Ausgabe 
27.9.1917 Erstes Blatt
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Der finnische Landtag.

Petersfrurg, 26. Sept. (WTB.) Meldung der Pe- t«sb<urger Delegraphon-Ageutiir. Dvotz des Erlasses der einstweiligen Regierung vom 31. Juli, betr. die Auflösung des finnischen Landtags, hat der Landtagspräsident den Landtag auf den 28. September einbe rufen init der Be­kundung, daß ^mehrere wichtige Gesetzentwürfe über UnanZf-, Wtrtfchafts- und Arbeiterfragen verabschiedet wer­den müchten.

dEtEr-sburg, 26. Sept. (P. T.-A.) Ter Hauptausschuß der Ipd-raldeNrokratische^ Partei Finlands erklärt ir| cokui an die russische Sozialistenpartei veröffentlichten Appell, daß der gegenwärtige Landtag nach den. Wahlen seine gesamte Ge­walt aut den neuen Landtag übertragen werde. Bis dahin sehe sich aber der gegenwärtige Landtag gezwungen, seine Sitzungen zur Lösung dringender Fragen wieder anszunehmen.

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Russische Prcsseftimmen zur dcrrtscherr Rote.

Petersburg, 26. Sept. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Agentur. Die Zeitungen besprechen die Ant- vwrr T euch ckchands auf die Poplttrote ziemlich aussührlich.

Wremja" schreibt: Die Antirwrt unserer Femde läßt sich auf eine sehr einfache Fornrel Mrückführen, näm­lich:Ueberlaßt Uns das, was wir erobert haben, darm können wir uns freundsckiaftlich verständigen." Es ist unmöglich, diese Antwort vhire ein Gefühl von Bitterkeit zu lesen, denn sie ist die unzweifett hatte Folge der russischen Revolution. Zu Beginn dieses Jahres hätte Deutschland in Zugeständnisse gervilligt, die es jetzt nrit' Stillschroeigen übergeht.

. . DichBörsenzei 1 u n g" sagt: Die einzige Älnttoort, die dre Alliierten auf die Note Deutschlands erteilen können, ist die ^ort, etzung des Krieges bis zu dem Augenblicks wo Tnltschland wcchthaft annehmbare Friedensbedingrlngen ausgestellt haben wird. Wie seine Verlnrndcten, will Rußland einen günstigen Misgang des .Krieges. Es muß folglich, um ihn zu erreichen, alle ferne Anstrengungen davauf richten, die Kampffähigkeit seiner Leere Air verstärken.

,,Rj etsch" erklärt, die deutsche Antwort sei eine schmerzliche EnttLr,chmrg für diejeirrgen, die gehofft haben, durch dieses Sck-rift- stuck derr Frieden iMunkommen zu sehen. Wenn die heldenhaften Anstreiraungen der Verbündeten Rußlarids ungenügend waren, um Deutschland zu einem ehrlichen Frieden zu veranlassen, so werde das iciirmtii des Internationalismus, in dem ganz Rußland seit wchs Monaten Ich avniühte, nur dazu bertragen, Deutschlands Hartnackigkett und sein Vertrauen auf den schließlichen Triumph zu verstärken.

Das Blatt der Sozialrevolutionäre will in der Tlnt- wort Deutschlands einige neue versöhnliche Punkte sehen, so, wenn auch noch verhüllt, das Zugeständnis, daß der Sieg nicht gänzlich aut der ^>eite der Mittelmächte sei.

_ "J?" 5 .' a T 0 b a", das Organ der Volkssozialisten, schreibt:

-Ule Antwort Deutschlands muß das russische Volk veranlassen, lerne Anstrengungen zu verzehnfachen, um seine Leere neu zu be­leben und neu zu orzairischeren, denn Frcurkreich und England, die niemals in einen, Frieden einstelligen werden, der Tentichland starken könnte, werden Seite an Seite mtt Rußland kämpfen.

Der Kaiser im Offen.

