Ausgabe 
22.9.1917 Zweites Blatt
Seite
3
 
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Wmtcrkartoffcl-Bersorguug.

Für iDii Verso rMirg der Einwohner der Stadt Greven

WinterLactofseln wird folgendes bestimmt:

I. Allgemeine Bestimmungen ^ I.

j> M<ti*tonetit für den Winterdedarf können entweder unmittelbar Erzeuger mif Grund eine:. Mar­

ios i e l ^ Be -in gs scheines oder ton ei n er St ädti- sttx'n ttartoffckl- Verbau f s stet l e auf Grund eines Winter- Karto ffel-Be ftellauS wei seS bezogen werden.

Ts ist niM zulässig, mif Grund eines ioartoffel-Be^ HngsschcineS Mrtoffeln von einer Stadt. Verkaufsstelle, pdcr mrf Grund eines Kartvffel-Besteltausnxnses Kar­toffeln von ernwn Landloirt zu beziehen.

8 2 .

Jedem Becbr<ulck>rr steht die Wahl, ob er seinen Be- darf von einen! Landnnrt oder einer Stadt. Verkaufs-, fveüe beziehen lmll, frei.

Es ist gestattet, die zustehende Kartoffelmenge jum Aeil von einem Landwirt und zum Teil von erner Karwffel-VerkaufSstelle zu beziel>en.

8 3.

Die .Portofsel-Bezargsi<beine und die Bestell-AuSweise berochtig-en zmn Bezug von 3,10 Zentner für die Weesen imd die Zeit vom 5. November 1917 bis 8. August 1918.

Für die Zeit bis z^mr 4. Navember 1917 sind die Uarwifeln ausschließlich Auf Grund von Wochen-Kar- toffclnurrken von eitler ^>tädt. Kartoffel-Ver­kaufs stelle m bezreheu.

§ 4.

Der Bevechprung deS Bedarfs ist entsprechend den yeltendei' reich^gesetzlickMt Bestimmungen der Sah von ein Pfund für den Kops und Tag zugrunde gelegt; wein darf daher täglich nicht verbraucht werden. Jeder­mann ich dafür veomrtwvrtlich, daß er mit den ihm über- meseneir gwrtofseln wahrend der vorgeschriebenen Zeit «uSkomnrt.

§5.

' Personen, die mit der ihnen bestimmüngsgemäst zu- stcheicken Menge an Kartoffeln beliefert sind, können. Iveun sie mii der ihnen übenviesenen Menge nicht ous- fmnnren. unter keinen Umständen auf eine nachträgliche Vvckrmalige Lieferung von Kartoffeln rechten; sie haben Unweigerlich die Einweisung in die Volksküche zu jgrtvärtigen **

5 6 .

Die Bersorgung der Kliniken, Anstalten, Vereins- la^lvettr und Gastvirte bleibt besonderer Regelung Vor­behalten Anträge sind bei den: Städtischn Lebens- N!ittelamt (Zimmer 12) zu stellen.

^ 7.

Dst Zulagen an Sctnperarbeiter iverden nur auf dstund von Wochen- .'lartvffelmarken, die durch den Auf druck! S.A. gekennzeichnet sind, aus gegeben : eine Ein- decknng für längere Zeit ist 'nicht statthaft. Nähere Rege- fcr.T'j bleibt vort>ebalten.

§ 8 .

Der Kriegsfstrsorge angehorige Familien, die ihre Kartoffeln durch Vermittlung der StÄtt. Kriegsfürsvrge l^zrelxm tvollen, können nur Wrnterkartoffel-Bestellens weife nelunen.

§ 9 .

^artoffelerzcuger, die mehr als 200 qm Kartoffeln 4.,*4x011 haben, sind verpflichtet, die geerntete Menge airzmnelden. damit sie bei Berechnung des Winter- dtxrrfs in .Anrechnung gebracht werden kann.

~§ 10.

Die Markew^luSyabestellen sind in der Zeit vom 25.29. September 1917 AM! ti^M«»gs 812 Mt täglich geöffnet.

TL KarEvffel-Be^^kys scheine.

§ 11 .

Die Ausstellung per Kartoffel-Bezugsscheine, die nur Äc den Bezug ik»u ^birtoffcln unmittelbar vorn Er p«vger Estkltigteit besitzen, erfolgt auf Grund eines W stellenden schriftlichen Antrags.

Die Vordrucke für den Antrag sind

Montag, den 2 4. September 1917,

-tari den 'VLarken- Ausgabestellen von 812 Uhr vor mittags und von 26 Ugr ^nachmittags mcd die folge,', den kTage während der festgesetzten Geschäfts stunden loben § 10) gegen Vorlage der L eben s mittel - AuS w-ei s ka rt e in kn'pan g zu nehmen.

8 12 .

Arttrae sing anzugebmr:

1. Name und WrennNg des HaushalttmgsVorstandes,

2. Anzahl der Paus ha ltrmtzsmitglieder,

3 Name und Wo hnv rtdes Landwirtes, mit dcm die Lieferung l-ereinbart ist,

Abei Anbau von mehr als 200qm Kartoffeln: die Anbaufläche und die voran sstästliehe Ernte.

8 13.

Der Antrag ist nach orduungsnlästiger Ausfüllung lmü> Mit der Unterschrift des Antragstellers versehen, dem Wezirk zürnckzugeben, damit nach Prüfung der Angaben die Ausstellung des Bezugsscheines erfolgen kann.

§ 14.

DcrTagder Ausgabe der Bezugsscheine Irtrb beso nders bekannt gegeben.

8 16.

Für die Arlsstellnng eines Bezugsscheins ist eine Gebühr von 20 P fg. zu entrichten.

Bei V.wlust deS Bezugsscheines wirb Ersatz nicht heleistet.

