Ausgabe 
7.5.1917 Drittes Blatt
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Dir. Sohn (GoK- Ärb.): Wir khnen »aL Gehalt des £***£' <?u$ br^mal ab. Richt auS perfö.-chcheu (lArün-

Wir sehen M ihm vieLnrehr den LrLxec eines schuhen

Systems. Eine törichte Presse Hot unsere Weigerung, das MÄck- tvurr^^elegramm zu unterschreröen, so ouSgftegä, o*9 wenn wir ^.Ae ^.-rrie der 7 nerrennnng für die Leistungen unserer Truppen übrig fyuiitn. Ganz falsch. Das Heldentum des einzelnen Sol­

daten empfinden wir dies urw heiß. Wenn ich sa unfreundlich wäre, wie ich gutmütig bm (Heiterkeit), würde ich die Form

sihtvülchg nennen Sie ist jchpn obge'chtvächl werden, Kiiesst war cS nod] Wirnnrrer. Wir mißbilligen vielmehr iaäü"/- daS Telegramm. Nichtfür des Volkes Heil und deS Dcier. ^-dvs Wehl" lämpfen unsere Trllppen, sondern sie sind die unglücNisx'n Opfer einer verkehrten Politik.

tmi

wie hie Unterzeichner deS Tele^ec Durch Aufforbernng Z-um Streikt) durch schnelle Herbe'Rührung des Friedens. Sine der großen Unwahrheiten dieses Krieges ist. daß wir ein B^"^l>ecr lrabcn. Wir hockei^ dasselbe Klasiencheer wie im Frieden. Die rufg'fc» Revolution wußte sehr gut, nxrs sie tat, als sie di-e Wohl der Offtz-iere einftchtte. DaS entsprach übrigens der alten preußischen Tradition. Wir wollten eine Neberwachung irey Kriegführung, nicht der Heerführung. Ein iliuKschuß sollte^ 4 . I. darüber enftckeioen, ob gewisse KriegSmethoden nv'.tvcrvdig sind, z. B. der N-Boot'rieg.

In Frankreich ist der KriegSminister ei« Zivilist; und er hat sich seiner Aufgabe gewachsen gezeigt. In England hat man selbst ungünstige Ktt-egsavschnitte in einem Parlamentsausschuß gründlich beyau.dekt; z. B. das Gallipoki-Nnternehrnen. Dort ist das Vott ein antwirkender Fattor bei der Kriegführung uni» nicht nur ein Obzekt ^ur Hcrftcltung strategischer Lagen. Der Redner bespricht bann bic einzelnen trügerischen Ereignisse, die Marne- Cchlacht, die Schlacht .^t Tannenberg, die nur eine Episode sei Mid keine weltgeschichtliche Bedeutung habe. (Lachen.) Warum bleibt der Reichskanzler noch im Amte? ^Heiter­keit.) Sr ist doch Kk dieleg verairL'.oortlich, was seit 1V14 go schein ist. Er trer steckt sich gern hinter H i n d e n b u r g.

Arch SroenerS stöttster Triumph gegen die Streiks Wt wieder &r:-: ;i.oüC(ji Groeners Aufruf war eine politische mston. Sr will .-QiUschen Tip-sikutz Mmrrnen auf die Stoffen. So kann man den -rölllen t&Mjljfcmec Menschen n«ht t&eeinjpZuften. Den freien Entschluß freier Arbeiter kann man damit nicht erzwingen. Biel stacker eU der General Winter ist der Marschall Hunaer. Die Mrttzode des Generals Gcoener muß kataftrolchale Wirkungen haben. Mari muß im Aus laiche glauben, hier bestehe eine Militär- autL-iiatie. Ich Anückme «icht die Zensur und besonders nichf Lit die Dos Generalobersten von Kessel. Er versteht s-sin »b&L ßättc er den Drvs-u-evsiSi-sn A«eaf der-

bstvn. Di»fs des Ob »rlsm» mmrdvs loird wesenttich boMN"

jlutzt von einem Herrn, der vor bcsm Krä-ge Pskhst te^rettor w l. llu war. Derber dieser öde Polizei^eist. Wir baben nicht

zum Etvetr enrfgestrrberi und baben auch nicht znm Streik aus- frrdern wollen. Wenn cvber streikende Arbeiter siel, an uns weiten, «rnn vertreten wir ihre (Rufe: Ahal) Proletarier oller

Lander D«ch -um Jriodsn.

