ttfiriiett, wem fganftci« Effaß-LstzrürMn MÄWÄüe, warn die wvrtimg der Frage aber nicht für im öffentlichen Fnteresie Stalle chre Bere-yg^g .« ben »*&*« lieget geWw.SSie SReatabfefet MmggfS
volp.rehen, iwirn die SSereutigimg bcr SerÖeii, K'rvaten lmö Slowenen vollendet sei, wenn die Tschechen unjbl ©loloafen vereinigt unb 'mabhängig seien unü wenn die polnisch-rutherrische Frage gelöst 'ei, darrn mW nur dann werde ein ehrenvoller Frittn für alle; Völker gesichert sein.
Lloyd George, der nach dem Essen erschien, sagte: Ich komme direkt von der K riegskonserenz und muh sofort wieder dahin znrückkehren: aber ich konnte es nicht unterlassen, zu konunen, um vu ftLflcn, daß mein Herz mit Serbr-en ist, und um der persönlich elmvurdigerr Gestalt des serbischen Premierministers, einer der scharfsinnigsten Gestalten des Ostens, tiefe Achtung zu zollen. Serbien und vielleicht Europa verdarben ihm viel. Es war seine! Tat, daß die Zivilisation die Herausfordcrimg der preußischen- Barbarci annähm Ich glaube an die kleinen Nationen. Ich gehöre feTBft zu einer, und ich glaube an ein Volk, das seine Niederlagen besingen kann. Serbien hat durch ein Jahrhundert hindurch gesungen, nicht von Siegen, sondert: von Niederlagen, dre es in einer Flut von Barbarei getaucht haben. Serbien hat stets gehofft. Jetzt ist sein Tag der 'Abrechnung gekommen. Ti e Na Li o n , die i I> e c Niederlagen besingt, i st u n st e r bl i ch. Serbien ist ein herttiches Gemälde, bedeckt init dem Schnürst von Jahrhunderten! türkisch,er Barbarei. Jetzt, da es gereinigt ist, wird es frisch und strahlend erscheinen, wie es zuerst die Hand des Meisters schuf. Tie erste Friedensbedingimg ist die völlige Wiederherstellung, ohite Vorbehalt. Wie lange der Krieg auch dauern mag, es ist eiaie Forderung der britischen Ehre, Serbien befreit ziu sehen. Serbien und Belgien sind Torwächter. Sie haben sich tapfer verteidigt. Die serbischen Truppen haben, obwohl Merwälttgt, niemals den Mut verloren. Sie bewachen noch das Tor. Die Briten hier strecken Serbien nochmals die Hand der Freundschaft entgegen. Wir wollen zusammen durch den Krieg gehen bis zum Ende.
Amsterdams. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Lord Robert E e c i l schloß ferne gestrige Rede in der Serbischen Gesellschaft, wie noch ergänzend gemeldet wird, mit den Worten: Es ist ein llnsrnn, von einer Uneinigkeit zwischen Italien und Serbien zu sprechen. Ich bin überzeugt davon, daß es keinen Widerspruch zwischen den Zielen Italiens mw Serbiens gibt.
Die Londoner Konferenz.
Mac Samara den Haupttvn auf das Wort Schicksals
Eine schwere Verletzung der schwedischen Neutralität.
S t o ck h o l m, 9. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Wie Svenska Telegrambyran -meldet, ist der deutsche Dampfer „FriedrichKarro" aus Rostock, am 8. August nordwärts gehend, außerhalb der Minrdung des Skellefter Elf versenkt worden.
Nach einer weiteren Meldung bedeutet die Versenkung erne schwere Kränkung der schwedischen Neutralität. Nach Angaben des Lotsen wurde das Schiff 800 Meter innerhalb der schwedischen Hoheitsgrenzc torpediert. Das fremde U-Boot ging nach vollbrachter Tat über Wasser, doch itrug es keine Abzeichen.
