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11/06/1917 Zweites Blatt
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Svettes Blatt

Z. ZchMNg

Httchernt IL-Kch mit Ausnahme de< Sonntags.

veilagen:Gletzener ZamittenblStter" und Ureisblatt für den Lreir Sietzea".

Voftlchecktonts: Krmchmt am Main Nr. Nö86. Vankverkehr: Hewerdebank Sietzen.

General-Anzeiger Kr Gderhejjen

Myntag, \l Zvni \9\T

ZwitiingVrundoruck und Verlag;

Brühl'scheUnwersitäts-Buch-»..Stnndruckerci.

N. Lange, Gievcn.

5chriftlei1ung. OeschafttsteUe und DrnÄerei:

Schulst>ai;e 7. ^ejchäf^stelleu.Verlag: ^5®^, Cchriftleitung: 112.

Anschrift für Tra htnnchrlchtenr AnzeigerGieven.

Unsere §i?eger. X

WrKrprv nrnRC Tageszeitungen brachten kürzlich einen Ans- arrrr die der kommandierende General der

ffrStat von Höppn-er, dem Vertreter eenes nen- eewahrt 'hat. Die Unterredung ist bd her Uebcr- ttafeu Blattes ^igiajibc stark entstellt morden. In der ^ r^nj) die tatsächlich gefallenen Weichctint- -zu erkennen. Wir sind l>ente in der Lage, L- W ZüFtc °--s dieft-r Unterreduns. die mich 'N Diutschlcmd werden verdient, wrederMgeben. .

ö* Fvage mul, dem Ml-ev.inaßigen Verhchtnrv der deut- A.M _orV'-nKprt** Keine Ex-

was bedeutet Eold^chmuc? angesichts dessen, was für das Vaterland ans dem Spiel steht!

Die iol&attiöufjtefle

in den Räumen der VezirkssparkaffeGietzen ist morgen von 2 bis 4 Ahr geöffnet.

- ^ t^r HdxMxöxn Luftstteitkräfte erwiderte Seme fcuns bk©Cfl'ncr auf der Westfront.E ein MEsaches f. ScTiciöi, daß indes nicht so sehrdieHihl als der,Wert der 'ÄÄZe und llwer Besatzung«; den Ansschlag geoe Drc monat- '-' .^'samnrenWttnrg unserer Lnftsrege im deutschen Heeres- redet eine deutliche Sprache. Aber das Kämpfen ist mm Seite der Tätigkeit des Fliegers. Mllitarnlch ebenso wichtig, wenn' nicht nichtiger, ist seine Echmdungstatigkeit. Auch E übertrefsen die deutschen Flieger ihre Gegner wettm s Das beweisen in unsere Hände gefallene Nachrcchdeu und Befehle, te SSS&Sb vor allem die Tatsache, daß « Führung IM} unsere Luftaufklärung dauernd über vre Maßnahmen des

'^^Aiff ^ ^ Gründen dieser Ueberlegeicheit ant-

worrebe Exzellenz von Höppner:Die Güte unserer Flugzeuge und ihre ausgezeichnete Bewafsnmtg gpcelen Noße

Nolle Doch darf man nicht vergessen, datz zwischen dem deutchen und dem feindlichen Flugzeugbau ein heißer Wettoelverb stat^ findet, der immer wieder einmal' zu erneut führt Die Franzvien besitzen m ihren neuen *00 1 L. Spad und die Engländer in ihrem Sopivith-Dreidecker aur>geznchnett! Kmnpst flugzeuae. Daß es unseren Jagdtliegern gelungen ist, von beiden alte beträchtliche Zahl ab zu schießen, stellt ihrem Schneid und ImnimSm ein glänzendes Zeugnis aus Damit wird ein Um­gand erwähnt, der für den Erfolg der Nregerttuppe wichtiger x jt als das Material: bie moralische Hohe der Besatzung.

Der französische Flieger ist den; deutschen an Atut und Auf- opsevOigsfälMkeit Zweifellos nicht ebenbüiüig. Der französische Flieger läßt sich im allgemeinen auf emen Kampf nur em, wenn er sich Überlegen fühlt.'greift dann einmal möglichst überraschend en und zieht sich zurück, wenn er Nicht sofort Erfolg hat. --er Engländer dagegen sucht ten Kampf ohne Rücksicht auf die Zahl N 77 d fräat Am aus bis zu fernem oder fernem Gegners Ende.

