Ausgabe 
5.4.1917 Zweites Blatt
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Nr. S\

Zweites Blatt

Erscheint föflid) mit Ausnahme des SsnntagS.

16k. Jahrgang

Beilagen: ..Siebener ZamlllenblZtter" und Ureisblatt für den Ureis Sietzea".

Postscheckkonto: §rcn?fnrt am Main Ur. N686. vanksettehr: SewerbedLmk Gießen.

Donnerstag, 5. April OT

Zwillingsrundoruck und Verlag:

Br üht'jcheUnivermäls-Buch-ii.Sttuldr.ickerei.

R. Lang e, Gieren.

Zchristleitnng. Geschäftsstelle und Druckerei:

Schulstrnve?. Eefchäf.sileUeu. Verlag:

Schrickt euung: 112.

Anschrist für TrachtgachrlchtenrAnzeigerEiei en.

3 um Abschluß der heffischeu Ltaatsooranschlags Veratungen.

Unser Tarmstädter Mitarbeiter schreibt uns:

Es dürfte zweckmäßig sein, vor einer näheren Würdigung der HkwsÄ,üchlichsten Kmnmerbeschlüsse über den Hauvtvormischlaa kur: Uns den großen Unterschied hrnznweisen, der sich, bei den beiden Nichtigsten Einnahmequellen des Landes zwischen den Etatsjahre:' 1914 mid 1917 ergibt, den Eisenbahnüberfchüssen und den tnreften Steuererträgnissen. Im Voranschlag für 1914 waren die Ein- aus der L,essisch-preußisck-en Eisenbahngemeinschast noch an

17 994 (XX) Rdark veranschlagt worden; infolge des Krieges abcn

d'as Jahr 1914 mir ein wirklicher Ueberschuß von. 10 045 000 Mark. Ter Verlust dieser nahezu 8 Millionen Mar!

denn auch die Hauvturfache zu dem mrgünstigen StaatSvoran ichlag für das Jahr 1916, der einen Fehlbetrag von über 4 V 2 Mil­lionen Marl auswies und eine 12prozentige Einkommensteuer erhöhrurg zur Folge hatte. Daß aber die damaligen Befürchtungen für ernen weiteren Rückgairg der vornehmlichsten Einnahmequelle Ar den Staatssäckel nicht zutrasen und die Schwarzseherei mancher Kreise überhaupt nicht am Platze war, zeigte schon das Jahr 1915, für welches sich die Eisenbahnüberschüsse bereits wieder aus 15391 000 Mark erhöhter; in diesem Ueberschuß waren aber noch nrcht die 2 3 Ai Millionen mit embegr iisen, die nacks der Teilungsziffer auf den hessischen Anteil aus der bis dahin nicht erfolgten Llb- rdjrontg mit dem Reich bezüglich der Militärtransporte sich er- (laben Trotz dieses überraschend günstigen Umfchmmgs war es aber ridjtig, die für das Etats ja hr 1916 zu erwartenden Eisen bahneinnahlnen rare mit 17 255 000 Mark einzustellen, und die Freude war um so größer, als im Einklang mit dem' preußischen Etat für das Jahr 1917 eine Einnahme von 18 643 000 Mar? vor­gesehen werden tonnte. Durch diese lwhen Eüruahmen kommt nicht nur die große Steigerung des Eisenbahnverkehrs durch Militär- und Gütertransporte, sondern, auch die Hebung des allgemeinen wirt- ichastlichen Verkehrs zum Ausdruck.

Eine ähnlich günstige Entwickelung zeigen auch die Steuer- Verhältnisse des Landes. Während sich die' Einnahme aus der Ltaatsciukunmeicheuer im Voranschlag für 1914 aus 15 590 000 Matt stellte, berechnete sie sich für das Jahr 1916 unter Zugrunde­legung des bisherigen, 1910 erhöhten Steuersatzes von 115 Pro­zent <nrs 17 000 000 Mark. Tazu kommen noch die im Vorjahr bewilligten 12 Prozent Steuererhöhung mit 1 530 000 Mark, so daß mit einer ivirklichen Einnahme aus der Einkommensteuer von

