Nr. U Zweites Blatt
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M. ZahrgMZ
Giehener «zeig«
General-Anzeiger für Sberhefien
ZaMrtag. 24 . März M 7
A»tMngSrrmdoruek und BorLagr Br ü ht'sche UnrocrstlälS-Buch-u.StLtndruSttet.
R. Lange, Dießen.
rchriftteit«»-. SrschLftssteLe sird vruürret:
Schulftraße ?. Gefchäf >s,teile u. Verlag: «-OOLI, Schrift ie nun-: 112.
Anschrift für Drahtnachrichten: AnzetgerGi»ßen.
hessischer Landtag.
Zweite Kammer.
Darnrftsdr, 23. Mörz.
Mm Recfterirngstischie: Tie drei Minister und verscbütiene Kommrssare. .
Vizepräsident Tr. Schmitt eröffnet die lLntzüirg' nm &U ttlft. Das toieber sonach besetzte Hftns tritt sofort in die DIgesord- wmg ein: . . ^
Die Negierungsvorbagen, Gesetzentwirrf, das Gemernoewahl- rvcht der Kriegs-teiürehmer betr., (Berichterftatter Abg. Leun) und die Bvrl-age, Gesetzentwurf über dre Erstreckung der Güftigkeft des sAnsführnngsgesetzes yiait ReichSviMeucherrgesetz und der Gesetze Mer die Ents-cbädignng für cm .McruF- und Klauenseuche, Milzbrand, Fdauschbran-d Und Sckckveinerotlauf gefallene Tiere betr. ^ werden nach dem Ausschußantrag ohire Tebatte angenommen. (Wir haben Mer die beiden Vorlagen bereits früher cursführliche Mitteibmg gemacht. D. Red.). ^ .
Zu der Rückäußerung Erster Kammer bezüglich der Regre- rungsVorlage, die Gewährung von Bezügen an Beamte imd ständig verioeridete Bedienstete, die während des Krieges ihrer aktiven Dienstpflicht genügen, betr., (Beriasterstatter Abg. Tr. Osann) empfiehlt der Ausschuß Beitritt zu dem Beschluß und die Kammer beschließt mit allen gegen zwei Stimmen demgemäß.
Ter dringliche Antrag des Abg. Dorsch Schutzimpfung gegen die Ratlaufseuche bei Schweinen betr. und der Antrag desselben IWg., den Rvwenszug des Kaisers von Rußland auf den Achselstücken des 2. Hess. Leib-Trag.-Regts. Nr. 24 betr. (Berichterstatter Nbg. Stöpler) wird einstimmig angenommen.
Der Antrag des Abg. W o l f - Stadecken, Maßnahmen zv" Förderung der landwirtschaftlichen urch gewerblichen PrvduMoi^ b^reffend rnrd der Antrag des Abg. von Brentano, das Verderben von 600 .Kisten Büchsenmilch betreffend, wird nach dem Ausschußantrag für erledigt erklärt.
lleber die Vorstellung des Landlwirts Heinr. T o l. in Schw>a- benhemr und Genossen, Erlaß von Strafen wegen Hausschlach!-- tun-gen betreffend und den Antrag der Abgeordireten Korell- Jngelheim und Tr. Wolf-Gonsenheim, Erlaß von Strafen wegen Hausschlachtuugen, entsteht eine längere Debatte.
Mbg. K o re l l-Ingelheim (F. Vpt.) fragt, ob die Verord- imngen sofort nach deren Bekanntmachung in den Kreisblättern in Kraft treten oder ob den Bewohnsrn der entfernt gebegenert Orte eine Frist bis zur Kennttftsnahn« der Verordnungen gewährt werde.
Abg. Tr. Osann (nall.) fUrnmt der Anfrage bei. Das sofortige Inkrafttreten der Verordnungen sei unbillig. Es sollte bestimmt werden, daß sie erst drei Tage später rechtsgültig seien.
Abg. Cal ma>n (nall.) bemerkt, diese Frage sei,nicht von Bedeutung, da ja das Reichsgericht entschieden habe, daß eine Bestrafung wegen UÜbertretung reicht erfolgen könne, wem: ein Verschulden des Betreffenden nicht worliege. Ein solches Verschuldsen sei nicht vorhanden, wenn er nicht rechtzeitig von der Verordnung Kenntnis haben kormte.
