forge wird sich öefaaberö jenen Gebieten znweuücn müssen, die t*on ©em Kriege am meisten gelitten haben.
Eine 5:r dringendsten Aufgaben ist es, für die Hinterbliebenen ver Gc sallencn mü> für jene, die im Kriege ihre Arbeitsfähigkeit emaÄiüßt laben, vorzuforgen. Darüber hinaus gilt es, erne in- temrve Wc hl fahrtspvlitck in der doppelten Richtung der Pro- LuU-ronsfördernng eitrsMits und der sozialen Fürsorge andererseits zu entfalten.
Dic Erfahrungen des Krieges haben bewiesen, welch ivunder- üare El-aftizität der Produktion inneivohnt. Sie wird sich neuerlich - Au bewähren haben, ivenu es sich darum handeln wird, den _ i’unftigeu Uebergang zur Friedenswirtschaft zu be-
rverhdelligen mch aus der vielfältigen Gebundenheit, die dn Kriegszustand mit sich brachte, den Weg zur normalen Gestaltung der Verhältnisse zurückzufinden. Auf der breiten Basis des wirtschaftlichen Ausgleichs mit den Ländern meiner ungarischen heiligen Krone, welche auf Grund der von ineinen beiden Negierungen vor kurzem getroffenen Veredrüarnngen seinerzeit den Gegenstand Ihrer Beratungen bilden wird, und gestützt auf eine planmäßig ausgebildore Handelspolitik der Mvnarchie müssen wir alle Kräfte zuscnnmensässen, besonders aber die Erzeugung auf iirdustriellcm und gewerblichem, wie auf dem lomhw 1 rt Klmr t lichen _ Gebiete ergiebiger gestalten und verbilligen. Ter viel fab'- noch nicht ausgenutzle Reichtum der Naturschätze und die Möglichkeit, den Wert der menschlichen Arbeit durch technische Hilfsmittel und durch zweckmäßige Methoden zu steigern, sollen eute verläßliche Quelle der Regeneration des Wohl stau, des für den en^elnen, .wie fihr bte Gesamtheit werden. Nicht minder liegt mir die soziale Fürsorge.
am Herzen. Der Krieg hat der Bolkskraft eine schwere Einbuße vMrrsach, deren Ausgleichung nur von einer zielbewußten Be- ^l«rimgsvolitik ernxirtet werden kann. Es bedarf tatkräftiger Maßnahmen auf dem weiten Felde der Volkshygiene im Kampf gegen die Vvlkskrvnk'heiten, bei der Hintanhaltung der großen Säuglings st c rb tichkeit und Hand in Hand damit einer weitgehenden Ausgestaltung unserer Jugendfürsorge. Der Kampf gegen dü Verwahrloinug der Jugend und eine zeitgemäßere Form des rtevalteteu Jugendstrafrechtes wird Ihre Sorge und die menwr Regierung sein. ?luch iöird Vorsorge zu treffen sein, daß du Wochnmgsbedürfnisse der breiten Massen und besonders der rmderencken Familien befriedigt werden. Ebenso beanspruchen die Ihnen fest lan^r Zeit vertrauten Fragen der Sozialversicherung dringend der Lösung. Meine Regierung wird sich den Ausbau oer Arbeiter fchu tz ge fe tz ge b u u g zur Pflicht machen. Sie tvilD ihr Augenmerk besonders jenem Teil unserer Arbeitersck-ast zuwerider-., von deren physischer und geistiger Leistungsfähigkeit die Bumnft unseres Wirtsck>astslebens in erster Linie abhängt. Es wrrd Ismen eine Regierungsvorlage zu gehen über die Regelung der L ^ ^ Ert s z e i t für Frauen und für die Nachtarbeit der jugendlichen Auch der Mittelstand, der von den wirtschaftlichen folgen des Krieges besonders getroffen ist, darf der eifrigen staatlichen Fürsorge nicht entbehren. Die gesamte Bevölkerung hat in schwerer Zeit die Entartungen, die der Staat in sie zu setzen be- reastigt war, nicht nur voll erfüllt, sondern Übertrossen. Sie darf im Staate keine Enttäuschung erleben. Gewiß wird die Verwirk- iicchmg eines solchen Fürsorgesystems mir allmählich und nur