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12.3.1917 Erstes Blatt
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Der c«uLische Vericht au- Mesopotamie i

London, 10. März. (WTB.) Amtlicher Bericht aus Mesv- yotnmren :^ Un,ere Karumonboote und mrseve Kavallerie entdeckten, nm März den Feind, i/rc in verhältnismäßig großer Zahl eure am Dal; a - Fluß besetzt hielt. Am folgenden Tag« ver niMten wir den Feind in ein QkiuijL Tie Räumung der sorgsältig auSgebcritte^r 5rtc siphon - Stellung durch den Feind ist inrferTr? schnellen Vorrüchm von Azizie her zuzuschveiben

2luv Persien.

Kvnstantinopct.O März. (WTB.) Meldmrg der Agentur Milli. Ham eben ist nichl. :i>ie die Russen belMupten, durch Angriff genommen tvorven. Ti: ^tobt wurde kampflos ge- räumt infolge gelvisser militärischer Maßnaynren, die wir im Innern Persiens «TcrnjffciT haben, ohne daß es der Fünd bemerkte. Dies geschah sogar einige Tage fcnvc der russische Bericht die ^c^unfl meidett. Unter biefan Umständen wurden unsere Truppen keüleswegs verfolgt. Die BE"uüf"ung ftxz Petersburger Tele-) 'V.aptemtxvtnT, muf> der die Russen die Türken verfolgt und in die Flincht FeschLagen hatten, entbehrt daher jeder Begründung.

Die düstere Rede des englischen warineministcrS.

Berlin, 11. März. (Privattel.) DerBerl. Lokalanz." veröffentlicht ein Telegramm des MailänderCorriere della Sera" aus London, wonach die Rede Earsons im Unter­haus über den U- Boot krieg wesentlich düsterer geklungen hat, als in den ersten Berichten darüber 51t lesen gewesen war. Der Marineministrr sagte u. a.: Er sei weder Pessimist och Optimist, man müsse aber die Lage so schauen, wie rre sei. Der Ü-Bootkrieg sci-ädige die englische Schiffahrt schwer. Dazu komme, daß es beu Deutschen gelungen |et, überttfl, sowohl mn Kap der Galten Hoffninrg, wie im Golf von dksten und an der indischen .Küste, Minen zu legen. Die Aufgabe der englischen Marine, die ihre Aufmerksamkeit allen Meeren zuw-c'nden müsse, sei schwer und bleibe ernst. Mittel zur Belümpsung der barbarischen Kampfmcthode des Feindes seien bis jetzt noch nicht gefunden, und es sei daher die Mitwirkung des ga izrn Landes i'otwen^ig, um die Schwierigkeiten des Augenblicks zu überwinden. Der Korrespondent des Mailänder Blattes fügt hinzu, daß die 9icde als Ankündigung weiterer Beschränkungen. der Einfuhr angesehen werde

Der dänisch-englische Telegraphenverkch .

Kopenhagen, 11. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie hiesige Blatter melden, ist abermals ein Tele-grapHenkabel zwischen Dänemark und England unterbrochen, so daß der dänisch englische Telegraphenverkehr nur noch durch b<i$ letzte Kabel zwischen Hirtshals und Newbiggin bei Newcastle durchgeführt werden kann. Es besteht zwar nocv ein anderes Kabel, dieses ist jedoch ausschließlich dem englisch-russischen Durchgangsbcrrehr vorbehatten. Wie beim Kadelbrnch vor fünf Wochen, so befindet sich, auch diesmal die Bruchstelle an der englisck>en Küste inrccrhalb der Gefahr- zo-no, so daß von einer Ausbesserung des Kabels abgesehen rverden muß.

Die Kinderernährnng in England.

Kopenhagen, 10. Dkärz. (WTB. Nichtanrtlich.). Ern staatlicher Ausschuß von Frauen trat jetzt irr Wirksamkeit, mn die Kinderernährung in Englarrd zu organi­sieren, Kinder von Frauen, die in Staats sab rikerr arbeiten, werden von dem Ausschuß in Pflege genommen.

