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Erscheint
»ritte« Blatt
mit AuSntchme bei Sonntag«.
X6Z. Jahrgang
Beilagen: „Giehener Zamilienblatter" und ..Ureisblatt für den Kreis Sietzen".
-ostschecktanto . Zrantfvrt am Main Nr. N68-. Vankvertehr: «ewerdebanr Sietzen.
iehener Anzeiger
General-Anzeiger für Sberhefsen
Samstag, 3h Marz \%t
ZwillingSrundoruck und Verlag:
Br u hl'jche Unlversttäts-Lucki-li.Ctt'morackrrei,
R. Lange, Gießen.
Zchriftleitung, Seschüstrflelle und vrnüerei:
Schulst! aße 7. Geschäf^stelleu. Vertag:
Schriftlettungr €*&*> 112.
Anschrist für Tro htnachrlchte.n AnzeigerGieven.
UriegsMichtige Betriebe und Meldepflicht.
- . .Ers<heül«n bn Bekmrittmachlmg des Bwidesrats,
belre^send Besttnrnrnngen zur Ausfülpumg des 8 7 de^ Gesetzes sur dm vaterländischeit Hilfsdienst, vom 1. März 1917 werden orö .TOcg^mit und die Kriegsamtstellen mit Eingaben einzelner Betrrrde oder gmrzec Betriebsg-ruppen überflutet, in denen uack;.- ^loresen werdet! will, daß die betreffenden Betriebe kriegswichtig '^n 'ch? dre in ihnen beschäftigten Personen daher von der Äteldernlrcht ausgenommen oder doch, von ihr auszunehmeu seien . Offenbar liegt hier ein Mißverständnis über die Tragweite dieser Verordnung zugrunde. Tie Bedeutung der iin 8 5 ent ballenen Aufzählung beschränkt sich aussckAießlick auf die Registrie ru-ng und die ihr dienende Meldepflicht der Hilfsdieustpflichtig^l. .keineswegs aber will und soll sie abschließend den Kreis derjenigen Tätigkeiten begren-zen, die als vaterländischer Hilfsdienst int v^unte des 8 2 des Gesetzes zu bettacksbeu sind.
Tie Registriernrrg der Hilfsdienstpflichtigen hat den Ziveck die Heranziehung xmn L>ilfsdienst vorzubereiten. Sie braucht daher Personen tricht zu erfassen, die bereits im .Hilfsdienst tätig sind. Im Interesse der Verminderung des Schreibwerks und der den Ortsbelchrden zusallenden Arbeitslast war es daher zweckmäßig, gewisse Kategorien von Personen von der Meldepflicht aus zunehmen, deren Beschäftigung im vaterländischen Hilfsdienst ganz unabhängig von örtlichen Verhältnissen — außer allem -Meifel steht. Tie betreffender! Tätigkeiten sind im 8 5 Ziffer 1 bis 10 anfgezählt. In Ziffer 11 ist außerdem den Kriegsamtstcllen die Befugnis übertragen, darüber hinaus einzelne, in ihren Bezirken befindliche kriegswichtige Betriebe (also nicht ganze Berufe oder Betriebs gruppen) als solche zu bezeichnen' und .damit von der Meldepflicht auszunehrneir. Ob und inwieweit die Kriegsamt- süelbcn von dieser ihrer Befugnis Gebrauch machen wollen, haben jie^ vorbel)altlich etwa ergehender Anweisungen von seiten des Kriegsaurtes nach pftichtmäßigcm Ermessen zu entscheiden. Ein rechtlicher Anspruch der einzelnen Betriebe auf eine Erklärung im Sinne des § 5 Ziffer 11 besteht nicht.
Alle Hilfsdienstpflicktigen, bk in den rm! 8 5 Ziffer 1 bis 10 anfgezählten oder genräß Ziffer 11 durch Verfügung der Kriegs- aintftellen bezeiget«: Betrieben beschäftigt sind, sind demnach in die Listen nicht aufzunehmen und von der Meldepflicht befreit. Aber auch nur sie. Alle anderere naÄ dem 30. Juni 1857 und vordem 1. Januar 1870 geborenen, nickst mehr landsturn!pflichtigen rnännlichen Teutschen sind meldepflichtig.
