Ausgabe 
8.5.1917 Erstes Blatt
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f*Äte ÄNg-m^lNk (fee Besmteu-Sterbe-

ka s s« zu Darmft-adt hielt am Sonntag, dem 6. SOtai o. Is.. rni Hotel 3d;iiö zu Gienen ihre 15. Mitgliederversammlung ab. Zirm 1. Vorsitzenden wurde Geh. Justizrat Dr. Lahr und zum 2. Vorsibenden Geh. Obernnanzrat Braun gewählt. Dre bis­cherigen Belsitzcr: Rechmulgsrat Bergauer -Tarmjtadt, Kreis- ünatzemneister Braun- Alsfeld, Alttiar G ö b e l - Osfenbach, Förster K l i p st c i n Darinuadt, Kreikamtsbureauvorllcher

Schneider - .Heppen heim und Stadtrecliarer Vogel- Mainz nnrären U'iedergewählt. Ter Jahresbericht. die Jahresrecl>nung irtLb die Bilanz wurden genehmigt. 2lls Ort der nachten Mit- g!iederi'ersanimlung jvnrde Mainz bestimmt. Dem Jahres­berichte entnehmen »vir felgendes: Im Geschäftsjahre 1916 trmrden aufgerwmmen 51 Per surren. gestorben sind 31 Personen, deren Hinterbliebenen das Sterbegeld mit zusammen 17 103,16 Mk. anöbezahlt worden ist. Die Siä?eri>eitsreserve betrügt 24 000 Mk.; die Prämienreserve 238 645,87 Mk. Der Mitgliederbestand zu Gilde des Geschäftsjahres 1916 betrug 2229 Personen mit einem Gesamtversicliernngskapital von 1 504 396,14 Mk. Um die Sterbe­gelder fahr die auf dem Felde der Ehre gefallenen Mitglieder bis zur Höchstleistung geloähreu zu können, wurden in der diesjährigen Bilanz als erste und ziveite Rate 5500 Mk. eingestellt. Nach Rück­stellung aller 'Reserven ergab die Bilanz einen Ucberschuß von 14 229,27 Mk., so daß die Gewinnrefervc Ende 1916 beträgt: 52 354,04 Mk. Die st'ir das Gesästiftsjahr 1916 zur Verteilung konunendc Dividende wurde auf 31 P r o z e n t der Jckhres-

prämie festgesetzt. ^ ^

** Verteuerungen rm Telegrammvcrkehr. Mit Beginn des diesjährigen Sommerfahrplailes (1. Juni) warden aus den deutschen Eisenbahnen ül^er den Telegramm verkehr im Reise-- verSehr neue bezw. veränderte Bestimmungen in Kraft treten». Der Reisende kann verlangen, da st ihm das Äntworttelegramm an sine andere Station als die Bestellstation nachgesandt wiw. Er kamt also über das Ergebrris der Bestellung Mitteilung erhalten, ivenn er indessen weiter gereist ist. Wichtig ist die Gebühren^ erhöhmig für devattige Telegramme. So wird z. B. die Gebühr für Borausbestellmig wm Fahrkarten und Gepäckscheinen von 25 Pfg. auf 50 Pfg. erhöht. Bei Vorausbestellung von Abteilen werden 70 Pfg. statt bisher 50 Pfg. erhoben. Für die telegraphische Be­stellung von bestimmten Plätzen in D.-Zügen werdeii fortan eben­falls 50 Pfg. statt lnsher 25 Pfg. erhoben, auch wenn gleichzeitig Fahrkarten, Gepärkschnne und Plätze zusammen bestellt werden. Für die Vorausüestellung von Bettkarten oder Schlafwagenplätzen »mb für das Antworttelegramm zusammen ohne Rücksicht auf die An-ahl der lvstinnmen Plätze 1 Mk. gegen 50 Pfg. bisher zu ent­richten sein. ^ .

** Sämtliche Hausfrauen von Gießen mackst ein Aufruf in dem Anzeigenteile unseres heuti-ren Blattes auf ,-en am Fveitag, dem 11. Mai, im Saale des Hobel Fürsterchof switfindenden Bortrag der Schriftstellerin Frau .Kathinka Kauth- :>?!,bcrtson ans Stuttgart überDas Reinigen der Wäsche im Welt­krieg" aufmerksam.

