Ausgabe 
22.10.1917 Erstes Blatt
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Lr.2§8

Der Gtetzener »nzeisn

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Wmtmj 9 '* &rp9leS 9i«w»ti»n«Tt»eT, 20. Oktober.

Westlicher Kriegsschauplatz, jrerresgruppe Kronprinz Rupprecht.

ungünstigen Beobachtmigsbedinguiigen blieb ber Aruerkmnpf m H-ländern geringer als an den Vortaaen- nnr m/inzelneu AbMiitten zwischen Houthsulstcr.WM, und Deute war er zeitweilig stark.

U 011 'urehrrrrn Stellen. äSSÄ ^ W: ' St-^u«ntiu. mit für uns

Heeresgruppe Deutscher Krouprinz.

Die Artillerieschlacht nördlich von Soisso ns dauert ^.^^?^^.E»ergrk»end nachlasfendcr Heftigkeit be- kämpft«, sich die kwrt zusammrnge^grnen Artillcriemengen mit auh erster Kraft. Anhüuftudes Alasftirfcucr von Minen- 'werfen, hat die vordere Kampfzone zwisch«, Nauxaiklon und m ein Trichterfeld verwandelt. Einzelne Barste.ne ^nzonscher Aufflürungslrupps wurden abgewiesrn; qrößcre Angriffe ,md bisher Nicht erfolgt. '

Oes« ich der Maas schwoll di« Feuertätiakeit gestern nachunliag an. Mehrere eigene Unternehiiningen brachten

>ms Gefangene ein.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Mr haben auch «rufder Insel D a g ö Truppen gelandet. W chon lwr einigen Tagen Landimgsaüteilnngrn der Mrme zur Sichenmg der beabsichtigten Ausladestellen Futz

gchcht hatten. "

Die Hort cingeieiieten Operationen verliefen plangemätz. *

Don der Ostseekükte bis zum Schwarzen Meer nichts von Bedeutung.

Mazedonische Front.

* % äöctarfler drs Ochrida-Sees wurden angreifende

französische Kompagnien zurückgeworfen. Bei Monastir, im ^ernavogm und bei Dobropilje lebte das Feuer auf.

Der Erste Generalmmrliermeister Ludendorff.

Hauptguartker, 21. Oktober.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

I ' Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

I Ostende wurde von See ans beschossen. In der Stadt Ätitand Häuserschaden.

An der flandrischen Land front blieb bei starkem Dml,t bis zum Abend die Feuertätigkeil eingeschränkt. Vor «hchrechen der Dunkelheit verstärkte sich das Feuer au der Küste ari Dixmuiden und iu einigen Abschnitten des Haupt- kampffeldes. Mehrfach vorstostendc Erkundungsabteilungen i der Gegner wurden verlustreich zurückgeworfen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nach Nebligem und daher etwas ruhigerem Morgen stei- Ate sich bei mittags besser werdender Sicht die Artillerie- chlacht von Vauraillon bis Bratze wieder zu heftiger Tätig- ^ le,t. Sie dauerte unvermindert, vielfach zmn Tronnnclserier ! aiiichweilcnö. auch während der Nacht an. Gröhrre Angrisfe sind bisher nicht erfolgt.

*

Bei den ötrriQen Armeen blleb die Gefechtstätigkeit meist . gering.

Nerm feindliche Flieger wurden abgeschossen.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Auf der Insel Dago ist die Ostküste von unseren Trup- ^pen erreicht; Streifabteilungen durchdringen das Innere, l BlGer sind mehrere hundert Gesungene gemeldet.

' ^ Die zwischen der Insel Moon und dem Festland gelegene ^nfel Sch ildauwurde von uns b e f e tz t.

Die russischen Soestreitkräfte haben den Moon-Sund nwck) Norden verlassen unter Preisgabe des Wracks der .,'L-lava" und von vier auf Strand gesetzten Dampfern.

*

Von der russifthl-rumänischen Landfront ist nichts von , Bedeutung zu berichten. ^

Mazedonische Front.