18 530 000 Mack zu rockmen ist. Für den Slaatsvoranschlag 1917

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Hause etwas geänderten Beschlüsse erledigt wurde. Einen bedeut- ,amen Beschluß faßte die Erste Kammer mich durch die einstimmige Annahme eines,Antrags Frhrn v. Heyl-Frhr. Riedesel zu Eisenbach, durch 'welchen die staatliche Verbürgung zweiterHhpo- theken für die Herstellung gesunder Kleinwohnungen gesichert werden soll. So haben die beiden StündckamnErn trotz der ufer­losen Etatsdebatten in dein einen Hause doch recht reiche Arbeit zum Heil des Landes geleistet! <

nur 4 800 000 Mark 'betrug, stieg 1916 einschließlich der fest­gesetzten Steuererhöhung von 5 Pfennig für je 1000 Mark Ver­mögen auf 5158 000 Mark, während sie im Etat für 1917 auf 5 300 000 Mark berechnet worden ist.

Diese immerhin sehr günstige Entwickelung unserer beiden Hauptsteuer quellen imb bex Umstand, daß die Jahresvechnung tro:; der schweren Kniegszeit ohne Steuererhöhung balanziert werden komrte, 'war Wohl auch der Hauptgrund, weshalb im neuen Vor­anschlag nur wenig Veränderungen in den Ein- imd Ausgaben oorgenommen wirven, im Gegensatz zum Voranschlag für 1916, der behufs Herabsetzung der angeforderten 20prozentigen Steuer­erhöh, ntgjim 943000 Mack? verbessert kswde. Daß ein annähernd ähnttche Summe auch diesmal zu ersparen möglich gewesen wäre, liegt auf der Hand; so wären allein schon beim ^p. 3 Weinbau­domänen über 400 000 Mark zu erzielen gewesen, denn dieEin­nahme ausverkausten Weinen" ist hier für das Etatsjahr 1917 mit 200 000 Mari eingestellt, wälnend die zweitägige Frühjahrs-Wein- Versteigerung in der vorigen Woche allein die enorme Summe von 622 000 Mark ergeben hat, die durch eine von Fachmännern, dringend empfohlene, weitere Abstoß,mg von 1915er Gewächsen, von denen noch mehrere hundert Halbstück in den Kellereien liegen, leicht auf rund eine Million Mar? zu bringen gewesen wäre. Auch beim Kapitel Forst- und Kameraldomänen wäre eine ganz be­trächtliche höhere Summe aus den Holz Verkäufen zu erzielen gewesen, wenn sich eine stärkere Holzfällung hätte durchführen lassen. Es i\t [eit dem Jahre 1901 der Fällungsetat der staatlichen Waldungen noch me so gering gAoesen, wie im .Jahre 1916

Durchschnitt 'wurden bis dahin jährlich 431 009 Festmeter Holz gewonnen: ,n den Jahren 1915 und 1916 aber 120000 Festmcttr weniger und für 1917 sind wieder 50 000 Festmeter fällungsreifes .Holz weniger, vorgesehen, in Summa 170 000 Festmeter Im Finanzausschuß der Zlveiten Kammer wurde sie sogar auf 200 000 Festmeter berechnet,, die bei den jetzigen hol>en Holzpreisen, von etwa 15 Mar? sur den Festmeter ein Millionen-Kapilal be­deuten. Die Erste Kammer hat denn auch einsttmmig eine Ent­schließung gefaßt, Gr-oßh. Regierung zu ersuchen, aus den Mehr­einnahmen, die sich bei der künftigen Fällung der seit 1915 ent­standenen Holzreserven ergeben werden, einen befonbereu Fonds zu bilden, um zu verhüten, daß die sich später hier er­gebenden Melweinnahmen für die Ausgaben der tausenden Ver- lvalttmg benützt werden. Ein ähnlicher Beschluß wurde von der Ersten Kammer auf Anttag ihres Finanzausschusses auch beini Kapitel Wernbaudomaneii gefaßt. Tie Zlverte Kammer hat dem Er sichen auf Bilüung eines besonderen Forrds für die Holz Verkäufe zugestimmt, ist aber merkwittdigerweise dem Beschluß für die Wernbaudomänen nicht beigetreten.