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Kug!oi:ö vor der riatajttoptzc.

N o p e n h a g o 7l. 11. Marz. I WTB. N ichtanrtlich.) I m russischen Reichs rot brachte irach den letzten Meldungen truS Petersburg d>er Präsident, des Kriegsindustciekoiniieeö^ Gutsch - kv w, uanrekks 36 Mitgliedern des RcichSrats eine Interpellation tider die L e b e u S m i t t elve rso rg u n g cku. Er richtete dabei einen }cift ftefot Angriff gegen die RegierungSpolitik. Der Redner führte aus: 'Diebereits feit langem bekannte Desorganisation deS russischen Bc/r kehrswese ns hat mm solche Formen augv- rrovrmen, daß sie %u einem Stciatsunglück zu werden drohe. Sowie gegenwärtig die Versorgung des Landes und des HeereS mit LebensMitteln erfolge, müsse der Krieg mi t einer Katastro phe für Rußland ende n^ Das auf den Bahnstationen anfgelagerte Getreide iverde nicht weiter­befördert. In Sibinien seien so ungeheure Getreidevorväjte, daß sis letzt von Mulmö dedvoht feien. Seit Mitte Februar feien die Bahrten ro* mit der Beförderung ton Brennmaterial für den eieren Bedarf befchafttgt, während das Land unter dem Mangel an Brennmaterial lAde Biele MMen, die Odetreide genug zu mahlen ltätten, .nüßten den Betrieb tocacn Mangel an Brennnraterral erstellen. Wegen des Mmrgels an Beleuchtung seien nach dem Sonnenuntergang die Städte mw Dörfer in gan- Rußlarrd in tiefstes Dunkel gehüllt, loomrrch die kostbare Arbeitsort verkürzt tverde. Trotz aller ''Zersrcherungen der Regierung sei eine Besserung in dekl Zuständen noch nicht eingetreten. Der tiefe Abg-rund zwischen Regienmg und Volksvertretung sei der niahre Grund des jetzigen ZMaudes der Auflösung, der die Lebensirtteresstn des Landes be- brohe imd daS Bejtiel»°n des Reiches untergrab«. Grüsclrkew forderte schlietzüch ?lntwort auf folgende Anfrage: Welche Maß- mrhmen gÄu'nkt die Rcgiermcg zu ergraifen, unr den vollständigen t^erMl bo -1 Verkehrswesens vorzuüeugen und die Versorgung des deS Landes mit Lebensmitteln, Brennmaterial nrrd Rovstoffeik zu scchcrv. Der Beschluß ans Zrilassuna der JntcrpeNa- tron zur Beratung im^ Reichsrat wnrd? einstinvmg gefaßt.

- ^^^sfffchi' Presse begleitet die Destwechnng dieser Sitzung E Angriffen gegen die Regieririrg.Rußkoja Volja"

la gt, d ie Regierung kömre mcf diese Anfrage nicht mit Worten airt- roortnl. foran nt nur mit einer einzigen Tat. nämlich ihrem Rück- trrtt.. Wenn auch nicht, zu envart«: sei, daß dieses geschoben werde,

10 sec es doä» me Pflicht eines jeben Bolrgers, ihn immer lvieder laut rll ve-rwngeir.

.^OcnVdfT! 10. März. (WTB.) Nach Berichten der rmftA-en Zerttmgen -l^t die erste Sitzung der neuen Session ctrt)5bum <1 eilten gairz anberen Verlauf genonrmen, als dre Petersburger Talograbl^u-Agcr.tur meldete. Die Redoir der Abgeordneten warrn von tiefster Erregung durchüttert. Me Redner jtEtrn mc trostlose Lage auf dem OMriete der Lebens- ^lEtelversvrguna und die Unsäbigseit der Regiening fest, das Land aus drestr Lage herauSzttbringM, doch) hielt sich bis ans ermge AnSt^hmm Vst .Kritik an der Rogieritng in müsstgen Gvenzen Da» offiziöse Blatt ...Kolokol" wisst wohl das Richlige ^rom eS sclweiüt, öotj der Witte, eine Auflösung der Duma zu verchisten, der ersten Sitzung das Gepräge ruwlieh.