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Rotterdam, 9. Aug. Das deutsche U-Boot „U 30" wurde an der Stelle, wo es seinerzeit angetroffen wurde, entlasten. Die holländische Regierung erhielt vorher von der deutschen Regierung die Versicherung, daß „U 30" keine Kriegsfahrt gegen die Handelsschiffe ausführen werde, bevor es einen deutschen Hafen oder einen Hafen im besetzten Gebiet erreicht habe.
Amsterdam, 10. Aug. (L.-U.) In englischen Sclftff- fahrtskreisen >nächst die Bennrnlfigwng über den schlechten Zustand, in dem sich ein großer Teil der Schiffe dadurch befindet, daß ihre Instandsetzung höchst mangelhaft ausgeführt wird. Bald werde der Zeitpunkt eintreten, wo der grüßte Teil der schiffe unbedingt einer längeren Ausbesserung bedürfe trnd ins Dock gehen müsse.
Von
London, 8. Aug. sWDB. Nichtamtlich.) DLeldnng des Renterschen Bureaus. Die Konferenz der Alliierten ist abends vertagt worden. Den Blättern zufolge wurde die Stockholmer Konferenz besprochen. Die Meldungen, die Regierung gebrauche ihren Einfluß bei den Äfprechnngen -'wischen den Arbeiterorganisationen bezüglich der Entsendung der Delegierten zur Stockholmer .Konferenz, sind unbegründet. Im gegenwartigelt Augenblick betrachtet man die Angelogvrchert als eine, bei der die Arbeiter mit voller Freiheit handeln müssen. Die heutige Konferenz der Alliierten begegnete im Publikum großem Interesse. In der Dow- ningstvoet war eine Menschenmenge versammelt, nm Zeuge der Abreise der Besucher zu sein. Der irische Konvent nahm seine Sitzungen in Dublin wieder auf. Nach einer Besprechung über das Vorgehen des Konventes wurde er auf m orgen vertagt.
Die Stockholmer Konferenz und die Engländer.
B e r l i n 10. Ang. Laut „Borwätts" erklärte Havelock W i l- ?on. der Präside»tt des Natronalbundes englischer Seeleute und Derzer. seine Vereinigung weigere sich, Abgeordnete »ns England wich Stockholm zu bringen.
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Amerika und der Fviedensgedanke.
Berlin. 10. Aug. Ueber amerikanische Friedenspropaganda wird verschiedenen Blättern mitgtteilt: Senator -Kone, der Vorsitzende des amerrbrnischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, icnd Hearst kündigten die Aufnahme der Frce- .^enspropag-ande an. Die Reichstags Verhandlungen und die letzten Erklärungen Czermns und Michaelis' toratten die (Grundlage für erne Verständigung bieten. Präsident Wilson sei über die Friedens- ngrtation Stones besonders ungehalten. Er habe erklärt, da ßdie Briedens versuche Deutschlands nicht ernst zu nehmen seien und daß nichts beklagenswerter, nichts gefährlicher sei, als mit den mas-- lierlett Berliner Sozialisten zu unterhandeln.
Graf Berchtold über den angeblichen Potsdamer Kronrat.
Wien, 9.'Aug. 'WTB.'' Der Minister des 'Aienßern a. D. Leopold Gras Berchtold veröffeMlicht folgende Erklärung:
Tie „Times" brachte kürzlich eine nochmals in der Entente- vresfe wiederholt abgedrnckle und auch in dem neutralen Auslande vietfvcb besprochene Meldmig, nwnach angeblich am 5. Juli 1914 in Potsdam ein Kronrat unter Beteiligung des Feldmarschalls Erzherzog Friedrich, deS Chefs des Generalstads Freiherrn v. Conrad, des ungarischen Ministerpräsidenten Grasen sowie in meiner Gegenwart stattgesunden hätte. Ich bin ch der Lage, demgegenüber festzustellen, daß diese Meldung und folglich auch alle daran geknüpften Kombinationen vollkommen aus der Luft gegriffen sind.
