t* Brftar CöeSttr Duck.) 83 Mk. : Münster (Pfar^r Ahkheim) ^ ML: Ob^w-Beftitdgen (Pftrrrrr Ahlheim) 29 Mk.
0. au den Landesaussckmß der Hess. U-Bvot-Speitde: Rern- (Gemeinde) 94 Mk., Hassia^Bezirk. Greben 235,30 Mk. *** H e ssi sche u - Boot-Spende. Nachträglich eingegan- -na Spenden: Olenteinde Berns hatftm 56 Mk., Kreis Üauterbach ^rnmevr im ganzen 5796,76 Mk.; Qkmeinbc Ueberau 45 Mk.; uflüetnbf Erlen bock 15,20 Mk.. Kreis Erbach ruminehr im gan- .£H 6496,11 Mk.: U-Boot-Spende Mainz 126 Mk.: Pfarrer i^p^-Darmsdadt 3 Mk., Kreis Darmstadt mm'mehr im ganzen 68332.86 Mk.; 6)erneinde Reinlnrrdshain 94 Mk.; Hassia-Gießen >3530 Mk.. Kreis Gießen nunmehr im ganzen > 1 6 2 4.1 9 Mk.: Kreisamt Dieburg 200 Mk.. nunmehr im ratum 13 480,60 Mk.: Kreisamt Alsfeld 5381.50 Mk.. nunmehr ',n «orzen 7064 50 Mk.; Kreisamt Fried berg 13 997,85 Mk., nun- inrlrr im ganzen 22 669,75 Mk.; Pfarrer Storck Ueberau 55 Mk.; it Boot-Spende Mainz 74,15 Mk., Kreis Mainz nunmehr im Erzen 72414,72 Mk.: U-Boot-Spende Worms 76 Mk.. .Kreis Korrns nunmehr im ganzen 33 666,12 Mk.; Rotes Kreuz Wald- „lichelbacd 25>5,40 Mk. Kreis bxpperrheim nunrnehr inr ganzen 4817.75 ML Der Kreis Büdingen brachte inr ganzen 10 644,56 <üark. Die Spenden der übrigen Kreise irmrden bereits inr August
^rösterrüickt
Das Endergebnis der Hessischen U-Boot Spende betrügt nunmehr 583 533,48 !Uft.
Hierzu lief folgendes Schreiben aus dem Bureau des Reichstages ein:
„Berlin, den 3. Oktober 1917.
Euer Hochjwo hl geboren bestätige ich mit verbind lickiem Dan? den Empfang der dortigen Somnrürngen für die U"Boot-Spende. Dieses hocherfteuliche Ergebnis liefert eirron schönen Beweis für die vaterländische Gesinnung der Beivoh-irer des Grvßherzog- tmns Hessen und zeigt, daß -das deutsche Volk auch in der schweren Zeit des Krieges niernals versagt, wenn es gilt, die Sache des Vaterlandes zu stützen. Die all-gemeine freudige Zustimmung,
,welche unser' Liebeswerk in allen Schickten der Bevölkerung gefunden hat, wird unsere tapferen U-Boot-Mannschaffen in ihrem Kampfe gegen den Feind und die Clemeirtc stärken und sie zu neuen mutigen Taten anspornen. Dem Auslande aber wird es zeigen, daß ganz Deuts-chland einniütig hinter dem uneingeschränk- j.en U-Boot-Kriege steht und entschlossen ist, ausznharren, bis seine Zukunft gesichert ist. Allen freundlichen Spendern rmd den jimgen'Sammlern bitte ich unseren wärnrsten Dank auszuspre<l>en.
Zn vorzüglicher Hochachtung Der 64eschäftssührende Ausschuß:
Dr. Ka-empf, Präsident des Reichstages. I. A : Der Schatzmeister der Hess. U-Bovt-Spende. Mecker, Kais. Bankassessor."
