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18.6.1917 Erstes Blatt
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Maßnahmen gegen Rußland.

Berlin, (17. Juni. (WTB. ATntlich.) RegereTätig reii der russischen Seestreitkräfte tm Unter MJO}]cr und Minenkrieg haben Beranlassung zu Abwehr rn <r ß n a h m e n deutscherseits gegeben, die nach- s tel-en.de Ergebnisse Hutten.

. «5 7 ! 1 , l ? ^uni belegten Flugzeuge den. russisck)en Stütz,

pnntt ^e bara ausgiebig mit gut deckenden Spreng- und Brandbomben. ^

Juni imi.ro c bie auf der Insel Rund (im Maaer ,-i.eerbujetl) befindlichen F.-T.-Station mit sichtbarem Erfolg mu Bomben belegt. Im Haupt' sowie in tarn Nebengebäuden tmrrben zahlreiche Brande beobachtet.

\ftn' Anschluß an diese Unternehmung landete am lo. Juni ent Teil unserer Flugzeuge auf der Insel uru> zerstörte bic noch übrig gebliebenen Teile dieses Stütz- Pwltte'. Alle Flugzeuge sind nach Durchführung ihrer Auf­gabe zuriickge kehrt. '* J ; 1

Die Revolution in Ruhland.

Terejffchenko über die tlriegSziele.

Petersburg, 18. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldurg ^tcrsburaer Telegravheu. Agentur. Bei dem Besuche, den Al- **7 £S omt £? L, ii »Wahebern der vorläusigeu Regierung abgestattet bat, überreichte der Mimsttr de.'- Aeußern, T e re sts che n ko, dem sranEcschen Minister vor dessen Rückreise folgendes Schriftstück:

Tre ruisisiye Redoliuürn ist nicht nur die Umformung der m- neren ürnamfatioiT Rußlands, sie ist auch und zwar in erster Linie, cur Fckktor moralischer Art, ein Faktor, der den Willen des' rufft- ict-en Volkes klarlegt, das Ideal von Gleichheit. Freiheit und Recht incht nur m der inneren Politik des Landes zu verwirklichen, >'on- ^ru auch in der« zimscheuftaallicheu Beziehungen. Dieser Wille Nr me £J»ueI{e, der die ruififdjfe revolutionäre Regierung die Kraft entnimmt. Ihm zu Menen ist die erste Pflicht ihrer Sendung. Ruß- land verteidigt ber dem Kumpfe nilit dein Feinde den großen Ge- daurcu der srerhett und hat als K r i e g s z i e l die Aufrichtung des augemcrnen Friedens aus Grundlagen, die jedes gewaltsame Bor- geben, von welcher Seiche es sei, und ebenso jeden imveria- r r str sch e n V e rs u ch rn irgendeiner Form a u s s ch l i e - hen. Rußland nährt keinerlei Eroberungspläne und stellt sich ent- 1 $}'° 1 J 1 l e de m derartigen Be str eb e u entgegen. rc&S ist die russische Nation fest entschlossen.

ftrfd>c^ Absichten das Feindes, offene oder versteckte, zu be- rampseu, sowohl aus polit.isck)em Gebiet, irrte auf dem Gebiet der mtb imrtfdmfüidx-it Interessen. Mnn trotzdem ne- Io r s s e M e i n u n g s v e r schieden beiten zwischen unse- ^ x c H l 1 - 0 1 H. 1 ? 9 11 n ^ den alliierten Regierungen Mer Me Kinegbelc Mitteten, so zwejifeln wir irichk, daß die enge Bereanrgimg zwischen Rußland und den Alliierten ein völliges Ein­vernehmen imer alle Fragen auf Grund der in der russischen Revo- lutcon herrschenden Grundsätze sicherstellen wird. Unerschütterlich der gemerntamen Sache der Alliierten verbunden, nimmt die russische Demokratie den Entschluß jener alliierten MäcAc mit lebhafter Elbe auf Me sich bewrt erklärten, dem Wünsch der vorläufigen Regrerung Rußlands nachzukommen und die V e r e i u b a r u n g e n betreffend die endgültigen Kriegsziele einer v D u r ch t lfch t z u unterziehe u. Wir regen zu Mesem Zwecke ernc Zusarnmenkunft von Vertretern der alliierten Mächte an, me demuachst itatlriubei? könnte, sobald sich günstige Bedingungen iaiT - ~a m ? T cme ^erembaruna, diejenige, die am 5. September iZ 14 späkerßverösfentlicht lvurde und

medie^ Mögllchkelt der Schließlung eines Sondsrfrictbens! Mmh E der alliierten Mächte ausschließt, soll aus der Zusammen- znr Dskussron gestellt tverMm

