schaut intfe verfehlten vollkommen ihren Zweck. Der Raum von Brze^any ist es, den sich die Russen als Durchbruche stelle auserwahlt haben. Hier schwoll das feindliche Ar- trllerieseuer ständig an. Ani 26. Juni abends hatte es ,to< 5 <tr den Charakter stärksten Trommelfeuers. Die hinter unseren Kampfstellungen gelegenen Räume wurden sehr Unsere Artillerie blieb dem Gegner nichts ^uldrg: sie bekämpfte aufs wirkungsvollste die feindlichen Batterien und nahm, sobald Auffüllungen in den russischen Graben beobachtet wurden, diese unter heftiges Bernich- rirngsseuer. so daß die gegnerische Infanterie sich fast zu terner Angriffsaktion aufrafste. Nur an zwei Stellen machte Laufe der Nacht mit etwas stärkeren Kräften einen Versuch zum Anlause, der in unseren: Sperrfeuer schei- borgen des 30. Juni lebte im Brennpunkte 'des Kampfes das feindliche Feuer allmählich wieder auf: es steigerte sich stellenweise zu erheblicher Stärke, wobei die ichlveren feindlichen Minenwerfer sich sehr tätig zeigten. Am Nachmittag kamen südlich und südöstlich von Brzezany und .Koniuchy starke Angriffe der feindlichen Infanterie ins Rollen, wurden aber überall restlos durch unser Feuer ab- gew^sen. An manchen Stellen verhinderte unsere Artillerie :durch Vernichtungsfeuer die feindlichen Angriffsmassen am ü ir en ^ ec .® r ^^ ert - Gegen 91/2 Uhr abxnds setzten die Russen neuerdings nordwestlich von Zalosze zuin 'Anläufe an, aber unser Sperrfeuer bereitete auch diesem Versuche >em schnelles Ende. Das gleiche Schicksal hatte ein Angriffsversuch, den die Russen gegen Mitternacht im Raume südlich Brzezanp unternahmen. Hier versuchten sic ohne jede Artillerievorbereitung ans ihren' Stellungen hervorzu- brechen und unsere Gräben zu überrennen, sie erlitten Erber schwere Verluste und mußten schleunigst umkehren. Ihre Artillerie begann dann wieder zu wirken. Sie steigerte gegen Morgen des 1. Juli anhaltend ihr Feuer. Die beiden mmen^ Tage der von Frankreich und England befohlenen Offensive haben dem Feinde nur schwere Verluste gebracht, -vhne bau er auch nur die geringsten Anfangserfolge erzielen . ftwtrrte. Auf unserer Seite standen Truppen fast aller Ver- bundetep im .Kampfe. Oesterreicher, Ungarn, Deutsche und Ottomanen, alle haben den gleicher Anteil an der siegreichen Abwehr der bisherigen russische,i Angriffe. Die Verluste der Verbündeten sind dank den vorzüglichen Verteidigungsmaß- nahmen und dem vorbildlichen Zusammenarbeiten aller baffen überaus gering.
andere volckft'chc Anspruch an Griechenland würde unter diese Kenn i Zeichnung fallen. Verliese dagegen die Sache, was freilich nicht zu erwarten hi, zugunsten des neuen Griechenlands, so wären dessen etwaige Eroberiingspläne natürlich von dem berechtigten Wunsch nach eurer besseren Sichermrg diktiert.
Noch einen dritten Zweck scheint Benizelos zu verfolgen, der ichc als Meister der taktischen Vorsicht zeigt. Er tveitz noch >na:t, in welchem Ausmaße und Tempo fick, seine Macht befestigen wird, ob er rechtzeitig und in genügender Zähl seine Griechen ans ^>tzvt platz bringt. Gel in »v ihm die Mobilisierung achtbarer ^-trertkrätte, so kann er sie ins Feuer werfen, sobald es ihm paßt, oenn dre ,rorni. in der er die Beziehungen abbrach, war 'ja für üben wollte, gleichbedeutend mit Kiicg. Mißlingt jedoch das Erveriment. so roartet er ab. was wir und unsere Verbündeten tnil. Gasten nur zum Angriff über, so zetett Venizelos über den hinterlistigen Uebersall aus das friedfertige Griechenland, denn die- ,es habe dock. nur die Beziehungen abgebrocheit und kein Wort von einem Kriege gesagt.
