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tä-üch mit gwtm dfrmt de» EormlagL. *^®PT G
veilagen: „Gichener K»^en^«Uer- und „UreiLdlatt M? dev Rrris Kietzen".
Postscheckkonto: KronVfArt mv Main Ur. N68L. bontoersetzr: iSewertzebonr Sietzev.
\hl. Jahrgang
General-Anzeiger für Gberhessen
Moutag. 21. September M
^roiUiugSrflnbbruct und Verlag/
BL ühl'icheUnrverfttäls-Bnch-u.Steln drucker«l.
R. Lange, Gießen.
Zchriftleitvng, Geschäftrsteüe und vnrckeret:
Schulstraße?. E eschäflsstelleu. Verlag:
Echriftleitung: 112.
Anschrist fi ir Dro htu achrichten: AnzetgerGießen.
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A«s H-Nen.
Kleischvelre-rrmrg.
Adelung stellte folgende Anfrage em bi?
LÄhMck in den rmüiegendM prenßischen StSdten die 9°- Metschnrenge ftaubiq 250®tantr,t
Wjwfl und S&dje 6eteu 3 , tomtte in bat hessischen SWdt-ii MM °-p H«--ste gegeben werdet. In Mainz wunde
Mwer Zichilsemchnis tan erspartem Gefriierfleisch mrc ein LWochenqnantum asm 12ö Granrm erreicht. In bm benach- ^ ÖT ^ eit ^ baperischen Staaten luurbcn
frisches Mersch gegeben. Auch in der mrcyfknr ZuLmist fcyemt keftrce Aenderung ciuzutwten. m Regierung nicht imstande, bei den
m.'ia^uqUa^ix bim^\a ffetz ert, daß eine gleich mäßigere nnt> ^rechtere Ueljchbelreserung erfolgt? Hessen erfüllt seine Verpfttch^ngsu, Gemüse, Obst, Kartoffeln und Milch an anheryeqichche Bewirte zu lLefemr, mit peinlichster Ge-
Mvrtz, ber
telligt wird
Höchstvocis für Zwievrln
Abg. Heerdt stellte in der Zweiten Kammer falgenden eiligen Antrag:
Seit einigen Wochen find Zwiebeln weder ans den Specsesmtrkten noch in Ladengeschäften erhältlich.. Die Ursache dafiir soll darirr liegen, daß ein Höchstpreis für Zwie- Mn festgesetzt wurde, zn welchen: dies Nahrurrasmittel rm Handel nicht käuflich ist. Ich beantrage daher: Größt) Regierung woQe schleunigst Sorge tragen, daß Maßnahmen getvoften Werder:, um den Erwerb der für Hcmshaltuuas- Wecke iia$c$u Mveninehrlichen Zwiebeln zn ermöglichen Aus der hessischen nurümattiberalen Partei.
Die im Zdüi 1912 als Unterorganisation bec Nation alliberalei: LanÄ-esparter rm Grotzherzogtum Hessen ins Leben gerufene „Freie Bnemrgung hegch^r Naltwuallibeoaker" hat sich cücf Beschluß ihres Arbe?tsauslchusfas aufgelöst. Damit ist die äußere und iitrarre Ge- schlos imheit der hessischen üandespartci urtter dem Borsiß de§ Land- ^gSadgeordnetei: Dr Osann, Drrmstadt, wicderhergeftellt. Die SatzungQ: der. LanLespartei fallen einer Neubearbeitung unter- zogen und die Organisation ausgeba.ut werden. Zum Leiter der in Darursoadt bis zum. 1. Oktober b. II. neu errichteter: Geschäfts stelle wurde der b^herige Geschäftsführer der „Freien Vereimguna". Äamxrlt^vetär Dr. Otto Linse, Mainz, berufen.
Die AusmMMniegumt der Oelmühlen.
