Wegs dir beabsichtigte, dimn. anstatt sich ins Bockshorn lagen »u lQfjen. hatte das russische Publikum nur von neuem Gelegenheit, den Wen der englischen Freundschaft zu erkennen, wodurch die an uuf..'ur sich schon nicht mehr sehr große Neigung für den englischen Alliierten nicht gerade zunahm. Daher der Eifer, mit deni es M ^0^ L-eiten Ableuguungen regnet. Ob aber alle diese
Ableiignungen viel nützen werden? Offenbar sagte England, als M ^glichen Gerichte aus streute, ausnahmsweise einmal die Wahrheit, wenigstens insofern, als es ohne Zweifel in Tokio daran ürbmet, ^apan durch allerhand Versprechungen zur Ausübung eines Druckes auf Rußland zu bewegen. Daß diese Arbeit erfolglos blieb, glauben nur gerii, denn alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, oatz die wpanijche Regierung nicht geirillt ist, um Englands schöner Augen willen das durch den javanisch russischen Vertrag vom o. -rsitlt 1916 apfr.ni-immp (wf*™ _ ..Li.
lm Aolkeftcme dehnen sich kilometerweise Lager und Etavpelplatze aus, dicht belegt mit Truppen, die auf ihre Ueber . ^!! 07«. sraiizönschen Kriegsschauplatz warten und ange- iullt mit Munition und allen Vorräten, die für den riesigen Be- r E englischen Heeres bestimmt sind. In diesen gehausten k>N asten fanden unsere Flieger lohnende Ziele. Sieben gewal- C u ■ 1 c ^ eiwn den später kommenden Flugzeugen la-Mi denn Nahcrkommen gesichtet wurden, zeigten auch. daß der ^'ugriff Erfolg gehabt hat. Tie Mitteilung. daß drei deutsche Flugzeuge verloren gegangen sind, ist unrichtig. Nur ein einziges - Flugzeug kehrtt nicht m den Heimathafen 'zurück. Der billige Ruhm, offene Städte auzugreifen, bleibt nach wie vor den Fran- >»o,en und Engländern.
.Kopenhagen, 29 Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Esbjerg- vostml berichtet: Der Ftscherkutter „Energi" aus Esbjerg nahm aus hoher ^>ee vor der Wlestküsle eiiien deutschen Leiltnant und ernen Unteroffizier von eiwem beschädigten Flugzeugj an Bord, die nach der Bergung des Mr.tors das Flugzeug, das einen Flügel gebrochen hatte, angezündet hatten. Ein hinzu- lommenoes Luftschiff übernahm^ darin die Flieger und den Motor.
Die Beoolution in Rußland.
Der Wechsel in der russischen Diplomatie.
Stockholm, 29. Mcai. (MTB.) Wie „Betj Bremse" meldet ^ruärte Sl e r c n s f i in Helsingfors, daß die russischen B 0 t - ^ l 1 ?* 111 r 011 11 und Paris abberufen worden seien,
lranzosische Botschafter Posten in Reüer^burg in neue Häiide übergehen »verde. Dies werde in .oit>lomattscticn .Kreisen als vollständiger Bruch mit den vor der Revolution herrschenden Ueberlicferungen der russische»! Diplomatett «ilg eseheii. Als künftiger russischer Botschafter in Petersburg wird Rwiaiu) genannt, denn Thomas fei auf seinem Posten in Frankreich Unentbehrlich.
England nnd die russische Negierung.
L^16 gewonnene Eisen im Feuer zurückzuziehen und sich Eff, a ?J e Folgezeit m die völlige ^Abhängigkeit von England und Amerika zu begeben.
9rrfmpWrJi n x 3 ?‘ .^ai Laut L. A besetzten 500 französische urtltteristen den Hafen Romanow an der Murmanküste. Weitere . ^hhbnwiitrngente würden folgen. Ties sei ein neues Glied m oer systemattschen Besetzung russischer Häfen durch die Entente
>ern, 28. Ädai. (WTB- Nichtamtlich.) Der Petersburger Berichterstatter oes „Manchester Guardian" meldet 19. Mai: Lord Cecils abfällige Aeußerungen irber lxrs Fried-ensprogramm des Abgeordneteurates haben.