Du griechische Erklärung ist also gar nicht übel ausgedacht linb gefaßt, aber eben deshalb erscheint es uns gut. von vornherein zst zeigen, daß ihr Zweck uns nicht verbot gm geblieben ist. Wir werden danrit manchen späteren Entstellungen Vorbeugen und könnm die Verantwortung für die Folgen der venizelistischen Kriegsvolckik von ^.tzlang an den Hetzern und Verführten ausbürden, die an dem lln- gltick^des griechischen Volkes die wirklich Schuldigen sind.
... '?. a f 0 11 i T i, 2. Juli. lWTB. Nichtamtlich.) .Havas: Die vorläufige Regierung 'hat sich zur rechtniäßigen Regierung des gecniteik Gncchenlands umgewandelt. Es sind Maßnahmen für r.rc Rückkehr nach Athen getrosten worden. Zahlreiche Flucht- lmge rn Athen, Ossiziere und Generale aus dem Peloponnes haben Vemzelos und der neiten Regierung die Versicherung ihrer Ergebenheit gegeben.
Die Entente und Rußland
Juli. (WTB.) 9Lach einer Reutermeldung
Las Selbftbestimmuiigsrecht der kleinen Völker und die Entente.
Dre ganze Hohlheit und Verlogenheit, die in dem Schlagwort de- Vier Verbandes ..Verteidigung der kleinen Nationen" enthalten l~' 77 n 5 in allmählich auch in Mntralien, wo bisher die ^° r r Crntcnte zugeeignet rvarm, zu erkennen. Für stk.iäv Aussatz in einer in französischer Sprache in der Wesssch.reiz, in Genf, erscheinenden Zeitung, der , „Jndepedance VA re traue", vom 16. Juni 1917. Wir lesen dort: M' ° • v ZZ" Annexion Albaniens durch Italien unter dev Broklankierung der albanischen Unabhängigkeit unter ttalrenifcheni Protettorat wäre einfach grotesk im Hinblick darauf, ^ ^ 11 ^ 1 : nur emm verschwindenden Bruchteil des Landes besetzt halten wenn die italienische Regierung nicht ihre Er- overungsrwlittk aus griechische (Gebiete ausdehnte. Wir sehen also oen italienischen ^-»mperialiÄnus sscks mcktt nur gegm die Serben .auch gegen die Griechen wenden. Unfähig, die italienischen ^E>erA 1,110 ? nent betreten — die übrigens im Reichs- ?^^n Wtz«r ihre unerschütterliche Anhänglichkeit an die österreichi- u ^onarckwe soeben bekundet haben — wirft Italien die Maske av und gebt an die Untersuchung fremder Völker, der 'Albaner und Griechen . . Zur selben Stunde gibt die französiscl'e Rc-
gieruug im Emverständnis mit der mglischen sich dazu her enü- Freiherr des griechischen Volkes zu ersticken. 'Aach dem lchermUm, ausgehungert, seine Armee mtwaffiret und in gewmem Sinne interniert habm, nachdem sie bereits zahlreiche ^Miein und (vebiete dem griechischen Lande entrissen hatten rich- tm sich jetzt die Fron to-En gl ander im Königspalaste ein' ver- Mgeii den vwi der Nation angebeteten König iind ersetzen Um durch eine Art von sranzössscb-enr Gouverneur.
Das ist das Ende Griecksenlcnrds.
1Inb , öa5 geschieht zur selben Stunde', da in Petrograd die 1 $** ltL l Icn Rußlands bxe .Völkmoersöhnung und bic Rechte der Volker predtgen
Es hieße den Eindruck dieser die Verhältnisse richtig und klar ersaf'emm ueurra'.m Meinung abschwäck'-eu. wollte man ihnen noch etzras hinzufügen.
