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26.3.1917 Zweites Blatt
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m. 12 ZMttes Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag».

ZakssgMß

Beilagen:Giehener KamUienblatter" und rcceirblatt für den Ureis Gießen".

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meral-Anzeiger für Gberhchen

26. Mir, M?

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B r ü hl'jcheUnloeriuäi>Buch-u.St.*iubv dtexei.

R. Lang.», Gießen.

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Schriftleilung? 112. AnschriftfurTrahtnachrichtrnrAnzeigerGießen.

Mb. Deutscher Reichstag.

»L Sitzung, Sonnabend, 24. März, 11. Nhr.

Am Bundesralstisch: Lisco, v. Stein.

Die Genehmigung zur Fortsetzung einer Widerklage de» GenL^llandschastSdirettors a. D. Kapp ge§en den Abg. Beh- rE«S (Deutsche Fraktion) fcnri) nicht erteilt.

Ae hsradsetzMg Ser miKSüsch?» MmdsWBe».

Die Vorlage will, daß gewisse im Felde begangene Straft tutTn «rldec arrgesehLN werden; die hohen Mindeststrafen der KriegKgeßktze entsprächen vielfach nicht den: Rechts einpfinden des Volkes. Die Mnrdeststrafen werden herabgesetzt für erschwerte unerlaLrbte Entfernung, Fahnenflucht, erschwerten Ungehorsam, erschwerte Gehorsanwerweigerung, Widersetzung, tätlichen Angriff gegen einen Vorgesetzten, Aufwiegelung und Aufruhr und er- schsrerre Wachtvergehen.

KrteySminister v. Stein bringt die Vorlage, untee Hinweis enrf sein« Erfahrungen in der Praxis ein. Die GerichWherren haben eS oft schmerzlich empfunden, daß sie an die hohen Mindest- strafen gebunden waren. (Hört, hört!) Ich nehme keinen An­stand, zu erklären, daß ich, wv sich auch nur die geringste Hgnd- habe dazu bot, ffcait der strafrechtlichen Ahndung eine disziplina­rische Ahndung vorgenommen habe. (Deifall.) Das Bedürfnis zu diesem Gesetz liegt daher in erster Linie gerade in den Erfahrun­gen des Krieges. Es könnte zweifelhaft erscheinen, ob es sich noch verlohnt, während des Krieges die Aenderung dierchzusich­ren. Aber gerade daraus müssen wir bestehen, denn der Krieg Ixet ja gerade die Unhaltbarleit des gegenwärtigen^ Znstairdes ge- schaff»- Die schleunige Verabschieoung des Gesetzes liegt im Interesse cckler Beteiligten, nicht zuletzt im Interesse der Be- schukdlgien. tBeifaL.-

Abg. Fehrenbach fZtr.): Wir begrüßen diese kleine Revision de» Militarstrafgesetzbuches. Sie urutz schnell verabschiedet werden, möglichst noch im Laufe der nächsten Woche. Ausschußberatuug muß freilich stattfinden. Der Krieg hat sich auch hier als Lehr­meister gezeigt, denn es ist zweifelhaft, ob im Frieden die bür-eral- kommandoS widerspruchslos in eine Herabsetzung der Mindest­strafen gewilUgt hätten.

Wg. Davidsohn (Soz.): Wir wünschen ebenfalls Ausschuß- beratung. Der Entwurf geht nicht weit genug. Noch immer sieht er die Todesstrafe vor, mit der sogar das neue Rutzkand jetzt auf- raumen will. Auch eine Revision der KriegsMtAel sollte man

vornehmen.

Abg. Rehbel (fünf.): DaS Bedürfnis für die Vorlage kann «icht bestritten werden. Wir sind für möglichst schnelle Erledigung.

Abg. Dr. Haas (Fortschr. Dp.): Die Revision hätte längst er­folgen müssen. Um so schneller müssen wir jetzt arbeiten. Der Begriff .im Felde" sollte ersetzt werden durch den Begriffvor dem Feinde".

