Ausgabe 
11.6.1917 Erstes Blatt
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tont und das um so nrehr, da jede VorUtterung von grünern Brot- ^-tteide eine ^eeirtfttrffuMp bet fimftigen Brotver^orguttg der Be­völkerung zur Folge H<rb8r muß. ^

** Schwarz-Weiß-Thester Seltersweg ^81. der SpvelK'rit von Dinrsktg, den 12., bis einschließlich Freitag, den 45. Juni, tvird gegeben:Zerstörte Ideale", Kintstlerdrama m rl Akten, mit Tipa Sandtet: irrtb locittä Santow, rnib der große 1 aktige FilmschwankSondis Kleine", mit E Sottdormann vom '.Thalia-Theater Berlin in der Titelrolle, außerdem ist vorgesehen Wenn, die Liede erwacht", mit Pauline Busch in der Hattpttolle, sowie eine hübsche Naturaufnahme. Ab Saims-tag ist em Asta- Nllsen-Gastspick in Dvrbereitimg.

Landkreis Gießen.

s Bersrod, 9 Juni. Lnftschiffer Ludwig §>ofmann echielt die Hessische Tapserteitsmedaille. Infanterist Philipp Schneider wurde '.um Gefteittn,^Artillerist Heinrich, Spa a r um Unteroffizier besürdert.' Alle drei stehen seit 1914 im Felde, .gegenwärtig im Westen. Die U-Bvvtspende ergab

ZI.60 Mk _ ®bt (Rnütter brachte uns am Donnersdag den

ersehnten Regen. Das Setzen der Dickwurzpflanzen gef# mim flott vvnstatten. Unsere Psarrstelle Winnerod, die seit lni 1915 verwaist ist, soll bald wieder besetzt toerden.

!N. M u sche nh e itn , 10. Juni. Eine mutige Tat, durch die zivei Menschenleben gerettet wurden, vollbrachte dieser Tage der htejigc l5jähri«e Herrn. Becker. Zwei ans dem Rnhrgebict hier tnitergebrachte 11-'und 12 7 rige Mädchen vergnügten sich ans der Wetter mit Kalmfahrcn, als plötzlich der Kahn mnkipvte und die Machen ins Wasser fielen. Der junge Mann, der zufällig in d<r Nähe des Unfalls war, sprang vom User ans in den sich in- -.wischen wieder ansrichterchen Kühn und konitt nrit eigener Ledeus- gejÄh die beiden MLvcknten, als sie zum ziveitenmal cmstanchten. .llÄich' tii itten Kahn ziehen und dadurch vom sick>eren Tode des Ertrrnvens retten. ^

Watzenborn -Steinberg, 10. Jm:i. Am 3. April starb den Helden wd durch Gratiatspliitec der Lehrer Karl Bernius.

6. Februar 1915 wurde er zürn Heeresdienste einberufen, rückte atl HilnurÄfafttt 1915 ins Feld. Eine RUhoerkraukung brachte ihn im Juli in die Heimat zurück. 'Nack- Widerhersiellwig zog er im September 1915 al^errnals aus. Vorher tvirkbe er in Stcmgsnrod und BurkyacksfÄden.

Kreis Büdingen.

1 Gelnhaar, 9. Jimn. Auch in unserer kleinen Jndu stt re­ge meiitde wurde cm vorigen Sonntag die U - Bvot - S pe nde einge^nnnelt. Es wurden oazu 34,05 Alk. gegeben.

Kreis Schotten.

# Scho tten , 10. Juni. Donnerstag, 14. ds. Mts. findet in: Physikraum der Realschule eine Kreislehrerkcmferen z statt. Prof. Bölzii: g-Daymstadt spricht über Pilzkunde, der Kreis­arzt Med.-Rat Dr. Best über:Wie kam: die Schule bei der Verhi.'rderung der ureiteoen Ausbreitung ansteckender Krankheiten Mitwirken?" lpas Hessische Verdiensttreuz, früher Hessische Tapferkeitsmedaillc/erhielt der Schütze Eckstein.