Berlin, 26. Sept. (WTB. Amtlich.) Se. Maj. der Kaiser besuchte am 25. September, am ersten Jahrestag der Kämpfe bei Herrmannstadt, die dortigen Schlachtfelder. Er hörte zunächst, begleitet von dem Heeresgruppenführer Erzherzog Joseph, einen Vortrag über den Verlaus der Schlacht und fuhr dann aus die Paßhöhe des Rothen Turm Passes, wo die Vernichtung der ersten rumänischen Armee I durch die Umgehung des Alpenkorps vollendet worden war. | Ettvcr Pascha bei Hindenbrrrg

B e r l i n, 26. Sept. (WTB. Anttlich.) E n v e r Pascha traf großem militärischst Gefolge am so,'u n,tt t>.-rn

Balkanzug in ^a^^^^eu ein 'und setzte nach

Die französische Presse und die FricdenSsrage.

t Bern, 26. Sept. Die Friedensfrage wird von der n ivzo.ischen Prepe loeiter besprochen. So -erklärt Liberi 6 an- 1a,stich der Entschließung der nalnmalliberalen Partei, ein Friede A'-ne Annexionen sei^eutschland vor der Errmalne von Riga und ^auststadt annehmbar mdlimm ; jetzt hätten sich die deutschen Beorderungen verschärft. Demps erklärt, Deutschland wolle letzt Litauen autonom erklären, um Polen in Schach zu halten.

rvolle es glauben mack-en, daß das Interesse der eroberten wolwr darrn bestehe, sich mit Deutschland ins Einvernehmen zu Dieses Manöver dürfe man nicht mifteiwillig begünstigen Dchiycbland wolle ferne Herrschaft im Osten errichten, um sich dann mit größeren Forderungen als je nach Westen zu wenden.

Aus der französischen Kammer.

Pq.ris, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Bei den Erörte­rungen m der lKamwer brachte B r issvn unter allgemeiner Bo- ^lstmg einen Zusatzantrag ein, nach dem ein Kredit von ^0000 Franken eröffnet werden soll, um eilte geheime Volksabstimmung über die Frage: Frieden oder Krieg? vornehmen zu lassen Tie Kammer zeigte sich dem An­trag gegenüber am-nordenttich feindlich, so daß Brisson infolge des, großen Lärms von Tesck-anel mehrmals zur Ordnung gerufen wurde und tz einen Antrag iricht ausführlich erklären konnte und die Rednertribüne verlassen mußte. Nach der Annahme einiger wei- lerer Artikel vertagte sich die Kammer ans heute.

(WTB. Nichttnntlich.) Meldung der Agence Davvs Die Kammer hat nnt 480 qmm 4 Stimmen die Bor- ?5F vorläufigen Haushallszwölflel für das letzte Biertel-

tahr 191c rn ihrer Gesamtheit migerwurmen.

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Ein neues amerikanisches Gesetz.

Washington, 26. Sept. (WTB.) Reutennwldttuq.

Ge fetz über den Handel mit dem Feinde, das gestern dem Senat uno heute vom RapräseutaMuhaus' angenommen wurde, ist an den Präsidenten zur Uirterz-stch^ nnng gegangen. Das Gesetz gestattet den feindliches! Ver- ttcherungsgesellschasten, ihre Geschäfte mit amtlicher Be- willigiing fortzusetzen, ebenso feindliche Patente zu ver­arbeiten. Das Gesetz ermächtigt den Präsidenten, Verbin- dungen jeder Art mit dem Auslande unter Zensur m fterLert. Der Generalpostmeister wird ermächtigt) die Be­nutzung der Pojt für alle ^gegen das Spion-ag ege setz ver- ftoftenden^ Berofsentlichnngen zu verbieten. Die "letztere Ber- fügung ist hauptsächliche gegen die d e n t s ch- a m e r i k a - Nische Presse gerichtet.

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Deutschland und Argentinien.