einer farblosen patrivtischc'n Anspracl-e des Tumapräsi- denten A»dvj«nSo ergriff der Laudw ir t scha f t S m i n i st er Ritt ich Er schilderte eingel-end die traurige Lage deS

L<DnM,M»lmvr?res. Dre Detvllmächtigten der RemerANg st'ir den Ein8c»i betreibe stünden vor unüberwmdliclirn Schwierig

keilen. Te-eenber und Iarmar haste noch unter Schwierigkeiten Gotretz» tzeschiffst »oerden können. Es löstest jedoch keine Sicl-er & t»s «Hk irkdbft gelingen werde. Die LEberw k rung ! est^>e Ge*> qe.tti-! rnu> tzstts- ihre Vorräte zurück. Daran sei das vppo sckwHtÄe Hertzch-en gewisser (zZesellsttwstSschichten gegenüber der TätiWf»t detz LanvIoirtAiastkmiinfteriumö schuld. Statt in der «^«»»lkeruno für die <Hergabe an landwirtschrftlich'u Pro- »ir»e« V»Z»«7w« m machen, werde in ilmen das betrauen zm immer inehr untergraben. Sie sehen, schloß Rittich, ich \*A)X optimistisch gestimmt. Ich fürchte mich vor der Po- Ich erwarte mit Ungeduld die Antwort

sprach der Sozialist Tscheidse, der sich gugcn di.e Poirttt dr.5

progressiven Blocks toaudte. Er geißelre, daß der progressive Block bas rvriedcn sangebot Deutschlands für nwoerk erachtet habe, sich miv chnr zu br assen. Bisher Ijabc der Block trotz seiner konsequen­ten Är'.egspolstrk keüle 2l«rtvrim.! des Regierungsspstems drcrchzu- setzen vernuxht. Eine solche Äendcr.vlg könne er nur durch einen Kamps im Jmrern des Volkes HcrdeisüHren. Tscheidse schloß: Die ietztge Regierung streb: dem Abgrund zu und wird auch Euch mit yineinziehen.

P u r i s ch k e w i t s ch sagte u. a.: Die deutschfreund- lrche Partei gewinnt in unferm Va terlande täg­lich au Boden. Tie Negierung ist demoralffiert und trewt Rußland dem Abgrund zu. Ter Führer der progresffven Frakrion Efrenow bezeichurte die Verhaftung der Arbeitergruppe des krieqs- mdustriellen Komitees als ehum Schlag iirs Gesicht des ganz«! ruisi- >d)en Volkes. Die Lage des Landes sei katastrophal, ttnter der Be­völkerung greife immer mchr die HofscrungSlosigkeit Platz. Tie ßaltf. benentgen, die an der Duma vorbei dce Bcseitigmrg des Svstems luchten, wachse täglich.

Vom Aaren.

Petersburg, 10. Msttz. (WTB. Nichtarntlich.) Der Kaiser traf im kaiserlichen Hauptquartier ein, wo er u. a. burch General Alexiejs, de-.n Ehcs des Großen Geareral- stabes, b-sgrüßt wurde, dem der Kaiser seine Frecwe aus- Ipr-ach, ihn nach schroerer Krankheit wiederher^estellt und seiner Tätigkeit wiedergegeben zu seheit.

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Eine drahtlose Berbindung Deutschlands mit Mexiko?

Washington, 9. MchZ. (WTV.^ MeLsting dos Reutcr- Bureaus. Die Neper,mg wurpc yaManrtlich verständigt, daß die Stadt Mer iw irr direkter dralckloser V<vHindnng mit Deutschland stehe. Eine Untcrfucftrrtn nimDe an-geordNLt. Das Wotsfsche Bureau bemerkt dazu: Die Errichrmrg einer draWosen Station m M«'iko ,värc selbswerständbich das irveigerrste llioHt der mexikanischen Re­gierung. Der Zusatz stw R«cün-Dep^che.Eine Untersuckprirg tvurüe an geordnet^ zeigt, \vcm\ Ixe Sache zrctrifft, eine unver­ständliche Einmiscknmg ver B«:einigten Bimsten, tu innere Ange- legenE'.ite?7 des völlig selbständigen Mez^ko.

