Die Kämpfe in West und Gst.
Berlin, 22. Aug. < WTB. Im W e ft e n war am 21. August hie Kmnpstätrgtcit an einer großen Anzahl non Ftoittabschnittett außerordentlich rege.
An den Brennpunkten der s 1 andri s che n F tont kam es zu trügen Artttlerietänirstn. Besonders schnür lag das Feuer an der Küste von Bumkartiee bis zur Deute und im Raume von Kprrn. Der Gegner feuerte loir ')<ebelgeschosse Am Morgen scheiterte ein 'starker feindlicher Teilangrin in der- Gegend von Holle bete, der teils in unserem Feuer, teils im Nahkamps abgewiesen wurde. Eine gegen 3 Iüt »«chniittags im gleichen Lllstclmitt vorbrechend' starte lembiicftc Patrouille mürbe ebenfalls zurück geworfelt. Auf weile Entfenmng gesichtete Tanks wurden unter Feuer genommen.
Am Rack mittag wurde die Hafenei ns« b rtvo n £ ft ende ohne jeden Erfolg von einem feindlichen Monitor beschossen, den unser Feuer rasch vertrieb.
An der Arrasiront kam es am Morgen de- 21. August westlich der Kolonie St. Auguste bis zur Strafte Lieviu -Lens zu außerordentlich erbitterten Känipsen mit den vom Gegner vvrge- Morsenen frischen Kräften. Uni 11 Uhr vormittags erneuerten ixe Engländer mit abermals rasch he ran geführten neuen Kräften bei andauernd stärkster Artillerieunterstützung iTrre Angriffe. Rach bin - und hern-ogenden Kämpfen von großer Wildheit wurden dem Gegner seine Anfangserfolge bis aus ein Ml Nordawstran.de von. Lens entstandenes kleines Engländernest wieder entrissen. Tie Engländer setzten ihre fruchtlosen Angriffe bis tief in die Nacht hin'in fort. Das feindliche Feuer flaute nachts ab, um sich von 6 lll-r morgens a't wiederum zu größerer .Heftigkeit zu steigern.
Im Raume von St. -Quentin verliefen verschiedene Kämpfe mit starken feindlichen stoßtruppen und Patrouillen Hu irns erfolgreich. Siarke feindliche Kavallerie aus der Straße Feaucourt—- Bernes würde unter Feuer genommen imd zersprengt.
An der Aisnefronr bei Reims und tu der Champagne war die feindliche Artiller,eräligleit zeckwmsc erheblich geweigert. -Eins feindlicher Fesselballon bei Mourmelvncke-Petit wurde zum Absturz gebvlvtit
Fm Raume von Verdun versuchten die Franzosen unter schonungslosem Ein'atz irischer Divisionen ihre geringen Anfangserfolge vom Vortage auszubauen und zu erweitern. An einer Reife von Brennpunkten warfen sie ihre Sturmtrupv-en von, illiben Morgen bis in die sväte Nach hinein in ungezählten Augrrfsen gegen den Gürtel der wünschen Haudtstellung vor. Verschwindende örtlich ' E,'folge bezallren sie abermals mit schiveren blutigen Opfern. Nach Nu ge l raten Meinungen übettreffen die Verluste der Franzosen in den beiden Kamtüagen an verschiedenen SteKen selbst jene, die sie in der Aisneschlrchr erlltten. Am Vormittag vermochten die Franzosen aus der östlich vom Walde von Avocourt liegenden Höhe und in dein südlichen Teil des zerschossenen ^Dorfes S-rmagncm.' erst Fuß zu iaiseu. nachdem eine seiner Sturm wellen im deutschen Feuer liegen geblieben war. Aut beiden Seiten wurde nttt größter Wildheit gerungen. Am Machmittag schmoll das Harke ununterbrochene feindliche Artillertefeuer erneut zu wilden Feirknstürnren und Feirermkanen an. Die Franzosen spannten alle iTr' Krä'ie an, um 'ti-e Höbe 304^a«s dem deutschen Verteidigungsgürtel heraus- -udrechen. Ben Süd-weftrn, Süden und Osten warfen si' Welle um Welke gegen die Höft- und Welle um Welle wurde zusammen geschossen. Die. Höbe blieb fest in deutscher Hand. Mehrere Versuche rundlicher Srurmtrnrpen. gegen Forges vorzustrften, scheiterten blu tig ini Artilleriefeuer. Oestlich der Maas wurden am Nachmittag alle ivülenden französischen Angriffe gegen unsere Linien von unseren tarieren Verteidigern abgeschlagen. Bei diesen Angriffen blieben ganze französische Skrrnickause:r im Feuer liegen Tie französischen Vertun in dwrem Abschriw sind ganz außervrh.mllich. Auch nächtliche Angriffe der Franzosen rvurdeu in erbitterten Na-h- fcmunra, t-eriiräse schon im Feuer, blutig abgeviesen..
