Ausgabe 
10.10.1917 Erstes Blatt
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gnn Vc> gtherr (llnabh. Soz.s: Milch ich habe mit dtz^reffrnden Matrosen wiederholt ver- >ew. ^ Die Leute n>ntben sich eben <m die Stellen, m denen tjobcn. Hätten sie Vertrauen yn oTfyiwm, dann wurden ien3 Ponmint. Er hat Non mir Material bekourmen..

ie ^ Milderung des Staatssekretärs ging lx'rvor, als ob der , ...m- v 1 aitation von uns ausgrgangeu wäre. Die Politik des

>,^ 1 '., . {pabcnl'iicti. Er hat die Unfälugkeit alles des^i be-

Wfn W* er verteidigen wollte.

Dittman n zUnabh. Soz.): Weshalb ist dann nicht ;muftffö« gegen iui» erhoben worden? '.nLan will -urr Htim- ^1'- imc machen.

'^"^aatssekretLr von.Capelle: Auf die Aussührung«r des Dittinann bleibt mir nichts anderes übrig, als die Sache stellen, wie sie sich hei den G,erichts- 'rfmnMuuflctt heran s ge stcl l t ha t. Der Aba. Vogtherr aber «die Jdeihe von Behauptungen aufgesLellt. die sich mit m fRöbe nicht decken. Er sagte, ich hatte es so dargefteut. als die Herren von der unabhängigen Sozialdemokratie gewissere die Pläne ausstcheckt hätten und sie den Malrosin ünputtert .l Davon habe ich nichts gesagt. (Der Staatssekretär verliest den! amtlichen Stenogramm die bezüglichen Sätze seiner ersten ) Ich HÄe hier einen Auszug aus den Akten, die wUen Bttveis erbringen für das, was ich vvvgetragen habe. Mg. haose verlangt stürmisch Beweise. Bsiepräsideut Dr. wehrt die Unterbrechung.) Einer der Haupt anmschuldigten rs.... (Ruf bei den unabhängigen Sozialdemokraterl.:

er? Mzepräsident Dr. Pnasche bittet, nicht zu unter- Ich h^be den Abgeordneten Dittmarm aufgeluckst und ihm Über die Sache gesprvck?en. Dittmann zeigte sich unter- war erfreut und sagte, wir sollten nur so weiter machen, arvste Dvrsichit üben:" (Hört, hört, Lachen links, großer )Iu! habe auch mit anderen Mitgliedern, der Partei ge- bin nicht allein bei Dittmann gewesen, sondern es ine Art Parteikonferenz stattgefunden, an der Dittmann rmd Haast teilgenommeir haben, in der n Plan besprochen wurde. (Hört, hört! rschts. Abg \t: Hört, hört! Arkdanernder Lärm.) In der Besprechung Angelegenheit haben sab die ^Lbgevrdnetcn dabin ausgesprochen ich dotrei eine verbotene und strafbare Handlung rq mrd geraten, sich sehr vorz,nsehen. Sie würden ferner in jeder Waise durch Broschüren und sonstige ßettüre (Aha, rechts. Erneuter großer Lärm.) Ein anderer äger erklärte: ,st)ch habe auch und nicht nur mit dem W^- Xleten Dittmann m dessen Bureau, sondern auch mit anderen der sozialdeirmk-attscheir unabhängigen Partei im Reichstag mit e, ffifycrc iotb Dittmann gespiwchen. Was dabei verhandelt ist, will ich mir noch überlegen. Jcl) lütte mich am Nacl>- Avch einmal vm^ufÄhren." Am Nachmittag erklärte er dann: sich die AuZsogen auf mich begehen, sind sie richtig. DaS hntzen. ich haire die Sache nicht nur so evzLhlt , sond ern sie hat MM so

ete Ledebvur ruft wiederholt gestikulierend: Unerhört, un

erhört!)

-zugetragen." (Rufe rechts: Hört! Hören Sie, Herr aste Zwifckienrufe: Unerhört, große Unruhe. Der Ab-

dag.

ausM liefern, es kommt

H

&fi!

Abg TrimVorn (Ztt.): Ter Rcickrskanzler hat sich heute ,md klar zu der Resolution vom 19. Juli bekannt. Wir for- ü wenn der Verdaclst des Hoch- oder Landesverrats gegen e besteht, mit^rller Strenge des Gesetzes qesen sie vorgegangen wird. Agitationen der vorble- n Att müsien mit allen Mitteln von Heer und Marine Iten werden. Dersehlrmgclr einzelner dürfen aber nicht ä aanzen Fvccktion vor geworfen werden.