Abg. Dr. Caller (natl.): AlS Gerichtsherr habe ich oft die zu hohen Mündeststrafen bitter empfunden. Um sie zu umgehen, nehmen die Gerichte oft einfach erneu ganz anderen Tatbestand an. Das liegt natürlich nicht im Jntereffe des Rechts.

Mg. Stadthagea (Soz. Arb.): Man sslli» der Vorlage rZA wirkende Kraft geben.

Die Vorlage geht an eine Äommrstloa vsu Zi 25SügiiefeeaL

Die Kveite Lesung de»

Katt des LeWiUgMLs

krtr» pd$4&. _

Wz. Dr. Bell (Ftr.): Den KrieySwrrcher fern« «mtt gar nW

scharf genug bchtrafen. Vor allem muß man die wirklich Schul­digen treffen. Lecher ist das Interesse der Allgemeinheit für unsere heutige Gesetzgebung in den letzten Jahren erheblich zuriukgegangen; man betrachtet sie viel zu sehr als Fachange- legen^it der Juristen. Den im Kriege stehenden jungen Juristen muß man später nach Möglichkeit entgegeirkommen, aber die Gründlrchleit der Ausbildung darf darunter nicht leiden. Das Reichsiustizamt muß nach Friedensschlutz baldigst eine Neurege­lung des juristischen Studiums und der Vorbildung anftreben. Bn der Isstizreform müssen wir uns vor Schlagworten hüten. Der Grundgedanke des Güteverfahrens ist nichtig, und wir werden die iwitexe Entwicklung in Ru HL abwarten; jedenfalls^ darf man nrit dem Güteverfahren keinen Vorstoß gegen den. deutschen Anwaltstand verb-nden. Kaum ein anderer Stand ist so schwer vom Kriege getroffen. Die Anwälte müssen mehr als! bisher zu Richtern ernannt werden. Das Völkerrecht ist von unseren Feinden dauernd gebrochen worden, wahrend unser! Reichsgericht anerkennt, daß der Arrgehsrige eines feindlichen Staates auch während de§ Krieges den Schutz unserer Gesiche genießt.

Abg. Landsberg (Soz.) bedauert das Vor gehen gegen die JetteLverteilerinnen, die am LieLknechtprazeß beteiligt waren. In einem andern Falle wurden zwei Anc^Tagte vom Reichsgericht freigesprochen, dann aber auf Betveiben des Reichsanwatts ist Schutzhaft genommen. Ich' hatte bisher eine höhere Aufftch'urrg von der Stellung eines Reichsanwalts, als daß er sich als Exekutor und GerichtsvoLzreher des LberLnnmandiersnden in den Marken betrachtet. In unserer Rechtspflege liegt noch viel Schutt und 'Moder. Hier muß der Staatssekretär den B-escm ansetzen. Wir &en ein freies Koalitionsrecht bsformnen auch für das Gesinde und die Landarbeiter. Der Redner bagrüudet alsdann den sozialdemotratischsn Antrag auf Ermöglichung der Rcchtsver- folgung, wenn ein Gericht sich als unzuständig erklärt hot. Wir nehmen alle vorliegenden Entschließungen an.

