$ct Po;«- und Telegraphen verkehr nach Amerika eingestellt.
cn J® cr *j n ' 10. April. (WTB.) Bekanntmachung. Der «ostverkehr zwischen Deutschland und den Bereinigten Stfaciten von Amerika nebst Guam, Hamas, Tntnila. Porto Nrcv, Kanatzone von Panama und Philippinen ist gänzlich brngostellt und findet auch auf dem Wege über andere »rnder nicht mehr statt. Cs werden daher keinerlei Po-sS- fendung-en nach diesen Gebieten mehr angenommen. Bereits vorliegsntw odar durch die Briefkästen eingelieferte Sendungen werden den Lldsendern zurückgegeben. Der Tele- « r a p h e n ve r k e h r>.nach den Vereinigtest Staaten ist eben falls eingestellt.
Spaniens Neutralität.
Madrid, 10. April. (WTB.) Das Amtsblatt gibt die Reu tra litätserklärung Spaniens fit dem deutsch. amerikanischen Streitfall bekannt.
vie Revolution in Rußland.
Eine Erklärung drs russischen JuftizmiEcrs.
^ Petersburg, 9. April (WTB.) Meldung der Pe-> ^rsburger Belegraphen-Llgentur. Justizministcr Kerenski, Lertreter der Demokratie in der provisorischen Regierung, yrelt in emer allgemeinen Versammlung der Soldatenverlre- ® er £ n€ «. c ’ j n er f a 3 te, er wolle die Ausstreuungen seunsser Kreise beendigen, die zwischen ihm und der russischen Demokratie dadurch Zwietracht zu säen suchen, daß sie das voshafte Gerücht rn Umlauf setzten, .der Minister sei gegen die Me malmen Anhänger des Exzaren nicht spreng genug. Kerenski sagte u. a.:
* c , Großftttsten Demetrius Pawlowitsch nicht ver-
l-attete, W geschah dres, weil er die Verschvorung gegen den Günstig der Karsersamitte, Rasputin, anzettelte. Wemi ich General Mvnow, der veyuck-te, mit, Truppen ans Petersburg zu marscbie- uen,, uw port die Revolution zu unterdrücken, nicht verhaftete, rm ich da>-, wert der Geneval alt und krank ist und das Gefängnis mn m drei Tagen getötet hätte. Was die Gefangenen in Zärskoje ^felo anbelangr so be,uchte ich sie, um Euch zu sagen, daß die sie bewachenden ^oldaben mir versprachen, nur meinen Be,el2en zu bMrcMr; außerdem ist der Kvnunandant des Zarskoje Sselo mein rcreund. zu deni rch volles Vertrauen habe. r-jcT kort: Ich verlasse meinen Posten nicht, bis die Sicherheit besteht das; das cinnge polittiche Reginw in Rußland Dre demo k r a 1 1 fche Re pu bl ik ist, da ich zugleich als Vertreter ver^ ^ emorratre an der Regierung teilnelnne. Die Regierung!
demnächst eme Erklärung veröffentlickwn, daß Rußland Plan von Gebietserweiterungen ver- aber dre eroberte Freiheit auf das Acußerße verteidigen
Die Rede machte, der Petersburger Telegraphen-Aaen- tur zuwlge, aus die Zuhörer einen starken Eindruck. Die Versammlung jubelte Kerenski zu und sprach ihm einstimmig das Vertrauen aus.
Eine russische „Sonderarmee".
10. April. (WTBtt Ter „Temps" meldet aus Pe Rußland wurde eine wgenmmtt Sonder arm er ^budet die uch bereits an der Front befind. Der Depiltierte Esiromoff erhärte narnens der Vertreter der Sonderarmee, sie lwbe d^pvovrsansckio'.i Regierung den Eid geleistet und tverde sie gegen. iS®. «5L-?' toöytt er auch kommen nwge, verteidigen. Sollten NM die Ziehungen zynischen der provisorischen Regierung und den mcheren Parieren zuspitzen so rvürde sich die Sonderarmree <m\ die Regierung mW der Duma stellen. Dan Vertretern der und den Petersburger Bataillonen wurde eine ent- lprva-ende Erklärung abgegeben.