, Washington, 6. März. (WTB.) Reutsr. Tie RsgierimaS- fretfc in Washington würden es für eine ärmste Gefahr hakbejn, wenn sich^die Rac^richt über die direkte Verbindung zrv-i- schen Mexiko nnd Deutschland lienvrhclch.ten chlttÄ, denn dann wären Deutschlands Ozoan-Kaperschiffe rach Taruachrote in der Lage, von deutschen Agenten in den Vwe'/uigü-n Staaten genaue Einzel­heiten über die Ausscchrt amerikanischer und «anibeeer Schiffe zu erfahren.

London, 10. Münz. (WTB. MchtMntlich.)DieTimes" meldet aus W a s b i n g 1 0 n : Das Staatsdeparteinewt kabelte mr den amerikanischen Botschafter irr MexiLo, er solle Car- ranz-a sagen, daß er Vevairtwoctlich genvacht werden würde, wenn Deutschlands Bemühungen in Mexiko Erfolg hätten. Oefterreich-Nngarn und Amerika.

New Port, 10. März. (WTB.) FimkspruH des Vertreters des Wolffscyerr, Bureaus.Associaicd Preß" >mldet anS Was hing) ton: Hier wird amtlich begann lg cg.üE:!. daß die Antwort Oesterreich-Ungarns auf AmvrisrN' Verlangen, imch einer klareren ^.eststettrMg feiiucc Haltmrg bezüglich des Unterseekrieges die Lage, stir weitere Verhandlungen offelt laue. Ti: schiebe zeitweilig den Brr.ch' hinaus!, der seil dem) Abbnrch der Beziehungen zu Deutschland als imvermeidlick; an­gesehen werde. Obwohl im großen und ganzen die lauge Mitteilung die unbeschränkte Kriegfübrimg, ,oie sie von ^

S'...rr.s'^),',e von Zusammen 4 2 17 7 Brullv-Ne- gistertonnen versenkt. Eine Prise von 1100 Brutto- Registertonnen mit Salpeter wurde eingebracht.

Der Chef des Admiralsrabs der Marine. Deutsche Tauchboote au der sranzös.schen Norvküste.

Paris, 10. März. (WTB.) 9Lach einer Meldung des Petit Journal" aus Cherbourg ist kürzlich verschiedent­lich die Anwesenheit deutscher Ta u chb 0 0 t e a. n d c r fran­zösische n^K a n a l k ü st e, namentlich auf der Hohe der Reede von St. Baach de la Hougue genretber worden. Man bedauert es in den dortigen Küstengebieten, daß die Küsten- verteidigungSarllagen vor einigen Jahren geschleift und die Geschütze fortgeschaffl wurden, da hierdurch die Möglichveit eines deutschen Angriffs gegen die ^tordküste von ,'na Arcich bedeutend erhöht wird. Seit einigen Tagen ist dest/alb dir Küstenbervachung sehr verschärft worden.

Verlorene englische tenbewachungssahrzeuge.

Rotterdam, 10. Mürz. (WTB. Nichtamtlich. Im

r ebruar gingen nach den amtlichen Aufzählmrgen über 0 englische st enbe wach ung s sa hr zeuge ver­loren.

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Berlin, 10. Mürz. (WTB.) %r italienische DampferPorto di ©mime" (2576 Ttzmceu), die ital,eNi­schen SeglerVenero" (290 Tonnen),Teresidat" '212 Torv- nen),Vinzenz^ (lo0 Tonnen) undEmacipita" (50 Tonnen), sowie der griechische DampferMkolaos" (1216 Tonnen) sind von unseren Unterseelwoten versenkt worden.

