)tn lUisgezmckmel ausgestellt gewesen, aber die Infanterie habe dre Kanoniere niedergeschossen, um bei dem Rückzug die Pferde ;nr Verrügnng zu Hecken. Die Folge sei gewesen, daß die Artillerie rn die Künde des Feindes gefallen sei.
Russischer Bericht
vom 25. Juli.
W e st s r o n L. In der Richtung aus Wilna, in der Gegend 1tortuid> von Krewo, zogen sich rnssisck-e Abteftuik-na. die einen Ab- schnit. d r Slc.lung des stttn es östlich von Micva t che besetz. hftten, 'regen der starten ArtilleriebeschießnNg sellens des Feindes auf ihre Ausgangs,rcilung zurück. Das erste Gardekorps mit Ausnahme der ersten Brigade, die Darno pol verteidigt?, hat a n s e i g e - n e in Antrieb — ohne Druck von seiten des Feindes seine Stellungen a u f g e g e b e n. Es ist in östlicher Rlchwng zurückge- wichen. sw erwähnte Brigade, dte sich ans den Regimentern Preo- laichensii und Semnwwskl besteht, blieb ihrer Pflicht treu und lampst i>>döst 1 ich vmi Tanwpol. Der Feind ist im Abschnitt von Brmeaon na—(Uartena—Mi lnl ino aus das Ente Ufer des Sereth linnbergegangen und hat unsere Truppen ans die Linie Smyto-vre— Gnen'w^Fluß—Trembowla zarückgedrängt. Oestlich oon Michko tvischa leisteten T eile der Reg inten ter Smolensk nick Pcjan durch Gegenangriffe den Deutschen hartnäckigen Widerstand. Zwischen serett. und Strypa setzten die Deutschen ihre Offensive fort und nszten ihre >?aupt tätig keil am Westiifer des Sereth zusammen. 'Tic 111 der Gegend nordwestlich mm Romanotoka kämpfenden Infanterie Dlvinonen dB. 113. l 53 nick 74 ließen ihre S1 e [ l u n - AEn im S ti cf; und gingen ans eigenem Antrieb zurück. Ende des 24. hielten 'ich unsere Abteilungen auf der Linie Trembowla—Ro- manroiria - Petlikowec. Westlioh der St r v p a du r ch b r a - ch e n^d i e D e u t s ch e n .n n s e r e Stell u n g e n in der (^>grnck von A l^e s k a , und am Abend des 24. zogen fick unsere Truppen aut die Front Przemlvck—Eeerjanv—Bartsch zurück. Hervor) uleben ff k -die .tapfere Haltung vmi Llbteilungen der 194. Division sonne <-s 3. und 5. Nadsalwerbataillo.ns. die w'bittert jtgen überlegene feindliche Kräfte kämpften.
Nack Aussage eines gefangenen deickfchen Offiziers wurde das l4o. deutsche Regiment säst ganz ircnticfttet Bvnr Dnjestr b t s : u den K arpath e n setzten unsere Truppen ihren Rückzug in östlicher Richtung fort. An der Bystrzvea-Sol-stwinska schlugn, sich unsere Nachhuten in der Gegend von Lpsseo-stanislawow mit dem Feinde, der sie oedrängte. Polnische Lanzenreiter unterstützten krartig die Insanreric und griffen die deutsche Fnianterie sechsmal an. den Straßen von StnnisTan spielte sich ein hitt- nackiger B a j o n e t t k a m p f mir deni Feinde ad, der dort einbrach Die Bewohner der Stadt warfen von den Bal I o n s und F e n st c v n Handgranaten aus unsere w e i ch e n d e n Truppen.
R u m an i s che Front: In der Gegnck von Bakstrpatak lx> machrigren sich russisch^ Lkusklärer feindlicher Schützerrgräben. Nachdem ne 33 Gefangene gemacht nick 2 Maschmengewehe-c erbeutet hatten, kehrten sie in ihre Schützengräben zurück. Feindliche An- griffe m der Gegend von Oitoz wurden zurückgescklagen.