Bauernunruhen in Südrußland.
Stockholm, 1l. April. Die Bauernunruhen in Süd- rrlstland inehman eineir bedenklichen Charakter an. X5olks,precher bringen bit Bauern gegen bit provisorische Regie- tirrig mir.
Keine „FreihertSanleihe" irt Rußland.
, Kopenhagen, 10. April. (WTB. Nichtanttlich.) Nach Mel- dungen aus Petersburg wird die sogenannte Freihe itsan- leihe nicht aufgelegt, da wegen des Mißtrauens de r
form
-- >- wegen
Ä.-Ä— i. —V'V"- "rrr —-".genauen Durchführung des Ackch-
stum-entageS,, die agrarischen Kreise wegen der allzu radikalen For- dermig-en aus Landverteilung unter den arbeitenden Massen sein beunruhigt und wenig geneigt, der neuen Regierung finanziell zu Helsen.
Englische Forderungen an Rußland?
Ko pe n ha g en, 10. 2lpril. (WTB.) Wie die russische Zeitung " <rr^cutet, hgt die enali' s che Regierung der neuen rusti,chm Regierung zu verstehen gegeben, daß sie mit der Entwicklung der politischen Verhältnisse in Rußland, nanreiitlich mit der Absetzung des Kaisers Nikolaus, unzufrieden ist. Tie JnstruMmren Bucha na ns vor der Revolution gingen dahrn, mir die liberalen Parteien in ihrenr Kampfe gegen das bestehende Regime zu unterstützen. Der Sturz der Dynastie und «5. Grrrchtung der Republik in Rußland entsprach nicht den Wünschen Englands. Laut „Tjerr" äußerte Buchanan selbst seine tlTMifriedenheit, daß die russischen Liberalen bei ihrm jüngsten pvKttschen Maßnahmen seinen Rat nicht eingeholt hätten
Laut.Nachrichten mls Haparanda verdichten sich in Rrrßland d^e Gerüchte übex Verhandlungen der englischen Regierung mit dem VKerMvVMttee rn Petersburg über Gebietsbesetzurigen rm Norden Rußlands durch die Engländer sowie die Äb- trelung russischer Gebiete an England, drunter von Gebveteu. die jetzt von den deutschen Truppen besetzt sind Englano, verlangt Bichrscharten, daß Rußland alte Kräfte und Mtttel emsetzt, um diese Gebiete baldigst zu befreien.
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Rücktritt des Österreich sch-ungarischen KriegSministerS.
W i ett, 10. April. (WTB.) Wie die Abendblätter melden, hat der Krregsmrnister Freiherr v. Krobatin dem Kaiser seine De- mrssron angeboten, die auch vom Kaiser angenommen wurde.
—-anuuüiljillll]
Ich brauche mein bares Gelö
wenn der Flieden kommt,' vielleicht auch schon früher, wenn meine Geschäfte es plötzlich erfordern
regssn
Oael mache ich so:
Ich habe 2000 Mark. Dafür kaufe sch mir E ch u l d b u ch. Das kostet für 2000 nur 1-956 ^tark.
Sitte Jahre gibt es 100 Mark Zinsen. Brauche ich mal 1000 Mark, so gibt mir die Dar. lehnskasse, die ja auch nach dem Krieg noch 4-5 Fahre bestehen bleibt, dieses Geld sofort. Ich zahle ihr dafür 5% \ also 51 Mark 25 Pfennig jährlich. Da- ich 100 Mark Zinsen kriege, kann ich mir das gut leisten. (§s bleiben mir immer noch 4S Mark 75 Pfennig übrig.
Es habe ich hshe 3 njen unö immer bares
«millin
erforgreichen Kueger.
Ein dü'^erer englischer Prophet.