Die tiefsten Ursachen für die Erfolge imferer Kampf- und rrrkundungsflieger liegen, wie Exzellenz von Hoppner betonte, ui der Auffassung, die unsere H-llegerFvon ihrer Aüfgabe haben. Dem Engländer i/t das Fliegen ein Sport, der ^uftkampf dessen HAhevrmkt; er sucht ihn, auch wenn seine Aufgabe dies mch. von shn; fordert. Der Franzsfc sicht rm Fliegeli vor allem ein Mittel, i^sönliche Anerkennung zu finden. Der Deupche ist auch als Flieger in erster Linie Soldat, und die eingewurzelten soldati- scken Anschauungen, die militärisckie Pflichttreue urH bie Militärische Äülung bestimmen sein Verhalten auch beim Fliegen. Sie be­suchen unseren Erkundungsfluger seme Anfgabm so zu losen, die- Führung die gewünschte Aufklärung wirklich erhalt.

' Laß unsere Verluste so sehr viel jnebriger sind, hat feinen Grund in unserer bei seren militärischen Durchs lldung imo m bcc gründlichen Schulung und Vorbereitung unserer Flieger für den

^^Fvellich, ohne Verluste geht es auch bei uns nicht ab. Aber der Tod eines Kameraden schreckt nicht ao, sondern spornt zu gleichen Leistungen an, In je^m einzelnen unserer Flieger lebt jenes Streben, das ernst am Grabe unseres Boelckc. in die Worte gekleidet wurde:Ich will ein Boelcke werden."

Var neue ungMche Rabinett.

Wien, 9. Juni. (WTB.) Die gesaunte Presse verzeichnet die überraschende Wendung in der ungarischen Krise durch Be- rrauung des Mitgliedes der Verfassungspartei Grafen PAoritz L. Esterhazy mit der Bildung des neuen ungarischen Kabinetts. Me erinnert darmi, daß ihm Graf Tisza vor seinem Rücktritt das Portefeuille Angeboten habe, fowie daß Esterhazy in den partei­politischen Mmpfen des ungarischen WgeordnerSnhanses stets eine Maßvolle Haltung bekundete, woraus die Erwartung abgeleitet wird daß er bei allen Parteien Entgegenkommen finden dürfte.

Budapest, 9. Jüni. >WTB.> Die meisten Blätter stellen fest, die Betrauung des Grafen Esterhazy mit der Kabinetts^ bildwig sehr überraschend gekommen ist. Die Organe des Wühl rechtsblocks begrüßen Esterhazy sehr sympachisch und melden, er suchte im ersten Augenblick der Betrauung Verbindung mit dem Führer der Denwkratenpartei, mit dem er über den vorz!nschlagen- den WaUrechisentwiurf eingehend beriet. Das sozialistische Organ Nepzaha" erinnert daran, daß Esterhazy im Abgeordnetenhaus für die Forderungen der Kriegsarbeiter gegenüber den Unternch-, mern sehr energisch eintrat. Das weiße Blatt, sagt das genannte Organ, daß Esterhazy darstellt, ist uns viel lieber als das schwarze, Ixe? der znrückgettetene Ministerpräsrd ent ausfüllte.

Graf Moritz Esterhazy von Galantha ist am 27. April 1881 geboren, also 36 Jahre alt. Er entstamntt der zweiten Linie des Hauses Forchdenstein. Sein Vater ist Graf Nikolaus Esterhazy, seine Mutter eirce geborene Prinzessin Schoarzenberg. Graf Mo­ritz Esterlpzy ist erbliches Mitglied des ungarischen Oberhauses und Mitglied des Abgeordnetenhauses. Er gehört der Andrassy- Gruppe an.

Aus Hefiesr.

Manderung des Artikels 24 der Landgeineinde-Orduung.

Ab,g. Hauck stellte in der Zweiten Kanmrer den Antrag, die Kannner'wolle Großh>. Negierung ersucheir, dem Landtage eine Vorlage zu bringen, in welcher der Artikel 24 der Land- aerneindeordtrung dahin aügeändert werde, daß den Söhnen oer im Felde gefallenen oder verstorbenen Kriegsteilnehmer, welch letzteren auf Grund des Art. 24 Ms. 1 die Erwerbung des Ortsbürgerrechts znstand, die aber verhindert waren, sich dieses zu erwerben, das gleiche Recht der Erwerbung nach Artikel 24 Abs. 1 der Landgemeindeordnnng zngestan- den wird.