Kaukasus-Front: Die Lage ist unverändert.
sche Abteilung in diesem Bezirk gemeldet, am Nordufer des Matchara-Sees, 46 Meilen weAich von Arnscha.
Im westlichen Gebier kam unsere Mteilung am 21. Juni in Fühlung mit der Truppe, die sich nordwärts auf Mahenga bei Linstka (? zsirückzog.
Z n P o r t u g i e s i s ch - O st p f r i k a wurden feindliche Abtei- lungen von Abniembe durch unsere Trtivpen von dein südlichen. Npane-Laick vertrieben, die sich eilig ans den Rouama-Flnß zu* rückzogen, in der Richtung auf Sassamvara und in die Rula-Derge verftst-gt, von nnsereii Truppen.
Von
Ariegzbriese au§ dem Osten.
unserem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Der Sereth-Uebergang südlich Tarrwpot.
Am Sereth, 24. Juli.
Ummterdrochen dröhnten gestern abend bis spät in der Nickst me Batterien vor meinem Fenster, um Bahn und Straße von Tarnopvl nach picken unter Feuer zu halten. Damit ist seit gestern mittag den Russen die wichtige Querverbindung auf dem östlichen Serethuser nach Czortkow und Buczacz auch rmterbrochen. Plan- niachg wachsen Idie deutschen Operationen. Gestern mittag um 2 Uhr tvurde von Regimentern, die sich oft im Osten ausgezeichnet haben, Sereth überschritten! Die kauin beschädigten Brücken 'waren schnell durch unsere Pioniere ausgebessert. An den steilen .‘öäitgert 55 ? ^Erhöhenden Ostufers kam es zu Zusammenstößen. Ernsthaften Widerstand leistete der Russe erst, als sich unsere Infanterie, die sich aus dem kleinen Städtchen um I Uhr entwickelte, gegen den Wald aus du Kuppen vvrschob. Um r : 4 Uhr setzten zwei russische ^ atQuipue über die Felder zum Gegenstoß an. Jeden Mann komlte irnsere Artillerie erkennen: sie kartcft'chte die Kolonnen einfach zu 4 lammen. eine Gruppe nach der anderen sank nieder, bevor sie den schützenden Waldrand erreichten. Gegen Mend sah ich unsere Av taute ne über die Felder, sich in Meuten sainmelnd und duckend,
iuken lag die sacckere Stadt,
Der Kaiser an der Ostfront.
Berlin. 26. Juli. (WTB.) Der Kaiser begleitete nmire dre sie-lpreich vordringercke Armee des G e itera l s von Bothme r auf denr Vormärsche und de- grutzte deutsch^ und osmanische Truppen, die sich in den letzten Känrpfen besonders ausgezeichnet hatten. An den Marschstraßen wurde der .Kaiser von deii Reaimenterii lubelnd bewillkommnet.
Berlin 26. Juli. WTB. NichtamU. Kurz imch dem ge gmckten Durchbruch begab sich der Kaiser an die ostgaüziichc ,rrom Anr 24. ^uh um 9 Uhr traf der Kaiser, von dem Ober- veseylshaber-^st, Prinzen Leopold von Bayern, und dem Ehes seines mackes Oberst Bosftiiann empfangen, dort ein. Der Kaiser der an-tz.erst frnch und wohl missah, begriißte deck Prinzen caiss Herz ichste. Nach ter Vorsteklung des (pekolges nahm der Kaiser dm Borrrag des Chefs dos Generalstabes des Oberbefehls Hab? rs-O st ßcker die Lage entgegen, .vicrauf ging die Facht bei chrAckum, wnnlgem und klarem Wetter durch die Stadl Zloczow, wo die Eurrvohner, dickst gedrängt, dem Kaiser zuftlbeltcu, zuerst zu Dem Brennpunkt der Durchbruchsschlacht, der heiß erkämpften Zlma- tvora^ Der Zugang zur Kuppe über den zerschossenen Dammweg und durch den von Minen und großen Granaten aufgewühlten SL rypa grund war beschwerlich. Trotzdem stieg der Kaiser durch das Gewirr der zerschossenen Gräben und Drahthindernisse den steilen! Borg chnau. Der Kaiser, der das lebhafteste Jrrterrffe für alle Elnz.