Berlin
aus London vont^ 26. Juni berichten B u ch a n a n Und H e n d e r s 0 n . daß ihre Versuche, eine r u s s i sch e Offen hlvc durchzusetzen, von Erfolg begleitet seien. Russische Kommandeure Prot est ie r t e u verschiedentlich gegen diese Einmischung und legten ihre Kommaitdos nieder. Eng- l i s ch e u n d französische Offiziere übernahmen dafür die Kommandos.
Die „Liverpool Post" schreibt unterm 22. Juni, daß die Verwirrung in Rtißlano ernste Folgen für die Ernte zu haben scheine. Der Berichterstatter, der kürzlich von einem Nebenwöchigen Ausentlwlt in Rußland zurückgekehrt ist, äußerte, daß eine ernst e H u ngersn 0 t bevorstehe. Das englische Blatt leitet daraus die Notwendigkeit einer russischen Offensive ab. Einsichtige Kreise in Rußland selbst aber mögen daraus die dringenoe Notwendigkeit erkennen, rechtzeitig Frieden zu schließen, damit bereits in diesem Herbst eine wenigstens halbwegs normale Feldbestellmig möglich wrrd. Nur durch eine gute Ernte kann Rußlands Kaufkraft soweit gehoben werden, daß es nicht in die völlige sklavische finanzielle und wirtschaftliche Abhängigkeit von seinen Verbündeten gerät.
Frankreichs Finanzen.
s ^,? rn ' 1- Juli. (2PTB. Nichtamtlich) Nach Lyoner Blättern rührte bei den Erörterungen der Kainmer über die Haushaltszwölftel der Generalberichterstatter ans, die Ausgaben betn'igen 9 813 000 000 Franks, denen nur 1 700 000000 wirkliche Einnahinen gegenüberständen: der Rest müsse durch außerordentliche Einnahmen gedeckt werden. Die Schuld Frankreichs betrage augenblicklich 92 Milliarden, die ^»nisen lallein betrugen -1' v Milliarden, außerdeni müsse man Estig jährlich zwei Milliardär /für Pensloireii und drei Milliarden für Zivilausgaben, lttigerechnet die Ausgaben Me soziale Fürsorge, alßo zusammen 913 Milliardeii ver- au,chlage7i. Bei Deckung dieser Aufgaben verbleibt bei den gewohnlrck)eii Einnahmen ein Fehlbetrag voir 2y 2 Milliar- beir, der durch neue Stenern aufgebracht werden "müsse.
Die Politik Bcniselos.
Berlin, 2 Juli. WTB.) Die „Nordd. Allg. Ztg " schreibt ! ',? er ^ ne - rfn,rf,c Geschäftsträger Prü y ch r 0 ni ad is hat der deut- Wren Regierung gestern im Aufträge des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten Po litis die nachstehende Erklärung übergeben- v>n-olge der weben wirklich zustande gekommenen Vereinigung der beiden oisher getrennten Parteien der Griechen und angesichts der Lxiriactz'e, daß mehrere griechische Regimenter an der Ballänstont an ven serndseligteiten teilnelnnen, hält es die griechische Regierung Nicht für möglich, lo.licr amtliche Beziehuugeir zur deutschen Re- grerung zu unterhalten. Zugleich forderte der Geschäftsträger für '^MUbatts- und Konstilatsperwnal die Pässe zur Rwkkeyr über die c^ä iveiz. w-en Schutz der griechischen Interessen wollen du Niederlande übernehmen. ' "gisasen ^nrercsien