Leopold Graf Berchtold.
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Graf Ezernin in Berlin.
W i e n. 9. Aug. WTB.) Graf Ezernin fährt nächste Woche nach Berlin, um dem Reichskanzler einen Gegenbesuch zu ntMn und mit ihm verschiedene Fvaaen der äußeren Politik zu deiprechcn.
Seekrieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 9. Aug. (WTB. Amtlich.) Im Aermel- K a n a l und in der N o r d s e e wurden durch unsere U-Boote wiederum vier Dampfer und zwei Segler versenkt, darunter der englische Dampfer „Glenstrae" (4718 Tonnen) mit Zinn, Mais und anderem, ferner zwei bewaffnete, tief beladene Frachtdampfer, deren Name und Ladung nicht sestgestellt werden konnten. Die Ladungen der übrigen Schiffe bestanden aus Sprengstoffen, Holz, Benzin, Benzol, Oel upd Kaffee.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Churchills Pläne.
Haag, 10. Aug. „Mo-rnmg Post" vom 9. August behauptet flttf Grmch der Mitteilung des Mattnesachverständigen H-urd, daß Churchill beabsichtige, alle Flotten de r Entente mit '.usnohme der BrwiuHungsschfffe, an einem Punkte zuscrnnnenzu- -ieten und mt ihnen einen allgemeinen Angriff auf die deutsche Flotte zu unternehmen. Churchill selbst habe sich in oiejtnt Saute in der „New York Tribüne" geäußert.
Die deutschen Hilfskreuzer im indischen und atlantischen
Ozean.
London, 9. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Unterhaus.) Auf eine Anfrage, ob die Regierung wertere Mttterlunge nmachen konnte über den deut- ' chen H i ltskreuzer „Wo lf" im Indischen Ozean und über dre deutschen Schiffe „Seeadler", „Möve", „Pu- yme und andere die vor einiger Zeit im Atlantischen r zean tätig gewesen seren, von dene nman aber seit kurzam "ichts mehr gehört habe, erwiderte der Parlamentsfekretär Aoiniralitak Mac Namara: Die Regierung ist nicht von den Bewegungen oder dem Schicksal dieser -cwffe. vmte- den Erliegenden ZLmständen wird die Beaut-
rtnegsbriefe aus dem Osten.
unserem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Bon der russischen Armee.
Horvdenka, den 1. August.
> 5 « dem (Karten des ausgeplünderten .Herrenhauses von Zwi- nmcze liegen an 100 gefangene Russen, kochen aus gegrabene Kartoffeln und sehen still in die Mittags sonne, die das Grün der Obstbäume durchscheinend macht. Ein blauäugiger, blonder Soldat spricht, mich deutsch an; er stammt von einer derffschen Kolonie im Kaukasus Wann es demr Fttedqn gäbe^ „Wer hat denn an ge griffe zuerit? ( frage ich ihn znricck. „Ach, Herr, mir Soldaten wollen alle Mff Frieden, England und Frankreich zwingen uns zum Krieg " Ern paar Kameraden erheben sich, er übeffetzt ihnen die Worte sie mcfai eifrig. „Hinter uns stehen die .Kosaken, Herr, sie habeii melc üamend an der Grenze. Wer nicht will, wird getrieben." .Ich bib Freiheit?" Er lächelt ein überlegenes Lächeln. "Lüe haben die Patronen, es haben Regimenter gegen die Kosaken geschossen; wenn die Patronen zu Ende waren, mußten sie llein beigeben. Und dann Japan, Herr..."