** Beschlngnahme von pflanzlichen Gerbstofs- Lülstzügen und künstlichen Gerbmitteln. Mit dem 19. Okt. 1917 ist an Stelle der früheren Bekanntmachung Nr. Ob. II. 1000/4. 16. K. R. Al., betreffend Verbot der Extraktion von Gerb- riudcu. eine Bekaimtinachnng Nr. L. 4500/8. 17. K. R. A, be-> treffend Beschlagnahme, BeräuHerung, Verwendung und Melde- pslickit von pflanzlichen Gerbstoffanszügen irnd künstlichen Gerbmitteln, in Kraft getreten. Die BekwrntmachluNg betrifft die Aus- vuge aus pflanzlichen 6Krbstoffen jeder 2(rt sowie die künstlichen Gerbmittel. Als künstliche Gerbmittel werden alle nicht rein pflanzlichen und rein tierischen Gerbiniittel, insbesondere SulfttzeUulose- Mauge, Nerxrdvl und dergleichen, angesehen. Die Bekanntmachung ordnet die Beschlagnahme sokbie eine Pfticht zkrr Anskunfterteilnng! über die betroffenen GegenstÄnde am Drotz. der Beschlag:'.ah me bleibt die Beräucherung, Lieferung und Verwendung bestimmter v^erbswffe in einer näher geregelte Weise imbeichadet der sonst -srchenderr Bestinimungen und befcmfeerer Ainordmmg der Kriegs- uMwsf-Wteilung des Kmriglichl Preußischen Kriegsmmisverinms 'reftflitet. Der WorUartt der Bekankttmacharng ist in der heutigen Nummer unseres Mattes eiuzusehen.
** Tas Paten gescheut im Krieg. Aian weiß, ein wie großer Wert in früheren Zeiten der schönen Form eines Geschenkes üeigemessen wurde, das Schenken war ehedem noch eine Kunst — eine gern geübte Künst. — Besondere Sorgfalt wurde dem Paten- Mvnk Mgsrvndt. Im Ofsenbacher Ledermuseum finden wir eine gon->e Reil>e von Tauftöffelu in prächtigen reich vergoldeten Leder- mtteralen, welche Paten ihren Pateukirrdern als bleibende Erinne- rung verehrten, wir finden dort auch Gesangbücher mit guteü Lüxnchänden urd) kostbaren Silberschließen, die demselben Zweck ihr so Lues Dasein verdanken. Das Großherzogttmr Heften hat erne neue Form des geschmacklich gnten Patengeschenkes geschaften, dre Krieges parkarte, in Gestalt eines bleibenden Erinnerungsblatts. Kri <rsb! schcöngte des Werkstättenlazrretts Technische Lehranttalten bahnt sie enttvorfen und gedruckt. Zu 4 Farben und Werten von 1, 5, 10 und 20 Mark kommt dieses Pat engeschenk der K'riegszalt in Vertrieb, urrter keinem hessischen Wechnachrsbaum sollte es
Das Kreisblatt Nr. 177 enthält Verordnungen über: Beschlagnahme usw. von Minzlichen Gerbstoffauszügen und küust-
hrtw Oriirr-rf'rfiThniAÄnM'rrpnrt-mth'eit Ber-
Q. Bad-Nauheim, 19. Okt. Zur siebenten Kriegsanleihe wurden in hiesiger Stadt insgesaint eine Million Mark gezeichnet. Davon entfallen auf die Zeichnungen beim Spar- und Vorschuß- vermn 530000 Mk., bei der Landesbauk 470000 Mk. Bei den vocl-ergehenden sechs Anleihen wurden im ganzen 4 500 000 Mk. gezeichnet, so daß' bis jetzt 5 1 / 2 Millionen Mark in Bad-Nauheim zusammengekommeu sind.
G Södel, 19. Okt. Das Eiserne Kreuy erhielt der Pionier Will-elm Lux.
= Vilbel, 17. Okt. LandsturmmaTM H. Holzmann von hier wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Starkeliburg und Rheinhessen.