MTB.) Die Blätter melden dm .Mcttrrrt des Löch: tkomman d nnnndeu an der sttordfwnt, Drago- mirow, der Mtrch den O^neral .Aembowsky ersetzt wird, und Rücktritt des Oberbefehlshabers dec Kaukasus front, ^eTvevcü I u d e 7l k t sch , an dessen Stelle General P r s ch e - w«1s,7h Ukm Oberbeschlshaber ernannt ivorden ist. Admiral Morimow, der OberbefMshaber der Oftseeflotte, tvird durch Kovtreadmrral Werderewskv ersetzt.

Das endgültige Ergebnis der Stadtratswcchlen in Petersburg ff fl! T ^ sozmlrstrschen Block 507 982 Stimmen. Die bürger- lrchen Parte, e,i erlnelten 166 309 Stimmen, was die Zeitungen nm der Glnchgülngknt dieser Parteien für die Wcllsten erklären Dre Marrmalisten erhielten 117 760 Stimmen

Rotterdam, 16.Juni. <WTB.) Der ^.Dailp Ghwniele" ^meldet.- Der Militärbezirk von Jr- knts s hat seine Unabhängigkeit erklärt.

Sine Geschäfisftette des Arbeiter- und Soldatenrats in Stockholm.

^ 17 - Ju-ui. lMTB. Nichtamtl.) Ein Mip.

ockmter von Polst, keu" meldet aus Stockholm, daß dort ein Ver- rv-ter de-, russischen Arbiter- und Soldatenratzes namens Jnlius VJ a! f(lnL , r 1 ^ Me-rn zum- erstemnale in der Sitzung Vollandlstk'Akaiichuavlschen Ausschusses erfreuen ist. Er teilte neu, daß der Arbeiter- ,m.d Soldaten rat an der Vnberirfung einer gitemmitlinnt ,n Stsckholn, Älte. In einigen Zagtn tvnte tn&todbofm ein twrläuftgcr Organisator eintresfen mid kirrz davain wllfn Vertreter folgen. *

- dänische Journalist hatte mit Wernberg eine Unterredung,

k'w,er ausnihrte, es sei seine Ausgabe, wichtige und wahre!

. chrnl.e,, über das neue Rußland zu verbreiten. Er uvrde deshalb w S.oal.Um eine Zeitung herausgeben, die teils die letzten dralst- Abrichten aus Petersburg, teils Auszüge auS russischen Zeünngt .eils beioudere Nachricksteu enthalter, tverden, die Wein- berg vom Arbeiter- und Soldatenrat drahtlich »der durch Kurier WffSL 4 ' ll x Altung jmrt> auf deutsch, französisch und englisch ^ "Nd den Titel ful?ren: Bulletin »es Arbeiter- und Sol- Stellung für mksw-ärtiae Bcziekungeu. Der Ausschuß Arb,',!,'- und Sgldaterirats, fuhr Weinberg fort, hat ei,um der. «* E mit der s»zlaliftisch-m Zn- mnumntu-.r. beschastigt. W,r messen der Zusammenkunft große Bedcutuug l-eufreiem 7!us,chuß gehört das ganze Präsidium' des Arbew i und ^oldate,rrateei an. Die imch Stockl-olm kmstmeiiden ^geuen Anweinmgen, haben aber natürlich I?* E. '^'lchl, die ivertvolle vorbereitende Arbeit zu stören, die der wllandnchgkandinav.lche Ausschuß bisher geleistet l-at.

Petersburg 18. Juni. <WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Peters b u rge r Telegraphen -Agentur. Die Hauptversamur- luug oe Arbeiter- und Sdldatenräle gmiz Ruß­land., di reu Eröffnung aus gestern festgesetzt war, trat crst heute zusammen. Ucber ,00 Abgeordnete sind eiugetrofseu.