grün düng des Abbruchs der Beziehmlgen durch die griechisch. Regieruiig ist bemerkeiiswert. Eine K r i e q s c r f 1 ä - fW t W tr J n 1 5 t ausgesprochen. Dagegeii soird die Tat- lache verzeichnet, daß an der Balkansront schon mehrere griechische Regimenter gegen u.is fechten. Diese kämpfenden Truppen war^ m de« B-rhÄttcks «. tat Grieche als „ÄJS ^ard^ii .scsucht du griechische Regierung, an deren ^vrtz^ das Oberhaupt, der Abtrünnigen. Venizelos, getreten ist die Dastachen au' den Kops stellen und tut so, als-s sei'Venizelos'von jeher das einzige rechtmäßige Oberhaupt Griechenlands gewesen und der dein König ergebene, speir überwiegeuoe Teil ^lkev nach langer Irrfahrt,glüalich an Benizelvs herangesunden Ter Zweck dieser Entstellung ist offenbar ein mehrfacher Erchens wll es auf diese Weise ben kö mg streuen Elementen ^, rt Hrl nilb5 erleichtert werden, einen Pakt mit ihrem Gew'sseri w Uebergang zu Benizelos als eine Tat der
^^^ndiiären Pflicht anzusehen. Gelänge das, so iväre für Veni erreicht, daß er Volk nnb Heer leidlich l ' Attc : .^cr »werte Ziveck, beit die Erklärung r l! ! unenbar aur die Entcn'te und ans das Urteil der X U k fr Vorgehen berechnet. In dem Augenblick, wo Griechenland remg ist uiid an Vemzelos als den wahren Vertreter uationalen Inter?neu hcrann'rckt, ist natürlich auch die Be sauptung hiniallig, dap Grreck-enland von der Entente vergervalstgt fee 'unupren dann der Entente sogar noch oawr
bereit fäll 00111 v-aterlandsseindlichen König
bnreü fat. Eine Kriegsecklaiwng an uns ist nicht mehr nötig.
5Sys«? r'? *ä
SUSE 2f &SB mjraws
aüm ,nr „Erwllung" heiliger Bündnispstichten, bKleiLe nicht zu Erol^mngszweck.-n aber im Solde der Entente. t'Gigelwnn^ st ihni der Kamps nickt durch die Engländer und Fumizostm Indern Ü!rtef'- nn mir Insten ja das unschuldige Serbien an' Geht au *' 10 i]t untn wichen Umständen selbst- §££2^ebierserweiterung unserer Bundesgenossen auf äzosten Griechenlands eure „orichale Vergewaltigung". Auch jeder
Aus der italienischen Kamnter.
'fio m, l. Juli. (WTB. Nichtamtl.) Meldung der Ageuzia Sie sam: der K a m m e r sagte Bvselti zu Beginn der östentlicheu
itzung. wenn oas Land der Geheimsitzung beigewohnt Härte wurde es lief gefreut haben, denn die Kammer habe sich, fortwährend ton der glühendsten Vaterlandsliebe und Eintracht beseelt gezeigt Tie Ziele der Regierung und des Parlaments svurden neuerdings bestätigt und verstärlt. Die Ziele und Methoden unserer auswärli gen Politik fanden die volle Zustimmung des Parlaments. In innerer Politik gebt ans der Besprechung die gemeinsame Absicht hervor, die hohe Kraft des nationalen Geistes mit der Achtilnal vor politischen Freche,t,n hochzuhalten. Was die militärisch- Politik.anbetriM, so lsabe das Parlament den vollen Glauben an den 'endgültigen. Lieg der,Alliierten gezeigt. Es wurde bestätigt, daß die Beziehungen zwischen der Regierung und der obersten .Heeresleitung die besten sind. Die Regierung wendet sich nochmals an die Einigkeit aller Italiener. Im Namen dieser Einigkeit ver langt sie von der Kammer Vertrauen gegenüber der Regierung die durch ihre Zusammen,etzimg die nationale Einheit barftcllt In f 16 2k' ' Ö1C ^H^fbrnng es nicht für nötig, einen ln
'onEn .^riegsausschns; zu bilden. Die Regierung wird sortfahr-n alle Kracke einer möglichst kräftigen Forttührung des Krieges bis ^ Awße zuzuwenden. <-ie wird sortsachren, sich mit den Familien der Kampfer zu besaiseu. ^ie rvird die wirtschastlicchen Fragen chs.en die das, nationale Leben angehen, so insbesondere da- b ^^ a r” öe ? 1T l aril1 ^ Tie Regierung wird vor allem den ^cksten^ Widerstand des Landes organisieren, bis der ein äg mögliche meb? geschlossen werden kann, nämlich derjenige der die ^na t i ona l e n Rechte der Aspirationen anerkennt Au^ diesen patriotischen GMHlen schöpfe ich die Kraft, in meiner Stellung auvzuharrcil. Nach Annahme der Tagesordnung r- r : wurde die Sitzung geschlossen. ~ ’
