Der ;»»eite siegreiche Zchlachttag im Westen
Berlin, 17. Ang. (MTB. Nichtamtlich.) Der zweite Tag der (^itcnttlcfrenfiDe im Westeir endete mit einem vollen de u l- idqen Sieg. In Flandern, nw der Hauptstoß geplant war, tarn es m einem katastrophalen Zusammenbruch des e nsVr /chen Angriffs. Auch in der zweiten Schlacht um die MvM LAe U-Bvatsbasis blieben die deutschen Waffen, siegreich. Bei dreser Schlack! setzten die Engländer, von den Franzosen unter- MÜLL, die ganze fövaft ihres arrfgehäusten Menschen und Kricgs- iirrtteLnaterials ein, dessen Ueberlegen heit sie selbst nicht genug: rÄhmiün können. Bei dieser zweiten flandrischen Niederlage können ye Engländer nidjt, wie bei der ersten, die ungünstige Witterung als Entschackdrgung anführen, demr am Nachmittage ides 16. AnMst, wo sie die schwersten Schläge erlitten, strahlte heir«Sonne mn blauen Himmel. Die Schlacht spielte sich in ;n« Vhaien ab. In der ersten vermochten die tiesgegliederveil englischen Angriffswellen icber die zerschossenen deutschen Stel- lungen vorzzrdringen imd die langsam znrückweichetlden deutscher- 'Polttnrnngen ntck Sicherungen vor sich herzntteiben. Beiderseits der Bahn Bvesinghe-Staden gelang es ihnen, über den Steen- etwa einen Kilometer tief ernzudringen und iudtich der Balm bis nach Poeleapelle vorznstvßen. slümmel/r aber ^ € ut t ^ c Gegenangriff ein, dessen überlegene! Wuch t ledeni werteren Bordringen Halt gebot Nach hin und beaooqendem Kampf verwandelte sich der engliscke Angriff mehr unt> mehr in eine immer raschere rückläufige Betvecpmg, und bis aegm Mittag war von den Deutschen eine''Lime ltalbwegs Poelcapelle und üangemavck erreicht. Vergeblich warfen die Engländer im mer wieder Truppen in den Kampf. Vergeblich jagten sie vom Blanchoart-See bis an die Lya aus Tausenden von Rohren, toas diese nur hergeben konnten. Die rimliW In saniere iwurde von einer Stellung'zur anderen zurück- ^rdruckt. Aur ipätan Nachmittag toaren die alten Stellungen von den Deutschen wieder erreicht. Nur in einem beschränkten Ein- vruchsbogen bei Langemarck und internem Graberrrest bei St. In- vermochten sich die englischen Angriffsttuppen iwck- zu halten. mn lelbst die hereinbrechende Dämmerimg lrrach:e den deut- >chen Gegenangriff nicht zum Stehen. Währen) Artillerie unb» Engländern schwerste Verbsitt zufügteu. stieß die .^nfLnterre erneut vor. warf die Engländer über ftea Steenbach zurÄ ck, säüberte die Engländernester bei rj nhat und nahm San gern erd wieder Mit Au^- mchmtk t*Ät BorsiDstellungen nordöstlich Mxfchvvte, die bet er- n«r1>en englischen^ Angriffen in der Nacht verloren gingen, ist die qeteame ößr deutsche StEuwg wieder in deutschem Besitz. Südlich Pt. aber, wo die Engländer aus der ganzen Linie bis in
iprc von Oost»Perne mehr oder weniger lief in die
lddutMui Linien ein^drmtgen waren, wurden nicht nur die alten Stellungen wieder erreicht, sondern darüber hinaus die Engländer Wetter und Wetter zurückgetrieben, bis am Abend des Tages der Chaussee von Freezenbery und an den Waldstücken süd- Wefthoef die ehemalige Linie mim 31. Juli erkämpft 'E die englischen Verluste sind außerordentlich schwer
Mner der gewaltigsten Großkampftage an der flandrischen Mfte hat Uermtt ernen für die deutschen Waffen fiegreidnm ?lbschluß mtmtoert. Zu danken ist dieser Erfolg neben >cr zielbmußtm Führung vor allem deni ungeheuren S d] ln n n g sowie der 2 a hen .l n g rifsskraft unserer ir n v r r g l c i ch l i ck e'n Infanterie. die auch an diesem Tage wieder durd) die Arlille- r Jf. _ J ^ rc 9 en Hilsswassen hervorragend unterstützt wurde
imv ihre llwerlegenheit Wer die englische Infanterie auis neutt oewreS.
or Ä. Zaudern, brach auch rm Artois der englische
tngrrN völlig zusamitren. Trotzdem die Engländer mebrnials Äs in die Nackt Innern frische Kräfte vorfübcten, gelang es ihnen wie« erum rttcht, über bm Feldweg Hnlluch—Lens vorzndringen.
der Arsnefront konnten sich die Franzosen am 16. Aua.
