Ausgabe 
16.7.1917 Erstes Blatt
Seite
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Irisches von Srr stauörst'chen §ront.

v §2* Ndchr noch Äs das, loas unsere anerknnnten Dichter aus ??? 'Wflfat, interessieren uns die kleinen Wierke der Front--

lowaten, die erst durch das Erleben im Kampfgebiet zu Dichtern X 110 volkstümlich, bald erstaunlich kunstmäßigen

^edenr den Gejrchten und Empsrndungen des Kampfes Ausdruck ^0- Proben dieser im besten Sinne ursprünglichen ^negslyrik entnehmen wrr einer Sammlung von Gedichten von die demnächst unter dem TitelKtreg in plaudern bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart erschei- Ut^a^' , Ze Soldaten, die diese Gedichte geschaffen habeir/ sind L'/^kannt. und ihre lyrischen Erzeugnisse legen vor allem P*rf. ' ^i lNvühl bloß. So begeisterte einen

LZnzrerstellvertreter der Erschlag im Felde zu folgenden Versen:

Nun gehen viele Füße wohl all den gleichen Gang Viel Wege und viel Gassen daheim sind ganz verlassen, wo sonst ihr Schritt erklang.

Nun gehen viele Füße wohl einen neuen Schritt.

Wer sonst allein gegangen, macht nun mit heißen Wangen das große Wandern mit.

Es gehen viele Füße nach einem Takt wie nie die Morgenröte schreitet voran die Fahne breitet sich mütterlich um sie.

Nun gehen viele Füße in einer: Garten ein.

Ein Gräber steht und scharret, ein Wächter ruft und harret,

Lorbeer und Rosmarein..."

T:e Wildheit der Schlacht schildert ein Kriegsfreiwilliger mit folgenden Worten:

Schreie entroll'n wie Fahnen, das Ich entflieht dem Leib.

Sind ohne Mutter und WeiÄ; nur deutsches, seliges Ahnen.

Wir sind sturmkühne Aäächte!

Der.Tod sucht seine Fürsten.

Die blanken Seelen dürsten nach festlichem Gefechte.

Der Himmel aufgerissen!

Tods Trommler sind die Höhen.

Dörfer und Wald vergehen, wo wir die Herzen hissen!"

. Auch an einer gewissen Kriegsvhilosophie fehlt es nicht in diesen La.rengedichten, wie die folgenden Verse beweisen mögen:

Drei Rosen in dem Flintenlauf, drei Rosen um den Säbelknauf. urlbändig und vertragen, von übermütiger Kampfeslust geschwellt die sieggewisse Brust, so sind wir fortgezogen.

Die Rosen hat der Sturm zerwühlt, den Uebermut die Zeit gekühlt, wir wurden ernst und stille . . .

Aus jugendlicher KanrpfeÄvut ward eisenharter Mannesmut und heiligernster Wille." n-

Die Berliner Erstaufführung einer Dra­matiker in. Aus Berlin wird uns geschrieben: Eine Drama- ttkerin, die bereits in Wien Aufsehen erregte, kam jetzt auch in Berlin zu Worte, und der Versuch erwies sich in jeder Be­ziehung als lohnend: das Kleine Theater errang mtt der

Erstausführung des vievaktigen DramasIm Bahnwärter- w ^rfen uttb durchaus ernsthaft zu wertenden Er-

Wlg Tw Verfasserin Alice Stein-Landesmann überrascht durch nne ^glückliche Mischung von ungekünsteltem Gefühl und sicherem Dheaterins linkt. Das Stück, in den: iiur 5 Personen auf- ^eten, spielt in dem Hause eines Stteckewrächters und seiner Krau, ^s setzt mit einem frischgezeichneten Idyll ein, dann 'wird die .A ogeschloisenheit des Lebens im Bahnwärterhanse gesprengt ^rr^, die Ankunft zweier fahrender Komödianten, Karl mrd Frredel, die hier Zuflncht suchen. Ter Mann stirbt, und Friedcl wird von den Bahmvärtersleuten eilt bleibendes Heim geboten, x 5iriilt entwickelt sich der Konflikt zwischen diesen drei Menschen: ein leichtfertiger Frauenjäger, der Weichensteller Dewitz, dient gewissermaßen als Kontrastwirkung, um das Zu­sammen streben des Bahnwärters und der seiner Welt so entgegen­setzten Komödiantin erklärlicher zu machen. Ter Höhepunkt des Mulles, das überhaupt auf billige äußere Wirkungen verzichtet, ist starr verinnerlicht: da der Bahnwärter durch den fremden Ein­dringling zum Vater gemacht wird, ringt sich seine Frau zur Ent- sagung durch, sie verläßt das Bahnwärterhaus, in deni sie den größten Teil ihres Lebens im vollkonimenen Glück verbracht hat, um der Zukunft des Kiiides uichit im Wege zu stehen, um die Frau, der sich, die Liebe ihres Mannes Wgeirandt hat, nicht verkommen zu lassen. Das Ditück übt mit seineir ,'nanchmal nicht völlig klaren, aber.stets recnen Mitteln eine starke Wirkung aus, das Interesse ftetgerte sich von Akt zu Akt, uiid der Abend schloß mit allen Anzeichen emes Erfolges. Tie von Robert Forsch geleitete Ausführung brachte.auch das Wesentlicl-e zur Geltung, trotzdem an die Darsteller nichts weniger als leicht zil befriedigende An­forderungen gestellt wurden. Paul Bildt als Bahnwärter, Ida Wüst als seine Frau Marthe, sowie Mtl-e Grulber, Robert -yorich und Gustav Rodegg erzielten im Zusammen spiel Wir­kungen, die m gleicher Weise der Dichterin Mid ihnen zu danken snrd. A. B.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen, treusorgenden, lieben Mutter

Frau Katharina.Albold Ww.

sowie für die überaus zahlreichen Biumenspenden sagen wir allen unseren

herzlichen Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

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Salatgurken fallen nicht unter die Höchstpreise Die Preise verstehen sich nur für marktfähige Ware erster ®Jjl e \3j* w * t)e c v P i nt , lunnen gegen biefc Höchstpreise werden nach den &efttmmunflen des Gesetzes betreffend Höchst­preise vom 4. August 1914 bestraft. ® m

T-ev Vorsitzende der Prelskommission für das Groß Herzogtum Hessen:

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