Berlin, IO. ?lpril. Jrn Londoner „Jniperinlis^ führt der bekannte englische FliegerspeziMst Pambrrton-Billings ir. a. folgendes aus: Wenn die riesigen, in der Defensive an der Ostfront befindlichen dentsche-7 Armeekorps nach Westen geworfen rverden und dort eine gewaltige Offensive nnter- nehm-en, so werden die schon jetzt erschöpften Frmrzosen ge- Hwnnsten werden, dem russischen Beispiel zu folgerr. Fn dterem Falle wird Frankreich nicht anders handeln können, ccks der enalisck-en Regierung ein Ultimatum zu stellen. Italien wird abfallen und das unglückliche Belgien zählt schon setzt nicht mehr mit Das britische Reich muß sich dazu entschließen, mit Deutschland allein Krieg zu führen, denn wir müssen bis zum Ende kämpfen. Der Krieg würde dann eine grimmige Wirklichkeit für uns werden, für Deutschland aber nur ein Steckenpserdspiel mittels seiner Luftflotte und seiner U-Boote. Weirn den Deutschen die Zer- stSru:^ unseres Bundes überhaupt gelingt, so ist das nur durch den .Krieg in der Luft und unter Wasser möglich. Gelbst wenn das rrrssische politische Pendel nach unserer Seite schwinat, würde urrS unsere UnterleAenhert in der Luft daran hindern, einen entscheidenden Sieg im Westen L« erringen. Wenn es dagegen nach der Seite unserer Feinde schwingt, so würde unsere Existenz als Nation, als Imperium in Gefahr geraten. Unsere Lage ist augenblicklich höchst ernst und kritisch. Aus die uns drohende Gefahr kann nicht eindringlich genug hingewiesen werden.
Berlin, 10. Aiwil.^ (WTB. ??ichtc:mtlich.) Oberlmtnant v'veiherr von R i ch t h o s c n ist zum Rittmeister befördert worden. Oberleutnant Ricksthofen, der am 6. April ,'ei.uen 38. und 39. Lustsieg errang, wurde am selben Tage vom Kaiser in' Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen außer der Reil>e zuin, Rittmeister eruannt. Erst am 22. Man 1917 >var er. auch schon außer der Reihe, zum Oberleutnant be,ördert worden. Freiherr von Rich-thosen hat damit eine Lausbahn hinter sich, wie sie selten ist im deutscher: Heer. Im November 1912 Osfizier geworden, hat Freiherr! von Richthofen, heute noch nicht 25 I'a h ve alt, einen Dienstgrad erreicht, den im Ffteden ein tt'lchtiger Offizier in vorzugsweiser Beförderung günsttgenfalls nach 13 Jahren Dienstzeit erlangen konnte. Nur der von urls allen noch unvergessene Haupt- mcnm Boelke konnte die gleiche rühm- und ehrenvolle Laufbahn aufweisen. Von Herzen ist dem jungen Nitttueister zu lvünsck)en, daß er sich der auszeichnenden Beförderuirg nach einem siegreichen Frieden noch lange Jahre erfteuen möge und daß sein Können noch viele Jahre der Fliegerttuppe erhalten bleibe.
. Am 8. April, dem gleichen Tage, an welchem der kommandierende General der Lnftstreitkräfte Generalleutnant von H ö p p n e r imd der Chef des Generalstabs der Luftstreitkräste, Oberstleutnant Thonrson, den Orden Pour le meritt erhielten, d-"' n^-s> einem dritten OffiziTr der Lu ft streck käste
diese hohe Auszeichnung verliehen, nämlich dem Leutnant Voß re. bä ^l!go>cur,e. ocitte. Dieser junge Offizier hat in beispiellos kurzer Zeit 24 ilM einwandftei zuerkannte feindliche Flugzeuge abgeschossen. Am 27. Februar 1916 brache Er seinen erstm und zweiten Gegn-er bvennend >zum Msttrrz, am 25. Februar 1917 s-eiuen seinen 7. und 8. ünd ain 11. März setzte er seinen 14. Gegner außer Gefecht. Als ihm 14 Tage später das Ritterkreuz pes Höhenzollernscheu .Hausordens im Namen Seiner Majestät ausgehändigt wurde, war die Zahl seiner Luftsiege inzwischeri aus 22 gestiegen. Binnen 13 Tagen l)at er 8 Flugzeuge des Gegners vernickutet. Leckren 24. Lustsieg errang er am 8. April. Leuttrant Voß wurde erst im Septeniber 1916 Offizier. Er trägt die Uniform des Hrisarerrregiments Nr. 11. Ter Fliegertruppe gehört er seil dem 1. August 1915 au. Das Flugzeugführer-adzeichen erwarb er rm Mar 1916.