I. Darmstadt, 47. Okl. Der gestrige Kammermusik- Abend des Mehmel-Quartetts toar den Werken eines fürstlichen Komponisten genndmet, des, Landgrafen F r i c b - rich Alexander von Hessen, Chef des ehemals birhessischeir Hauses. Der im 54. Lebensjahr stehende, von (Geburt au fait blinde Fürst ist ausübender Küustler auf Orgel,' Klavier und Geige und als solcher auch auf dem Bach-Fest in Leipzig hervorgctreten: als Wmponist lmt er eine Messe verfaßt, die zuerst in Paris zur Auf-« führung kam: sonst bevorzugt er l-auptsächlich ^>ie Kammermusik und das Lied. — Das Programm des gestrigen. Abends umfaßte
zwei Jnstrilmentalnumnu'rn und eine Anzahl wieder. In den:
.äen (Gerbmitteln, Abliefer-nng von Emrichttingsgegenständen. Ber schr iMt Obfl, Hai se.rbecksge etz, V rsorgimg der Handwerksbe ri be t Handel mit Gänsen, Ver-ordnnng über Trester und Traubenkerne.
Landkreis Gießen.
** Bersrod, 19. Okt. Unsere Genieinde zeichnete aus dem Trios an Obst und Holz, 20000 Mk. zur, 7. Kriegsanleihe. Der ^eagegründete Frauenverein legte 80 Mark in >irwgsfparkarten an.
'Bene rn , 48. Okt. Dem Gefreiten Otto Sommerlab überreichte der (Zroßherzog gelegentlich seines Besuches b« den Tnwven die hessische Tapferteitsm^allle, .
** Beuern 18. Okt. Der 49iahrrge Gardist Kart Stein von hier erhielt das Eiserne Kreuz 2. Masse. Er befindet sich gegenwärtig im Feldlazarett. o . ,
** Hattenrod, 49. Okt. Dem Musketier Georg Launspach wurde das Eiserne .Kreuz 2. Kl. verliehen.
Kreis Büdingen.
# Glauberg, 49. Okt. Das Eis-erne Kreuz, früher dre bemsche TapferkeitÄnedaille, erhielt dm GeftTmte Könrg.
# Hain-Gründau, 19. Okt. Tie Heprsäre ^apferkerts- wedaille erhielt der Landsturmmann .Hemrrch v erster 11.
** Nidda, 49. Okt. Die Bezirkslparkasse Nrdda zerckmete für eigene Recknaug und iür Rechnuinq der Kundschaft auf die 7. Kriegsanleihe 1 475 000 Mark, dar Borschnst- urü) .Kredrtverern Nidda in derselben Weise 400 000 Mark. .
# Orleshausen, 19. Oft. Das Erferne Kreuz erhielt der
Gefieite Fritz K l e h.
Kreis Schotten.
# Schotten, 19. CPr Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Hermann Hirth, die Hessische Tapserkeitsniedaule, früher
das Eisenre Kreuz, der Sergeant See l i g.
Ä Eiche ls darf, 49. Okt. Fürs Vaterland starb bet eurem Sturmangriffe der Ünteiriffizier Karl Schmidt, Inhaber des Eisernen Kreuzes. ,
X Ge de r u. 49. Okt. Der im benachbarten Neuenliatzlau besuchsweise sich aurhalterrde 15 Jahre alte ReaUchiller Phrlipp Möller aus Hanau ist, als -er auf den Heuboden kletterte, abgcstürzt und tödlich verrruglückt. Als er zur gewohnten Zeit Nich. am Mittagstisck erschien und Nachforfckiungeu angettellt rouroen, lano mau ihn mit einem Schädelbruch tot auf der Scbeuuenteime liegen
u-u. Vom oberen Vogelsberg, 48. Oft. Unjereu Land ivirten kommen die schönen Herbsttaiü sehr zujtatten. Vul Trftdrtc können ohne große Schwierig ketten eingcerntet werDeu Tie Dreschmaschinen find nrrn wrtgesetzt in Tätigkeit. Gestern nacht war bei klare in Himmel ein leichter Frcht eingetreten io daß sich eine dünne Eisschicht gebildet hatte. — Emen^chonen Verdienst erzielte die ürniere Bevölkerung durch das L>ammelir oer Himbeerblätter. Am Samstag den 43. d. M. rvurdeu aus 2 kleinen Gemeinden 27 Zentner au die Sammelstelle abgelresert tlrr otc 2700 Mk gelöst wurden. Große Mengen liegen noch zum Trocknen «ruSgebreittt auf den Böden. .
