S5ffiH5cm fttriefjft „Gorrtcre betta Sera" die Hoffnung aus, daß es der russischen Flotte geLmaen sein möge, sich rechtzeitig a»H- ^cm Golf von Riqu znrütt'zrtziehsa. Der militärisch« '.Nit <rrb«iler deS Mattes halt die Pffntfroe der deutschen Truppe,: auf.Petersburg immerhin wegen der vorgerückter Jahreszeit für wong wahrsjchLmck'ich, /dagegen sehr wohl für möglich, daß düs Dvttsüen sich des Hafens von Reval als Stützpunkt für KU künftige Operationen bemächtigen wollen.
Judenverfolgungen in Rumänien
Stockholm, 15. Oft. lWTB.) Das jüdische Preßbureon r,leidet aus Petersburg, daß russische Zeitungen zahlreiche Dokumente und Berickste von LlugenzeugeN über grausame JudenVerfolgungen in Rumänien bringen. Alle Proteste russischer Organisationen an die rumänischen Machthchcr höben bisher n«ht4 geholfen. Man wirst der rumänischen Regierung uw, sie Ijabe einen systematischen Vernichtungskrieg gegen die jüdische Bevölkerung geduldet, ja selbst organisiert. So wurden von einem Feld
qcridit in Baku allein 34 jüdische Soldaten, darunter sieben aktive
indische Sozialdemokraten, gehängt. In mehreren Orten sei es *u regelrechten Judenprogrontcn gekommen. Außerdem habe man die Ausiuchme verwundeter jüdisttier Soldaten in öffentlick-e Spiraler und den Verkauf von Nahrungsmitteln an die jüdisch^ Be- rülkerung verhindert. Der Gebrmich der jüdischen Sprache sei überall strengstens verboten. Am Schluß teilte das Pressebureau den Wortlaut eines Protestes gegen die Vorgänge mit, den eine Versammlung von Offizieren und Soldaten des militärisch-republikanischen Verbandes in Kiew angenommen hat.
Eine „FreiheitSauleihe" in Amerika.
Washington, 16. Okt. (Reuter.) Wilson hat den 24.Ok- tober^zum^Freiheitstag prollamiert, an dem die Bevölkerung
rn allen StBrten und Dörfer:: sich versammeln ::nd sich unter- einander U7td der Regierung gegenüber verpflichten soll, die Frei- lxrtsanleche mit allen Kräften zu unterstützen. In der Proklamation des Präsidenten heißt es: Sorget dafür, das; das Ergebnis eindrucksvoll und Werwältigenld wird, das; das ganze Gebiet unserer Feinde davon widerhallt, was Amerika aufzubringen gedenkt, um '* Tt Krieg zu einem siegreichen Abschluß zu führen.
Englische Erfindungen über die Vorfälle in der deutschen Flotte.
den Gästen besonders die Bauern aus dem Dorfe Rürcieniewice,, roo Lkosziu >Üv nach drümaligem Zurückschagen der Russen im Juhre 1704 in hKssn-gasichaft geraten War. Darauf fand die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel am -Rathause statt.
Der Kaiser bei den Bulgaren.
Berlin, 15.. OL. (WTB. Amtlich/) Im Anschluß an seinen Besuch der bulgrrrschen Hauptstadt besuchte Se. Maj. der Deutsche Kaiser, begleitet von dem Zaren Ferdinand, sein bulgarisches Infanterieregiment BaÜanski. Er sah das Regiment auf dein gcschichllick)en Schlachtfelde von Philipps, nur wenige Kilometer hinter der bulgarisch-englischen Front.
auf 50 KÄograimn für das einzelne Gepäckstüik bestehe^ jedoch an die stelle der ht Aussicht gcnonnnenen GT.vick)ts- beschrttnkuny aus den einzelner: Reisender: eine Gepücktaris- erhöhung gleichfalls zum doppelten Satze treten zu Lassen.
können zeichnen!