** Eine H-otzver steigerung der Stadt Gießen fhtbefc Montag, 14. Mai, in dem Waldungen der Stadt Gießen statt. Siehe Bekanntmachung.

** Eine Gras Versteigerung der Ltadt Gießen wird Dienstag, den 15. mrb Mittwoch, den 16. Mai ds. Is. ab- gelialten. Näheres Siehe Anzeigenteil.

Landkreis Gießen.

-m. Hungen, 8. Mai. Ans der Strecke MückeHungen entgleiste gestern uvisckEN Wetterfeld und Villingen der gegen abend von Mücke »rack» Hungen abgehende Zug. Tie Lotvmvti'o-e und ein .Viehwagen stützten um und die Gleise imtrben etwa 40 Meder iccit aufgervsen. Mster dem Lokomotivführer, der leicht verletzt 'ivurde, kam mm Glück niemand zu. Schaden. Da auch die Schüler von Lcrubach diesen Zug zur Rückfahrt benutzten, hätte ba& Unglück schttlmne Folgen nach sich ziehen können. Tie ganze Nacht über wurde an der Unfallst-elle goarbeittr und hmie früh ging Ovieder jnxut größere Rotte von liier aus dorthin ab. Ter Berlehr wüd dnLnwck? aufrochterhalten, daß man die Züge von borden Seiten bis zur Unfall spüle gehen laßt, mo dann die P«sfagieve uMflx-g-n müssen, lieber die Entstehümg des Unglücks evgÄt man sich in Muttnaßiungen.

** Londvrf, 8. Mai. Dem Gefreiten Wilhelm Stange, der ine vorigen Jahr üngen tapferen Verhaltens vor deni Feinde die Hessische Tapfei^eitsmedaille erhielt, wurde nun auch das Eiserne Krerr; 2. Klasse verliehen.

Kreis Büdingen.

3= Nidda, 8. Mai. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Niaschinengeivehr-Schütze Georg Fuchs. Seit 1. Mai ist das hiesige Vereinslazarett wieder eröffnet »md zurzeit mit 52 Vevimmdeten belegt. Tie ärztliche Lcrttmg hat der Kreis­assistenzarzt Tr. W i l l m a n n - Bad-Scüzl-ausen.

Bad-Salz Hausen, 8. Mai. Das Eiserne Kreuz erhiell der Feld,Giebel-Leutnant Schulz.

Kreis Schütten.

e. Schotten, 8. Mai. Der kürzlich aus dem Lehrer heim Vogelsberg zur Erholung beurlaubt gewesene U-Boot-Oberma- »chinijt H. Helmedach von S. M. U. 38 erlstelt als wertere Aus­rechnung die österreichische Silberne TapferkeitAmedLille 1. Kl. Er ist bereits im Besitze des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Kl., der Türkst chen Liakatitiedaille mit Sckiwetter»», persönlich von Enver Pascha überreicht, und des Türkischen Halbnwnds.

# Ober-Lais, 8. Mai. Fürs Vaterland starb der Gardist Altöls R a ck.

* BSs-Gesäß, 8. Mai. Die Hessische TapfitteMmiedaLle erhielt der hiesige Lehrer, UnteroffMer Friedrich Herr mann, bereits früher Kriegsehrenzeichen.

Kreis Lauterbach.

rr. Schlitz, 8. Mai. Die hiesige Gemeinde von 2700 Seelen war bis heute noch nicht im Besitz eines Leichenwagens. Da nun der Friedhof einer von dem wenigen noch in Hessen befindlichen kon- sesjiorrcll'en Friedhöfe u ist, so k>at die Eigentümerin, die evangelisck>e Kirck^en gemeinde, im Einverständnis mit dem Stadtvorstand den Ankauf eines Leichenwagens beschlossen. Dadurch »ocrden sich die Beerdigungskosten in Zukunst wesentlich billiger gestalten als bisher. Auch aus diesem Grunde lvird die Neueinrichtung nrit Freuden begrüßt.

rr. Bernshausen, 8. Mai. Die Sammlung für die Hindenburgspende hatte in unfern» 232 Seelen zählenden Dörfck)en folgendes anerkennenswertes Ergebnis: 250 Eier, 10 Pfd. Dauerware, 10 Pfd. gesü-älte Gerste, 8 Pfd. Dörrobst, 5 Pfd. Erbsen, 1 Pfd. Grieß.

