)-künstlerischen Wertes vvrl äuftg von der Enteignung urrd Ablieferung znrückgestellt worden.
ch Aus Rhein Hessen, 30. Sept. Die Lese der wüßen Trauben wird recht frühzeitig beginnen, ist' sogar schon in einer AnzaW Gemarkurrgen im Gange. Wie die FriMrauben, so liefern auch die weißen Trauben einen hinsichtlich der Güte hochstehenden! Most, und die Menge ist äußerst zufriedenstellend. Bis jetzt wurden Mostgewichte bis 100 Grad ermittelt. Die Preise für den Most sind hoch. Die Weine älterer Jahrgänge lagern mir noch in lleinen Mengen. Sie :oerden sebr teuer bezahlt. Für das Stück 1916er wurden zuletzt 4300—6000 Mk., 1915er 5400—7000 Mk. angelegt. Kreis Wetzlar.
W. Z. Wetzlar, 29. 'Sept. Der Kaninchenzuchtverein für den Kreis Wetzlar hält am 13. und 14. Oktober seine 2. Kanin chen- schau rtebst BerkMffsmarkt, verbunden mck Prämiier,mg und Verlosung. ab. Ein Verkauf von geschlachteten Kaninchen findet ebenfalls statt.
Wetzlar, 1. Okt. "Heute feiert der Kommandeur des -yrr Gefangienenbewachrmg hier liegeirden Landsttrrm-Infanterie-Ersatz- bataillvns Weimar (XVIII. 28 ) £>en; Dberftleutmmt z. T. Redners sein 50jähriges Militärjubiläum.
Hessen-Rnsscru.
F. Z. Bad Homburg v. d. H., 29. Sept. Mehrere Schulkinder von hier hatten in Gonzenheim Eier eutivendet und diese daheim von ihre:: Müttern sich zirbereiten lassen. Die Sache firnt zur Anzeige. Heute verurteilte das Sckiiössengericht ^wei der Mütter zu je 14 Tagen Gefängnis, eine Mu'tter zu 14 Tagen Haft, einen der Jungen zu 8 Tagen Gefängnis und Ueberweisung in Fürsorgeerziehung.
][ Marburg, 30. Sept. Den: Leirtnant d. R. Proftssvr Dr. Bredt rvurde!das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen, nach- dein >er bereits vor längerer Zeck das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten hatte
ch Ans dem Rhein gau, 30. Sept. Die allgenreine Weinlese ist im unteren, Rhein gm:, und zwar in den Geinarkungcre Aßmannshausen. Lörch und Lorchhausen, in vollem Gange. Das Ergebnis ist sowohl hinsichtlich der Menge als auch der Güte durchaus zuftiedenstellcnd. Es ivurden Mvstgetvickste von 85—95 Grad bis jetzt sestgestellt. Die Nachfrage zeigte sich äußerst lebhaft Und der Absatz dementsprechend flott. In Aftnaunsliausen lvurdeu für die 200 Liter Tranbenmaische 475—500 Mckrk, in Lorch,md Lorchhausen 500 Näark erlöst.
fünfzig Jahre südafrikanische Diamanten.
Eine Erinnerung zum 1. Oktober.
Der 1. Oktober des Jahres 1867 war von höchster Bedeutung für den Edelslchuhandel ,und bildet zugleich einen Wendepunkt in der Geschichte Südafrikas: von diesem slldvnat an war Südaftikä ein Diamantentand, das, noch kurz vorher fast völlig unbekannt, um: rasch erschlossen wurde und einen erstaunlichen Auffchwung vohni. ,Beinahe wie ein Märchen klmgt die Geschichte von der Muffüchung des ersten Diamanten in Südaftika. John O'Reilly, ein Irländer, ivar das Glückskind, das den ersten Diantanten Südafrikas eittdeckte, oder geimuer gesagt: zi: verwerten wußte. lAjuf der Jagd kan: der Irländer in der Gegend des Oranieflusses pnf den Bauernhof De Kalk, der einem Buren, Sck:>rlk van^Niekerk, gchörte. Dessei: Kirwer spielten mit kleinen, glänzercden Steinen^ dem Irländer Ji d dies aüf, er sah zu. und der Vater hob cmevti der Steine ans und zeigte ihn dem Frenüten nrit den Worten:! „Das wäjre ein schöner Stein für eckke Brosche." O'Reilly trug am Finger entri: Mng mit einen: DiamMiten: er Iwtte einmal gehört, daß ein Diamant Glas, schneiden müsse, probierte das Dü:g mck seinem Steine und dem Sptelsünne der Burenkcktder, beide Steina ritzten Glas, amfc darauf.bat er den.Buren, den Stein mcknehmen zn dürfen, .wobei er versprack.'j den Erlös mit ihm zu teilen. Iü Hvpetonm zeigte er einem Gasttoirte de,: Stein und wurde aus- g«la<t-t Es sei ein Kheftl, ein ganz gentnner Kiesel, meinte der Gastwirt, und er wettete um ein volles Dittzenp Seidel Bier, daß der Stein auch nicht einen PUfcrling .ivert sei. O'Reittys ^ttra-uei: blieb unerschüttert. Er zeigte den Stein in Eolesbctg!