Juristen au Waffen. Einige -Kompagnien, dteöstlrch der Hnrtebye Ferme euren überraschercken Angrift ver- mchtm, wurden zusammengeschrLsen. Der französische Gewinn ans ixm Kämpfen des 15. August deschränll sich ans 300 Meter des vordersten Graben östlich Cerrry.
j?? Berdunfronl ist der Angriff noch nicht losge- DreAEerrescAacht Mt mit äußerster Stärke werter. Erkundun^vorWha dre französische Wellungen gegen den Toten M«rn nick Fosse-Wald versuchten, scheiterten Dagegen gelang deutschen sturnrtruppcn um 6 Uhr abercks der im Heeresbericht üemeldete^ Borstvtz rm EauriereEttlde, der bis über die dritte ' ranzbf p che --inie vordrang. Unter den 600 Gefangenen befinden nch Mhlrecche Offtziere. Der Rest der Besatzung ergriff die Flucht Osten verbluteten an der Moldaufrmtt an zahlreichen .ZEen rusftsch-rnmMTffche Gegenangriffe in Unserem Feiver. Der Angrrft der Verbündeten aber blieb südlich des Drotns-Tales im ^'vrtschrerten icnd erkämpfte Wüschen Gronesrei icnd der Glas« 'aorck dei7 Austritt ans dem WaLde. 20 Offiziere, 1600 Mann ein Gcfdmtz und 18 Maschinengewehre ftelen den Siegern als Beute zu.
In Mazedonien flog am Eernabvgen ein großes Munitionslager der Allnerten rn die Luft.
Flugwesen: Unsere Weyer belosten heute nacht und am Morgen feindliche Baracken und Lager nordüch und östlich des Waldes von HottchuLet sowie den Bahnhof Lichterveld ausgiebig mit Bomben. Bei unserem Angriff im Abschnitt von AilleS und Hurtebife bvgletteten unsere Flieger, die bei schlechtem, Wetter keine Bedenknr trugen, sehr niedrig zu stiegen, unsere Iftfantene auf chrem Vormarsch mck beschossen ans geringer Höhe feindliche Unterstände und Reserven mit Maschttrellgewehven.
Vorn 16. August, abends
Belgien wurde unser Angriff erfolgreich fortae'e!^ Im »^mse >des Tages brach unsere dem Gegner überlegene Jnfatnterro fernen Widerstand westlid) von Steenbeck und benräck)ttglr. ,, in- Dent sie nach Osten die Berbttckunq mit den britischen Truppen cr- w<nterte, aller fettrdlickien Stellungen. Mejhr als 300 ltzefangenS ftelen rn un;ere Hand, desgleichen zahlreiches, noch nicht gezähltes Kriegsgerät. Die beiden'eiftge Arttllerietcttigkett in der Gegnrd von Latfmrx, Hurtebife, auf dem linken Maasuser und in der Gegend der »oje 304 hält an. Eine unserer Patrouillen brachte Gefangene enr Fnr Elsaß ickfeitevten zwei von darr Dentscherr mn Barren köpf und fudlich vom Hartmannsweilerkopf versuchte Handstteickfe vollkommen. Deutschen legten Feuer auf die Kathedriste von
St. Ouentir,, die seit (mehreren Stunden brenrtt
Der Kaiser über die Schlachte« an der Westfront.
Berlin 17.^Wrg .WTB. Amllich?, Seine Majestät der Kaiser fandte sr. ^Könrgt. .Hoheit dem Kronprinzen cupprecht von Bahern fvlgriide-s Telegramm:
dck begluckwünfche Dich die Führer und Truppen Deiner Arm^n zu dem glanzenden Erfolg des gesttigen Schlachttages in plau dern, und zu dem Ausgang der schweren Kämpft an der Arvassvoni.