Zinses inzwischen zum Programm der neuen vorläufigen Megrerung erhoben worden ist, in Petersburg einen äußerst peinlichen Ei n druck hervor gerufen. Der fortdauernde englische Widerstand gegen das Programm .romite tragische Folgen haben. Cecils Rede und die Korn lmentare der etiglischen Presse bewiesen der russischen Demo rratie, daß ihre Ziele und Absichten auf englischer Seite lvourg mißverstanden würden. Das russische Frie Densprogramm werde notwendig bedingt Durch dre tatsächlichen Verhältnisse Ruß lands und der russischen Armee. Rußlands Tage wer de dest0 kritischer, je langer sich der ^-rreg hrnzrehe. Die russische Demokratie sehe ein, daß vre yarlnacrrge Fortsetzung eines imperialistischen Krieges ihre Kwafte übersteige und den Bestand des russischen Staates gefährden könne. Die Unterstellung, daß das russische Frredensprogramm ein Verrat an Frankreich wegen der elsa^lorhrrngisciwtt Frage sei. errege Befremden, ba man rn Rußland glaube, daß diese Frage sich auf Grurrd des freien Selbstbestimmungsrechtes der Völker ebenso losen lasse, wie alle anderen aus dem Kriege sich ergeberrden Gebiets fragen. Die Zukunft der Allianz und ihre Lebensdauer sowie der Einfluß der neuen vorläufigen Re- grerung hingen davon ab, wie deren Programm von den Arlnerteir^entsprocheu werde. Niemand in Rußland denke an einen Sonderfrieden, ober wenn das Heer weite rkämpfen tÜf' ^ cauc ^ e ^s neue Ideale und Antriebe, insbesondere Er die Hoffnung, daß ein ehrenvoller demokratischer Friede nahe sei.
Berhaftung eine» serbischen DivifionsftabS
* - Wie die „Voss. Ztg." einem Armee
ZEseyt des O der kommandierenden des Odessaer Militär vezirks vom 5. Mai entnimmt, verhaftete der Sol batenrat der dem Ob-erkontmandierenden unterstellten 3^u;)pen den gesmnten Stab der Odessaer serbi- L$^ n ^ ^ ^ n mit dem Divisionskommandeur an der (spitze. Der Kommandeur machte die Soldaten darauf auf- Merttam, daß die serbischen Truppen lediglich in operativer R»eziehung dein russischen Oberbefehl unterstellt seien und
Amerika und der Krieg.
Wa shin g t 0 n, 29. Mai. (WTB.) Ein amtlicher Bericht des Vretzburcaus besagt: Eine kurze Zusammenfassung dessen, was die Vereinigten Staaten während der s i e b e n W 0 ch e n, die seit ihrem ^mtrctt m den Krieg verflossen sind, getan haben, wird von Jnter- S-t.- ^ Amerikas völlige Teilnahnre am Kriege und seine
^Kkeit zeigt, sofort wirksame Hilfe zu leisten. Das Gesetz über die Allshebung mit Auswahl, das schließlich zwei Millionen Mann verettltelLen wiff>, ^st rm Kongreß angenvnrmen worden uiid wird nunmehr zur Ausführuii^ kommen. Das Gesetz betreffend die An- lerye ist gleichfalls im Kongreß durchgegaligelr und in Kraft. Es M eilt El er Erfolg zu erwarten. 750 Millionen Dollar sind den Alliierten bereits vorgeschossen worden. Flotttllen amerikanischer Zer st 0 r er lind in das T a u ch b 0 0 t g e bi e t geschickt, wo sie letzt wirkiam mit den Flotttllen der Alliierten zusaminenarbeiten. ^.lne Arm eedivifion Marinesoldaten und nenn Regi- nnn o? n 1 c r e ^'hielten Befehl, nach F r an kre i ch zu gehen, c.-' rc ? ^ Erzte und außerdem viele Krankenpflegerinnen sind mr Englaird und Frankreich besttmmt. Hunderte, sind schon dorthin avsegangen. Mit den Amerikanern, die schon in der britischen und ver franzomchen Armee dienen, werden diese Einheiten in kurzem vre Ge;amtM von Amerikanern in Frankreich auf 2 00 00 0 ** fünf deutschen Divisionen entspricht. Im
nächsten Augus^wrrd die freiwillige Miliz der Vereinigten Staa- ten ihre volle stärke von 400 000 Mann erreichen, was eine Ver- inehrung ^on einer Viertelmillion bedeutet. Die reguläre Armee ist! um nahezu 180 000 Mann durch die gewöhnliche Rekrutierung ver- ^hrt worden, während die Mannschaften der Flotte durch das gleiche ..cittel verdoppelt sind. 40 000 junge Amerikaner der besten m -Ä 1 ? 11t 16 Lagern vereinigt und erhalten eine eingehende
Ausbildung, um als Offiziere in den neuen Armeen zu dienen.