• V*' 1 '*“ **:*>*■ (2bTB.) Wie zu erwarten war, hat sich der ferndliche Zeitungsdienst mit seürer ganzen Kmist in der Züge auf die von dem 2lbgeordnetzen Dtttmann in der Reichstagssitzung vom 9. Oktober in die Oesfenllichkect gezogenen Vorfälle in der deutschen Flotte geworfen.^ Mit welchem Uebereifer C S. seiner Phantasie die Zügel schießen läßt, geht aus einem ,.alnr>puuch der englischen Station Earnarvon voni 11. Oktober ijer Es werden dort iu echt englischer Lügenvirtuosität im An- » - 071 die richtige wörtliche Wiedergabe einiger Stellen der
Reich.'tagsrede des <olaats sekret ärs des Reich onrarineamtzes diesem nachsteamde Auslassungen in den Mund gelegt:
„Die Besatzungen von vier Linienschiffen, darunter „Kaiser" und „Westfalen '' ' ' -
, die in Wilhelmshaven lagen, meuterten und ver- lunm die Schiffe. Die Besatzung d.w „Westfalen" warf, ehe sie von Bo-rv ging, den Kapitän, übtzr Bord, dessen Leiche erst nach acht Srgen aufgefischt wurde. Ein Mdltrvsenregiment sollte den Äuf- aubr ersticken, verweigerte aber ebenfalls den lÄehorsam. Der Kreuzer „Nürirüevg" kreuzte zur Zeit außerhalb des Hafens. Die Be-
mtzung Eiterte ebenfalls, tarrte die Offiziere cm und fteinrrta Tort) ^ der wirwegij chm '.Äffte, damit das Sckstff interniert würde:
Aus der Fahrt begegnete -er einer Torpedoslottille. deren Führer sich Icmröertt*, iw| seine Signale nicht erwidert wirrden. JIt fragte
in Wilhrlmslmven^an und errett den Befehl: ^dürrnberg"
das (Aiff init seinen
Inhalte n oder versenkcir. Daraus schloß er_ _ JH_
Zvo-ten ein Als die Besatzung erkannte, daß das Sclftsf sonst ver- , 0 'lL werden würde, ergab sie sich."
Es iolgen daml wieder einige Stellen, die den Wortlaut der EaMlleschm Rede entsprechen. Der Funkspruch fährt fort: „Nach dresen Feststellung», des Admirals v. Capelle über die Meuterei m jKr deutschen Marine erklärten drei Mitglieder der sozialistischen Minderheit, Haase, Vogtherr und Dittmann, daß sie mit den Matrosen eine Unterredung gehabt haben."
. Zu den obigen wahnwitzigen und hücker-listigen Erdichtungen erfahre-' wir von zuständiger Stelle folgendes:
. 2 T ‘ tzen betreffenden Vorkommnissen in der Flott" waren Nieder
das Schn „Kaiser" noch „Westfalen" beteiligt. Der Kommandant' des letzteren Schiffes, der von der Besatzung über Bord geworfen und als Leiche anfgesischt sein soll, erfreut sich nach wie vor der besten Gesundheit. Die Matroseirregiinenter, von denen eines den Aufruhr ersticken sollte, eristieren lediglich an der Front in Flandern. Das Oldenburger Regiment, das die angeblichen Meisterer unM ngelt haben^ soll, kämpft :mch wie vor ruhmreich an der West- wan-t Das Märchen von dem Kreuzer „Nürnberg" und seirver loorwegensabrt endlich ist zu töricht, um darüber auch nur ein ?Kort ber Entgeynung zu verlieren.
müssen gezejchnei werden!
E)er Kn'eden kann nicht besser beschleunigt werden, als durch einen großen Erfolg der 7 . Kriegsanleihe. Drum noch einmal alle Kraft zusammengenommen, noch einmal den Femden gezeigt, daß unsre Alien zu Hause genau so gut zu fechten verstehen wie unsre herrliche Lugend draußen! Auf zum Endkampf!
Zlandrische Anleihe.
Alle müssen zeichnen!
Hit» Polen.
<A) a rschau,15. Okt. A:: den Generalgouverneur General o-'r OTffljfue tt.JpeftXcT ist hntte folgerte Drahtung eingegangen: ^ mit meinem erlauchten Bundesgenossen,
rxnner MafestÄ dem Kaiser von Oesterreich. Avostolisch.'n König non un-garn sehe ich mich bewogen, im Sinne des Artikels 1 des ^.aten^s Nim 12.Septtniber 1917 den Ec^bisrl-os imd Metropoliten von Warsofml Mepander v. Kakowski, den bisherigen Stadtpräsi- demen von W-arich»! Lubomirski und dm ^vßqrundbesitzer Joseph n Sstro>vski als Mitglieder des Regentschaftsrotes im Königreich ^olcn ln ihr Ämt rmzapetzen, und beauftrage Sie lnermit, diesen cktt gemernsam nnt dem K. Militärgouverneikr Grasen Szeptycki zu vollzrehem (gez.) Wilhelm I. R.