-lheiten der Stellungen mck des Sturmes zeigte, blieb bald da. vau dort stehen, um besonders intercsiante Stellen emgehen4l zu benchtigen. Aiif der Höhe der Zlota-Gora, von der man einen überraschenden Fernbliu über die ganze Gegend hat hielt in- mckten der gewonnenen Stelftmgen der Leiter der Durchbruche gruppe- denr Kaiser Vortrag über die Durchbruchsschlacht und die 'ich daran auichlsetzenden Kämpfe. Befriedigt mck glücklich war der Kap«:, als er hörte, daß das gewaltige Ziel mit verhält- nrsm avig üc ringen Opfern ertauft war, Jm Anschluß . 05 ch,Vortrag trug Maior Franz die letzten Meldungen vor und berichtete über die gemachte Beute, soweit sie sich brslsev übcnehew laßt. ..Aas ist eine Bombensterlung." meinte der Kaiser, ehe er ?J C ,® 7 0 verließ, und erzählte, wie er sie im Oktober vergaugcneit Wahres von den^gegem'ckerliegenden vöhwi aus habe liegen sehen, ^an.l ging dw »fahrt zur Front weiter über die wiederhergestellte Bahnlinie nach Zborow, auf der bereits die ersten Züge den Weg Kaisers kreuzten, durch das zerschossene esborom und durch Q m der Tarnoooler Chaussee werter nach Osten bis zu dem Bon hier aus wurde die Weirercnttvickbing des Geuck^... beobachtet. Ämter den Höhen - stiegen große schwarze .dauckwnta ineu aus, und am Hinl inel standen weiße Schrapnell- wollen Eine unmittelbar vor dem Gefcchtsstmid stehend^ Batterie smwerpen .Kalibers tcvkerte gegen che russischen HöbensteUunqen ostlck-! von garnovol. Der Kaiser sah alle einlMisenden GeiechtS- mewunqen em und wrterhielt sich während der Pansen in der Geecchtslertung angeregt mit den Herren, die ihm von früher bekannt waren, oder die sich in den letzten Kämpfen besonders aus- gezeichnet hatten. Es war 3 Uhr geworde-l. Jm Stehen nahm der Kaiser ein cnntaches Frühstück ein. Aur der Str-str fuhren die Truppen vorbei, die staunerck die Kaiserstandaru w weit vorn im loerechtsfeld sahen.
. . Berlin, 26. Juli. WTB. Nichtamtl.) Ter Kaiser wohnte befute oMich Taruopol dem Gefecht einer Division bei, das unsere Truvven^n den Besitz des Gerwides weAich des .Hnizdeziia-Flusse.< brachte sr Mas. weilte während des Kampfes auf deii Gef^cht«- itclieii zweier JFsnterieMegimenkw, eines Fetdartillerie Regi- rl UtJ Cl l t0t §eldattilteric--Abteilu 7 kg und beobachtete im feinch« sichen Fsuer dre Entwicklirng der Jnfmttcvie und das Fortschreiten ^es Angriffs. Dn Anwesenheit des obersteii Kriegsherrn war den vorgehenden -truppen durch Lichffignale bekanntgegeben. Bei der 2Krrrvfahrt durch che in den letzten Tagen sehr Mitgenommene und nmv vremrende Vtadt wurden oem Kaiser lwgeisterte Huldig,ma.-p seitens drr befreiten Bevolkenmg dargebracht, che den Monarchen il re nd umdrängten und mit Blumen überschütteten. Der Bürger- menter sprach L-r Maiestät den Dank und die Freude der Einwohner über dre Berrenrng von der Russtmherrschaft mrs.
Die Kämpfe in Ostafrika.