Wg GrÄne'wald hat in der Zweiten Kanrmer beantragt, mc SBaanmer wolle bejcklieheu, die Negierung zu ersuchen, bei dem Praswenten des Krie^sernährungsamtes dahin vorstellig zu metbcat, daß der Betrieb in ten 36 Oelmulsl-m der Provinz Oberhessen aus- recht erhalten bleibt und eine Zusammenlegung nicht stattsindett
In der Bogrckmdung heißt es:
^Alle QednMlen der Provinz Oberhessen arbeite!: seit Jahr- »sdwen und länger in inniger- Verbindung urit der samenziehenden Bevölkerung. Dre Meister: Mühlen sind solche kleinsten Umfangs, vevar^Een täglich nur 1—3 Zentner Sarnen, zwei haben kleinere Kodrallftckie Prosen, ihre Leistungsfichiabit lwträgt 5—6 Zentner Nur ern: Mü^ hat größeren Umfang ^ schlägt täglich 40 Rentier ©©rceu Ern Teil hat auch einen sehr großen Kundenkreis in den anfacgEden preußischen ''Provinzen.
Für-alle Betriebsiuhaber bildet die Schlaginühte eine wichüge, für ncanche die .al leirrige Erwerbsquelle. .Das Aufhöreu des' Betriebes nnrd empfindliche wirtschaftliche Schädigungen zeitigem Vor dem Kriegs, wurde der bei uns ft: Betracht kcmrmende imb Mw sin: von Großmühlen sa,t gar nicht verarbeitet, dieselben schlugen in der Hauptsache irberseersche Saat. Fetzt sollen sie den Smnen schlaam, die Kleinbetriebe fallen stillgelegt werden. Das erzeugt Verbitterung, zmnal man >a::ch beit Zweck der Schließung der hie- iiyen Mühlen nicht versteht. Me Mühle:: arbeiten nämlich mit Wasserkraft, die nichts kostet, arbeiten fast durchweg mit wenigem oder älterem Personal. Kohlen und Menschen werden also ::icht gespart.
Ams «nd €<*«&*
Gießen, 24. Sevtember 1917.
Das kleinste Opfer, das firrs Vaterland gefordert wird, ist Sparsamkeit im Papien:erbranch.
Wer weigert dieses Opfer?
*
** Amtlich, e Person a lnach richten. Das Ehren- Mchen \vtc Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde pom Groft- herz^ verliehen: Heinricb, D e i ch u: a n n, Johann Hinkel VIII., EhrisLian Bau mann, Peter Bayer, sämtlich! zu Framers!- h-'im. — Der Großsherzog hat de'-: Gerichtsassestor Dr. Friedrich Joses von Eisf ztum Kabiicettss-eirLtär bei der Kabinettsdirektion ernannt 'und dern Gwßih. Hvfgärftrer Heinrich. Göbel zn Jiagd-
fchilvß Dfalfagarten den Charakter als Oberhofgärtner verliehen. — A)er Groicherzog empfing Aum Vortrag: den Staatsminister Dr. m Ewald, den: Muister des Jimiern v. Hombergt zu Bach den GeTveraladiutanben Gen. der Kav. v. Häbn. den Vorstand des Krbmetts Wirft. Geh. Ätat R öm held.