u i. ^ der 9frmee, die man ihr eingehämmert
hat: Wenn Rußland Frieden schlösse, bekäme cs Japan und Eng- land auf den Hals. In Hunderttansenden von Flugblättern wird die Propaganda in die Armee getragen: nur >>'r Krieg kan,' Ruß land helfen. Da wird der Deuffch? Kaiser als Mitinhaber der Kruppschen Werke hingestellt, ha wird die flel>enlliche Bitte des belgischen Volkes an das russische von dein belgischen Gesandten v«brettet: '.Rettet euch, rettet uns!". Da wird cm Anariffsslug- bbatt von dem Fülfrer der revolutionären Volksarmee, des Genossen MiNlster Kerenski verbreitet: „Vvrwätts für den Fffeixm de^ ganzen Welt! Vorwärts für die Freiheit!" Es ist sicher, daß jm* russische provisorisch- Regierung augenblicklich mehr mit Flug^ blättern als mff Artillerie Unterstützung crr'beitet Aber alle roten ffiayilen mit den cmsgcnähten weißen Buchstaben: „Es lebe die provisorische Regierung!", oder dem Satz: „Wir wünsck^il nichts Frenr^s und gebm nichts Eigenes her!", alle Propaganda kann Nicht Hitwern, daß die Armee den Frieden will, und mir be- sttmnite Teile, vor allem die Tot^sbataillone und die harten fremd- stanimtgen GebirgsVölker sich in den Nack>hutkämpfen opferii.
Engster Zeit — so ber den gestrigen Gefechten — konnte man an der Front beobachten, daß der Korniloivschc Befehl, mit Mjaschinengewehren und Arttllerie aus Flüchtende zu schießeck, be- solgt wurde. Der Befehl vom 21. Juli ist drakonisch: „Das eigen-- mächtige Entfernen aus der Stellung erachte ich als gleich- bw-eutend mit Verrat daher verlange ich kategorisch, daß alle Be fehlsbaber in solchen ,Fällen ohne Schwanken gegetr die Verräter Maschnr-engewchrfeuer und Artillerie amvenden. Me Verantwortung lvegen solcher Opfer nehme ich auf mich." Ein llnter- schted gegen die Äöethoden des (^nerals des Zaren ist in diesem Befehl kaum zu finden. Man weiß das in der nissischen Armee- ttitung mich ganz gut, mtb sucht die Gewissen zu binium. In bot Kompagnien wird eben der nette Bürgcreid für die proviforisck>e RMenrng durch Namensunterschrist unter lange Listen bekräftigt' „Ich sjchwore bei der Ehre als Offizier, Soldat und Bürger, mrd verspreche vor Gott nnd meinen! Gewissen, dem russischen Reich als meinem Vaterland tten tind unverbrüchlic,' ergeben zu sein Ick schwöre, Mich bis Mm letzten Blntsttopfen dem Ruhm und Gedeihen Rußlands zn weihen, und verpflichte mich der provisorischen Re- gterung geyorsam zn sein. (Bis zur ErrickMng der Regierung gematz dem Bolkswillen durch die gesetzgebende Versammlung' unr auserlechen Dienstpslichteu werde ich ails allen .Kräften ^^chkm ich nur das Wohl des Vaterlandes im Auge habe tverde ich mein Leben für das Vaterland nicht sclwnen. Ickf schwöre' ^5* Befehlshabern gehorsam zu sein und ihnen
volle Gefolgschaft zu leisten, wenn dies meine Offiziers- Sol- daren-, Burgerehre verlangt. Ich verspreche ein anständiger.' ernsthafter, tapsfercr Ofsizrer Soldat, Bürger zu sein und mw'nen Eid nickst: aus Gründen der Geburt (Nattonalität), Freundsckmft oder Mmugung zu brechen. Des zum Zeichen schlage ich das Kreuz irnd unterzeichne mal) also.-" Es folgen dann auf der Liste die
Spalten von Namen und auf der letzten Seite UMerschrteb der Kompagnieftihrer summarisch fftr das letzte Drittel ^omvagme: die Analpl)abettn. Belichtend in der Formel st die ^Sendung „mrs Gründen der Geburt", sic soll die Fremd- tammigen bmden, sind doch allein voir den Polen in letzter Keit •^ 1 ™r. rtc uns gekommen, weil sie nicht mehr aus Seiten Rußlands kanrpfen wollten, nnd nkramische PolkS l>aben den An griff verweigert.
