Ausgabe 
1.10.1917 Erstes Blatt
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ykeaVschlreoet.bircrf> melcbe tfic ben ©efijiRjxnrfotgem zu belassenden Mkma^n an .Mer nnb Hüljenfrüchten für bie 3cit nom

Oftebet bis zum 15. November festgesetzt toorben sind. Es fibt für R'fe Zeit Ersichtlich der Gerste irrtb des Hafers bei den LKtexts durch die ^erorbramg vom 20. IM 1917 festgesetzten Merigeu von 4 Kilogramm für den Monat und den Köpf der zu einem landlvirtschastlichen Betriebe gehörenden Selbstversorger. Für die gl<n-de Zeit dürfen für den Kopf l 1 / 2 Kilogramm Hülsen- jrächte lErbsen, Bohnen. Linsen. Ackerbohrnn irnt> Saatwicken mcia sattva) mit der Maßgabe verwandt werden, das; die stcan- ,pou.chte Metrge Hülst nsrüchte ans die Anstehende Gerste- nnd 5)afer- rnenge an^urechnon ist. Ferner ist durch die Veroid^rnng die den Sell>st versorgern m belassende Menge an Buchwn^en und Hirse

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ntfitgre, die ein Landwirt als Saatgut für den eigenen Betrieb zu rückf-ehxilden darf, bei Saatwicken (vieia sativa) auf dis zu 100 Mg. auf das Hektar festgesetzt.

Lins eiserne Zeit beöavf keiner GoidschmuZ^r!

Die Goldankaufftelle

in 5enHäumeü der Sezirkrsparkasse Gießen ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet!

Lrnidkrei'? Glessen

s Bersrvd, l.Okt. Unsere G-eUteinLe löste in diesem 'Jache für Obst über 6500 Mark gegen 1000 Mark im vorigen 'Jahve. Unleroffixier Karl H o f m a nn, Inhaber der Hessischien 'Tapsarkeitsmeoaille. erhielt das Eifemre Kvüurzt 2. Klasse. Der feit Längerer Zeit vernristte 9Jai£'fcüer .Roll hat aus französischer Ge- fLMgerch'lvift geschieben.

** Birklar, l.Okt. Der Lehrer und Mz-^eldwrbel Kail »Ott wurde zum Leut uan i (b. Ras. 'befördert. Gleichzeitig wurde 'ckfm die Hessische Tapferkeit Smchtille verlrechn. Das Eiserne Kveuz ist bereits in feinem Besitz.

Kreis Büdingen.

/4t Altenstadt. 1. Okt. Auf dem Felde der Ehre starb der Gefreite Wilhelm Köhler, Inhaber des Eisernen Kreuzes.

44 Dauernheim, 1.. Oft. Ein bjähriger Knabe lvollte mit fernem «Großvater ins Feld fahren. An einer abschüssigen Stelle kam der Wagen ins Rollen, wöbet der Knabe vom Wagen stürzte. Nach wenigen. Degen blicken war er erne Leich

4p Geiß-Nidda, 1. Oft. Zimt Offizier-Stellvertreter be­fördert wurde der Bizefeldivebel Sch mied er, Inhaber des fernen Kreuz.es und der Hessischen Tapserkeitsmedaille.

44 Rohrbach, 1. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt Heinrich Graul.

Kreis Alsfeld.

= Alsfeld, 1. Oft. Das Kreisamt eartzieht allen Hühner- yal'dern, die mit der Wlieferun.g Schicht der Eier grundlos im Rückstände sind, nunmehr das Recht des .Hausschlachtungen.

Kreis Schotten.

e. Helpershain, 1.Okt. Lehrer Hermann Eis e, der als 'Krieyssreiivüliger ausrüekte und zuletzt als Unteroffizier im Felde svmL, starb nach schwerer Verwundung den §)eldeutvd fürs Bater-

lomd.

e. Schotten, 1. Okt. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse er- fteft der Lmrbsturimrurmt Heinrich Emrich von hier.

e. Ulfa, l.Okt. Den Heldentod starb k>er 22jnhrige Karl

U»-<efuig.

