cfTiö 4',) 30 Proben r. Die ©tiimnuTng bei* Leute hat gegen den Anfang bei Offensive einen gewaltigen Umschwung erlitten, i$Jnt allgemeinen hat bie nurraUfcta 3Bibetftaniv> kraft ber französtschen JufMrterie nari>getaif|ejt. Infolge der Verluste, die verschiedene 0>ef<rnae::e imtnertschlich nannten, ist die Mißstitmnurtg gegenüber den höheren Führern groß. Die Gefangenen aus den lebten Kämpfen Nutzern sich rücb- haltloser als bisher über bte Lebensmittelfrage in Frankreich und geben zu, batz sie viel schlechter ist, als sie all- gevlein geschildert nurb. Sie tjaben den Eindruck, batz die öegenn'ärHgen Kämpfe bte Entscheidung erzwinget: sollen und müssen.
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Italienischer Heeresbericht
vom 16. Mai. An der Front der Juli scheu Alpen dauert die kräftige Offensive an, die von unseren Truppen am 14. Mn begonnen und gestern mit Entschlossenheit fortgesetzt »wnbe. Dank der umutfbötlirlH'n Anstrengungen gelang es unserer Jusantenr, von der Artillerie beständig stark unterstützt, sich auf d«n schroffen waldigen' Höbenzuge auf dem O stn f er des-I s o n z o stromabwärts Gör-, der vom Feinde zu einer Mächtigeir Verteidigungsstellung aus ge batet war, festznsetzen. Auf dem linket: Flügel erzwang eine unserer Mbeilungen den Nebergang über den Flutz zwischen Loa und Modres und bemächtigte sich des letztgenannten Dorfes, too sie sich verschanzte. Im Zentrum eroberten ivir die Löhe 39o nordöstlich Plava, während bie tapferen In- santcriebrigaden Firmze (127. uttd 128. Regiment) und Avelllno (831. urid 232. Rcginrent) dem Feinde die Dörfer Zaqora und Zagomila, in denen sich Müschntengereehrabteilungen emgenistet batet, entrissen und im Stttrm den Gipfel der Kuk Löhe 611 und Vodioo Höhe 524 geivannen. Auf dem rechten Flügel erzielten andere Lldteilmtgett merlliche Fortschritte aus den steilen Abhängen des Monte Santo. Die h e f t i g e n f e i tt b 11 d) c u Gegenangriffe, die durch ein Geschützfencr von antzergewöhn- licher Heftigkeit vorbereitet und unterstützt uxttrbcrt, bracl>cn sämtlich vor dent festen Widerstand unserer Trirppen zusmnMen. In der Gegettd östlich von Görz eroberte die Brigade Messt tut (93. und 94. Regiments die Löhe 174 nördlich von Tivoli, die vom Feinde stark befestigt tvar und erbittert verteidigt wurde, und wies wiederholte Gegenangriffe zurück. Görz lag gestern unter heftigem (i>cschütz jener. daS ernsten Schaden au Gebäuden verur- saclftc. Auf der übrigen Front bis zum Meere lcbl)afte Artillerie- tatigkeit. Auch die hinteren sei:tt>liä>en Linien rvaren gestern das Ziel unserer Flugzeuge und nachts auch das Ziel eines unserer Luftschiffe. Trotz zahlreicher Angriffe feindlicher Flugzeuge und feindlichen Arttllerteseucrs erlitten lvir ketuen Schaden. Wir zählten bis jetzt 3375 Gefangene, ba runter 98 Offiziere, und erbeuteten eine Gebirgsbatterie, etzra 30 Vtaschinengewebre, zahlreiche Waffen, Schießbedars uud Kriegsgerät. Cadorna.
Die Stimmung in Italic,:.
Bern, 17 Mai. (WTB.) ,^Jdea Nazionale" vom 14. Mai berichtet von Briefen an die Redaktion, wonach viele Leute iuj Italien ängstlich geworden sind. Die Regierung lasse es ruhig geschehen, das; die tollsten Gerückte ungestört verbreitet werden. Dtc Kriegsfreunde behaupteten, batz mtbedingt die i t a l i e n i s die Offensive beginnen müsse, damit gute Nachrichten von der Front die Gefahr alarmierender Nachrichten vertrieben und der Widerstand im Lande gestärkt werde. Doch dürfe die neue Offensive nur beginnen, wenn Codorna es für angebracht halte.