Gesetzliche Regelung der Weinpreise.

Abg. Calman stellte in der Zweiten Kmnmer den An­trag, Großh. Staatsregierung tvolle vor der Beratung der die Weilipreise betreffenden Anträge Reh und Soherr eine Kon ferenz zur Besprechung der Lwge des hessi­sch e n W ei u ba n e S einberusen, zu welcher außer den M- geordneten, erhebliche am Weinban interessierter Wahlkreise, Vertreter des hessischen Weinbaues aller Art zuznziehen wären; sie wolle mich hierzu insbesondere Besitzer kleinerer De triebe und weniger hochbetverteter Lagen in einer Zahl zuziehen, die der Bedeutung dieser Klassen für den hessi­schen Weinbau entspricht.

2 Kl die Hessische Tapferkeitsmedaillc fvurde ihni schon früher verliehen. Wilh. 'Artz lügt schfoerv^vundet in emem Lazarett.

** Lond o r f, 9. Jmn. Der Schutze Hemrich> F o c m hn l v , Sohn des Landwirts Georg Forinhals von hier, erhielt weg«i tapferen Verl-attens vor dem, Feinde bei dm Kämpfen im Westen die Hessische Dapferkeitsmedaillc.

Kreis Büdingen.

Aülendiebach, 7. Juni. Untevoffizier Kmt Frey aus Gießen wnrde am 15. Mai zum Vizefeldw^el befördert.

D Eckartsborn, 9. Jnni. Für da U-Bo o t-Spende, die Lehrer Carl, der Vertranensmann des Roten Kreuzes Ortm- Inq, in unserer Gemeinde einsammeln ließ, hatte das schone Er­gebnis von 97 Mk. . c-

b Lißberg, 9. JnNi. Die Opferwilligkeit unserer Gemernde, die schon so oft sich in diesem Kriege bewährt hat, kam ennmt bei der Durchführung der U-Boot-,Spende zum Ansdrua. ^zn der kleinen 300 Seelen-Geineinde gingen 109,20 Mk. eim

O rtenberg , 9. Juni. Mit weläwr Liebe und Vertrauen unsere Gemeinde hinter den tapferen Bpsatznngeli unferer Bsv o t e steht, kam deutlich bei dem Opfertag für die U-Boote am vorigen Sonntag zum Ausdruck. Der Zweigvörein Ortenberg vom Roten Kreuz hatte für unsere und die 11 angeschloneuen Gemein­den die Durchführung des Opfertages übernommen. Erl. Dom Dahiner und Frl. Alice Bremmdr hatten fich wieder in den Dienst der guten Sache gestellt. Ein vom Verein verfaßtes ^iugolatt hatte vork-er den Weg in jedes Hiaus gefunden imd die Sfxnde vorbe- reit«. So kann es nicht überraschen, wenn die fchöne L>umme von 670,90 Mk. erreicht wurde.

4 Ortenberg, 9. Juni. Der VN Anschluß an den Krer^- berband Büdingen der Alice-Frauenvereme gebildete Bezirks- Verband Ortenberg hielt am vorigen Mittwoch feine erfte Sitzung ab. Eine groM Anzahl von Mitgliedern aus Ortenberg und den dazu gehörigen Gemeinden l-atte sich eingefunden. Die Vot-i süwnde, Gräfin Kuno zu Stolberg-Roßla, hatte den großen Saal des Schlosses für die Verhandlungen zur Verfügung geftellt, die von Pfarrer Kahn geleitet wirrden. Nach einem herzlichen Bc- grüßungswort entwickelte er in längerer Aussprache die Organi-, sation der Frauenarbeitszentcale in Berlin, diejenige der Franen- arbeitshauptstellen und schließlich bie des unter den: Vorsitz dev Großherzog in gebildetenhessischen Landesansschusses für Frauen­arbeit int) Kriege", dessen Unterabteilung wieder der versammelte Bczirksverband ist. Der dcmli folgende ^Bericht über die unter Mithilfe des Verba: ches durchgeführte Hindenbur g - Spende konnte von einen; erfveulichen Ergebnis berichten. Als wlchttglter Punkt der Tagesordnung wnrde über die demNächstige Wiederer­öffnung der Einmachstelle des Roten Kreuzes und des. Frvuen-

ALLS

Tielren, 11. Juni 1917 BaLeclättdische Frauenhaarsammlung.