L. Laubach, 9. J:mi. Gestern nachmittag wurde in der Bc- ttusnng de^ Landwirts Kourav Laut dahier, während seine An­gehörigen mit Pflanzensetzen aus dem Felde beschäftigt waren, ein E5 n l> r nch sd i e b ft a b l ausgckführt. Die Diebe stellten eine kleine Leiter an ein niedriges Fenster und schlugen mit einem Hammer eine FensLersck-eide ein, uinx 1 in die Wohnung zu gelangen. Hier stahlen sie zwei Laibe Brot, mehrere geräucherte Hausmacher- würste, Milch und Latwerge. Nachdem sich die Diebe noch mit Brot, auf welches sie Latwerge und Rahm sttiä-e,:, gestärkt hatten, traten sie den Rückt ve>: an, Leiter und Hatumer liehen sie am Platze- liegen. Die Einbrecher sind noch, Nne man hört, im schul- pslickstigen Mter, toerden aber wohl ihrer Strafe nicht entgehen. Der Herr des Hauses steht in: Felde und kämpft gegen tmsere

wurden verletzt, darunter ein Soldat in er lieblicher Werse. Die' Wagenführer in Hildt wurde von den: Wagert auf die Straße geschleudert und erlitt eine schwere Nerverrerschütterung. Feuer- nxchr :md RtttungStvache hatten mit den ^lufräumrmgs- und Ret- lungsarbeiten längere Zeit zu tun. Der 'Schaden ist sehr erheblich.

*

mr. Frankfurt a. M., 10. Juni. Der Magistrat der ,Stadt Frank,irrt tveist in cirrer Eingabe an die Reiche stelle für Obst und Gemüse darauf hin, wlche Sckstrden durch die beabffchtigtt Kontingentierung der Marmeladenindustrie cut- stalien, insbesondere bittet er, den einzelnen Haushaltindgen zu erlauben, ihren Bedarf an dbevfeln urch Zwelschen selbst aufzukaufen und keine Beschlagnahme dieser Früchte eintreten zu lassen, damit nicht weder, wie es leider inr /Vorjahre der Fall >oar, in den, Städten überall der nötige Brotaufstrich fehle. Gleichzeitig wtrd gebeten, auch der Ap fel wein iudu strie in beschränktem^Maßx die Kelterung dar Mpftl zu gestatten, danrit dieses einst so blühende Gewerbe nicht ganz zugrtnrde gehe.

Fc. N a st ä t t e n , 10. Juni. ?üährend des Unwetters am Frei­tag wurde in Lipporn der Schäfer Schmidt mit einem Hund mrd einer Ziege vom Blitz erschlagen.

Fc. Osterspai, 10.Juni. Die hiesigen Ki r s che n z ü ch - ter, die die Kirschen am Freitag für 35 Pfennig daS Pfund nicht hergab:n, sondern wieder mit nach .Hause nahtnen, haben das er­reicht. daß gestern diese Früchte itn Ostosthandel bereits 4o Pfennig das Pfund kosteten. Mehrere Züchter hatten das seinerzeit nicht Verkaufte in Eoblenz zum Verkauf gestellt und erzielten dort im Klein verkauf 1,00 bis 1,20 Mk. für daS Pfund. Die diesjährige Ernte wird hier auf eine halbe Ernte geschätzt.

X. Schlüchtern, 10. Juin. Von einem schwerem llrr- Wetter twerde die Gemeinde Nttrickshausen^ hcinrgesncht. Es wurden Accker tveggeschwermnt, Häuser wngerissen Landrat von Trott zu Solz, der: au Ort und Stelle tveilte, ordnete die erforder­lichen Hilssmastnahttten an. 30 Artilleristen sind zur Bonn ahme der Aufräumungsarteiteir eing-etroffen.

M üller s'che Badeanstalt. Wasserwärmc der Lahn am 11. Juni : L0" Reatltnur.

§pie!plan der Großh. Uurtheaiers Sad-Narrheim.

