Ausgabe 
15.10.1917 Erstes Blatt
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«c. Diese GalrvutpWeiL bmiW nach bm behördlichen ^ftfteUmi^

Zji fcnntf, baft infio-tge BeihMmg der Effenlxlh:: mit andere«, hchiglichen Tvcm Schotten die Sälzbeförderung bitweise Mttlckge- nrvrden ist. Nachdem nunmehr veranlaßt ist, das; eine bevor- Mlt' ^förderLUV des Salzes einzutraten hat und reichlich Sah vorhanden ist, besteht fern Gtaatb $u einer Bennrv-Hignng. & mich davor gewarnt werden, durch Llngstkäufe eine örtliche Salzknasw- WWbevgchend künstlich hervorzicrnscn.

** Das Kreisblatt Nr. 174 errtlMt Verordnungen über:

^o-Mig

Landkreis Gießen.

P Watzenborn-Steinberg, 15. Oft. Jetzt erst ist nach längerem, bangem Harren der Angehörigen Nachricht eingetraffen, daß der Tämbour Lubnäg Harnisch, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Masse und der Hessischen ÄÄPferkeitsmedtcklle am 8. September v. I. dien Tod für sein Vaterbmd erlitten hat.

Kreis Büdingen.

A KoHden, 15. Oft. Vor 14 Dagen ist der Landwirt Wtzttm L-Orz von hier, ohne vorher softw Angehörigen twn »nenr Wiesgcuvg Mitteilung M machtelst,irtfCt dem MittagSznge in der Wbdung noch Gelnhausen ab.geveist ünd seit dieser Zeit spurlos vechj>rmmix-.n. ^lilc NaMorschungQ: u.ach dem Bermitzten waren ]fi§ letzt erfolglos. Der Svhrr stäht seit Kttegsbvginn als Unter- Wivver im Mde. »

Starkettüarg sud 3kh^rhessm.

I Darm ft a dt, 15. Okt. Das städtische Lebensmitdclcunt seifte hen Kleinvertaufspr-eis für Kartoff eln ans 7ch Pfg. bt& Pfund fest.. Der 18jährige Wilhelm Klein, der bei der MackoHtchDrpüverkstätte beschäftigt war, geriet denn Ab koppeln «erer LoÄomottven zwischen bie Buffer irnd wurde zu Tode gedrückt. Die Schuld trifft ihn secker, da er nicht gedmüt, sondern aufreckp: Mschen den Puffern hinLtztzrchging, -als ein Stotz der Riangier- MMative ^ie ihdafchinen zusann nenschob. 9bus einem Fenster der Moestratze ftLrste am Fvettag.nachmittag ein fünfjähriges Mädchen, stccrd tags darauf tm Krankenl-anse an dem erlittenen SchÄrel-

F ben sie demnach, wettk «mH langsam, EmWLch fort, der neuen Pfeiler sind fettiggestellt. Augenblicklich, ein großer Dampfbacher damit beschäftigt, die Fahr- rinne -u vertiefen. Die so gewonnenen Erbmassen werden zur Auf­füllung der Ufermaueru benutzt, die ebenfalls nahezu fettiggestelll sind. Nur die ZpjschüittuLch der Fischerlöcher aus der Frankfurter Seite macht noch Schwieri<Beiten, da das Gremdwasser stets wieder durchbricht. Bon der ehemalligen Brücke nrutz noch ein Pfeiler ent­fernt werden.

= Kassel, 15. Okt. Eine sofort in Kraft tretende Polizei­verordnung verbietet im Interesse der öffattticf>en Sicherheit das Rauchen auf den Kasseler Sttatzeubahnen, sowohl im Innen: als auch auf den Plattformen der Wiagrei. Auch das Mitbringen brennncker Pfeifen, Zigarren und Zigaretten auf die Wagnr ist untersagt. Übertretungen dieser Verordnung stehen unter polizei­licher Bestrafung, können aber auch für die Zuwiderhandelnden bei einer von ihnen verursachten Körperverletziurg ein gerichtliches Strafverfahren und empfindliche Bußen zugunsten der Verletzten zur Folge habem

]\ Marburg, 15. Okt. Bei dem Opfertag für die Teutsch- lands-Spende Pr Säuglings- und Kleinkftckerschutz wurden hier 2300 Mk. gesammelt.

ra. Nassau, 15. Oft. Durch Magistratsbeschkutz sind aus die 7. KriegScutteihe 32 000 Mf. gezeichnet worden.