^ ^rag über Soldatenheime. Am 20. dieses
4aon»aW farw m der Neuen Atü-a der Universität ein Vortragsabend "<rtt, oerfur Soldatenheime im Bereich des 18. ArnceeLorpS werben wollte. Nach einem stimmungsvollen Musikvortraq durch die sich ! 1 ?Iy r ^ '^ r gute ©adye zur Verfügung stellende Militärkapelle begrüßte der Rektor der Lapdes-Universität Professor I). Sch ran die in erfteulicher Zahl erschienenen Zuhörer mit einem
'^• leT ^ eru ^ iür die Sowatenl-einurrbeit, die er aus eigener ^chauung m Belgien in chrer garrzen segensreiche!: Wirkung kennen gelernt hatte. Ein weiterer Mrsikvortrag leitete alsdann den Bericht des Sekretärs O. Brune aus Tarmstädt ein, der :m Fahre 1915 selbst mehrere Soldatenl)ei!ne im Osten eingerichtet
r?** die dem Vortrag folgenden Lichtbilder kormter: die wichtigsten größereil Heime der Westfront vorgeführt werden, deren bei>agl:ch ausgestattete. Aufenthaltsräume zeigten, eine wie große U-ohldat nnstren Truppen die Heime gewähren. Fetzt glll es vor altem, die Mittel für 2 Heime in Griesheim bei Tarmstadt urid in Lettgenbrunn bei Bad Orb, wo die Errichtung von Soldaten- her.men gleichfalls dringend erwünscht ist, zu beschaffen. Dazu soll der Rauiertrag des gut verlaufenen Vortragsabends mit beitragen, doch werden noch jederzeft besondere Spenden bei ber Geschäftsstelle des Rotei: Kreuzes angenommen, das für die Läieiterleitüng Sorge tragen wird.
** S t a d t t h e a t e r. Die früheren Ab-cmn>enten iv-erden höflich st gebeten, ihre Winrsche, das Älbownem-ent betresfend, in den iiächsteir Tagen auf den angeborenen Antwortkarten abzirsenden. Vmn 24. September ab liegen die. Listen für Mionnenientseinzeichiiung in der Musikalienhandlung von. E. C h a l l i e r, Neuenweg, auf. — Die erste Vorstrellmig der Spielzeit findet am Dienstag, 2. Oktober, statt und- bringt ^^Shakespeares „Wint er m ü r chett". Mft diesem Werke ist vor 10 Jahren die erste Spielzeit im neuen Stadt- iheater eröffnet w-vrden, und bedeutet die diesjährige Eröffnungsvorstellung eine Art Gedenkfeier.
Zins scheine. Es wird daraus hingewiesen, daß die Zins scheine aller Reichs anlei Herr, also auch der Kriegsanleihen, froro 21. des dein Fälligkeitstage vorhergehenden Monats ab nicht nur bei allen Postanstalten —. dn\d)üebitä der Postagenturen —, sondern auch von den hessischen Staatsbassen in Zahlung genommen werden. Die Einlösung der Zftnsscheftw ist danrit der: Besitzern der Kriegsanleihe außerorden-tlich' leicht gemacht. Dies wird hoffentlich recht vielei: und vor allen: auch der Landbevölkerung den Entschluß zum Zeichnen der Kriegsanleihe erleichtern. Feldpvstsendüngeic. Mdpos.sendungen mit anf- geklebten Adressen an deutsche Heeresangehörige — cciut aufgeklebten Adressen an deutsche .Hseresangshörige — auch in den besetzten Gebieten und den verbündeten Ländern — sowie an Angehörige der verbündeten Armeen sind z-u- gelassen, Feldpostsendnngen mit solchen Mressen an die Zivilbevölrerimg der verbündeten Staaten, der besetzten Gebiete und nach dem sonstigen Ausland sind dagegen verboten. Für Kriegsgefangerlenfendungen — Briefe, Karten usw. — sind gleichfalls aufgeklebte Adressen unzulässig, Pakete dürfen jedoch mit aufgeliebten Adressen versehen sein.
** Die Ludwig- und Alic estiftnng hessischer Lehrer hält :vach mehrjähriger Unterbrechung ihre H a 11 ptversam m - lang am 29. September i:i Darmstadt ab.