Zum Tode des Prinzen Friedrich Karl.
Berlin, 10. Aprll. (WTB.) Ter Nachruf der Luft- ftreitkrä fte für den Prinzen Friedrich Karl von Preußen hat folgenden Wortlaut:
„Ein Hohenzoller ist als Flieger gefallen? Unerwartet ist Prenz Friedrich Kart von Preußen den schwärm Wunden, die er im Lustkamps erhalten hatte, in englischer Gefangenscl-aft am 7. April 1917 erlegen.
Mit glühender Begeisterung widmete sich der Prinz der stmgen Wafße.d um in ihr dem deutschen Vaterlande zu dienen und die Herrschaft in der Lust zu erkämpfen. Sein hoh.>Z stiegerisches Können, sein keine Schnüerigkeiten kennender Schneid, ließen gwße Erfolge durch ihn für die Fliegertruppe erwarten. Gehärtet durch den Heldentod der Besten, kämpfen die deutschen Luststteckkräfte jung und stark!
Der .Kommmrdierende General der Luststreitkräste. A. M. W'. B. gez.: von Hoeppner."
Berlin, 10. April. (Priv.-Tel.) Der „Lok.-Anz." meldet: Für dre Neberfülwung der Leiche des Prinzen Friedrich! Karl von Preußen, der jetzt in englischer Geraugenschast seinen Verletzungen Zerlegen ist, ftrrb- seitens des Hofmarschallamtes Schritte unternommen worden und Verhmrdlungen eingeleitet, die auf dic- Auslieferung der Leiche des gefallenen Prinzen Hinzielerl.
K r r st i a n i a, 10. April. (WTB.) Meldung des Ritzau- Bureaus. Dre norwegische Barke „Fiskaa" und die norwegischen Dampfer „K o n g s h o u g" und „S o l st e d" wurden von Tauchbooten versenkt
Kopenhagen, 10. April. (WTB.) Meldung des Rrtzau-Bureaus. Der dänische Dampfer „Wladimir oc c 11 tz ist in der Nordsee versenkt worden. Zwei Mann wurden getötet.
Kopenhagen, 9. Llpril. (WTB.) Das dänische Mckri- sderrunl des Aeußern meldet: Nach einer telegraphischen Meldung des dänischen Gesandten in London ist oer dänische L<i>oicer „B r i s", auf der: Meise von England uaar Dänemark mit Reis und Mehl unterwegs, cun Donnerstag in der Nordjee versenkt worden. Zwei Mann der Besatzung, sind umg-ekommen.
„National Tidende" meldet aus Malmö: Die Kogrunds- ranne uub die rnneren Gewässer am Falsterboriss sind wieder fahrbar. Das Feuersckstff in der Kogrundrinne mi.d die versck)irdenen Bojen sind wieder ausgelegt.
„^rational Tidende" meldet aus Brrgen: Der Dampfer „St. Crcäx" der norwegischen Südamerika-Linie von Buenos Aires ist in Bergen mit 27 Mann eingetrossen, die unter- tvegs ausgenommen wurden. Die Geretteten gehörten vier torpedierten Dampfern mt.
. Bern, 10. Llpril. „Matin" meldet aus Nantes: Der spanische Kohlendampfer „Se n f u lg e n c ia “ wurde auf YfL 0 'a.hrt Mwcastle-Barcelona bei Sables von einern U-Boot versenkt.
Bern, 11. April. „Matin" meldest aus MarsE: Dio Besamung des, v'ersen kteu Postd amp fers „Eruest. Simon" traf hier ein. Die Ueberlebenden berichten, daS Sehrohr dss U-Bootes sei unsichtbar geloeseu. Man habe in der Hellen Mondnacht nur die Spur des Torpedos im Augenblick des Treffens bemerkt. Die Explosion sei fürchterlich gewesen. .