8 16.

Der Bezugsschein ist nickst übertragbar: seürc Ottiltig- feit erlischt am 15. Oktober 1917.

8 17.

Bei Empfang der .Kartoffeln ist der Bezugsschein dem Erzeuger nach erfolgter Ausfüllung ber vorgedruckten. Empfangsbescheinigung ausznhändigen.

8 18.

Der - Erzmgl'r-lHöchsttweis für Winter-Speiiekartof- seln beträgt.6 Mark für den Zentner. Bei Lieferung ge- facktw: Kartsfieln ftei (Heller des Bestellers kann ein Zuschlag von höchstens 80 Mennig für den Zentner fefvrder! werden: erfolgt die Lieferimg innerhalb des ßWvhnoru^ des Erzeugers oder an einen Ort im Umkreis ivan nicht mehr als 3 km r so darf höckistens ein Zuschlag Von 40 Pfennig für den Zentner in Ansatz ge brockst hoerixui.

t - III. Kartoffel-Be stellausn/eise.

8 19.

Di - ^dactofsel BcstellauSweise, die mir für den Bezug %on Kartoffeln von einer Städtischen Verkaufs- stelle Gültigkeit l-abcn, werden

Montag, den 24. S'eptember 1917, fernittags von 812 und nachmittags von 26 Uhr, sowie eu den solwurden Tagen während der festgesetzten l>fesch^itsstlmd''n (oben 8 10) auf den Marken-Ausgabe Kellen gegen Vorlage der Leben^inittelausweiskarte aus- Vvgel>! .c versorgungsberechttgt-e Person erhält einer

' Desp'lttAusnKns.

$ 20 .

Der Bestell-Ausweis ist nach Eintragung des d^amens Ufe der Wol>nung des Bersorgungsbercchitigten einer fer nächstelxmd verzeichneten Kartoffel Verkansssteller fevvckegcn.

Die BertMifsstellc zeulpret ihre Fcrma ein rmd trennt KiN KontrollabickMitt ab, während sie den BestellauswciS dem Besteller als Ausweis über die erfolgte Bestellung

SA.

Die Kontrollabschnitte sind von den Berkauf-sstellen zu sanrmeln und zu je 100 Stück gebündelt dem Städti­schen Lebensmittelanit unter Beifügung einer Beschöni­gung über die Anzahl der abgelieferten Abschiritte ei.nzu- reichen: sie dienen nach erfolgter PrüNmg als Grundlage für die Zutrilnng an Kwrtvsseln

,Bei Vornahme der Belieferimg der Besteller sind die Bestellailsiveise durch die Verkaufsstellen einzuziehen unb dem Städtischen Lebens mitte lanil zur Nachprüfung cinzu- rechen. Die Bestellung von Winterkartoffeln kann bei folgenden Verlaufs stelle erfolgen:

1. Honcbel, Neuen Bäue 7.

2. Konsumverein Gietzen und Umgegend

a) Filiale Asterweg 6,

b) 0teuen Baue II,

6) Blechstraße 16a,

6) ,, Sckxmzenstvaßc 16,

3. Löbsack, Hinter der West-Auto > \

4. Rumpf, Zozelsgasse 9.

5. Sck),ade & Füll grabe

a) Filiale Bahn Hofstraße 26,

b) Ludwigstvaße 20,

6. Tvochsler, Steinstraße 48.

8 23.

Die Bestell-Ausweise sind ncht übertragbar: ihre Gültigkeit erlischt am 5.November 1917.

8 24.

Bei Entnahlne von 1 Zentner Speise Kartoffeln oder mehr sind 7,25 Mark für den Zentner frei Keller des Verbrauchers zr! zahlen.

Bei Mengen mrter einem Zentner betragt der Preis 8 Pfennig für das Pfund.

IV. Schlußbestimmungest.

8 25.

Vorstehende Beslinimungen treten sofort in Kraft.

Gießen, den 21. September 1917.

Der Oberbürgermeister (Lebensmittelanrt).

3lnsgabe von Pe rolenminarken.

Die Ausgabe der Petroleummarken für Scpteniber u.

Oktober für die Hanohaltungen und Einzelpcvwucn erfolgt:

für den I. u. II. Bezirk Montag den 24. September für den III. u. IV. Bezirk Diencktag den 25. September Nlcr bis 4 Ulrr nocymittags

für den. V. u. VI. Bezirk Mittwoch den 26. September für öfctrVII. u. VIII. Bezirk Donnerstag den 27. Sentbr. für den IX. u. X. Bezirk J-reitag der 28. September für den XI. u. XII. Bezirk Samstag den 29. September auf dem Stadthaus, Garlenstraße 2, 0,immer Nr. 2. Gienen, den 21. September 1917. 7066B

Der Oberbürgermeister: Keller.

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Gießen, den 21. September 1917.

Betrifft: Die Abgabe von Fichtcndeckreisern.

Bon deu in diesem Jahr der Stadt zur Verfügung stehenden Fichtendeckreisern können eine beschränkte Anzahl Wellen an Private abgegeben iverden. Wer solche zu beziehen tvünscht, »volle dies alsbald, fpäteüenS aber bis zum 1. Oktober ds. IS? auf dein Stadthaus, Garten- straße 2, Zimmer Nr. 15, anzeigen. Der Preis für die Welle beträgt 30 Pf. und ist bei der Bestellung zu ent­richten. Schriftlichen Bestellungen ist der Berrag beizu- fügen. Eine Erhebung des Betrags kann nicht stattfinden. Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Weniger als 5 Wellen werden nicht abgegeben, auch kann eine Gewähr für die Lieferung von mehr als 50 Wellen nicht über' uommen iverden.

Giehew den 23. August 1917. 63126

Der Oberbürgermeister: Keller.

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