Basel, 26. Sept. Havas nreldet mrs Bireirvs Aires dre argenllliisclje Kammer habe sich mit 53 gegen 18 estimuien für den Brnch mit Deiitschlattd ausgesprochen.

Die deutschen Universitären gegen Wilson.

^ ? VA * n ' ^cpt. Tie Rektoren der deu tschen Uni- ^Ersrtalen haben auf Anreginig der Berliner Universität fol­gende Kundgebung erlagen: > '

Kommilitonen ! Die tzoernte Kraft des deutschen Volkes hat allen Gtuimm der vergmrgenen .Kriegs; ahre siegreiche Trotz geboten WlU. die Gavrttt der Waffen nich>t erzwang, soll jetzt die List er­reichen. De r F^md verni cht, die Farkel der Znftetracht zwischen Friedensbcitrebmlgen hat der ameriLriüiche^ Prchft dent dmntt bMtwortet, unserer Regierung das Vertraue zu öct* tvmgern rmdVolk gegen Regiermrq auszuspielen. Zusanrmen mit den entrüsten Stimmen mis allen Gauen unseres Vaterlande-' erhek^n auch die deutich.m stlniversitäten Einspruch ge^^ unerhörte Anmaßung jener Botscknist. Der Anschlag gterung und Volk zu trenn.en und dadurch uns-ei-e Macht zu b^Üen, wird niemals, gelingen! Wir fordern alle, die ^die lEgm

burch'äwiNen und dort mit den Wissen^ schäften die Idaale des Lebens in sich crufgenoimnen Habeii, wir for­dern die jungen Und dre alten Konrnrilftiorien ans, imsre Treue miss ^ Kaisler intb iReiüi,. die lrnndertiährigcl

^^N^umews ^ltes, die Erfüllung seines Strebens naä»

^ttmg unter den Nationen, überall Sdmhe chr GaiMs ernzuf^tzen. Wofür Tausende unsrer Jwvjen begerwert und rreudstr in dm. Tod gi^vrngen sind, Kaiser und Hnjroiun« «ö w* unzertrennlich. Sie sind die Größe, die Bürgen eines fieMeichen Friei^ns. ^beirre Nuacht der Welt soll sie uns nehmen!

Große Lnuptguartier ftrt. Am Dienstag fanden Bestwe- chimgen mit Generälseldmarschcül von Lindenburg und Gene- ral der Jnfairterie Ludendorff statt, bei derren militärische und militär-politisehe Fragen erörtert wurden. Am Abelid trat Eiowr Pascha die Rückreise nach Konstantftropel an. Generalfeldmarfchn!l von Lindenburq hatte sich dazu aus deni Bahnlw! ein gefunden und verabschiedete sich von Enver Pascha in überaus herzlicher Weise.

Seekrieg.

Nene N-Boot-Erfolge.

Berlin, 26. Sept. (Amtlich.) Durch unsere U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wiederum 26 000 Br.-R.-T. versenkt. Unter den versenkten Schisse« be­fanden sich der bewaffnete englische Dampfer Rollesby (3955 Tonnen) sowie zwei unbekcrnnte, bewaffnete englische Damp­fer, einer davon, etwa 10000 Tonnen groß, vom Aussehen m ^ rcri ' des Winifredian.

Der Chef des Admiralstabes der Marme.

Ein Kenergesecht unserer Torpedoboote an der flandrischen Küste.

Berlin, 26. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 24.Sep­tember, abenZs, hstten imsere Torpedoboote an der flandrischen Küste ein F? 1 ^'iefecht mit feind Lichen Zerstörern und KLrg^uge«. In; Verlauft des Ge­fechts wurde e i n f c i n d L i ch c S F l n g z e u g a b g e s ch o s - sen und die Besatzung, .zwei englische Offiziere, gefangen genommen. Unsere Torpedoboote hstten keine Verluste.

Der Chef des Admiralftavs der Marine.