einem Beamten namivTrsZBohes: diesem ftel die Härte des Steines auf, allein was (für ein Stein es wäre, konnte er auch nicht sagen. Mh,:lich ging cs andeven. Ein paar jüdische Kanfieute meinten, es sei ein T^pas nnd boten den: JrLänder eine geringe Summe dafür, allein dieser wollte wissen, ob der.Steck: ein Diamant sei oder rncht, Imtb schickte ihn nach Gvahamstown zu einem Fachmanne in der Edelsteinkunde, Dr. Aetherstene. Dieser prüfte de:: Stein, erkannte die Uebereiultimurung des spezsftschen Gewichts mit dem Drama,tten :rnd erllärte e% für möglich, daß der Stein des Irländers ein Diamant wäre. Iben ein Misender verloren habe. Nun brauchte O'Reilly uicht 'mehr lange nach eincan Käufer zu suchen: der Gouverneur der Kapkolonie, Sir Philippe Wodehouse, kaufte den Stein, der lbeilqusig 24V< Karat rvog, für 500 Pfm:d und shickte ihn aiff die Pariser Weltonsstellmrg. Boyes, der die Geschichte des Diamanten ,netter verfolgt hatte, uwchte sich. ,run auch auf die Suche, hatte aber kein Glück: schm: wurden Stimmen laut, die den erste,: Diamantenftaid ins (Reich der Fabel verweisen ivvllten, als ein paar Monate später am Zus^amlgenslüffe des Baal- und Oranjeflnssos Diamanten gefunden ltntrbat. Eines Tages konnte der Kolmftalsekrelär Southey im Parlammtt Mi Kapstadt chnenj Diamanten auf den Tisch legen und dabei feierlich erllären: „Dies ist der Felsen, aus dem das zukünftige Gedeihen Südafrikas gegründet ist." In Europa gab es noch immer Zweifler, ja der englische Geologe Gregory leugnete in einem sveckverbreiteta: Fachiblatte die Möglichkeit, daß es rnr Boden Südafrikas Diamanten gäbe. Liber Dr. -letherstewe widerlegte chn, und noch mehr widerlege ten ich: die Datfachen^ int MjÄÄ 1869 «vrcde der einem ein Diamant gefunden, der noch lhsate »ckS her „Gteru von
Südafrika", betaut ist: er »vog untgefchliffen 83 1 /:’ Karat. Bereits im ersten Jahrfünft der Diamauteirgeioiunung in Südafrika erlöste Man mehr als 40 Millionen Mark aus den „blink Klipies", und zivei Jahrzehnte später wurden in Südafrika ckr der gleichen Zeit» fPanne für beinahe eine halbe Milliarde Mark Gwlsteinc «.pffimden. Südafrika nmrde das größte Diamaittenland der Erde, imd dort fand man Steine tvie den Viktoriasl'bin mit sein«: 457 Karat uni» den größten Diamanten, der überhaupt je entdeckt wurde, den Eullinan, der 3025 Karat wog.
— V vn den Ausgrabungen in Luksor. Nachdem die Ausgrabunge,: in Luksor tvegen Gelduraugels zeitweilig batterq unterbrochen werden müMen, kowrte kürzlich ihr Leiter, der französische Mtertumsforsck>er Legrain, dem ägyptischen Institute in Kairo über die neuesten Ergebnisse berichten. Das Wichtigste dürfte Maria einer Mitteillmg des „Eioerone" (Verlag von Klckrkhardt und Meamann in Leipzigs die. Gntzisfermrg der beiden Inschriften am Picdestal des Forums von Luffor sein, die.sich auf den Gouverneur Aurel ins Ginas beziehen, der die Provinz Theta für denCaesar Idckianus rogierte. In diesen: Julianns ivkll lLegrain nrit Stckv-rheck Jdckimms .Avostata erkenneir wmrach die Inffckmft etwas nach 361 Mu setzen wäre. Sie ist bemerkeuslvei't als eine der wenüten^ in lateckrisri-er .Sprache in ?üegypten. DaS Fonm: von Luksor birtet im übrigen ein klassisches Beispiel römischer Maarkunst in Aegypten. Es'hat große Straßen, an deren dhusg^rng Triumphbögen steSen, die dem ALeMnder Severus und dem Julianns (Apostata^ g& widmet waren.