Eine ebenso große Sorge wie das Festhalten der Armee am '^?^S!iedanlen macht der russischen Armeeleitting der Offiziers- Sr^V' a ?' 0 tn den. letzten Tagen einen Oberleirtnmtt als Batailloiisfuhrer gefangen. Der nun ge Offizier war noch 1914 als .Kriegsfreiwilltger ^ausgerückt. Fbanzösifchc und enqlisch Osfiziercl kontmiandieren in der Artillerie. Fremde, ausgedrnngene Hilfe und Iw>ang der Alliierten aus dre Regierung, und Zwang der Regierung auf .die Gewi sen, Kosaken und Tod von russischeii Kugeln hält diese sich täglich nach altem Muster zuri'lckz ich ende Armee zusammen.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
Aus dem Reiche.
König Ferdinand in Friedrichshafen.
Friedrichshafen, 8. 9lug. (WTB. Nrchtamtl.) Nach dem Morschollssrühstück nErnahnl der König mit serneii Gästen und Gefolge ans einem geschmückten Bodensee- danrpfer eine Rundfahrt um den See. An der Insel Mainau legte der Danrpser au. Die Majestctten statteten der (^ß- herzoginmutter von Baden einen kurzen Besucl) ab. Geqerl 7 Uhr abends landete das Ächsff dir Gäste wieder an der Schloßbrücke. Um 8 Uhr abends fand im Sommerscral des Schlosses große Tafel statt. Der König von Bulgarien führte dm iKönigittiznr lTafel, 'bei der König Fierdmand ^wrscheri dem Königspaar Platz nahm. Zur RechtM des Königs s^ß '
prffrz Boris, zur Linken des .Königs Prinz Cyrill. Während der Tafel wurden Trrnksprüche gewechselt. .König Wilhelm' verlieh dern König von Bulgarien das Großkreuz des Ordens der württeinbergischerr Krone sowie das Großkreuz des Mili-, tärverdienstordens, dem Kronprffizeii u.iid deni Prinzen ^ Cyrill verlieh der König je das Großtteuz des Ordens der Württembergisckfen Krone und das Ritteikreuz des Militär- verdiensdordens. König Ferdinand verlieh dem König Wib-l Helm das Großkreuz des bulgarischen Mititärverdienst- 1 ordens. Auch das Gefolge des Königs von Bulgarien erhieltl Auszeichnungen, und zwar der bulgarische Ministerpräsident Radoslawow das Großtteuz des Kronenordens, mit Schwer- Wirkt. Geh. Rat v. Fleischmann das Großkreuz des> .Krouenordeus und General Stojanow das ttttoßkreuz beg‘ ^^ch^vrdens mit Schwertern.
i e d r i ch s h a f e n , 9. Ang. (WTB.) .Heute vormittag \ jl 1 nlhr beffchtigten der König von Bulgarien nnd^ seine beiden Söhne in Begleitung des Königs Wilhelm die Werften des Luftsch-iffbanes Zeppelin, woran sich dvr Ausstieg e i n e s L u f t k r e n z e r s anschloß. Sowohl der König von Bulgarien und seine Söhne wie auch der König von Württemberg nahmen an einer halbstündigen Fahrt über die Stadt mrd dem Seeufer enttang teil, lim 12 Uhr landete das Luftschiff mit serneu Gasten wieder, die sich nach dein schlosse zurückbegaben. Der König von Bulgarien war von der Fahrt und ihren Eindrücken entzückt.
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r 9 -. %ll &- (WTB.) Die „Gernrania" sckTreM, ste
!£,&{. Mitteilung autorisiert, daß Dr. Spahn für den 'lketch^tag nicht wieder kandidieren werde.