StaatesDr. Hekffeeich: Der Abg. Csh» hat zu der« sihdedenen Maien He U^age gestüM. wi e das Ausland die Dinge bei uns otafiefft. Hat er cnrch daean gedacht, was das Aus- lavch zu ferner & 0 e js&xi wird? TaS bnut dem Abgosrdneisn nicht z:ror Bortekl ^reichen. (Rufe: ^ehr richtig l rechts und Ruie: Löwaeken! bei der Saz. Arb.) Sre wissen ja immer alles b^-er. Sie haben immer em bssieres Urteil als ich. (jfc'ftif: Sie haben Lbs^Mrpt i$bt U?teü! und ttnruLe bei der Soz. Arb.) Drmn Bat hsr Rbs,. MM hter ei^tc Geschichte erzahkt, wie der ÜntarstaaLAfsKr^ksir Wech-uvchaffe Arbeiter cirrgeladen Hütte, und bosm wärsn sie verheiß tMsbe*. Herr Lbg. Cohn, ich glaube, Src rMgy ssÄsr. me ine Sache Logt. Der UnierstacltAfsrreßgr WsdichsffL iat Haiir. 8 *b&c: chppslaben. Es sind aber welche »u NM gzfemin**. ES rA m% 8 £, daL emzae n&n disssn Ar. vettern verb^ftet fish. wM es nicht. Sdeiifalls weiß ich. daß der 8 -ittsrst^stvseLro>är fG^ntäafft die Verhaftung nichj veranlaßt hat. (Mrus bei der Soz. Mb.: Es sind alle verhaftet JMtfeenl),

ES farsich dann wssil war dir RLeLfühcer des Streike». aSS der Streik Mtgefetzj i»rrde, and bet sind sie von GotteS »«tz 8 «chtr bärge« derhsftrt todtbtu. (Lebhafte Zu.

Lnmche bei der S«A «^«) Wahrend deS Streir» hrrde» wir ekf Matz i>m SU-che s»b Geduld bewiesen, lo£ tmz mcht KU acceares habea. Der Streik ist in der kürzesten Frist veeriLet r--orL«u, ohne daß ein Schutzmann sich mu hat sehen lassen müssen. Wenn a4«er Leute danreu, die die Arbeiter an der Wiodevaufnahnce der Ackeil ver-hir^>ern wollten, und wenn diese Leute dann hoch- grn»sb«e» wsrden llrvd, dann hat der Qber^efehstiha'bec in den tlatk* nur ferne Pflicht und Schuldigkeit getan. (Lebhafte Zu- siimnruTTg.) Wenn nun der 4!>bg. Cohn der Kannen Sache eine Wendung gibt, batz der unLefangene Zuhörer sich eine Räirber- geschtchte denken muß, wie der UnterstaatLsekret«r die Leuie ein- «laden und dann verhaftet hat ich weiß nicht, ob der 'slüg, Cohn damit dem deutschen Baterlande nützt. (Lehaste Zu- ftrmmurrg.)

Was Abgeordneter Ccchn^ Versonliches über den Reichs­kanzler gesagt hat, ist ein^ Sache für sich. Wenn er aber aus* führte, unsere Truppen kämpften nicht für des Vaterlandes Wohl,^ sondern sie feien die Opfer einer urrfähigen Regietung, jo hrrßt das in Zusammenhang seiner Ausführungen, daß unsere Regiernnd am Zkrie^re fätfCb sei. (Widerspruch äußerst links.) Jeder Hörer wird diefen Eindruck getvonnen haben. (Zurufe

von der Ssz. A.-G.: Müschuldigll Das hallen Sie wohl für vaterländisch und patviotisch? Glauben Sie in einem Augen­

blick, in dem unsere Soldaten draußen diesem Ansdurm der Frinde trotzen und ihr Blut für das Vaterland einsetzen, die eigene Negierung der Mitschuld an diesem Kriege beschuldigen tzu dürfen und dem Vaterlands damit einen Dienst zu leisten? Außerhalb dieses Haujes würde ich für ein solck>es Vechalten eine B^-'ichnnng haben, dte mir hier nicht nestattet ist. lSehr rich- rigk) Dr. Cr^n hat für diese BcyEptung nicht den Scbatten eines Beweises betgebr.-rcht und kann es nicht. (Abg. Dr. Cohn: Es wird bewiesen werden! Präsident Kaempf bittet, die Zwifch^nrufe z» unterlassen.)