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teuigteu ,rch auch Berrreter der mrticmaMdevalen ParLei. lÄS h«»

beite sich cm wewuttichenj um die Nachtragskrcbitbewilligiurig, rnK. besoiidtne um de:'. Etat für die Stelle Vizekanzlers, die zzrv Zuir \:,\t Dr. Leisf-erichi besetzt ist. Zenftiml und ^ziald«nokastiv ' - keu gegen die Bewilligung der Position, die in. bura, me Be'ürnvrtung der Fortschrittler uno der?ttrtwnab- . lil'eral-en beseitigt irorden sein dürften. Die gefaßten Entschließung 3 f j ' 7t [: ' V-'rrteif^ werden den heutigen Besprechungen fceä

LM'pta u^ckni sts die entscheidende Richtung geben.

..Ts ist angMckfts dieser Berattrugen -erklärlich, daß wieder I .Kriß'ngerüchte -austauchten, die^ sich mii der Person des ^taatsu | sekvetLrs Dr. Lftfferichi beschäftigen. Das spricht, meint derBerl.

dafür, daß in der Mitte der Volksvertretung nach uen^Ereignissen im Juli nach immer gewisse erregte Siimnumgcp zurückgeblieben sind, die sich, in Dateil umtzufetzen trachten.

hm Reicht.

C N7 VsrßlssungsLnd<rung in Sachsen.

Dresden, 27. Sept. Der sächsische Verfasswngsau.s^ schuß lehnte gestern mit 9 gegen 7 Stimnren die Ein­führung de s parlamentarischen Systems in Sachsen ab, die die Sozialdemokraten in der Form be­antragt hatten, daß dein § 42 der Verfassnngsurkunde ein Zusatz hin,zugefügt werden sollte, wonach vor der Entlassung bf.w. vor der Berufung von Sta-atsministern dos Präsidium! der Zweiten Kammer gehört werden sollte, dem auch das Bn-ft.ch'Ustehen sollte, Vorschläge für die Neubcsfturng von Mirnzttrstelien. zu machen. Dagegen wurde ein fortschritb

namp

jährig

Mit rag ^n eine

angenommen,

einjährige

Mi Stelle der jetzigen zwei, Landtags tu gung ernzu,

Arrs

Der Fli^gerangnjff auf London.

London, 26. Sept. Rertter meldet amtlich: Geschütz- feuer zwang die erste Grup'pe der angre-lsrnden Flug­zeuge, die sich gesterrr abend 3 o nd o n näherten, zur Um­kehr. Nur zwei Flugzeuge drangen durch die Abwehrlinie. Diese warseil am SüdostvLlide von London eine Anzahl Bomben ab, die einige Wohlchänser beschädigten, sechs Per­sonen töteten und ebensoviele verletzten. Eine zw-eite Gruppe angreifender Flugzeuge wurde, ohne Londou zu erreichen, vertrieben.^Sie -warfen Bomben auf Südosten-gLand ab. lieber Unglücks fälle oder schaden liegen noch kettte Nach­richten vor.

Gieß ca, 27. September 1917.

** A m tliche P e r f p n a t n a d> r i ch t e n. Der Grvßherzvg ott),-na zum Vortrag: den Staalsnünister Dr. v. Ewald, den r l>gn-. des J-mern Dr. v. Lomber gk zu Bach, den Vor- w.i.d bcs .'s.obinetts Wirkt. Geheimrat Römheld. Simon d i m m e r ma n7i zu TbariznSr&nt mürbe vom Eirvßherzoa das Ehre--7.eichen ^ N'ft Mitglieder ft-eiwilliger Feuenvehren verliet>en. Peter Fosepl) I 11 n g aus Kempwm wurde vom 24. September : zum Schreibgehilfen bei dem Fimuczautt Bingen ernaimt. Dre Ausgabe der Brot-, Fleisch-, Wurst-, Kartoffel-, Zucker^^!tl - Freitag «und Samstag,

Anzeige.