(WTB.) Nach zuverlässigen Nack)- rulsten sind in dem sonst sehr Verkehrsreick)en Hafen Havre in rer Woche vorn 18. bis 24. März n u r f ü n f D a m P fe r aus der Ucbcrsee angekommen, gegenüber täglich etwa zwanzig. also wöchentlich etwa 140 Dampfern im Januar. 1917.
M o b r t b, 10. April. MTB.) Meldung der Ägence Hava-.. Das amerikanische Segelschiff „Edwin Hund" (100o Tonnen) ist durch Torpedoschuß versenkt worden. Am letzwn ^on^iabechd brachte ein dänisches Schiff Schiss- bruch'.ge von neun Fahrzeugen in Aüneria an Laich.
lins dem Reiche.
Mün che n. 10. April. (WTB.) König Ludwig begrüßt in enlen^^cccben an den Smatsminister Brettrei-ß die m bou jüng- It^u -vagen erfolgte BAdung eines bcuieristhcn L a n d e s n u s -> j.ch " > > o s sür die U - B o o t s p e n d e. Ter König übernahm dos oil r0 i U ^ X ^ Cn ülUidesaussckMß und spendete der Sammlung o600 Mark.
Sccfrfcg.
Amsterdam, 10. April. Dem „Mg. .Handelsbl." wird aus Hoek van Holland gemeldet, daß der englische Dampfer „Kitty Wak^, der mit einem Convoi nach Rotterdarn fuhr, nicht auf eine Mine geriet, sondern von einem U-Boo^ torpediert wurde.
Rotterdam, 10. April. Hier ist die Nachricht ein- getroffen, daß der nonvegische Dampfer „Kamille, mit Weizen für das belgische Hilfskomitee von New York nach Rotterdam unterwegs, und der Dampfer „Anna Fosten" des belgischen Hilfskomitees versenkt worden sirch. (Anm. d. Schristltg.: Die Dampfer werden vermutlich im Sperrgebiet eingetwffeu worden sein.)
Arls Strrdt rrnd
Gieße». 11. April I N7. Tie Witterung, Gartenarbeiten, FrühtarLoffeln und Gcmüie.
Man fchveib-t uns:
Die Jahreszeit schreitet iw wer mehr fort, die Sonne steigt mit jcbinn ^ag höher, und doch hält das winterliche Wetter noch tartnaarg au. Der Laichnurun und der Gärttrer müsten sich noch gdmlben mit dem Beginn ihrer Arbeiten, weil das Erdreich zu- mcu't noch zu naß und zu feucht und daher noch nngeeig?:et ist den Sarnen auszuuewnen. Wenn nun hoffenttich recht bald besseres Wetter den Umschnumg bringt, dann gehl's mit Bdacht an die Bestellung der Felver und Gärten. Tie Arbeiten drangen und ,-austn stch, und alles muß mithelfen, jung mtb alt, Frcac und Kind, ^onst um diese Zeit wurden in vielen Jahren schon die Frühwr- toffeln gesetzt. Das hat aber in diesem Jahre bei der Ungunst der Witterung gar keinen Zweck. Es gelü einmal nicht anders, imd es ist auch viel vernünftiger und besser, mit Geduld nocki zu warten. Wenn die Erde und die Luft hinreichend warm sind, wenn es nachts nicht mehr^ gefriert, darin kommt alla> viel schneller hervor, dann gefreu die Kartoffeln rasch auf, dann sieht man alles keimen, treibeir und wachsen. Jetzt nur nicht verzweifeln! .dldan sei vorerst einmal recht darauf bedacht, die Felder und die Beete des Gardens gut vor- zubereiten zur Aussaat, richtig zu graben, zu hacken, zu'düngerd und alles Unkraut, besonders die Quecken, zu beseitigen. Dafür ist die )etzige Zeit der Hürlraltung mit der Aussaat noch gut geeignet. Zur Ausstellung der Saaten, zum Pflanzen des Gartens ist noch Zeit. Aller Samen braucht zum Keimen vor allen! Wärme; der Erdboden aber sist noch zu kalt. Tie Erbsen, die jetzt schon int Freien gelegt sind, verschimmeln, versporen und verfaulen, man muß sie noch einmal legen, und das Saatgut ist verloreru