Im Gebirgsftvck zwischen Skmnbi-Tal und Ochrida-See §.Gm gestern nach kräftiger Feuervorbercitung starke ft an Msl>che Kräfte an. Deutsche, österreichisch-ungarische und bul wTiTOe Truppen brachten durch Feuer und im Gegenstoß ^en feindlichen Ansturm zum Scheitern.

Oestlich des Ochrida-Sees sowie vom Prcspa-See bis M.^erna und auf beiden Wardar-Ufcrn hat die Kampf- umgkert der Artillerien merklich! zugenommen.

Der Erste Generalquartiermeiiter Ludendorff.

H

Lie Abendberichte.

*«rllit, 20. Oft., abends. MTB. Amtlich.)

Flandern wechselnd starkes Feuer; nordöstlich

in Luftangriff auf England

seit Mittag wieder heftiger Arttlleriekamps.

Auf Dago Alte Fortschritte.

«AÄSXi" f 14 ' 1 »' «»»«*

B^rlin, 21. Okt., abends. (WTB. Amtlich.) ca i? n Ilundern lebhafte Artillerietätigkeit, rwrdöst- lkch mn Soissons, stärkster Feuermmps.

Dre Insel Dagö ist ganz in msterer Hand.

inofHiA* restlich des Ochrida-Sees, und nord-

westluh Monasttr für uns erfolgreiche Teilkämpfe.

Ueber 12^ Milliarden! Gm.o übermäßige Freude, wie nach einergeschlagenen Schlacht", ch,rauchen wir diesrnal rrrcht zu emp finden. Denn wenn der Zeichner von Kriegs am terye teui Opfer dargebrach.t, sondern in Wahrh^eit sein eignes ^nterefte, damrt freilich auch das Interesse des Vaterlandes, vertreten hat, so würden wir unsere Feldgrauen in den F,o7rten rrairren, weim wie ims brüsten und uns gleicher Heldentat«, rühmen wollten. So war es mit dergewon­nenen Schlachlt" auch irrsprüirglich mcht gemeint. Wir kann- EM Sieg der Mugheit über gefährliche Veschrankthert und Verschlossenheit, von einem Triunrph regen Eifers über Trägheit und Gleichgültigkeit reden. Nun war am ^npang, bei den ersten Arrleihen, der Gedanke noch er j o rasch und entscheidend Gemeingut dev Volkes wurde, so war damit ollerdinigs eine Schlacht gelormnen. Wie unsere Wirtschaft und Industrie sich auf den Krieg eingerichtet haben, so haben der große und der

au f ^t' e Kriegsanleihe eingerichtet. Unö vre Sozialdemokratie schimpft nicht etwa darüber, son- oern ste macht, wre jeder gute Volks^rosse, mit. Der Krieos- gewrirn, der uns allen gemeinsam sein soll, ist es neben der vorteilhaften und sicheren Geldanlaigo, der uns am- sporiit, und wir wissen es: was wir nicht gewinnen, das werden wrr verlieren: Freiheit und Recht in der großen Volkersamilre, Sicheruna unseres Lebens trotz neidiscl-er und feindlicher Wühlereien, die auch nach dem Z^riege gegen uns fortgesetzt werden sollen. Da heißt es stark und kraft- vcll bleiben, da gilt es, die deritschen Schutzmittel über alles zu stellen, was uns von außen her etwa zugeflüstert werden könnte. Ern schwaches, halb unterlegenes Reich wurde nach dem Frieden wie ein Eiland sein, dos die brcmrdenden Wogen allmählich zerfressen; ein starkes, sieq- rerches Reich wird sich behaupten, wird sich rreue Freunde erwerben. Und wenn es nicht reine Freundschaft ist, so falls eben Respekt sein, was rms die nationalen Lebens- bedurfnisse reicher zuströmerr lassen wird als vordem.