Krelh flons.): Tie W-geordneten sollen die Aushebung der Jmacunitil betreiben und gegen sich das Strasver- ' """ " " r ' die einzige Möglick>-

itnd

um nicht Der EinOrucl auTtommeit zu innen, ais ov rin n-eiüschen 'MJ'Jtag £)od>r*errater sind, die nrithelfen, das deuftche Volk den u. Kein vernünftiger Mensch will nicht den rrur darauf an, welche r Frieden geschlvs- toerderk soll. Das Maximum und Minimum ist schwer zu cheiden Wenn es nach den Wünschen der Sozialdemo- he, so wäre das Eirde das Chaos. An klernen ist ja bei uns kein Mangel. Ich bin tiberzeugt Engländer und Franzosen werden erst dem Friedeu ge- ,: sein, wenn sie nichl anders können. Bei den Frre- smrterhandlungün weichen unsere Unterhändler einen Wveven Stcmdfiunkt haben, wenn ihnen die Marschroute 'chrieden ist. (Beifall recksts.)

Ahg. E b e v t (Soz.): Ich habe namens meiner Freunde zu er- daß es in vielem Hause reckst großes Mützen erregt hat^ r Reichskanzler und der Staatssekretär des Reichs mar iue- gogcn einzelne Mitglieder der unabhängigen siHialdemokna- Foaktion und gegen die Partei selbst die allerschwersten Lln- erhoben hat. 9Mt einer solchem Anklage hätte man doch hecvortretert können, wenn absolut einwaMweies und in schlossenes Material vorhmrd-en ist. Rach dem Material, Staatssekretär der Marine hier v^orgetragen hat, habe ich «n, daß die von ihm erhobenen Anklagen nicht gerechtfertigt Daß Soldaten mit Parlamentariern verhandeln, ist eine Er- .g, die im Kstiege besonders lebhaft zutage zetteten ist. Jar- .mb etwas polittsch Verdächtiges lierzuleiteu, 2 falsch. Daß Regierung sick> hin stellt und einen Teil unseres Volkes versucht, :^.lb des Rechtes zu stellen, das ist ein Rückfall in die alte Auffassung der Ausnahtnegasetzgebnug. Wir werden es als : Extraausgabe betracksten, eine Regiennrg, die eine solche k treibt, init dem ganzen Mfgebot unserer Kräfte zu bc- en. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)

Tr. S t r e s e M a n u (natl.): Jch> habe namens meiner ^,.t Freunde zu erklären, daß, was die Ansckxuldicsung des ssekretärs des Reichsmarineamts betrisst, das Sttasgesetz die icksteit gibt, dagegen vorzugehen. Ein solches Verfahren liegt Kresse der Partei und des betreffenden Mitgliedes. Wir m , daß die Rsickisregierung sofort alle Schritte nach dieser mg hin l-mke. . p . .

hg. Naumann (VvWp.): Es rst klchlich, wenn wir ,sehen, eine Regierung vorhanden ist, die aus' diesen! Fall von.solchen steitumständen eine Waffe im politischen Kamps zu Machen ver- t. Da der Reichsamvalt keine Forderung an den Neülststag :llt hat, um Strafverfolgung zu ermöglichen., so iolgt daraus Sickerhstt, daß in den Akten des Neichsanwalts nichts ist, was den Ausführungen des Staatssekretär als, vorhanden ooraus- Ht ist. Die Politik der Unablstmaigen gelallt und wahrhaftig aber durch das, )vas der Reichskanzler jetzt gesagt hat, smd olle genötigt, für diese Partei einzutreten. (Widerspruch r-echts-L Ter ReickMan ller hat die unabhängigen Sozialdenwkraten außer» Zulässigen gestellt. (Rur: Sie haben es selbst getan) Ganze Parteien ferm man fest beni 4. August. 1914 rstckst austerhalb unseres .% MMverbaudes stellen. Das ist ein Rückfall in die schlimmsten dürahnheiten alter Festen. Er Hai dies vollzogen, ohne zu über- 1 «gen, loas aus der Munstionsberstellung ustd aus dem H'eer: dev ^ ^Mnmcherter werden soll. Die Einsetzung eines parlamentarischen fr l WEfMAausschusses wäre nötig (Ruf: Zur, Uebettvachrmg