Der gestrige „Avanti" verspottet den Äerger und die Ratlosigkeit der interventiomstllck^n Presse.
„Secolo" schreibt: „Man wisse nicht mehr ein noch aus^und erwarte noch das Heil von einen: Sieg an der Front. Der Sieg würde allerdings die Schnurzen der Interventionisten in der inne- rat und äußeren Politik beheben. Die Schtvierigkeit bestände nur darin, ein Mittel zu finden, um den Sieg zu erlangen. So verranntet: sich die Interventionisten in eine Sackgasse, aus der sie nicht mehr heraus könnten.
England beharrt aus Annexionen und Entschädigungen.
London, 16 Mai. (WTB. Nichtamtlich.^ Unterhaus. An von den sc»zial:sti>ä-en und zwei liberalen Mitgliedern einge- bnachter Antrag, die russische Wlehnung aller imperialistischen Evoberungs- Und Vergrößerungsbestrebungen zu begrüße:: und die britische Regierung aufzufordern, eine ähnliche Erllärung abzugeben und gemeinsam mit den Miierten die Friedensbeding-ungen im Einklang ncit der russischen Erklärung tteu festzusetze,t, kan: tn Verbindung mit dem Gesetzentwurf über die konsolidierte Schuld &ur Besprechung. Lord Robert Cecil erinnerte an die Erklärungen der Regierung über die Kriegsziele nnd sagte, diese seien heute noch ebenso unverändert. Auf die Fvage. ob die mit der früheren russischen Regierung abgeschlossenen Verträge noch bindettd seien, sagte Cecil, das sei der Fall, solange fte nicht von der neuen russischen Regierung abgeätwert werden. Bei der Besprechung der Frage nach Annexionen fragte Cecil, vb Suotrken und seine Freunde den Vorschlag machen wollten, daß die Eingelwrenen der frühere:: deutschen Kolonie:: in Afrika der deutschen Lerrschaft xurückgegeben wcrden, und daß Armenien und Syrien weiter unter türkischer .Herrschaft bleiben sollten. Er wies aus Elsaß-Lothringen, die italienische Irridenta und Polen hin mtd sagte: Wenn auch Handlungen der Gerechtigkeit :&ntb Wiederherstellung nicht wohl ein geeigneter Kriegsgrund seien, eS dennoch ettvas gattz anderes sei, wenn diese Ziele durch den Krieg erreicht würden, zti oerlangm, die Früchte dieser wünschenswerten Errtingenschastet: im Stickte zu lassen. Mit Bezug auf eine Kriegsentschädigung fragte Cecil: Sott es für Belgien. Serbien und Nordfrankreich kerne Entschädigungen geben und keinen Ersatz für die Bernichtutrg friedlicher Handelsschiffe? In 4>er Rede von Bethmann Hollweg fehlt der Hinweis, daß Deutschland tnrrett ist anz>ugeb«t, toelcha Friedensbedingungeti es onnehmen wurde Wir sind entschlossen, Frieden nicht anzn- Mehmen, der kein -Friede sein würde. Der Friede, Den wir annebmen, muß ein gerechter und dauernder Friede sein. Asguith sprach die Ueberzengung aus, die vorlätitige russisch-: Regierung werde eine Annexion in dem Sinne annehmen, erstens zur Befreiung unter» jochrer Völker, zweitens zur Vercinigtmg künstlich getrennter Völker »mb drittens zur U/bertragung von Gebieten zlvecks Erlangung strategiiä-er Stellungen, die der Krieg als notwendig zur Sicherung pawen die ständige --lngriffslnst enviesen zu haben glaube. Tie Erklärung der russischen Regieruttg gegen Annexionen bezöge sich auf Eroberungen zum Z'.vccke der Ausdehnung des Landes Mir politischen Und wirtschaftlichen Macksterweiterung, und An- nerioneit m diesen, Sinne würde keiner der Alliierten durchzu- führen oder zu recs>tserligen bereit sein. Tie früheren Erklärungen der W liierten über die Friedens beding ungen seien vor, oer zimli- Kerlen Welt al" bedeutungsvoll für die zukünftige Gestaltung der zwischenstaatlichen Beziehungen angenommen, und der Friede auf dieser Grundlage würde der einzige sein, der die gebrachten Opfer rechte lrgcn würde.
Die Revolution in Rußland.