0 W i n g e r s h au f e n, 19. Okt. Am vorigen Montag abeno fand im Mnfirmandensaal eine H indenburg-Fe re r statt. Hospvediger Widmann aus Gederu sprach über „Hmdenburg «nd die GeqeTttvart".
KreiS Friedberg.
^ G Friedberg, 19. Okt, Das Mmte Kreuz erhr^t^ der
MEtter Georg Gerth und der (^reniabter Heinrich L>chad.
uartett für zivei Violinen, Viola und Violonoell, in C-Moll, rvaren besonders das Sck-erzaiido und der Schlußsatz, ein Allegro^ besou- ders ansprechend. Ein Trio für Klamer, Klarinette rmd Horn in A-Dur, das au die aiisübeuden Musiker besonders hohe Anforde- niiigen stellt, aber hohe klangvolle und nielodische Partien bietet, wurde nrit starkem Beifall aufgenomimm. Besonders aber trat die iniffikalisckx' Eigerrarl des Kürrstlers in deii Liedern hervor, die sich durch glück!icfre Wahl der Stoffe (Gedichte von Mörike und Vanselow), sowie durck» gefällige Melodie urid Begleitung auszeichneten. Fünf dieser Lieder erlebten ihre Urausfülirung. Mit- wirkende waren mrßer den hiesigen Hoftnufikern Frau Anna Känrp- fert-Fraukfurt und Hofpi<rnist Relch.rg-Mannheim.
I. Darmstadt, 18. Okt. Wegen ^Lebensmittel karten sch windets verurteilte das Schöffengerickst eine Frau zu 1 Mache Gefängnis. Sie hatte ein Kind zu viel angegeben. — Ein HausbUrsehe hotte sich in Uniform gestectt und mit einem gefälschten Urlaubspaß die den Urlaubern zustel>enden Lebensmittelkarten herausgesäiwindelt. Er erhielt 1 Ntonat 4 Tage. Gefängnis, ein Schreiner, der ihm behilflich war, erhielt 1 Monat Gefängnis.
I. T a r m st a d t, 18. Okt. Der Gewerbeverein für das G r o ß he r z o g t u in H e s s e n hält am Sonntag nachmittag 2 Uhr in der Baugenverkschule in der Neckarstraße ferne Mitgliederhcrupt- versammlrmg ab.
I. T a r m ft a b t , 18. Okt. Gestern morgen um 11 Uhr kam in der Breiten Allee ein Beamter der Bürgermeisterei bleim^ Abspringen von der in Fahrt befindliä-en Schatzenbahn so unglücklich zu Fall, daß er mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus geschafft rverden nrußte. . „
I. Darm stabt, 18.Okt. Wegen schweren^Rückialldiebstahts erhielt vom Landgericht der vielfach vorbestrafte Sjiengler Friedrich Lenz von Oberndorf, der gegenwärtig eine Zuchthausstrafe verbüßt, neuerdirrgs 2 l / 2 Jahre Zuchthaus. Er hatte bei einem Einbruch in ein Geschäftslager 70-Säcke gestohlen. Ein Hausierer aus Heppenheim, der ihm die Säcke äbrrahm, erhielt wegen Hehlerei 2 Monate Gefängnis. ^ ,
Fc. Darmstadt, 18. Okt. Heute vor 50 Jahren, am 48. Oktober 1667, wurde der verstorbene Gvoßlierzvg Ludwig III. vou Hessen, der ruhmreiche Fsthper der Großh. Hess. 25. Dioittou im Feldzug gegen Frauckreich-, deren Kommandeur er im August 1866 geworden war, zum Oseneraluiajor ernannt.