Kreis Friedder«.

44 Friedberg, 1. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielten der Unteroffizier Heinrich Muth und der Gefreite Jickius ^ e h r k o.

Q. Bad-Nauheim, l.Okt. Niorgeu Dienstag sttert der Pfarrer der ev»angc4ifchen Genteinde, Otto Wa s s i g , das fmts- unidzwauEgjäheige Jubiläum seiner hiesigen Tätigkeit. Fm t-.^er- lanfe dieser Amtszeit wurde die schotte Dankeskirche erbaut, um* der Nanve Wifsig ist für immer stttt dieser Kirche, UM des seit Erbaiu- uuq sich der Jubilar selw bemühte, verbinden.

c. Butzbach, 1. Okt. Lehrer Weber von hier wurde_unter Gruenuung Uim Osfiziersaspwantett zum UrUervsfizier befördert

44 Fauerba ch v. d. H., 30. Sept. Das Eiserm Käeuz, ftüchr die Hessisch Tapferkeitsmedaille, erhielt der Grenadier Jakob Fvng.

Starkenbury und Nheinhesftn.

I. Darmstadl, 30.. Sept. Heute nachmittag fand auf Ein­ladung der LanÄmirtsck-aftsÄrTmner, der Zeittralkaffe der landwirt- ßchaftüchn Genosserrschften, deS Versands landwirttchastlichr ch- nossenschaften und der Zentrale der laul»wirtschaftlichen Konsum- Veverne eine landwirtschaftliche Be rtretervers am m- liung der Provinz Starkenburg statt, unter denr Vorsitz des PrWdenten der Landwirtschaftskaurmer. Geh. Oekmwtnrerat Wassner. Oekowvmievat Tr. Hamann, der Sekretär der Land- wirtsckEÄammer, sprach über die Land Wirtsck>aft und der Ksn e g, Direktor Berg von der KvnfuMvereinszrntrale über das hesmche Genossenschaftswesen, Diretkvr Berg von der Zeittvalkasse über die 7. Kriegsanleihe. In bat Vorträgen wrd der sich darmr an- scAietzeirden Aussprache kam die feste lbcherzeugung zirm ^lusdruck daß die hessische Land,-mMck>aft mtch bei der 7. Kriegsanleihe tbre Schickdigkeit tun werde. Die hesscsMn landwirtschaftltchen Genospu schäften haben bei den bisherigen 6 Anleilien 74 Millromm Mark aufgcHracht, was enum Rekord bedeutet (die landnnrtschastli.chen Genuss en s chaften zeichneten insgesamt 2»/, Mliarbm). Am er­sten Zei chnüugstage, den 29. Sept., korrnte dre Zentralkasse bereits 10 Vi Mil lrone u Mar k Zerch nutineit überweisen, nxrs jat der festen Zuversicht berechttgt, das das Ergebnis der 7. .Megsauleihezeichuung durch dre Mnjche Sandw-rrtsämft hinter keiner früheren Zeichnung Zurückbleiben wird.

Fc Biebesheim, 30. Sept. Gestern abend gegcm 8 Uhr stieß der Eilzug bei Mebesheim mit einem rangierenden Güterzug unmittelbar wn dem Statwus^äude Mebosheim zusannnen. Nur acht Personen erlitten leichtere Berletzuu.gr> r. Drc wcaschme de-> Ellzuges fuhr dem Güterzug in die Flaule und zerstörte drei. Wagen desselben. Der Materialschaden ist bedeutend.

Hessen-Nassau.

** Frankfurt a. Md., 30. Sept. Die Stadtverordneten . nahmen in der Frage die Herbstferien betreffend einstimmig fot-

rirniwn ~~~ ~~ :

Bekanntmachrrng.