War)chau 15. Oft. Die Hauptstadt Polens steift im Zeickien C *T ^ 'Jo t \ c r - Notweihe Fahnen, Blumengewinde
um Bilder Kvszruskos schmücken die Stadt. In der ehnmirdigen whannls-Zrvthedvale fand ein feierliches Hochamt statt, dem die ^lntzm der polmichm Gesellschaft sowie Vertreter der deutschen und .."^^'chn chmngcrrischen Okl:ft«tionsbehörden beiwolfnten. Die
gan^ bresie feiert KosziusKv als die Verkörperung des glühender: 'ilsdranges des polnisch.-n Volkes. Ein imposanter' Zug be- f.. sfte ti-ä, zum Rathausplatz. In der Festsitzung der Stodtverord- nerenversaumümg begrüßte der Stad t verordnelenvorstelfer unter
Seekrieg.
Neue N-Bost-Erfolge.
Berlin, 15. Okt. (Amcklich^.) Neuerdings wurden im Sperrgebiet um England miedenm: eine Reihe von Dampfern und Seglern durch unsere U-Boote vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dcmkdampfer Erueim, der als U-Boots-Falle fuhr, sowie ein Dampfer von über 7000 Tonnen, der auf dem LÄege Englaud-Le Havre angetroffen wurde und anscheinend Munition geladen hatte, ferner die französischen Segler La Martine mit SalAfischen nach Frankreich mib Acrow Dbth- Der Chef des Admiralstabes d^: Marine.
Dir amerikanische Schiffahrt.
Amsterdam, 16. Oft. Einen: hiesigen Blatt zufolge wird den „Times" aus Netuyork gemeldet: Morgen werden alle amerikanischen Schiffe von 2500 Donnen und darüber, zusammen 468 Sclftffe mit 2818000 Donnen, unter Aussicht der Regierung aesdellt. Sie werden je nach ihrer Größe als Handels- oder TrllppcntranSportsch,iffe verroendet. In Washingt-on verlautet, daß die Regierung für die Dauer des Krieges auch die Eifenbahir übernehmen will.
Aus dem Kelche.
Die Verkehrsemschränkungen.
Berlin, 15. Okt. Gegen die Festsetzung eines Gepäck- Höchstgewichtes v-on 50 Kilogramm auf den einzelnen Reisenden macht sich, wie die „Bert. Polit. Nachr." schreiben, das Bedenken geltend, daß in geimffen Fällen die Mitnahme höherer Geroichtsmengen, z.' B. für Geschäftsreisende, geboten erscheinen kann. Es sei deshalb in Er- wägunig gezogen, zwar die BvschvänSung des Gepäckgewichts
„Hier greift einer an, der sich um sein nacktes Leben tvehrt." Das ist der Eindruck aus den letzten englischen Stürmen in Flaw. dern. Dieser nie dasewesene Massen ein satz vor: Munitton um kleinster takttscher Zwecke willen, dieses teure Erkaufen e^cingstrr E-riolge um unverhÄtnißmäßige Opfer, dieses immer anis Neue wiederholte, ruckweise Anrennep gegen völlig MeÄ'ichtslosc Zieler das ist das verzweifelte, kurze Keuchen eines im verlorenen Ringen liegmden Kämpfers. Wir wollen nicht sagen, daß der Engländer am Ende seiner Kräfte wäre, nein, die Gerangenen, die eingebracht werde::, sind immer noch frisch, wenn auch nicht mehr recht zuversichtlich. Aber im Hi:ttergr:::we scheint etwas zu lauern, daß es dem Engländer irottvendig erscheinen läßt, in diesem Jahre noch die flandrische Küste sein Eigen zu nennen, ein unheimliches Etz- tvas, das anfänglich nur in Berecknrunge^i unb Statistiken gv» spensterhast beisinte stand; (tfrr mir allmählich greifbar Leben ge. winnt und sich lähmend auf seine Kriegführung und Politik legt.