*u*rl n £# n 'Jx' Mcßtamtlich.) Amtlich« Bericht
Mir empftngen wertere Einzelheiten Wer das Ge- wcht bei Narongombe, 33 M«len südwestlich vrm Kilwa AOt m» 1 I 9 . aMi oettriebSt nstr dm Fchnd ^ A?^^L^pEeilung zog sich südlich
* zuruck. Enu .chnwche MÄnluna zog sich
-eweAick^rch Likawaqe 7- ans Liwale zurück. Z kam zu chmm ,chw«en G«eckn aus einem dicht mit Buschwerk bewackstenen Ge! lande, n» allein du Gebirgsartillerie die on.frersende Infanterie wrrksam mrter sültzen «mnte. Die 'endlichen Verluste waren sch!^ .zm nördlichen Gebiet würbe am 29. Jimr eine schwach^
den Waldesrand erreichen. Zur
der 'Sereth blinkte^ zwischen den Dächern auf. am Waldesrand ?rj? en L . Erdfontönen unserer Gruiiateneinschläge hoch. Die ruf" Iische Artillerie schoß sehr wenig, das Insantcriefeuee hämmerte ungletchmäßtg am Waldesrand, die Gestalten verschwanden, Leuchte l-Ugein gingen hoch. Ter WaldeSrano war genommen, es war gegen 6 Mir : dann strömte ein Wollenbruch nieder: es war nicht die Hand^vov den Augen zu sehen. Klitschnaß gingen unsere Leute zum Sturm. Klitschnaß werden sie die Nacht auf feuchten Felderii ruhen. Aber hinter ihnen liegt der Sieg: der siegreiche ll eher gang über den Sereth am 23. Juli 1917!
RolfBrandt, Kriegsberichterstatter Bor Tarrrspol und am Screch.
Südöstlich Tarnopvl, 24. Juli.
^ Der Vor manch in Podolicn geht mit überraschercker Schuellig- ^ ?Evarts. Drotzdem die Truppe nicht ein marschiert ist, am ildend «st spät in Quartier kommt, und am nächsten Morgen um X-- rwerter geht, werden die Schwierigkeiten glänzend besiegt. -Daglicher^Erfolst hilft über alles hinweg. Die reiche Bettle, die aus den stattonen der Bahn Zlovzow— Taruopol und der Bahn Darnopol—Brzezany, die am 21 . abends bereites von einer bewahrten ^st-Division erreicht war. gemacht tvurde. läßt außerdem eine whr reichlnße Berp'legung zu. Tausende Kisten mit Fleisch- wmerveu und sacke voll Erbsen, Dörrgemüse, Mehl, Fischen wur- eeu erbeutet. Dabei fanden an einer Station unsere vom Marsch hungrigen Leute das Abendessen von den Russen schon lnneftet. Dre hatten die Magazine in Brand gesteckt, und von der Hitze waren Hunderte von Eiern gekocht uumVn. Unsere Leute holtest Ne voraus und aßen sie nrit den heißen FleisobÜonscrven. Auch dlsi Beute an Material ist sehr erheblich, llebevatl sah rch gestern aus den Ruckzugs,traßen russische Last- und Personen automobile denen meist nur der Magnet fehlte. An Geschützen wurden allein an «n« Bahnstation über 20 — darunter ganz schwere «- b«l»er. Aach Abtt'g der gesprengten Mursttion werden in Iezierna allenl 30 000 schuß erbeutet worden sein. Aus d« Chaussee Zloezow—Taruopol liegen 4 Panzermrtvmobile znsammelrqesckos- wn. Um den schnellen Vormarsch aui zu halten, hatten die üeusien längs der «trotze mit Panzerwagen angegriffen. Zur Seite der ^trape sprengten Kosaken vor. ilnsero Artillerie faßte die Wagon Grauenvoll festen die zerrissenen Leichen der Maschinengeu>ehr- belatzung ,m Innern d«- Wagen ans. Tie Kosaken stoben zurück Mehr Gtt'ck hatte myere Kavall«ie. Eine Nlanenschwadron er- bentete auf einer Station 7 Geschütze, danlnter schwere, und zwang emen^Zug zur Umkehr.