Daraus aber, daß eine Tätigkeit nicht allgemein oder besonders von der Meldepflicht ausgenommen ist, folgt keineswegs, .daß sie nickst kriegsrmchtig sei, oder — anders ausgedrückt — daß die in ihr .Beschäftigten nicht als rnt vaterländischen Hilfsdienst stehend zu gelten hätten. Es gibt zweifellos Betriebe verschiedenster Art, die kriegswichtig srud und doch in diese Lluszählur.g nickst ausgenommen sind [% B. Presse, Speditionsbetriebe, B-arrum- Nechtsa-nwaltfckiaft u. a.) Die Entscheidung, ob eine Hilfsdienst islichrige^ Person ^bereits im .Hilfsdienst tätig 'ist, steht nach Lme vor allein dem Fest stellnngsaus schuß zu. Sie hängt auch nickst allein davon ab, ob der Betrieb an und für sich kriegswichtig im. Sinne des § 2 ist. sondern auch von der weiteren Feststellung, ob die Zahl der in rhrn beschäftigten Personen nicht das Bedürfnis übersteigt.
Werden .Hilssdienstpflichtige durch den Einberuffmgs-.n i Z sckm ß hecangezogeil. .die nackt ihrer Auffassung bereits im vaterländische!! .Hilfsdienst tätig sind/ so haben sie die Möglichkeit, den Jeststellungs- ausschuß mrzurufen. Und es ltvaucht nicht einmal die Heranziehung abgewartet zu werden. Denn nach den Verfahrungs Vorschriften, können die Festfellungsausschüsse von jedem, der ein unin'ttel- bares berechtigtes Inifer esse hat, angerufen werden. Erst diese Ent- scheTnmg des Anssckmsscs, gegen die Besckstoerde an die Zentralstelle zulässig ist, stellt fest, ob die Tätigkeit, die jemand bisher ans* geübt hat, als vat-rl(indischer Hilfsdienst zu bewachten ist oder nicht.
Aus Stadt «nd Land.
Dittzen. 31. März 1917.
PalmsonntagSzwcige.
Zum Palmsonntag, 1. April.
Ms buntbewegtes, farbenfrohes Bild unter südlich klarem Himmel zeigt uns die Phantasie der ÄLaler beit Einzug des'Heilands in Jerusalem, wie er ernst und mild von seinem Grantier herabblickt auf die wankelmütige Menge, die ihm heute zujubelt, um fünf Tage später mit dein vernichtenden ,.Kreuzige, kreuzige!" den Stab über ihn zn brechen. Den Cl-arakter verleihen diesem Bilde die wehenden, schwingenden Palmüocdel in den Händen der Großen und Kleinen; und in diesem Zeichen ist denn auch der Festtag in die christljck)e Kirche aufgenontmen worden. Schon ini 4. Jahrhundert, als kannr die Ehristenverfolgungen ihren Abschluß gefunden hatten und die Gemeinden Mur Ruhe und zur Ausgestaltung ihrer Gottesdienste kmnen, war der „Palmsonntag" zum Feste geworden, und das Konzil bon Agde 506 empfiehlt bereits die Annahme der Palmzweige für die Gottesdienste. Iw 11. Jahrhundert erklärte Gregor VII. die Bertoendung der PalMzweige au diesew Tage, als fronrme Pflicht. Die Palmenweihe bildet seitdem einen Hauptteil des Palmsvnntaggottesdienstes. Aper nur in wenigen Ländern ist man in der glücklichen Lage, echte Palmen beim Gottesdienste weihen zu lassen. Schon jxrch mußte man daher in den nördlicheren Klimaten darauf bedacht sein, oie PalNten durch andere \rü(y sprossende Zweige zu ersetzen, wie sie im Vorfrühling in reick>er Fülle wachsen. Wenn irgend möglich, brachte man auchi die Pflanzen, die man als „Palmen" wählte, in besotldere Beziehung zuin Leben des Heilands und übertrug den Namen der „Palmen" auf sie. Wie zart und lieblich sind die wolligen Kätzchen oder Lämmchen unserer Salrveide — und doch berichtet von ihr die Legende, sie habe die Ruten geliefert, mit denen der Herr bei der .Krönung mit der Dornenkrone gegeißelt wurde! Auch von der Stechpalme tveiß die Palmsonntagslcgende etwas zu berichten. Darnach spar sie von jeher Und auch '-rock) anr Palmsonntage ohne Stacheln; erst seit dein Verrat des Judas uMgab sie sich mit