^Erlin, 9. Aug. (WTB.) In der heuttgen Bund es- L e u i- gelangten zur Annahme: Der Entwurf einer Beiarrntmachniig bett. das Zahl ungs verbot gegeir die Bereinigten Staaten voii Amerika, der Enttvurf erner Bekatintniachnng bett. eine Zollerleichterung für elek- tttsche Erzeugnisse aus deu besetzteu Gebieteii, der Entwurf rH eV Mr (jrmeitenmg der vierteljähr-
Ua>cu Viehzählungen und der EntNiirrs einer Bekannd« macching über das Verfahren bei der Todeserklärung Kriegs- verscholleuer. '* ö
Stabt ttttb Cand.
10. Ülugust 1917.
Merkblatt bei Ruhr-Erkrankungen.
Ivi Anschluß an die gestern von uns berichteten Erkrankung^ DSENgen m yerchenhain Meis Schotten) teilt uns H^tt K.msarz^Med i zr na l ra t D r. Walger in Gießen mit, N. -/ rwm KreiSgcsundhntsamt schotten die Bestätigung er- ^ lich um Rnhr-Erkrankungen hastdeltt keme Rede sein, ivas nochmals zur Bernlst- c^r Bevollcrung nachdttcklich ausgesprochen werden soll.
Dos Ktelsgesundbertsamt Gießen teilt noch folgendes mit: aY^ cmc lro . u Elwlera völlig verschiedene, wenn auch gUichfal.^. durchaus ernste Krankheit, und entneh durch Ansteckung' sw wird durch bestimmte Krankbeitskeime Ruhrbazillen. Ruhv- Auobe,:.. liervorgernfen, und in unfern Gegenden meistens iw vWiriMitmer alter Soerbft beobachtet. Die .stralrkl>eirserschemungeu vesieaeu stau^ptwchlich in Leibschmerzen, beitigem und schmerzhaftem ^rang zu -Llu'stentleerimgen. sowie lwungen wässerigen, mit schlei- mrgeii Iwckeir und Blut gemischten Ausleerungen, nach deren Ab- 3 avg der stuhldrang nicht aufhört. '
Man versäume ja nicht, rechtzeittg den Rat eines Arz-
^^"Oolcn. Eiiier sorgsamen Pflege nach näherer Anweisung
S-* tc 0 ? ?erdanken selbst Schwerfranke oft ihre Genesung. g^schie^-n^'H^E'^keune werden nrit den Tarmentleernngen aus-
lleöcttragung der Krankhttt genügen selbst Spuren der von .mldrrranren lferruhrenden Ausscheidimgen. Gclaugen diese ans die Lnb- nnd Bettwäsche, die Kleider, den Fußboden, aus Eß- und Trinkgeschirre, in Milch, aus Gemüse, Obst, Salat n. dal., so onuen sie leicht von anderen Personen ausgenommen tverden und bei diesen du Krankheit her Vorbringen. Auch kann der strankheiw- tciin durch Wasser, ivelches beim 9tb-spUen von Eß^ und Trink- geschrrren, von Obst, Gemüse u. dgl. mit Nnhrkciinen vernnreinigL wird^weitcr verbi-ertel sverden.
dagegen ist die Befürchtting. die sich mancher Kreise bemächttgt zii Iraben ichemt. als ob feindliche Kriegsgefangene durch! BrunnenVergiftung ir. dgl. ttlnsttich eine Ruhr-Epidemie zu er- ^s^äen uustaiide seien, gaiiz gruudlos. Epidemien lassen sich Nicht künstlich her Vorbringen, weil zu ihrem Zustandekommen noch andere Bedingungen gehören, außer den Kraucheitserregern.
Tw Pflege eines Ruhttranken ist zu Hause wegen der damit verbundenen Ansteckiingsgefahr meistens nur mit Schwierigkeiten ■i v- [t r - Solange es sich also irur nm einzelne Fälle handelt, llc die Ucberfuhrung m ein Kranft-nhaus zu empfehlen.