linden die Russen nicht mehr Kraft zum euer- glichen ^Aderttand. Ihre 11. Armee ist völlig geschlagen Aber an Lm es auch gestern zu schweren Bnonettkämosen. südlich der Bahn Brzezanp—Tarnopvl stieß ein österreichisch- ungarrsch« angrenend« verband aus nisstschen Gegenangriff. L^ukick-e Bataftlone wurden zur llnterstützung in den Kamps ge- geworseu, und es kam zum Bajonettangriff, der die Russen warf. Anck um Taruopol selbst mär d« Kamps gestern heftig Hier machte ,ich auch die russische Ärttllerie von ben Höhen des üst- ttchen Serechllfers stark bem«kbar, Von den Hügeln vor der Stadt iah ich d,e Turme und Häuf« glänzen, große Ütaucknvolken schwangen srck über das Hänserviertel, das im Bdittagslicht sich dehnte.
sL' rcn S? r schwarzes Auge — war zu erkennen,
stlbst die Blumenstöcke sah man im Glas. T« schlanke gotische Turm der katholischen Pfarrkirche ragte weiß über Rauch und Schwaden, und die beiden wuchtigen Türme der Tvminikancr- kirche sahen zu den Angreifenden hiriüber. Jni Süden mck Norden lärmten die Geschütze. In der^Mucke vor der Stadt platzten russische schrappnolls, man unsere Leute arbeiten . . . Ans allen erblickte ich aus dem Mckritt Wied« diese vielen Bilder des Bew^sung^ampfes, m dem sich die Schlacht in Podolicn voll entetcfelt bat Meldereiter suchen ihre Stäbe, ?lrttllerie marschiert Kolonnen und Kolonnen stauben die Straße entlang. Rote Kreuz' .^agen sammeln sich bei den Stationen. Ordonan^Offiziere spren- gen zu den «Een, die neben ihren Telephonzelten auf den Hü'- geln ^halte n. ^eder sag bringt neues Quartter, mck wefter geht du Berfvlanng durch die Fortnohme d« einzigen Bahnlinie.
der /. « 0 ,Ischen Armee, ist auch diese ins Wanken gefommen. Du große strape vom sereth nach Buczacz liegt bereits s«t gestern in unserem ,ck?weren Feu«.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatt«.
Eine Vereinbarung zwischen Dei'tschland und England «ber Gefangene.
Berlin, 26. Juli. (WTB. > Die „Ncnckd. Allgem. Ztq" meldet: Bon deutschen und englischen Regiernngsvertreterk wurde kürzlich im Haag in einer gemeinsamen Beratung der Entwurf emer Vereinbarung zwischen der deutschen'und der g ro ß b r i t an n i s ch en Regierung über K r icq s- int 5 Zivilg efangene ausgestellt. Der Ent- wnrs hat nunmehr die .Zustimmung der beiderseitigen Regierungen gefunden. Die Vereinbarung, deren deutscher Wort ^demnächst veröffentlicht ivird, ist vom Standpunkt der .Menschlrchkcttt ans das lebhafteste zu begrüßen. Sie betrifft die Entlassung kranker Kriegsgefangener in die Heimat und die ^n^rni^rung von Kriegs- und Zivitgefangenen in neu- walen Landern, ferner die Bestrafung der Fsuchtversuche von Kr 1 egsgefaugenen, die Aussetzung der gegen Kriegs. uv k Zwftgefangene verhängten Strafen wegen bis zu einem ae wissen Zettpnntt begangener Straftaten und Bergeltunas- uurgregeln gegen /.Kriegs- und Zivil gefangene, endlich he- schleunrgte Abserttgung der für die Kriegs- mtb Zivilgefau- genen bestnnrvten Patetsendungea, sowie Nachrichten von der Gefangennahme der Angehörigen der beiderseitigen etmtfraftr. Wertere Fragen, bereit alsbaldige Lösung bei den Berhandtttngen im Haag nicht möglich erschien, wurden zur spateven Erledigung zurückgestellt. Insbesondere sind die deutschen und engllschen Re-gierirngsvertveter übereir,gekom
men, ihren Regierungen Ar enrpfehlert, die Frage der Erweiterung der Entlassung von Zivilpersonen in ihr Heimatland und ihrer Jrrternierung in neutralen Ländern in wohl- wollende Erwägung zu ziehen, vor allem m Fällen, in denen ZwllPersonei: rn tropischen Gegenden oder arideren ungünstigen Verhältnissen zrtrückgehalten werden. — Besonderen Anteil mi dem Zustandekommen dieser Vereinbarung hat die niederländische Re g ier uit g. Durch ihr Entgegenkommen wurden die Beratungen der deutschen und englischen Regierungsvertreter ernwglicht und auf das wirksamste gefördert, auch stellte sie in bereitwilligster Weise ihr Land für die Unterbringung deutscher und englischer Kriegs- uick Zivilgefangener zur Verfügung. Für diese Betätigung echter Menschenliebe gebührt ihr der wärmste Dank.