will ich irrit Gotte? mächtigem Beistand meine Regentenpflrcht üben! mrd will als erster den Weg milder Nachsicht betreten über oll-ck jene, bedane r n s iv ec ten politischen Verirrungen, dä ü'ch vor und währesnd des .Krieges ereilet und die zu straf-> rechtlicher .Verfolgung führen, den Schleier des Bergestens breitem _ Es folgen dann Einz-elbeiten der Straferlässe. Der Schluß des Handschreibens lautet:
Für,die dank Per nnerschütterlichen Haltung ineiner tapferen, braven Soldaten gdßcklich erfolgte ^Abwehr der letzten Ostensive an oiw^üdwe st front meines .Heeres glaube ich meine Dank stch u l d an die allgütige Vorsehung und an meine Truppen nicht besser ab-- statt^i zu köirnen als durch diesen Gnadenali. Ich wähle hierzu den heutigen Tag, an welchen, nrein innigstgeliebter ältester, dirrch Gottes Gnade mir geschenkter Sohn die Feier feines heiligen Na- menspatrons begeht. So führt die Hand eines Kindes, ivelches berusen ist. dereürst die Geschicke meiner Völker zu lecken, Berirvte rns Vaterland zurück.
Tie Friedenspolitik im österreichische» Herrenhause.
Wi
o c
Juli
- ^—... .WTB.) Das Herrenhaus setzte heute
die Erörterung des B u d g e t p r o v i s o r i u m s fort. Bericht-' erst,alter Freiherr v. Plen er verlangte im Schlußwort, die Regierung solle die ganzen Akten, die der frühere Landesoerieidi- gungsminister o. Georg, im Jmmunckärsausschuß über die Ver- sehttingen i s ch e ch i scher Soldaten vorgelegt habe, i>erösfenl-- !u Grörterung des Planes der Schaffung eines
« ^ w'Vf lll J ^ cr L lim - meinte der Berichterstatter, daß die Vedenilichkeit dieses Planes durch die ?ln?ündigung der Möglichkeit einer allgemeinen VerfassungsreVision durch den Miiiisterpräsi- denten Grasen Elam Martinitz gesteigert sei, der damit allen rcvo- luttonaren Bersassirngsremsionen Tür und Tor öffne. Ter Bericht- erstatter stellte fest, daß die Friedenspolitik des Ans.uärri- gen Kmw die volle ttnterstt'itzirng aller vottlisck .'n Kreise der ganzen.-Monarchie finde und betonte, daß die Grundlage und die Voraussetzung seder Altwn die feste Erhaltung des Bündnisses mir rem deutschen Reiche bilden müsse. Beifall.) Er drückr die Er- svartung aus, daß an dem Gedanken dieses ein'heiilichen Zusammen-- gestens :der, äußeren Politik zwischen Deutschland und Oesterreich Molnt festgelMni werden wird. (Beifall.. Er erklärte: Die l-eesige Lettling der äußeren ^Angelegenheiten führt eine Friedens- Po litis, ^n, großen und ganzen ist im Deutschen Reiche auch eine solch? <otm,inung vorhanden, aber sagen wir es osten, es gibt ,m Deutschen Reiche auch andere Strömungen^ Strömungen expansiver Art, die trotz des dreijährigen! Krieges nva? iimncr von großen Erwerbungen und Expansionen 'des reutschen Reiches sprechen und daher ein Anbahnen des Friedens aus den, gegenwärtigen einfachen Fornneln, wie sie jetzt zur Dis- tussion stehen, zurückweisen. Sie vermehren die Schwierigkeiten