Staatsminister v. Ewald weist dagegen auf eine Entscheidung des Landgerichts Mainz hin, worin bestimmt wird, daß auch im Falle von Fahrlässigkeit hinsichtlich der Kenntnisnahme der iHervrdrrrrng eine Bestrafung erfolgen Rhute, oder wlmn der Täter durch vis Entfaltung einer besonderen Eile der Bekanntgabe der Verordnmlg zuvorzulommen suchte.
Die Vonstellung Doll und der Antrag Korell-Jngekhei« werden darnach für erledigt erklärt, desgleichen der Antrag Dr. Fulda betr. die Ablieferung der in hessischen Jagdbezirken Äegten Hasen und der Antrag Dr. Weber, betr. Buck>eckern.
Zu der Vorstellung des Werkmeisters an der Technischen Hochschule, Max Lrndner, betr. Abstellung und Gehaltsauchesse- incng, gibt Abg. Dr. Osann (nall.) eine kurze Begründung des Ausschußantrages die Vorstellung der Regierung zur. wohlwollen- den Berücksichtigung zu überweisen.
Abg. Raab (Soz.) tritt ebenfalls zugunsten der Vorstellung ein, worauf Minister v. Hombergk wohlwollende Berücksichtigung zusagt.
- Es folgt mm die Beratung der Regierungsvorlage, betr.
Gewährung von Staatsdarlehen an vom Kriege betroffene Personen.
Abg. Henrich (frs. Dpt.) meüit, es handle sich hier um eine Mittelstands frage, die Vorlage komme aber nur dem selbständigen Mittelstand zugute, und nicht den unselbständigen Angestellten, die unter dem Kriege am meisten zu leiden hätten. Redner stellt deshalb folgenden Zusatzantvag: „Ebenso können Darlehen auch an Kriegsteilnehmer aus dem Stande der kaufmännischen. technischem oder sonstigen Privatangestcllten getvährl werden, die ein Bedürftris dafür zur Aufrechterhaltung oder zur Fortführung ihres bürgerlichen Berufes nachveisen."
Oberregierungsrat Wagner wendet sich gegen diesen Zusatzantrag. Die Regierungsvorlage gel-e schon weiter, als die ursprüngliche Ansicht war. Durch den Zusatz würde der Charakter des ganzen Gesetzes verändert werden, er bedeute eine ungerechte fertigte Bevorzugung der Privatangestellten.
Abg. Köhler (natl.) erörtert die näheren Umstände, in tvelchen sich die Handwerker und Gewerbetreibenden infolge des Kläeges beftnden, und erkennt die großen Vorzüge der Vorlage an. Redner erklärt, daß er es mit Freuden begrüßen würde wenn die Regierung auf den Antrag Henrich einzugehen in der Lage wäre; er körme aber nach den Regierungserklärungen nicht für die Annahme des Antrags erntreten, weil dadurch das ganze Gesetz gefähü>e1 würde. Zum Schluß bittet er, das im Art. 5 des Gesetzes „Zinsen" zu ersetzen.
Abg. So Herr (3tc.) begrüßt das Gesetz und ist erfreut, daß die Regierung zu dem Schritt der DarlehenÄFewährung bereit sei und auch die dafür «rsefthMe Summe lwn 3 Mill. Mark überschreiten wolle.
Mg. Henrich (frs. Vpt.) erklärt, daß er die von der Negierung vorgebrachten Gründe gegen »einen Zusatzantrag mcht als zutreffend anerkennen körme. Durch) die Ansdehnung des Gesetzes auf die mrftLbstLndigen Kriegsteilnehmer würden besten Grundlagen keineswegs erschüttert^
Abg. Eißnert (Soz.) schließt sich dem Antrag Henrich an.