...> oer Regierung), um dosten ganzen Fall in seinem Berkap ^ l,ü I bis zu der heutigen beklagenswerten Stunde einnml durckMi- geben. Der Großadmiral Tirpitz hat diestn Weg der ^terlgnds 1 dar un begangen. Das ist eine der schm,-rzlick,ikn Erscheinungen ch dieses Krieges. In früherer Zeit lief eine Re-si/errmg Btt^nann und ? eme Reyienmg Tivpitz nebeneinander her. Jetzt hcuüx'lt es irch '2s 1011 Bew-eglNlg Tirpitz kontra Mehrheit der deut,chn Volks- ch knvetung. Wir haben uns dem Beschlüsse hinsichtlich des unn^ J ( E'chränkten U-Boot-Kneges gefügt. Es hätte die andere Seite .A ebensoviel moralische Rmrfit entwickeln sollen, sich der Resolutton

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dann wäre die Mitgliedern

fcttMcrfkhe gewesen , .. .

g>en nuferer Mormeläute begangen waren, und ich wußte, vag diese Leute Zettel hatten, auf denen sie sich verpflichtet fjafcten, die Grundsätze der unabhängigen sozialdemokratischen Partei an­zuerkennen. und daß mit diesen Zetteln eine umfangreick-e Agi­tation ans den deutschen Kriegsschifstn getrieben wurde. Nun sagt der Abg. Dittmann mir gegenüber, ich hätte gesagt, ich wollte in vollstäridiger Objektwstät allen Parteien gegenüberstelM nach der Richtung, daß jeder Beamte für eine Partei ebenso unge­hindert ein treten könne wie für eine andere. Da habe ich ihm entgegengel)alden, daß, wenn er sich aus diese meine Worte, welche sich auf die Objektivstät beziehen, beruft, er hinzusetzen müßte, was ich gesagt hafo, daß eine Partei bcmi aber eine solche sein müßte, deren Agitation ich mit dem Bestehen des Reiches und Preiißens für verträglich halte, und in diesem Sinne liabe ich gesagt, stände die unoblstaigige sozieckdenwkrattsche Partei außerl-alb der Lrnre. Habe ich etwa mit diesen Worten gesagt, die im abhängige sozial­demokratische llÄrrtei sollte außerhalb des Rechts gestellt werden? Wer hat daS von Jhmen gehört? (Große wmche bei den Sozial­demokraten. Lebl-afte Zwischenrufe.) Das ist doch eüt gewalttger Unterschied). (Zrvischenrus bei den Soz. Ziirus des Abg. Ledebour: Sie wissen nicht eid^mal, was Sie sagen.) Es ist ein gewaltigen Unterschied, ob ich behaupte, eine Behörde,^ die dafür verantwort­lich ist, daß unsere Truppen leistungsfähig bleiben, daß unsere Marine nicht in üjren einzelnen Gliedern den Plan saßt, die Marine durch Gehorsamsverweigermv, unfähig zu machen, mutz von der Agstation der unabhängigen^ Svziakdenwkratte frei bleiben, oder ob ich sagte, diese Partei müßte unter ein anderes Gesetz gestellt werben. Das erstere zu vertreten, ist mein Recht und meine PWchk, die Ordnung in dem Sinne auf- rechterhalten zu helfen, wie die Heeres- und Marrnelestnug es tun muß, und Wie es in dias-er Mt gcrn^ hes-onders erforderllhs ist. Es ist ur vm e MHäit und ich h«be es getan, und ich kannj stttbswcrftÄEH, n«t?t zugcben, daß das irgardwiL ein Eingehen wäre auf eine LtzrÄnaitzinegesetzArbung. Von einer Ausnahmege- setzgebung habe ich nicht gesprochen, fondanr ich habe nur gesagt, ich muß mich dagegen währen, daß in unsere Märüteflugblätter hineinkommen, die müt SMch) daran sind, daß diese bedauerlichen ZlaDMnde in urHever Marine auchetreten sind. Scklwer müssen diese Strafen sein, denn es handelt sich um h-ve Grundlage mÄttärischer Ordnung. Ter Widerstand muß gebrochen werden. Daß es zwisckxm mußte, hat«: wir mchrichtig und von ganzem Herren bedauert. Die Sckmkdiarn sind in einer Wieise beraten worden, die mst dieEühkr Dräne und Gchsrsam unverembar srnd.

