schwer? gortSftefce trüb für da^ Pftcnd Mk. 3,80 bei
Lieferung frei in ineine Behlrusuarg." Hierdurch bat er sich der lieber schreit nn g des Höchstpreisgesetzes in Berbin-- dnng mit der Bekcnrntm«chupg Großh. Kreisamts Lanterdach vom 1!). November 1916 sltnrldig gemacht. Durch die Bekannckmachrmg tvaren für den Kreis Laniervach Höchstpreise für Gänse je nach (^ewicktt 1.70 bzw. 1,90 Mk. pro Mund festgesetzt. Gegen den ihnt dieser halb zugegangenen Strafbefehl von 100 Mk. erlwb er Einspruch, der Angeklagte wurde vom Schöffengericht Schlitz KU .'>0 Mk. Gelbst rase verurteilt. Die gegen dieses Urteil eingelegte '^erutung hatte insofern Erfolg, als die erkcnnrte Strafe imi 50 Mk ans Io Mk. ermäßigt rvirrde. Der Angeklagte behauptete, er lxrbe mit Rücksicht daraus, daß für Preußen Höchstpreise für Gänse nicht bcftanC h'»i. anaenommen, daß dieses anck> für Hessen .zutreffend sei. cs wäre ihm völlig lmbeftnntt gewesen, daß für .Hessen, insbesondere für den Kreis Lauterdach, Höchstpreise für Gänse bestanden hätteir.
Kirche und Seattle«,
B. Gießen, 19. Jurri. Morgen, Mittwoch, IO 1/2 Uhr vormittags, findet ün KonsirmanL>erff<ral der Johannes- krrche datier die 34. Allgemeine- Bersnnunlnng der evnng. Geistlichen der Provinz Oberhessen unter dem Vorsitze des Snperrrrteirdenten D. Petersett-Darmstadt statt, wobei zwei Vcn'träge gehalten werden, der eine von Geh. Kirchenrat Pros- ö. Dr. Krüger hier über „Luthers Frühentwicklnng nnd die neueste Forschnr^, der andere von Pros. D.-Dr. Diehl - F-riedberg über ,/ILene Forschturgen zur oberhesst- schen Resorinati-onsgesch-ichte nnd ihre Verwendung anläßlich der 4-Zahrhundertseier der Reso-rmcttiottF
vermischte»,
Bamberg, 19. Jan». Die hiesige Strafl<nnwer verurteilte den Braiudirektor Nützlein rvegen Mal zschiedung nach Preußen z-u 40 000 Mark Ofetdstrase.
*
* Zur B-c k ämpfttng der Fliegenplage. Ein einfaches Mittel, Fliegen ans imseren Wolmungien oder, was noch wichnger ist, ans unseren Lazaretten sernzplialten, gibt Herr Haecker irt der „Zeitschrift für angewandte Entomologie". Es bestecht in dem kleinen Kunstgriff, die jeweilig besormten Fenster zu schließen noch bevor an dein betreffenden Tage die Sonnenstrahlen sie erreichen. Der Erfolg hangt also lediglich vmr der Annuerkstrmkert des Personals ab. Mit diesem B erfahren, die Fenster reilientvcise mit der herannahenden ^>oirne zu schließen, sollen in einWÜten Lazaretten zum Wöhle ihrer Insassen schon beackftenswettc Erfolge erzielt sein.
Briefkasten der Redaktion-
ß«no»vme Anfragen bleiben urrberücksichtig<.tz
5ch. Gietzen. Sie beanstanden in einen! „Eingesandt", daß die Abfertigung an den Fahrkartenschaltern im hiesigen Bahnhof zu langsam vor sich gehe. W?ft ziehen es vor, ans den Albdruck dieses Eingeiandts $u verzichten, da es sich nur eine Siie^ersck>einnng handelt, die sich mit der Zeit, wenn die neu eingestellten Kräfte sich besser ein geschult haben, sicher beheben wird. Wjeri verreisen muß.
wird cmich mit diesen S chw kerk gd üten rechnen und sich Mitryer zum Fahr b a r ü omürSsabeschaÜrr begeben, als in FriedenSzerten.
Meteorologisch« veodachtungen Ser Station Sietzen.
Juni
1917
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Sonnenschein
Hoch te Te,nperatur am Niedrigste w * Niederschlag: 0,2 mm.
17. bi» 18. Juni 191? = -f 29,8' 0. 17. „ 18. . 1917 -----ff 12,9'0.
Mitterungsbericht.
iD öffentlicher Wetterdienst.)
Wolkig, meist trocken, Temperatur wenig geändert.
Letzte r7aehrichte»A.
Zum Luftangriff auf London.
Haag, 18. Juni. (B. T.) Der Munitionsminister teilte im Unterhause mit, daß 11 000 Sckwdenersatzansragen nach dem letzten Luftangriff aus London-Oftend ergangen worden seien. Davon sei die Hälfte anerkannt und 0086 seien bereits ansgez-ahlt wvrdeu.
Henderson.
Rotterdam, 19.Juni. Minister .Henderson richtete eine energische Mahnung \<m den Petersburger 2lrberterq und Soldatenrat, ivorrn er sagt, daß zwischen Ehre und SckMlde die Wahl ge^ troffen werden müsse.