. ^ dem ^ unerfchütterlrchen Siegeswillen von Truppen aller
'lngriffskraft der kämpfend-n ^erle d^. e.nglffch-sranzöfffchen Heeres.
das Baterlmtd ftoU mtf seine Söhne, es nftrd, so nrc vergeften, was Führer und Soldat im Felde !elften. Heitte dairkt es mit mir Deinen tapferen Truppen
^ Wilhelm I.R.
_ ^ ^ ^WTB. Amülch) Telegranrm Sr. Mas
^ ^^^e^?rvnprinsen des Teutschen Reiches!
^ pon ber kühnen Untere
^ Dstafer der Maas. Sprich ^ EN'' Anerkennung aus ^ W Ech vor Verduft deut-
m ^Miff^erst. # Wilhelm.
Englischer Heeresbericht
E «ch«,4.4S Uhr. Meder griffen die Alliier-
t e n heute früh, auf eurer bvetten Front östlich und nSrtüich^ von dvern ■& . Ujetet R* schwere Kamche ab. Twtz ^s hartwrckrgen feindlrcherr Widerstandes wurden an der Schlachtfrvnt nrifcrn V ?oNschntte erzielt. Drei fveftere feindliche Gegenangriffe r Stellungen wurden abgeschlagen
ck-^ppsiurniammlung m der Nähe von St Auguste nmrde durch unsere Arttllerie zersprengt. ^ugu,re
FranzSfifche Berichte
^ 16 . August, «achmittags
?frfm w r.?L nac ^ heftigen, jorgsMigen IrtWerrevorbevettung heute bet Tagesanbruch zamü Angriff rechts
w ftrtntoirtt der^britischen Armee. Mft eruew^äck^n .chrn.i ftürnttr In^ttene die ftmdlichm Stellung^ beiL-
rM x ,St eenstraete—Dttmttideu Sie nahm alle itne
,icLe und uberfchrftt den Steenbach. SEck %iUek lJr*L .«I
emer Fvntt von emem^meter
'T .> ac...enl ,<ri ba: CTlxmumgne und auf beiden Maasuftrngeg..,i '^'lEättgkeft.
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Feindliche Flieger über Freiburg.
^reiburg i. B., 17. Aug. (WDB.) Heute nachrntttag Awischeu 12 irrrd 1 Uhr warsert f e iu d l i che Flieger Bom- offene Stadt Freibnrg. Nach den bisherigen Feststellungen wurde eine Frau leicht verletzt. Mehrere Häuser wurden beschädigt. Milrtärischer Schaden ist nicht entstanden.
llnegsbriefe aus dem Westen.
Von unferrnr Kriegsberichterstatter. sUnberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verbotenst
Bei der flandrffchen Armee, l6. Aug 1017 Währeitd der Feind Mn neuen Schlage aushölt, wobei er die schrnr erholunre Hand ermüd?.nd lange in der LrtH hält, ohne zschauen zu kömten. haben »vir ihm eines der letzten Stücke seiner Teilerfolge aus den früheren Bor stoßen, die vorsprin-genden Waldstücke bpi Weschoek, entrissen. Bei diesen! in Anlage trab Erfolg Hervorragend gelungenen Unternehmen habet! unsere Flieger eine bemerkenswerte Rolle gespielt, indem sie durch ihre Lbrgrisie auf die feindlichen Sperrfeuerbatterven diese n red erhieltet:. Bn:i der .Hartnäckigkeit der Nahkätnpfe waren die englischen blukrgen Verluste groß, dagegen beträgt die Zahl der ein- gebrachten Gefangenen nur eftoa 30. Feindliche Gegew- at^rrffe, die alsbald erufetzten, vermochten uns den Gewinn nicht streitig zu machch, sondern lvurden glatt abge- ttnesetl. Born Feinde machten sich besonders die rückwärts aufgestellten schweren Batterien bemerkbar, die do-rnehnilüb> m ‘ >eTf Morgenstunden die ganze deutsche ?)pernb-ogen-Front tronnnelsenerartig belcriten. Fin Ansch'usse daran tunter- nayni der Feind einen starken Angriff bei Üangemarck, rvo er drcht südlich der Bahn über den Steettbach vorzndringen vermochte. Alsbald entwickelte fich^ lurfer Gegenstoß beider- fettster Bahn mit dem Erfolge, daß wir das ganze Oftufer ^teetrbaches restlos ,nieder in unfere Hand bekcrnten Gletchzetttg nttt dem englischen Vorstoß bei Langemarck unternotnmene Atrgriffe an andereti Druckstellen des Bpern oogens warert ^latt abgewiesen worden, c - 3-1 Edlicheu Ärndabschuitte blieb auch heute das lenwlrchc Erungsfeuer