,-r Besprechungen mit den britischen und französischen Aus- ichussen zur Regelung der wichtigsten Punkte der Zusammenarbeit jmb letzt beendet. Es wurden umfassende Pläne für die i n d u -
orVrwT Sn v 0 11 n 9 getroffen, die die Mobilisierung von
2t)2U00 Uceuen Ersenbahnen einschließen. Auch wurden Maßregeln A^offen, um 3 5 0 0 K r i e g s f l ü g z e u g e zu bauen, und um b 00 0F lieg e r in diesem Jahre auszubilden. Industrielle Häuser mis allen Teilen der Nation haben ihre Bereitwilligkeit ausgespro- chen, Arbeit für den Krieg zu Übernehmen. Inzwischen wird eine Bestandsaumahme der Hilfsmittel der Nation aufgestellt, die den Vereinigten Staaten und ihren Miierten zur Verfügung stehen
iTüT' cn t . tu N l i«^n ^oeroeseyt. unret|reilt (eien und oie Verhafftin-g von hohen Vertretern einer verbündeten ^mee bedauerlich und unzulässig und den Regeln des ^lkerrechts zuwiderlaufend erscheine. Der russffche Oberbeseh lsh-aber an der rumänischen Front habe am gleichen einen ahtilich lautenden Tagesbefehl an ihm unterstellte Truppen erfaßen muffen.
^upan — der schwarze Mann für Rußland.
-§o1n, 29. Mctt. (WTB. Nichtamelich.) Unter der Ueber- schrist: ^ZoHan — der ichwarze Mann für Rußland", schreibt vE^Kolmsche Zertung : L»ck>on seit längerer Zeit taucht das Gerücht immer,wieder auf, daß England durch Vertrag mit ^ pan vielem das Recht ein räumte, die ganze Mand-
Lrte rr qvo ^ ai ,D^il pvn Sibirien zu besetzen- N-e.igimg zeige, sich mit Deutschland zu verständigen. Du Gerichte erhielten neue Nahrung durch eine Unterredung, die der itattenisaie (Generalkonsul in Moskau, Gazzurelli. dem Vor- 1«, der dortigen russisch-italienischen Handelskammer, Schtrchenkow gewahtt hat. „Dheir" vom 11. Mai (28./4.) berichtet Generatkonml tmt folgt äußerte: „Heute gestaltete sich die Lage für den Verband fo, daß er rn ihr nicht weiter verharren kann^-r müs,e wegen der inneren Wirren Rußlands alle Schläge des Feindes über nch ergehen lassen. Wann das so iveitergehen wird, werden die Alliierten genötigt sein, Rußland seinem
w J b Srff-- a 1 ^ tn> ohne den dlugenblick abzuwarten, bis Rur;kaud icme Alliierten verläich Wem, vas geschieht, droht Rußland dre Gefahr, entweder von Deiitschland zerrissen zu tverdeii ^>er vom Osten her seitens Japans einen Sckfilag zu erhalten Mack ernem -wnchen der alten Negierung und Japan bestehenden Betrage l-at ^apan das Recht, sich bis Jrtusk niederzulassen.
Vertrag nutzt Japan in großem! SNaßstabe aus, so daß es omre Rruhe die gmrze Strecke von Wladewostock bis zum Ural ernnehmen kann." °
. AusM-rungen «erregten in Rußland begreiflicherweise er-
bebttches Aufsehen, so datz sich Gazzurelli zur Veröffentlichung einer Ableugnung mranlatz't sah, indem er bA>auptet, daß es sich nicht um ein' amtliche Aentzerung. sondern nur um ein Privatgespräckf. tzaniX'lte -Ue ihm untergeschobenen Gedaiiken entspräck>eii nicht der Wahrheu, londern gäben nur Gerüchte ivieder, die allent-, halben ilmlieien. Dieser Berichtigung blieb indessen der gewünschte Ergolg mriagt da Schtschenkow in den Zeitungen erwiderte, dag er seine Angaben über den In'halt der Unterredung in allein Punkten aufrechterhalte. Nun sprangen der englische und bex italienijdFje Botsä-asier in Petersburg sowie auch Miljukow in die Breiche, >nden'. sie in Abrede stellten, daß die Miiertcm
S nalS daran dachten, durch Japan einen Druck auf ^Rußland Szmchen. Der rapannche Botschafter in Petersburg und der x^nische Konsul m Moskau äußerten sich in dem gleichen Sinne Schließlich lieg nch mich, noch Bonar Law in der Sitzung des llnterchames am 14. Mai über die Unterredung ausfragen und putzte die Gelegenheit zu erklären, daß ein Vertrag zwischen ismarü mrd Japan des oben gekennzeichneten Inhalts niemals in Erwägung gezogen worden sei.