wohlüberlegt eriolgen können, damit nicht etwa eine den besten l.lvftchLen ^entspringende Ueberitürzung die ökonomischen Grund lagen zerstört, aus denen das Gebäude der sozialen Wohlfahrt auf- gerichtet werden soll. Nur ein planmäßiges Zusammenwirken ron potaat und Gelelhckcht vermag die geistigen und materiellen Kräfte be^rtzustellen, bk die Durchsül-rung jener großen Aufgabe er- sw^rt. In dem Kreis Ihrer nächsten Ausgaben finden Sie jene Maßnahme der provisorischen Gesetzgebung, die unter der Verantwortung der Regierung getroffen worden ist. Manches davon ist lediglich aus der Notwendigkeit des Augenblicks geschaffen und ieine Bedeutung ist im Schwinden, manches kann auck heute nicht entbehrt werden. Einiges ist von Wert, in dauernde Staatseinrichtungen überzugehen. (
^Geehrte Herren von beiden Häusern des Reichscates! Ich Iveiß es itnd achte cs, daß Lie Ihren Auftrag von niemand als von Barem Gewh'ien empfangen dürfen. Aber Sie werden die stimme Ihres Gewissens nur dann richtig vernehmen, wenn Sie Ihr Auge über das Sondernde der wandelbaren Einzelheiten hm-> weg unverwandt auf die dauernden Zwecke der Gesanitheit richten Eine gew^nsenhaste Erfüllung der Pflichten gegen den Staat darf nicht an Bedinglrngen geknüpft sein. In ich liegt die beste Bürg- ^ n m Wvlst des Reiches und zugleich die sicherste Gewähr 7 Ur die Reckste der Völker.
Die getvaltige Zeit, in der wir leben, hat dem staatlichen Bewußt,einneue Perspektiven eröffnet und den Blick für die wahren Gro,^Verhältnisse der politischen Dinge geschärft. Ich war lange rm Felde und habe die Helden, die unsere Grenzen verteidigen am Werke gesehen. Ich kenne den Geist, der sie beseelt Ich . «nigenbe und belebende Kraft dieses siegreichen Geistes Bewunderung wach genommen, und eben darum ^bie Etliche Verjüngung, die das Vaterland aus demWeltknege geschöpft hat, unser gesamtes staatliches Leben durchdrmgen und sich auch in den Arbeiten der Volksvertretungen wideripregeln wird.
w stets auch kxn'sen eingedenk, daß che Ktafl
^Monarchie nicht zum wenigsten in ichen geschichtlich gewordenen , 7 )§^EM lchketten wurzelt, mch daß nur eine liebevolle Bedacht- ^w/ufsre diese lebendige Kraft zu erhalteu und fortzuentwickeln vermag, morgen Sie darum eifrig für die Pflege der tr e u e n Ge - mein Schaft mit den Landern meiner ungarischen chiligen
kür che Machtstellung der Monarope erprobt hat. ^ordern L-ie das einträchtige Zusammen- winen der,verschiedenen Volksstämme im Staate, die alle an dem Ruhme dieses 5Hieges ichen Anteil haben.
Geehrte Herren, von beiden Häusern dos Reichsrates!
Mir? £5 T mal mCine c? pichen Gruß! Es ist ein großer Augen- ^en .Herrscher zum ersten Male mit den Volks- ® l S l,em einsame innige Liebe zum Väter- lande und der gemerniame feste Wille, ihm bis zum äußersten zu eint dieses Augenblicks! Mhge er ein Zeitalter
Aufschlags ein Zeitalter der Macht und deS An- E ^ altechwurdrge Oesterreich und des Glückes und oegeng für menre geliebten Völker einleiten! Das walte Gott!
Abenteuer zulassen und die Armee nicht zum Dünger auÄandstcher Felder urNen wird.
Großfürst Nikolajcwiisch verhaftet.
Berlin, 1. Juni. Uebereinsttmmend berichten verschiedene A^LLer, Großfürst Nikolai Nikolajewitsch sei au' Besuch der einstweiligen russischen Regierung verhaftet worden. Das Vorgehen werde mit dem Ausbruch von Unruhen in Tiflis rnfolgo anarchistischer Werbearbeit in Verbindung gebracht.