Freilich, wir an der Front werden diese:: Einfluß unserer ll-Doote am spätesten merken; denn eh' der Engländer seine Sol» daten verhmrgern läßt, läßt er seine Heimat selbst Mangel leiden. Ir: den Ge fangen enbri esen mehren sich aber doch von Woche zu Woched ie Anzeichen, daß es in England nicht mehr so steht, wie die englische Regierung glauben machen will, und das Urteil gerad« gebildeter englischer Gefangener über den ll-Boot-Knieg ist schon letzt weserctlich ernster als im vorigen Monat. Auch rn der Kämpf- weise selbst macht sich der ll-Boot-Mieg jetzt schon bemerflich. Fragt eure Söhne, die in Urlaub kommen, was der Unterschied ist, in der Artilleriewirkung der Somme-Mämpfe urrd der Schlachten dieses Jahres! Sie geben euch alle die gleiche Antwort, trotz de- augenblicktich auss Unerhörte gesteigerten Munitiorrseinsatzes vor Langemark und Hollcbeke. Ferner: der englische Soldat beneid« förmlich bei: Deutschen, um das ihm zur Verfügung stöhenW Deckungsmaterial. Schurz,rahmen, Mini er Hölzer, Zement; das sind Stoffe, die uns in unbefi'ränftem Maße zur Verfügung stehen, wahrend sie den Engländern nur sehr sparsam oder gar nicht' geliefert werden können und das ist nichts als der Einfluß unsewü U-Boote.
Seit einigen Wochen sind die Heimat AA.ittm.gen wieder voll von Kriegsanleihe. In bewegten Worten werden die Quaken nuferer Kämpfer geschildert, so daß man meinen könnte, zuhause gebreche es,an jeder Phantasie. Ich halte nicht für gut, der schwachnerrnqen Heimat allzuviel von den (äreueln eines Großka.mpfes zu erzählen. Wie sie aus unsere eiserne Mauer vertrauen konnte durch die nichts durchtommt, so soll sie uns auss Wort glauben,wenn wir ihr sagen: „Zeichnet Anleihe^ 'Ihr erleichtert uns dadurch unser Los, wir müssen das am besten wissen!"
Offensiven und Anleihen kommen regelmäßig von Zeit zu Zeit. Tie Front hat sich von Offensive zu Offensive besser geschlagen; vergleicht unseren Geländeverlust in der Somme-S- ^a.chr 16 mü dem der ArraS Schlacht 17 uns der j etzigen Fümderntämpse. Und erst die Flandernschlacht selbst! Der erste gervaltigs Anlaut auf der ganzen Front wurde mit Hilfe frischer Reserven abgeschlagen, dev
letzte auf gedrittelter Front geführte, aber von Ser gleichen dlrtist lerie begleitete Angriff wurde von Truppen erledigt, die 'ch-M
4 Woclnn in Stellung waren, ohne daß im wesentlichen aul sie rückwärtigen Reserven znrückgegrifsen werden nmßte. Wad alles zu diesem beispiellosen Erfolge Äffgetragen !xU. oas brauct;en wir den Gegnern nicht auf die Nase zu binden. Die .oauptursache liegt in dem Heldenmut unserer braven Leute. Unser Heer' wird mit jeder schweren Prüfung besser: an der Heimat ist es nun, W beweisen^ daß sie nicht schlechter gewo-rdeu ist. Dazu helfe ihr dir Flanderns Anleihe!
Ans Stabt ,rnd Cobiö.
Gießen, den 16. Oktober 1917.
** Amtliche P e r s o n a l n a ch r i ch t e n. Der hat zum 15. Oktober dem ^sreisbauinspektor 'Heinrich '<öitzler zu Friedberg den Charakter als Banrat erteilt. — Am 11. Oktober d. Js. wurde Friede ick) Methb.'ssel ans Büdingen zum Schreib- gehilsen bei der Bezirkstasse Büdingen vom 12. Oktober 1917 cm ernannt. — Erledigt wurden einen mit einer tatholischTN Lehrerin -zu besetzende Sffulstelle an der Bolksschicke zu Viernheim und zwei mit evangelisch^ Lehrerinnen xi: besetzende Sckm-lstellen Mi der Volksschule zu Offeubcch.
** A u s z -ei ch n u n g. Der Gefreite Lothar Buff wurde mit dem Eisernen Kreuz aus-gezeichnet.
** Kartoffelversorgung. Wie uns von: Lebens- mitlelamt mitgeteilt wird, werden von heute ab ' Kariös selb ezugssche ine zur Lieferuug von Kartoffeln durch Lmrdwirte nicht mehr a u s g e st e l l t. Dagegen ist. es zulässig, daß auf rechtzeitig ausgestellte Kartoffelbezugsscheine Kartoffeln :wch bis zum 25. dieses Monats einschließlich geliefert werden. Jeder sorge.sich dafür, daß er bis zu
bte|em Zertp:mkt ferne Kartoffeln im Keller hat.