Grundbesitz und Kriegs anleih e. Besitzer städtischer oder ländlicher Grundstücke ft: Hesse::, die aeaenwärtia ütee
thekenbauk erhalten, soweit die Grundstücke hinreichende Sicherheit bieten und nach den Bestin:ntturgeu der Bank belekhungsfähig! sind. UiNec der gleichen Voranssetz-rrng können muh geeignete erst- stelliae Hypotheken - besiehe:: 1 verden. Solche Darlehen sind in der Höh: des Neuüwertes der zn enverbenden Kriegsanleihe ans- Mnehrnen und für die ersten 7 Jahre (Mindestl.mcfteit des opro- zensigen Zinsfußes der Kriegsanleihe) mit 4Fü Prozent, dann dauernd mit 4Vs Prozent zn verzinsen und mit 1 / 3 Prozent zu tilge!:. Das Darlehen kann von ^der LandeslMothekenbauk nicht geMndiqt wer du, ivährcud dcr S.l^utdner es unter Einhalttmg eftrer kurzen Kündigungsfrist jederzeit Lüudigei: kmm. Solange die Knegsanleihe eine Verzinsung von 5 Pvozritt ergibt, nracktt der Darlehe:isfckiulduer und Inhaber der Kriegsanleihe nach 'Abzug der Tarlchmszinsen tvührend der ersten 7 Jahre eisten jährlichen Zinsgeiv'inn von v t Pvo-zem inrb von da an sogar vvi: V 2 Prozent. Sollte das Reich später den Aulesizezinsfuß herälisetzen — wvzu -es mnh den Au. 1 eihebedft:gunne 11 dom i. Oktober 1924 an 'berechtigt wäre —' so bann der Juhrber der Kriegsanleihe vom Reich bare Rückzahlung zum Nennw.nl ' erlangenDEr erhält also in diesein Fall öle Mittel, sich Won 'einer ÜHypoHed>rrlehenssch::ld vollständig zu befreien, und kann durch eine etwaige Herabsetzung des
Lluleiheziusfiußes dirrch das Reich nicht in Verlegenheit tomiHrnw Tie Hypoth ckerrielstung (eiirschließlich Beschaftmw der Beleihung, unterlagen) kann völlig öostenlas erfolgen. Tie Lmrdeshypathekew' bank ist auch bereit, die kostenlose MflElvahrung und Verwaltung der Mleibestücke zu übernehmen und die jeuEils fälligen Anleihezinsen auf die Tarleheus^ftrsen unter Hermlszahluirg des lleüer- schusses zw verrechnen. Es ist damit also Gelegenheit geboten, das im Grundbesitz festgelegte Kapital in den Dienst des Vatevlaades zu stellen. Nähere Auskunft erteilt die Lcrndeshyvothekenlxmk, did. die/Zeichsimug :uü> die Eftrzahlung m:f die Kriegsanleihe ver- mftTM.
xIk Sp a n fer kel fleisch. Das Kriegs emvä'hmMczsiLmt Hot säwlliche Bundesregierungen darmrf hingetvvesen, daß die Futterinu; und Mästung eines größeren SchfaetnS- bestandes iin laufenden Jahre :rich,t möglich sei, ohne daß die Brot- uni) Kartoffelversvrg:rng von Heer und Zivll- bevölkeimng in Frage gestellt lverde. .Es hat auch verkannt, daß Biaßrmhmen getroffen werben, un: der Zunahme der Schweinebestände vorzubeugen, ::nb n:it den: Hinweis, daß Gerste^ nicht in demselben Umfang lvie im Vorjahr für Schweinemastzwecke zur Verfiigung gestellt werden köurm, die Abschlachtung der Ferkel und Läuferschweine empfohlen. Das Grotzh. Ministerium des Fm:ern hat daraufhin zunächtz eine Bekanntmachung erlassen, wonach die frisch abgesetzteA Ferkel künftig als Spanferkel zum Verbrcurch gelange» sollen, wodurch auch der zurzeit uanrentlich in den Stäbten bestehenden Fleischknappheit etwas abgeholfen tverben kann. Der nicht z:r hohe Preis für die Sfiatfterkel nnt» der Umstand, daß Spauferkelfleisch nr vierfacher dldenge ans dL Fleischkarte an zu rechnen ist, lassen eine:: stärkten Absatz der anfallenden Ferkel zu Ernährtlugszwecken erwarten. — Obgleich im laufende:: Jahre der Schweinebestanb im Reichsdurchschnitt nicht die .Höhe erlangt hat wie im veD- flossenen Jahr, ist immerhii: eine Vermehrung, namentlich der jüitgeren Altersklasse:: der Schweine n: diesem Sonrmer zu verzeichne::. Die Landwirte nrrd Sckpveinehaltcr werden deshalb gut tun, wenn sie ihre Schweinebestärrde rsicht mehr vergrößern, soi:dern sie tmrlichst bald durch Abschaffuug aller eiuigernraßen schlachtbaren Schweine ver- kleiner::. Diejenigen aber, die jetzt noch Einlegeferkel fi erwerben gedenken, werden gewarnt, höhere Preise, dafür nszugeben, lveil ihnen sonst nicht unerhebliche Berlnste daraus erwachsen können.