O. Z. Offen bach a. M., 48. Okt. Durch die Ueberlastung der Ersenbahnen wird sich der Verkehr aus dem Wasserweg zusehends beleben.. Gestern nachmittag ist her erne Gütechampfer mit ^tück- gut an die Speditionsfirma G. L. st ltiser am Hafen hier angekonr- men. Nach erfolgter Ausladung nimmt er eine größere Menge hiesiger Güter auf und fährt zu Tal zurück.
Kreis Wetzlar.
** D utenhofen, 19. Okt. Die Schulkinder farnmelten für die Spende zur Herstellung von Weihnockstspaketeu für unsere Truppen 374,70 Mark und zeichneten auf die 7. Ktnegsanlerhe 6366 .Mark. Weiter soll eine Sammlung von Obst und Gemü,e für die Lazarette vorgenommen werden.
ra. Niederwetz (Kreis Wetzlar', 48. Okt. Auf die ftebente Kriegsanleihe zeichneten die Schüler unserer ein Saftigen Volksschule insgesamt 40 000 Mk. gegen 4000 Mk. bei der sechsten Kriegsanleihe. — Tie Gemeinde Oberwetz zeichnet?e auf die siebente Kriegsanleihe 4000 Mk.
vesscu-Nassau.
= Frankfurt a. M., 18. Okt. ?lui dem Hauptbahnl-vf wurde heute früh der seit vier Monatpn ans Berlin flüchtige 45jährige Kaufmann Mfrad Wilde in denr Augenblick verhaftet, als er mit seiner Begleiterin btrrt Schnelling n<ch München besteigen wollte. Wilde lMte einer Firnra die Lieferung von Nähgarn verspwäien und dafür bereits 43 000 Mark mhalten, statt das Garns aber Ziegelsteine qeschicÄ. Tcrnn verschwand er. Aus einem Versteck' teilte er seinen Berliner Angehörr<ren mit, daß er, um nicht ins Gefängnis zu tiommenh SÄbltSüord begeheui würde. Seine Faurilie legte davob TrailerSeidung an. — Im Besitz Wildes, der versckn ebene Namen führte, wurden noch über 64 000 Mark vor gefunden. aa „
** Frankfurt a. M., 18. Okt. Dre Verkaufsausstellung Frankfurter Künstler ist heute im .Kunswerein, Jrmglwffttaße 8, eröffnet worden rnrd umfasst gegen 250 Merke. Gemäße, graphiiche und PlastMe Arbeiten in unserer Stadt sckraftender Künstler leder Rick,tung. Tie ^Ausstellung ist Ins einschlies/ich 8. November werk- täalick'l von 9 bis 4, Sonntags von 40V» bis 4 Uhr zu.dfimstigen-j -- Frankfurt a.M., 19. Okt. In der Volks,persehallc der
stitutS der Röm. Germ. Konrmiftrvn u. a.: Die Anlage ist ern wirSüber Ringwall von 480 Meter Länge und 120 Meier Brette. Der einzige alte Eirrgang liegt auf der Ostseite. Der- Wall brrgt an
allen untersucksten Stellen eine rund drei Meter itarke Trocken- mauer, die ohne Fundament auf die Böschung amgesetzt ist unk« aus großen, nur flüchtig zu gerichteten Steinen besteht. In deni Mauerwerk faikden sich starke Spuren von eingelegtem Balkenwerk Die früher sichtbaren, von jeher als Reste von Wohnirngen an. gefprock>enen Vertiefungen im Innern sind bis aut eine verschwunden. Der Ringwall und seine Umgelnmg ist ziemlich reich an Funden. Bor etlichen Jahren wurden nördlich lwr dem Wal! zahlreiche