^ An der Oft front* brachen russisckw Angriffe südlich des Trotus-Tales unter schwersten Bertaften für den Feind zusammen. Dasselbe Schicksal erlitten drei starke feindliche Angriffe gegen untere Stellungen auf dem Cos-n-a, nördlich von Grozesei, ebenso vier ) eckige Stürme gegen die Höhe 89o, nordöstlich den Sooesa
Die neue Zchiacht bei Verdun.
Berlin. 22. Äug. WTB. Nichramtl. Die französische Regierung hatte der Kammer das feierliche Versprechen gegeben, sie wolle vor dein Ern greisem Amerikas keine große blutiga Offensive mehr unternehmen. Ob die Kammer bei der Abgabe dieses Versprechens an bw Möglichkeit geglaubt hu. es halten zu Minen, mag dahingestellt bleiben. Wer Frainreicks Geiamtlage ins Auge faßte, mußte ?as endgüllig bezweifeln. und die Ueberzeugnng siegte, daß. die Engländer es Frarttreich nicht gestatten würden, mährend des ganzem Sommers 1917 seinem Volle weitere Bl'it- vpfer zu ersvareu. Wee diese Sachlage vorausfchanend also ick'nr- reilte, hat Recht beb Uten. Frankreichs Armee muß abermals bluten. Noch läßt sich nicht klar übersehen, ob die französische Heeresleitung sich mir der Hoffnung schmeichelte, diese neue ns furchtbaren Oprer würden sich wenigstens strategisch irgendwie aus- werten lauen. idn' ?.b sie den Mut zu ihrem Vorgehen lediglich aus der Hfffnung schür fre, eiu M-L'Ujewopi-er m Menschen und M.ulntwnsej m'ak werde sie ül-licheu rrtli i r'vi Anfangserfolge er- 'ielen. Die Wahl der V?rdnn-Ecke als Ausgan-gSrunr, der neuen Offensive ließ beide Vermutungen zu. Ein Durchbruch an dieser Stelle hätte den Franzosen die Möglichkeit gegeben, die Wieder- gencknnung des Erzbeckens von Briey anzustreben. Aber nach den bisherigen Erfahrungen, welche Frankreich mit seinen epser- ichwersten DurckMrucksversucheil gemacht hat. ist mit der Wahr- icbeinlich'keit zu rechnen, daß die Träume der französuchen .Heerführer ft) weit gar nichtz'eium-U reichen, daß es ihnen vielmehr als ein Ziel aufs innigste zu w-n, ischen erschien, wenn es ihnen gelang, die bei dem derzeitigen deutschen Berreidioungsftzftem wohl einmal von uns in den Kauf genommenen Anfangserfolge zu erzielen. Wenn das ihr Gedanlengang .war, so muß zugegeben werde ul, daß für eine solch-, vorwiegend politisch-strategische Offensive das alte Kampsgelänte van Verdun eine besonders günstige Stelle bot. Tenn hier tagen auf beiden Ma-asuseru, besonders aber an. dem Westufer, die Graben auf kürzeste Entfernung einander gegenüber. Die vordersten deutschen Gräben umschlossen Geländev unkte, die wir im Verlaufe unserer Verdun-Ofstmsive in schwerem Kampfe erstürmt chatten, und die >mrch eben diese Kämpfe innen Weltruf genwnnen hatten, (stelang es, und es war fast mit Gewißheit darauf -u rechnen, daß es gelingen mußte, nn ersten Anlauf eirrige dieser Punkte zurückz ner Uxnni. s> war das ein Ergebnis,Z»aS in Poris ungebuiren Zirbel auslöfen und die tief gesunkene Stimmung d^s ckanck-'i scheu Volles, wie die ang-ekränkeltc. Moral der Armee aufs neue i den würde.