MitjntowS Rücktritt.
s b u r g, 16. Mai (WTB.) Reuter-Meldung. Mil- Demissiion angeboren und verläßt das erestschenko wird das Ministertum des Aeußern, j das ÄliegSmitristerium und das Marineministerium
sburg, 16. Mai. WTB.) Meldung der PcterS- gravhen-Agentur. Nachdem die vorläufige Rene Bedingungen crörten lyat. unter denen die Vertreters er Arbeiter - und Soldatenabgeordneten' i Kabinett einzutreicn. die wir in unserem Tele- iat barleaten. kam sie z,, dem Entschluß, baß die g den essend dieäußere Politik unannehm-
Peter ln ko w hat MMnett. T Wt rensk, iMrrnehm'n Peter burgrr Tel,'! Bier un q t hrf Rates b| VfaaviQtgm, Wramm vorn rr^f Beding! bo r sei, de, ymr Note
nt Regierung bttr-cHtel leben Verzicht auf die in
oom U)üudl bepgrlcgtzu Grundsätze für unmöglich.
Die Negierung erachtet eS ferner für ,wl,venldig, die Einheit aller Fronten der Alliierten zu bckräfkigen, und besteht auf einem energischen Kampfe gegen die Anarchie. Wlas die übrigen fittaiMellen und wirtsä-afllickeu Bedingungen betiLfst, so setzt die Regierung ihnen keinen Widerspruch entgegen, da sie die Verwirklichung der Reformen, die der Rat der Arbeiter- und Soldatenabgeordneten: erwähnt, als ihre Aufgabe alllieht. Der ausführende Ausschuß der Duma nahm den erwähnten Beschluß der Regierung zur Kenntnis und billigte ihn.
Unter allem Vorbehalt wird folgende lvahrschenlliche Z u- sammensetzung des Koalitionskabinetts gemeldet: Fürst Lwow Ministerpräsident und Minister des Jnnern. Mil- j ukow öffentlicher Uitterricht, Terestschenkow auswärtige Angelegenheiten, Tschingarew Finairzen, Konowalow Handel und Industrte, Nekrasow Straße,: urck Verkehr, Kerenskij Krieg, der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Arbeiter- und Soldatenabgeordneten, S k o b c l e w, oder der Befehlshaber der Schwarzmeer-Flotte, Admiral K o l t s ch a k, dNarinenllnister, der revolutionäre Sozialist Dschernow Ackerbau, der demokratische Sozialist Arbeiter S g o z d c w Arbeitsminister, der demokratische Sozialist Advokat Mikiline aus Moskau oder der dentokratische Sozialist Advokat Malantowitsch aus Odessa Justizminifter und der nationale Sozialist Peschekow Munition.
Petersburg, 16. Mai (WTB.) Meldung der Petersburger Tele graphen- Agen t „ r. Die Beding ungen, unter denen Vertreter der sozialistischen Partei in die vorläufige Regierung eintretcn würden, entl^alten nach dem Beschluß des ge>^ schäftsführcitden Ausschusses des Arbeiter- und Soldatenrats' außer dem bereits gemeldeten Programm der auswärtigen Politik noch folgende Grundlagen: entscheidende Maßregeln, um das Heer zu demokratisieren und die MilitänttaclN an der Front für die Verteidigung der russiscl)>en Freiheit zu stärken, außerdem eine Reihe sozialer, wirtschaftlicher und finanzieller Reformen. Der Vollzugsausschuß wird einen Sonderausschuß bilden mit dem Aufträge, mit der vorläufigen Regierung Vorbesprechungen abzuhalten.
London, 17. Mai. (WTB. Nichtamtl.) Wie Reuter aus Petersburg gemeldet wird, kam nach den Bevl>mtLlimaen, die den ganzen Tag über andauertett, eine Einigung zwis chen dem Vollzichungsausschuß des Arbeiter- und Soldatenrats und der provisorischen Regierung zustande. Letztere wird darüber Näheres bekannt geben. Drei demokratische und drei nationale Sozialisten treten in das neue Kabinett ein.
Rücktritt Brussilo,vS und Gurkos.
Petersburg, 15. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschcn Bureaus. Kurz bevor Gutschtoiv seine Demission anbot, suchten B ru s silow und Gur ko um ihre Entlassung nach. Ucber die Entlasjunasgesucho soll nach der Entennuug von Gutschkows Nachfolger entschiede,: werden.