Trümmer von Lavarnühlensteineu gefunden, ferner cm eisernes Pftugifachi: vor der Südseite der Anlage kam eine Goll> münze des Domitian zum Vorschein, was deshalb von Be' deutung ist, weil unter den jetzt geftmdenen Scherbe?, neben rvhenr einheimischem G-esckirr auch solche rönrisck>eu Ursprungs find. Anthes schließt daraus, daß man in der Hennen bürg einen zweifellosoor- geschichtlichen Ringwull mit bettcichtlicher Siedlung aus römischer Zeit vor sich hat, Nne es diesseits des Rheins ia auch für den Dünsberg und den Heiligenberg bei Heidelberg erwiesen ist. Bei späteren Untersuchungen hofft man, die Art dieser Besiedlung imb das Verhältnis der Anlage zu den benachbarten nicht zahlreichen Romer- stätten aufzuklüren. Von der getan,ten inmitten des Hochwaldes belegenen Einlage hat Dr. Kwaft eine Einzahl Aufnahmen gemacht Die Ausgrabungen wurden aus Kosten der Römisch-germanischen Kommission ansgesührt.
* Ein riesenhafter Weinpreis, wie er nock, nicht da - gewesen sein dürfte, ist bei einer Weinversteigerung des Grafen von Elz bezahlt nwrden, wo ftir ein Stück (4200 Lftm 132000 Mk erlöst wurden, so daß also ein Liter 110 Ml', kostet, ein Preis für Multimillionäre und Milliardäre.
Bvieskasten Ser Redaktton.
Mnovvme Ausragen bleibe» u«berüÄstchti-U
ff. m. 100. Tie Aussichten bei der Post sind nicht liefimders günstig, da, wie wir erfahren, die Liste ftcr die mittlere Beamten- kategorie für Zivilanwärter geschlossen ist. Die vorhandenen Stellen find Militärarrwärtern, Kriegsbeschädigten ustv. Vorbehalten. Alles weitere können Sie durch die Oberpostdirektion in Dariustadt, uwhin auch Meldungen zu richten sind, erfahren. Bei der B»rhn sind ' ! /y. her vorhandenen Stellen Militaranivürtern usw. Vorbehalten. Wegen ettvaiger Verwendung im Eisenbahndienst müssen Sie sich an das Betri^bsamt I, hier, mentMm.
3. K. Wenden Sie sich unter Darlegung der Berchältnisse an dir Kommission des Lieferungsverbandes für ven Kreis Gießen zu Gießen.
L. 5. lü0. 1. 9Lach 86 der Bu7rdesratsverord,mng vom 3. Dezember 1914 haben auch die gegen Krankheit versicher-' ten Wöchnerinnen, die nicht K r i e g e r f r a u e n sind, iedoch einen Anspruch auf Wochengeld nach 8 195 dcr Reick-svcrsickierungs-- ordnung besitzen, von der Krankenkasse, welcher sie angehören, außerdem folgende Leimmgen zu beanspruchen:
a) die Unterstützung bei Schwangerschaftsbescknverden .bis 10 Mk.),
b) die Beihilfe zu deu Geburtskosten wm 25 Mk., und c) das Still- geld von 50 Pf. täglich für 12 Wochen. An Stelle der Barunterstützung kann die iwttvcndige Hilü durch Arzt, Hebamme und Apotheke in Natura gewährt werden. 2. ES kann hier wrr die .Kriegskinderspende der Kronprirrzesfin in Frage kommen, die aber lediglich an Eheftauen von .Heeresangehörigen gezahlt wirft.