London, 9. März. Da..?. Reutersche Bureau meldet aus Kapstadt: General Botha gab nachmittags im süd­afrikanischen Parlament beka.mt, daß der Transport- d a m p f e rH e n d i", der die letzte Ärrippe südafrikanischer Arbeiter nach Frankreich bringen sollte, auf der iZahrt von England nach Le Havre am 21. Februar im Nebel m i t einem anderen Schiffe zusammen ge stoßen und nach 25 Minuten gesunken sei. 10 Europäer und 615 Ein­geborene siird umgerommen, 12 Europäer und 191 Ein­geborene gerettet.

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läff, bir Sroietm# W- der Tum-».

Nack) Rittich verlas der Oktobrist S ch i d l 0 w ö k i j eine Er­klärung des Pvogressiven. Blocks, die die jetzige Regierung für

zu erweckbon. Hierauf

Dalltsckland begonnen

worden ist. aufreckst erhalt imi> verteidigt, ist sie in den freund-' lichsterc Ausdrücken gelallen. Tie Note wird demitwvrtet, wenn nicht eine offenkundige Tat (overt act) den Druck) plötzlich l)erüei- führt. den beide Seiteil offenbar ernstlich zu vermeiden track^eu werden. Tie Bereinigte Staaten v-erden wahrscheinlich nicht geneigt sein, ange-chlicttich eine Elltscheidung zu erzwingen Die vottständige amtliche SlettiMssnahme zu dcu östecreich-ffch-- nngarischeu Mitteilmra wird nickt eher begannt gegeben, bis der Präsident und Lau sing den arnilidjai Text sorgfältig studiert haben.

Wilson und die Bewaffnung der Handelöschiffc.

Bern, 9. März. (WTB.) Die Meldung, daß Wilson die Bewaffnung der amerikanischen Handels- sch i f f e bereits verfügt habe> soll nach einer Radio-Depesche aus New Jork amtlich sein. Die amerikanische Negierung lierfügte, daß bewaffnete Schiffe Reisen nack) allen Häfen der Welt unternehmen sollen, ohne sich um das deutsche Sperrgebiet oder andere Hindernisse zu kümmern, weiche gegen die Handelsfreiheit der Vereinigten Staaten verstießen. Der Präsident erklärte dem Genccatanwalt ausdrücklich, daß er berechtigt sei, ohire die Einwilligung des Kongresses zur Bewaffnmig der Handelsflotte zu schreiten. Der Beschluß wurde den amerikanischen Zeitungen bereits am 7. März abends mitgeteilt.

W a s h i n g t 0 n , 9. März. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Es wurde beschlossen, für eine außer­ordentliche Session den 0 n g r e ß e i n z u b e r u f e n. Die Narnen der zu beivaffneuden Scl)isfe werden nicht veröffent­licht. Der Befehl, die Anordnungen des Präsidenten unvev- züligch auszuführen, tvirü sofort nach dem Marinedeparte- nient gesmrdt werden. Geschütze zur Vewafsitung der Schiffe sind in den Marinewerften an der Atlantischen Küste an­gesammelt. Es ist alles bereit.

W a s h i n g t 0 n, 9. März. (WTB.) Meldung des Ren- terschen Bureaus. Wilson hat beschlossen, eine S e s s i 0 n d e s Kongresses für A p r i l e i n z u b e r u fe n. Er ist also zu dem Schlüsse ^kommen, daß er das Recht hat, amerika- nilche Handelsschiffe gegen die deutschen Tauchboote zu be- waffnen. Dies wird sogleich erwartet.

Gin englisches Handelsbündnis mit Amerika.

Amsterdam. 10. Marz. (WTB.) Für den Fall, daß Ame­rika sich den Verdandsncächben arisch ließt, was hier als eine fest­stehende Tatsache angesehen tvird, will nach einer Aeußerung Lord E e c i l s die cuolifd* Regierung ein für Amerika mrs^rst günstiges Handelsbündnis mit den Bereinigten Staaten ab­schließen. Nack) den Aenßenmgen EeeilS will Englwrd damit ver­suchen, den deutschen Handel mit Amerika unmöglich und die Badn für England frei zu machen. Tie Aussichten sollen nur dann glän­zend sein, wenn der Frieden bald herbeigeführt werde, denn biq Priorität deS Mutterlandes gegenüber den englischen Dominions

mißte «Ährt das Vertrauen deS LorrdeS

schwinde infolge der bedeutenden Kriegsopfer täglich wehr. Das Iirleresse für daS Mutterland werde daher geringer, je länger der Krieg dauere.