Es ist schon ftüher darmrs hingewieseu worden, daß sich seit dem vor seM wahrenerfolgttn Wechsel im Finanzministerium und dem Etntrrtt des Ministers Dr. Braun in dem Verhältnis zwischen den beiden ^tändekammern eine f^r das Land sehr ersprießlich Ver­änderung vollzogen hat. Die scharfen Angriffe und unfruchtbaren Reibereien von Haus yu Haus haben aufgehört, es hat sich eine gegenseitige vertrauensvolle Annäherung eingestellt. Dieses befiel Verlxiltms zwischen den beiden Ständekammern hat sich auch bei der diesjährigen Etatsberatung gut bewährt; die ziltage gekonimenen Meinungsverschiedenheiten sind durch gegenseitiges Nachaebcn leicht beseitigt worden. Der wesentlichste Gegensatz bestand bei dem im Anschluß an den Staatshaushaltsplan beratenen Gesetzentwurf der dieGewährung von Staatsdarlehen an vom Kriege betroffene Personen" bettisft. Die Zweite Kammer'hatte trotz euer-, gffcheil Widerspruchs der Regierung wegen der ganz unabsehbaren ftnanziellen Mehrsorderrmgeii einem Zusatzanttag Henrich beige- fttmmt, Nach welchem in den Küeis für die Darlehnsgewährung, hie in der Regierungsvorlage auf selbständige Personen 'b^sckwänkt 'sein sollte, auch die kaufmännischen, technischen und sonsttgen Angestell­ten zu denen Abg. Ulrich selbstverständlich auch alle Arbeiter ge­rechnet wissen wollte einbezogen wurden. Tie Erste Kammer lehnte nun in Uebereinstimmnng mit der Regierung diesen Zusatz- anttag einstimmig ab. Und da auch der Finanzminister der Zweiten Kammer gegenüber bei seinem Widerstand blieb und darnach die Mehrheit der Zweiten Kammer dem Anttag ihres Finanzausschusses eutspwchend dem Beschluß der Ersten Kammer beigetrewn wäre, so Mg Mg. Henrich im letzten Moment seinen Anttag zuriick mit der Erklärung, daß er ihn später als selbständigen Anttag tvieder ein- vrrngen würde. Damit tvar auch diese schwerwiegendste Differeirz 'zwischen den Kammern beseitigt und die Schlußberatung nahm einen raschen, für beide beftiedigenden Verlauf. ,

, . Iw Staa^voranschlac, bestand noch eine Meinungsverschieden­heit bezüglich der Staatsdienstanwärter und der Bauaspiranten, die aber durch den Beitritt der Zweiten Kammer zu einem von, anderen

Ans Stabt nnö LanD.

Gießen. 5. April 1917.

Fleischverbrauchsregelurrg.

Wir verweisen auf die heittige Bekannttnach'ung deb Oberbürgermeisters, wodurch mehrfach geäußerte Zweifel zu der neuen Fleischverbrauchsregelung behoben werden. Aus- wartige Fleischmarken sind danach nujr gültig, wenn sie vorher von dem Städtischen Lcbensmittelamt abgestempelt ivorden sind. Da diese Marken zur Vorbestellung aus Fleisch nicht verwendet werden können, weil die Inhaber in der Regel Montags noch nicht in Gießen amvesend sein wer den, sind 2 Metzger zur Belieferung dieser Marken be­sonders bestimmt. Es' sind dies für die laufende Woche die Metzgergeschäfte von Schreiner, Seltersweg irnd Hehler, Marktplatz; die Ausgabezeit ist auf Samstag nachmittag festgesetzt. Diesen Geschäften* werden zur Be­lieferung^ der auswärtigen ^leischmarken besondere Fleisch- niengen überwiesen. Die einzelnen Metzgergeschäfte werden abwechselnd berücksichtigt.

Wer seine Marken am Montag abgeliefert hat und im Laufe der Woche auf Reisen gehen will, kann die ent­sprechende Anzahl von Marken, die für die nächste Woche gültig sind, auf dem Städtischen Lebensmittel amt zum Umtausch gegen zurzeit gültige Marken vorlegen.

*

Nachrichten über Kriegsgefangene in Rntzland.

Ter Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgesangene Deutsche m Gießen, Alte Klinik, Liebigsttaße, bittet alle Familien Mrs den Kversen Gießen, Alsfeld. Lanterbach Schotten und Wetzlar, von denen Angehörige als Kriegsgefangene seit August 1916 in rra-ckrstehenden russischen Lagern sind be?,w. waren, chre Adr-essen, sowie die des bett. Gefangenen ,christlich bis spätestens Samstag den 7 ds. Mts., vormittags, oder besser mündlich^ Sanrstag, den 7., nachmittags 'zwischen 3 und 5 Uhr, anzugeben.