Wo dies nicht möglich ist, muß der Kranke in ein von den übri- geir Wvhnräumen getrenntes Zinnner gebracht und jeder mmötigc - chrn ge halten werden. Niemand, den nicht seine
Pflicht dahrn sühtt. besuche einen Ruhrkranken. Nanientlich sollen! Kinder mcmals z,i Riihrkraiiken zugelassen werden. Im Kranken- zrrmner soll man Speisen nnd Gettänke niemals zn sich nehmen, mrd sver einen Ruhrkranken oder dessen Wäsche oder Bett berührt hat, reinige unmittelbar nachher die Hände .Tründlich mit einev desmftzrerenden Flüssigkeit.
Selbstverständlich müssen die Lliisleerungen der Rnhrkranken dura, Desinfektion (Kälkmilch, Chlorkalk) unschädlich gemacht wer- den. Ebenso bedüffen Wäsche, Kleider und alle Gebrauckfsgegen- stände,^ besonders auch das Eßgeschirr, sorgsälttgster svttlausender Tesinfektton nach Amveisung des Arztes.
.Zeiten von Rnhrepidemien ist der Genuß vmr Milch. Obst und Gemüse m rohem Zustand dringend zu nnderraten Direkt gefährlich kann der Genuß von uu reifem Obst werden desgleichen soll man sich vor Erkältungen des Leibes hüt-n VÄ keine Wasserleitting ist imd das PLasser aus Brunnen cittnommen! ^werden must, ist sorgfältig ans Reinhaltung der Brmvien zu sehen, stnd zii Epidem,ezeiten soll am besten das Wasser erst naelf üor« herigem Abwckieii genossen werden.
Lebensmittel.
*T äd t i sch er O bstverkaiif. Morgen kommen woch-« mals rm Hofe der Obstvarleilungsstelle, Brandplatz 3, größere Rden^ gm Fallobst ,Pffrnd 14 Psst.< Aepfel Pftrnd 30 mrd 32 Pbz imd Hrmbeeren Pnrnd 40 Pfg. zuin Verkauf.
** ^i c-Verteilun g Von heute ab ivird in dm Klein- handttsgesck ästen der ^tadt Giesfen der auf den Bazugs.ibschnitt Nr.. ttv Lebensntittelkatte entsallenide Holländer Käse verteil Anf iede Marke werden 75 Gramm ausgBgeöen. Der Preis für dos Pfund bettagt 2,40 Mark.
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** Auszeichnung. Dem aus Gießen stamineuden Ober- lchrer Georg Hehler in Bremen wurde für seine Teilnahme mr
Dampfen im Westeir das Bremer Hanseaten-Kreuz- und die .Hess N che Tapferkertsdenkmünze verliehen, nachdenl er bereits früher Mit dem Eisernen Kreuz auSg^eichnet war.
** Sammelt Brennessttu. Wenn man durch- die Fluren geht, so beinertt man überall zahlreiche Brenuesseln, die zum größten -.eil mff ^am-eir behängen sind. Die jungen Blätter wirken infolge des Gehalts an Nährsalzen knochenbikdmd und dienen! s<yn getrocknet wrd zerrieben als Zusatz zu den Speisen der Zähn- bildung der Kinder. Bekannt sind bereits die Blättter und Samen! Als wertvolles Futter für Sch,weffle, Hühner und Kanrmben. Der Nährwert des Samens nnrd sogar dem des .Hafers gleichgestellt Ist folge des ^reichen Eiweißgehalts wird bei deii Hühnern die pcgettti.ffett stark aiigercgt. Vor einer Verivmrdung der Sleitgel als Vlchfutter nmß ans vaterländischem Inrevessc abgesehen:veroen, zmnal dre Tiere diese dock) veffchmähen. Aus den Fasern >veida« für unsere Soldaten hevgxstrllt, da die Bamw.