.rie '.stätter »relden die Ernemrung des Generals Lou

ol/ne VortAcUille und erhält die Mission in den Bereinigten Staa- ten. ±A£. Versorgung mit Nahrungsniitteln ist nun ebenfalls Lache der Berpslegungsausschüsse. Ferner wird unter dem Minister Seraloja ein Ministerialausschuß geschaffen für den Uebergang von Krregszeiten zu Friedens^eiten. Aus Mtgliedern des Parla- ments und Beamten sowie den zustäTidigen Vertretern der Land- wrrt,a>aft, des Aandels und der Industrie wird eine weitere .Konr-- Mlstwu gebildet, um Maßnahinen für diesen Uebergang vorzuberei- fe 1 / -NiNister des Krieges und der Marine haben wiederholt den Wiustsch geäußert, uiieder aktiv zu.dienen und werden durch General Raetano Giargino und Kontr«idmrral Driangi ersttzü

Griechenland.

Athen, 16. Juni. (WDB-) Meldung des Reuterschen Bureaus. Oberkonrmissar Jonnart tertte dem Minister­präsidenten Zaimis mit, daß er Befehl habe, die Blockade au fzuh e b cn.

Sa Ion i i i, 14. Juni. (WDB.) ReuterTneldurrg. Die Annahme 0t berechtigt, daß die v e n i z e l i st i sch e R e g i e- rung demnächst nach Athen übersiedeln und die am 30. April erwählte Kammer, die der König Konstantin auflöste, einberufen wird. Es darf angenommen wer- den, daß die Abdankung des Königs die Wiedervereinigung beider Teile Griechenlands unb einen Wendepunkt in dem Balkanfeldzug bedeutet.

RibotS Erklärungen im Senat.

Paris, 16. Juni. (WTB.) Havas-Meldung. Bei Be- prechuug der Everanisse in Griechenland gab Ri bot dem öcnat dieselben Erklärungen ab wie der Kammer, und erklärte, daß über den Verrat in Larissa gegen eine euglisch-sranzösische Abteilung, die nach Thessalien geschickt Gerechtigkeit ihren Laus nehmen würde. Ribot er- Aarte, Prmz Alexander trage augenblicklich die Krone unter der Bedlnguicg der Bestätigung durch die versafsüngs geben de Versammlung. Zaimis bleibe an der Spitze der Mgieruna. Vemzelos begebe sich. nacl> Athen, sobald die Versöhnung gesichert ]et. Rrbot sagte, er hoffe, daß der Senat die feste und rluge Pmrtik, die das Kabinett vereinige, gutheiße. Er stellte fest, daß der Könrg von Griechenland nicht als Ge- NNHener der Alliierten betrachtet werde. Wenn er sich, nach Deutschland begebe, würde er nur seine tvirklicheil Gefühle verraten. Ribot zweifelt nicht art den Folgen der Abreise, deren Bedeutung die ganze Welt begreife. Sie sei für Frarlk- reich ein moralischer Lieg, den man nicht abschwächen dürfe.

Eine neue vftcrreichischc Kabinettskrifis?

Wien, 16. Juni. (WTB.) Im Ministerium fand vormittags tinc Besprechung des Ministerpräsidenten Graf Clam-Martinitz nnt dem Prälidmni des Polenklubs statt, worauf der Polenklub zu icmer S,tzu,ig zufammentrat. Wie verlautet, hat mau nach einer laugjdren Debatte einen von vier Gruppen gestellten Kv m- pro mi ßant rag Leichlojfen, der besagt:

T Der Polenklub beauftragt sein Präsidium, dem Minister- prairdenten zu erklären, daß er dcese« Regierung nicht mttctftutjn lverde und däß er aus dieser seiner Slellung- nohme dre Folgerungen zrehen werde. Der Polenklub ist jedoch bereit, m 1 V 1 e V l fcär e n ^ 0 1C J V - 11 9 in Verhandlungen zu treten.

^Aussithrung des Beschlusses seines Budgetausschusses, gegen das Budgetprovtsorium zu stimmen, ermächtigt er die Aus- jchußnntglieder, dennrnt- im Ausschuß zu erklären, daß der Klicb Mr die Stzaatsnotwendigkeiten stimmen werde, sofern die neue Regierung das Vertrauen des Polenktubs besitzen werde

Ein Antrag der konservative)! Gruppe, der sich für tveitzere Ver> yanotuugen mtt der Regierung mwspvach, wurde abgelehnt.