In unser Handelsregister Abt. A . wurde heute bezüglich der Firma Emauuel Nosenbaum & (So ,

Gteßen eiugetragen: Die Firnia ist mit Aktiven und Passiven aus Enianuel Rosenbaum in Gießen mit Wirkung vom 1. Juni 1917 übergegangen, der sie als Eiuzelkaufmann weiterführt. Die offene Handels­gesellschaft ist durch den Tod des Max Nosenbaum von Gießen erloschen.

Gießen, den 27. September 19 1 7 . 7291B

Grvküerzog li ches A mtsgericht._ :

Bekanntmachung

In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Andreas Euler, Gießen ein- getragen: Die Prokura des Wilhelm Jakob Nau zu Gießen ist erloschen.

n, den 25. September, 19 1 7 . 7293L

Grotzhcrzoglichcs Amtsgericht.

getide Resolution an.- Die Stadtverordneterversmumlung erklärt als berufene Bertreterrn der gesanrtar Bürgerschaft ihre Zusttmmrmg zu den von dem Magistrat cingelefteten, gegen die Verfügung des Herrn Oberpräsidentcn, betrefferrd Aushebung der Herbstferien gcricksteten Schritte. Sie billigt insbesondere die von dem Ma­gistrat in Aussicht geiwmmene Beschswerde an den Herrn Kultus­minister. Sie bedauert, daß die in die Schul- und Familiew- verhältnisse so tief einschneidende im£> völlig Werraschende 2lmts- l-andlung des Herrn Oberpräsidenten ohne Anhörung der kom- mnnalen Selbstverwaltungsorgane erfolgt ist, deren Maßnahmen durck, die Bersügimg des Herrn Oberpräsidenten in erheblichster Weise berührt und erschwert werden.

** Fr ankfurt a. M., l.Okt. Die dritte Krie^tngung der deutschen Clemiker wjutde gestern in Frankfurt von Dr. Tiehl.. Berlin, eröffnet. Es waren zahlreiche BeWrden und Vereine r-er- treten. Für den Machstrat der Stadt Fvcmkfnrt sprach Stadtrat Dr. de Neusville, für die verschiedenen Vereine Justazrat Dr. Haen- ser, Höchst a. M., uitd für die Deutsche Ebemische Gesellschaft Pws. Lessius, Berlin, WillkommenSioorte. Fn den Borfband mürben neu gewählt Dr. Stock vom Kaiser-WAhes m-Jn ftttirt für Chemie in Berlin, Dr. Bvsch, LudimgiShas'M, sotoie der verdiente Mitarbeiter Gehümrat .Haber in der Verwertung des Stickstoffs der Lust.

= Frankfurt a. M., 1. Okt. Am SanMag wurden hier 107 Kinder, die würdigsten Knaben nnd Mädcksen aller Oberklassen der fiesigen Volksschule»., mit je'einem 100-Bttrrk-KriegsMlleihe-' schein und den dazn gehiärigen Zins scheinen beschenkt. Tie fremrdlick)e Stifterin, die zugleich auch 10 700 Mack Kriegsanleihe ^eich'Niete und 107 Frankfurter Familien auf sinnige Weise be­schenkte, tvar Frau Map Ma per - 5>e r z-Frankftrrt a. M. Bei der Uebergabe der Scl^eiire an die Kfttder sprachen Polizeipräsident Rieß von S ch e u e v n s ch l'o ß im Nameir der SlaalsregreiLrNlg nnd ^tadrschickinspkl'tVrLinke für die Sckmldepkttation der Spen derüc herzlichen <mt<> Kin bübsches Danke,edirbt von Rsktir

Briefkasten der Redaktion.