Als Dr. Cohn den Reichsranzler aarrift, bat er das Gegentett von dem gess.k, ioaS ans dieser sL»«« Änjä,«ulsigung herausklingt. Lch weiß nicht, ob «t de« Reichskanzler a l § einen S ch w ach l i n g bezeiget hat, aber jedenfalls als einen, der sich 'Hier b e Cvctiit Heeresleitung verkriecht und sich von ihr seinen Willen drftieren läßt. Da hat Dr. Cohn gesagt: »Der Reichskanzler ichtt oen K'.<eg nicht gewollt" das war daS einzige zutreffende ' llort m her Rede des Abgeordneten Cohn. (Sehr gut!) Der Reichsksazler hat den Krieg in der Tat nicht gewollt, und wenn eS Lum Kriege jjäomoien ist, je machen Sie (zur Soz. A.-G.) nicht uu'-ere Oberste H»erS-le'bung onftir veranü^orttich, sondern unser« Gegner an He können Sie sich halten, Herr Cohnl (Sehr ' "hr!) Aber wen in Deutschland wollen Sie mit der Beschuldi- kurrg tieften, datz er den Zkrieg mit veranlaßt habe? B i S zum l e tz t e n Augenblick der Reichskanzler hat eS oft genug dargestelli, eS ist aftenTnätz'g haben w i r daS Aeuherste -! e t a » , um den Krieg zu vermeiden, bis an die Grenze der äußersten Älägliisikert und dqHen, roas für die Verteidigung des Vater lindes überhaupt noch erträglich war! (Sehr wahr!)

Sie sage«, auch beim U-Boot-Krieg habe der Reichskanzler sich ge-g«r, seine lleber^eugung einer andern Meinung unter- tvcrhsn. Der ReichSkMNLler hat sich von Anfang an auf den Stand, pun-t gesellt, drtz er feine politische Ver-sntwortung d-stÜr ein- sstzi, d-ß diese« Krie^«ittel, heften 7 lr 4 »endung politische Folgen b** -«stzer m XuttfUst stellte, erst daun angewrndet

wostze. wom, « die Situstton dafür gelmnmen erachtet. Solange er d'.eie Tfitinrxge^tug nicht ^swo«nen batte, daß der U-Boot- tt r i e, »ns dem siegreichen Ende näher bringe, war «r nicht pi baden. Ll 4 aber d-ie Situativ« sich so ge-

siattai batte, hat »r aicht nehr Mtd-e^sttied gaterstet, fondorn die ftw» 0 W»m. (Sehr wcchrk)

Mmie. ate diase Dinge im unf«n»r Sache und unfe»

ity.i Xwetbiym schoben|«*i. v» ist eS rücht besser mit dem, w«S er dr- Streit* audgoßührt hr«. Ich denke, u^ere Arbeiter sind bee*&*P.wn; wenn sie c nicht wsiren mta sich beeinflussen li-stsn durch daS, was Mge-vd«»ter Cahn^ier a-uSgeftchrt hat, so wrVe daS m brdsMrttch, denn ferire A^führrrngeq

Wer t>ie Stveiks und die Derechttgrmg Mm sßveiL» Dmren nicht anders wirken, denn al, Aufreizung zum Streik. (Sehr richtig! rechts.) Er hat gekaat, die Arbeiter feien allein berufen, zu entscheiden, ob sie einen Streik macken dürfen oder nicht. (Sehr richtig! bei den Soz. A.-G.) Rein, heute hat kein Mewsch das Rocht, von sich aus selbst zu entscheiden, was richtig ist kein Men'ch, weder draußen, noch hier im Haufe, noch ich. Wir stehen alle im Dienste des Vaterlandes und kein Mensch hat das Recht, zu entscheiden, was er i-m vaterländischen Interesse zu tun und zu unterlassen hat. (Sechr wahr!)