'** Petroleum- Be rteilnng. Bon der Petroleum- Berteilu-igsstelle erfahren wir, daß die der Stadt in diesem

d. I. an

und Näp r mi Ltel ka r te n erfolgt den 28. und 29. d. M. Näheres siche

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?äb. deutscher Aeichstsg.

118. Sitzung. ÄäittwWck!. derc 26. September 1917, nachm. 3 llht.

Am BWndesrarstisch,: Gras gwederr. Wallraff, 'Dr. Sols, Dr. Sck>wcmder, RÄdlin. v. Krause, Schiffer, von Wialdvw Mller Präsident Dr. Kaempf gedachide zimächst des Todes des Mme- Vvdn>eten Basse r mau-S., der, an den Arbeiten des Reichstages stets hervorragew)en Lfttteil genommen lr-cebe.

. Der Reichstag gegen Wilson,

wer Präsident fährt dmm fort: Sckwn einmal, am 2. Mai dieses ^a^es, habe er Anmaßungen zurückgewies-en, die der Präsi­dent der Verermgteu Staaten vvn Amerika sich in einer Botschaft lTn den .Wng-re^ r^rausg'enonrmiM!ha-.«e. in der er eine Bu-l-eNuu ü

L-'pi'schen Kaiser iunw Volk Versuchs^..

Riesin Versuch hat Präsident

Wckson wi-ciderhvlt in seiner Auttr-mt -aus die Friedensnote . ...

Papstes. Mit gleicher Elttschiedeuhftt wie damals tveise ich dieses Begumen Zurück. Ange-esickfts des gesunden Sinnes des beritsSen Volkes wird er auf Granit beißen. (Allsfttige Zuftirmmmg.) Unser Ka-lser und ferne Regierrmg haben trotz aller .Lerausford-mungi 43 ^lahve lang der Welt den Frieden -erhrlten. RuWcrnd bat in verbrecherischer Weist den Weltkampf enüstsstlt. Kann sich der>

Mann der Menschlichkeit rühmen, der durch die ungehenerliche-t Munitionslieseru'ngen rmd durch, seine umreutrale Laltting vor der Kriegserklärung an Deutschland den Krieg verlängert hat? Als Beschützer im kleinen Staaten" hat Präsidmt Wilson kein Woift gesunden, -als das kleine Griechenland verge'-nalttgt wurde. (Sehr grrt!) Wir sprocktm im Namiü 1 des ganzen Volkes, wem: wir üus? eine derartige Emmischung und schwere Beleidigung verbitten, und urelder diesen Vechetzungsversmkn auf das schärfste Mrückwnstn. Stürnri- scher Beifall.) DcLitschl-and ist Miamrs genug: seine Angelegenheiten selbst zu ordnen, unsere Helden kämpfen für die heiligsten Güter Unseres Volkes. (Beifall.) In die Oberste Heeresleitung setzen Leer und Bolk^ unersckchtterliches und festes Vertrauen. (Stürmischre Beifall.) IN diesem Vertrauen werden wir für Kaiser und Reich, im Kampfe ansbalten bis zum glücklichen Ende. (Stürmischer an­haltender Beifall.)

Einige Rechmmgssachen werden erledigt. Zn der Abrechnung über die .Kosten des Aufstandes in Süd-West-Afrika, die 360 Mil- llonen betrEgan haben, nun st Abg. Noske (Soz.) darmif bin, dag damals l>ei den Kftiegsli-ffernngen sich große Mißstände ergeben! hartem Auch letzt liegt das Licfernngswesen im Argen

Ministerialdirektor^L e wa l d erklärt, d^ die Negierung diesen Fragen volle AusnierksLmkeit schenke.