Verdoppelung der Llriegsgcwinnsteuer.
tri Kope nhagen, 1. Juni. (Lokalanz.) Mach einem Peters- burger Telegramm erklärte Arbeftsminister Skobelew, die hrovrsorpche Negierimg gehe mit der Msicht um, die Steuer auf Kr iegs verdien st zu verdoppeln. Sie ivolle die Kriegs- iapitalistm zwingen, unter solchen Bedingungen zu arbeiten, daß fte kein Interesse mehr an der weiteren Dauer des Krieges haben können.
Finnland.
Petersburg, 31. Mai. (WTB.) Reutermeldung. Die Re- Mwung verhandelt über die von Finnland ausgestellten Forderungen. Eine der wichtrgsten davon ist, daß die Autonomie Finn lands international verbürgt werden müsse.
Die neu geplante internationale Konferenz.
Petersburg, 31. Aiai. Meldung der Petersburger Tele- graphen-Agentur. Der Arbeiter- und Soldatenrat teilt mrt: Der Unterausschuß des gesäwstsführenden Ausschusses des Arbeiter- und Soldatenrates zur Vorbereitung der internatioh- na l e n Kons ere n z bestimmte in der ersten Sitzung am 28. Mai Stockholm zum Tagungsort, falls keine Einwendung dagegen gemacht wird. Als Zeitpunkt der Zusammenkunft schlägt der Unterausschuß die Zeft zwischen de m 15. Juli und dem 30. Juli neuen Stiles vor, falls das holländische Bureau und der Berner Ausschuß zu stimmen.
*
Die Stockholmer Konfereuz.
Stockholm, 30. Mai. (WTB.) Meldung des Schwedi- fd>cn Telegramm-Bureaus. Ter holl-ändisch^skandinavische Ausschuß erhielt von dem englischen Minister Henderson auf seiner Durchreise in Stockholm die Mitteikung, daß die Arbeiter- und S o ziali sten org a ni s a tio n en Großbritanniens sich der Konferenz von Stockholm angeschlossen haben. Die Mehrheitsaborduung wird der U u t er st a a t s s e kre tär Roberts, Mitglied des Unterhauses, führen, die Minderheitsabordnung Ramsah^ Maedonald, Mitglied des Unterhauses.
Die Fiklanzmacht Amerikas.
. W a s h i n g t o n, 30. Mai. (WTB.) Neutcrmelduncp Um oen Be re i nig tenSta aten die Behauptung ihrer Vorherrschaft auf dem Geldmärkte während des Krieges zu ermöglichen, eine Absicht, über die die Entente, wie verlautet, einig ist, schlagen die amtlichen Kreise die Ein- bringung eines Gesetzentwurfes vor, dessen.Hauptzüge sind: Seylietzung des uordamerikaiiischen Geldmarktes für weitere Anleihen fremder Regierungen für die Dauer des Krieges, Regelung des Geschäftslebens durch Schaffung eines inter- nalionalen Einkaufsamts, Zusammenfassung der Geldkräfte des Landes mittels Ausbaus des Systemes der Bundes-Re- servebauken durch Tausende von starken Trustgesell'schasten und Staatsbanken, die ihm noch nicht angegliedert sind. Die- schließt sachlich alle Pläne der Regierung auf die geldliche Unterstützung der Entente in sich.
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Rücktritt des Lords Devouport.
Rotterdam, 1. Jnni. Der Rücktritt des Lords De- ?^nport vom Amte des Oebensmfttclkontrolleurs aus Gcftlnd- .-ertsrucknchten ioiro laut Meldung des „N. Rttd. Cour/' bestätigt.
Bicrmanger in England.
„.v?'?.? 3 ,' iL.-A.) Wie aus London berichtet wird,
maR. sich der Bi er Mangel überall in England infolge der ohhegung her menten .Brauereien wegen Mairgels an Gerste scharf .geltend. Die meisten BierauSschankstätten seien gezwungen ivvroen, zu schließen.
Behandlung der mit freiem Geleit der englischen steegrerung reisenden Deutschen eine 'Angelegenheit der englischen Regierung sei. Die deutsche Protestnote, unterstützt durch Ltugen- zeugenberichte unbeteiligter Persönlichkeiten, hatte jehoch die tatsächliche Wirkung, daß die englisä)-en Behörden in Halifax die deutschen Beamten aus China undMittelarnerrba, die über die Bereinigten Staaten nach Europa zurückreisten, wesentlich rücksichtsvoller nnd zuvorkommender behandelt haben als den Grasen Bernstorff und seine Begleitung. Auch vollzog sich die Untersuchung ungleich schneller, so daß Klagen der Reiseteilnehmer diesmal nicht laut geworden sind.