tUnvü-üme Aufragrn bleiben unberückstchttAt^

3. 2(w in w. >Sie fragen, ob Sie bei einem späteren Verkauf der .^Kriegsanleihen das aidgelerche Kapital auch wieder voll ^urÄch^ bekmnmen. Nack) aller rueirschlichen Voraussicht bekommen Su- 7n»n dafür, als Sit bezahlt haben. Äe Kriegsanleihe kostet lieute 98<Va- d. h. Sie yeben siir 100 Mk. Kriegsanleihe rmr 98 Mk. bares Geld^ Im Jahre 1924, also nach sieben Jahren, zalstt Ihnen der auf Ihr Verlängert ohrce weiteres 100 Mk. gan; ohne Abzug aus> Sie verdienen also 2 Mk. mt jedem 100 Mk. Es ist ate foga* anzunehmeu, daß sich nach Beendigurrg des Krieges der im allgemeinen langsam wieder senkt und demerrtspreckiend oxe leite und ltochverzinsliche Anleilre steigt. Es ftt sehr möglich soAM foal-rschernlich, daß Sie in drei bis vier .Fahren iür <00 JKt. Kriegsanleil-e, die Sie heute mit 98 Mk^ bezahlen, 100 Mk. odeü noch mehr ^halten. Sie rnachen also außer der garantierttn Ber> zinsung von 5 o/o nvck) eftr schönt (Geschäft dabei.

Vemniiehtes.

-- Kiff in gen, 30. Sept. Zum NMolger des msherigse Bürgermeisters Hoftats von Fuchs rmrrde unter 29 Mltbewerverrr Negierungsassessvr Eduard Bauch arcs Speyer emmmmrg zum Bürgermeister von Bad Kissingen gewählt. _

an# auS. Grrr hübsches Dankgedicht vmr Rektor Hürlen und ein sümiges Wort von Rektor Jaspert über die ses außergewöhnlicheOrdensscst" schlossen die Feier.

X Hanau , 30. Sept. Hertte nachmittag fand auf dein Markt platze, am Stanidvrt des Grimmdenkmüls, eine große, volkstümlich gelsaltene Hinvenburgseier statt, die auch echt vaterländische Kund- gebur^gen im Gefolge hatte. Musik- Und Gesangsv-orträge sowie all- genreine Gesänge umrahmten die prächtigen Achpracheu. der Redner des Tages. An den Kaiser wurde folgendes HuldigiungstelSgrconm gesairdt:Die zur Feier des 70. Geburtstages des Feldmarschcckls Hiude,rburg übevarns zahlreich versanrmelte Bürgerschaft der Stadt Harrau legt am Nationatdenkmal der Brüder Grintm feierlick) das Bekenntnis unerschütterlicher Treue zu Kaiser und König und innig­ster Liebe zum Vaterlande ab. Wir erklären mrwidernlslich: von unseren: Kaiser lasse», wir suns nicht trennen, irrtb wir weise-,: den Versuch des Präsidenten Wilson, Unfrieden zwischen Volk und Herr- cher zu stiften, mit Empörung nnd Verachtung zurück. Hild, Ober- bürgermleister/' An Hindenburg tvurde telegrapliiert:Die heute zu vielen Tausendeic versammelte Bürgersckiaft der Stadt Hanau 'endet dem Ge»eralseldmarschall herzlichen Glü'ckwnirsch und gelobt, die dreifache OK-burtstagsbitte treu und freudig zu erst'cklen. Hild, Oberbürgernreister." Auf dem Festplatze hatte der Festausschrcß Ge- legenl-eit geschasfeu, Zeichnungen au.f die neue Knegsa»leihe abzu- geblen. Hiervon wurde reichlich Gebrauch gemacht.

]\ Marbnr g, 30. L-ept. Die .Feier deS 70. Gebnttstages des Generalfeldmarschalls von Hindenburg wurde ^heute nachmittag auf de,n Kämpsrasen hier in Gegenwart einer großen ^Menschen­menge mit sportlick>en Veranstaltung cn ircr Schleier der Marburg er DoWschulen, der Jngeardwehr, eines Fachb-allkttebs und Mann- sckaften des Jägerbataillous, sowie nuter Mitwittüng des Jägcr- bataillivns in schönster Weise emgelettet. Am Dienstag schlwszt sich ein Festabend in den Süadtsälen an. Der Reinertrag fror Veraustaktungen ivird »um Besten von WeihnachtSliebesgaben für die Vöärblcrger Bataillone nnd für die Hindeirbnrg-Gabe vevivendet.