** Krastfuttermittelmonopol. lieber ein begehendes Kraftfuttermittelmonopol sftld in den letzten Wölben Nteldungen verbreitet, die vielerorts Beunrnhi- guugxbervorgerufen haben. Demgegenüber soll festgestellt werden> daß weder im Kriegsemrährnngsamt noch im Er- nährungs aus schuß des Reichstags von der Angelegenheit etwas bekannt ist.
** An meldn n g des Leim bedarfs. Zmn Zweck der Anmeldung des Leimbedarfs für die Verfargungsperiode Oktober, Ädovlnuber, Dezember, sind Anträge feftens der Verbvalufter unter Benutzung! der vom KriegsmisschußMr Erscrtzfutter herausgegebemsr neue:: Vordrucke sofort air die zustänidigen Faehvrqcmifatioucn! zn stellen. Die Vordrucke sind bei den betreffenden lFuftorMWip-« satvo:reu erhÄtlich,. Soweit «noch Zweifel üler die Zugehörfateft M einer der Farchorgonisationen beftelM, gibt der KriegSausschuß für Ersatzftltter, Berlin W 3, Lützowstr. 33/36, Auskunft.
** Einkochringe. Die Klage über die mi:faerwectige Qualität der jetzigen Einkochringe, die in letzter Zeit, häufig laut wird, ist an sich berechttgt, aber nur insoweit, als diese nrinder-- uertige Qualität zur Folge hat, daß die Ringe nur eüaratf gebraucht loerden können, ivährend die giinge, die in FriedeuSzeilrir geliefert wurden, verschiedenemale ihre Dienste versehen konnten. Tie einmalige Brauchbitrkeit der jetzige:: Gummiringe steht aber gairz außer Frage, rmdweim auch vereitelte Klage?: berechtigt sind, so stelle:: sich diese doch unbedingt als Ausnahme dar. Die Hausfrau ist gar zu leicht geneigt, wem: Gläser aufgegangen sich) und dadurch Eingekochtes verdorbei: ist, die Schuld einzig und allein bei den Guncmiringen zu suchen. Die Ursachen, loelche das Aufgehen der Gläser herbeiführen und Eirrgekochtes verderben lassen, smd gar viele. So z>. B.: EiMvirkuug von Bakterie?!, rmgernkgendr Sterilisation, unsauberes Behandeln, Lagerung,. schlechtes GlcS. Man halte sich dal>er an folgeirde Regeln: Die oberste Regel keim Einkochen ist Sauberkeit. Alle Gegenstände müssen sorgfälsigst gereinigt '.uerben. Me Gcfäfze, Tücher, selbst die Tischplatten müsßm sauber fein. Wenso wichtig ist, daß das Eingekochte möglichst rcckch behandelt, wird. Bei den Früchten, die vorgekocht lverde«, ist o>e- sonders darauf zu achten, daß sie nickst unnötig lange der jßajl arusgesttzt sind, da das geöffnete Zeltengewebe besonders keimfähig ist. Die G?m::mringe müfseu absolut glatt und ohne Unreinigkeiten (Sandköruer, Metällstückcheu) sein, da nur ganz glatte Ringe die Dichtung bewirken können. Die zn verwandnck-en Gläser find einer besonderen Beobachtung auf schlechte:: Schliff oder auf Haarrisse zu unterwerfen. Die Lagerung der eingemachten Konserven fall kühl und dunkel sein. Der Inhalt soll zwei fingerbreit! meter dein obersten Rand des Glasgefähes bleiben. Die ^Vorfchrifaen üb.er die Sterilisation der einzelnen Materialien nrüsssen streng
° Angedruckies aus dem Goerhekreisr.