Der Reichskanzler in Brüssel.
Brüssel, 31. Mai. (WTBB Reichskanzler Dr. v. B e t h-> mann Holl weg ist in Begleitung des Staatssekretärs des Innern Dr. Helfserich zu krirzem Aitfenthalt hier erngetrosfen, um sich mit dem kürzlich ernannten General- g-onverncur Generalobersten v. Falkenhausen zu he sprechen.
Gin Besuch des Königs Ferdinand bei Llaiser Karl.
Wien, 31. mal (WTB.) Wie die ..Neue Freie Presse" erfahrt, dürfte König Ferdinand von Bulgarien den Kni- ln> ^"rnächster Zeit besuchen. Wahrscheinlich'wird der w ° w MmistnvrMdenten R-dosla-
Die tteoolution in Rußlanö.
Der Kongrcii der Vertreter der Fro,.t.
Petersburg. 30. 5Ü6at. lWTB.) Meldung der Petersburger Telessmvben-Agentnr. Ter Kongreß d e r V er t r et e r der Front nahin nach den Verhandlungen über den Krieg ein- rrSfcMt 9 tänttölkfatuieit an: 1. Das Heer tu den Schützen-
giabm c.klart, dap es unumgänglich notwendig ist, alle Nkaß-
ffem^beufn^nb 1 ? ° lcf)nd l !Die uröglich dem internationalen Gemetzel ein Ende zu machen und einen Frieden ohne Anweri o nenurtb Kriegsentschädiaunaen <tuf her GkurcMage des Selbstbestilmnungsrechtes attex Völke? zu schließe? Gleichzeitig ttkl-irt os sich für das Wort^ Wer Zmeden wM muß NH m-l.den Kr,eg vorbe^,t-n 2. Die Armer hebt hervor, daß sic " bisher unter unendlich schlimmeren
^ Miievten Rußlands und ^ ( SoÜwi: beinahe ungedeckt gegen die feindlichen
Geschosse Vorgehen und die Drahtverlwuc niedcrbrecken mimte während die Alliierten lM> Gegner sie erst md, «rtSeriSwJwrii tung ftci über)drritten. Die Armee erklärt daher daß dic^ru,nicke Frmtt nnt Munition und allem Noftvendlgen au«gestattet iverden muß, nnt mchr Eisen und weniger .Kanonenfutter 3 D,e Arnlee blutet ben Anfruf an feden, dem ein freies Rußland teuer ist , um ben: Arbeiter* und SoCbatcnr atund die vorläuftae Re- gterung w schcwen, m denen er das Bevtrauxn hat, daß sie keine
Aus der sranzösisrhetr Kammer.
Nichtamtl.) In der Kammersetzung Verpflegungsminister Violette, warum dieser oft selbst nicht wisse wöhin die Kohlen vmchwinden. Violette ant- wortete er unternehme, die twtwendigen Schritte, damit sich der- Vorkommnisse nicht tEecholten. Nötigenfalls werde man .Älrch emgreisen. Lebouck erklärte ferner, für den wirt- ^ efcöt ^ b r!r Mondes seien immer noch 13 Millionen Donnen Kvhlen fahr ich notilxmdig, die man melleicht durch eine ker Einfuhr und durch bessere Löschung in den fran- .oslschen Hasen erzielen könne. Lebouck forderte von England, es solle Frankreich die nicht notwendigen Löschmaterialien wie Kräne Mw. zur ^Mung steften Der Abgeordnete Bouvery stellte fest, datz die Militärbehörden planmätzig die Freilassung von Fach- Bergleuten verweigerten. Der Sozialist Bracke fragte, ob die Regierullg überhaupt einen Plan l)abe, um die Zivil- L keruna zu versorgen. Er sagte, die Oeffentlichkeit ^hätte Ein-
Zwangszuteilung notwendig KrÄ batten die Minister immer nur getrödelt ohne
zu fassen. Die Beamten hätten die ministeriellen ^ichlusse wicht einmal ausgeführt. Die Regierung gehe in einer Welse vor^ die sie im Land eunbcliebt mache. Die weitere Erörte^ rung wurde sodann aus heute vertagt. Die Fortsetzung der Debatte ben ^Äbotkrieg, die heute sdattfinden sollte, wird wahrscheinlich am nächsten Dienstag stattfstiden.