Es wollen 'sich nur diejenigen melden, die nicht unter dem 2 * n, schriftlich d llr ch uns benachrichtigt ivorden sind u v e r n e m e n t S i m b i r s f. 'Simbirsk Bumsk, Bugulma, 'Buguruslan, Elrsawettnka.

Pou ve rne men t Samara. Samara, Busulrck, Totzkij- Lager, Kreis Busuluk, Bogatoje Zuckerfabrik, Gut Lliweri^nowo Krers Busulük.

_.,,Gouvern-meiit Orenburg: Orerck-rrg, Orsk, Zletzk, Tschelabrnsk, Trorzk.

Gebiet Turkaj. l?lk1iiibinsk.

Provinz Buchara: Tschardjuj, Neu Buchara.

Gebiet. Transkaspicii: Kort WexandrowÄ, Maugischlak, Krasnodowsk. ^

G 0 u v e r n e m e n t U fa: Turgojatskiä Petschi b. Slawwsk, Bakal am Ural, Lterlitamak, Birst, MenselinE

Gouvernement Wjatka: Jelabnga.

Kasan: Dtamot>ysch, Tschislvv<

Larschew, Teffushr, L>pasff.

Gouvernement I eka terin 0 s law: Jusvnw, Jenakst Wwo Konstanttnoivka, Bochmut, Tschassvw Jar, Lugansk, Almasnaia, Kadiiewka, Warwarovolje, Jrminski Sawod, War- warvpolie Geneselda Sawod, Brjmisky Sawod, Olvojelenski Rudnik, Pawlowskh Rudnik, Mtschewskaia.

Gouvernement Charkow: Charkow, Woltschansk.

Gouvernement Orel: Ovel, Bvlchv-w, Kwmv Jele; Myensk, Malvavchangelsk. ' ^

Gouvernement Worvnesh: Woronech, Nisckvw

Tiurrty (Tiewizk) Waljuikl, , Bttmtsch, Korotojesk, Bobrow, ^!?wsk, Botzichch«tt Jmmema Balderewa, -Semljansk, Grafta, Lemrluki Pettrnoff, Sadonsk.

5 ',-?Ln^-^^rnent Tambww: Dambow, Usütami, Boris- solliebsk, Koslow, Krrsanvw, Morschmrsk, Llpassk, Tennikow Lchatyr, Jelattna. '

feiertage noch Ludwig Fuldas neues LustspielDie ver­lorene Tochter", das unlängst wegen ErkrankungeineA Mitgliedes verschoben werden mußte. Die Neuheit wird am Dienstag, 10. April, als 13. Dienstags-Abonnements^ Vorstellung gegeben werden.

Gefunden. Der hiesigen Polizei gelcmg es heute, dre vor einiger Zeit als verloren gemeldete Brieftasche mit 1570 Mk. Inhalt zutage zu fördern. Ein Arbeiter harte sie geftinden und sich angeeignet. Der ganze Bettag war allerdings nicht mehr vorhanden, es fehlten 170 Ml., die waren. Dem Verlierer können somit 1400 Ml. zurückgegeben werden, was ein schönes Oster> geschenk ist. '

- ^.^ine Pest in Fekaterin os law. Vor kurzem miig die Nachricht durch die Blätter, im Bezirk Jekaterinos- law ser erne gefährliche Seuche ansgebrochen, der viele zum ^pser sielen und gegen welche die Aerzte inachtlos» !^u. Da sich auch einige Gießener Kinder in diesem Bezirk als Kriegsgefangene befindeii, hat diese Nachricht auch manche Gießener Eltewiherzen erschreckt. Wir freuen ims da per, heute ^ aus bester Quelle mitteilen zu können, daß diese Nachricht- unrichtig gewesen ist. Der Bezirk ist kurbln durch zwei Abgesandte des däni.

Kreuzes besucht worden, die da« haben ltln gefährliche Krankheit gesunder

Landkreis Gießen.

^ h Zeilshansen. 5. April. Unsere SckMrr mit

Spar.orten und Einzelstücken 2870 Mark zur 6 KrieosMileme Zeichnung sich Enoachstne mit 2400 Mar? an derS^l-

5 -^ - Musketier Wilhelm Har-

31 fefÖrbert ^ mit ^

ß<mbtomVn n 6 t teic6Än. $k T°Vf<nck^med°Me erhielt

Vizestldlvebel Muth, Sohn der ^ ti>clcf>cr bei Beginn des Krieges als Kriegs-

fterwilliger ms ^eld Zog, wurde zum Leutnant befördert,

Kreis Büdingen.