ihrer Stachel- wehr. Die gottesdienstliche Weihe der Zweige leistete auch dem in heidnischen Borstell'umgen wurzeltlden Abarglauben Vorschub; die geweihten Zweige hielten das ganze Jahr hindurch den Blitz und andere Gefahren, auch Krankheit von bem Hause fern, an dem man sie befestigte. Trug man geweihte Eick-enzioeige, so wurde inan stark, imb das Pappelgrün der hochstrebenden Pappel galt »viedernni als ein Symbol der Sehnsucht nach dem Himmel. Die Oelbaumzweige, deren sich die Italiener — soweit fee nicht ihre Palmen von dev Riviera beziehen können — bedienen, sind als Symbol des Friedens auch sonst bekannt Der Papst bekommt alljährlich seine Palmen für den Palmsonntag von San Nemo. Felix Mcirdelssohn beschreibt ul seinen Familieubriefen die Palmsonn tags ferer, der er 1830 in der Peterskircl-e beüoohnte. Der Papst verteilte an die Großwürden- trager verzierte Stäbe ans gotdgläuzenden, trockenen Palmen, mit reixfjen Verzierungen und an die niedere Geistlichkeit Oelzweige mit Paltublättern. Fast jedes Lmid, ja jede Gegend hat eine eigene Lieblingspftanze für den Palmsonntag. In Rußland ist es der knorrige, würzig duftende Buchsbaum. in Griecheuland der Lorbeer, in Oesterveichisch-Schlesien der DaxuS. Spanien hat die langrispigen Wedel der müunlichen Dattelpalnte, die sich mit der Stechpalme unc die Ehre streitet, die ursprüngliche Palmsonntags- palme gewefeit m sein. Tie Frühlingssehnsucht und das Frühlmgs- Iwssen kommen an diesern Feste des ersten Grüns besonders stark zum Ausdruck. Bei den böhmischen Tschechen im LuxembNrqischcn und in ! einigen anderen Gegenden pennt man den Palmsorrntag auch!
»oohl „blunngen Sonntag", wenn auch meist die NatuX noch keine Blumen, mir fttsches Grün darbiedel.
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Der Speck ans Hansschlachtunge
Sowohl in der Presse als auch gelegenllich der landstincdrftben Verhandlungen sind Beschwerden darüber erhoben worden, daß der Speck, der aus 5)ausschlachtnngen auf Grund der Verordnungen vom 11. Dezember 1916 äbzuliefcni ist, den verbrauchenden Arbeitern zu ungewöhnlich hoben Preisen verkauft wi'rrde und dieser Speck vielfach nicht in die Hände komme, für die er beftmmit sei. Beide Behauptungen sind unrickstig. Weiur tatsächlich Speck in einzelnen Städten und industriellen Bitrieben zu außerordentlich hoben Preisen verkauft worden sein sollten, so kamt es sich entweder nur um solchen Speck bandeln, der auf unzulässigen! Wege, durch Schiuuggel oder Schleichhandel erworben und zu den hierdurch bedingte!! hoben Preisen den Industriearbeitern verckauit nmrde, oder uin solchen Speck, der ans Hausschlachtungen auf Grmrd der Verordnung vom raten direkt verläuft Nairde. Für den Speck, der lauf Grund der genannten Verordnnng in! Großberzogtum angesamwelt wird, werden die Abgabepreise durch die zuständigen Stellen festgesetzt und wird scharf kontrolliert, daß sie nicht überschritten werden. Naturgemäß» sind die festgesetzten Abgabepreise ctioas höher als die Preise, die den Ablieferungspslichtigen gezahlt werden, da die durch die Ab- nahine, den Transport, den Schwund usw. entstehenden Unkosten hinzugerechnet werden müssen. Es handelt sich hierbei aber stets nur nm geringe Preiserhöhungen. Ein Gewinn sott pnd wird bei der ?tbgabe des Specks nicht gemacht werden. Der Speck ist für die Arbeiter in der Käiegsindusttie und für Massenspeisungen bestimmt. Die Stellen, denen die Vercellung obliegt, sind angewiesen, darüber zu wachen, daß keinerlei Unregelmäßigkeiten Vorkommen und die Verteilung in gleichmäßiger, sachgeinäßer und einwandfreier Weise erfolgt. !