Staatssekretär Dr. Lisco: Die vont ssztaldemockvatischen An- trcvt berührte Frage wird auch von uns erwogen. Man hat dem Relchsjustizamt JöHufteere" vangshatten. Ich kann sestftellen, daß wir mit Arbeit sehr reichlich bedacht sind. Fragen Sie nur die anderen Aemter. Wir haben an allen Gesetzentwürfen und Verordnungen sehr stark msigearbritet und wir werden weiter arbeiten müssen. Denken Sie an die Strafprozeßordmrng, an den Strafgesetzbuch-Entwurf, der durch den Krieg vsvhirrdert wurden Eise Aenderuntz der Zivilprozeßordnung ist notwendig Awf vielen Gebieten werden wir fpcrrsa'uup: sei« wüsten. Wir müssen alles vereinfachen. Das kann auch geschehe», durch eine Heraufsetzung o»r Kompetenz. An Arbeit fehlt es uns wirklich nicht. Nnrichtig ist es, daß daS Reichsstrstizamt sich im Schlspp- tan des preußischen Justizministeriums befindet. Dem Reichstag ist die Vorlage zur Vereinfachung der Rechtspflege schon Anfang März zu gegangen. Es handelt sich rum eine Kriegs- chatznatzrne und doch hcrt noch nicht einmal die erste Lchuu-z statt- >-efurrden. (Hört! Hört!) Ich bitte dringsnd, die Vorlage noch vor Ostern in Angriff zu nKmen. (Sehr g«t!) ' 21050 Justiz- beamte fteihe« int FeLx. 2000 kriegsverwendunAsfähige Beamte sind noch bis zum 31. März reklamiert. Eine Verein-fachung der NechtSpftvge muß also jetzt einsetzen. Der Reichsanwält in Leipzig ist bei seinem Vorgehen nur dem Oberkommando in den 9USkn gefolgt.

Abg. Dr. Arendt (Dtsch. Frakt.) bespricht die mißliche Lage bes Hausbesitzes und empfiehlt eine Entschließung, HYvo- thekerwauterl usw. zu ermächtigen, bei Hypoichekendarlehen die mündelsichere Beleihung zu überschreiten, wenn von öffentlichen Körperschaften für den Mehrbetrag Bürgschaft geleistet wird.

Staatssekretär Dr. Lisco: Die Klageir des liöausbesitzes sirrd uns bekairnt. Mir stehen der Entfchilietzsng wohlwollend gegen- ubtz.

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Abg. Dr. Mükler-MaiwEn (Foetschr. Bp.): Die Vorlage zur Vereinfachung der Rechtspflsae enthält" ganz gefährliche Dinge für die Rechtspflege. Sie bringt eine bedenMche Einschränkung des LegalltütsprrnschS, eine rein formalistische Ver- einfachung. Die Vorlage bringt «ne Berjchlechterung deS g«»Fcn Juftizwefercü. Hier liegen preußische tzinanzplSse vor. Wir sollen uns die Vorlage ganz genau ansehon. Auch wir wollen eine Vereinfachung, aber eine Beseitigung des Sästrerb- und Formelkrams. Weg mit den Bandwurm-Urteilen, die für die Richter und für das Volk eine Plage sind.

Abg. Gröber (Ztr.): Will man Beamtensiellen spare», dasr. muß man die Gerichtsspren-^l crbandern. Die Justiz wirb durch diese Vorlage ruiniert werden. Wir wollen die Vorlage so gründ. lich wie möglich besprechen. Ein Osterei soll eS nicht werden. Das machen wir nicht mit, denn es handelt sich um einen sehr folgenschweren Schritt. Wir haben doch dazu ksm Reichsgericht, daß man dort ncch Schutzhäftlingen sucht. Dazu sollte sich der Reichsanwalt viel zu hoch dünken.. Das sollte er irgend einem Polizeidiener überlasten. Wenn sich nun der betreffende Mann widersetzt hätte! Er hätte wahrscheinlich ein Recht dazu ge­habt. (Sehr richtig!) Und es hatte sich dann der Fall ereignet, daß der Neichsa-iMxrkt vielleicht vor dem RoichSgericht für Frei­sprechung dieses Schutzhäftl'mgs hätte plädieren müssen. In eine solche Lage hätte sich der Reichsanwalt nicht bringen sollen. Das mußte er ft'r urüer seiner Würde halten. Der Wucher ist ein Verbreche« am Wähle deö Volkes. Man sollte alle Wucherprozeste grundsätzlich den Schöffengerichten überlasten, damit das Volksempfinden urehr zum Ausdruck kommt.

Das Haus vertagt sich.