Eine Sozialisten - Konferenz in London.
L 0 n b 0 n ,26. Juli. (WTB.) Das Reuters che Bureau meldet: Gestern fand an Unter Hause eine Konferenz zwischen den r u s s i sch e n Vertretern und Mitgliedern d« Arbeiter- partei, an dein der Vorsitzende der Arbeiterpartei W-ardle, das Mitglied des Kriegs lab imtts Arthur Henderson, ferner George Ro- b^cks, Ramfap Maedonald und Jowett teilnahmen. Es ivurde be- schlos sen, eine S 0 z i a l i st e n 1 0 n f e r e n z der s-Uliietten -am 8. und 9. August in London obzuhaltkn. Die Irische Konvention Aä.m Dublin zufanmien und ernannte Sir Hvrace Plunkett zum Bort chcnden, der schon lange um die Vermittelung zwischen den irischen Parteien beinüht tvar.
*
-lmerikattischcr Bluff.
^ 2«. Juli, (WTB. MchtmEch., Nach einet
^epeiche des ,,Llllgemeen Handels bla d^ aus London wird ans ^stghu'.gton gemeldet: Der Beschluß des amerikanischen Gen«al- stabs, noch «ne zweite Armee von einer halben Million auf- zustelleu, soll daraus znrückzusühren sein, daß inan auf Rußland als militärischen Faktor in näckstter Zeit ntcht mehr rechnen könne.
Eine Konferenz in New York.
Rotterdam, 25. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Dem ,"Manchester Guardian" wird aus Washington vom 15. gemeldet, es sei bereits so gut wie beschlossen, in Mw Bork eine Konferenz abzuhalten, an der russische, französische, cng- ujche, ttalienischo und aincrikanische Vertreter tcilnehmen wllen. Ztveck der Konferenz sei, eine neue Erklärung über die KrtegsKiele der Alliierten abzugcben. Frankreich und England hätten die Einladung zur Konferenz angenommen.
*
Kercuski über feine Zukunft.
Bafel, 25. Juli .,Oeuvre" gibt iolgeudc Aeußernngen Ke- rensns wieder: ,,Ich siible den Keim des Todes in mir und mein« Lage stick gezälilt. Das llebel breitet sich in mir jeden Tag weit« aus. und ich berechne genau feine Fortschritte. Deshalb will ich auch !v rasch wie möglich handeln, um mein Vaterland der Umklammerung seiner decken gefürchtetsten Feinde, icäinlich der Deutschen mckj der 'Anarchie, zu entreißen, dtichts wird mich in der Erfüllim^ meiner Ausgabe aufhalten, weder Drohungen noch Attentate, dcun bas Leben gilt mir wenig." Kerenski zeigte seine linke schwärz- ttch gesarbte und vollständig steife Hand als ersten Beweis einer inu heilbaren Krankheit.
*
Hervo über dic ReiäMtagseutschließunst.