Beuchen auf Dünabury.
Petersburg, 16. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegrapheiragentur. Am 15. Juni warfen deutsche Flugzeuge zahlreiche Bomben aus Dünaburg. Nur geringer Sachschaden.
Ein russisch-japanisches Seegefecht.
Amsterdam, 18. Juni. Aus Karachi berichtet ein englischer Dampfer, er sei Mitte Mai Zeuge eines Seegefechtes zwischen japanischen und russischen Kriegsschiffen bei Wladiwostok gewesen. Die Japaner überwältigten die Russen und schafften Ruhe, indem russische Schiffe weggeschleppt wurden. Während einer Meuterei seien viele russische Offiziere crnrordet worden.
Ein Armeebefehl Petains.
Genf, 18. Juni. Herdes „Victoire" hofft von dem jüngsten Armeebefehl des Generalissimus Pctain die Abstellung schwerer Mißstünde an der Westffont, namentlich des
Mangels an Feuerdisziplin bei der Artillerie, loelche inl Craonne Abschnitt der Signale der ganzen Infanterie ungeachtet diese unter mörderisches Feuer genommen habe. Allen Obersten habe Petain zur Pflicht gemacht, nicht immer dieselben Regimenter an den gefährlichsten Punkten zu halten 'und den Urlaub gerechter zu verteilen als bisher. Scharfe Kritik verdienten auch die Intendanturen, da die .Heeresverpflegung gerade jetzt viel zu wünschen übrig lasse.
Die wahren Gründe.
Berlin, 18. Juni. iWTB. Nichtamll. , Die wahr«! Olrmckw der Gewalttaten gegen Griechenlano eukhickll der scanzösisckre Funl spruch vom 16. Juni, 5 Uhr nachmittags, der nach längere», 1 Ausführungen über die raimnfljr geschaffenen WegeoerbindlMgei'^ durch Albanien und Nvrdgriechrnlawv schreibt: „Bisher war nur der Weg über Saloniki möglich. Heute bedeutet der Weg Sani 1 . Quaranta—Monastir die Verlängerung des Weges durch ^Ztalien und den Kanal von Otranto imd qestaiber den Verbl'mdeten den Wog über das Mittelineer zur Ausfüllung von Menschen, Nah rungsmftteln mrd Munition für die -Orientarmee vollständig aus znschließen. Die Durchsalm durch den Kanal von Ottvntv, etwa 75 Kilometer, kann durch eine fast urautterbrvchene sperre geschützt Warden. Dies ist also ein beträchtlicher Vorteil, der durch das letzte Vorgehen der Alliierten erreicht wurde." Diesem zyni scheu Eingeständnis Frankreichs gegenüber, das sich dazu hergab, für die Entente den Büttel Griechenlands zu machen, klingt die pathetische Proklamation Jonnarls an das griechische Volk wie blutiger Hohn: „Frankreich, Großbritannien imd Rußland wollen die Ünabhäirgigkeit, Gt'öße und Blüte Griechenlands. Sie beabsichtigen, das edle Land zu verteidigen. Ein neues chttalter des Friedens und der Arbeit fängt für euch an. Wisset denn, daß aus Ächtung der nationalen Selbständigkeit die Schutzmächte keineswegs die Absicht haben, vom griechischen Volke allgemeine Mobilisation zu verlangen.^ — Wälwlich so zynische Verhöhnung eines durch Hunger und Waffengewalt bezwungenen kleinen. freien Volkes blieb den Vorkämpfern sür die Beffeiimg her kleinen Völker vor- belmlten. !
Die Stockholmer Konferenz.
Wie der „Vorwärts" ans Kopenhagen uritteilt, lief beim Ko- initee in Stockholm' die Drahtnachrickft ein, daß die offiziellen Bertteter des russischen Arbeiter- und Soldatenrrtes inr Laufe einiger Tage cintresftn würden. In Frankreich loerde energisch daran gearbeitet, die Abreise nach Stockhol in möglich zu machen. Zwei bekannte französische Genosse: würben demnächst erwartet. Mit Mac Donald unterhalte Stamüng einen.Briefwechsel, um eine persönliche Zusammenkunft herbeizuführen. -- Ans Stockholm berichtet der „Vorwärts" vom 17. Juni: Heute traf als Vertreter der Fabian Societti Best fttt die Labour Partv Thomson ein. Die Verhandlung mit ihm beginnt,Montag. Für di- rxxielist Partv Amerikas ist Goldsarb eingetroffen.
Me Stockholmer Erklärung der deutschen S 0 z t a l 1 ft e it jtntb in der Pariser nnd Londoirer Presse mehr oder weniger glatt znrückgewiesen.
Aus dein soel^en er öffneten allrussischen Arbeiter , Soldaten - und Bauentkongreß besteht, lvie der „L. A." erfährt, elnstwofteu. eine starke Mehrheit für die Menschewicki, rveniger radikaler Färbung. Ueber die Konferenz wird eine Programmerklärung geplant, die l)<w vor hebt, daß der Friede nur inöglich sei, wenn in allen« Ländern die 'Arbeiterklasse entscheidenden Einfluß aus die aus« wartige Politik erlange. _ _
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