Montag, 1 Uhr: Weiterberatur^.

Schluß 2 % Uhr.

Aus StQdt und Lciuv.

Gießen, 26. März 1917.

V H. C. Der Vv gelsberger H öheirklub halbe Seiner Kgl. Hoheit, dsm Gvvstherzog, zum Regienrngs--Jubiläum eine künstlerisch ausgeführte Glückrmmsch-Mresse über rächen laffciL Als Antlvort darauf ging tzen: Vvrsitzeuioen folgendes GroßherzoglichÄ HmÄchreLen zu:

An

den Vogelsberger Höhenklub zu Härchen Seiner Hochwohlgeborien des Herrn Dr. BruchhäZiser

Ulrichstern, Oberhrssen.

Der Vogelsberger Höhenklub hat Wir in einer geschmackvollen Adresse warme Glückwünsche zu Meinem Regierimgs°-Jubiläum zugleich mit dem Gelöbnis steter Treue dargebracht. Ich habe Mich über dtes freundliche Gedenken des Vogelsberger HöhenklubA curf- richtig gesrent sage Meinen herzlichisten Dank dafür.

Dem Wunsch des Vogelsberger DöhenNubs, zur Erinnerung an den JubiläumNag cwT bm. altgeschichtlichen Schloßberg zu Ulrichstein einenGwßherzog Ernst--Zudwig-GedMkfwtzi" zu er­richten, gebe ich freudig Meine Zichimmamg.

Diarmfdadt, den 17. Mürz 1917.

Ernst Ludwig.

** Auszeichnung: Dem Gefreite:: Karl Weirich tarn hier, z. Zt. bei der Poesseabteilnng des KaiferKchen Gouvernements Narnur (Belgien) (frtHer beim Alpenkorps), wurde irachtraglich das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen.

** Beförderung. Adolf Neu«««», Sochr Küus- VVMU PH. Hermann, wllchde pn Leutnant der Reserve befördert. V^efeldivebÄ Gustav Rupvel wurde MW Leutnant der Reserve befördert.

** Die starken Wurzeln deutscher Kraft und Grötze. Wie mancher von uns hat schon m den Zeiten höchster Not und Gefahr Kräfte an und in sich entdeckt, von denen er vorher keine Ahnung hatte und die ihn zm Leistun­gen befähigten, die er sich unter gewöhnlichen Umständen nie zugetraut hätte! Und wie bei dem (Auzslnen, si, ist es auch bei einem ganzen Volke. Wer hätte vor dem gegen­wärtigen Kriege gedacht, daß unser Volk auch nur ein halbes Jahr sich wirtschaftlich gegen eine Welt von stets sich mehrenden Feinden würde behaupten können? Und doch, wie wuchs die Kraft des von anderen so oft rnitleidig be­lächelten deutschen Michels mit dem Bewußtsein und der Erkenntnis der Gefahr! Stets erschlossen steh neue Quellen seiner Siegeskraft, die zu b-vechen unsere Neider sich jetzt bereits seit 21/2 Jahren vsrgsblich abmühen! Der Vor­trag, den Lehrer V. Müller ^nächsten Dienstag abend über obiges Thema hallen wird ff. Änseigstetk d. M.), wird auch dem Zrrghastesten neuen Mut geben, denn auf Grund '/averläfsigsten Materials wird er zeigen, daß die starken Wurzeln deutscher Kraft keine LuftMlwAeLn sind wie bei manchem unserer Gegner, sondern daß fie verankert sind in festestem Grund und Bvden, imb daß ivrsere Feinde auch in Zukunft bei ihrem wirtschaftUchen Kampfe gegen uns trotz all ihrer teuflischen Pläne<mf Stahl, ans Gtsen und Granit"' beißen werden. Mne Reihe griter Lichtbilder wird den voczrltragsnden Stofs noch besorwers veranschau­lichen und intereffant gestalten.