Oesterreichs Turchhalten.

f c Jüni. sWTB.) DasFremdenblatt" veröffentlicht

Errlarimgen des Honvedmmisters Feldmarschalleutnants Szum- m a y. der n a ausführte: Die L a g e a n a l le n Fronten ist auSgezeickilet und bestätigt meine ständige Behaicptung, daß hierin reme Beeiuflusjnug in ungünstige m Sinne uw glich ist. Wir räum- Els dem Wege, tveil in jedem von uns der! i I e MM endgültigen Siege auszuharren. Ich spreche

nicht als Theorettker. sondern aus der in sieben Monaten an der Front gewonnenen und immer mehr befestigten Ersahmng, die vollauf weme unerschütterlich eZuversicht in unsere glänzende Zu­kunft recchgertigt, die die heldenmütige Armee und das tapfere Dmterlmid gemeinsam erringeil hvcben. Ich- verkenne nicht, daß stst uu Hinterlande jetzt häufiger schavierigm ist, als an der Front. Allein unser lmrtschaftliches Durchtzatteli ist angesichts der gegenwärtigen Erntvausfichten gewährleistet, zumal der Krieg eine mächtig erzieherische Wirkung ansübt. Sind wir wirtschaftlich ge- siü)ert. so gilt dies nicht minder von rrnserer Truppenergäilzung urcd -vei-sorgung mtz jeder Art ^Kriegsmaterial. Uns kann nichts mehr geschehen, Mag der Krieg auch noch so lange dauern. Die zehnte Isonzoschlacht endete mit einer un- verkemÄar«! Niederlage der Italiener, trotzdem die Italiener dort ^>pser brachten, und Kräfte edrsetzten, loie nie zuvor, ein neuer Beweis für inetne Anschauungen von der Unerschütterüchkeit uw- ^ornnlilarischen Stellungen und für die Ächerheit unseres schließlick^en Sieges. Gerade jetzt, knapp vor dem Ende des drittel, Eriegsiayws ist unsere Lage bessc-r denn je. Nichts kam, tte zum Schlechten wenden. Das -Oestmreich-Ungam,, das sich lirute der Welt darbistet ist ein siegelndes. Oc-sterreuGUngarn, das an allen Frontwi selsensest ist, dessen HilfsauÄlen richtig eingeteilt ftnd und in dem das Heer und alle U7A>eiqerlich entschlossen sind au^-uharreu. Wir haben allen Grund, zufriedeli zu sein und mit froher Zuversicht in die nahe wie die ferne Zukunft zu blicken

D a mp fe^dersenkt, von denen drei bewaffnet imd einer anscheinend ein Tanküampfer war, ferner 5 Segler und acht Fisch erfahrzeuge. Darunter befanden sich der englische Drei- mchtschoner Phantom, der englische Easselschoncr Alfred (früher deutsch), mit 5koh!en von New Castle liach Caen, der englische Motorschoner Marjoric und ein unbekannter eng­lischer Schoner mit Kohlenladung sowie die englischen Fischer- fahrzeuge Ocean, Tride, Caward, Torbay, Paso, Cariad und die französischen Fischkutter Eugenie Mathilde, Francois Georgotte, H. 1065 und Madeleine.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

U-Boot(ampf mit japanischeti Zerstörern.

London, 16. Juni. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der japanisä)« Marilwattaa)L teUr mit, daß anr 11. Juni eine der japanisck)-en Zerstörer fl ottillen feindliche unterjeeooote inl Mittelmeer angegriffen habe. D<ü Ergebnis sei lroch nicht belannt. Bei diei'er Gelegeillieit habe der ZerstörerSakati" durch einen feindlichen Torpedo eungen Schaden erlitten, loobei h 7 Mann getötet worden wcwdeli^ 'O^ilörer sei glücklich in den Hafen geschleppt

Der Staatssekretär der Admiralität erklärte hierzu, dies )ei einer der Zeritörer gewesen, die so tapfer bei der Ret- rurrg per uppen ünd der Besatzung jdes torpedierten Trans­portdampfersTr a n s sy l v a n i a" gehotfen hätten, trotz der drohenden Gefahr, selbst torpediert zu lverderi.

*

(WTB Reutermeldung. Die Admi­ralität teilt mit: Der HilfskreuzerAvengco"wurde in ytosfytfrmn J.4. Ium in der Nordsee torpediert und ist gesunken. Ein Mitalied der Manlischaft wurde durch eine Explosion getötet. Die übrigen wurden gerettet

Aus dem Reiche.