Montag, 11. Juni:Tie Kreuzet schreibet". Mittwoch, 13. Jurti: Unter Mitwirkung der Kürkapelle. ,,Unter der^ blühen den Linde". Donnerstag, 14. Juni: Im Stadttheater Gießen^Die Warschauer Zitadelle". Freitag, 15. Juni: (^astsp. d. Hofschausp. Rud. Possin m. Gcsellsch.Der eingebildete Kranke". Sonntag. 17. Juni: Ludwig Thoina-?lbend.Brautschau",Die lleinen Verwandten",Lottchens Geburtstag". Montag, 16. Jwli: Heima^t".

Uönig!. Uurthrater Vad-Lmr.

Dienstag, 12. Juni: Hütet Mitwirkg. d. Kirrkapelle. Ges.- GastsP. d. Neuen Operettm-Theaters Bonn a Rh. Netih-eit.Das Treimäderlhaus".

Ämtlicher Teil.

erlin L^i 48, 23. Mai 1917,

Briefkasten de5 Aeörrktiorr»

I. in C. 1. Der 2000 Mk. nberschies-ende Betrag ist voll utrd ganz pfändbar. Bei 2100 Mk. also 100 Mk. 2. Der Pfändungs­und Ueberweisungsbeschluß behält seine Gültigkeit, vorausgesetzt, daß es sich um die gleiche Forderung handelt.

Letzte

.,Englische Mttrder; Der nrurste Baralongrall."

e r l i n . 11. Juni. Unter dieser Ueberschrift berichtet Karl Feinde. Sammlung für die U -Boot- Spen de ergab \ s^Tter von der flandrischen Küste an den .Lolalanzeiger: Der

in hiesiger Stadt die ansehnliche Sturme von über 450 Mk.

--- Michelbach, 10. Juni. Der Deban des Dekanats .Kir­berg, Pfarrer Karl Spieß von hier, ist im Alter von 52 Jahren in der Gießener Universitätsklinik einem schwevnt Leiden erlegen.

^ U l r i ch ft e i n, 10. Juni. Ende verflossener Wvche hatten sich einige junge Bürschchen aus dem benachbarten Kölzenhain bei dein hiesigen Amtsgerichte zu verantwvrtetr. Sie hatten allem An- scheilt nach größtes Wohlgefallen daran, eine große Anzahl Por­zellankörper der Telephonleilung an der Kreisstvaße von Feld­krücken nach Kölzenbain. zu zertrümmern, was ihnen auch glänzend gelungen ist; eine Roheit der tarn 16- und 17-jährigen .Herrchen, die jeder Beschreibung stwttet. Hoffentlich wird ilmen die gerechte Strafe zuteil.

~ Aus dem Osberwalld des Vogelsberges, 10. Juni. Unaufhörlich sind seit vergmrgcnem Herbst viele Kriegs- gesangene tind Holzhauer auS den. umliegenden nächsten Dörfern mit dem Holzfällen beschäftigt. Ungezählte Bäume sind durch die Axt gefällt worden. Doch reichen diese riesigen Holzmengen tticht auS; deshalb werdett die Holzhau er arbeiten selbst den Sommer hin­durch fortgesetzt; allerdings wird das Behauen viel schwieriger, da fcrie Stämme durch den Saft an Gewicht bettächtlich zu genommen haben. In dieser etwas müßigen Zerit vor der Heuernte fmb die Landwirte, die Pferde zu ihrem Betrieb nöttg haben, verpflichtet, das gefällte, zurechtgeschnittene und vorerst bearbeitete Nutzstamm- holz an die nächsten Bahnstationett zu falwen. So werden eben täg­lich an den Stationen Schotten urtd Mücke getvaltige Mengen Holz, größtenteils für die Heeresverwaltung, verladen. Daß dieses Holz, bis eS an Ort uuL> Stelle kourrnt, einen äußerst hohen Preis hat, liegt schon in dem außerordentlich hohen Fuhrlohit begründet. Gegenwärtig wird den. Fuhrleuten, die das Holz bis zur nächsten Station befördern, fftr den Festmeter 1014 Mark bezahlt. Durch-- schnittlich verlädt ein Zwäsvännerwägen 68 Festmeter. Ter Verdienst der Hol-ftrhrleute ist demnach recht beträchtlich.