Abg. v. Brentano (Zerttr.) bespricht die Frage, auf welche Weise man es verhindern wolle, daß den Kriegsteilnehmern sofort das gewahrte Darlehen von blutsaugerischen Gläubigern wieder entzogen werde. { ,
Finanzminister Tr. Becker erklärt, die Ausführung Gesetzes werde für die Sicherung der Darlehen ebenso, wie für die Kontrolle der gewissenhaften Benvcndung Sorge tragen. Der Antrag Henrich sei wegen der damit verbundenen großen finanziellen Berpflichtun»- gen unausführbar; man könne dann überhaupt keine Grenze mehr ziehen. Mit dem Antrag Köhler erklärt sich der Redner einverstanden. Den von Eißnert geäußerten Einzelwünschen könne man eittgegenkomnren.
Abg. Dr. Osann (nall.) Mt den Antrag Henrich an und für sich als berechtigt, befürchtet abar bei der Annahme desselben^ eine Gefährdung des ganzen Gesetzes. Die Gründe der Regierung gegen den Antrag könne er nur zum Teil als gerechtfertigt anerkennen ; man könne die Verhältnisse der Angestellten nicht mit denen der Arbeiter in Vergleich ziehen. >
Abg. Ulrich (Soz.) meint, der Frnmrzminister scheine außerordentlich ängstlich zu fern; Er, Rddner, werden für den Amrag Henrich eintreten. Auf Grund des einen Gesetzes ein Darlehen zu erhalten, sei sck>on jetzt durch die einzelnen Bestimmungen sehr erschwert. Der durch den Antrag Henrich nottvcirdig werdende Mehraufwand würde tausendfältige Zinsen tragen.
Finanz minister Dr. Becker bestätigt die Anftage aus dem Hause, daß die Wohltaten des Gesetzes sofort in Anspruch genommen werden könnten. Wolle man dem Antrag Hcarcich zusammen, so müßte wvlü auch eine Enveiterung im J-ütereste der Arbeiter ins Auge gefaßt werden. Die hestifche Vorlage fet weitgehender, als die irgend eines anderen Bundesstaates; mrr in Sachsen würden auch den Privatangestellten Darlehen bjis zu 300 Mark betvilligt.
Abg. Cal man lncttl.) stimmt mft dem Grundgedanken des Antrags Henrich übevein. Er will aber das Zustandekommen des Gesetzes in nächster Zeit nicht hindern, nachdem die Regierung den Zusatzarrtrag für nncmnehmbar erklärt hat. Der gesunde Grund, den Antrag in dieses Gesetz hnreinznarbeften, habe auch große techj- nische Schwierigkeiten, es würde in der jetzigen Fassung nur in seltenen Fällen zur Genehmigung der Gesetze führen, aber zahllose Gesuche verarrlassen, denen nach der Fassung des Gesetzes nicht entsprochen werden könne.
Abg. Ulrich (Soz.) fcematt dem Finanzministrr gegenüber, daß er imter den „techTrischcn Angestellte^" allerdings auch alle Arbeiter verstanden wissen wolle.
Nachdem Abg. H e n r if ch nochmals auf die Gründe seines Antrags näher eürgegangen ist, erfolgt die AbstiMTirung.
Das HauS nimmt »rerst die Regierungs Vortage und darnach den Arttrag L)enrLch und oen Antrag Klöhler an.
Den folgenden Punkt der Tcog^ordnung bildet die Regierungsvorlage betr. die Gewährrmg von KrtegtenerrrngsbeiHilfen an staatliche Beamte, BwlkI fch cklebrer, Staatsdiensdanwärver und ständig gegen Bergüturrg beschäftigte stsatliä»' dedrans^etc, Ruhe- und Witweng-eMtsempfm^en, sowie Hvtterbliebene jvkchrc.
Ter Ausschuß beantragt die Zustinrmuny Ml der Vorlage dahin, daß die für diese Ztoecke erforderlichen Aufwcvrduilgen für Vvlks- schullehrer und Lehoerinncn, Venoalter roch deren Hinterbliebene bis zum Betrage von 2O0 000 Mark aus den Ueberschüssen des Propmzialschulfonds, die Mehrbeträge aus der Staatskasse ent- nonrmen werden. Ferner soll in Art. 1 der Vorlage di-e Einkommensgrenze von 4200 Mark auf 4500 Mark erhöht, und die Beihilfe bei einem Gesamteinkommen bis zu 5000 Mark (anstatt 4800 Mark) gewährt werden. Weiter soll folgender. Zusatz zu Art. 2 gemacht werben: Im Falle der Bedürftigkeit ist die Regierung ennächtigt, Teuerungszulagen oder sonstige Unterstritzung zu geivähren.