Der gmize Vorgang ist nicht ohire Interesse. Es läßt sich ziem- Im tmc erkennen, daß die geraume Zeit hindurch mit großem Eifer um^-u-mnumen Bemühuirgen des Verbandes und der imperia- lMchen ElemeMe der ruiiijchM RzeMemng, die öffentlichs Meinung
Aus dem englischen Unterhaus.
London, 28. VLai. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Abgeordnete Bmling fragte im Unterhause an, ob irgend ein Mitglied des Nahrungsmrttelmmisteriums mittelbar oder unmittelbar an einem Unternehmen mit Geld beteiligt sei. dessen Geschäsisergeb- msie durch Maßnahmen des genannten Ministeritums beeinflußt würden. Bathurst wies die Anfrage als eine Beleidigung des Mmsileriums zurück. Bill in g erklärte in der tveiteren, erregten Aussprache, der Nahrungsminister Lord Devon Port ni e ^ ?] ^.0 0 0 Aktie n der Internationalen Tee- Gesell schaft.
Lord ^obert E e c i l erklärte auf eine Anfrage im Unterhause, Marine nehme nach wie vor an den Unternehnrungen der Allnerten einen bedeutenden Anteil. Japan unterhalte zahl- mtfie leichte Leestreitkräfte im Mittelmeer. Außerdem seien mehrere ueu-e Geschwader schneller japanischer Kreuzer zum Schutze der L>andelssch:ffahrt m den Indischen und den Sttllen Ozean entsandt worden.
* *
Die Haltung der frauzöfischen Sozialisten.
Paris, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Nationalrat dar französi-
artei hat einstttnmia solgEmde Gntschueßun^ crngenmnmen: Dem Nationalrat ueat einerseits eine Einberufung zur Zusammenkunft in Stockholm von seiten des internationalen sozialistischen Bureaus vor, andererseits eine Aufforderung der Bürger Cochin und Moutet, die auf Anregung der russischen Revolution dahin zielt, eine internationale Bollversanmilung herbei zu führen. Der Nati-onalrat beglückwünscht sich dazu, daß seine Bemühungen dem gleichen Ziele dienen, nnd nimmt die An- rsaung der russischen Kameraden an. Er schließt sich ihr völlig an nnd vereinigt sich mrt ihneit in dem Verlangen nach einer internationalen Zusammenkunft. Er beschließt bleichzeitig, eine Abordnuiig nach Stockholm zu senden, die in vorbereiteiiden Beratungen die Ansichten d er französischen Ab teilungen bei dem gemeinsamen Unternehmen vertritt, das dazu bestimmt ist, einen Frieden vorzn- vereiten, der den Grundsätzen entjpricht, die von den Sozialisten und der revolutionären Regierung Rußlands ausgestellt wurden. Ebenso beauftragt er die Abordnung, sich mit letzteren über die von ihnen verlangte Zusammenkunft der Internationale zu verständigen.
Berlin. 30. Juni. Die Vertreter des sozialdemokratischen P arteiVorstandes der Reichstagsftaktion und der Generalkommission der Gewerkschaften sind gestern von Berlin über Kopenhagen nach Stockholm ab ge reist, tvo die Verhandlungen mit ihnen am 3. Juni beginnen sollen. — Znm« Beschluß des Msionalrates der französischen Sozialisten, eine Abordnung nach Stockholm zu senden, meint der „Vorwärts", er bedeute den ersten großen Erfolg, den die Sache des Friedens im Westen errungen labe. Am 1. Juni solle .Herr Ribot in der Kammer über seine Stellung zu Stockholm interpelliert werden. Er »verde sich dabei tt» einer schwierigen Lage befinden und die Debatte verspreche äußerst spannend zu werde»».