Bon den 30 Millionen Franeil Deutschlands veE'e'udet nur eine kleine Anzahl ihr aus gekämmtes Haar. In fehr vielen Fcillen wird es verbrannt, vernichtet oder sorg,am aufgehoben, ohne aber je zur nützlichen Vertvendung zu gelangen. Natürlich wird selbst das Jahresergebnis bei ein­zelnen Personen ein so geringes sein, daß ein wirklicher Wert nicht darin steckt; wenn ab er diese geringelte Men gen von Zehn- und' Hunderttausenoen vereinigt werden, so elit- stehen ganz beträchtliche Werte. Der Bedarf an Frauenhaar ist sehr groß; für S o l d a t e n in a t r a tz e n, für P o l st e - rungen aller Art, zur Herstellung von Dreibrienren wird es v>on den Kriegsaesellschafteit dringertd benötigt. Die Preise, die dafirr bezahlt werden, sollen dem Roten Kreuz zugute konimen, auch sollen die Werte aus dein bisher ertraglos vernichteten Material mit dazu dienen, zahl­reichen Kriegsbeschädigten einen Zuschuß für ihren Lebens­unterhalt zu sichern Um diesem vaterländischen Zweck zu dienen, erbitten wir von unseren Frauen keinerlei Opfer im eigentlichen Sinne des Wortes. Nur etwas Ueberflussiges, für den einzelnen Wertloses wird erbeten!

Näheres über die Art und Weise der Sammlnrig tvird in kurzem bekauntgegebeit. Schan jetzt mög e aber jede unserer gemein sinnigen Leserinnen tat­kräftig mit der Vorbereitung beginnen, so

recht stattlrche Vorräte avlrefvrungsi g schlossen die Stelle mit allen Mitteln zu unterstützen, die meisten

Frauenhaares vorsindet.

** Auszeichnung. Die Hessische Täpferkeitsmedaille cr- 'hielt der Schnlverwalter Ernst Simon in Gießen, Leutnant d. R., Inhaber des Eisernen Kreuzes.

** Die Bestellung der gedeckten Wagen un öffentlichen Güterverkehr ist schon, seit einiger Zeit befriedigend. Erhebliche Wagenausfälle sind nickst mehr entstan­den. Die GestellnngsVerhältnisse dar gewöhnlichen offenen Wagen unterliegen zwar immer noch gewissen Schiwankimgen, doch ivird es voraussichttich gelingen, auch bei ihnen nenNÄUswerte Schlvierig- kellen in der Gestellung bis auf weiteres zu vamueiden. Es enrp- fiehll sich deshalb für die Berkehrtteibendent, die jetzige ruhigere BerkchrszeiL zur Regelung ihrer Bezüge und zur Ergänzung und Ansammlung von Vorräten nach Möglichkeit auszunntzen. Durch, einen solchen zeittgen Bezug von dRafsengütern würde die vovanssichtlick) im Späffvmmer und Herbst wieder emsetzende Zeit des stärkeren Verkehrs wesrntlich entlastet lverden.

** Vorübergehende Anfhebung der Schonzeit für Schwarz - und Rotwild. Die große Wichttgkeit. welche in der Kriegszeit einem nwglichst vollkommenen Durchbringen der Saaten bis zur Ernte mit Recht bei genressen wird, hat auckf in Hesseli zu vielseittgen Schutzmaßnahmen gegen Wild­schaden Anlaß gegeben. [8p ist in den Wintermonaten die Hegezeit für verschiedene Wildarten (Hasen, Rehiwild, Feldhühner und Fasanen) eingeschräilkt und die ^llffchnßzeit verlängert wor­den: die gleiche Maßnahme ist, wie dieDarmst Ztg." schreibt, auch für die konini-enden Wintermönate beabsichtigt. Dein Ueber- l)andnehmen von Schwarzwild wnrde durch Festsetzung von Ab'- schußprämien und Veranslaltung von Pölizeijagdei: init Erfolg begegnet. Die Schonzeit für weibliches Rotwild ist im ^ ganzeins Land, diejemge für weibliches Damwild und für Rehllvild in einer Reihe von Hofjagdrevieren und sonsttgen Bezirken bis auf loci- teres aufgehob-en worden. Ueberdies hab.en die Kreisämter erneut! 'Aliweisung erhalten, hinsichttich jeder Wlldart, von der nach der Häufigkeit des Vorkolmnens mrd den örtlichen Verhältnissen die Verursachung erheblichen Wildschadens zu befürcksteit steht, die vorübergehende Aufhebung der Schonzeit zu erwirken. Schließ­lich ist auch schon seit Kriegsheginn die Stellvertretung der im Felde stehenden Jager im Interesse der Verhütung überniäßigen Wildstandes geregelt und soviel als möglich erleichtert rmd ge­fördert worden. Alle diese Maßnahmen haben bisher im lvesend- lichen den gewünschten Erfolg gehabt, so daß von weiterem be- lördlichen Vorgehen abgesehen tverden konnte. Dies wird auch in' Zukunft der Fall sstin, ivenn die Jäger auch fernerhin im In­teresse des Vaterlandes zur Durchführung der getroffenen Maß­nahmen tatkräftig Mitwirken.