Abg. Bach (natl.) führt aus, daß die Vorlage infolge be- ftmderer Stellung der Beamten und Lehrer notwendig ser und bedauert verschiedene ihr noch anhaftende Märrgel. Ter Redner begründet dann einen Zusatzantrag, auch für die Kinder von Kriegsteilnehmern, die selber von den Wohltaten des Gesetzes ausgeschlossen sind, ebenfalls eine Beihilfe zu gctwähren.
Abg. Henrich (fr. Vpt.) erklärt, er wolle auf tveitergehende Anträge verzichten, da er überzeugt sei, daß diese Vorlage nicht dic letzte sein werde. In Preußen, beabsichtige nran, viel weiter zu gehen.
Abg. Tr. Osann (natl.) erklärt sein Bedauern darlkber, daß die Regierung bei den Pensionären und den dechnäfcheu Lehrorrnneu aus den Nachrrnis der Bedürftigkeit nicht verzichten wolle. Weiter fragt der Rwner, ob auch die Gerichtsvollzieher in die Wohltaten des Gesetzes mft einbegriffen seien,
Finanzminister Dr. Becker führt aus, die Regierung habe in der Vorlage das äußersde geboten, was bei der jetzigen Finanzlage möglich war. Noch lveiter gehenden Anforderirngen könne sie nicht zustimmen. Wenn man ähnliche Teuerungsbeil)»lfen gewähren wollte, wie in Preußen, so würden dafür l 1 /* Millionen erforderlich sein. Ten 'Antrag Back) bittet der Minister abzulehneir, da eine Unterstützung dieser Kinder schon nach dem Gesetz im Falle bei Bedürftigkeit gewährt werden könne.
Staatsnrrnister v. Ewald antwortet dem Abg. Dr. Ofauu, daß dir Gerichtsvollzieher nach Maßgabe ihrer Ge^ltsberüae mft in dem Gesetz inbegriffen seien. Sie erhielten auch sckZwn Zuschüstie^ wenn ihr Einkommen durch den Krieg geschädigt werde.
-Abg. Adelung (Soz.) bemerkt, die^ Verbesserung der Bk- amtenbezüge müste entsprechend den Verhältnissen im Rerch und in andere:! Bundesstaaten ersolgen.
Nachdem Abg. Bach (natl.) nochmals die Annaftne semrs Antrages empfohlen hat, erfolgt die Abstimmung. Das Haus stimmt der Vorlage nach) dem Ausschußantvag einmütig zu und nimmt auch den Antrag Bach an.
Darnach schließt Präsidcm-t Köhler die Sitzung um 1 Ubr.
Nächste Sitzung: Tonnerstag, 29. März, vormittags 10 Uhr.
10. Sitzung der neunten ordentlichen evangelischen Landessynode.
(Schluß.)
Shrrod. Wagner macht ebenfalls Bedenken gegen dir Verlegung geltend. SyTrod. Dittma r schlägt eine Verlegung dev Zeitstunde vor vielleicht auf den Abeird. Sie brauche auch nicht m der Kirche geMten iziu werden. Sttnod. Wild bleibt auf der Tribüne unverständlich. Synod. Win ne mann sckstägt vor, die Christenlehre im Sommer früh um 8 Uhr abzuhalten.
Der Vorsitzende unterbricht die Verhandlungen, um das neu eingetretene Mftglied, Syuod. Wild, einzuführen und zu vm> pflichten.
Sodann spricht ShNod. Loos über die Schwierigkeften, die der Krieg dem Kirchengesang gebracht hat, und über die günstigen Erfahrungen, die er mft einem Frauenchör gemacht.