Gens, 25. Juli. Hervo schreibt in der „Bictoirc" übei7 dte Reichstagskundgebung, wenn mm: diese ,paKifistisch^' Kundgebung mit den stolzevi Tviumphreden (?) der Deutt- scheu von Kriegsaufang vergleiche, so sei sie oon einer höchst erfreutrchen Demut. Heute loürdeu die Deutschen freilich nicht mehr van Enobernngsgier getrieben, heute möchten "d^e.Un-glücklichen" einen freundschaftlicheu Frieden haben. Als sie in den Krieg zogen, träumten sie — „mögen sie sagen was sie wollen" — vom Gewinn des Erzbeckens von Brrey, der französischen Nordprovtnzen und aller Balkanländer zwischen Deutschland und Bagdad. Jetzt aber fühlten sie sich als dre Schwächeren. Jetzt tnöchten sie denen die Knie küssen, die ihnen eineu „weisen Frieden" brächten, den „Frieden ohne Sieger und Besiegte".
* * *
Griechenland.
H a a g , 26. Juli. Der Korrespondeut der „Dailv New4" m Athen bringt Enthüllmrgeu über die Handlungen der Regierung unter Skuludis und Gunaris. Danach scheint es, daß kurz vor der Auslieferimg von Rüpel a ndie Deutschen und Bulgaren die griechische Regierung Deutschland um eine Anleihe von 80 Millionen Mark gebeten hatte.
Zeettieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 26. Juli. lWTB. Amtlich.) Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 23 500 Bruttoregistertonncn ver- Ntchket. Unter den versenkten Fahrzeugen befanden sich das englische Vorpostenfahrzeug „Arama", das nach einstündigem Artilteriegefecht versenkt wurde, die englischen Dampfer „Gi- hel 2)ebeb" (949 Tonnen) mit Kohlen nach Gibraltar, „Exford" (4503 Tonnen) mit Hafer und Lokomotiven nach Eng^ land. Die Ladupgen der übrigen versenkten Schiffe konntet nicht festgestellt werden.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
*
Tic tt-Boot-Gkkal,r für England.
-t der«, 26.3A. lWTB.) Archibald Hnri» schreibt im „DMj. T-lcgmph vom 20. «e> .Beginn der Tai,chbo->l kam-
vagnc brsahi-n wir 3600 Lckisfr über 1600 Toimcn oon f 'ncrt ; ruaraebenermaven We fcMftv für mfKtütito; ;jnwfc in «nsvruck gtmminm njottro rst, wLhraü. Wr entber- wälirc imfera l?“ WOTtn-toteng btt (Jututoai bringt Dahbr milfiwt die ‘ ™ 1, „' W: " ,är verlorenen, schift,- irichi von 3000. jondm, von Io00 Lbaeiog«, wm-bei, Do< rigrbl ein flnr-s Bild von der tmrflirfjen Lage. Danach Jot die verfügbare tmmnqc., (ütorfefenl von Neichaiitcn, irnrt cm Drittel abgcirmmnen. Betreff« der Neu- >autm fuhrt .v«d ans. dal, man gcmW de,, Anerben Addis«« nhl ichr.haiüü a,t ainanac, m»che»ll«b ö bis 6 Erlddlmntai hkrzrn,rfra. -o aihre nd bmr*fcimirtlidi 20 versenk, »vorbei, sind Ueb,-r vie m dieser Ansich t oon Amrrtka M erioartendr Hille ahbt ,'nü Hnrd^ nnrn Da-sSoy ,, „in. Er schreibt, Je „rein Amerikas den .,^>per-tw.°m m Frankr-ich. beteiligt lein wird, des« mef), .exfnrfi imck es fftr DnansportMeche benötigen C?.- mftre lorlnil, an, eine «emrenSmerk Tonnage von drük«, m >echne„.
*
London, 26. Juli. (WTB. > Die Admrrv-lrtät teilt
n*n 77 ^vL ff C ]V a - nl n 11 * Hilfskreuze r „O t w a y" wällen BrEoregrstertonE) ist m ben nördlichen Ge- rDaJsfrn Torp edrert »norden und san f innerhalb 20 ©e-
rlfAf 11 ' ^ 11 'm? 111 - ^ ur .^ u getötet, die übrigen sürb ge-
~ 1C Udimralttat teilt ferner mir .Amtlich rchrh aus Berlm unter dem 22. Iicki gemeldet: Das brttrsche
mxbt tm* ein deuttches äffi, [eeboot Versen kt. Ern Hetzer imcrde gerettet.
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