** Osterverkehr. Die Eisenbahnen dienen gegen­wärtig in erster Linie der Kriegsführung. Zu Ostern werden für den Personenverkehr nu r die fahrplanmäßigen Züge befördert. Reisende, die in diesen Zügen keinen Platz finden, müssen Zurückbleiben. Für jeden, der nicht reiseti muß, ist es vaterländische Pflicht, hierauf zu verzichten.

** Die Reichs stel le für Gemüse Und- Obst rosist nochmals darauf die SSexlsfl«»® der Gent üse kon-i

s e r v e n in die Wdge geleitst stzr, daß aber z-mützchst die erfordere lichen Borbereitunge:: und ErhebEgen durch die KomUmnakver^ lzände stattfinden chüssein fand daß Mrzeit jedonsalls der Msatz von GemüfeLmservon nach rvie vor v«rbobcrr ftsi

** Keine unnötige Besorgnis vor Lust an grif­fen. Die97»rdd. Allg. Ztg." wendet sich gegen die mrglauölick^en Gerüchte lSber Luftangriff größten SÄs auf Dentschland, die unsepe Gegner immer-usiger durch Arrgaben m Vevbüetteu suchen, und schreibt:Gewiß müssen wir mit LirstangMen mrs uwere Heiurat rechnen, sogar in gesteigertem Maße, jemel)r mrsere Gegner otufthen. daß an den Fronten ihr Spiel verlorvrr Aber wiir dürfen nicht kleinmütig sein und die Gefahr überschätzen, die uns droht. Nehmen wir uns ein Beispiel an der BevölkcrMrg Südwestdeutschlands, die fortwährend von Flugangriffencheimgasucht wird und dennoch ruhig wie zuvor ihrer Arbckt uachseA. Eine starke LAchr schirmt unsere heimische Industrie im Westen. Schon mancher Flieger und kürzlich erst ein Luftschiff Statt Opfer gefallen. Droht wrserer

Heimat eine 1 wirkliche Gefahr, dann wirb unsere Oberste Heeres- leitun« sckMi die Maßnahmen treffen, dte emeu geeigneten Sckutz verÜfrk-chkL. ^ ^

** Grundbesitz Und Kricasttur^ih-e. Auch der Eigen­tümer lastenfteien GvundLvfitzss, dev gvgvnwärtig über flüssige Mittel nicht verfügt, ton sich cm der Zeichnung auf die sechste Kriegsanleihe bsteiligeu, ttuvm er aus seine Grundstücke ein hvpo- thekarisches Darlehen auftrimmt. Die Höfische LcmdoS-Hßpvchsken-! bank ist z-rr Moberiorg des Kri«gsmü^hr^rttv.rbs berert. solche! Dartcheu m SÜujÜSM stouiflKUfleit SU MwLhrey. Ä« siuv B. >

kleinere Beträge (bis zu 6000 Mk.) zu &/> 'Prozent Zinsen in den ersteil zehn Jahren, dann dauemd zu 41/4 Plwvent und 6 Pwzertt Geldbeschaffungskosten, die gestundet werden, e.chälllrch.^Für gröverr Summen erhöht fick, der Zinsfuß etwas. Tie Kosten für die^Hypv- thcrerrichtung sind verhältnismäßig gering, Weil der Landesstempel bei Geldausnahmen für Zeichnuugszwecke erlaßen wrcd. Wer inner vaterländischen ZeichnungSpflicht auf dem 'alvgedeuteten Weg ge­nügen will, kann jede nähere Llnskunft (namv^ttlich über Unkünd- barkeit, Tilgung, Unterlagen für die Beleihung usto.) Vau der ge­nannten Bcuck, die auch die Zeichnung vernrittehi, kostenlos einhoto.

. Landkreis Gießen.