2lls Erinnerungsfest an das 25jährige Bestehen des Literitnr- arehios in Berlin ging den Mitgliedern als Privatdruek ein Band ^Di^s dem Goethekreise" zu. Die Herausgeber Prof. Heinrich Meisner mch Dr. Fritz Behrend veröffentlichen in den: inhaltreichen Buche eine Anzahl bisher unbekannter und ungedruckter Handschriften, die in irgendeiner näheren oder entfernteren Be- zwhnng zu Goethe stehcu. Mlgcmeinem Interesse werden namentlich einige der Forschrmg bisher entgangene Tagebuchblätter begegnen, die Karl Jmmermann ruf seiner fränkischen Reise Anfang Oktober 1837 für die Gräfin Llhlefeldt nieder ge schrieben hat. Wie er da das Leben in Jena uifa Weimar charakterisiert, sich über den äußerlichen Goethefickt mit liebenswürdigem Spott lustig niacht nnd Anekdoten treffend wiederzugebcn weiß, darin zeigt sich ganz das Wesen und die Eigenart ?xs noch längst nicht nach Gebiihr gewürdigten und VekanMen Dichters. „V:el lustige Stadt- und Hof- geschichten aus der Residenz" hörte Jmmermann in Jena, „der Fronde von Weimar".^ Da ist zunächst die folgende hübsche Episode, die in Jena eine ^sprichwörtluche Berühmtheit erlangte: „als die Kaiserin-Mutter die Jenaisehe Bibliothek besah, führte sie der damalige^ Mbliothekar, der selige Professor Güldenapfel, umher. Er zeigte ihr unter den Raritäten auch einen malabarischen Codex und würrde crufgesordert, ihr eine Sefte zn ftiberfetzen. ßMdenapfel wurde verlegen, stockte, stammelte und mußte endlich bekennen, daß er die Sprache nicht verstehe. „Mcht einmal Malabarisch?" rief die Majestät mit einer unglaublichen Verachtung und wandte dem Bestürzten den Rückem Dieses Wort ist nun tu Jena sprichwörtlich geworden, und wenn sie einander das Erstaunen, über efaen gar nicht zu vermuten gewesene:: Mangel aus- btücüeu :vollen, dann sagen sie nur: Nicht einmal Malabarisch?. .. Eftw andere lustige Auekdobe toeiß Jmmerina:m vor: Goethe zu erzählen:'„Goethe hatte sicb's einmal mÄt seinem Freunde Rbcyer
recht wohl sein lassen (wie häufig geschah), und beide waren ft: einem: tvamderbaren Zusnnde. Da läßt sich ein durchreisender Verehrer melden. Majestätisch richtet sich Goethe ans »und sagt, fall mit der Hand an der Wand aufrechthaltend: „Halte mir diesen ?Me::sch,en ab!" Sogleich stolpert M'tt)er Kur Türe, reißt sie aus Md ruft in seinem Schweitzer Dialekt hinaus: „Exzellenz können Sie nickst sprechen, Exzellenz sein befoffe! . . ." Bon den damaligen Größen Weimars, von Stephair Scbjütze, Riemer, Eckermann und ganz besonders dem Kanzler von Müller, die mls Träger der Traditiemen Goethes anzusehen sind, gibt Jmnrermcrnu entzückend entworfene Md ausgeführte Miniatur bilde r. Für Müllers stets bereite Dienstwilligkeit findet er folgender! glücklichen Vergleiche „In einem Brunnen kann das schönste Wässer sein; lueuit man' aber keinen Schöpfeimer hat, so kommik es einem doch nicht zum> Genuß, und so hat jede Stadt irgend jemand, mit dem man tttj Verbiu'vung treten muß, will man ihre Societät