][ Marburg, 30. Sept. Nachdem die Stadtverordnetest neulich nach veifkicher Erwägung den Antrag des Magistrats, die elektrische Straßenbahn zwecks unmittelbarer Ueberftihrlmg von Gütern in das Stadtinnere an darr Güterbahnhof anzuschlretzen, einstimmig verabschiedeten, u'ml die schleck/te Bescl-affenheit der Gleise in Verbindmrg ürit der eigenartigen Lage der Stadt mttlder- slehbace Sck>unerigi>eiten brinugorr wütd^, hat jetzt das Kriegsamt gegen diesarc Beschluß Einspruch erhoben. Durch den Drrettor des Werks, der in der erwähn tan Sitzung beit M ag i stratsan ttrag dringend beftitimrrtete, ließ es den Stadtveix'rdneten in der neuesten Sitzung die Mitteilung machen, wemt dieser Wtschluß nicht gemackst wurde, l)abe die ganze Straßenbahn für den Winter keine Dasernsberechtr- igung. Da das Kriegsamt mit der Stadt weiter über die sttittiaje Frage verhandeln will, wurde eine eriveiterte Kmnmission gewählt.

HL Marburg, l.Okt. Die Landesverstchertcngsaustatt Hesseu-Nassau hat bei' den Easseler Bankett L. Pfeifer, Dresdn' Bank, Hessisicher Bankvereru limd S. I. Werchauer ir. Nachfolger

X Schlüchtern, 30. Sept. Jit dem unterfränkischen Orte Witdslecken bez Bad Drückmau wurden durch ein gropes Schaden­feuer ftmf Wol-ithäuser und seckM Schnmeu etngeäsüiert. ,

= Aus dem Taunus, 1. -Okt. Dre Regierung erwarb m Oberreifeitberg den Bassenhemter Hof und wirb stier dce von Ober­ems nach Oberreifenberg verbtzste Ob-erförstevn eaucidtim. Dte Ol>erförsterügebände tn Oberems miirbeit von ^chnft.meßerei besitze D. Stempel-Frankfurt a. M. angokauft.

UttöVer*?itLtr-Ncrchvr<dten

R Marstnr g, 30. Sept. Ter vrdentlick)e Professor der Rechte an der Universität Königsberg, Geh. Rat Dr. Ad^l Arndt, wird auch im Winters ein ester an Stelle des beurlaubten Pros. Brcdt die Vorlesungen über Allgemeine Staatslehre, dautsä>Ä und prerrßt- sches Staats recht nnd Interpretation der prenßisüien Vert-asiung wr der hiesigen Universität haldeir. Jin Verbindung mtt einer sorderimg des KriegÄninistertz.lsmS an die Studwtmtreir, stick) zur ^lrbeit in der Rüstungstudtrsttie fver,villtg zn melden, verosfetttliM der Rektor folgenden Mftmf an die Smdentütumr umerer llntoerft- tat:KvmMiliconimneu! 9hm ruft das Vaterland auch Euch. Es ruft dringend. Und es envaatet, daß gerade Ihr durch sginelle Bereitwilligkeit und zälie A'us-dauer auf die Franeir anderer Stmüie an feuernd t md ermntt gend wirkt. Ihr könitt es: oemntt rnnßt Ihr. Ms das Zivildienstgesetz erlassen werden sollte, ltrbt Ihr einen sckiöneu Beweis raterläudischer (tzesinnwtg gogieben. tnoem Ihr ven ShiUaa stelltet, dah die StudmIÄumr m das G-st» nnt unerbeu möchtest. Damals nmr Eure Stunde noch nicht, ^etzt tst sie da Ich 'habe das feste Zutrauen, daß alle .KommUttonttutm Mi­sere Mlipps-Nnir-ersttät, die ztl denr er.varttten Dienlt twlgtvch ind, dem Ruse des Baterlmtdes fteudig folgen werden. Zu etwatger persönlicher Berattntg bin ich gern bereits

Letzte Leuten.