Kreis Friedberg.

4t Friedberg--Fauerbach, 10. Juri. Am 6. Mai starb fürs Vaterland der Untwofsizier und Offiziers-Aspirant Ludwig Frey Getwren <ttrf der Sonttnermühle bei Grünberg, fand er dienstliche Verivend-ung in Nieder-Florstadt, hier und in Rendel.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch. Bingen, 10. Jmi. In der Lage Mandelgarten am Matuzattveg wurden dieser Tage die ersten blühenden Reben fest- gestellt, ebenso wurden solche in anderen Teilen unserer Gemar­kung gesehen.

ch Aus Rhein Hessen, 10. Juni. Bei fortdauerrrd gün­stiger Witterung tnnrntt die Entwicklimg der Rebeit einen guten Verlauf. Das Wachstum ist dttrchweg iippig und steht dent frü­herer Jahve nicht nach. Mt dem ersten Spritzeit der Redet: muß begonnen werden, da die rasche Entwicklung der Reben in Der- bindmtg mit den testen Niederschlägen ein stärkeres^ Auftreten! der Peronaspora befürchten läßt. Gescheine siird an den Reben, wenn auch nicht übermäßig, so doch in gettügender Anzahl vor- hattden. Die Nachfrage im freihändigen Geschäft ist nach wie vor sehr rege, öbtvobl die Preise in letzter Zeit etwas in die Höhe gegangen sind. Bezahlt wurdet: für das Stück 1916er in Udenhain 3300 Mk., in Oppenheim 3700 Mk., in Spiesheiw 31003300 Mark, in Aspisheim 3400 M?.. Nierstein 3600 Mk. und mehr, in Bechtheim 31003400 Mk., für das Stück 1915er tn Bechtheim u:rd in Heimersheim 40004100 Mk., Alzey 38004000 Mk, tn Msheim 4300 Mk. und 'wehr, in Engelstadt 37003800 Mk.

_ Kreis Weblar.

va. Aus dem Kreise Wetzlar, 10. Juni. Bei Ver­käufen von Heu mrs der Ernte 1916 toerden immer noch die Höchstpreise ganz bedeutend ül>erschrittem So wur-den in der letzten Zeit zcthit Mark für den 3en.tnet Heu gefordert und auch ^bezahlt. Dir PrFsprüfttngSstelle für den Kreis Wetzlar macht darunr er- nertt aus dst Strafbarkeit ^dieses Vergälxns aufmerksam. Für > Kl-eeheu dar; nicht mehr als 5,25 Mk. unD für Wiesenheu 4,75 Mk. für den Zeittner bezal-lt werden.

Hessen-Nassau.

StrgßettbahnunglLick.

Frankfurt a. 3N., l0. Jmn. Am Samstag vormittag fuhr in der Schweizerstratzc cin Straßenbahnzug infolge falscher Weicheltstellung einen: Waldbahnzug mit voller Gewalt in die Flanke. Beide Züge bohrten sich derart inetirander, daß die Wa^en