** Zucker zur Verbesserung von Rotwein 1917. Für die Verbesserung von RlTtwein ist von, dem .Kriegsernährungs^ amt für das Großherzogücm Hesse:: eine gewisse Mcnge Zucker überiviesen worden, lleber den Bezug und die Bczugsberechtigung: fietK* die Bekarmrinach^rng in heutigec Nummer.
st- Hee res n ä har beiten. Die Bcidnntnwckung des freite ocetretoibeii Generalllollmcarchos vom 20. 5. 1917 Nr. 811. 5.17. AZS.. l. betreffend ^Regelung dar Arbeit in Web-, Wirk- und itrü^swffe v-evardetttardim Eewerbezweigen ist für die von mtUtati* schm Stellen zur Vergebung gelangenden HeereÄräharbciten jedco Art außer Kraft gesetzt.
**Er Höhung der F-a-hrkar te n pre i s e. Aus die ün Amzmgenteil von der Königs. Preußische.: und Go>ßh. .Hess:sck«n! Eisenbahndirektivn Vdoinz bekanntgagel^ven wichtigen Aenderengen iu: Schnell-- und EtlAtgverkehr sei hiermck n-:>ch beso^chers imv* geuffesen. — Wie die „Frkst. Ztg." meldet, ist außer der ErhölnML der Schnell- imd Eilzugsfcchrpveisc, die an: 18. Oktober in HYafß treten wird, arrck: luxft eine Verteuerung des S »untagsveckehlA auf größere Efttsernn:!gen für PerfEeuzüge geplant, 'und -^imx derart, daß auf alle Fahrkarten, die vom Samstag mittag Uhr bis zur Nackft auf Montag 12 llhr ausgegeben werden, rin
Drutschlaiid, Deutschland über Alles.
Von Dr. G. Krüger.
In: Verlaus der Reichstagsdebatte über die alldeutsche Agitation :n' .Hoerc hat der Abgeordnete Werirer-Gießen gellagt, es wetzoe ■^ob noch - :!ftn kounnen, daß, das Singen von „Druffchlakw, Deutschs!imd über alles" als aildaittsch bezei:net werde. Das könnte, mciioc Hi, dv'h nur geschehea, ivenn mit diesem' Liede Mißdrmrch getrieb.il würo.'. Ist ad.-i solche Gefahr gauz ausgffckftoffen? Es sckiffut sich loirllich des Liedes ein fremder Goist bemächtigeu zu wollen, wenigstens seiner AnsauLj,?/ffle, die wir uns geivöhnt habe::, H-tusagen absolut -u fassen. „DenttchLand, Deutschland über alles der Welt", ist für manchen fast der Ausdruck des Imperialismus, den er treibt, oder nach dem -er sich sehnt. Die Ermländer haben's m? arrders verstanHeu. Man kann ja vm: rfjnteu auch nicht txra> (fluneu, daß sie über die erste f-oibe x-j Liedes hinaiH in seinenj Gtz't eindrmgen soll«:. Dazu Eonimt, daß die Flepivnsarmui ilirer <5>p' tntt" sie ?,,oischeil „über alles" :u:d „über allem", ja „über Hfe", märntlirl), jonblixl) ::id sächlich, nicht unter)rljeiöen lä^t. Dem MIß- Verständnis ist da Dfür nn!d Tor geöfsiret. Bvm Deutsche:: aber kam: mau verlangen, daß er der: EsirgLug, des „Lieoss der Deutz- -ly::" nicht nur im Mbrnde Uhrt, fentbent auch vergeht.
Was 'war es doch, was den Sänger des herrlichen Liedes be- '<^lv'? Der ^'laube an imd die Hosfnsulg auf die prophetisch ge- idirvU Eiuigt.fft des liix* r altes in der Welt gesiebte:: Vaterlandes. Nur wenn mese Einigkeit Wirklichlvit war'in brüderkichen: Zu- n^nl-alttn aller Deutschen, dann konnten alle die Gitter Mtttz-
lichkett se:n, in denen sich dem Dichter deutsches Wese:: verkörperte: deutsche Fraioen, ideutsche Treue, dcartzscher Wein und deutscher Sang Von en«n: solchen DeutschlMid gilt es dam:: Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Virterl.au d, idanach laßt uns alle streben
brüderlich mit Herz und Syanb ! Einigkeit unb Recht und Frei Int sind des Glückes ll-tterzstm:d, — blüh' iin Glcu:ze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vctterland! .pscknn irant döutticher sagen, was mm: nnemt ?