Llbg Mertin iDe-u-tickie Frakt.). Die angesäm-ldigten Llbge- orSä«tzen halten den Schutz der JUimunrtat doch wohl für . das sicherste. (Abg. Hache: Sie sind ein Türke!) Präsident Tr. Kamps ruft Abg. Hache zur Ordnung. Mein ein staisrechtstwes Verfahren kann Klarheit schaffen. Tie unabhängige ^oM.aldenrokratte stellt Ich schon durch die Verweigerung der Kriegsmittel außerhalb der Linie. Mg. Naumann hat den Abg. Hache von 1914 im Gedächt­nis, nicht so, wie er jetztäst. i=r *. r- ?

Mg. Hause (11. SozZ: Das Matena! des «Ltaatssekretars hat nick>ts gegen Tsttnmnn, Vogkherr oder mich vorgFracht. Nur auf Um selbst ist ein schlechtes Licht geworfen worden. Wenn Flug­blätter aus ' den Schiffen verteilt »rwrden sind, so smd es solche, die die Zensur passiert Haben. Wenn auch nur die entfernteste Müglichkest dazu geboten wäre, uns zu packen, so wäre längst ein Verfahren gegen uns .eröffnet Der Ta. estaw ist schmenllär. Die JmmunE pst mcht per)onliches

Zeugen geladen tvorden smd. Die Behörden ltzitten die Lmmn der MenschlüGest imie halten sollen. Ten Vätern der Verurtcchtsn wurde erst durch Urlauber von der Boll'tteckung des Uttmls Mit­teilung gemacht. (Großer Lärm!) Ta erkühnt man sich, gegen uns

Borniürse zu echcken. ^ .

Reichskanzler Tr. Mrchaelts erklärt irochmalS den Ta^esttnrd. Nach kur-en Msführmrgen der Abg. Dittmann und Gras Westarp folgt der

Bericht des HauptaMschnsses Wrr btt auswärtige Poltttk.

Zunächst spricht.dazu Abg. Fehrenbach, der sich auf den Bodeii der Regierung' stellt und bett'ktt, daß keine tmfere Friedens- kundaebüng des (Reichstags joch der Regierung erfolgen w-nd

Daraus führt Staatsstkvetär von Kühlemann aus, datz der Abbruch der diplionnttischen Beziehüngon Parus zu uns nur iVch eine Frage kurzer Zeit sei. UruUnay wolle ohne zeoen Grund die dip'lvmatischen Beziehungen am 1 Deutschland abbrechen, dem­gegenüber sei eine Erfreuliche Tatsache, daß das Kohlm-_nud Kredttabvommen mit Holland nnmittcklbar vor dein Mschluß stthe. Unsere Feinde seien noch nach' zum Frieden bereitt Tas, einzige FriedmshindernrS sei Essaß-Lothrrirgen. Dock, Clsaß-Lothrrngen )ct ba^ Symbol deutscher Freiheit. Tauftchland sichte mcht für phan- kastische Ewbermrgen, sondern für die Unverfehrtbett des Deutschen Reicki>es

Nack kurzen Ausführungen des Mg. Gradnauer (Soz.) vertagt sich der Reichstag auf MrtVvoch zehn Uhr (Fortsetzung der heutigen TageÄordnu-wf.) Schluß der Sitzimg nach sieben Ul>r.

Km), Weidenschäenen und Weidenrlnden beschlagnahmt » den. Eine BeraüßeLung umd Lieferung von^ Wm jwi W eidenstckken ist nunmehr nur noch an amtliche WuMusee ohne besonderen Frevg ab eschein sowie von diesen urrdGnstze' znckchern auf Grnrrd eines Freigabescheines, die VerätOerung und Lieferung von WeiDenschsinen nur auf Grund ernte* Ipeigabescheines, die Veräußerung und Lieferung von Wer- denrinden ohne besonderen Freigabeschein an die Müden- Einkanfs-Gcsellsckiuft rn. b. §.., Berlin, oder deren bemch- tragbe Auflanser gestattet. Bis zum 25. Oktober 1917 rsti ferner die Verarbeittrng der beschlagnahmten GegenMwe erlaubt; nach diesem Tage nur auf Grund einer mnttrchen Verarbmtun gser lcrubnis. Ausnahmear von den Mordmw-g«r dieser Beckannttnachung sind für bestimmte Mindchtmengen vorgesehen. Unberührt durch das Inkrafttreten dieser Be­kanntmachung bleiben die durch die Beknn.ntma.chung Nr. 0 1023/2. 17. K.R.A. vom 1. April 1917 sestzesetzten hchhisd- preise sowie die durch die Bekanartmachimg Nr. 6 1600/3. 17. K.R. A. vom 15. Mai 1917 angeordnete Meldepflicht und Lagerbnchführung. Der Wortlaut der Bekannttnachung ist in der heutigen Mnnmer unseres Blattes einzusehen.