X Schlüchtern, 15.Okt. Bom Vorsitzenden des Krersaus- schusfes Schlückivern 'wird betaut jegebcu, daß die Erfüllung der ^bartoffel-BertragSlieferunger: des Kreises Schichten: an die Stadt Frankfurt foinxb die immer größeren Umfang annetzmenden Einzel- aussuhven an Verbraucher anderer Städte und Orte außer Frank­furt nicht mehr als gesichert angesehen werden kan::, infolgedessen mm jetzt ab vom KväsauSschuffe des Kreises Schlüchtern nur :wch Aussückwerlaubnisse noch Frankfurt aWgeftellt roerden. Andere An­träge werden n»M veattyc genehmigt.

][ Marburg, 15. Oft. Bei der gestern in der Universitäts- aula abgehaltmei: feierlichen Jlmmatrikiilation der Studieve::den des diesmaligen Winterhalbjahres, unter denen sich auch eine Anzahl mit dem Eisernen Kreuz geschrnückde Herren: befanden, wies der Rektor, Professor Dr. HeitnEer, u. a. darauf hin, daß das aka­demische Recht durch die Zeiten jetzt nicht verblichen sei. Es müsse besonders dadurch zur Geltung kommen, daß sich die Studierenden immer Mehr ihres SttcdiuMs befleißigen möchten, damit sie als zukünftige geistige Führer der Nation die vielen verloren gegangenen Kräfte ersetzen könnten. Restloses gründliches Arbeiten müsse eines Jeden höchstes Ziel sein. Er verbnlck Mit seinen Worten auch cüien warmen Hinweis .aus den vaterländischen Hilfsdienst, den: sich die Studierende:: immer Mehr zur Verfügung stellen möchten.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 12. Oktober.

Ter am 14. Mai 1881 zu Wolferborn geborene Landarbeiter Ernst Reifs chncider hatte sich Wege:: Betrugs zu verant­worten. Ter Angeklagte, ein vielfach vorbestrafter, gttvohrchettv- gQverbsmäßiger Betrüger, der unter Angabe falscher Namen und Herkunftsorte oberyessrsche Ortschaften in der Absicht bereiste, die Bauern, im Vertrauen auf ihre Dummheit, wie er sich aus- drückte, zu prellen, bediente sich des Tricks, sich als laM)w:rtschatt- licher Arbeiter zn verdingen, um dam: alsbald im Gespräch die Rede auf die Beschaffung von Lebensmitteln und namentlich von Schuhen zu bringen, zu deren Beschaffmrg er: vwmoge ganz be­sonders guter Beziehrmgen in der Lage sei; allewrngs beonNe^er dazu eines Vorschusses, den er auch in drei FÄlen erhielt. So prellte er eine Frau Scheid in Großen-Buseckum.4 Pfund Bienen­honig im W^e vlNi 12 Mk., den Landwirt Theiß in L:ndenstruth um 40 Mk. und eure Frau König in Ober-Morlen um 50 Mt. Er verschwand dann auf Nimmerwiedersehen. L.as Gerecht ver­urteilte den Angeklagten unter Versagung mildernder Umstande zu einer Gesamtzu äphausstrafe von 2Vs Fähren und 3mal zu ie 150 Mk. Geldstrafe, die im Falle des Nichteinbrrngens mit je wei­teren 10 Tage:: Zuchthaus zu verbüßen ist. Außerdem wurden dem Angeklagten, der das Urteil anerkannte, d:e bürgerlichen Ehren­rechte aus die Tauer von 5 Jahren aberkannt. ^ t u

Ter bereits 37mal vorbestrafte, rückfällige Betrüger Jakob Meusert om: Töringbeim hat in der: letzten wahrer: auch :n Gießen sein Unwesen getrieben, irchem er von Ze:t zu Zeit nament­lich in besseren Familien vor sprach und unter unwahren Angaben

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D«rmsta.dt, 16. Oft. Eine überaus eindrucksvolle Kund-