Kreis Friedberg.

4t= Rendel, 8. Mai. Zum Unteroffizier und Offiziers- aspiranten befördert wurde der hiesige Hehrer Frey.

Wandern und Reisen. Söder.

Bad-Sooden a. d. Werra. Tie Kurzeit lmseres Solbades hat am 1. Mai begonnen. Hier ist herrliches Frühnngs- weltm. Am 15. ds. Mts. setzt die Kunnnsik ein. Tie Lel>ensmittel- vevvrgnng ist Tank behördlickac Malmahmen in erfreulicher Weise geregelt. T-er KleingolÄnapphmt im L^rdobelriebe wird durch die Ausgabe von 25- und 50-Pfennigsck)oinen vorgeb^lgt.

Vermik-chtes.

* Der Boxsport im englischen Heer. Der bei den

Engländern besonders beliebte Boxsport, den sogar ein Dichter toie Rudyard Kipling als denehrendsten aller nattonalen Sporte" bezeichnet, wird nunniehr von derTimes" geradezu als Vor­bedingung für den Sieg lx!trachtet.Der Boxkampf", so schreibt das Blatt, ,,ist glücklick-qNveise mehr als je die beliebteste Zer- stvnmng unserer Sollen an der Front. In jedem Etappenlager gibt es Doxklubs. Die Osffziere und selbst der Prinz von Wales tun alles uur Mögliche, um diese Leidenschaft zu fördern. Denn erstens wird hierdurch die Laune der Soldaten aufgefrischt, und zweitens ihr Kampfesmut und ihre Muskelkraft zur nötigen Wild- liett gesteigert. Darum imrb der Ruhm des künftigen englischen Sieges zugleich das überschwenglicküte Ruhmeszeichen für den edlen britisck?en Box-Sport sein!" B.

* Französische Shakespeare-Kenntnis. Mit welch benrutldernswertem Fleiß die sog. Osebibdeten in Frankreich sich xn das Studium der englischen Literatur versenkt haben, läßt sich aus der Besprechung entnehmen, die ein Pariser Kunstkritiker über eine Kunstausstellrmg schrieb. Ter gelehrte Miami schließt sein überschwenglick>es Lob der in dem betretenden Hause ge­sammelten französisckxu Kunstwerke mit der treffenden Bemerkmig: So ist dies denn ein Gebäude von Ewigkeitswert, auf dessen Pvr- talgiebel man den berühntteu Satz von Rudyard Kipling ein­meißeln sollte:Es chbt mehr Dinge zwisÄieu Hinrmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen läßt." Da der Krieg ohnedies Shakespeare-Feiern zu einer ständigen Einrichtung str Paris ge-, nmcht hat, iväre es zninindest praktischer, »renn der gelehrte frml- zösische Zkritikcr auch in diesem Falle Shakespeare sein Recht hätte werden lassen.

* Interessengemeinschaft von Tieren und Pflanzen. Daß. auch t;t der Welt der Tiere und Pflarizen das Prstczip rvcchselseitiger Jntevessengenvenischaft nicht unbekannt ist, geht aus dem Zusanrmenleden von Tieren und Mgen hervor, über das der Prvmetheus neue Einzelheiteu mitzuteilen weiß. Das beste Beispiel lfterfür liefert der den nrefften Aiquarieuliebhaberrl be­kannte Süßwafserpolyp Hydra viridis, dessen grüne Färbung durch eine stn Inner»: seines Körpers befindliche Mge hervorgerufen wird. Um festzustellen, ob die Alge dem Tier, abgesehen von der Färbung, Nutzen schafft, entzog der ForsckZer Priugsheim dem Tier alle Nahrung, so daß es narr aus die Mgen angerviesen war. Zum Versuch brachte man ein Infusionstierchen Daramaecium Bursariu, nackidern es irr abgeLochtern Wasser abgespült war, in eine Fluffig- keit, die a»cs reinstem Wasser mrd Meerfalzen bestand, daher für das Tier selbst keinerlei Nahrung bot, sondern nur für die Alge. Man stellte nun fest, daßi die Mge »wirklich das Tier ernährt, da letzteres nicht !Uur am Leiben blieb, sondern sogar zur Fortpflaw- zung gebracht werden tonnte. Die^ Frage, ob die Ernährung des tierischen Orgaansmus ^urch Verdamnrg der Ngen oder durch Wgabe von Nährittssen erfolgt, die durch die Algen erzeugt wurden, konnte jedoch bis jetzt noch nicht entschieden werden.