Landkreis Gießen.

** Garbenteich, 10. Okt. Dem Gefreiten Heftrnch La^ng, Inhaber des Eiserlren Kreuzes zweiter Klasse, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde dsi Hessische TcttcherkeitsMedaille ver­liehen.

** Holzheim, 9. Okt. Lehrer Wilhelm Jung, ein geborener Hvlzheimer, welcher >45 Jahre cm hiesiger Schute tätig war und rm ganzen aus eine über 51jährige Dienstzeit zurückblickt, ist seit dem 1. Oktober in den Ruhestand getreten. Ms diesem Anlaß wurde er vom Großherxpg mit dem Ritterkreuz 2. Klasse des PhilippK><h> dens ausgezeichnet.

Kreis Büdingen.

4- llsenbvrn, 10. Ott. Am vorigen Sonntag abend fand in der Kirche eine vaterländische ^Veranstaltung statt, in deren IMitteLpunkt ein Vocttag von Pfarrer Werner über,,Deutschland im 4. Kriegsjahr" stand. Der Vortrag tvurde am Montag abend in der Kirche ziu ^Gel'nihaar >durch Lehrer Meininger isiederhG'lt.

Kreis Friedberg.

Fe. .Bad-Nauheim, 9. Okt. Für den WinterbettieS^: wie in den letzten zwei Jahren bieibel>cckten wird, werden alle Vor­bereitungen gctroften. Die Bäder bleiben in Betrieb.

Dessen-NassM.

mr. Frankfurt a. M., 9. Oft. In den FrlMksutter MieeS- kück>cn wurden im Monat September 409 609 Portionen Mittag- und Äbendesseir verabfolgt. 'Gegen den Monat August macht ]toj I tückgang litm nahezu 80000 Portionen bemerkbar. Die Sperse- abgabe verteilt sich auf 7 Volksküchen, 1 Wttelstandskü ch^, 18 Fcwrckkanttnen, 4 staatliche Betriebe und den Erfrischung^nmm der Kgl. Universität. ^

nrr. Frankfurt a. M., 9.Oft. Eine Heizungs-BevattorgS- stelle wurde vom Magisttat ins Leben gerufen. Dieselbe soll unent­geltlich in allen Heizungsfragen fach- und sachkundigen Rat erte ilru. Freilich eine Frage wird sie kaum heanttvotten können, wie mxx ohne Kohlen und 5>olz eine warme Stube erhält,da die meisten Einwohuer Fronksurts nock) immer nicht mit dew nöttgsteu Kuchen- b vand versehen sind. ,

Fe. Vom Main, 9. Okt. Tie Llrmenspeisung, eine Sttftung König Ludwig I., die Mttrngsgemäß abwechselnd in Wurzburg, Regensburg und Aschafsenburg am 18. Oktober zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig abgehalten wird, fällt iyeixer nach Regensburg. Im vorigen Jahre war sie in Würzbürg. '

X Hanau, 10. Oft. Der erft 18 Jahre alte Kausmanu Wllh. Reichert aus Altwiedermius hatte sich gegenüber seinem Arbeit­geber eines schnöden Pettrauensbruchs schuldig gemacht. Als sunl >Ehes zum Militär eingezogen rvurde, übertrug man ihm den Em- kauf und bas Einkassieren. Aus anfänglich lleinen VerunttamMMr wurden größere DerfeUungen. Schiließlick) führte der junge dNaych einen kühnen Plan laus. Aus den Lagerbeständen seiner Firma ott- sernte er so viele photographische Artikel, um damit ein Konftrrrenz- geschäft gründen zu können. In guter Lage, der Stadt !nietete es einen Laden und erüffnete daselbst ein Spezialljaus für AmatLur- photogvavhie. Ms Inhaberin des Geschäfts, dem Nmnen nach, setztt er «-irre Kriegerfrau ein, die von ihni bezahlt, wjucde. Uin s^i dve billige Bezugsquelle zu erhalten, blieb er bei seiner allen Fimw in Stellung. Ms sein Ehes vorübergehend zurückkam, stufte das Kartenhaus Rammen. Die StraskwnMer verurteilte den jungen Mcrnn zu 1 Jahr Gefängnis Und 500 Mk. Geldstrafe. _

TrWtigkS MuLiersDein

zu kauien gesucht. . 7841 H. Winn. Hosmannttr: l-1.