Die Verfasser der etwas gewundenen Entschließung wußten »varum pe so stilisierten. Kurz vor dem Zusammentritt des Nattonalrates hatten die Führer der sog. Minderheit, d h der von der Regierung unabhängigen sozialisttschrn Verbände Frankreichs getagt Und beschlossen, auf jeden Fall ihre Leute nach Stock- yolnr zu schicken, gehe es ram am 27. Mai wie es wolle. Und nick).t nttßzuverftehende Drohmrgeu wurden ausgestoßen gegen die regierungsfreundliche Viehrheit der Sozialisten, die seit Kriegsausbruch die anderen vergewaltige. Imsbesondove standen der Minisker Tho-nias und die ebenfalls nach Rußland Mtfandten Genossen GackM, Lafsont und Moutet am Pranger. Sie hätte,» sich ,aUe Grundsätze des in der Internationale vertretenen "Sozialismus verkennend jener russischen P.artei angeschlossen, die sich noch heute für die zarifttschen Ziele emsetzeu will/'
Geueralgouverueur v. Bissing über Belgiens Zukunft.
rA 3 n der Zeitschrift „Das größere Deutschland" ist kürz- lrch e»ne Denkschrift des früheren Generalgouverneurs von Bisttng über die Bedeutung Belgiens für Deutschlands Zu- kunft veröffentlicht worden. Halbamtliche Blätter haben, wie ? ie ^8siche Rundschau" mitteilt, davon gesprochen, daß w (osising die in dieser Denkschrift geäußerten Ansich-- ten nickit auftecht erhalten habe. Die „Natl. Korr." betont Obmgegenuber, daß dre in der Bissingschen Denkschrift aus- gesuyrten Gedanken sich völlig mit einem Briefe decken, den oer verjtorbene belgische Generalgouverneur am 14. Januar rReichstagsabgeordneten Dr. Stresemann amayttch der von diesem in der Sitzung des nationalliberalen Vereins m Hannover gehaltenen Rede gerichtet hat. In dem
Briefe heißt es u. a.:
Iicgt eine von mir für mich ganz allein verfaßte .6^uiuer und ei»igehender sich mit der Zukunft ^ unzweifelhaft zu dem Fazit kommt, wenn: nicht in unsere Machtsphäre b^kommen^ wenn wir es Nicht deutsch letten u»rd deutsch benutzen, so ist der Krieg venoren, und es »nögen sich die Leute nicht täuschen, die oberfläch- Fvage dercken, die sich abfinden wollen mit ^^Erner Art oder die eine Grenze für genügend er- bezeichrret ist und niemals eine Grenze, vS u darstellen kaum Die Grenze, die Belgien
n ;l ir die Zukunft gegen England und Frankreich, ist so- u-Tk ^0 ^enkoar nach Norden vorzuschieben. Die Küste ist ein Teil ,CT J! M ^ c - c sein. Das verlangt zu meiner leb-
^^Irag, der vor kurzem im Flottenverern »tattgeftniden hat. Dadurch kommen wir aus dem nassen Dreieck heraus, dadurch »verden wir auch die Möglichkeit dicht schaffen
bSSTato,°*u?Ä n h>tI fiC QUä ® lt9lani>i ^ fll ‘ en ^
Seefrfeg.
Neue ll-Vootersolge.
Berlin, 29. Mai. (Amtlich.) 1. Neue U-B-r>ats- erfolgq^m Atlantik und englischen Kanal: 36 000 Brutto- registertomien.
Mit Ausnahme eines kleineren Seglers waren alle der- enkten Schiffe englischer Nationalität. Unter den vernichteten Ladungen befanden sich u. a. 6000 Tonnen Zucker, sie für England besttmmt »varen. Von einern der Dampfer wurden der Kapitän und die Schiffsbedienung als Gefangene eingebracht.
2. Don unseren Mittelmeer-U-Booten wurde neuerdings wieder eine größere Anzahl von Dampfern und Segelschiffen mit einem Gesttmtgehalt von 50000 Brnttoregister- tonnen versenkt.