Als reine Prestige-Offensive hat der neue Der dun-Sturm der Franzosen eines seiner Hauptziele ziveffellos erreicht? - der ..Tote Mann", der vor einem Jahr im Munde der ganzen Welt ipar, wurde im ersten Massenfturme uns entrissen.
Auch am dem Oftuser dürfen die Franzosen einen Gelän'>e- gewinn Lucken, den sie freilich vergebens und lvahrheitswidrig als Kamvigewinn kezücknen. Der Ta l o u -R ütf.c n , der Süd- lneftzipsel unserer Stellung aus de,n Oftuser, war bereits seit März dieses^Fahres van uns nur nach mit Poftierungeu von der irugesäbren Starte eines Bataillons auf einer Frontbreite von.
>i Kitmneter befebt. und auch diese Postierung ist in der Nacht vor dem Einsetzen der französischen Angriffe bis oin schwache Nachhuten 'urückge^»gen w'roen. die dann allerdings dem Feinde bei seinem ersten Anlauf leich' in die Hände fallen konnten.
Sieht man von diesem von uns kampflos eingeräumten Bor- rücken ab, ja hat der Feino bisher achioem Oftufer lediglich unsere vorberstcm Limen im Fosses-Walde überflutet und im Don Sin mognieu r [ i* a i das Nordend,' znrückdrücken können. Wesentlicher iü sein (pewinn aus dem Westuser, wo ihm unser ganzes vorder ' Stellungssystem mit dem Torfe Regneville, ä'p Toriftarte von En mieres- und Raben wald, dem „Toten Äi an n" und ein Teil des Waldes von Avo- < o u r t in die Hände gefallen ist.
Englische Berichte
'v,,r 21 'luguv, n -ä .nlttags: Ter Feino^versuchte heute morgen neimai. baj . ür,i ck aan uns östlich von Evehn eroberte Gelände mrüc^uernbern cnnt Truppen wurden, obgleich ffie durch aas AuSgießen brennender Flüsiigleuen unte^tützt fvurden, gänzlich >
zurückgeworsen. Wir behaupteten alle unscere Stellungen. Ein Handstreich gegen die deutschen Gräben, der auf einer breiten Front in der Gegend des Kanals von St. Quentin ösllich von Epehv aus- geführt wurde, brachte uns eine gewisse Anzahl Gefangene ein. Wir verbesserten unsere Stellungen heute nacht nör-dlich der Straße von Bveru nach Menrn leicht.
Abends 8 -llhr^Wir griffen heute morgen die deutsche Grabeu- linie, welche die Stadt Lens im Westen und Nordweften begrenzt, an und benlächtigten uns der feindlichen Stellungen in einer Front von 1300 Meter. Der Kampf war heftig, ec ist noch mcH abgeschlossen. Mittags würbe« zwei energische Gegenangriffe uordivestlich von Lens von unseren Truppen znrückgennesen. Ein dritter Angriffsversuch südlich der rotadt zerschellte in unserem Artillerieseuer. Wir brachten eine Anzahl Gefangene ein. Heute morgen uurde nordöstlich von Messines ein deutscher Handstreich nach lebhaftem Kampf abgeschlagen
Der Flrrgdieuft war gestern hüben und drüben eifrig an der Arbeit. Unsere Piloten führten erfolgreich ihre gewöhnlichen Opern- tieuev aus, obwohl der deutsche Flugdienst große Angriffslust bekundete. Neun deutsche Apparate wurden im Äistkampf abgeschossen, ffeben andere mußten beschädigt landen. Vier dm unsrigen kehrten nicht mehr zurück.