Herr Cohn hat gesagt, wenn die Arbeiter sich an ihn und I er ne F^r e u n d e wenden, so unterstützen diese selbstverständ­liche ihre Sache. Das heißt, sie u n t e r st ü tz e n d i e S t r e i k S. Damit verletzen Sie Ihre vaterländische Schuldigkeit, Herr Cohn! (Lebhafte Zustimmung.) Wenn die Leute sich an Sie wenden, so ist es Ihre vaterländische Schuldigkeit, die Leute zu beruhigen und ihnen im Guten zuznreden. Das haben Sie nicht getan. (Zuruf rechts: Im Gegenteil!) jedenfalls hat der Abgeordnete Cohn für sich daS Recht in Anspruch genommen, Arbeiter, die in dieser Situation streiken und unseren Trilppen in den Rücken fallen, zu unterstützen. (Zuruf bei der S^z. ?.rb.: Phantasiel) Wenn cs Phantasien »väcen, niemand wurde sich mehr freuen als ich. Leider ist es traurige Wirklich­keit. (Sehr wahr!)

Schließlich hat der Abg. Cohn über die Ernährungsfragen gesprochen, die auf uns allen schwer lasten. Der Hungerkrieg Englands ist das ungeheuerlichste Verbrechen der Weltgeschichte. (Sehr richtig!) Ich hoffe, daß die Urheber dieses Verbrechens noch schwerer darunter leiden werden als wir, und ich hoffe, daß die Zeit dazu nahe ist. (Lebhafter Bei­fall.)^ Aber der Abg. Cohn hat die Not unseres Volkes für seine politischen Zwecke auSgcnutzt. Streik, Brot, Frieden, das sind bei ihm zwfammenl-ängende Begriffe. Der Friede, den Herr Cohn will, bringt unserem Volke kein Brot. (Zustimmung.) Der Friede, der uns Brot bringen soll, muß erst erkämpft werden.

Er ist eine Frag« des SiezeSwillens und dieser Siegeswille ist bei unseren Feinden noch nicht gebrochen. Der Friede, den die äußerst« Linie will, bedeutet nickt Brot, sondern Hunger, nicht Freiheit, sondern Knechtschaft. (Lebhafte Zustimmung.) Lesen Sie die feindkichen Blätter und die Reden der feindlichen Staats­männer. Ern Friede, wie >hn das deutsche Volk braucht, den können wir heute noch nicht haben. Ein Friede, wie wir ihn haben müssen, müssen w^r uns erkämpfen. (Lebhafter Beifall, Zischen auf der äußersten Linken.)

Präsident Dr. Kaempf ruft den m>g. Cohn zur Ordnung, weil er in einem Zwischenruf der deutschen Regierung Mitschuld am Kriege vorgetoorfen hat.

General Geooncr: will den Cohn nur daran erinnern,

was in England in MreiHLLen geschieht. Wenn die Maßnahmen, die die Engländer in solchen Dings« ergreifon, von uns ergriffen würden, es lcdsrvfte m-:inörseits keiner Aufrufe mehr. (Sehr gut!) Die Worte des Adg. Cohn erinnerten mich an das drastische Urteil,

das emer jemw freunde in der Kommission über mich gs«allt hat. ES war vom Porzellanladen die Rrde. i;-nd ich ne-'vne den drastiick»en Verglich a-uf. (He'to-rkeit.) Es sind Po^-ektnntzpfe sulzwei SSS^S»^' 'N denen für i.n-sere deutschen Ar-srter eine T-uft'S suppe gsracht wsrd-en sollte. U-iese Töpfe, deren Firmen tzv-n Abg. Cshn und keinen Dvenckdeii nrtfw» tfoh*n «.uöe.« __

kleben. (Lebhafter Beifall.)