der i eraittwortlichen Männer der deutschen Regierung. Ilm so anerkenn nenswerter und dankenswerter ist die Halttmg der deutschest Regierun g wenn sie in eine mit unseren Zielen gemeinsame und ^meinschastlickie Richtung einlenkt. Wir wollen hoffen, daß es den Bemühungen der Kabinette von Berlin und Wien gelingt- aus dieser, Bahn svetterznschrecken, aus dem ihnen die Völker den besten Erfolg , aus dem Wege des Friedens'wünschen. Beifall.) ^.er Berichterstatter verlangte, daß sich die Diplomatie schon ictzt mit den Fraßen der internationalen R e ck? l ) o r d n u n g nach uem Kriege, die auf der großen Friedenskonferenz zur Be- Handlung gelangen werden, beschäftige. Ec fuhr fort: Schließlich mrd dre Welt zur Erkenntnis kommen, daß wir den Fl jeden nicht am> schwache wollen, sondern weil wir eine ehrliche Friedens-. i D }}} lt ^fiben. oebey oDjcfriw Mann Win, daß Kaiser Karl und Kaiser Wilhelm sriedlieoender? Staatsoberbäupier sind als Poiu- care, Lloyd George und Wilson. .Lebhafter Beifall Si? habest Un Frieden angebotcn, jene haben ihn schnöde abgelehnt. Dieser Krieg, der eigentlich sruntos wurde, muß fortgesetzt werden, damck Allzahl ehrgeiziger Pdlitiker in jenen Ländern recht behält, -luch nur müssen urch iverden den Krieg fortstlhren. Unsere große tapfere Armee halt sich unvergleichlich. Auch wir anderen müssen nrnttg und, entschlossen ansharren bis zum Ende, das schließlich ein gutes lern wird. (Lebhafter anhaltender Beifall
ras Biidgetpvovisorium wurde sodann angenommen.
Auszeichnungen der unverschuldet in Gefangenschaft Geratenen.
Wie wir hören, hat der Kaster bestimmt, daß die Verdienste der unverschuldet in Gefangenschaft geratenen Offiziere und Mann-- saasten bei der langen Dauer des Krieges und dem öfteren Wechsel der Vorgesetzten nicht vergessen iverden.
Daher sollen für die Verleihung des Eisernen Kreuzes die -u- swndlgcn Vorgesetzten be, den Personal-Par irren der in Gesan^'n-- sccast geratenen Lttiziere und Mänüschasten atten:näi'ig sestl-m-u irr.r vo.l meseu Kriegsgefangenen für Verdienste vor der Gefangen^ nähme einer Verleihung des Eisernen Kreuzes 1 und ■> Klasse uttirtta cn^eneit ist. Auf Grund dieser «ui»riL»u»,M soll tafb narb Ruckt ehr aus der Gesangensckait cher 'Verleihung nähwae^ rccken werden, svsern nicht die Umüjäsade bei der Gefangennahme: Gui, entgegensiehcn. Für die zurückliegende Zeit ist in gleiche zu verfahren. Die Ermittelungen sind trotz der vorhandenem: chmlerigfettc i unigehend einzuleiten und aklenmäßig sestzolegen Nachdem der Kaiser bereits zir Anfang dieses Jahres bestimmt hatte, dass den rm neutralen Mslande internierten Kriegsgesange- nen iur erworbene Verdienste das Eiserne Kreutz verliebev werben. i irrte, wird c>,' mit Freude ,uud Dantbari.cki ausgenommen w?rdrn las,, ancki die Verdienste der noch in .Gefangenschaft besindlichest Heeresangehöcigen nicht vergessen jverden sollen.
China wieder Monarchie.'
" 6 , 2. Juli. WTB.) Reutermeldung. Generr ! 1 t mn ' ( * ul}xc * bi'r Militärpartei. suchte am
i. ^ult um-a Uhr morgens den Praridemen auf und forderte seinen R u d t r i t t, wobei er ihm die bereits gemeldete Mi - ”/“ n A ma ^7 daß der Mandschukaise r Hsüan g- t u n g d e n V h r on mich er bestiege n habe.