Französische Berichte
vom 21. August, nachmittags 2 Uhr: Aus der Hochebene von Cerny Chemin des Dames^ haben die Deutschen unsere Stellungen an drei^verschiedenen Punkten angegriffen. Unser Feuer hat ihre starken Stnrmwellen gebrochen, die stark mitgenommen wurden und in ihre Ausgangslinien zurückfluten mußten. Andere Augrifts- rerfucke östlich des Denknrals von .Hurtebise und ebenfalls gescheitert. Aus der Front nördlich von Verdun !>al>en die Deutschen während der Nacht energisch aus unser Feuer reagiert. Ihre äußerst heftigen Gegenangriffe besonders im (öehölz von Avvcourt und nördlich des Gehölzes von Caurißres wurden durch unser Feuer ge- brochen. Der Feind Imt schwere Verluste erlitten ohne jegliches Resultat. Ilüsere Truppen halwu alle ihre Gewinnst.' behalten und richten sich rn den eroberten Stetlu igen ein. Die Zahl der im Verlaufe des 20. August gemachten im veno und eben Gefangenen übersteigt 5000, darunter 116 Osttziere. Die feindlichen Flugzeug.- haben diese Nacht unsere Armeezou' hinter der Front beschossen, besonders ein Sammellager deuts'ber Gei-rugener, wovon eine große Llnmlck getroffen wurden. Nicksts >;> melden auf dem Rest der Front.
Flngwesc n: Unsere Flugzeuge haben in Belgien die Bahn- böse von Thvuroutt Roulers, Staden und Gits beschossen. In der Gegend von Verdun wurden die Bahniöie von Tun-sur-Meusc, Brienlles, n-ömlle und das Munitionslage'e von Banthemtle beschatten, no eine grafte Feuersbrunst an sprach. Im Verlause des 20. August wurden 21 deutsche Apparate durch unsere Piloten in Luttlämpscn übgeschossen. Der größte Teil vo.t ihnen wird als rollständig Zertrümmekl gemeldet. Im Verlame des Tages des >9. August erlitten ein feindliches Flug-eng und ein Fesselballon dasselbe Schicksal.
11 Uhr abends: Ziemlich große Tätigkeit der beiden Artillerien in der Gegend uördlic!' von Vaupaillan und ans den Höchst äc! en von Cernp und Craonnc. In der Champagne bewirkte unser Zerstörungsseuer auf dr-" deutschen Einrichtungen im Abschnitt von Sr. Hilaire das Epplodieren von Gasbehältern. Unsere Erk undun gs ma misch,ai len fanden kurz darauf die Gräben geräumt und^mit Leichen äuge füllt- An der Front von Verdun dauerre die Schlacht heute an mehreren Punkten fort. Sie hat sich überall m unseren Gunsten entwickelt. Aut dem linken Itter nahmen unsere' Trupprrr die Cote de l.'Oi-'. die wir nun ganz besetzt halten, sowie das Dort Regneville Ans dem rechten User erabeeten wir nach aläkp-.'ud geführtem Angriff Samognienp' und ein ganzes System befestigter^ Schützengräben, welches die Ortscbaff S-amognieux mii den Besestigungsaniagen der .Höl)>! K44 verbindet. Die Angriffe der Deutschen wurden durch unser Feuer abgewiesen. Wir machten u iederum Gefangene, deren Zahl noch nicht ermittelt werden konnte. In den Vogesen verlies ein feindlicher Handstreich gegen einen unserer kleinen Posten am .Hartmannsiveilerkops ergebnislos.