Krwgsnnurstet: von Stein: Der Abg. Co-Hn hat auf Clause- Witz zurückgsarftfsu. Sein Angriff tvar uwberechttgt. Dem General von Clanseivitz verdanken wir die Leistungen unserer Armee, da er für deren Enlloicklung maßgebend gelveseu ist. Wenn der Lwtz. Cobn Nachweisen null, daß der Krieg wicht mehr ge­wonnen werden könne, so ist daS ein verdcrÄiches Beginnen, das große Verwirrung in den KöOen anrichten könnte, tvenn sie k?u vscwtrren tvSrsn. Demgegenüber crinnMe ich an üin Kapitel des Generals von Clauscwrtz, worin es heißt, daß zur Durch­führung des Krieges erstens ein festes Ver­trauen gehört, zweitens ein einzelner fester Kopf, u n b e h i n d e r t durch fremde Einflüsse; dieser f e st e Wille darf sich durch nicbtö beein. f l u s s e n l ck s s e n, bis er zu seinem Ziele gekommen ist. So haben eS unsere Führer x^aiacht, von Friedrich dem Großen an, und mit Gatte» Hllft wurv das so weitecgehen. (Lclchaster Beifall.)

DaS Hau< vertagt sich Montag 1 Uhr: Weite rberatung.

Schluß %7 Uhr. '

Neue Sefümnrnngen über haurschlachtuugen.

In einer Crc;änzungsverordnuNsi zu bet Bekannt- nuachung über die Regelung beS MiMverbranchS vom 21. Auigust 1916 ftitb die B c ft int m n nge n über Ha.1l. s - s ch l ach t u n g e n neu zürfammongefaßt Und ergänzt worden.

Hiernach werden vom 1. Oktovvr 1917 ab .Hnusschlnchp- tnnaen llur noch genehmigt, tvenn Schweine oder Rinder mindestens drei Monate in der eigenen Wirt­schaft a c f) a 1 1 c n worden * sind, da mit der bisherigen SechZwochensrist vielfach Mißbrauch getrieben ist; Personen, die weder die nötige Sachkenntnis noch auch geeignete Stnklnngen und Futtermittel befaßen, haben Schweine die Mindeftfrist von 6 Wochen durchgrhalten, ohne Mckficht auf den Erfolg, lediglich mn sich erhöhte Selbswersorgerrati 0 n zu sichern.

Aus demselbeil Grunde ist der Erwerb von Scl)weinen von mehr als 60 Kilogramm Lebendgewicht zum Zwecke der Selbnverforgnng uunnkr-hr allgemeni untersagt worden. Wftntec wird besti.nmt, daß der Selbstversorger, der in den MvnÄten Sept-eml'er bis De>rn>ber schlachtet, Vorräte höch­stens ftrr ein Jahr, bei SchlachluttigW .zu anderrr Zeil höchstens bis zum Schlüsse des Zbalenderiahves behalten darf. Hierdurch soll die unwirtschaftliche Mlfstapeürug von Borräten auf aTlgiitanüe Zeit verhindert werden.

Eine weitere Bixrsck-rifL bindet die Abgabe von Fleisch aus der Ration tws Selbstversrn>ters an Dritte gegen Ent­gelt an die Genehmigung des Kommunalverbandes, damit nicht wucherischr .Kettenhandel mit angeblich kartenfreiem Fleisch aus dieser Quelle gespeist werden fomt.

Im übrigen führt die Verordnung eine schärfere lleber- wachung der HausfchlacLMngen durch genaue Feststellung des Schlachtgewrchts, amtlich Ueberivachungspersaneti und Beurkundung der ermittelten Getmchte ein, wozu die näheren Ausführungsvorschriften van den Landeszenttalbehorden ergehen.

Ertvähnt sei schließlich, daß die Berorimung den Landes- zenttalbehorden das Recht gibt, Krankenhäuser uitb ähn­liche Anstalten zur Versorgung ihrer Insassen und gewerb­liche Bettiebe zur Versorgung ihrer Angestellten und Ar­beiter auch als Selbstversorger anzuerkennen, wenn sie Rinder mästen und zur Hausschlachtung bringen wollen.

Arrs S-<rdt tmto Ccmö.

Äietzen. 7. Dwi 1Ul7.