Es svtgen die Forderungen für die neuen Reichs ämter besorchers für einen Stellvertreter des Reichskanzlers und für den Staatssekretär des Rftchswirtschaftsamtes

Schatzsekretär Graf Rvedern begründet die Notwendigkftt einen besonderen Stellvertreter für den Reichskanzler zu bestimme'./ verweist dann -auf die Teilung des Reickisaints des Innern und empfiehlt die neue Kriegsanleihe. Damit schließt die Anssvrackx Die Vorlagen gehen an den Lauptausschnß. »

^ ^ Präsident schlägt vor, die nächste SitzEg am Mittwoch

dem 3. Oktober,-rnrchmfttags 3 Uhr, abz-nhalten, mit der Tages- ordinmg: Zweite Beratung des Gesetzes über die deutsche Landels- flotte.

Wg. Lede bonr (U. S.) widerspricht und beantragt, morgen eine Sitzung abznbalten und <nn die Tagesordnung den Bericht Inder dw schntzhast zu setzen. Arbeitsstoff liegt bergelwch m* flJ . Abg- Scheide mann (Soz.): Wir habM rms aus sach- ftchm Oaünden im Aeltestenausschuß überzeiigt, daß es bessek ist letzt zunächst die Berattmgen des Lauptmrsschussts fortztiselben' und halren lxmte wichtige Verhandlungen mit behörblich-n Ver­tretern veoebredet.

Ter Antrag Ledeboktr wird abgelebnt.

Ter. Präsident erbittet und erhält die Ermächtigung, dem Gemwalwldmarschall v. Hrndenburg zu seinem 70. .Geburts­tag die Glückwünsche des Reichstags ausMsprechen

Nächste Sitzung Mittwoch den 3. Ollober Schluß 5 11 iu­ra Derlrn 26 Sept. Nach dem B. T. erwartet man dic Rede des Reichskanzlers un Plenum des Neichstag-s m der Sitzung am 4. Oktober. ^

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Jntersrnttuinell«' Besprechrmg im Reichstag.

Berlin, 27. Sept. Nack) Bsenbigung der gestrigen Mitttvocki PLenar^mnmlung ^des Reichstages fand -die erste der sogenamrte!i intersvaklroneNen Beiprecchingen int MtchMag statt. An ihr he­

tz r z ir BerfücpMI st-ehend-e Petro-lennrmenge uni 60 Proz. -onüber dem Vorjahre zn-rückbleibt. Es ist daher dringend noüvendig, daß jeder Vezugsberechtigde seine Petrolemw- - -ft )'.-tz erlp..ftch ei.ischrünli und die größte Sparsam­keit üb t. Bezugs berechtigte, die mit weniger Petroleum, als ihnen zu-geteill. aus kommen können, werben ersucht, itbrig-e Marken au die obenbezeichnete Stelle zurückzn- geben, damit rs möiftich ist, in den dringendsten Fällen, wre .'Faulheit usw. genügend Petroleum znteilen zu können. Die Petr-oleuinmarkeu sind übrigeAs nicht übertragbar unb ,'^schräua r unter Strafe gestellt. Das jetzt znr Verteilung knumenbc Petroleurn ist für die Monate September und Ott-vbier bestimmt. Die nächste Zuteilung für November mwd, der StaL>t nicht mehr Petvotenm überwiesen

lvärd, ganz bedeutend gerftrger sein. Haushaldnngen, weiche Petroleum nur für Treppen- und Kellerbeleuchbimg be- nötigen, werden auf eine weitere Petroleun 1 zuroeisung mögllcherweife nicht mehr zu rechnen haben und mir einem halben Liter den Winter über ausbonmien müssen. Petro- lenm für geschäftliche Zlvecke ist im Laufe der nächsten Taue bei einer noch näher zu bestinrnlenden Stelle anzu- meibeu. Eine dementsprechende Bekanntmachung erfolgt

H n.,g l ü cks fall. Am Dienstag vormittag ereignete sich ld der Nähe des Walltors ein schwerer Unglücks fall. Ern ftvc'p-tzriges Mädchen llef seitwärts in einen in voller 0 acht ^besindlichen Wagen der Straßenbahn und geriet unter die Räder, die beide Beine durchschnitten. Infolge des starken Blutverlustes starb das Kitid kurze Zeit nach dem Unglück.