*Die Puderfeindin. ,^Jn einer Wochenschrrftthso schreibt ein Mitarbeiter des Oeuvre, laß ich einen von einer Frau ver­faßten Artikel, in wück-em dem Verbrauch von SchönbettstTuder in der Tamenv'elt liestige Fel-dc angesagt wurde. Tie Verfasserin schlug vor, in» Notfälle den V'.rkaus t>ou Puder auf gesetzlichem Wege zu imtersagen. Man ruüsse mit allem sparen, rmd auch die Kur .Herstellung von Puder verwendeten Materialien dürsten nicht unnöttg vergeudet 'werden. Denn die Pariserinnen hätten die Gewvl/uheit, sich m.indestens 18 m»al im Tage frisch zu pudern, und »venn man bedenüe, das»! Millionen von Frauen in Frankreich dies^ ttcn, fei über den Grad der BersMvmdung kein Matt zu verlieren. Außerdem sei das Pudern an sich ja völlig z-rveckloÄ Einer hübschen Frau könne es nicht nützen, rmd eine häßlich? Frau werde dadurch nie»nals schön tverdeu. 9lls ich diesen ^lrtikel

gelesen hatte, war ich von Begeisterrmg für diese Danre erfüllt, die im eigenen Kreise Ertthattjainkeit p^digt, während sonst jeder vom anderen Sparsamkeit verlangt, indem die Nrckftraircher gegen, den Tabak »vettern, die Violinspieler eine Klaviersteuer Vorschlägen, die Klavierspieler eine .Violinsttuer usw. Schließlich, aber folgte ans die große Begeisterung die nock) größere Enttäuschung. Nach langen und genauen Forschungen stellte ich nänilich s-est, daß. dA Puderfeiudin eine Millattrn ist.

* Der gebildete Krie gslieferant.Einer UL-inLr im Kriege plötzlich reich gewordenen Bekannten," so erzählt der Figaro",suchte in vreiner Begleitung ein vorirehmes Möbel­geschäft aiff, um die Eirrrichtung fftt sein soebeii gekauftes Schloß zu bestellen. Besonderes Interesse widinete er hierbei der Bibliothek, indem er gesonderte Abteilrmgen für Mfsserrschaft, Romane, Reise- beschreibungcn usw. eingerichtet haben »vvllte. Tann mierntc er^ übenrehmen dock» auch die Beschaffung der Glasscheiben?"Selbst­verständlich," ertviderte her iBettäuser.Und der Transpott ist auch Ihre Sache, nicht tvahr!"Gewiß." Befriedigt wandte sich mein Frermd ztür Türe, auf der Schwelle aber drehte er sich um und chreiute: ,£% ünd die Bücher. . . Tie besorgen Sie einfach aucb »nit, nicht tvahr?"

Buchanan aus Petersburg abgereift?