Es ist hie mid da eine Beunruhigung in der Stadt eingetreten wegen der Beschaffung der Se tz ka r to f s e l n , be- «onders der Frühkartoffeln. Dazu ist aber kein Grund vorhanden Nächstens kommen die bei der Stadt bestellten Frühkartoffeln zur Verteilung. Wenn auch nicht jedermann feilt bestimmtes Quantum erhalten kann, so gibt es doch sicher ein gut Teil davon, und werter hat ja die Stadtverwaltung vorgesvrgt durch Heranziehung von Frühkartoffel-Stecklingspflanzen' durch dre hiesigen Gärtner in ihren Treibhäusenr. Wer sich für das Verfahren interessiert, kmrn es jederzeit selbst sehen, die Gärtner werden es gerne zeigen. Es ist l)alt ein Notbel-els, ein Ersatz, uni nur für die Gärten und kleinen Felder, nicht aber für die großem Aecker. Wenn die Beete gut zul'ereitet sind, und wenn das Wett« nicht gar zu rmgr"msrig für die Pflanzung ist, so wird der Erfolg sicher nicht ausbleiben. Tie Pflanzen können allerdings rveger, der Fvostgesahr iricht vor dem 20. Mai von den Gärtnern ausgegeben werden; aber wir werden doch eine um 14 Tage frühere Ernte haben, als mit den Frühkartofscln, die als Setz- oder Stöck- kartofsel zu Ende Arwil oder Anfang Ääai in die El'de kommen. Diese gel)en bis dorthin auf oder werden gehackt. Tie P>lanzeül aber tonrten in guter Erde bei günstigern Wetter rasch Wecker wachsen. Ta sie anfangs wenig Raum bemrspruckii''n, so köniMl )vrr ganz Mt in etwas rv'ößerem Abstand vorher Früh Kohlvaöipftanzen letzen, nach deren Ernte im Juni dann die Kartoffel den ganzen Raum für sich hat. Wir sel-en also, daß wegen der Frütch'tzkar- tofseln sick> niemand Sorge zu machen braucht, es ist alles in gute Wege gelecket. Auch für die Anzucht der Frühgemüse-Setzpslanzen, Kohlrabi, Wirsing, Sellerie, Viotkraut usw. sind unsere Gärtner eifrig besorgt, so daß zur Pslanzzeck alles zu lmlxm ist. Jetzt kann man noch Karotten, Radies und Znüebeln säen, aber sonst muß alles Pflanzen und Gärtnerm noch verschoben merixm. Tie Spüt- imb Herbstkartosfeltr lxrben überhaupt ruxh Zeit bis Lbifang Mai. Tie bei dein städttsck-en Tiefbauamt bestellten Mengen komncw alsdann rechtzeitig zur Verteckuug.
** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 7. April den außerordentlichen Professor für Physiologie bei der llnr'oet,ität Tübingeii Tr. Karl B ü r k e r zum ordentlichen Professor m der Medizinischen Fakultät der Laiides. iiuiversität Gießen, msbe,>ondere für das Zach der Phvsiologie, mit Wirkmig vom 1. April 1917 ernannt. — Am 27 März ds Js wurde der Hitfsdiener Qairrinus Stephan zu Bad-Nauheim vom 1. April 1917 an znnl Parklvart bei der Badeauwilt Bad- Nauheim ernannt. —- Der G r o ß h e r z o'g Hit dein Ol'er Post-. ichaffuer Wilhelm Schneider in Bad-Nanl-eim daS Ml gemeine Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. ^ Zeichnung. Am 3. ?lprck ds. Js. wurde der
Lchreibgehilfe Jakob Sprengel zu Bad-Mau heim zum Bureau- Vlstistenlcn bn dein Brawikohlenbergiverk imd Kraftwerk Lsümngs- Loifnimg svwre der früher Fürstlich Solius^Brcrunielssäve Oder*