" ' S tu r z- aus dem F e n ft e r'. In der Schottftraße stürzte gei.ft" vormittag em 18jäbriges Mädct-en aus dem Feustcr des . chft ws. .s ^md trug schwere innere Verletzungen vavon. dir seine Verbringung m die Klinik erforderlich machterc.

** Von der Feuerwehr. Am Dienstag abend 11 Uhr 6 Min., wurde die Feuerwache durch den Feu<w» Ecke Mol tkestr a ßs-Kaiser- Allee alarmierst. Im Hutterhause der Krämerscheu Wirtschaft in der Kaiser-Allce toar ein Ilem.es Schadanfetrer^ nusgebrochen, das bis zum Eurtregeu der Feuerwehr bereits von einigen jungen Leuten und einent Soldaten gelöscht war. Die Feuerwehr nahm einige 2lu.fr äuurmrgsarbeiten vor und rückte wieder ab. Sehr vernünftig hatte eine-r der jungen Leute gehandelt, der, ohne sich lange um die Löscharbeiten zu 'kümmern, )o,ort zürn Fe'uerr-relder eilte und so die Feuerwehr aufs mnellste benachrichtigte, so daß beim Nichttgelingen der Loschversuche-sofort sachkundige Hilfe zur Stelle gerves-cn wäre. Bemerkt sei noch, daß zunr raschen Aus finden der -o-eueemeider gedruckte Hnrwerse für jedes Halls aus dem Stadtbanuu'.t, Asterweg 9, unentgeltlich abgea-ebeu werden.

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r-, A «e schlag nah me -uird Bcstandserhcbu n q van S t acheld r a bt und S ta-che ld r a ht 1 « a s chi ne n Am "7 L.ip:emo>r 19 ! 7 üt eine Bekarnttmachung E. 1916/7 17 K R A' bei wmnw Bescl-lagnälMe von SttxhMwaht rmd Bestands'erhebung vor Echttulttdrapt und ^tacheldvahttnaickünen, in Kraft getreten Bon meier Bekamttmach.org roerden betraf sen sowohl alle Mengen an Stachesdvcchl mit Wrsnähme derjenigeu. die bei ein und dem- wlöen Emerrtümer -oder Gewähffamhalter am 27. September 1917 m-ckst mehr üs 60 Kilogramm betragen, als auch alle Stacheld-ralw' mau.anm. Der von der Bekaimtnmchung betrossr-uc SwNftLraA mier Bel-chlagnahm-e untemwrsvn, und zwar mit der Man- aach daß. ,- 0 ie ^raußerimg nur an das Königliche Jllgmieuv- toin-i oe, ^ .^er-Beschaffungsamt, m Berlin, Kursürst^nstrast»' 1^4

o ^r nnt depen bchouderer Einwilligung zulässig ist. (Dagegeii witerlieMi am-rr dem Slack>ckdvaA auch die Stacheldrahtmaschind ® Die Mck-vung des .am 27. September 1917

^kochst.l? luviuitixmen Bestandes hat bis zum 15. Oktober 1917 & a CTOfien. 'Besondere Mchdeschmne werdeii nicht ausoegeben Mit der Nceieuug kmm cm Angebot zum Berkmis der Bestände verlmn- pr.l n-evtzem Der -Wortlaut der Bekairnttnachuug ist in der heutioen dttrnimar unteres Blattes ernznsehen. '

Kraisblatt 3it. 165 mchält ÜJcrarimmgn, it&er: llcj-erl iaaama Dort Zahurngsmrtteln, Ausgabe kostenfreier Zins- schainoowp'/. -stmidgang der FeldgeschwovMen, Höchstpreise für Ge- o,.^'^malige KriecMeilnehmer. Erittevvrschätzuug, Stroh liefe rung, Ausickchuß ittlMverlässiger Personen' vviN

Zkichne Kiifgagnlnßr und svi'gt, dnß dern^ Freunde

das Gleiche tmr.