Orientarmee, 20. Augnstv In der Nacht vom 19. auf den 20. August entwickelte die seinvl:ck,e Artillerie an der Scru'.ua- sr-ont und in der Gegend von Monastir einige Tätiglltt. Ini Verlause des 20. August iraren unsere wetttragendc Artillerie ruid unser Flugdienst sehr rege, msbes-ondere b.unbardierten die französischen und englischen Flugzeuge die Lokalitäten des gegnerischen Generalstabes in Prilep. Die alliierten Trupperl haben der Feuersbrirnst int Handels viertel ti>n Sal ) nie Herr w erden können.
Tie Stimmung in Frunireich.
Bern, 22. Aug. W-TBZ Bei der Eröffnv.ug der Sonr mertagnng des Generatrclles des Departements Isere in ftürenobte erklärte der Senatspräsident Dnbost in einer Ansprache, es sei der schlimmste Fehler, zn glauben, daß dank der zahlenmäßigen Ueberlegenheit der Entente über die Mittelmächte diese zit deui Eingeständnis ihrer Niederlage gezwungen werden könnten. Deutschland seip infolge seiner außerordentlich genauen Organisation immer noch fähig, dent Kriege unerrvarletc Wendungen zu geben und plötzlich eiu neues Gewichtt in die Wagschale zu werfen. Die Entente müsse deshalb mü aller Energie und Anspannung sämtliche .Hilfsquellen organisieren und in Tätigkeit festen.
Der italienische Bericht
vom 21. August. Die Schlacht an der Front der Juli sch c n Alpen dauert ununterbrochen fort. Mit beivunderungs- würdiger Hartnäckigkeit und in übereinstimmendem Handeln schreiten unsere Trupven, wirksam unterstützt auf dem äußersten rechten Flügel von festen, beweglichen Batterien, zum Erfolge, der trotz des unverminderten Widerstandes des Feindes sich betzätigt. Während sich auf dem Borderflügel der lveiten Front' iber Kampf regelrecht entwickelt, begann auf der Hochfläche des^Karst und im Küstengebiet die feindliche Linie unter dem starken Drucke der dritten Armee nachzu- geben mid an inehr als einem Pilnkte zu nwichen. Die tapfere Infanterie bedeckte sich wiederum mit Ruhm. Die Gren>rdier- brigaden (I und 2> und die Brigaden von Bari (1K9 und 1-10 >, von Lario (233 und 22-1), von Pizeno (235 und 236) und von Cofenza <234 und 244) wetteiferten an Tapferkeit. Es gelang ihnen, die mächtige seindkiche Verteidigungsanlage zwischen Conte und Selo in der Gegend der starken Stellungen von Stari-Lowk zu überflügeln. 261 unserer Flugzeuge überflogen das Schlachtfeld. Zwischen Selo und Comeno sowie an den Osthängen der.Hermada angesammelle Truppen wurden vernichtet. Die Einrichtungen des Eisenbahnknotenpunktes von Tarvis und die gemeldeten feindlichen Bewegungen erhielten 5 Tonnen Bomben von großer Explosivkraft. Einer unserer Flugapparate kehrte nicht wieder in fein Lager zurück. Ein feindliches Flugzeug wurde abgcschossen.
Bis gestern abend berrng die Anzahl der Gefangenen, die in Konzentrationsposden gesammelt iverden, 243 Offiziere und 10103 Soldaten. Zahlreiche weitere verwundete (Ke- sangenc wurden in die Feldspitäler transportiert. In der Nacht des 20. und in der solgcnden Nacht führte der Feind zu Drversious^vecken Konzentrationsfeuer und Versuche von Teilangriffen an verschiedenen Fronten der Trentinofront und der karnrschen Front aus. Er nnrrde überall ab gewiesen. Ellre seiner Sturmabteilungen wurde im Lagarinatate vernichtet. Einer anderen Abteilung gelang es, in einem unserer vorgeschobenen Posten südlich des Monte Mal-o Fuß zu fassen. Sie tvurde durch einen schnellen (Gegenangriff ivieder hinausgelvorsen. In Albanien ivurde ein feindliches Flugzeug, das von unserenl Infanterrefeuer getvoftfen nncrde, gezwungen, in seinen eigenen Limen zu landen.