Die KriegSgewinttfteuer in Frankreich.
Baris, 31. Mai. (Havas.) Der Senat hat nun das von ^ Kammer beschlossene Gesetz genehmigt, durch das außer- gewoynliche Kriegsgewinne mit einer 50pro;enti- gen Steuer belegt werden. ^ * 11
London 92. Mai: Die
Wirren in China
1..Iuni. „Times" erfahren aus MilltLrgvM)erneure mehrerer
Peking vom
haben sich v-vnder Zen tral regte rung unabhängige x- klart und dem Präsidenten gedrahtet, daß sie die Auftösung des Parlements verlangten. Die lfterber in Betracht kvmmmden Provinzeii smd, wie man glaubt, Aengtien, Anhoi und Hiuran, die ?? GebiLte der Hauptstadt liegen, m ein großer Teil
ucc Nordannee sich aushält. Auch in Hautschufu liegen viele Truppen aber sie stehen wie man glaubt, aus seiten des nennt Präsidenten. Von ihrer Haltung wird es abhängen, ob die Ereignisse erne ernstere Wendung nehmen. Der Süden wird natürlich un allgenmnen die Partei des Parlaments ergreifen. Die wick- tigsteii L.ruppensührer in und um Peking sind dem Präsidenten noch treu, aber werin sich alle Militärgouvernenre des Nordens Mlainmenschließen, wich ihre Tvene ans ern-e harte Probe gestellt.
Die Wirkung einer deutschen Protestnote.
,, r f ^ n ' :iJ Mai. (WTB.) Die seinerzeit van der deutschen Regterttng an bte englische Regierung und an die Re- ftterung der Vereitligten Staaten gerichtete P r v t e st n o t e letreffend die Behandluna des kaiserlichett Botschafters Grasen Bernstvrsf und der ihn begleitenden Beamten durch die englischen Behörden in Halifax hat ihre W ixt uug nicht v e r f e h lt. Die Regierung der Ver- etntgten Staaten stellte sich zwar befrerrtdlicherwei.se auf den Standpunkt, daß sre formell nicht zuständig sei, da die
Zeekrleg.
Reue Erfolge zur See.
Berlin, 1. Jiml. (Amtlich.)
1. Die Tätigkeit der U-Boote auf derk nördlichen Kriegsschauplätzen hat zur Vernichtung einer Reihe feindlicher Dampfer mit wertvollen Ladungen geführt. Unter den versenkten Schiffen befinden sich u. a.:
^Der bewaffnete englische Dampfer Lennsham (2810 Br.- R.-T.), mit 4000 Tonnen Weizen aus Amerika nach England, der bewaffnet^englische Dampfer Penhall (3712 Br- R.-T.) mit 4500 Tonnen Zucker von Kuba nach England, der bewaffnete englische Dampfer Landrindod (3841 Bruttv- Register-Tonnen) mit 5600 Tonnen Mais von Indien nach England für Rechnung der englischen Regierung, der englische Dampfer Jeresey City (4670 Br.-R.-T.) mit 7346 Tonnen Weizen von Amerika nach England, ferner der japanische Dampfer Tansan Maru (2443 Br.-R.-T.) mit gemischter Ladung.
Von den englischen Dampfern sind drei Kapitäne und zwei Geschützführer als Gefangene eingebrachl. Außerdem tst die englische U-Bootssalle Q 25 in Gestalt eines früher unter dem Namen Lady Patricia fahrenden englischen tZ-rachtdampfers von 1250 Tonnen versenkt und der Kommandant und der zweite Ingenieur zu Gefangenen gemacht worden.
2. Am 31. Mar hat ein Geschwader deutscher Marineflugzeuge, darunter eines mit bulgarischer Besatzung, den Hafen Sulitta am Schwarzen Meer mit gutem Erfolg init Bomben belegt. Trotz starker Gegenwirktntg sittd alle Flugzeuge unbeschädigt zurückgekehrt.
Der Chef des Admiralstabes der Mcrrine.