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Die Fleischtarte in Oesterreich.

Wien, 10. März. (WTB.) In einer Unterredung mit den: Mitarbeiter derNeuen Freien Presst' erklärte der Mi­nister für Volksernährung Hofer, daß er die Fleis'ch- karte einzuführen beabsichtigt. Doch solle der Fleisch- genuß in jenem Maße gesichert werden, wie er für die ge- junde und kräftige Ernäymrng der Bevölkerung von Wichtig­keit ist. Der Minister betonte sodann, daß nach den: ErgebnrS der neuen Ernte auch die Frage der Einführung der Kar­toffelkarte erwogen wird.

Der Kaiser ernannte Dr. Johann Grafen Larisch zum Präsidenten des EmiährnngSrares.

Leettie«.

Ein erfolgreiches deutsches U-Boot.

Berlin, 10. März. (WTB. Amtlich.) Bon einem zurücd' gekehrten U-Boot wurden neuerdings wieder Dcunpfer und

Aus dem Neichs.

Aus vorn NeichstagsauSschrrß für Ernährnngsfragen.

Berlin, 10. März. (WTB. Nichduntlich.) Im Ausschuß des Reichstages für E rnährungsiragen erklärte B a t 0 c 1 1 bie von ihm genamiiten MrmiÜHe Mr das .^ickrafttreten dev S e n ? u u a der Viehpreise, am 1. ^Rai für SchSveine und am 1. Juni für Rindvieh, seien rwch nicht als cndgültta M bo- trachten, vielmehr sec eine Verschiebung mit Rücksickü auf die Masd- Verhältnisse nicht ausgeschlossen. Es bestehe ferner der Plan, die Bettvaltung des gesamtcnc Getreides und der Hülsenfrüchte der Recch.sgetrecdestelle zu übertragen, also die Gerstenstelle acl.ftuheb« und verschiedene Vevordnuirgen in eine einzige Verordnung zu- lammenzustrssen. Die Kontrolle der Ernteergebnisse im einzekn«^ sollte^ weiter verschärft werden. Das bisherige Hsfer-Bv- wrrtschaftungssvstem solle mit den notwendigen Abänderungen auf die Gerste übertragen werden. Einzelheiten der Nercregelung »ründen noch nicht fest. Vierzig Prozent des Gersteertrages würden bert Gerstebaccern nach wie vor rierbleiben: bei einer guten Gersten-« ernte würde ein kleiner Teil als Futter für Schwenre und Feder- rieb verwendet werden können. Die Hülsenfrüchte würden snm großen Teil 'loieder beschtagnal/ntt tverden, aber amch davon müsse ein Teil für Futterzweckc verbleib«:. Angesichts des Fehlens von Kraftfnttecnritteln müsse der Landwcrt das unbedingt Nottve ndlßM für seine Haustiere behalten. Hier sei eine Gvenv zu ziehen: daiüber hinairs müsse alles Ecctl^'brliche der noenschlicben Ev- nährung zngeiührt ivenden. Die einschlägigen Bervrdmmgen würden später bekannt gegebecc. Die ganze dietreidebewirtschafrung gehe ab

l. Juni an die Reichsgetveidestelle über.

Die Beisetzung Zeppelins.