Wenn weiter in der Bevölkerung die Auffassung verbreitet wird, ein dringendes Bedürfnis für die Ablieferung des Specks scheine nicht zu bestehen, weit er vielfach noch in den Gemeinden ooer bei den Liefcrnngspflichtiaen lagere imb ven Verbrauchern noch nicht zngeführt sei, so ist dies auch dm Irrtum. Mler Speck, der noch bei den einzelnen Lieserungspftichtigen und in oen Gemeinden la gert, wird erfaßt werden und wird notwendig sein, nm dem Mangel an Fett, der gerade in den Kreisen der ArbeiterschstU. die in der Rüstungsindnstrie tätig ist und an deren körperliche Leistungsfähigkeit besondere Anforderungen gestellt^werden, besonders hart cmpt- frmden wird, einigcrniaßen abzuhelfen. Die schwerste Zeit steht noch bevor. Für sie eine Reserve an Speck anznsammeln. war die Absicht der Verordnung, die die Zn anasablicferuua von Speck vor schirieb. In dieser Zeit lvird der Speck auch für Aciassenspeisungeu! dnngendst benötigt u-erden. Es konynt deshalb zunächst nur der Speck 'zur Verteilung, der sich weniger gut hält, während der haltbare Speck zunächst aufgespeichert und namentlich in den Monaten Mai und Juni seiner Bestimmung zngefübrt wird.
Die Kreisämter und Bürgeruunstereien sind angewiesen, unter Zuziehung twn Sachverständigen für eine sachgemäße Autbewahrnng des Specks, die unter allen Umständen das Verderben dieser kostbaren Ware verhütet, Sorge zu tragen.
Die Mgabc von Speck wird nur ün GroßherHvglum erfolget!. Cs ist also auch die Beft'lrchtuna.,der im Gwßlterzogtum ge sammelte Speck wt-rde ^lugehöi-igen anderer Bundesstaaten, die einen Llbliefernngszwana nickt eingeführt haben, zugrtte kommen, hinfällig.^ Was von dem zwangsweise abgelieferten Speck gilt, gilt in gleicher Weise auch von bem Speck, der zur Hindenbnrgsp!mde gegeben wird, und von den anderen Waren, die ihm zuftießen.
Von dem patriotischen Sinn der Bevölkerung, welche die großen Vorteile der Selbstversorgung mit Fleisch genießt, wird erwartet daß sie gerne und willig ihr Schorflein beittägt zum Dnrchbaltcn in läeser Zeit der 9ivt, der größten, die je rmserem Vaterlande be- schiedcn war.