kmnei: lerne::. Für Weimiar M ein solcher ,Soeietäts-Schöpfeimer der Kanzler von ,MM-er, ohne daß ich damit andeute:: .wollte^ er lvänds einem lauter Massier herauf. Iw. Gegenteil." Sogleich sternt er durch ihn die beiden Söhi'U Lottens kennen, die auch gerade inj Weimar zu Besuch waren. Mittags Um* er bei Hofe zum Essen! geladen, außer ihm noch die Sun ie Lottens, Eckerurann, Riemer, Sck'vrn, Vogel, Preller, Neher." Von Eckcrmann entwirft Jünner- mann bei diesem Anlaß das folgende Bild: „Eckern:ann. ein kleines, freundliches Männe: mit einem großen Maul und vorliegenden Froschaugen, welche beide Umfpnde. zwar an nnd für sich häßlich, Manckeein Gesi lN doch eine.: besonders gutmüligm ?tnsdrnck geben. Er war von äußerst, freundlichem, anmutendem Wesen. Ich konnte mich gut mit ihm uitterhalten." Das Gespräch drehte fick: wie immer 'um Goethe, bis Jmmeymann andere Gegenstände zur^ Sprache zu bringen suchte und mit Erfolg. Dararffhiu speicdete ihm Niewler das fvlHende bemerkenswerte Lob: „Riemers kupfriges. Gesicht war vom Champagner ganz blitzblau geworden, er sagte
mir mft einer Art von Emphasep„Wie schOdc ,daß Sie Goethe nicht mehr gesebei: haben. Sie ivürden sich bald gnit ihm verstanden; haben!" Diesen Ainsspruch konnte ich mir gefallen lassen, an und für sick>, und dann, iveil er gewiß das größte Lob war, lvas für nsich aus Rienners Munde komuren konnte. . .".
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* ©ritte3 Kleines Bachfest zu Eisenach. Die Neue Bachgesellschaft verschickt foebei: das^ Programm des am 29. und 30. September b. I. in der Bachslndt Eisenach stattftndeirdrn Backstestes. Tie Veranstaltung n-ird durch eine Hauptverscmunftmg' :ni: Vorträgen über die reichere musikatische Gestalttmg des Gottesdienstes emgeleitet werden. Mcster diesem wird sie aus eurem Chor- ko.izert mit geistliche:: und weltlichen Chören nnd Jnsnr:numtal- sätzen aus der Zeit Luthers, einem Festgottesdienst in mnskkali- sck-er Ausgestalftmg nnd einem Kircheitt'onzert mit Bach'scheu taten Mf Luthcatexte n. a. bestehe::. Den Chor stellt der Leipziger Tbomaumcke^r. das Orchester die Wnigliche llMelle in Dresdn^ Die mustKalilche Leitung liegt in ben Händen von Herrn Pvoftffor Karl Straube, dein Organisten zu St. Tl^nnae in Leipzig, nekvn dem noch andere bewährte Mämrer der großen B-utzgemeiude amd künstlerische Kräfte geNwmren wurden Ausführliche Pw>grawme über diese Bachfeier sind von der Gefckiäftsslelle der ?teuen B.nch. gesellschaft (Leipzig, Mrrnberger Straße 36), Eintritts fasten in Hvgo Brunners Hofbnehhandlung in Eisenach zu haben.
" Heinrich Bienstock^s Sinfonie (H-Möll) op. 13 nird beim.Ersten Mlodernen Musikfest zu Dresden (24.—29. Oktober^ urausgefüort. Ter Komponist, der durch seine m Karlsruhe :Md, Stuttgart unter Sclsillings gegebenen Oper:: „Zuleiiua" ivch „Sandro der b-arr" durchaus kein lttcku'kannter n:ehr ist, >oird zur persöulichen Leitung seiner UraufführiMg aus den: Felde lwrr-q laubt wei-den.