Se sta

^ung Mr stcLenten Kriegisainleihe fand gestern morge:: um 11 Uhr fett Großh. Hvftheater statt, dinch d?n weihevollen Klängen des «aemarsches von Rtchwrd Wagner, tm^ Hosschauspieler Kurt Mbenrumu als Prolog das gehaltvolle Gedicht von Fritz Jaauet ,Mbett«lten" vvr Fra» Hvfopernsängeriu Else Wühler gab eimge Lieder zum BsstDr Sodatin sprach Geheinivat Professor Dr. Eck - GießernZeichnet für unser Bv-tk^heer" undZeichnet für tnrfrnt Kaiser" Ware:: die beiden Grundgedanken seiner Rede. Den vierten Krisgs^fttter must Fünfer Heer auf sich nehmen. Wir'nrüssen alles tun, Hfttt ihm die Strapazen zu erleichtern. Zugleich darf es «rstrn BäLeru, Gotten, Brüdern «nd Söl)?»en draußen an der Freut Mt cm den nötigen Waffen fehlen. Auch nruß die Kriegsanleihe eine Mrdvvrt auf die Anwürft Wilsons gegen unser Kaiserl'ous sein. Mlfon kennt :ncfer Volk und ferne 'beschichte nickst. Der Red­ner würdigte die gefchichtlichre: Verdienste des Hohenzollernhaufes :md wies den Versuch, einen Unterschied ztvischen dem Deutschland Potsdams und dem Deutschland Weimars zu Mache::, entschieden xmück. Nicht enden wollender Beifall dankte dein Redner und das mi ihm ausgckrachbe Hoch «ns unfern Kaiser und auf unser Volk m Waffen fand degestterten Widerhall. In der Jubelouvertüre fand die erhÄ«nde Feier chre:: stimmungsvollen Ausklang.

Defsen-Nassau.

xa. Biedenfops, 15. Oft. Durch die Schüler des hiesigen :s wurden 7200 Mk. Kriegsanleihe gezeichnet und M. für die HsZkdeNburggab e gestiftet, ta. B^aribach, 15. Oft. Aus die 7. Kriegsanleihe zeichnete die hiesige evangelische KirchengeTneinde 10 000 Mk.

ra. Diklenbu rg, 15. Oft. Die hiesige König!. Bergschnle, wahrend der Kriegszeit eingestellt war, I>at in diesen Tagen ihrrn Unttrricht mit 20 Sckiülern wieder ausgenommen.

mr Frcrn f surt a. M., 15. Oft. den nächsten Tagen werden in da.: obersten Klassen bet Mittel- und Bürgerschulen von dm Schulbehörden Merse zur Erlerrwrg der Schuhreparatur ein- gerichdet. Das 5>andwerbSzeug soll von den Schulen gemeinsmn be­schosst und z?.: möglichst billigem Preis an die Kinder abgegeben nxxboL Mch.derbemittelte erhalten einen Zuschuß von der Stadt.

mr. Frankfurt a.M., 15. Okt. Obwohl die Arbeiten an der neven KlBerbrÜcko dlrrch den Krieg empfindlich gestört wurde::, so

Geldbeträge erschvindelte. Er imnnte sich hierbei Schmidt und Weber aus Gießen, schwiitdelte vor. seine Frau sei gestorben und, bat um Unterstützung für das Sterbekleid; in einem anderen Fall gab er an, er müsst wach Elsaß zum Militär einrücke::, er hätte keine GeUnnittel und lasst 4 Kinder in Not zurück. Weiter gab er an» er sei von: lstesigen Gas- und Elektrizftä:o:verk entlassen worden, weil er einen Gestellungsbefehl zur Landsturmkavallerie crljaltcn habe, er sei Witwer und l)abe 5 Müder, bekomme aber keine Unterstützung und dergleichen mehr. Im Letzteren Fall erhrel- er nickts, da er erst den Gestellungsbefehl vorzeigen sollte. IN

. . , . ~ r,r. ... bekamt»

angeblich lungenleidend ist, will aus Not gehandelt haben. Das Gericht verurteilst den Angeklagten, indem es ihm nochmals :ml- dernde Umstände zubilligte, zu einer Gesamtgefängnissttafe von einem Jähr und neun Monaten. ^ ^