Der türtische Bericht.
K o n st 2 n t i n o p e l, 21. Ang. (WTB. Nichttuntlich.- Heeres» bericht. An der Diala geriet eine englische Eskadron in unser
Artillerie- und Maschinengewehrfeuer und mußte mit emipsrndüchv» Verlusten kehrt machen. Eine englische LLbteilung, die östlich von Diala vorqel>en lvollte. mürbe durch unsere Reiterabteilrrngew gezwungen, halt zu machen. In Persien griffen die Ruffen am. 19. August unsere Truppen nördlich von Biawn .Kala an. 3t« wurden blutig abgewieseu. An der kleinasiatischen Küste griffen in der slärcht vom 17. Äug. zum 18. Aug. Teile unserer L-aestreit- lräite Kaleliinos an und setzten den Leml'.tturm außer Betrieb. Sie hißten ans ihm die vsmanische Flagge und erbeuteten mehrere Gewehre..In derselben dcacki wurden 11 feindliche Segler, darunter 6 Zweimaster, versenkt. Alle Schiffe führten Verpflegung für k >cv Feind.
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Ein russischer RegimentHtommandeur von seinen eigenen Truppen erschossen.
Stockholm, 22. Aug. (WTB.) Laut ,,2Wwoje Wremjch- wurde der russische Regimentskommandeur Purgajow von seinen Truppen hinterrücks erschossen, als er mit ihnen gegen den Feind anstürmen wollte.
Eiu neuer Angriff deutscher Marinclustschiffe aus Euglaud.
B c r'l i u , 22. Aug. WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 21. zum 22. August hat eines unserer Mariuelnflichinge- schwader wiederum unter der bewährten Führung des Fre gattenkapitäns Straffer mit sichtlich gutem Erfolge befestigte Plätze imb militärische Anlagen am .so um b er und in der Grafschaft Lincoln und Bewachnngsstreitkräsre an der englischen Küste angegriffen. Alle Luftschiffe sind trotz der feindlichen Gegenwehr ohne Schaden und ohne Verluste -ja? rüchgekehrt.
Der Ehef des Admiralstabes der Marine.
Feindliche Flieger über Frciburg.
Frei bürg i. B., 22. Aug (WTB. Heute früh gegen 1 j-8 Uhr haben feindliche Flieger ohne jeden Er- felg und Schaden Freiburg mit Bomben belegt. Ein Flieger wurde beim Rückflug im Luftkampf abgeschosfen.
Eine uene englische Anleihe in Amerika.
W a sh i n g t o n, 22. Aug. 'WTB. Reutermeldung. Die Regierung gewährt England eine neue Anleihe von .''0 Millionen Dollars. Der Gesamtbetrag der amerikanischen Anleihen an die Verbündeten beläuft sich auf 196b Millionen Dollars. Präsident W i l s o n hat John Gurret znm amerikanischen Gesandten in Holland und Luxemburg ernannt.
Die Friedensbewegung in England.