Chef des Admiralstabes der Marine that bek^rmttgegebet:, daß einige eitalische Monitore am 5. Juni morgens. Ostende beschosten und das starke überlegene Ajufllärungskräfte, die den Monitoren beige- geben waren, mit zweien unserer M-achttorpedoboote in ein heftiges Gefacht gerieten, lvobei unsereS 20" zum Sinken gebracht wurde. Der ertglische Führer fügte in fernem Bericht cm die "Admiralität iit London hinzu: Wir nahmen fiebert Ueberlebetrde des Torpedo- iägers S 20 auf. Der Obervootsmannemaat Heinrich Schmidt, der als Geschützführer auf amfenit S 20 fuhr, trieb sieben Sttm- de:t lang auf der See und kämpfte gegen den Tod. Von ein eist unserer nachsucl-endeu Marineflugzeuge anfAefischt und dtirch die Lüfte an Land getragen, wurde er tvieder zn sich gerächt und sagte, lvie Rosner berichtet, aus: Sieben Mttnn von S20 wurden ist ein englisches Boot genonunen. Dann schlösse!: die Engländer ihr RettungÄverk. Sie hatten augenfällig Befehl, :mr sieben Mann zum Erhören mit heftn zu bringen. Zwei Unteroffiziere, die anßenlwrd am englischen Boot hingen, wurden aufgefordert, sofort loszulassen. Sie klämuterten sich rveiter fest und der eine sagte dem englischen Nootsoffizier, daß er verwundet sei, daß eiu Gra­natsplitter ihm das Bein zerfetzt habe. Llls Anttvort hielt einer der englischen Matrosen ihm eine Pistole gegen die Brust und schrie ihm zu. er solle sofort loslassen., sonst würde geschossen. Dem ymiten, der sich gleichfalls festtlanchverte^ schlug ein anderer Matrose mit dem Seitengewehr solartge ans die Finger, bis ^der Näann losließ und in See zurücksank. Dies alles sah und hörte .Heinrich Schtnidt, der mit etwa zwanzig bis fünsrurdzwau.ffg an­derer: Deutschen Mts das Boot zugeschtn-ommen war. Das letztere meldete nach dem Zerstörer, daß es fettig sei. Es erhielt den Beseht, zurückzuke^en, und drehte ab, ohne sich um das Schicksal der seine Hilfe anrrffenden, im Meere treibenden Menschen zu küurntern. Antifcmitifchr Ausfchreitung-en in England.

B e r n , 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.)Times" mel­det aus Leeds : Am 4. Juni kam es antisemitischen Aus­schreitungen, bei denen eine tausendkövsige Menge das Ju­denviertel durchzog und die Ladenfenster der Juden zer­trümmerte.

DieTimes" ischreibt: Da in England die metallenen Unisormknöpfe knapp werden, führt eine Armeeverordnung die zugelassene Verwendung von Lederkrwpfen und gestickter, statt metallener Gradabzeichen ein.

StadtratÄvlchlen in Rustland.

Petersburg, 10. Juni. (WTB. Nichdcmrtlich.) Mel­dung der Petersburger Telegraphertagentur. Gestern haben die Stadtratswahlen begonnen, die zun: ersten Male in Ru Manch auf der Gramdlage des allgemeinen Wahlrechts vollzöge n werden.

Maßnahmen gegen die russischen Fahnenstüchtigen.

Petersburg, 10. Juni. WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur: Die vorläufige Negurung stimmt dem vom Justizmuüster ausgearbeitet«n Gesetzentwurf gegen die Fährtenftüchtigeic zu. Außer den im Gesetz vorgewltenen Strafen närd den Fahnenflüchtigen das Wahlrecht zu der konstitttieretrden Versantmlung emzogM. Die Frage, ob die Fahnenflüchtige.t bei der kommettden Agrarreform teilt Land erhalten sollen, wird der Entscheidung der konstituierenden Versainmlung ultterbreitet wer­de,t. Die Familien der Fa'kmenflüchtigen werden so lange nicht die monatliche Unterstützung ethalten, bis sich diese den Truvper:- teilen .gestellt haben.

Unarchistenumzüge. _

Bern. 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.)Morningpoft" be­richtet aus Petersburg vom 2. Juni. 11000 gutbe,vasft:ete "?lnar- chisten mit schwarzen Bannerit zogen in dm letzten Tagen viermal durch die Hauptstraßen. Abgesehcn: von. kleineren Schießereien zur Nachtzeit blieben sie unbelästtgt. Man envattct aber ernstliche Kra­walle zum Pftngstfest und zum Allerseelenoag. Biele Petersburger Fabriken, einschließlich der MmrittottSfabrikeit sind geschlossen, da sie die. übertriebenen Lohire nicht zahlen könnetl. Die Lebensmittel­not in Petersburg ivird beständig schlinrmer. Diele Leute ver­bringe, t die Nächte vor den Lädw: auf mitgebrachten Matratzen. iUeber Petersburg schwebt infolge gstvisser Gerüchte von bevor­stehenden Durchsuchungen und Plünderungen eine bedrückende Atmosphäre. In Kiew, ivv dreitausmo von der Froirt zurück­gekehrte Soldaten die Stadt ptlmderten, kaut es, nachdem die Re-

Kriegsministerium.