Stolze Taten begleiten uns auf dem Wege zum erfreu- llchen Frredsn. Zu diesen Taten gehöven auch, die Ergeb­nisse lmfexer inneren Anleihen. Wie unsere Ackerscholle er­träglich ist, ^ daß sie uns bei aller Abgeschlossercheit nährt und unterhält, so ist auch unser Rattonalvermögen groß und frrrchtbar, 'und die Ernten, die darauf erivachsen, sind in siebenmaligen Zeiten herrlich gedbchenr und sind sich! gleich geblieben. Wenn der Krieg ein Raubbau ist an aller: Gütern des Landes und cm unserer Kultur, so haben wir Deutsche diesen Raubbau doch auf das vorreilhafteste Wimdestmaß gesetzt. Unser Geld bleibt nu Lande, wir wer­den nicht arm. Die herrliche Zuversicht, daß wir uns gegen die Welt der Feinde durchringen werden, der Beweis, daß nicht Unentschlossenheit und Besorgnis im Lande eiugezogen sind, sie liegen auch in dem neuechen Zeichnungsergebnis.

Ganz besonders hervorzuheben ist, daß alle Volks­kreise, welcher Politik sie auch huldigen, welchem Berufe sie angehören, bei der Kriegsanleihe in gleicher Weise sich be­währt haben. Das gilt auch für unsere engere Heimat, auch für die 29 532 600 M ark, die vom Kreise Gießen aufgebracht worden sind. Unsere Landbevölkerung, deren Eifer man hatte beargwöhnen und bemäkeln wollen, stand auf und zechnete! Wir hören, daß unsere Bauern sich vollauf bewährt habm; auchin der Stille der ländlichen Flur" liegt man nicht nur kindlich an der Brust der Na­tur. Ein reifer Geist des notwendigen Erkennens waltet auch da draußen, wo unablässig gearbeitet wird, damit wir Nah­rung haben und vor der englischen Absperrung nicht zuschan­den werden. Das Band der erfolgreichen Kriegsanleihe möge uns alle zu gemeinsamenl und einigem Zusammenhalt gegen­über dem äußeren Feinde umschließen! Die Aufklärer aber, die in Stadt und Land, von Mund zu Mund unermüdlich für die Kriegsanleihe gewirtt und geworben haben, sie finden ihren schönste Lohri im Gelingen des Werkes.

verlaEart-' ®~ <ö ' Nichtamtlich.) Amtlich wird

<T>;. O Osicher Kriegsschauplatz.

Dre Lage lst unverändert.

^ 8/lllienischer Kriegsschauplatz. n brachten unsere Patrouillen von einer

NMenen Unternehmung einen Offizier und 40 Mann als Gefangene zurück.

^ S /i döst l i ch e r K r i e g s j ch a u p t a tz.

, ^ Ochrrda-Sees scheiterten starke französische

ribtlr r sJi!\*^ er Gegenwehr österreichisch-unga­

rischer, deutscher mrd bulgarischer Truppen.

Der Chef des Generalftabes.

MMarden Kriegsanleihe!

v«. SS 3 - ^rscbnis der siebenten Kriegsanleihe beträgt nach den bis ,etzl vorliegenden Meldungen

12 432 000 000 Mark.

.... Tchlanzcigen wwie Teile der Feldzeichnnngen,

sur welche die Zeichnungsfrist erst am 20. Rovernber ablief, stehen noch aus, lo daß das Endergebnis 12Vs Milliardcu l n tn Jnsgesantt sind also im dritten Kriegs- llls 25Vs Milliarden Mark vom deutschen Volk lrufgebracht worden, also über 4 Milliarden mehr als 1915 und 1916. Dreser rn der Weltgeschichte bisher unerhörte wlrtlchaftllche :md finanzielle Kraftbeweis ist die beste Ant­wort, dre das deutsche Volk aus die Wilsoniwte uird auf die von lernen Gegnerir iijxcn Völkern vorgetäuschte Hoffnung aus ernen wirtschaftlichen Zusammentzrucki Deutschlands geben konnte.

Ein Luftangriff auf England.