Zu den Zählsomttagen empfiehlt Sy-nod. P a y n, es bei 'dem bisherigen VeNähven zu belassen. Nur der Ostertag fer nicht glücklich gewählt wegen der an diesen Tagen häufigen Konfirmationen^ Cynod. Jaudt spricht für jeden ersten Sonntag im Monat als Zähltag. Syiwd. Volk empfiehlt auch einen Festtag beizulehallen. Der erste Ostertag brauche es nicht zu s.in. Syuod. Fuchs wünscht einen vmr 2 ^pperieiertagen der Arbeiter wegen, die an Einz-elfeiertagen vorzögen, sich auszuruchen. Synod. Jaudt meint, daß Zäh-inngen an Feiertagen leicht ein falsches Blld geben. Synod. Wagner glaubt bei einer Zusammenstellung v>cm 1 Fest- und 5 Sonntagen ein richtiges Bild zu bekommen. Synod. Jakob verspricht sich von kemer Zusammenstellung ein richtiges Bild. Es komme nur darauf an, die erhaltenen Ziffern zu vergleichen.
Nach kurzer Ausspvackre über die Möglichkeit einer Abkürzung der BerMrdlungM verweist Geh. Rat D. Dr. Flöcing bezügl. der Paten auf die Bestimmungen Mer die Führung der Kirchenbücher. Synwd. Fritsch bringt zur Kenntnis, daß die Bundes-i regirrun-gen nach sicheren Nachrichten beabsichtigen, den letzten Rest des Jesuftengesetzes aufzuheben. Die konfessionellen Orden müßten dem Volke erhalten werden, dem werde dadurch aber entgegengc^ arbeitet. Shrvod. Weber dankt der Kirchenbehörde für i'Or Eingehen auf die AlkoMftage. Es sei traurig, daß heute noch täglich 20 000 Zentner Gerste zur Bierbereiümg verschwendet würden. Er bittet um das fernere Wohlwollen der Siwode für die Mntlalkohol-" beivegung. Spiwd. Wild gibt Aufllärungen Über die Gerstenkonti ngentierimg für Bmuereien. Synod. Loos spricht kirrz über die Taufen und Konffrmationen und betont das Recht der Kirche aus erzieherisck-e'Einwirkung auf ihre Mftglleder. Synod. Jaudt verteidigt den StarrbprLitt des Ausschusfes. Synod. Wag ne y stellt fest, daß rft rux 2imtpofie nköü xu bekommen fa. DaS Taufpatenamt dlirfe nicht mft Geftxrusgawen ülx'rlastet werden — hier müßten die Geistlichen belehrend und vermittelnd eingreisen.
Oberkonsistvrialrat Wirkl. Geh. Rat D. Nebel spricht der Geistlichkeit in Stadt und Land den Dank des Kirchenregrments für die tatkräftige Hilfe in den schweren Kriegsnöten aus, lworaut der Bericht angenommen wird und eure Pause von 20 Mmuten eintritt.
Nach der Pause erfolgt die zweite Beratung des HMts- Mtsvoransailags. Nach kurzem Bericht des Synod. Bayer über den Zusatzantrag, nach denl auch Adoptivkinder Erziehungsbcr- Hilfen erl-alten können, wurde der Etat in zweiter Lesung angenommen. ^ ^ ^ . r
Oberkonsistorialpräsident Wirkl. Geh. Rat O. Nebel iagte Berücksichttgrcng der Ausführungen des Synod. Wagner zu nrrd dankt dem Syrwd. Dr. Diehl für die der Synode gestifteten ge- schichtlick-en Werke, worauf der Voranschlag nach Ein- und Ausgaben einstimmig ange:rommen wird. Ebenso der Antrag betr. der im Heeresdienst steheirden Pfarramtskandidaten. Ueber den Antrag des Grvsch. Oberkonsisboriunrs bett. die Errichtung einer evangelischen Psarrstelle zu Guftavsburg berichtet Synodale Ba y e r. — Es folgt die Beratung einer Eingabe des Regierungsrats Fuchs, die Gehalte der irr dem Geschäftskreis des Oberkonsistoriums des evangelischen Predigerseminars in Friedberg an gestellten Beamten, hier der Gehalt des ersten und zweften Beamten des evangelischen Zentralkirck-enfvnds. Dem Anttag des Ausschusses erttsprechend wird die Vorstellung als zurzeit ungeeignet abgeldhirt. ^ t ^ „
Als letzter Punkt steht auf der Tagesordnung dee Vorlage des Oberkonsisboriums betr. die Einführung eines allgemeinen Buß- und Bettages in den deutschen evangelischen Landeskirchen. Die Synode stimmt den: Ansschußantrage auf Zusftmnumg zur Vorlage nach längerer Aussprack-e zu. , ^ ^
Mit einem kurzen Sckstußworte und einem Ausblick aus die. Zukunft schließt der Vorsitzelide Kirchenrcü D i n g e l d e y die Sitzung der 9. ordentlichen Landessyuode. Das Schlußgebet sprach Synod. Jakob.