Der Leutemmrgel in Frankreich. ^ _

Bern, 30. Sept.Pvogros de Lyon^ nreldet aus P^rs: a«L Kriegsminister beschloß, die bei -der letzten Nachmusterung für taug- lick) besundeiten Mannschaftett >der J<al)resklasse 19131917 am dringendem Wege sofort cinznberufen.

Eine englische HetzversamnUung.

A m st e r da m, 29. Sept. Nach eftrer Rentermeldimg arrs don fand gestern abend in der dllbert Hall mtter Vorsitz des Lords Cl>arles Beresford eitte Hetzversammlnng statt, in der «n- sttmmig eine Entschließung angenommen itmrbe, worin dte Deu-> nelnner an der Versammlttng allen stritt scheu Mirgern emvtestlen, als Strafe für die schrecklichen Verstrcck>en der deutsck>en Armee und Marine an Zimlpersoncnt zu Lande oder zur See 1. feinen sck>en in irgendwelcher Eigenschaft anzatstellen, 2. sich zu verpNuh- ten, keine Waren deutschen Ursprungs zu kaufen oder zu beimtzen, 3. wurde beschlossen, daß sich alle Kapitäne »»eigern 'ollen, me deutsche Flagge am hostei' See oder in MlÄändischen irwfen zu grüßen oder anzuerkenuen. Dieser Boykott wird für dm Dauer von zwei Jahren nach dem Friedensschluß durchgeiührt und für >edes von Deuts eben zu Lande oder zur See nach ?l u nähme dvyer Ent- chließtlng begangene Verbreck>en um einen Monat verlchtgett wer­den. Sollte das deutsclie Volk beschließen, eine ausreichende varla-- mentarische Kontrolle über Kaiser und Reich einzusüpren, io rönnte unter gewissen Voraussetzungen eine Milderung des Boykotts erm- treten.

Amtlicher Teil.

B e t r.: Versorgung der Spann- und Nutztierc mit Körnerftrtter. An die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Mit Bezugnahme aus die Verordnung über die Verfütterung von Hafer und Gerste vom 10. September 1917 >abgedrnckt^rnk Kreisblatt Nr. 164 vom 24. September 1917) beauftragen imr tste:

1. Gesuck)e um Gewährung von Haserzulagen für schwerac^t-

tende Zugpferde für Unternehmer l a n dw i r t s ch a i t l i ch e r Be­triebe (§ 1 Ziffer 1) entgegen zu nehmen und bis spätestens 10. UT^ totster l. J>. an uns iveitec zu geben. ES ist darin von ^ckmeu zu! bescheinigen, wieviel Pfund täglich' Zulage unbedingt erfor­derlich ist, und daß die betreftenixm schwerarbeitenden Pferde aus­schließlich in landwirlschaftlichn Bettieben verwendet werden., Pferde, die nebenbei yu gewerblick-en und industriellen Zwecken dienen, können Znlage überhaupt nickst erhalten. ,

2. Gesuche von Unternehmern landivirtsckTaftlcckstr Betra.be, aas ihreit selb st gebauten Früchten an Hafer, an Gemengen ans Hvwr nnd Gerste, oder nur an Gerste zur Fütterung an nachveiÄich tragende und sätcgende Zuchtsauen und an Eber, die zum spruinw benutzt werden, zu verwenden, sind mit enttvrecktender Beicheint- gnng von Ihnen zum gleichm Zeitpunkt vor?,»legen. Nrir an cneic Tiere darf neben Hafer reine Gerste verfüttert werden. Es tst anzngeben, welche Fruchtart verfüttert werden soll.