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** Der Großharzog an den Alice-Frauen- verein. Dein Haupworstand des Mce-Frauenvereins ist folgendes Werhöchste Handschreiben zugegangen: Dem Alice-Frauenverein danke Ich herzlichst für die zit Meinem Regierungs-Jubiläum dargebrachten tvarmen Glückwiinsche. Es ist Mir eine Freude, bei diesem Anlaß anzuerkennetr, daß die Einrichtungen und die Pflegerinnen des Vereins die schwere Probe, aitf die sie in dieser Kriegs Mt gestellt worden sind, in jeder .Hinsicht gut bestanden haben. Wie in der Vergangenheit, so wird auch künftighin der Schutz und die Förderung des Aliee-Frauenvereins Mir ein besonderes Anliegen sein. Dcrrmstadt, den 15. März 1917. gez. Ernst Litdtvig.
** In dem Wohltätigkeitskonzert, das am zweiten Osterfeiertagc im „Fürstenhof" stattftndet, kommt weiterhin zum Vortrag durch Felicitas P v 1 y: „John M a y n a r d" von Theodor Fontane; „Aus der.Kindheitt^ von Friedrich Hebbel; „Der Tauge- nicksts" von Gottfried Keller; „Wann?" von R. W. Wallach.
** W a r n u n g v o r s chl e ch t e n B a ck p u l v e r n. Seit einiger Zeit kommen Backpulver in den Handel, denen statt des früher zugesetzten Kartoffelmehls kohlensaurer Kalk (gemahlene Kreide) in großer Mänge beigemischt ist. Die Kreide geht zum großen Teile unverändert in das mit dem Backpulver hergestellta Gebäck Mer; sie bildet beim Genuß der Wäre nicht mrr einen unnützen Ballast für den Magen, sondern kann auch durch Abstuncp- fnng der Magensäurc die Verdainmg stören und damit zugleich die bentzntage ganz besonders wichtige Ausnutzung der eingenommenen Nahrung beeinträckstigen. Backpulver von derartiger Beschaffenheit sind ebenso verwerflich »me solche, denen doppelkohlensanres Natrium in großer Mlenge oder Alaun zugesetzt ist. Das gleick-e gilt von Vauillevnlven!, GetMrzni, Konservierungspnlvern und ähnlichen Wären, die durch .Meide, Gips oder andere Mineralstosfe gestreckt" sind. Vor der Herstellung, dem Vertrieb »md der mißbräuchlichen Berlvenduirg von Zubereitungen mrd verfälschten Erzeugnissen der genannten Art wird, zumal sie auch miit Geld- und Freiheitsstrafen bedroht find, gewannt. (Nachdruck ertvünscht.)»
Söhne, zücket das Schwert! Eltern, gebt Liier Geld! Schlagt beide gemeinsam den Zelttd
Landkreis Gießen.
14 L ang-Göris, 31. März. Die Feldbereinigung hat hier jetzt ihr Ende erveicht. Die Bürger sind durchsckmittlich mit der Ansammenlegung Unfrieden. Die dhusführimg wurde von ß^emneter I. Klasse Hanauer, Gießen, und Regiernngsrat Schnittspahn, FricÄberg, gemacht. Die Bersteigerirng tmd Verpachtung der Mas- sengnnndstücke fand statt. Versteigertes Land kamen 3300 Quadratmeter 3600 Mark ^und 4970 Mark; verpachtetes Land 3300 nadratnieter 200 Mark. Der Kosten preis der gmrzen Bereinigung wird über 300 000 Mark kommen. Der Erlös der ersten Versteigerung war über 150 000 Mark, dtach Beendigung des Krieges werden die andern Massengrundstücke, welche aus 2 Jahre verpacktet sind, versteigert. Es soll noch erstklassiges Land sein. Die Genmrftrug umfaßt 7500 Morgen Land, davon 1800 Nornial- morgen Wald. Die <9emeinde-, Psärr- tmd Privatgrtmdstücke hatten bei der Verpachtung und Versteigertmg auch eine»! hohen
Kreis Vüdinacn.