Der am 12. Januar 1885 zu DieLenchlaust::, Krres LTberttchr, geborene Arbeiter Karl Medenbach ist vom hies:gen^Schöfs«v« gerecht wegen Diebstäl-ts einer dem am 6. Mai l. I. in deck hiesig«: Medizinischen Klinik verstorbenen Soldaten Heinrich Ste« voll Untersuhl gehörigen Brieftasche mit Briefschaften wnd vndcrwr Inhalt zu einer Wock;e Gefängnis verurteilt lworden. T>er Bewaan fiel alsbald auf den AjUgeklagten, der vom 1.7. Ma: 1917 alA Krankenwärter in der genannte:: Klinik bedienstet tvar. Be: emer Dnrchlsuchung wurde die Brieftasche in dem Schranke des Ange llag - ten vorgefunden und von der Krankenschwester und der Ehefrau des Verstorbenen als die de:n H. Stein gehörige wieder erkannt.! Gegln: das Urteil verfolgte der Angeklagte Becuftmg, um feme Freifprechlung zu erzielen. Er hatte aber mit dem Rechlsm Äteß keinen Erfolg, denn auf Grund der heutigen Breoresauftrayn« wurde die Berufung kostensällig zurück gewiesen, cs bleckt formt beim erstinstanzlichen Urtell. __ 1 _'

Letzte üacftricftteiii

Holland und die Mittelmächte.

Aus dem Haag, 14. Ott Der Vertrete:- des Amster­damerHandels-Bläd" hatte eine Unterredung m:t dem Vor­sitzenden des niederländisch-englischen Uever^ seetruftes in Holland van Alst Dieser sagte: Dre Verguck- um gen mit Deutschland und Oesterreich-Ungar:: sind tat) achnch abgeschlossen. Beide Länder haben von Holland einen ^mstrmmten Kredit zngesichert erhalten, tvoftlr Teictschland bis zum Marz 1218 250 000 Tonnen Steinkohle und 20 000 Tonnen Stahl monatlrch liefern wird. Tie österreichischen L-ist:rngen bestehe:: in der Liefe- rerng einer Reihe vm: Artikeln, die Holland bisher <m£ .Immca bezog, darunter Schmieröl. Eine genügende Versorgimg mtt Stein­kohle ist demzufolge gesichert, da auch die Engländer 10 000 Don­nen Kohle liefern und die Linckatrger Greckc 25 000 Donnen i vrvM. Ueber die amerikairisch-euglische Hälttmg sagte Alst: Beide DE« sind aus dem falschen Wege und« ihre Maßnahmen können nur Leute a:wrdnen. die weder die Verhältnisse noch die Enckrindungcu :N Holland kennen. Temwch wird die Lösung nicht so schwrereg wer- den, wie m<m annimmt, denn falls der von Deutschland uimö Holland nach Belgien durchgeft'chrte Kies nur für bürgerliche Ar- l>eiten verwendet wird, braucht Deutschland lediglich o:e arbeiten stillzulegen (?!), damit Holland seinen Telegraphen verkehr nnt England und Niederländisch-Jndien wieder aufnehmen kann. Em Wort von Berli-n wird genügen, um die Lage zu klaren. (Der Vorsitzende des holländischen Ei::f:chrtrustes sieht natürhd) me An­gelegenheit ganz und gar vom englischen Standpunkte an.) Ame­rika hat die moralische Pflicht, uns zu helfen. D:e ^.age Wsthr heikel, braucht aber zu größerer Besorgnis keinen Anlaß zn geben.

Aus Argentinien.

Lugano, 14. Okt. Wie dieAgenzia ©tefan:" aus Buenos Aires meldet, wollten dort die Radikalen eme Jahresfeier der Präsidentschaft veranstalten. Da aber die N e u t ra l i ften gleichzeitig eine Kundgebung ver­anstalteten, um der Gedenkfeier einen neutralistischen An­strich zu geben, so verzichteten die Radikalen auf die Feier. Der Sreg der Neutralisten, so bemerk^ dieAgenzia Stefam", sei lohne Bedeutung. Die Ordnung während der Kundgebung wurde durch ein Polizeiaufgebot ausrechterhalten. Zwischen den Neutralisten und den Befiirwlvrtern des Abbruchs der Beziehungen zur Deutschland fanden einige Zusammenstöße statt. __

tucher-vortrage

ll. Vortrag:

Vonnrrrtag den 18. Oktober, abends 8 Uhr, in der Ltadtkirche. Geh. Rat Professor v. Eck:

£u%rs Glaube und moderne Weltanschauung

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Vereinigter Kanmchen-Zucht- und Pfleqeverein.

Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Dickwnrz raorse» Dienstag von ^ ^lkr vormittags biS 1 ttbr nachmittags mn Güterbahnbof abgeholt werden können.

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