Ein Aufruf gegen eine,, Sonderfrieden.
Pet er sbu r g, :15. Mai. (WTB.) Der Petersburger Telegraphenagentur zufolge hat der Arbeiter - und Soldaten- ral einen Ausruf an die Sozialisten aller Länder gerichtet, der fick gegen die Imperialisten in aller Welt wendet und erklärt, daß die russischen Revolutionäre keinen Sonderfrieden wünschen, der dem deutsck^österreichischen Bunde die Hände^srci-' machen würde. Ein derartiger Friede sei ein Verrat an der Sache der Arbeiterdemolratie ate Länder. Der Aufruf spricht den Wunsch aus. daß die von der russsischen Revolution vertretene Sache des Friedens durch die Bemühung des internationalen Proletariats Erfolg l-aben möge, und lädt die Vertreter aller sozialistisclien Gruppen zu einer Konferenz ein, deren Einberufung der Arbeiter- und Soldatenrat besckstossei: hat.
Die erste amerikanische Anleihe an Rußland.
Washington, 16. Mai. (WTB.) Reuter-Meldung. Die Vereinigten Staaten haben Rußland die erste Anleihe von 100 Millionen Dollars gewährt.
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Die Stockholmer Konferenz-
Stockholm. 16. Mai. (WTB.) Das Sekretariat des Z i m - merwalder Ausschusses teilt mit:
Zu der für den 31. Mai nach Stockholm einberufenen dritten Ziimmerwalder Konferenz ist auch der Arbeiter- und Soldatenrat in Petersburg eingeladen worden. Der Vollziehungsausschuß des Arbeiterrats teilt mit, daß er sich an der Konferenz beteiligen werde in der Voraussetzung, daß diese nur einett für die von dem Arbetterrat selbst geplante Konferenz vorbereitende:: Cl)arakter dabei: ,verde. Nachdem der internationale Ausschuß diese Auffassung bestätigte, beschloß der Ar- beiterrat, Skobelew zu entsenden. Skobelew ,oar schon auf der Reise nach Stockholm begriffen, wurde aber wahrscheinlich durch die innerpolitischen Ereignisse veranlaßt, die Reise zu unterbrechen. Um eine Beteiligtmg des Arbeiterrats an der Besprechung zu ermöglichen, beschloß der internationale Ausschuß, die für den 31. Mai vorgesel»n:e Zimmerwalder Konferenz bis Mitte Juni zu verschieben.
Seefrfea.
Secstugzcugerfolge vor der Themse.
B t x 1 i n, 16. Mai. (WTB. Amtlich.) Am 15. Mai vormittags trafen drei deutsche Seekampsflugzeusse unter Führung des Leutnants zur See E h r i st i a n s e n vor der Themse-Mündung auf ein feind licheS Flug - zenggefchwader, bestehend aus einem Sornvith-Kampf- einsitzer und zrvei Flugbooten. Nach kurzem heftigem Kampfe wurden die drei feindlichen Flugzeuge abgeschossen. Der Seekampfeinsitzer stürzte senkrecht ab und zerschellte beim Aufschlag auf das Wasser. Die beiden Flugboote wurden schtver beschädigt zur Landung gezwungen. Eines unserer Flugzeuge mußte infolge einiger Beerdigungen auf dem Wasser landen. Seine Insassen wurden von Leutnant zur See Christiansen auf dessen Flugzeug genommen. Bis auf das beschädigte landeten unsere Flugzeuge wohlbehalten in ihrem flandrischen Stützpmlkt. Ersteres sowie die beiden feindlichen Flugboote wurden durch unsere Torpedostreitkräfte eingebracht. Die französischen Insassen, ein Offizeri uird zwei Unteroffiziere, wurden gefangen genommen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Reue U-Booterfolge.