Gefreiter St. Das Kriegsehrenzeichep in Eisen kann verliebeir werden, wenn der Nachweis erbracht ist, daß nachstehende 4 Bedingungen alle erfüllt sind: 1. Besitz der hessisck^n Staatsangehörigkeit mindestens seit 1. August 1914, 2. mehr als 2jährige Zu- gehö-rigkeit zu Verbänden, deren Tätigkeit, abgesehen von zeitweiligen! Aufenthalt in Ruhe oder Nefervestellung, sich dauernd im wirksamen Bereich des feindlichen Feuers abspielr. In die 2 Jahre, vom Tage des Ausrückens ab, ist die Zeit des Aufenthalts in Lazaretten und in der Heimat nicht anznrechnen, welche 2 Monate übersteigt, 3. ein- oder mebrmalige Verwundung, 4. Tapferkeit und gute Führung. Das Kriegsehrenzeichen in Eisen kann zu einer anderen heftisckwn Auszeichnung verliehen Werften.
ff. v. hier. Bis zur endgültigen Konstituiermrg des Vorstandes,, die, tvie Sie ans dem Gießener Anzeiger ersehen, irr diesen Tagen stattfindet, versieht Professor Spenge!, dcchrer, Gartenstraße, das Anrt des Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe der Baterlands- partei. Der Beitvag beträgt pro J!ahr 1 STct
' 1 .. J. 1 1 - ' ■ü-U-gi-J_L_
Vöcherrt!. Aeberflcht SerTadessSHe i. v.5tabt Sichen.
37. Woche. Born 9. September bis 15. September 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100. Sterblichkeitsziffer: 40,7 Nach Abzug von 14 Ortsfremden: 18,85 •/*,.
_ . Er- Kinder
Er starben an 3»!. wach!«» «w
O 2 «p, _
Altersschwäche 3
Diphtherie 3 (3)
ander. WundinsektionSkrh. 2 (1)
Tuberkulose der Lungen 5 (2)
Tuberkulose ond. Orgaue 1 (1)
Liulgenelitzündung 1
anveren übertragb. Krankh. 2 (3)
Krankh d. ÜreiSlausSorgane 2 (1)
and.Krankh. d Nervensystems 3 (3) an Krankheiten der Ber-
dauungsorgane 2(1)
Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane 1
and. ben. Todesursachen 1
5 (3) —
2(1)
3(8)
2 ( 1 )
1
1
1 ( 1 )
3 ,3) 1 ( 1 )
1 ( 1 )
1 (1)
Biebergasse versckroairden in zwei Tagen nicht als
60 Bestecke. Die Leitung der Halle erhebt jetzt von jedem G,ftt der ein Bestock boansprucktt, einen Einsatz von 50 Pfenn,«ieir, andernfalls musti der Gast sick> ein eigenes Besteck mttbrrngen
mr. Frankfurt a.M., 19. Okt. In den näckKen Tagen wird ans Veranlassung des Krieqsamtes m ^aanffurt d,e Zusammenlegung der Bäckereien durchgeführt. Ab Nopmiber nndet erne lOprozenttge Eiustl>ränkimg der Mehlrcttimr statt. Als Ersatz gibt die Stadt jedem Eimvvhner monatlich 5 Pfd. tlartotieln Der Brot- preis wird von 44 auf 50 Psg. für 1400 Gvamin Brot erhöht Die. MilckVersorgung der Stadt liegt augeublrcklich sehr im argen. Tie nach Frankfurt gebrack tt- otx'r hier mzeuate Milch beträgt kal.m noch ein 3-eci.iM der Frieden: inenge. Um der Bevolkerimg un Winter Gemüse in ausreichnder Menge vottchtttttl zu können, wurden durch das Lebensmittetzntt 10 Wagen Torrgemuse em- gekaust. Außerdem wurden im Sckstacl-t- und Viehliot erne Sauerkrautfabrik eingoriMet. _ _ . j
= Ge lu ha u s e n, 18. Oft. In der ucr^Tgeneit Nacht fuhr ein ans her Station MeerbKz, als er einen T«Zug vorbei
laften nullte, auf einem toten Gleise über den WW bmanns. ^ic Masckünc und mehrere Wagen stür-de'r den Aichamr 1n-nlnttr und gerieten in Brand. Drei Fahrboantte norden tochtt ge.tot-et, vmci erlitten schnvre VmletznngM. Der Lachjck^den ist tsbr bedeutend, da nicht nur die Wag-.-n und dre Maichnw schwer besckmdigtt sondern mrch die Teiegraphenleitnu-gen imd dre G.mse tew.xhn)* zerstört wurden. Die Züge er litten e rhebt alte Verspätungen.
r;rr-chlichs NcrehrZchten.