.Kriegsamt.

Krie gS-Roh sto sf-Aöteilun g.

MetaU-Mobilmachnngsstelle.

Nr. M. Mob St. 8420/5.17. K.R.A.

Zu Nr. M. 1/1. 17. K.R.A.

betr. Bronzeglocken. ^ ^ , . . . ^

Be tr.: Tie Amoeisung an die Kommunalverbande zu der

kanntmachung Nr. Ll. 1/1. 17. K. N. A., betteftend ,,Be^ schlag nähme, Bestandserhebung und Enteignung sowie frei-- willige Ablieferung von Glocken aus Bronze", vom 1. März 1917.

Das Heeresinterefte verlangt eine mit allen Mitteln zu be- schleimigende Ablieferung der beschlagnahmten und entetgneten Bronzeglocken.

Deshalb wird für diejenigen Glocken, welche rechtzctttg ab- geliefert werden, eine Präntie gezählt werden. Die Metall-Mobil- machungssbelle ermächtigt die beauftragten Bchörden, für die­jenigen Bronzeglocken, toeWje ^

1. bis zum 30. Juni 1917 ausgcbaut und an die Lammelstellen

öder an die in Frage kommenden Eisenbahnstationen abgeliesert lverden, oder .

2. trotz aller .ernstlick>en Bemühmrgen der Abliefermtgspfltchttgeni nicht bis zum 30. Juni 1917 abgeliefert werden konnten, jedoch spätestens bis zum 31. Juli 1917 abgeliefert toerden,

außer den UebernahmepreisM eine Pränne von 1 Mk. für das Ki^gramm zu zählen.

Die boauftragten Behörden entschetden telbst die Zulchttgrett der PrämienzÄstung im Falle 2. Sie haben jedoch die Pflickst, die Zuerkennung der Prämie von dem Nachtveis des Ablieferungs- Pflichtigen abhängig zu machen, daß ine unternommenen Be­mühungen, den Ausbau bis zum 30. Juni 1917 zu bewirkst:, nicht tmrch seine Schtckd erfolglos geblieben siitd. Die beiznbringendeN Nachweise sind aufznbewähren. .

Die beauftragten Behörden haben die Prämien, soweit sie den Ablieferern zuerkMrnt ivorden find, vhtte Rücksicht auf die Aus­zahlung des llebernahmepreises sofott zn vergüten, also auch dann, wenn das Reichsschiedsgericht für Kriegswirtschaft in Anspruch genommen wird.

Kriegs

die beauftragte Behörde zn zahlende Summe mit einznrechnen. Die Kriegs - Metall - Aktiengesellschaft ist angewiesen, die für die Prämien gezahlten Beträge zu vergüten.

Es tvird ersucht, die Glockenablieferer Mtf dem schnellsten Wege in einer geeignet erscheinenden Weise von der Bewilligtmg der voverroähnten Ausbauprämie in Kenntnis zu setzen.

Glocken, für die von den durch die Laiweszentralbohörden be­stellten Sachverständigen ein musikalischer Wert besä-einigt wird, sind ebenso m behandeln, tmc diejenigen, für die ein mäßiger Ktmst- wert festgestellt ist.

Für Läutezwecke kann /gemäß Anweisung § 3) die klemste Glocke im Geläut den Kirck>engemeinden vorläufig belassen werden, wenn keine andere Glocke wegen Kunftwetts n. a. m. erhalten bleibt: es ist jedoch nichts dagegen einzwvenden, daß auch eine größere Länteglocke und in gewisse:: Fällen auch (auf Pfarr­kirchen) zwei Läuteglocken zurückbehalte:: werden, tvenn an deren Stelle mindestens das gleiche Gewicht aus Glocken von mäßigem Kunstwert (Gruppe B) abgeliesert wird.