9 Aw 2 i* £ft * ^Ptlich.) In der Nacht vom

19. Mm 20.^ttoter grrsf ein Marine-LuftsSiff- geschw ader En gl and des o nders erfolgreich an. Mit rund 26 000 MlogramM Bomben wurden die Fndnstne- Enlagen folgender Städte belegt; London, Manm"ster Bir- mmgham, Nottlugham, Derby, Lowestoft, Bult, Gri'msby, Nonvrch Mapplewn. Gute Spreng- und Braudwirknng wuroe überall beobachtet. Der Luftschiffs ko lumarrdant Kapi- tlmleutlmnt Frechere P r e u s ch von B u t t l n r - B v a n = oensels fuhr mit seiner bewährten Besatzung dcn vier- zehnten Angriff gegen England, davon vier gegen Lon- w\. Aus dem Nückurarsch, rmch glätkzcnd durchgeftrhrter Unternehmung, find vier Luftschiffe unter Führung chrer erprolueu Kommarrdauten, der Kapitänteutnants Stab- '^/le, Gayer (Hans) und Schwander Infolge außer- g-ewohulich st a r k e r W i n d v e r s e tz u n g und dichten N e- bels, der die Orientierung unmöglich machte, über das franzoftlsche Kampfgebiet geraten und dort, wie aus franzoslfchen Nachrichten hervor geht, ab ge schossen Er zur Landung g e z w ü n g e n wurden. Näheres über das wchlcknrl der emzetnen Schiffe und ihrer Besatzung ist zurzelt noch mcht bekannt.

Ter Chef des Admiralstabs der Marine. Die englische Darstellung.

n19.Ott.(WTB. ,Nichc<rmtlich.) Amtlich wird mit- geteilt: Aemdliche toifl« flxiften gestern abcmd die östlichen und iwrdolftchjen Maftchasten cm. Der Feind drang bi« aut ein-e Enftemimg in das Jtmere dieser Grafsch«asten, führte abtt kmen ,chr bcitnrnrrtei! Wrgftsf cms Seck;,5 oder sieben Angr^er nahmen an dem Wgrlff teil. Bomben wurden an versck«icdenen! täimrten adgenw-rren, darmtter einige wenige im' Bezirk von London.

t^da-is 20 Okt. (WTB. Nich-tmMich.) Amtlich wird mitge- lenkbar gewordene Zeppeline süü» and Luftabweh-rabteilunge,: angegriffen und im ^avae-6^viet rn per Gegend von ^ißeron niedergegangen. Die Be-

SS ll^ m Brand gesteckt und Flr.äwMrsuche

gemaa-t, sind abm gefaniien genominvi worden.

Die österreichifch-ungarifchen Tagesberichte.

Wzen, 20. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verkautbart:

Westlich des Ochrida-Sees scheiterte ein ftanzösi- sicher Angriff im zusammengefaßten Feuer der Batterien der Verbündeten.

Sonst nichts zu melden.

Der Chef des Generalstabes.

Frauzöstfchcr -lbendbericht

S(-i 2 | 0; W m ft £ : ' S ! r H r K öt r e - n ^ ad] i Mitternacht ist Tün- l Meere her c-cho),en worden.Verluste mis der bürger-

19 ® semeldet. In der Nacht vom>

s'sche \ J a 1 LU äcppeline das franzö-

ohne schaden anznrichten. Von unseren

mfk ^rtrn^V 1 ^.KEtzen beschossen sind mehrere Lnft. )a,inc zerstreut und ab-geschofsen oder zur Landung geummaen

Xt ^ cmeut ' öehn Kilometer südöstlich

vor Lurwville, ,n Flammen heruntergekonunen, ein 'a veil er von ÄuSMen angegftsscn. hat bei BcurboltN-leS-bains landen dr^ Ve,atzamg ist gegangen genonrmen Das Luftschiff ist unversehrt. Zwei andere Lustschisfe solle« luck^lkbar gcm^ uM im Innern Frankreichs abgefchossen worden sein.

Die Lage in Kuhiand.

Uebcrfiedcluna der Regierungach Moskau.

^ wahrscheinlich nach Moskau

1 dj emrichtüen wiro. Mnc glicht, daß

M oE ^Kb ebende Versamm lang e ben falls ist Mn, und nc ^ m - cl J ,m v rt> - Die Ron,n,mg durch die

' - mr ^ übrigen- nicht ixnt Eharaktee eurer L al - lbcni lltb altt.Eich mit im Falle der undchrngten Rotwendigieit vollziehen. Dae^ Vorparbrnrent, das