, llchd me bestecht ftun die GchaHr, Pon der ich sprach? Darin, datz dieses b-ohe Liisd der BatzevtandMZbe fnfcwctet werde zu einem .Hhnrims aus ba: Machtgckdanken. Morr brcuHft den xar nicht z:: l-eu-gnen. Vielleicht ist ,er von: irMt«: D«nck:sch^and mwbir-ennchr:'. Nur .Unser Lied'soll man nicht ssu seinem Zei:gen :»acheu. Mm: soll fernen Einaaug nicht in: Mmde Mren, ohrw sich des Geistes des (v«:zen bei mißt zu bloche::. will Man ffch dur ckmn S absoi utz sasstn, so ver«rffländere ,nb«r ihn wvnchstens nicht. Dkritschl^mid über Geld und Gut, ülxr Haus liurd Hof, über Weib und Kord, das alles :wa.g gelte::. Mer die Gchsft besteU, daß es muh l>eiße- Teutschbmw üker Recht u:ü> Unreckch Darm rückte der herrliche deutsche Sitz unmittelbar suchen sein absche,^^ ewMches Wider- sp:el: ri^ht or wron« my country. Gar nichts^ hcÄcn die beck)e:r m^xarbrx meinem. Höchstens Jhoakis«rus atmet de>: eine, :uukt«: Egoismus der ^ andere. Reckst ist Riecht, U:mecht ist llrmeckft, nndi RÜackft goist nicht vor tüecht. Da«m km:n auch die Liebe zum Baterlmche:«chts mchem. Ist diessn Sinne ist Dentschlmrd nicht „über alles".
— ®ine neue Gemäldegalerie in Kopenhagen. Kopenhagen ist soeben um eine 'neue Gemäldegalerie bereickett worden. Der Säftssieeder und (hencralkmisul Johann .Hansen, de, stit vielen Jahren W>-rke der dänischen Maler sammelt, hat eine» ^eck oor großen Gewinne, die er im teif der Tinge in öeit
r~y r— c li , ^ ui» vyuaiiirc u-ct NI wn
Sckoh, geworfen hat, dazu benutzt, in unmittelbarem Anschlüsse an sem Haus ein Ga Urne aeb cttlde für senre Sanrnllung errichten ztz
sein Haus ein Galeriegebchid. ^ lilv ^ um ,j uuuvj am ., ir ,i ^ lassen, das der Baumeister- Methling und Madvig zweckmäßig uni Ul entstzveickiender Vornehm hül ausgesührt lxlkxm. Sämtti- f'e Räunv des' Gebäudes imrden durch. OberMft erhalt. Die in biesem Au untergebrackt' Hansen scbe Galerie umfaßt nicht wenige: «00 Genrmde der dänischen Schül'e, deren Schwergcnlicht in de: geinimickimi klentbürgerliche:: (Rm-remälerü der älteren Mcht.um K'w Bestjäsnde der Sannnlung sind nicht gerade mit sttengei Wahl Misammeugebracht, enthalten jedoch viel Vortrefflich» uni dar unten- auch Sckchpsungen der vo^üglichM: Vertreter der oauv K Kunst, oo sind Ettersberg, Lmldby, P. E. Slovqaach Köbke, Jens Juel, Marstrand, Daalsgaard und L. A. Scbou zua: De:! unt ich: guten Arbeiten vertrete», und mm: findet in der Hcmienstheu Galerw auch Scmuntu.ngeu von Werken man chm Küu st l^, dre du- Kunstgesckftchbe bischer mcht hiickäwglich gewürdigt hat.
dem 1869 verstorbenen Lpngbye. Jüxnfalls hat dir Hmuptltadt, d:e in der Herzspinngsck^en Galerie l n eits eim r £* l ’ tr l9T*< - 1 ? Sammlung dänsicher Kunst besitzt, durch die Kam 1228 Maten e eine sehr schätzbare wettere Bereickenmg ihres Mm7ll«venS erfayven. Die G^ckerie nnrd von setzt ab jeden Äonntao der vlfeilllrck.'en Besichtigmn; zugänglich sein.