Amtliche Persan«lin«chri chten. den Rühe- kand Verses wurde: aün 17. Mr»M bei Letzrer SfMcac JkLvb Brück zu Nieder-J nsrtl-evN auf fern Ifa&qhm, imtet KmnckEuna seiner langjährigen tvsurnk Dieich, mit Wfoffexq v««r 1. Rs»:il 1917 an: chin j ^3 Äätorümta II. Kl. des Berdienst-

sÄiens Philipps des %kv%intüki&m verlietzsn. HezM wlusdo) mvt 21. Avril dem Gchu^mit^yrraKbe« WW«K» Helnsi aus Beuern,^ KvnS 5 hfysxc m W tzsaßscheu Srhule in

Sofia, THssbor Mandel W-«y, Mrrs^t Lecher tau der beut* scheu Schule m PhÄrpvopel, Frichrich Michel aus Monheim, Kreis Worn^S, ,Mrz«t Lecher am Kaiserlich Osm«ri.sck)«n Lyzeum ,Lstzan boi^&LdUmilk" in KÄnschnttnopet^ teMDg Netsinger

Es NibÄhorn, Kreis Erbach. LUrzstt Ascher an der deLffchvr SHuLk m MnsümnuoYel--ÄgiÖar-Poscha die endgültige MsirllMg all- chsfchcher DolM/uVehve-r. Der Großchrzvg hat am 14. April

ds. Js. dem Muigl'. Pr-aLischm Re-chmmgsrat und Vorstand des ZeirttaNnwsauS bei der cNenbahndireklion Main«, $Hm& Bock- jyioU> t zu Mainz, aus Aackaß der Vollendung einer fünfzig-- z-ahngen DisMeii, die Kwrr-e züm! Ritterkreuz II. Klasse des Deo-, drenftmoms Philipps des Großmütigen verliehör

* Personalnachrichten ^der Ober-Postdirek- tr 0 n in Darmstadt. Verliehen w-i^rde das Eiserne Kreuz 1. Klasse dem Leutnant d. R., Ober-Postassistent Rodvian, aus Gießen und dem Feldivebelleutnant. Postassistent Heck- m a n n aus Osthofen (Rhcmhesscn): das Eiserne .Kreuz 2. Klasse dein r^eldpostsekvetär May aus Darmstadt; die Hessische Tapser- Veitsmedaille dem Leutnant d. R., Pvftreferendar Rock ans Darmstadt und das Hessische AllgeTneine Echenzeichen für Kriegs­verdienste am Kriegsbande dem Bizctoackstmeistrr d. L., Post- sekretär See ge r aus Alsfeld (Heben). Bestanden hat die P 0 swffistentenorünmg der Postgehuse Simmermacher in. Darmftadt-Uebnngsplatz. ^Zersetzt fvurden: Der Postrat

Pr e y s ch von Lchemn'.y nach Darmstadt, der Postdirettor Wa ll mu t h von 'Butzbach irach Merseburg, der Bire-PosLirek- tor K l c i n st e u b t x von Bad-Nauheim nach Bictzbach unter' Eri^nnung zum Postdirektor, der Postiuspektor A l t von Magde­burg nach Bad-Nauheim, die Postassrsteuten Fa der von Ncu- haus ^ am Rennweg nach Seligenstadt (Hessen), Riegel von Leipzig nach Nidda (Qberhessen), Georg Wagner von Rüssels- yeun- ^(Hessen) nach Darmstadt Zimmer' von Langen (Bez. Darmstadt) nach BenSheim und der Telcgraphenassistent Ger- Ratwyen nach Worms. Freiwillig ausae- schieden srnb me Delagraphen^rlstlmrnen Krower in Ofsen-

Darmftadt. In Rnheftand

m nr . . w .ui in Bentheim. 1 t 6 0 r b e n

)utb der Dostsekretär Mrisinger in Neustadt (Odeitwald? der Ober-Tclearabher "" "

l w v v .. 1 vst juerzyitipya wjnj

bach (Main) und Nebhuth m D tritt der Ober-Postassistent Haas

l elegraphenassistent i. R. Dein in Laubenheim (sichern) und der Postassiftent i. R. With. Klein in Mainz. Vor de m F e i nh c gefallen ist der Postg^hUse Wölfe! aus Budenheim.