Nidda 5. April. Mit Kriegsbeginn wurde Steuerkon-, ttolleur Hanack von hier zum Heeresdienst eingerufen. Sein Dienst wurde von benaaibarten Kollegen bisher mitversehen 8u ^uem Nachfolger ist nm: Obersteuerwnttolleur Schröckert aus worden, der bisher schon den Kontrolle bezirk Nidda von Lauterbach aus teilweise mitversah.

r. O r t e n b e r a, 4. April. Dieser Tage fand auch in Eckarts« borii eme vaterlandl,ck-e Versammlmig mit dem Vorttaa des ^errn Psarrcr Kahn von Ortenberg über das Tl>ema- Tie Kraft, die Bürgschaft deutschen SiegZ" statt mi> ! -H n alle Vrtei'ländiicheu Abende, dis iin Bezirk Ortenberg vorge,elxn tvaren, erledigt. Tie Vorttaae geführü m 13 ^Enden mit sehr gelungenen Ächlbildern dur<§

r. Ortenberg, 5. April. Der Gefteite Georg Lein« berger aut- umerem Nachbardorse Usenborn, Inhaber- d^ Hess Tapserkeitsmedlnlle, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse

5. April. Unsere Gemeinde die fick» an den bisherigen Kriegsanllchen sck-on mit etüxi 17 000 Mark l^telliat hat zeichnete Zur.6 Kriegsankeilie wieder 4000 Mk. - Der G^rdL

SM liä'aSts;«. ä

. Dre Goldnnkaufsstelle bittet uns, mittiv- teilen, daß die Geschäftsräume am Samstag, den 7. und Dienstag, dÄi 10. d. Mts. geschlossen bleiben.

- Diebstahl. Am 2. Llpril, in der Zeit twn 3V a bis

5 Uhr nachmittags wurden aus einer Wohnung in der Klinikstraße dahier 120 Mk., wovon 40 Mk. aus Silber­und 80 Mk. aus Papiergeld bestanden, sowie ein kletiier stoevolver mit einer Sck)nchtel Patronen entweiidet Sack>- dienliche Mitteilung nimmt die hiesige Kriminalpolizei ent­gegen. ^

.** Aus dem Stadt theaterbureau. Außer den schon bekanntgegebenen Vorstellungen bringen die Oster-

Sitzung des ProvinzialanSschuffes der Provinr Oberheffeu.

^ ^ . Gießen, 31. März 1917.

. Der Pvovmzralaus schuß verliandelte in dem öffe,ttlick>en Teil seiner ^itzung nachoem drc Klage,'ache des OrtSarmenveTmA Gießeii gegen den Landarmenverband Gießen (Fall Ruf. S nTl ru Ä ll Ä f l ^ te Erledigung gefunden hatte, in der feSB Bahnhofs-Enteignungsange egenheit, in welcher ein Ersatzsa'chv^ ftwidiger wegen der Frage der bestrittenen Verwendbarkeit Ls ^ Liedenteichgelandev zur Lagerung von Gruberil-olz instruiert nmrde^ ferner m der Klagcsack-e des Ortsannenverbandes Frankfurt a M gegen d^i Ortsarmenverband Fnedbsrg. Hier wurde am kostm- allige Klageabweisimg erkannt, mdem man davon ausging daß die vom Genchtsarzt veranlaßte Einweisung des Umersuchnna^ae- fangenen m die Irrenanstalt ttvtz sörnittckier Aushebung^'des HaftbefeNs bei aufgetrvtener Haftmifähigkeit infolge '.eckiger G^. U^krankhett nach der belondeven Lage des EinzeifaHes sich nicht Kttsorgeiättgvnt. sonoern übermiegeni* Ä ftcherhertSpolizeckick-e Maßnahme darsbellt und deb.r einen Erstattimg^anipruch gegen den Ortsarnierrverl>mck> des Unter- stützungskvohnsitzes Nicht begründet, zumal die Bevba.chttmg in der Irrenanstalt durck) das Reck-tsnnltelversa! 7 ren und die auch sanft noch chlvebenderr Versahren mit veranlaßt wrr, imd hiernach dv» UettrwackMng des als gemerngesährlick> erkmutten Erkrankten inr Stocrjc^ Sttafterfolgnngsor gane und Sicher heitsbehör den ge*