^ Dresden 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.^ König Ferdinand von Bulgarien traf heute vormittag in Begleitung des Kronprinzen Boris und des Prinzen Cyrill zum Be­suche oeL5Töttigs ein.

kowskl) zum GeneralstubsoffiAier des Oberbefehlshabers Ad- tl': k. ; I v ' . der ch'men. Rücktritt nachgesucht hatte, »mirde

«u l ... Admirals R u I si ii zimr Admiralstabschef des Ober- Utö miauiit. Die lxnden Admirale Kanin mvd Kedsow dii Gchuü'l, UN Marinenm u | terhun sind, sind zurückgetteten

Der nnt der Ausarbeitung des Gesetzes über die Verfassung- gebende Bersammlung beauftragte Ausschuß sprach sich mit 27 gegen 9 Stlnrmen für das BerhältNiSiv-ahlsystem aus.

* ch *

Die Umgestaltung des isaliettischen Ministeriums.

i\ n ! ' ^^TB.) Meldung der Agemna Stefani.

Bv se r unterbreitete l>eute dem Könige Vorschläge über die U m. gestaltu n g des,Mini steriums, welche der König anae. nom.'.n bat öKtmfte Dienstzweige, denen heute die größte Bedcu- Mng litt >tnegftlhrung und die ganze Eristmri des Landes -u kommt,

w « nn1 Kohlenkonimissanat wird aufgelwb^ Sämt- b'l.- die BrenustofsVersorgung betreiseuden Angelegeuhttttu & Transportmunstermm vereinigt. Sei^wr M iverden

Bracchi nnLd Tunr^rtmiEer, Arlotta bleiÄ Minister ohne

Seekrieg.

Neue U-Boot-Crsotge.

ierliu, 16. Juni. (WTB. Amtlich.) In den Sperr­gebieten des nördlichen Kriogsschnuplatzes sitid durch unsere Unterseeboote neuerdings 21 3 00 Brnttoregister- ton n en versenkt ivordvit. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich der bewaffnete französische Dampfer ,,Seguan-cp' (5557 Bruttoregistertomreu), der etiglische Drei- nmstschonerDetlef Wagner" mit einer Korkladuiig forme drei tiesbeladene Dampfer, voit denen zwei aus Geleit- zügen herausgeschoffen wurden, und ein großer Segler mit Stückigutlavung nach Frankreich. Die Ladungen der übrigen Schiffe blieben unbekannt.

Bon unseren U-Booden im Mittelmcer wurde lvieder eine große Anzahl von Dampfern und Seglern mit zusammen 3 2 3 1 6 Bru t tor e g isterton ncn versenkt, llnter diesen Schissen befanden sich die vollbelädenen eng­lischen DampferMillicent Knight" (3563 BRD.) und Bvldwell" (3118 BRT.), welche beide aus osttvärts steuern­den Geleitzügen herausgeschoffen wurden, und ein bewaff­neter englischer Dampfer vom TypWorces-Terffstre" (7175 Bruttoregistertonnen). Ferner wurde ein bewaffneter eng­lischer Dampfer von 6500 Tonnen versenkt, der in einem von zwei Zerstören! gesicherten Geteitzug von drei Damp­fern fuhr.

Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 18. Juni. (Amtlich.) Im englischen Ka­na lnmriwn durch unsere U-Boote fünfgrobe englische

Sicrdt imk £an$.

G leße-i. 18. Juni 1917. Einschränkung ds Wasterverbrauchs.

Vom ftädt. Gas- und Wasserwerk wird uns mttgeteilt: . Z^s?lge der lauganhaltendcm außerordentlichen Hitze ist der Waoerverbrauch in den letzten Tagen ganz gewaltig ge- ttegen. Er betrug am Samstag 10050'<;bm und am gestrigen Sonntag 8802 ebm, während der .Hoch st tag es bedarf im vorigen Jahre 7922 cbm war. Wenn nun auch de." Wa.sser- reu in der Lage ftt, den großen Anforderungen zu genügen, o ernpsiehlt es sich doch, mit dem Wasser sparsam zu wirt- chaften, damit die nötige Wasserreserve in den ohnehin etwas knappen Vorratsbehältern erhalten bleibt. Diese Wafferreserve soll nnr in ganz besonderen Fällen heran­gezogen werden.

Am letzten Samstag fand im Pumpwerk Queckborn eine Storung an der Pumpanlage statt, die mit dein vorhandenen, noch nicht fachkuildigen Aushilfspersonal wohl bald beseitigt worden ist, aber doch eine fühlbare Ein- buße an der Wassersvrderung mit sich brachte; insvlgebessen mußte die Wasserreserve angegriffen werden.