Berlin. 16. Mai. (WTB. Amtl.) Neue U - Bootserfolge im Atlantisä>en Ozean. Sechs Dampfer und ein Segler mit 23 6 0 6 B r u t t o r e g i st e r t o n n e n. Unter den versenkten Schiffen befanden sich n. a. folgende: Der bewaffnete englische Dampfer „Trekliev?" (3087 Brutto- regiftertonnen) mit 4-190 Tonnen Kohlen von Cardiff nach Genna, der Kapitän wurde gefangen genommen. Die englischen Dampfer ..Lorsa ' (2949 Tonnen) mit einer Ladung Erz. ..Lowdale" (2660 Tonnen) mit einer Ladung Koks von Newcastle nach Tunis, ferner ein großer, bewaffneter Dampfer, dessen Name nicht sestgcstellt ist. Bon den iwri gen versenkten Schiffen hatten u .a. ein Dampfer Lebensmittel und Munition, der Segler Mais und Oelkuchen geladen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Berlin, 18. Mai. (Amtlich.) Unsere U-Boote haben im Mittelmeer neuerdings neun Dampfer und sechs Segelschiffe von insgesamt über 3 0000T.onne:: versenkt. Unter diesen befandet: sich: der bewaffnete englische Dampfer „Karuma" (2995 Tonnen), ein unbekannter, durch Fisch- dampser gesicherter bcwassmte 4000-Lom:erv-Dairrpser wrd
ein werterer unbekannter Danrpser von 4000 Domren; ertt vollgeladener Transportdampfer gleicher Größe tinitbt aus einem von Zerstörer:: begleitetet: Convoi herausaLschossen; fertter ein voller Tankdanrpfer von wettigsbetts 6000 Tom- neu inmitten einer Sicherung von drei bewaffneten Fahrzeugen durch Dorpedoschuß versenkt. Unter den Latm.n^ten der übrigen vernichteten Schiffe befanden sich in der Hauptsache Kohlen, Schwefel und Sprerrgstoff.
Der Chef des Admiralftabs der Marine.
Eine amerikanische Hilssflotte.
London, 17. Mai. (WTB.) Das Pressebureau teilt mit: Eine Flottille von Zerstörern der Vereinigtau. Staaten ist kürzlich in England eingetroffen, um bei Füh-^ ru:^g des Krieges^ mit unseren Seestreitkräften zrtsammenAw- arbeiten. Kontreadmiral Sims hat den Oberbefehl über alle nach europäischen Gewässern e:rtsandten Soestreitkräfte der Vereinigten Staaten. Er ist in täglicher Berührung mit dem Chef des Admiralstabes. Die Dienste, die die Schiffe der Vereinigten Staaten der Sache der Alliierten leisten, sind von größtem Wert und werden voll anerkannt.
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Rotterdam, 17. Mai. (WTB.) „Maasbode" meldeck den Untergang folgender Schiffe: „Eos" (179 Br- R.-T.), 1902 gebaut, der Reederei Klause:: in Marstal gehörig; „Hekla" (166 Br.-R.-T.), 1900 gebaut, der Reederei Christensen in Vtarstal gehörig; „Baiäiero e Boro" (2068 Br.-M.-T.), welches Schiff unter italienischer Uagge von Spanisch-Marokko mit einer Ladung Eisenerz nach England ausfuhr; „9Lotorua" (11130 Tonnen), von der New Zea- land Shipping Cotnpanh in PllMouth; der Dreunastschoner „Elisabeth" (217 Br.-R.-T), 1616 gebaut, der Reederei Kre- mann in Marstal gehörig.
Aus dem Reiche.
Hindenburgs Kriegsziel.
Auf ein Begrüßunastelegrantm des Arbeitsausscharsse^ für Deutsche Volksabende in Naumburg a. S. sa:ü>te Getre* ralfeldmarschall v. Hindenburg folgende Antwort:
„Euer Exzellenz und den Mitgltedetn: des Arbeits-- ausschnsses für Deutsche Volksabende in Naumburg a. S. danke ich herzlich für gütiges Meingedenken. Unsere Kriegsziele werden sich gewißlich der dargebrachten Opfer würdig erweisen; dafür büvat uns der feste Wille Seiner Majestät unseres Allergnädigsten Kaisers, Köttigs irnd Herrn.
gez. v. Hindenburg, Generalfeldmarsch«ll."
Graf Czernin im deutschen Hauptquartier.
Wien, 17. Mai. Der Minister des Aeußern Gra? Czernin hat sich gestern ins deutsche Hauptquartier begeben, um dort die anläßlich der jüngsten Anwesenheit des deutschen Reichskanzlers in Wien eingeleiteten Besprechungen mit den maßgebenden deutschen Stellen fortzusetzen.
Der König von Bulgarien in München.
München, 19. Mai. Wie dem „B. T." getneldet wllrd, werde der König von Bulgarien demnächst zum Besuch des Königs von Bayern in München eintrefsen.
Der Kanzler und seine Unterstützung in Bayern.