^nsoviel moralische Zucht entwickeln sollen, sich I der Mehrheit zu sügen. Unsere Resolution ist nicht ohne, Ern Üutz geblührn aus das Auslwrd. Das befpeiscn die Bescküüsie der ^isländischen Arbeitersck»ll in England tvic in Italien. Die vnedensgrsnrmmg marstAert. (Beifall.)

^ Wmät&txMtitv Dr. Mchselis:

0 Ter Herr Abg Dittmann f>ot gesagt, daß über Marincüute 3Elxnisstoasen von über 200 Jahren und -auch Totn'ssttascn, ^hängt worden seien Wwrn seiner Darstellung zu enwe-man wäre, daß das übertriebene und ungerechte Stvasin wären.

Ar?s Stadt MNd CöSSÖ.

Gießen, 10. Oktober 1917.

** Amtliche Personaln ach richten. Der Groß­herzog hat am 3. Oktober die Wahl des evangelischen Pfar­rers Hermann Ecriba zu Remptendorf (Fürstentum Reuß ä L ) zum zweiten Pfarrer des Drakonisseuhauses Elfta- bechenstift zu Darmstadt bestätigt. In den Ruhestand ver­setzt wurde am 22. September der Lehrer an der Volksschule zu Hvlzheim, .Kreis Gießen, Wilhelm Jung, auf sein Nach- sitchen unter Ancrkenimrig feiner 50jährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1917 cm. Der Großherzog hat am 22. September dem Lehrer an der Volksschule zu Holzheim, Kreis Gießen, Wilhelm Jung, anläßlich ferner Versetzung in den Ruhestarrd das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdieustordeiis Philipps des Großrnütigen verliehen. ,

** Aus zei chnlun g. Franz Henn erhMt die Heiiche TapserkeitsMckdcrille; das Eiserne Kreuz ist seit 1916 in seinem Besitz

** Befördert wurden: zum Leutnant d. L. der Gerichts- schreiber-Asinrant Köhler von hier: zum Leutnant d. R. dw Ge­richts schveiber-Aspiraut Heddertch Ter Geinckstsichrerber-Aim- «mt Hillenbrand »vuüde zum Vrzeseldwebel befördert.

** Beurlaubung. Der Grösst). Kreisarzt, Medrzmälrat Dr Walser, ist bis zum 26. Oktober beurlaubt und wrrd von Medizinalvat Dr. Bötticher vertreten, der seine Sprech, tun dm von 1012 Uhr vormittags im UntersuchlmgScmtt für Jnsekttoils-

krankheitm hat. , ^ ^ r . , .

** 3 u n g we h r. In dieser Mache finden kerne Uebungen

Anmeldung zur Landsturmrolle. Die im September 1900 geborenen Landsturmpflichügen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Oktober d. I., vormittags von 812 Uhr und nachmittags von 26 Uhr im alten Rat­haus an: Marktplatz zur Landsturmrolle melden. (Siehe die Bekanntmachung in heutiger Nummer.)

** Die ländlichen Fortbildungsschulen bleiben auch im Wiitterhskbjahr 1917/18 geschÜAen.

** Stadttheater. Auch an dieser Stelle fei auf dre am Kreitag stttttsrnd«tde erste. Wiebetthalung desW int e r - Märchens" hn^emiesen. Die Spieldauer wird der dreier Bvrstellrrng etwas über 2y 4 Stunden betragen.

** Beschlagnahme v»n Melden, Werd-en- stücken, Meidenschienen und Weidenrinden. M-it denr 10. OSivber 1917 ist eine Bekanntmachimg Nr. G 2202/7. 17. K. R. A. in Kraft getreten, durch welche unter Arcchedniig der bisher awfieEnretoir Cftn^ezdeschlllgiuchmen alle Weiden uiid Weidenstlö-^ ,M ' 9 * 4-mt ^

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