** Genuß unreifen Beerenobstes ist eine Un­sitte der Jugend, vor der nicht oft und nachhalttg genug gewarnt werden kann. Magenverstimmnngen, Leibschmerzen und Durchs fall sind noch verhältttis'mäßlig le,fch!te !Fo'lgen. Bei schtvachenc Magen können vielmehr vegelrechde schwere Bergiftnngserschep nungen eiNtteten. Denn die Unreffen Beergn, nanrentlich di« Stachelbeeren, enthalten das alsKlieesalz" bekannte Gift, die Oxalsäure. Diese wird während der Reise später in der Beere in Zucker umigewandell, kann in unveffen Früchten jedrxh nur durch nachhaltiges Kochen der Beeren zerstört und unschädlich gemacht werden.

** Reiche Waldbeere n-Ernte in Aussicht. Die Waldbeeven stehen in üppiger Blüte, während die Himbeersttäncher mit deni Blühen noch etwas zurückhatten, jedoch auch allgemein starke kräfttgc Blütenbüschel angesetzt haben. Die Heidelbeeren, die schon über die Blüte hüvaus sind, haben durchtveg starke Frucht- knoden getrieben., sind aber nreist stark ins KlraUt geschdsjejn. Im allgemeinen kann aiff eine ertragreiche Ernte an Waldbeeren gerechnet werden.

Landkreis Gießen.

ü. Heuchelheim, 9. Juni. Alff deni Felde der Ehre fiel als jüngstes Opfer unserer Gemeinde der Kanonier Karl Hof­mann. Für seine beiden lstnterbliebenen noch mimündigen Söhne ist der Verlust des Mbws um so beda.nerli.chei:, als ihnen kurz vpr Ausbruch des Krieges auch die Mutter durch den Tod himveggerafft wurde. Reservist Friedrich Hof mann, von Anbeginn des Krieges draußen Mi der Front, wurde znm Gefreiten befördert und nnt der .Hessischen: Täpferkeitsmedaille ausgezeichnet.

!_! Lang-Göns, 9. Juni. Verliehen wurde dem Sergt. und Oberfahnenschnried Wilplm Becker, das Eiserne Kreuz 2. Kl., die Hessische Tapferkeitsmedaille hat er bereits friiher er­hallen. Wilh. Becker dient bei einer NünniLionskoLonro:, und ist der Sohar des dlnton Becker, Land-oirt. Grenadier WllhMn Artz, Sohn des M. Ant. Artz, Schneiderufeister, erhielld«s Diserne Kreuz

verpflichteten sich zur persönlichen Mitarbeit an bestimmten Tagen der Woche. Damit hätte die Tagung für den Verband ein sehr erfreuliches, praktisches Ergebnis erzielt. Eine Besichtigung des Schlosses unter der liebenswürdigem ,Führung der^ hohen Vor^ sitzcuden hielt die Teilnehmer noch eine Zeitlang zusaMmän.

f) Usenborn, 9. Juni. Sckyckkinder sammelten in der evan- gelffchen Genreinde für die U-Boot-Spende 41,47 Mk. ein.

Kreis Lanterbach.

z. Grebenhain, 10. Juni. Dem SckMen Leofwld Som­mer .in einer Maschinengewehr-Kompagiiie, wurde wegen tav- fern Verhaltens vom Großherzog die Hessische TapperkeitsmedaMe verliehen. Ebenso ivurde dem Pionier Emil Weitzel, Sohin der Witwe Marie Weitzel, in einer Pionier-.Kompagnie, vom Gwß- herzog die Tapferkeitsmedaille ebenfalls verliehen.