Summa: '26 (14) 19 (7) 1 (1) S (6)
Nnm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todestalle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts
nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Lerösfentlichung des Großh. KrerSgesundlieitsamtS Gießen.
Dr. W a l g e r, Med.-Rat.
Oerin'rschtes.
= Lichtenbcrg i. O., 19. Okt. Die am besten erhaltene
Anlaq«- unter den spSelWe» RiugwM». de«
Heu nen bürg, drei .tttlomettr westlich der Burg Lut^nberg,
W im Lm.f°'di°ses S°mu«S Pwf. E.
einer ciwlwnÄwt llltterfuckmug im erzogen, ^er Forschet dtrrcM
Über ferne Ergebnisse tm Kbrreipondeuzf-Blatt des Archäolog Fn-
Letzte Nac^rrchten
Der Erfolg auf Oefel.
Stockholm, 18. Okt. Der Kviegskorvesporchem der ,,Wtet- jktaruxia Mvemja" meldet, daß bk Deutschen bei dcr Landung! hWuf Oesel die rufsifthc Armtve durch eine Roche neuer technischer Erfindungen überrascht habe. Sie hätten sich neuer Bomben bedient, dü „mit flüssigen (Werfen gefüllt gewesen feien. Bei deren Erplosiou entstanden Rauckvvolken. »velchckdie angreffen- den Deutsck'cn verfteckdeu.
Daß in den leireltden KreissnZne Lage tatsoMich als sehr ernst angesehen nürd, beweist die am Samstrpr eilig ztpauuneirberufone RegierupgsversammlrnLg int Hauptgrrarbi.er, bei der der Kriegs-" minister einen emgchlarden Bericht über die milttärrschc Lag gab. Auchl vvn anderen DcÄen der Front seien ungünstige Nact> richten e mgelause n.
Dir Krise in Krankreich.
Genf. 18. Okt. Tie Painlev4 und RÜroc treu geblltebenorr Kammer gruppe« klammern sich an die Hoffnung, die Ministerkrise bis nach der Pattser Ententekonferenz hinaussckncften zu könnett.
Diese müßte im Fille eines Wechsels des Auswärtigen vertagt werden. Um eine solche Möglichkeit zu vermeiden, iverften England und Amerika alles aufbieten, was möglich ist. Nach Depeschen, dfi über den Eindruck der Pariser Vorgänge bei den Mliierten vor- liegeu, halt man rn London und Wchlpnlfton den. vollgültigen tprsatz eines mit allen Geheimplänen so innig verttauten Mmmes wie Ribot kaum für möglich. Freilich ltmrbe Aehnliches seinerzeit auch von Briand und Bivianni behauptet. Jonnatt, der bekarmtlich zuletzt Sonderkommissar in Griechenland tvar, werden Ehaitcen für ftir Ribvts Nachfolge zugeschrieben. Nack einer Pariser Si.>nder- depesckie würde Painlevö Kriegs minister bi'iben. Ein Senator aus Clemeuceaus Umsetzung käme ftir den Posten des Ministerpräs»» deuten in Fra^w. Die „Mrtoire" befürwortet übrigens ein .Kabinett Briand, dessen Progranrin eilte vorsichtige Prüfuup des Friedensvorschlages der Mittelmächte wäre, selbstverständlich im Gin« vernehmen mit dm Verbündete,c