Stuttgart, 11. März. (WTB.) In der Kapelle des Pra«- fttedhoss ist die Leiche des Grafen Zeppelin in einem schwer« Eichen sarg auf ei vorn schwarzen Sockel Die Kapelle ist

ganz in Trauerschmuck gehüllt. Auf dem Sarg liegen Degen und .Helm, davor drei Ordenskissen mit beu zalilreichen Orden des schlafenen. Unter den zahllosen Krunzspeirden sielen besonders der Fl iederkranz Kaiser Will)üms und die beiden Lorboerkränse deS Württemberg ischen Königspaares auf. Kranz spende; \ gingen fern« von Mitgliedern des Kaiserhauses, des württ>e,n1»ecqisch.'n Königs- Hanfes. von fast allen Bnrcdesfürsten, vom Reichskanzler «nd vo« Reick^-tag ein. Der Bevölkerung war Eselegenhüt zu einem letzten Gruß an dem geschlossenen Sarge geboten. Ter Andrang war außerordentlich groß. Tie Beerdigung deS Grastnc Zeppelin erfolg Montag mittag 12 Uhr auf dem Pragfriei>hof. ES ist eine fchlichü Trauerfeier in der FriedbofsVapelle vorgesehen, an die sich nach« mittags im königlichen Knnstgebäude eine v»u der Stadt öeraj> staltete größere Trauerstcer anschließen wird.

Das Thronfotgegesctz in Koburg-Gotha.

Gotha. 10. März. (WTB.) Der gcmeinsck)<rstliche Land- tafl nahm die Vorlage über die Thronfolge im Herzogtum Kobnrg-Gotha nach dem Bericht des Mgeord»- neten Hirschfeld genmß der BorlaHe der Regierimg gegen di« sieben sozialdemokratischen Stimmen an.

Berlin, 11. März. (WTB. Nichtarntl.) Das Kaiser- Paar nahm heute rrachmittag derr Tee bei der Königin von Schweden in der schwedischen Ges<rndtschaft. '

Berl in. 9. Marz. (WTB.) Eine Zentralisstrung der Aal-» ein fuhr rvird am 20. os. Mts. in Kmft treten. Es »mrd «w» den Kreisen der bisherigen .Aalimporbcicre eine Vereinig-M- g» bildet, die durch Bercnittelung eiuer besondsren, d-er Aufsülst der Zecctval-Ernkaussgesellschast m. b. H. unterstellten Aasern 1 uhr G. m. b. H. in Berlin frische Aale einführt. Die nack> dein 20. Ddärr auä dem Auslande eint reffenden Aalsenduwrep, die nicht Ml eine öet Verteilungsstellen der Aaleinftchr G. m. b. H. adi'esffert sind, wer­den von der Zenlrgl^Einkaufsgestllsckxlft w. b. H. u:': lagilahmt werden. Nähere Auskunft erteilt die Zentral-Eitlfaiffsg?se!lschast

m. b. H., Abteilung 15 (Frische Fische) Berlin W 8, Behrenstr«v

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Ans Stadt rrnd Land.

Gießen. 12. März 7917.

** Das G r 0 ß h. S t a a t S m t n i st e r i u m hat für die bürgerlichen Behörden ungeordnet, daß zur Feier des 25jäd­rigen Regierungsj ubiläuins Seiner Köm g lichet! Hoheit des Großherzogs am 14. März in den Schulen eine Gedenk feier zu veranstalten ist und der Unterricht auszufallen hat, die Anttsrämne der Behörden wie an sonstigen Festtagen geschlossen bleiben und die öffentliche!: Gehäude zru do­slag gen sind.

** Da-5 Fe st der Goldenen Hochzeit feiert morgen Dienstag der Obervostschaffner Wilhelm Kern bei dem Postamte in Gießen, gleichzeitig mit seinem 25jährigen Dienstjubilämn.

** An alle Grundbesitzer und Pächter ergeht die Aufforderung und die Mahnung: Helft die Volks- e r n ä h r u n n sichern! PslmrzL Kartoffeln und 6>emüse! Das ist vaterländische Pfticht! Kern ertragfähiges Grundstock darf in dieser Zeit nnbebartt bleiben. Ser sein Lai»d nicht selbst bestellen kann, überweise der Stadt, sie sorgt für die Bestellung. Die dtachftage nach Gartenland ist groß. Die Stadt und die Gärtner sorgen für Manamaterral aller Art.