Großen-Linden. 26. März. GsenVcchner LutttMg G r ö ß e r . ein Dotzn des kürzlich verstorben eil Cfisenbayners Ludrmg Größer IV., wurde mit der Hessischeil Tapfmkeitsmedaille aus­gezeichnet. Vor einern Jahre wlrrde er eiugez-ogevr, rückte im Zlugust ms Feld und kämpft jetzt als Pionier in Fvcmkreich.

:: G r ü n b e r g , 24. Man. Demnächst finü>en in den mcksien Landorteil des Kreises Gießen Vorträge üöev die Lebens­mittelbeschaffung für die Städte stptt. Im Interesse unserer Volksernährung ulid des Durchhaltens ist es erwünich-, weml die Vorträge überall recht gut besucht wc'.rden. Besonders Frauen sind dabei sehr willkommen. Es soll damit eine Einrichtung für den Kreis Gießen und auch andere Kreise gleschaffen werden, die nur von jedem Landwirt und Gemüsezüchter aufs freudigste begrüßt werden dürfte. D-er Msatz alles übrigen Geim'ises soll so organisiert loerden, daß man in jeder Gernenide «ihire Zeitverlust seine Vorräte vorteilhaft absetzen kcnln.

LI Holzh^im, 24. März. Bergnumn Jrch. SameS stürzte in der Grube Hoffnung so 'iinglücklich, daß er nad)' Lang-Göns zum Arzt gebracht lverden inußte.

LJ Lang-Göns, 24. März. Otto Dern, bea emem F6 silier-Regt., ist den 5)eldentod gestvrbekl.

)( Mainzlar, 23. März. Vor einer zahlreLcherc Zuhörer- schast hielt Lehrer D aab ans Lollar gestern abend hier einen Vortrag init Lichtbildern überUnsere R-eichsbank im Krroge". Bilder aus dem Zabntal und Teutsch-Südwestafrkka folgten dem Vortrag. Zum Schlüsse richtete der Vortragende an dw Amoescndcn die Vsiahnnng, sich an der Zeichnung -zur sechsten Kriegsanleihe rerht fleißig zu betätigen.

. Steinheiin bei Hungen, 23. März. Mit eer Hessischen Tapferkeitsmedaille allsgezeichnet wurde der Schütze Wilhelm T i e tz von hier.

Kreis Büdingen.

# Calbach, 23. März. Den Heldentod starb, von etitex Gra­nate getroffen, der Freiwillige Jäger Otto G ck a nu -- Die Hesii- sche Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Karl Vo bl csr t

Dauern heim, 23. März. Das Eiserne Kst^euz erhielt der Musketier Adolf Gvrr, Sohn des im Felde stehenden Land- stnrmmannes Unteroffizier Heinrich Gorr.

# Himbach, 23. Niärz. Das Sanitätskreuz am .Bairde der Hefsischen Tapferkeitsmedaille erhielt Fritz Rühlmanu.

# Höchst a. d.N., 23. März. Die Hessische Tap'jerkertsme- dcrille erhielt der Wehrmann Karl C l a r i u s.

-si- Wallernhausen, 23. März. Das Eiserne Krfmz erhielt der Kanonier Rudolf Wolf.

W e n i n g s, 23. Marz. Am 8. Februar starb rnfblge crneS Granatschusses den Heldentod der Reservist Konrad Neun.

Kreis Schotten.

# Eichelsachsen, 23. März. Die Hessische TapferLeits- medaikle erhielt der Musketier Otto H i P 'pe L

# Eschenrod, 23. März. Das Eiserne Lkveus m& bm Hessische CapferkditsMedaille trhielt lder Schütze Friedrich Büdner.

ü Rainrod, 23. März. Tie Hessische Tapferkeitsnredmlle erhielt der Pionier August C h i 0 u t.