München, 16. Mai. (WTB.) Die „Bayrische Staats^ zeitung" schreibt halbamtlich in ihrer gestrrgen Nummer:
Zeitungen berichten über eine Unterredung der Parteiführer des Reichstags mit bem Rei ch ska nzler, in der dieser geäußert haben soll, daß er sich der Unterstützung des Königs van Bayern und des bayrischen Ministerpräsidenten erfreue; auch soll in einem Vortrage des Reichskanzlers die elsässische Frage be- handelt loorden sein, was ja naheliegt, nachdem die Interpellation über die Verhältnisse im ReickMande beim Reichstage eingebracht ist. Wenn nun auf Grund dieser Meldungetr ei:: hiesiges Blatt und eilte Berliner Zeitung glauben, die Haltung der bayrischen Regierung gegenüber der Politik des Reichskattzlers mit der elsaß-lothringischen Frage in Verbindung bringen zu sollen, so ist hiergegen energisch Verlvahrtntg einzulegen. Wie erst treuerlich die Verhandlungen des Butrdesrats-Ansschusses für auswärtige Angeleget:- Herten zeigtet:, befindet sich die bayrische Regierung bei Unterstützung der Politik des Rerchskattzlars in voller Ueber- einstimtnnng mit den Regierungen der ander«: größeren Bundesstaaten. Darüber, daß, wie das gleiche Berliner Blatt zu melden weiß, in jüngster Zeit über die künftige Gestaltung Elsaß-LothrrubervS einschneidetche Beschlüsse gefaßt loorden seien, ist hrer an maßgebender Stelle nicht das Mr:ü)este bekannt.
Der Verband wirtschaftlicher Vereinigungen Kriegsdienst- beschMigter für das Deutsche dieich. den: General Ludcnrdorff als Ehrernnrtglred bergetreten ist, umfaßt bereits eine große -ln^ahl von Veventen in ver- scknedene:: Orten Detctschlands. Er wird demnächst eine um- fnffeitbe OrganisatiotüZ- und WerbetütigVeit entfaltet:, sowie eine allwöchetrtlich erscheilrende Zeitung herausgeben, deren Ausbau in Händen von Kameraden liegt, die mit Begeisterung uttb lediglich im Interesse der großen Sack)e at: die Arbeit aehen. Diese Leitung soll, wie es in einem Aufruf an die Gemeinden herßt, „im ganzen Reiche laufettde Kunde geben von unseren: Fnterefse", „Zeugnis ablegen von unserem Wollen und Können", „auMärend wirken", ,Mts tn mtfeten Bestrebungen eine kräftige Stütze, zugleich aber auch ein Wegweiser fein".
Die Vercntrigungen von Kriegsdienstbeschüdigten zu Ber- eilten und Verbänden, wie solche fast bei allen anderen Berufs- uttd Personettkreisen zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Interessen bestehen, können nnd werden nützlich wirken nicht nur für die Kriegsdienstdeschlidiaten selbst, sondern auch für das ganze deutsche Volk — fürs Vaterland. Pie Lösung mancher Attsgabet: auf den verschieden stet: sozialen Gebieten wird ihnen innerhalb ihres Mitaliederkreises Vorbehalten bleiben. Allenthalben werden Vereinigungen der Kriegsdienstbeschädigten gegründet. Auch im Großherzog tum Lessen sind die Vorarbeiten zlvecks Zusanrmanschlusses der >sllle>gsdienst> befchädigten zu eiitem Landesverein in Angriff genommen.
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Berlin, 16. Mai. (Amtlich.) Durch die Einschränkungen in der Tabakssabrikation ist eine größere Zahl von Tabaksarbeitern arbeitslos geworden. Die Arbeitslosigkeit in diesem Gelverbe wird voraussichtlich noch steigen. Nach Mitteilung des Deutschen Tabakarbeiter- Verbandes soll von einz^net: Gemeindebehörden die Einführung einer Erlverbslosennnterstützung mit der Begründung abgelehnt lvorden seit:, daß durch das Reich noch keine Bestinunungen getroffet: seien. Dies ist durchaus tm- zutresfend. da selbstverstättdlich auch auf infolge Krieaes erwerbslose und unterstützungsbedürftige Tabakarbeiter die Bestimmungen des BundeSrats vom 17. Dezember 1916 Atfwendung finden. Ziffer 7 bixfex Besttmmm^eu ftherläft