Kreis Wetzlar.

va. Dutenhofen, 9. Juni. Die Gemarkung Dutenhofer steht im Zeichen der Zusammenlegung- Erfreulicherweise fehlt es fetzt nicht mehr an Baugelände; versckstvunden sind die Eichen­bestände, welche früher das Dorf umsäumten. Dutenhofen hat 7cur 23 Hektar Wald, aber vi-ete Wiesen, die Gesamtgröße der Gemar­kung beträgt 527,6 Hektar.

Hessen-Nassmr.

--- F r a n k f u r t a. M., 9. Juni. Das Landgericht verhängte über folgende P r e i s w u ch e r c r erhebliche Strafen: Kaufmann Heinrich Haas, Töngesgasse. 38, ivegen Kettenhandels mit Wurst zu 300 Mk. Geldstrafe, Käufmann Isidor S t e i n in Würzburg zu 500 Mk. bzw. 1 Jahr Gesänguis, Käufmamr Nikolaus Esch, Nord- endsttaße 11, zu 900 Mk., Fabrikant Karl Lahnsticin, Küh- gasse 5, toegen Wuchers rnit Salatölersatz zu 1000 Mk. Geldsttafe imd einein Monat Gefängnis, Kä7lttnenwirt Karl Dauer, Moltke- Allee 64, ioegen Wuchers mit Marmelade zu 500 Mk. und Schreiner Siegfried S eeli g, Heidestraße 118, wegen Wuchers mit Quarkkäse zu 500 Mk. Geldstrafe.

= Höch st a. M, 8. Jwni. Durch Zufall wurde durch emen Polizeibeämten in dein Badewawni der hiesigen Schwärzefabrik eineGeheiMschlächitereigroßenUmfangsentdeckt^ Der Beäntte fmid in dem Räum zwei hiesige Metzger und einen Arbeiter vor, die beretts fünf Schweine im Gewicht von je 150 bis 200 Pfund abgeschlachtet l>atten, während noch sechs lebende Schweine ihres Schicksals harrten. Sofort leitete Untersuchungen ergaben, daß in dem Baderaum schon drei solckier Sckstachiungeir von einer erhebllche7l Anzähl Schweinen- vorgenommen ivaren. Ferner wnrde erniittelt, daß die 'Schweine von einem Viehhändler aus Eschborn bezogen und im Aufträge des Hotelbesitzers Vogel aus Soden geschlachtet waren. Die Unter­suchung in der aufsehenerregenden lAngelegenheit ist iwch nicht beendet. Die Metzger und der Arbeiter Tvnrden vorläufig in Haft genommen. Die ^Schweine überwies ntan der Kreisschl achter er.

fl Marburg, 10. Juni. Ein aus dem Westfälischen stam< mender verheirateter Schneider namens Risse kcmi im April in die hiesige Gegend, um Lebensintttel einzükaufen. Wie er aicgab, seien ihm diese später auf einem Landbahnhof wieder beschlagnahmt worden. Uni nicht vergeblich gereist zu sein, verübte er dann in Zella int Kreise Ziegenhain einen schnwven Einbruchsdiebstahl, wobei ihm Sckstnken, Würste, Speck usw., im ganzen über 50 Pfd., in die Hände sielen. Das Landgericht verurteille den schon mehrfach vorbestraftni Mamr zu 3 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrver­lust und Stellung unter Pvlizeiaufficht-

vermischtes.

Ein schweres Erdbeben m Mittelamerika.

San Juan del Sur (Nicaragua), 8.Juni.^(WTB.) Reu­ter telegraphiert aus San Miguel (San Salvador): Die 60 000 Einwohner zählende Hauptstadt San Salvadors ist vollkommen zerstört, unzweifelhaft durch ein' Erd­beben oder durch den Ausbruch eines Vulkans. Ein rveiteresi Telegramni ans TeMeigälpa besagt: Auch sechs andere Städte sind zerstört. Das letzte Telegramm, das noch mis der Trümmer­stätte emgettofsen ist, besagt: Lllles rings im Umkreise von dreißig Meilen ist zerstört. Die Euüvohner San Salvadors lagern in den Straßen und in Barackenlagern. Bermullich ist das Unglück durch den Ausbruch des Vulkans verursacht, an dessen Fuß die Stadt liegt.

Tegucigalpa, 9. Juni. (MTB.) HavasmeDnug. Bei dem bereits gemeldeten schweren Erdbeben in Mittel- amerika wurden außer San Salvador die Städte Mjava, Süchitoto, Paimal, Avanios, Mesicanos und Que-aVtzEpne zer­stört.