Unter den versenkten Fahrzeugen befanden sich die englischen bewaffneten Danrpfer Zanoni (3851 Donnen) und Tung Sham (3999 Tonnen) mit je 6000 Tonnen Kohle von England nach Genua, der englische beNxiffnete Darnpfer: Locksley Hall (3635 Tonnen), mit Stückgut von Indien nach Marseille, ein bewaffneter von drei Begleiffahrzeugen gesicherter 6000 Donnen großer Tankdampfer mit voller Oel- ladung und ein weiterer unbeka»mter bewaffneter Dampfer von 6000 Donnen. Aus Convoi herausgeschossen tvnrden ettr ttefbeladener bewaffneter Transportdampfer (4000 Tonnen) und ein 2000--'Tonnen-Dampfer. Außerdem wurden ein dnrcp Fischdampfer und Zerstörer geleiteter bewaffneter englischer 5000-Tonnen-Dampfer und ein tiesbeladenes bewaffmttes Schiff unbekannter Nationalität von 4000 Donnen vernichtet.
Der Chef des Admrrcrlstabes der Marine.
Die englische SchiffSstatistik.
Rotterdam, 29. Mai. (Privattel.) Ueber die englische Schiffahrtsstatistik geben Nachrichtett von Reffende»», die jetzt aus England eingetr'0ffen si»»d. »rsichtige Auffchlüsse. So ist ein kleiner Dampfer, der Holländer von Lull nach Rotterdam brachte und dazu neun Tage brauchte, sechs m a l in dem betreffenden englffchen Wochenbericht au fg e f ü hr t worden. Der Dm»ipser fuhr von Hüll nach Lotvestoft, von Lowestoft »rach Dover, von Dotier »weder zurück nach Southend, weil die Deutschen Minen ge- ftrent hatten, von dort nach Hüll und so mehrere Male z»ov- schen englischen Häsen hin und her. Jede dieser Fahrten ist als eine besondere in dem Wochenbericht notiert. So erklärt sich auch, wie die E»»glander immer noch 5000 Schiffsein- und -ansgänge wöchentlich notteren köiinen. Angesichts der un- bestteitbar gewaltigen englischen Schisfsverluste gewinnt der Zweifel an den optimisttschen englischen Papierrechnungvn auch in England immer mehr Bcsiien.
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London, 29. Mast (WDB.) Reuter-Meldung. AuS Süd- Irland wird berichtet, daß die Da u ch b o o te eifrig dabet sind, die irischen Fischer flotte »i von Kermare in der Graffchaft Kerry bis Howth in der Grafschaft Dublin zu zerstören. Eines Abends lvurden sieben Boote von der Flotte vo»i Baltimore durch Bomben zum Sinken gebracht. Sie wurden von der Bemanmrng eines Unterseebootes neuestem Typs angegriffen, das etrva 30 Fuß lang ist.
London, 29. Mai. (WDB.) Reuter meldet zum Untergang des spanischen Dampfers „C. de Eiza- gu»rra" aus Barcelona (4376 Tomwii): Es heißt, daß 48 Passagiere uiid 85 Mattosen vermißt »verden. Die Uffache des Untergangs ist nock> unbekannt.
K r i st i a n i a, 29. Mai. (WTB.) Laut „Sjoefarts Ti- dende" sind voni 1. Februar bis 26. Mai 31 norwegische Schiffe von zusammen 30 893 Toniien im Gesamtwert von 32,5 Millionen Kronen bei den» Versuch, das Sperrgebiet in der Nordsee zu durchqueren, versenkt worden.
Aus öe»u Reiche.
Der Neichskarnler und die Kriegsziele.
Berlin, 29. Mai. (WTB.) Die „Noorddeuffche Mlg^mems Zeitung" schreibt:
„Im Läufe der letzten Wochen sind dem Reichskanzler zahlreiche schriftliche und telegraphische Kundgebung^ von den! Bereinigungen verschiedenster Richtung zugegcmgen die zwar in der Ausfassmig !der Kriegs ziele von einander'ab- weichen. aber von dem gleichen Geiste unwandelbarer Vaterlandsliebe getragen wäre»». Diese Sttmwen aus allen Teilen des Reiches waren den, Kanzler »vettootl als Beweise der unser Volk beseelenden Siegeszuversicht und des zähen Beharrens bis zum glücklichen (Ausgang des sttreges. Der Reichskanzler bat vmtz einer Beanlwortuug im einzelnen abgesehen, weü er alles »vas er zurzeit über die Krieg-sziele sagen kmm, rn seiner letzten Reichstagsrede ausgesprochen hat."
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n ^ e r ' 29-^dai. (WTB. Nichtamtl. « Zur Beleihung bei deii Dar lehn skassen des Reickies sind unoerzins- lrche Schatzanweisungen des' Reiches mit höchstens einem lZahre Laufzeit bis zu ßö Prozent des Ne nnw ertes zugelaffcm