Bern, 22. Aug (Privaller.» Laut „Manchester G u a r d i a n" wurde L l oy d Ge o r g e in den letzten Tagen eine Denkschrift überreicht, in der die englische Regierung ersucht wird, ehestens Gelegenheit zur Einleitung von Verhandlungen zwecks Herbeiführung eines gerechten ^ a st l ' r h <* f t c i! Friede u s zn suchen Die Denk- lckrift trägt die Unterschriften von fast einer V i e r t c i in illion P e r s ö n e n, sowie Arbeiterverbänden mit zulammen 900 000 Mitgliedern. Ein Begleitschreiben sührt ans, daß die russiscl>e Revolution, der Eintritt 'Amerikas in den .Krieg und die Friedenserrtschließung des Reichstags eine neue internationale Lage geschaffen 'hätten. Das Hauptziel des Krieges sei die Stärkung des demokrattscheu Einflusses in der Welt. Es bestehe jetzt Grund zn der Annahme, daß ein dieses Ziel sichernder, alle 'Angrifssbestre- bungcn Deutschlands ausschlie-ßeuder Friede geschlossen und eine unabsehbare Verlängerung des Krieges vermieden wer den könne. Der einzige Weg, feftzustellen, ob ein derartiger möglich ist, wäre die soforllge Eröffnung von Friebeusverhandlungeu. Unter den Unterzeichnern befinden lich sechs Unterhausmitglieder, die Schriftsteller Zangwill, Brailsford und Earpeuter, zahlreiche Professoren, tvei'stlick)e und viele Vtttglieder des Adels.
Revolution in Spanien?
Bern, 21. Aug. (WTB.)'Die „Humanits" meldet vom 19. August von der spanischen Grenze, die spanische Revolution sei ernst. Sie habe das durchaus teste Ziel, die Monarchie zu stürzen, die R e p u b l i k a u s z u rufe n und eine provisorische Regierung zn bilden, deren Mitglieder bereits gewählt seien. Man tonne erwarten, daß die Eisenbahner der Linie Madrid—Saragossa—Ageante sowie der Nordwestbahu in den Ausstaud ttaten werden.
Seeftfeg.
Neue U-Boot Erfolgc.
Berlin, 22. Aug. (WTB. Amtlich ) Westlich der Straße von Gibraltar schädigten unsere U-Boote den feindlichen Transportverkehr nach dem Mittelmeer wieder in lvirksamer Weise. Sechs Dampfer mit rund 20000 Brutto-Re- g i st e r t o n n e n wurden versenkt und damit annähernd 24 000 Tonnen Kohlen, hauptsächlich nach Italien besttmmt. vernichtet.
Zu den vernichteten Dainpfern gehören die bewaffneten englischen Dampfer „Manchester Commerce", 4144 Brutto- registertonnen, und „Ganges", 4177 Bruttoregistertonnen, und der bewaffnete italreuffche Dampfer „Carlo", 5572 Bruttoregistertonnen.
Im Mittelmeer wurde eine erhebliche Anzahl Dampfer und Segler mit einem Gesamtrmrmgehalt von n b c r 4 3 0 00 T o n n e n neu versenkt, darunter die bewaff. neten italienischen Dmnpfer „Leälta", 4021 Tonnen, mit Munittonsladung, „Genova", 343il Tonnen, und „Izabran", 3892 Tonnen, mit 6000 Tonnen Weizen von Achtralien nach Italien. Wieder rvuroen ukehrerc Dampfer aus stark gesicherten Geleitzügen heransgeschoftseu.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Minen an der holländischen Küste.
Rotterdam, 22. Aug. (WTB.) Im Laufe des Juli wurden an unserer Küste 88 Minen angespült, von denen 77 englischer, 2 deutscher und 9 unbekannter 'Nationalität waren. Im ganzen wurden seit Kriegsbeginn 2191 Minen angespült, darimter 1512 englische, 5 französisckv, 271 deutsche und 316 nnbekamtte.
Die auswärtige Politik im hauptausschutz »es Reichstags.
Berlin , 22. Aug. 'WTB. Nichchanrtlich.) Der Hanl a u 6 s ck.n ß des Reichst ag s setzte die B'nllungeii der a wattigen Politik in Amvesenäett des Reichskanzlers i mehrerer Staatssekretäre fort. Nach Einllitt rn die Tagesondni irabm der Staatssekretär des Auswärtigen zu kurzen Ausführnn
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