unverntindert lehrhaft. ÜLÄcklich der Grenze des Ueberschwemmungsgebietes bei St. Forts lttachte eine eigene Patrouille Geftmgene ein. Im Abschnitte ÄUychen dem ^Blankaart-Soe und Hwllebeöe steigerte sich das Feuer aus einzelne unserer SIÄlungen zrettweilia m Dwmn^feuer anderwärts beschoß der Feind die s Jcacr>t chmdurchj vi^le unserer Infanterie- Und Batteriestellun- gen nnt schwerstem Kaliber. Anschließend zw sichen Westhoek l }- otra ^ c nac & Meenen borgehrnrde feindliche Infan- terrestohe wurden überall abgeschlagen. Seit heute früh rst dre feindliche Dätigkett bei starten Gewitter- und Land vorübergehend abgeflaut. In den südlichen Ab- schnrtten brs tz-rr Deule hin führt der Feind fort, das Gelände abzustteuen, wobei er Gasgranaten unter die übrige ^Nuni- tton mischt. Bei trotz der Witterutrg regster beiderschtiq^r Flregertättgkett verlor der Feind 111 Fiug^ge turd tfter Fe sse lb a llot ts.
W. Scheuermann, KrieKsberichterstatter.
Der Zriedenrvorschlaq des Papstes.
Kopenhagen 17. August. (WTB. Nichtamtlich.)
„Natwnal Tidendc" 'chreibt: Der F r r e d e n s v o r ichl a a w,ro m Amerika, Italien, Frank- u rir J?* n J! ( l lt P ' charf zurückgewiesen. Man
befchuldigt den Papst, rm Aufträge Deusichlands und Oester- reich-Ungarns zu handeln. ES kann ganz gewiß begründet em, Wwln an em Zusammengehen zwischen dem Vatikan und gedacht ward, aber uns dünkt, daß der Vorschlag des Papstes nicht das Gepräge der Einseitigkeit hat, so^h er auch wohl als Grimdlage für Friedensverhandlungen di^ konnte, wenn die englischen Staatsleiter riicht nach wie vor ent,chlossen waren, den Krieg fortzusetzen in der Er- Wartung, daß die Mittelmachte doch, zuletzt im Kanrpf qeqen die große Koalition unterliegen müssen.
Aeutzerungen der deutschen Preffe.
üi.rfw I r!, , j l 'r« 18 ' %8 - A" Bespoechrng der FriedenSnote des Papstes sagt Germania, indem sre an die FBwnnrf»
Awoehrsptacht in i;iand«n ankmtvst^ Der
errrrchcn. uns gegen intim, Wllen Mw dem eroberten Newet beransnünangen. Wlü er diesen Boden nnü^ f 1 ™' kwm iws mcht durch.Fmchetznn« des StXsÄs loitöcrrt nur btrab Beschreiben des Friedensweges erreicht werdet aus den oer heilwe Bawr die kann^euden Parteien soeben wieder E bewnderrm Nvchdruch,verwi«sen hat. Mch^üper^uO jSj!? ^^u-ze nder naoer ÄUY in ht^em Sinne die beste llnttr- Eu^mg der vatckamschen Vorschläge darsttklt. dft man sich denken
. Leitung nrefttt, wenn der Friedens-
vvrfch.lag des Paostts bei den übrigen .Kriegführenden eme Aus-
^ ^Ellickung des WettgreichgemuhL^ hett^^En^ n ^ <roo ^ > für die Mcmsch-
. Berl. Morgenpvst saUL: Wir sehen Lernen Grund au*
^ x ^ Zermrttkmasvorschläg des Papstes ablehn^ftllE Me^mrg^ ^ '^ ai *** frawm vernünftigen Grmck bek
^ B erNner Neuesten Nachrichten geben das Ur- ^ Ergebt ich und tm nwftlich, das ist ün iere deutsche VLnUunrt
oi «?' -^ rt u - a - wrs: Die Erklärung der Wln
Va^der ÄrM letzt nicht in seiner Eigenschaft als Ober- lMnpt der katholrschen Kcrche, sondern als der neittralste Souverän Macht handle, findet rn den
Vfs tEtchen Schreckens keine Stütze. Wenn sich deft^wü hter mebwchr als der Vater aller Zeichnet und sich auf dftÄ^ vvtl Ehrrsto übertr^ene höchst geistliche Würde bmtff ^ Ä
Wigehongen brr evmrgxlischm Kirche Einsw^ch
Lie Tägl. Rdsch schlregt ihre Ausführungen cku rrbrr
( 3 T- *sS 2 i 011 ^
^ ***% Maß am 16. August ctrte ümfaaer ©rdjertmr^trimitlot
rem ber fernem Wrcklen und Wünschen, aber gerade darum kann ^ >ur uns gefährlicher werden, wenn der Papst letzt ein Werk anfatzt, das den nnsauberen Fingern eines Wilson entglitten ist.