'** Zur B e Hebung der Kleingeldnot. Der Leiter einer FabriE schreibt wrs:Wir haben in unserer Fabrik 14tLgi.gL Lohs!Periode, zahlen aber jede Wock)>e aus, und zwar wird in der ersten Wock>e eine Ubsckchrgsstmrnle gezahlt, in der zwecken Woche wrvd abgerechnet. Die Zahlung geschieht stets nur in dollen Mar k b e t r ä g e n, uud zwar derart, daß in der Ab- schbrgslyoche, in der die 'kleine Zahlung geleistet wird, die Pfeunig- beträge noud oben abg<-n.'ndet werdeir. Der zuviel gezahlte Betrag lvird auf die neue Wock-e vorgetrageu. In der darcrussotgeawen AbreklMrngAws-ck^, in der die größere Zahlung geleistet wird, we^si die >nne Mar? übersckMeiteirden Pfennig betrage nickst: aus­gezahlt, vislmehr für die nächste Woche vvvzetragen. Da, tme sck-on gesagt, in der M>i<blagS 1 vvche sonst die Äeineoe Zalstung geleistet wird, so tritt ckir die Leute noch ganz cmgern'bm iu Erscheinung, sa-; auf bi fc Sbetfc die Abfchlagsza hlmrg no-b um eine Meinigstät e.?)4hc wird. Wenn sonst der Lohntag heranl.im, war es stets eine

g^oste Svrre für unser Qohnbureau, das nötige Kleingeld zu be- schzsssn. 'Mt Myren heute eine Lohnzahlung für ca. 1060 Personen

vMsiärckig llemgeldlos durch,. Wann alle Betriebe iu ähnlicher W<'cke i'hre ?lEahtu:!gett ein richten, dürfte meiner Ansicht nach ein

großer Teil der Klaiugelbuot behoben sein." Wir sehen uns daher vevaulaßt, die Fabriken auf dieses Verfahren aitfmerksam zu machen.

** Mäuse plage in Sicht. Von verschiedenen

vnrd starkes Auftreten der Feldmäuse geineldet, so daß leid

Seiten

unter den obvnlteuben Berhättmssen doppelt gesährlvhe Mäuseplage zu befürchten ist. Ganz bedeckt ich ist hiarlxu gog^enwärtig dos Fehlen wesentlicher Vertilgmrgsmittel. Es blaibi jc&t nur die vlnwLNKUNg des unter g-eimssen Umstünden als sehr wirksam be­funden«! MichsttyPhuöbaziLus übrig, der für Menschen durchaus unschädllch ist.

Landkreis Gietzen.

Climbach, 5. Mai. Dem Musketier Christoph W-mer oer im MjesLsr kcknpst. wutte das Eiserne Kreuz vettiehr». Tv Hessische TxrpserlleckKnvüxnIle Murde ihm schau p» vorige« Jmho bei den EomrnekLnpfen zmbeil.

*'* H a ttenr 0 d, 5. Mai. Als vermißt wird -Meldet Infanterist Will^elm Lau v spach. Sein älterer Brnder Wurde vor einem .Iährc auch vermiyt, ohne daß bis jetzt eine Rack^eicht von ihm eingelroffeu ist. Ferner ist vermißt Landsturmmann Ehristian Hahn.

8 Hausen (Kreis Gießen), 4. VLai. Musketier Ludwig Harnisch, Sol-n von dem Lagor-haltrr des diesigen Konsum- Vereins 6)eorg Harnisch erhielt in den Kämpfen im Westen daö Eiserne zl'reuz 2. Kl. Wachtmeister Ludwig Schmandt, Oberlehrer in Worms, mn Sohn von dem hiesigen .Landwitt Ludtvig Schncandt, ivird seit den letzten Kämpfen in der Cham­pagne vermißt.

** K l e i n - L i n d e n , si. Mai. Vizefeldrvebel Frd. Jung, Sohn des Gastwirts Phil Jung (Zur Burg), bereits Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille, des Eiscrnen Kreuzes 2. Kl. und anderer Auszeichnungen, wurde zum Leutnant d. R. bcfördett.