Sonntag, 2^., Montag, So. und Dienstag, 27. März jedesmal von ll—6 Ubr werden die Arbeiten der abgebenden Schülerinnen in den Räu/nen des Seminars, Garteuitraße 30 ausgestellt. Der Zutritt ist jedermann gestattet und laden wir zu regem Besuche ein. 2361D Der neue Kursus beginnt am 19. April. Prospekte u nö Auskunft durch L. Moescr, Garrenstraße 30.
Wir beehren uns. die Besitzer vonSchulbverschreibungen unserer Gewerkschaft gemäß 8 6 des Gesetzes vom 4. Dezember IM) bezw. vom 14. Mai 1915 zu einer Montag, den 23. April 1917, vormittags 10 Ubr in dem Ge- schäftslokal der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank, Darmstadt, Sandstraße 3b stattfindenden Versammlung mit nachfolgender Tagesordnung einzuladen:
1. Bericht über die derzeitige Lage der Gewerkschaft.
2. Beschlußfassung über die weitere Stundung der fällig gewesenen und bis zum 1. Juli 1918 fällig werdenden Zinsen bis Ende 1918.
3. Beschlußfassung über die Sistierung der Auslosungen von Schuldverschreibungen für die Kalenderjahre 1916.1917 und 1918 und die weitere Stundung der aus früheren Verlosungeu rückständigen Beträge bis Ende 1918.
Darmstadt, den 20. März 1917.
Gewerkschaft Kur-Cöln.
Der stellvertretende Vorsitzende des Grubenvorstandes:
Mayer. 2372
?^ännSr- Eladeveixin.
Montag, den 26. März, abends pünktlich 9 Ubr
Iahrcs-Versaruiuluttg
im Lokfte des Herrn Rabncscld, Schanzenftraßr 2.
♦ Geschäfts- und .^aöenoertchl, Vorstands ^ü.jlöo. büUng . wohl, Verschiedenes.
Hierzu ladet ergebenst ein
12377
Der Vorstand.
Hslzversteigerung
Dienstag, de»l 27. ds. MtS. sollen im Altcn-Büsecker Gemeindewald, Distrikt Röderwald und Struth folgendes Holz versteigert werden:
2 Esche Stämme -- 0,28 Fstm.
220 Eiche Stämme — 32,54 Fstm.
104 Eiche Spalierposten — 2,2 Mtr. lg.
5 Esche Derbstangen ----- 0,23 Fstm.
13 Eiche Derbnangen — 0,57 Fstm.
372 Fichte Derbstangen ----- 16,56 Fstm. 241 Fichte Reisstangen — 0,88 Fstm. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Struth. 2402
Alten-Buseck, den 23. März 1917. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck.
I. V.: Rau.
Horzvcrfteigerung»
Freitag, den 30. Marz sollen im Distrikt Spieß und Vurgrvald versteigert werden:
2 Ctchen-Stänuue mit 1,52 ebm Schnittholz, 13b Rm. Eichen- und Kieiern-Scheil und Knüppel, dabei 2 Rm. Hainbuchen-Rundscheit.
1800 Eichen- und Nadelholz-Wellen und 415 Rm. Etchen- und Kiesern-Durchsorstungsreiser.
Zusammenkunft 9‘/ 2 Uhr an der Hoheitsgrenze auf der Marburgerstraße.
Friedclhgu'en, am 23. März 1917.
Freib- v. Rabenau'sches Revier Friedelbausen.
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