Der Eindruck in Italien.
Bern, 17. Arvg. (WTB. Nichtamtlich .T^sservadore .Nomawo erklärt, die Papstnote ha.be bei den: italie- n t s ch en Volk einen tiefen und frendiaen Ein- druck gemacht.
Englische Presseftimmen.
Amsterdam, 16. Aug. (WTB.) Das Reutersche Bureau verbrettet die folgeuden englischenBlätterstim- nt e n zur Friedensnote des Pap st es:
Der „Da i l y T e l e g r a p h" schreibt, in der Note werde zum ersten Male von anerkarrnter diplomattscher Seite ein ins einzelne gehender Friedensvorschlag gemacht. Dcckurch wurde eine neue Lage geschaffen. Die Note verdierre Aus- merrsamkett, sei aber durchaus keine geeignete Grirndlage für Friedensverhandlungen.
Die „Times" sagt, der Papst schlage einen Vergleich vor, dm die Alliierten zurückweisen müßten. Es gehe nicht an, daß dre Unschuldigen und die Schuldigett auf eine Stufe gestellt wurden.
^ J^ roiticre// schreibt, der Papst übersehe,
dan dre Abschaffung des Krieges nicht nur von Abmacl-ungen abhange, sondern auch von der Einhaltung von Abmachum gen. Könne aber jemand glauben, daß die Autokratie in Potsdam sich daran halten würde?
t^ 'iP 3 a s ^ e *v s" erklärt, bic Note sei ein ziemlich Switches, wehklagendes Dokument, dessen Mäßigung, io merkwürdigen Gegensatz zu manchen hochgeschraubten Ansprüchen bilde, die geltend gemacht würden
Lloyd George über die Lage Englands.
London, 17. Aug. (WTB.) Meldung des Reittesichen Bu- 11 vterha u s e bat Jones Lloyd George, ebnen tt^erbltck über dre Kriegslage zu geben. Kennedy betmttc ^?^bstdrgkeit, die Blockade zu verschärfen und die ZWck- trcht auf die Neutralen, die sie bisher schwach und unwirksam gemacht ^bc, aufzugebet, und eine Stellung cünzunehmem die mehr mtt den Tasiachen in Uebereinstimmnng stehe, daß der Kttm letzt ern .Kampf bis zum Ende sein müsse. Lloyd George er- wrderte: Dre L^rhälttrsise haben sich seit Beginn des Jahves er- beblrch gebenett. Die Weizen Vorräte haben im Vergleich zrrrn tk^ten >'fahre um zwcn Mttlionen Quarters zugenommen, die Vorräte an Hafer und Gerste srnd ebenfalls gesftegen. Bei dem Brot verbrauch erzteltt man eine betrachttiche Esiparnis. Die stärkere Ausmahlung und die sparsame Mrsichaft mtt dLahrungsmitteln Irrrrr^ ^^lxrrms von 7000 Quatters wöchentlich herbei. Eine MMton Acres wurden noch mehr bebaut. Es sei alle Aussicht vor^ banden,, daß nach der Ernte die Nalyruttgsmittelverhälftrsise durch aus beftredtgenv sem würden^ Die Zuckervorräte seien ebenfalls ctesttegen Alles für die Ertrte Erforderliche würde zur Verfügung stehen Bei vernünftiger Wirtschaft bestehe keine Gefahr, daß die Bevölkerung unserer Insel aus- b e J u al aert werden könnt e. Bezüglich der Schiffsfrage tagte Lloyds George, die Deutschen haben behauptet, der durch schnrttlrche Nettoverlust pro Monat an britischer Tonnage bettage fett dem ^Begtnn des uneingeschränkten Unterseebvotkvieges rm rttbrnar o00 000 Totmen. Die richtige Zahl sei 250 000, imh meTrn ^gegenwärtige Besserung an hatte, würde her Nettoverluß für den August ,175 000 Tonnen bettagen. Me Schiffahtt sei so reorganrsiert daß trotz der geringeren Tonnage eine größmft Tow- nenzahl befördert werden würde. Die neue 1916 gebaute Tonnage bettagc -?.)8 000 Tonnen. Für die erste Hälkte des Jahres 1917 JÄn'V 80 000 tL ? i>rtuen mtd^M das gan^e Jahr würde sie ^2;g^^Außer umfangreichen Mnrmeneu. bauten. Ich glaube, schloß Lloyd George, unsere Schifftrverluftr werden gerrnger werden und der Schiffbau wird sich steigern. Mir der amertkansicheu Tonnage werden wir genügend Tonnage für das ganze Jahr 1918 und wenn nötig für 1919 haben
Amerikanische Anleihen.