Kopenhagen, 7. Mai. Nach Meldungen aus Hapa- randa gingen in Petersburg Gerüchte um, nach denen der englische Botschafter Buchanan mährend der großen Kund­gebungen, die gegen Miljukom und England gerichtet waren, heimlich geflüchtet sei. Als am Tage nach den Kundgebungen sich ein Regierungsvertreter bei Buchanan nrelden ließ, um ihm wegen der Vorfälle seine Entschuldigung auszusprechen, wurde ihm von Beamten der Botschaft mitgeteilt, daß Bltcha nan verreist sei. Montag früh karn aus Bergen die Nach­richt, daß Buchanan dort eingetroffen sei. Er befindet sich auf der Flucht nach England. DerBert. Lokalanz." be­merkt hierzu: Man muß abwarten vorausgesetzt, daß Die Meldung von der Ankunft Buchancms in Bergen richtig ist, aus welchem Grund der englische Botschafter im gegen »värtigen Augenblick Petersburg verlassen hat. Die Möglich­keit, daß ihm infolge der dortigen Unruhen der Boden zu heiß geworden ist, liegt vor, wenn auch die Wahrscheinlich keit, daß die Dinge schon so weit gediehen sind, nicht groß ist.

Die übliche Fkschung.

Genf, 7. Mai. Die tüngste Note der provisorischen Regierung, die die Proklamation vom 9. April interpretiert, erscheint wiederum in den neutralen Ländern und in der Ententepresse in verschiedener Fassung. Im Text der fran­zösischen Presse ist der letzte dritte Absatz: Unter Sanktionen und Garantien eines dauerhaften Friedens verstand die vor­läufige Regierung die Abrüstung und die internationaler Gerichtshöfe usw., gestrickien.

Neubildung einer russischen Arutee.

Petersburg, 7. Mai. (WTB. Nichtarntlich.) Mel­dung der Petersburger Telegraphenagentur. General Kor- nilosf, der Oberbesehlshaber der Truppen des Bezirks Petersburg, veröffentlicht einen Tagesbefehl, in dem es heißt: Um eine neue mächtige Arnree zu bilden, die unsere Hauptstadt gegen de;» äußeren Feind verteidigen und die durch Rußland errungene Freiheit befestigen kann, ordne ich die Wiedercrufstellung der Reserveverbcmde des Bezirks in Uebereinstimmung mit de»r Weisungen, die ich gegeben habe, an. Jfch igebe den Auftrag, ohrre einen Augenblrck zu verlieren, mit der eindringlicben Kriegsausbildung der Ver­bände zu begitmen. Diese wieoeraufgestellten Verbäride wer­den in Petersburg bleiben müssen in Uebereinstimmung mit der Erklärung der vorläufigen Regierung, und bereit sein, die bürgerliche Freibeit zu verteidigen, und im Falle einer Bewegung der Feinde gegen Petersburg sich ihm entgegen zu stellen und ihn von der Hauptstadt fernzuhalten.

Die amerikanische Erpressung gegen die Neutralen.

DieDaily Mail" meldet aus New Jork, die Re­gierung sei so gut wie entschlossen, die Einfuhr nach Deutsch­land durch drastische Maßnahmen gegen die Neutralen zu verhindern. Man wird den Vertretern Skandinaviens miD Hollands wahrscheinlich mitteilen, daß die gesamte Ein­fuhr nach Deutschland auch über die neutralen Länder ge sperrt wird.

Brasilien.

Rio de Janeiro, 7. Mai. (Privattelegr.) Hava^- »neldung. Die Grundlage des Programmes des neuen Mi­nisters des Auswärtigen Pecamba wird eine vollständige und tatkräftige Mitarbeit auf der Seite der Vereinigten Staate»» sein. Bei dem Mangel an militärischen Ntachrmitteln »vürde Brasilien den Vereinigten Staaten alle Ge§enstä»ide der nationalen Erzeugung zur Verfügung stellen. Sie dürfe auch auf andere Maßnahmen rechnen, die sich iin Laufe der Er­eignisse im Interesse der ge»neinsamen Sache als notwen­dig ertveisen würden. Das Vorgehen Brasiliens würde selbst- verstäridlich den Widerruf des Neutralitätserlasses von» 28. Llpril mit sich bringen.

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Bekanntmachung.

Der von dem Gemeinderat durchbcratcne Vor­anschlag der Gemeinde Beuern für das Rj. 1917 liegt von Mittwoch, den 9. lsd. Mts. ab eine Woche auf dem Amtszimmer der Unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Beuern, den 7. Mai 1917.

Großh. Bürgermeisterei Beuern. F. B.: Otto.

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