4. Orteiibetjr, 31. März. Eine schöne Osteri- uide wurde dem hiesigen Briefträger Bauer Miteil. Durch Vermittlung) des hiesigen und'dänisck)cn Roten Kreuzes erhielt er die '.caantckt, daß sein Solw Otto, der seit Juni 1916 nach ertvem sül.restlich Luü vennißt wurde, sich im (^»angenenlager (-At. Alniasnaja, Jelaterin, b?find''t. — Ter (Rrrette, Dcubi>ecker Hen!- rich M e u e r, der seit Beginn des Krieges bei einem vessckchen Landlvehrregiinent tm Westen steht, erhielt da» Erlerne Kreui II. Klasse.
Kreis La»tterbach.
rr. Nied er-Stoll, 31. März. Am Mittwoch b^ginge^ Landlvirt Nikolaus Scheuk und Ehefrau das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Ortsgeistliche überreichte mit einer Llnsprache das vom Großherzog gewidmete Bild des Landesherrn, während cm Kircbcnvorstehcr ein Erbaunngsbnch üb er brachte. Auck sonst lvurdc das Jubelpaar mit Blumen und and.eren Gaben reich bedacht. Hessen Nassau.
X. H a n a u, 31. März. Tie Stadiverordnettm haben beschlossen, den in! Ruhestand besindlichen bedürftigen städtischen Bemnten, Lehrern, Arbeitern und deren Hinterbliebenen nach den staatlichen Grundsätzen eine einmalige Teuerungsztllage bis zur Höhe von 100 Mark zu gewähren.
Spielplan der vereinigten frankfurter Sladttheater.
Opernhaus.
Sonntag, den 1. April, nachmittags 3 Uhr: „Das Drcimäderl- Hans". Abends ß 1 /» Uhr: „Figaros Hochzeit". Montag, den 2. April, abends 7 Uhr: „Salome". Hierauf: „Tänze von Brahms". Dienstag, den 3. April, abends 7 Uhr: „Undine". Mittwoch, den 4. Avril: Geschlossen. Donnerstag, den 5. April, abends 7 Uhr: „Mignon".
Sckwuspielhaus.
Sonntag, den 1. April, nachmittags 3 J /> Uhr : „Viel Lärm um nichts". Abends 7J> Uhr: „Die verlorene Tochter". Montag, den 2. April, abends 7y* Uhr: „Don Inan" oder: „Das Gastmahl des Ton Pedro". Dienstag, den 3. Avril, abends 7 Uhr: „Wallensteins Tod". Mittwoch, den 4. April, abends 7 Uhr: „Maria Stuart".
2£ltä}Ufyc XlacbvldjUzu Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 1. April. Palmarum.
L a n d c s -- B u ß - u n d B e t t a g.
KoNettc über k-ilssbedürftige evangelische Gemeinden in Hessen mit überwiegend katholischer Berölkerm!g. — Gottesdienst. 3n der Stadtkiirche. Vorm. 9V 2 Ubr: Pfarrer & d:\vab c. Vorm. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Beichte und Feier des heil. Abent>- mahls. Pfarrer Schwabe. NackM. 2 Uhr: Zkindert'irche für hie Martusgemcindc. Pfarrer Schwabe. Wds. 6 Uhr: Pstrrrcr Mahr. — Gründonnerstag, 5. ^Ipril, vorin. 9Vs Uhr: Prüftmq und Vorstellung der Konftrmcrnden aus der Markus- und NdilttLr-^ gemeinde. Pfarrer Schwabe. Ltbds. 6 Uhr, Pfarrer Mahr. Veickne und Feier des I;eil. Abendmahls für die MatthSuS- und Markusgemeinde. A'.rnnildtrn-gen werden vorher bei den! Pfarrer jeder Gemeinde erbckben. — Karfreitag, 6. April. Kollekte für die evvngel. Anstalten im heiligen Land. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer 2 chwabe. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für bte Matthäus- und Morkusgemebtde. Anmeldungen tt-erden vorhor bei dem Pfarrer ieder Gemeinde erbeten. Vorm. 11 1 / 4 Uhr: Kntdk".^uck«: für die Matthäus- und MarKisgemeinde gemeinsam Abds. 6 Uhr: Geistliche Musikausführnng. — In der Iohannesbirche. Vormittags 9h2 Uhr: Pfarrer Ans feld. Vvrni. 