Um nun die erforderliche Reserve wieder herzustelleu und für etlva kommende Fälle gesichert zu sein, wird drin­gen d e m p s o h le n , d e n W a sserv er br a u ch s o wei t atö 1 r 9. e nd glich einzuschränken.

. , ^ Die B l ü t e de r Kornblumen veranlaßt jetzt wieder viele Ausflügler, rtnksichtslos m die Roggenfelder einzudrmgen, um die blaue Liebstngsblume des Kaisers Wilhelm 1. zu einem Strauß zu samuwln. Der Landwirt betrachtet die Kornblume als eine den Saaten schädliche Pflanze, was jedoch durchaus ein Betreten der iKlotx nicht rechtfertigt. Während der Krieget darf, mit stkück- 'icht aus die Bolksernayrung, nicht einmal die * kleinste Getreide menge vernichtet werden.

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Die Hitzeperiode der letzten Wochen hatte mit dein gestrigen Sonntage einen Höhepunkt zu verz^eichnen. Nach den Bsobachtungen der Wetterdienststelle Gießen zeigte das Thermometer geg>dn i/ 2 3 Uhr nachmittags 28,7 Grad im Schatten. ^ie Wetter Voraussicht, die wir von heute <w rn unterem Blatte wieder regelmäßig veröffentlichen werden, verspricht kaum noch eine Aenderung. Dabei wäre es nun höchste Zeit, daß ein erfrischender, langanhaltender Landregen jiber Feld urld Garten nieiderginge. Heuernte ist zurzeit in den an Wieseitgründen besonders reicheti Niede­rungen der Lahn im vollen Gange. Biel Heu ist bei der günstigen Witterung bereits unter Dach gebracht, so daß wir in diesem Jahre ein in qualitattver Hinsicht besseres Wiesenhen erhalten als im verflossenen Jahre, in dem das meiste Hen oft viele Tage, ja wochenlang im Regen lag. Es ist enie Mittelernte zu verzeichnen. Mit der Heucwnte allein ist es aber nicht getan. Für alle Feld- und Gav'tenfrüchte bedeutet jeder weitere regenlose Tag ein recht bettübliches Nachlassen der hochgespanitten Erlvartungen. Schlimm ist es für die Gartenbesitzer, daß mm auch noch- die Mahnung erfolgen mußte, mit dem Wasserverbrauch sparsamer um­zugehen. Ohne ttlchtiges Gießen kann kaum etwas gedeihen. Richtig ist es aber auch, daß viele Kleingartenbesitzer des- Guten zu viel tun und ihre Gärten täglich gleichsanl unter Wasser setzen. Wenn dieses Verfahren, das nicht einmal den Pflanzen zuträglich ist, abgestellt ward, dann wird auch die übermäßig hohe Wafferverbrauchszisfer, die das Städt. Gas- und Wasserwerk in den letzten Tagen bedrohlich ansteigen sah, sehr bald auf einen normalen ^tand zurücksinkeu. Vesser als jede gute Ennahnnng würde allerdings der gitte Regen wirken. An so heißen Tagen der gestrige Smmtag war für Berlin der heißeste ^nnitag seit 1848 - tut jeder gern in Sorge um seine Pflanzungen rT>er des Guten etwas zu viel als zu wenig. Trotzdem hoffen wir, daß die Erniahnungen des Stadt. Böasferwerks keine tauben Ohren finden werden.

** G e g e n die Preistreiberei bei Obstpach- t ungen schreibt dac- Zbriegswucheramt zu Berlin: Die Preise für Obstpachtuugen, die gegenüber den Friedens- Preisen schon inr vergangenen Jahre eine crheblick)a Steige- rung erfahren hatten, lverdeu jetzt vielfach zu einer Höhe emporgetrübeu. die durch nichts gerechtfertigt ist. Beoauer- licherweise sche-inen zum Teil auch die Geniemden aus der Lage Vorteil ziehen zu wollen, statt bei der Berpachttmg der Obstnutzungei!> durch Jnneha.lttn?g angemessener Grenzen regelnd auf die allgenteine Preisbildung^ miteinzurvir^n. Müssen schon hierdurch die Gestehungskosten des Obstes stei­gen, so ist eine Erhöhung des Verkaufspreises auch daraus zu erwarten, daß die Verkäufer dazu neigen, ihren Verdienst nach Prozenten des Einsatzes zu bemessen. Das ist bei der zeaewvärttgen NottnarMage unzulässig, muß, lvie im Bor- xcchre, zu begründeten Klagen der Berbraucher umd schiließlich