-?er eme

Londorf, 5. April. Ter Schmidtmüller Ludw. F i e d -

im Januar seiner Ber­

te r, der seil Kriegs beginn im Felde steht, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille und liegt jetzt an nmndung in einem baberischen Kriegslazarett.

41 Langd, 5. Mai. Das Eiserne Kreuz, Füsilier Hermann Frank, Sohn des Großh. wegen hervorragender Tapferkeit auf Feldwack-e

)( M a i n z l a r. 5. Mai. Musretier W. daS Eiserne Kreuz. I. Matern erhielt das die .tzessisck-e TapserVeitsmrdaille Er ist seck

erhielt der «Hardo» Forstlvarts Frank,

vermalst grnreldet. Die ftrteoümMr 1254 Matt.

öommer erhielt Eisanre Kranz und einigen Tagm als

lnesige Lelp.cke .zeichnete -nr sechsten

Kreis Biidlsigen.

L. O r t e n b e r g, 5. Mai. S D. der F ü r st C h r i ft 0 p h M a r- t i n von Stolberg-Roßla, Rittinaistor l»ei einem C>arde-Nes.-Divi- süpisstab, wurde mit den; Eisernen .Kreuz 1. Klasse miSgezeichnet, Seine beiden Brüder fnvd ebeirsalls nn Besitz dieses KriegSvrdmsi. Grenadier ?ldolf Walter, l^ei einem Mssont^rie-RegD-> ment, wurde bei den schweren Kämpfen im We am verwundet und kam in ein Lazarett nach Köln. Bahnmeister Petri ver­unglückte bei ieinem Znsanrmenstoß im Westen \mb kam ins Lazarett imd) RLaibeuge.

rr. O r te uber g, 5. Mai. Sancklstsunterofftzier P. Meister, der seit 1914 in einem N-eserr.^lazore'tt in Mainkur tätig ist, wurde mck den; Hessischen Kriegsehrenzeichttr ausgezeickmct. Pfarrer Lenz, der seit etwa Jnl-ressrist als freiwilliger Feldprcdiger! auszog und wr einigen Monaten zum etatmäßigen Felddivisions-, Pfarrer ernannt wi;rde, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl.

4- Schwickartshausen, 5. Mai. Die durch den Vcr- tvanensmarm des Roter; Kreuzes Ottenburg in unserer ©ememb« vorgononimeire Sainmlung zur Hin den-" bürg spende 'fyatte folgendes Ergebnis: 150 Eier, 14,9 Psimd Mehl, 8,2 Pfund Graupen, 1,5 Pfund Speck- 3 Psrmd Wurst,.5,5 Pfund Fett, 4.6 Pfund Bohnen, 36.4 Pfund Dörrobst, 5,5 Pftmd Zwielwlu, 0,5 Pfund Gelre. Das Ergebnis der Sammlung Tirufj um so besser genannt lverden. als die Samm- liungei; in; Geg<n;satz An aitfreren Geriveinden. die die Sammlung' mrr eimivcck jvorneHmcln, in regelmäßigen Aftständei; wiederhol werde»; solle»;. Scmetkiche Gaben wurden auch hier, wie überall- unentgeltlich gogeben.

Kreis Schotten.

O Gedern, 3. Mai. Die Sammlungen für die H i n d c n - bura-Spende im Mo;mt April Hattert svlgeick>cs Ergebnis: 872 Ner, 1 Pfd. Butter, 3 Laib Bwt, 2 Pfd. Kvrnkaffee, 36 Pfd. Mehl. 20 Pfd. Gerste, 2 Pfd. Dörrobst, 1 Vs Pfd. Hafer flocken, 1 Pfd. Zwrrbeln. 4 Pr-dtzingpnlvn:, 1 Suppenwürfel, 1 Pfd. Wurst. 1 Glas ^elee und 61,60 Mk. in bor.

^ Gonterskirchen, 6. Mai. Fürs Vatcrlarck» starb am 26. Marz der Vizeseldwebel Heinrich Lind iu einer Feld-Ma- schin>enattvehr-5Lompagnie, Inhaber des Türkischen Halbmondes undi der Hessischen LLpferkeitsmedaitte.