11 Uhr: Kirwerkirck-e für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abds. 6 Uhr: Pfarrer B e ch 1 o l s h e i m e r. Beiickxte und Feier des heil, ^lbendmahls für die Lnkas- und Jol-annesgenreinde. Anmeldtmgen ,oerden vorher bei dein Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — Gründonnerstag, 5. Llpril, abds. VU Uhr: Pfarrer B echtol s he i mer. Beichte und Feier des heil. Mendmahls für die Lukas- und Jvhannesge^ mein de. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — Karfreitag, 6. April, vorm. 9y 2 Uhr: Pfarrer Ansfel d. Beichte und Feier des heil. Llbendmahls ft'rr die Lukas- und Jolzamresgemeinde. dlnmeldnngcn tverden vorder bei denr Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. 111/ 4 Uhr: Kinder-- Urcbe für Joltann es gemeinde. Llbds. 6 Uhr: Pfarrer B echtol s- heimer. — Wartburg, evangel. Jünglings- und Männer-Verein, Kirchstr. 9. Sonntag, l. April, abends 8 Uhr: Vartrag. Gäste stets willkommen. — Bibelkränzchen f ür Schul er höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch von 6—7 Uhr für die jüngere Llbteilung. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die ältere Mteilnng. — Bibelk'ränzchen für Mädchen ausder Johann es gemein de. Jcchen Dienstag von 6—7 Uhr. — Sonntagsverein für Mädchen. Jeden Sonntag-Nachm. Zusanrmenkimft, Tiezstraße 15 p.
Palmarum (Buß-und Bettag.) 1. April Kirchberg, vorm. 10 Uhr (Kolekte) nachm. IV? Uhr (Kolekte.) Dan b ri n g en. Mittwoch, 4. April, abds. 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Tekm: Gußmann.
Uathollsche Gemeinde.
Gottesdien ft. Samstag,den 31. März.
Nachm. 5 Uhr mrd abds. 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beiäite. Sonntag, 1. April. Palmsonntag. Vorm. 6y 2 UIrr: Geleg eich. z. hl. Beichte. Vorm. 7 Uhr: Hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Ansteil. d. hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hockimnt. Vor dein Hockiantt sindet die Palmweihe statt. Dorm. 11 Uhr: Hl. Messe Nachm. 4V2 Ulir: Jtmgfrauen-K>ongregn1ion. Nachm. 6 UIw: Ehristenlchrc: darauf Andacht. — Dienstag, abds. 8 Uhr, ist Fasten- midacktt. — Dichoora-(^ottesdienst am 1. Avril. In Laubach 71/2 Uhr. In Lich 9Vr Uhr. — Mittwoch, den 4. Apritt dTachin. 5 Uhr u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beicl>:e. Donners-, tag, den 5. April. GründonnerZtag. Voinn. 6y, Uhr: (^legenh. z, hl. Beickite. Vorm. 7, 7y 2 , 8 Uhr: Austeil. 6. hl. Konitmmion. Vvrm. 9 Uhr: Hockamt, daraus stille Aubetnngs- chm den bis zur Llbendandacht. Naclnn. 6 Ul/r: Passionsandackst. 4— Freitag, ben 6. April. Karsrei tAg. Borm. 7Uhr: Anssetztmg der Merlteilichten, daran! stille Anbettuigssttmden. L>or- nn'ttags 9 Uhr: Verstörte Messe. Nachm. 5y* Uhr: Predigt, daram- Passionsandacht. — Samstag, den 7. April. Kar- samstag. Vorm. 7 Uhr: Tie hl. Weihen. Vorn!. 8 V 2 Uhr: Hochmut.
Universität FraakfnrtM.
Das TorlesnncBTerzelchnlii für das am 16. April beprinnend© Sommer-Semem (er ist erschienen und wird vom Sekretariat (Jordanstraßo 17) ge^en Voreinsendung von 45 Pfff. (Nachn. 60 Pfg.) zugesandt. [1744ss
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