Der Kaiser und der Fahrcstag der Schlacht vordem Skagerrak.
Berlin, 31 .Mai. (WTB.) Kaiser Wilhelm richtete am Jahrestage der Schlacht vor dem S k a g e r r a k in Anerkennung der autt) weiterhin erfolgreichen Tätigkeit der gej amten .oochwestreitkräfte an den Admiral S che er eine entjprechcnde Order und verlieh an Angehörige der Flotte eine Anzahl Auszeichnungen.
Freie Durchfahrt für neutrale Schiffe.
u WTB. Amtlich.) Nachdem sich
yenauÄgestellt hat, daß die englische Regierung beim Erlaß der deutlchen Seesperre alle in England'liegenden neutralen Schisse festgehalten Hut, so daß diese re "”r der deutschen Regierung festgesetzte
Auslauffrist nicht^ benutzen konnten, hat die deutsche Regierung, dem Wunsche der Neutralen folgend, einen neuen ™ ? wm Auslaufen der neutralen Scliiffe festgesetzt.
Auch an diesem neue:uTet'Nliu, dem 1. Mai, hat die englische ^.s^^rung vtelep neutralen (schiffen das Auslaufen aus eng- li)cl)en Dafen uiimöglich gemacht. Die Folge waren große Berwrgungsjchwierigkeilen in einzelnen neutralen Läiidern. Da die deutsche Seesperre sich nur gegen den Feind uiid seinen, gesamten Handel rülften will und weit die deutsche Seekrtegs- lerturlg danach strebt, ihre Ziele, die auf dttederringung des Feindes sichtet sind, zu erreichen, möglichst ohne die Neutralen in Mitieidenschast zu ziehen, die diese Ziele nicht mut- wiliig zu durchkreuzen suchen, so hat die deutsche Seekriegsleitung j ich rrotz ernster militärischer Bedenken abermals dazu eutschlosjen, dem Wunsch der durch englische Willkür in geratenen Neutraleii entgegenzukommen/Sie hat des- yalv Befehl gegeben, daß allen neutralen, in England liegen- den Sckftften a ni I.Juli freie Durchfahrt durck) das Sperrgebiet um England gewährt wird, falls die Schiffe oestiniuite Abzeichen führen uud bestimmte Wege einhalten
ALL- Stcrdt nnb €<m&.
Gießen, 1. Juni 1917.
Zum Poftfcheckverkehr.
Man schreibt uiis:
.Die Postscheckeinrichtungen haben sich auszevvrdenLlich bewahrt, lassen sich jedoch vielleicht in matichen EiitzelherLen noch verbessern. Dabei sei ein Punkt hier hervoraehoben. .ejitzer eine-.' Postscheckkontos erhalten sehr häusür zum
Zweck voch Zahlungen Zahlkarten zugesandt^ deren Betrag zur bnrsichvift auf ein bestlmmtes Postscheckkonto erngezahsi loerden soll. Der Enipfänger der zir verwend^enden Zählkarte mußte min eigentlich unter Bcrnichturrg der gesandben Zahb rarte an jein Poirscheckamt eine Ueberweisung auf das Konto des Absenders schoeiben, wird dies aber, wenn die Fälle jrch Haufen und er kein Personal zur Erledig-ung hat, häufia Unterlasten uwd an Stelle davon die gesandte Fahllarte ferner Batlk zur Erledigung übersmrden,'' d. h. die Besitzer eines Postscheckkontos wenden es in diesen Mien Vielfach incht an. .tatsächlich ist die Nichtbenutzung der aesandttm Zahlkarten, die sich im Verkehr zu Hunderttstusenden sum- mreren, volkswirtschaftlich nicht zweckmäßig.
, ..Nh Wage daher vor, die Einrichtung zu treffen, daß solche Zählkarten durch einen einfachen Vermerk „gültig ö.u l 11 eberwersung", wenn sie an das Postscheckamt eiugejandt werden erner regelrechten Ueberwei- j il n g g l e r ch lu e 1 1 1 g erachtet und an die auf der Zahl- tarte genannte Person usw. ausgezahlt werden. Es würde dadurch der Fehler vermieden werden, daß von dein Be- srtzer eine^> Postjcheckkontos, toie es vielfach geschieht, Zählkarte,i durch ferne Bank geleitet und von dieser vezahlt werdem Dr.L