W a sh ing tr» n, 17. Ang. (WW. Nichtamtlich.) teer- lneldung. Die Vereftttgten Läaaten haben Italien eine Anleihe vom 40 Millionen Dollar und Belgien eine solckft von 5900000 Dollar gervährt.
Die Ernteausfichten in Amerika.
Bern, 17. Aug. (WTB.) Die „Morning Poft" meldet airs ?rew Bork: Die amtliche rchätzllng der Weizenernte tst äußerst enttäuschend. Die Ernte werde, sofern sittf die gegenrvärttge Schätzung bewahrheite, 392 Mllionen BushelS hinter 1915 und 153 Millionen hinter dem fünfjährigen Mrrchschnitt zurückbleiben. Dagegen verspreche die Maisernte die größte bisher gewesene zu werden, während die .Haferernte nur durch das Ergebnis van 191b über troffen werden werde. Die Kartoffelernte werde atrf 180 Millionen Bnshels über 1916 und auf 40 Millionen mehr als die höchst dagewesene veranschlagt.
Wechsel aus dem ungarischen Minifterpofte».
Budapest, 17. Aug. (WTB. Nichtanttl.) Nach Mittev- Meldungen ist Graf Moritz Esterhazy, dessen Gesirndheit erschüttert rst, amtsmüde. Graf Esterhazy hat schon am Anfang dieses Monats dem Kasier die Bitte irrtterbreitet, sich von seinen (tzesttfästen zurückziehen zu dürfen, dock- wurde ihm die Bitte nicht beivilligt, ihm vielmehr nahegetegt, zur Er- holutig ferner angegriffenen Gesundheit einen längeren Urlaub ju nehnieir. Indessen haben sich die SckMierigkeiten. auf dre Mneist die Amtsmüdigkett des Mnnsderpräsidentkn zurückMführen sit, durch dieses Auskunstsmittel nicht be. heben lassen, und so dürfte dann die Ernennung des netten Mrnrsterpräsidenten in kurzer Zeit gewärtig sein, der unter Beide halturrg des aegenwärttgen Kabinetts und seines Pro- gratnnis die Waylrechtsresortn verwirklichen wird. Die Wahlrechtsrefornt »vrrd etttweder mit Hilfe eines Teils der Trsza-Partei verwirklicht werden, oder für den Fall, daß )as nrcht gelingen sollte, würden Neuwahlen stattstnden doch wird zu dresen nur im äußersten Notfälle gegriffen werden. Unter den verschiedenen Kandidaturen für'den Ministerpräsidentenposten gill die Bettauurrg des Grafen Julrus Andrassy als die ivahrscheiulichstL
§erkrieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 17. Aug. (Amtlich.) Neue U-Boots-Erfolge auf^dem nördlichen Kriegsschauplatz: 5 Dampfer.
1 Segler, 1 Fischerfahrzeug, darunter ein unbekannter, be wpjfneter englischer Frack)tdanlpser von inindestens 55ül Tonnen, der englische Dampfer Talisman und der englisck>e Segler Alcyone, beide mit Kohlenladung, ein uirbekannter. bewaffneter französischer Frachtdampfer und das französische Fsicherfahrzeug Rens Marthe. Ein nnbekatrnter, tielgelade ner englischer Dampfer ist aus Geleitszug herausgeschossen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein Angriff auf feindliche Kreuzer in der Nordsee