Außer Glockengießern haben auch Bauunternehmer, Zimmer- lertte jusw. mit Erfolg den Ausbau von Glocken oorgcn«nmeu. Es empftehlt sich dal-er, auch auf diese Handwerker zuttick-n- greifen, um eine Möglichst große Zahl von Personen mit dem Aus­bau zu beschäftigen.

Die Zerkleinerung der Glocken aus dem Tu.rm darf nur dann erfolgen, ,ve:n: die Krrcheugemeinde mtsdrücklich damit einverstan­den ist oder wenn eine andere Möglichkeit des Auslxrues nicht besteht.

Verlangt die Kirchengemeinde, daß »die Glocken in unver- sehrtem Zustande vom Turn: heruntzergebracht werden, so müssen die Glocken durch Winde:: nne» Seile heruntergelassen oder (auf einen Reisighaufen) l)ernntergeworfeu toerden. Erfahrtmgsgemäß bleiben auch bei letzterem Verfahren die Glocken unversehrt. Der Ablieferer hat die Glocken mittels haltbarer Farbe derart zu bezeichnen, daß der UrsprungS-c ort der Glocke deutlich erkennbar ist >Name der Kirchengemeiitde, Ott, Art der Kirche Neben-, Filial- oder Pfarrkirche).

Der Llblieferer hat durch Rückfrage bei der beauftragten Be­hörde festzustellen, ob die Glocken an die zuständige Sammelstellr oder unmittelbar zur Bahnstation abgeliefett toerden sollen. Im letzteren Falle hat die beauftragte Behörde rechtzeitig einen Eisens bahnwagen znm Trmrspott anzufvrdern.

Metall-Mvbilmachungsstelle.

Josse.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und an die Grotztz. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Vorsrel-eude Bekanntmachung ist alsbald ortsüblich zu ver- öfsentlichert.

Gießen, den 7. Mai 1917.

Großherzogliches Krersantt Gießen.

I. V.: H e m m e r d e.

Truppenübungsplatz Darm­stadt. den 8. Juni 1917.

Steckbrief

geg. den unten beschriebenen Musketier Ludwig Wagem bach, zuletzt 2. Kompagnie II. E. 87, geb. 1. Jan. 94 zn Lllten-Buseck bei Gteßen, zu­letzt wohnbast in Wiesbaden. Luisenstraße 5, ist die Unter­suchungshaft wegen Fahnen­flucht verhängt.

ES wird ersucht, ihn zu ver­haften und an den unrerzeich- uerenTruvpenteil oder an die nächste Militärbehörde zun, Weitertransport hierher ab­zuliefern.

U. Ers.-Bßtl. Ini.-Hefit. 117

gez. Freiherr von >stcin Hauptmann I

und Rätaillonsmhrer. Beschreibung: Alter 23 I., Statur: mittel, Augen:, Mund: gewöhn!., Gesicht:

Sprache:, Größe: 1,67 »>, Haare: blond. Nase: gewöhnt, Bart: Schnurr­bart. Gesichtsfarbe: . Besondere Kennzeichen: Narben amHalö.Kleidung: verntutlichUniform des Re­giments 87. 45301)

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Hierdurch erlaube ich mir, allen Freunden und Be­kannten und meiner m. Kundschaftanzuzeigen, daß ich am 11. Juni ds. IS. nteinen 3!. Gtatmrtsiai be­gehe. JobauueS Volrert, Schuhmachermeister, E Wolkengnfie 17, II.

GcsMüen.

einer älter. Herrschaft liegen geblieb. Lots! kLrLisahol.

Im Kvpfrvaschen

m i Laf-?rocttnar.j?aTat, 0«:- üvüsrsrrn.^rlsisrLr.euwsiehll

sich Frau Sondory, After-