,^^.oudv,n , 2. Juli. (WTB.) Das Reuterschc Bureau meldet aus Shanghai, daß der junge Kaiser HsünnqtNna seine Thronbesteigung verkündet hat.
Ern politischer Anadenakt Kaiser Karls.
W i e ii . 2. . >uli WTB Im Justizausschuß des Abgeord- Entzaus gar. ^?er M rn ist er vraf ident Tr .v. Seidl er fchgend^
Ertlcrrung ab. -e. Maiestat unser allergnädigster Herr und Kaiser ha. auo rcm spontaner Entschiließiuig an mich ein allerhöckistes S-.L,ch«.b-n.S--U1M ,«lch« .ch so,'den erhalten wÄ baü ^ mir wsoct zu, Verlesung zu bringen erlaube.
-Eber Ritter von Zeidler! Es iüktnein unerschütterlicher Wille buw göttlich? Vorwhnng mir an vertrauten Rechte
^suüb?u, daß ich die Griindlage schasw brne^gedeihlich- und segensrefche Entivicklung aller inein^c Volke.r. Dne! Polttck des Hasses und der Vergeltung, die burdi i'Ä^m^brhalttnße genährt, den Weltkrieg auslöste, wird nach Ivssen Beendigung unter allen Umständen und überall ersetzt ivere-'n ÄA« nne B ° I i t i k d c B - r f öhnl ich k)i t TjJ «uch nn .nmeril des Ltaates verwalten. Es gilt, ,„!<
Jjwt wtb Einsicht und m wechselseitigem Entgegenkonrnnoi Völker- L munsch« ^ Zn chesem Ze«hen ta dLnkLZL
Seefrfeg.
Neue tt-Boot-Erfoige.
Berlin, 2. Juli. (Amtlich.) Neue U-Boot se r f o l g s auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 26 700 BNT. Unter den versenktest Schiffen befanden sich ein unter Sicherung fahrender bewaffneter englischer Dampfer von ettva 5000 URT. mit Kohlenladung, ein sehr großer gesicherter bewaffi ,'eter englischer Deynpfer, dessen Kapitän gefangen genommen wurde, und ein gesicherter bewaffneter englischer Dampfer vmn Aussehen des „Dover aCstle" (8200 BRT ). .drei versenkte Segler hatten Fische und Stückgut geladen.
R otter d a rn , 3. Juli. Infolge der neuen englischem ^perrmaßnahmen in der- Nordsee isl gestern kein' Swlff rvu hier ausgelaufen. Aus Bmutden rvird gemeldet, daß die ampftrawler, die zum Fischfang hätten ckusfahren sollen gestern sntlagen. ' ^ >
21ms Stadt „nd Land.
Gießen. 6. Juli 1917.
'' A m t l icke P e r so n a l n a dt r t ch t e n. Der Groß h er- J °3, fr? ® unt 1-?:. ^M't bzm MiLglrede des kätholisck-en Kirckun- varstandes zu Wörrstadt, Martin Schüler zu Wörrstadt, d"s Allgemeine El^enzeichen mit der Inschrift „Für langjährige trme T'U '"§. v-ruehv,,. - Tkr f r o „ b c r, o >1 r« ,nn 30 3„m b i” ix-ni. tftmmjam manu bei dem Finanzamt Mainz I Marl Plan zn Mainz, den Ctzarackt« als Finanzrat mticfm, i- ^ ©v o kt har am 1Z. Zu in tan Z-arltwart ver Kommunalfvrsst- >°o.,tvl vambach. twltcr Zvhann Petr z man n VII. zu Immbach
” »asm? 8 «sk? äte*“"
V L I "s- 5 “ ir? ernannt nnd am 25 Juni 19l7 '.um etatsmaßigen Unterossl^ier besürdert. '
^ cr ehemalige Vorsitzende des hiesigen ..'(ar neverem^, Oberbootsmaat Herr Karl Schwarz ivurd.- -„ck cer Hessischen -vapserleusntedaillc ausgezeichnet. Scluvari ist reu* nn Besitz des Eisernen Kreuzes und der Württembg. Ber*