4t Schotten, 23. März. Für dieRattoaMstung der im Kriege Gefallenen" sind im Kreise vier Bezirksfürsvrgestelflen er­richtet. Die Leitmig"rn Schotten hat Gerichtsassessor Dr. Bern­hard, in Gütern Hofprediger Widmann, in Laubach Obevcmrts- richter Zinrmermann, in Ulrichsteiu Pfarrer Bühler-Boben- hailsen II. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Grena­dier Karl Funk. \

Hessen-Nassau.

mr. Frankfurt a.M., 23. März. Das unter Zwangiwer- waltung stehende Villen-gebäude des früheren englischen Koprsnls Sir Francis Oppenheimer wurde für 680000 Mark cu\\ den Freiherrn Max von iGoldschmidt Rothschild verkauft. Lsteute vormittag fand auf dem Hauptfriedhof die Beerdigung des früheren kaiserlichen Gesandten Hans von Mi­guel statt, der lange Jahre die Interessen des deutschen Retibe-5 in Aegypten vertreten hatte. Der Verstorbene rvar der Sohn des ehemaligen Frankfurter^ Oberbürgermeisters und Ehrenbürgers, nachmaligen Staatsministers von Miguel.

ul. Limburg, 23.März. Heute nachmittag fMw M Her Alten Post" unter dem Vorsitz des Landrats Büchling eilte machtvolle Kundgebung für die sechste Kriegsanleihe statt. Er warm etwa 350 Personen, meist Bürgevniciswr, Pfarrer, Lehrer, Beamte, Vereinsvorstände usw. erschienen. Direktor Eisinger von der Lmld- Wirtfckastsktkm'mrer in Wiesbaden sprach über die wirtschaftliche Lft. Besser aus M.-Madbach über die finanzielle Rüstung des deutschst Volkes. Bischof Dr. Mian feuerte in einer zündenden und sehr beifällig aufgeitommzuen Ansprache zur Mitarbeit an der Kriegssi anleiheÄDerbung auf. Regievungsoräfident Dr. v. Meister appel­lierte an das Pflichtgefühl und die vaterländische Geimrtung der Bevölkerung und schloß mit dreifachem Kaisechoch.

[] Aus dein Kreise Marburg, 23. Mürz. Laut behördlicher Anordnuua haben die H ü h neu b e s i tz e r vo n jedem .Huhn im Monat mindestens drei Eier an die Eiersammelstelle abzuliefern.

Ntt?Versrfüts-N<rchpi^t--tz.

81 Marburg, 23. März. Ter seit 22 Jahren dem Lehr­körper der hiesigen Universität an gehörende Prof. Dr. nted. Paul Ostnrann, Direktor der Poliklinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten tritt am 1. April in den Ruhestand. An ferne Stelle wurde der außerordentliche Professsr der Ohrenheilkunde, Dr. Paul Stenger ans Königsberg lfierher berufen.

Mrchttche Nachvlchtem

Dienstag, den 27. März ds. Js., abends 8 Uhr, relig. Besprechungsabend für Männer im Gemeindestaus, Kirck> straße 9,Die Ähuld am Kriege und &»tt" Prof. D. Schian.

Srieffafiett der Redaftkon.

SAuouhme Anfragen bleiben unberüSsichttgt.»

Uachhar- 1. Kfrankenversicherun g: Bei Betnebsbe- amten, Handlungsgehilfen usw. nrehr als 2500 Mt. 2. I n vali­den v er si ch grün g: Bei dert tzu 1 genannten Peysnen mehr als 2000 Mk. 3 (Sitte Beraitlagrmg zur Ein k» mm.ensteuer erfolgt im allgemeinen nur, soweit es sich um fortkan fe rqbe Bezüge handelt: daS Gleiche gilt auch bezüglich c>er Angestell­te n v e r s i cb e r u n g. 4. Eine BerpfLickMtng für den Arbeitgeber zur Angabe der Löhne seiner Arbeiter brstM m Hefiru nach dem Einüimmenfteuergcsetz nicht, aber in Preußen, Nur der Steuer­pflichtige muß fiir sekkne eigne Person der Steuerbehörde An­gaben macheu.

ff. M. in G. Llußer Brot- und Fünschkarten körruen Sje mcht