3. Anttäge von Tierhaltern, die Hafer ober, Gemenge aus Hafer nttd Gerste nicht augebaut baden, um Zuweisuna von 3 Pfund Futter menge für den Tag sind eben falls von Ihnen eittgegenMnehmen und bb3 zum gleich» Zeitpunkt bei uns etn- zureichn. Es wird dazu bemerkt, daß an Pferde Jobber Befttzer nur dann Hafer oder Gemenge aus Gerste und Hafer verflttt«tt werden darf, wenn diese in Gewerbe. 5)andel und Inoustne nt kriegswirtschaftlich wickstiger Weise tätig sind. Einwam-freie Be­scheinigung ist voit Ihnen zu jedem Gesuch abzugeben.

4. Ein Verzeichnis der zurzeit zur Zucht verwendeten Ztegen-

stöcke und Schasböcke ist uns vorzulegen. _

Gesuch suind Anttäge, die nicht bis zum 10. Lktoster bet 'Ms einoereicht sind, können keine Berücksichtigung finden, da wtr selbst bis zum 20. Oktober der Reichssutterunttelstelle in Berltn die er­forderlichen Unterlagen zn erbringen haben. Es bleibt uber­

lassen, die Gesuch und Anttäge in Listenform übersichtttch zu­sammengefaßt uns vor zack egen, ivie dies im vorig eil Ickhre m ^en Haferversorgrmgslisten vorgeschieven war. ^ehlverrchte werden nicht erwartet. Erimrermtgen werden mch von uns ausgegeben

werden ,»

" Wir beauftragen Sie, vorstehendes in ortsnstlichr Weise zur Kenntnis der Bevölkerung zu bringen.

Gießen, den 26. September 1917.

Grvßherzoglichs Kreisamt Gießen.

Dr. Uir n ger.

§ 1. In gleickstm Betreifs

Bekanntmachung

betreffend btn Verkehr mit Obst.

Vom 29. September 1917. teil weiser Abänderung unserer Bekanuttuackmng vom 28. August 1917 ivird die Bienge au Kernobst, die'ern Verbraucher zur V e r w e n d u n g i m e t g e ne u H a u s - halt tmmittelbar vom Erzeuger bezieten bars, für ledes '"erwr- aunqsberechttgte Äliitglied des Haushaltes auf 100 Pfund witzelst. 2. Diese Bestimnumg tritt mit dem heutigen Tag'

D a r m st a d t, den 29. September 1917 Die Landesobststelle.

Dr. Wagner.

in Kraft. 7305O

mrspBSxmimmNS!i

Koiiserveotiüser

neu

eingetroöen,

282

Dichtungsringe

in allen Grössen, zu haben bei

Lower 8 - Sechsteln.

Fallobstverkans.. B

Dienstag den 2. Oktober, von vormittags Qi/ Uhr ab, kommen in der Turnhalle, Stein­straße 3, größere Mengen Fallobst zum Verkauf. Preis pro'Pfd. 1« Pfennige. Abgegeben »v-t>en als kleinste Menge 20 Pfd. mib nicht über 1 Zentner. Der Grotzh. KreiSixminipektor des Kreijes wtetzeru

£ b stv erstergerung

Mittwoch den 3. Oktober soll an der Kreis­straße Grünberg Weickartshain der Obstertrag, bestehend aus 'etwa 150 Ztr. gutem Tafel- nnd Wirtschastsobst, versteigert werden. Anfang vor­mittags 9 l / 2 Uhr an dem Abzweig nach Weickarts­hain nächst der unteren Ziegelsteige.

Donners ag den 4. Oktober werden an der Kreisstraße GrünbergRöthges von 15 Bäumen die Birnen versteigert mit einem Schätzungsertrag von etwa 50 Ztrn.

Zusammenkunst vormittags 9^/., Uhr an Baum Nr. 46. , ^88o

Gießen, den 29. September 1917.

Der Grotzherzogl. Kreisbaninfpettor des Greifes Gießen.

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Eiermasiiis

vor. höchster Triebkraft 1000fach be­stens bewährt