Ausgabe 
24.2.1917 Erstes Blatt
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die Schifferhrt nach dem Auslände ein zu. stellen und die ganze Handelsflotte in Barcelona und Valencia zu- sanrmenzuziehen. Der DumpferAntonie Ferrer", der nach Cette abreiseu sollte, sei angewiesen worden, in Va­lencia zu bleiben.

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Ein dänischer SecmannSsireik.

Kopenhagen, 23. Febr. (WsLB.) Die dänischen Ma­tros e n aus den Schiffen fttt Jnlandsfahtten haben heute dre Ein­stellung der Arbeit für den kommenden Donnerstag ango- kündigt. Wenn bis dahin keine Einigung gefunden ist, so würde der Beschluß der Matrosen der Einstellung der gesamten dänischen Schiffahrt gleichkommen. Das Verhalten der Matrosen steht zwei­fellos mit dem gestrigen Scheitern der Verhandlungen zwischen den Reedern und Seeleuten auf Schiffen für Inlandsfahrten in engem Zusammenhang. Uebec den Grund des Abbruches der Verhandlun­gen verlautet, daß Llie Reeder sich bereit erklärt haben, die Be­satzungen von Schiffen, die Ausfuhr nach England besorgen, außer der höheren Lebensversicherung -eine Erhöhung der bisherigen Krregszulagen um 50 Prozent zu bewilligen. Da aber die Vertreter der Seeleute cm der Forderung auf Erhöhung der Kriegslagen' auch für Jnlandsbrhtten sesthielten und es im übrigen abgclehnt haben, für in Auslandsfährt beschäftigte Danrpfer ein besonderes LMommen zu schließen, wurden die Verhandlungen nach zweistündi­ger Dauer abgebrochen. Die schwickrige Lage der dänischen Schiff­fahrt kam a über heutigen Aktienbörse in einem bedeutenden K u r s- fall, namentlich für Schiffspapiere zum Ausdruck.

London, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus'. Bier Verwundete und zwei Tote von der Besatzung des Dampfers ,^o hn Miln a" (637 Bruttorsgrsdertonnen) aus London wurden gelandet. Der Dampfer ist von einem U-Boot versenkt morden. Die übrigen 14 Mann der Besatzung werden vermißt.

Bon der Besatzung des versenkten DampfersRosa­lia aus Cardiff sind 21 Mann, darunter sämtliche Offi­ziere, ertrunken.

Der Kapitän, der erste Maschinist und zlvei Mann der Besatzung des DampfersCorso" aus Cardiff wurden von einein -deutschen U-Boot gefangen genommen, das den Damp­fer darauf versenkte.

London, 23. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der eng­lische DampferPerseus" (6728 Tonnen) wurde ver­senkt. Das FäscherfahrzeugK L. M." wurde versenkt.

London, 23. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der schwe­dische Kämpfer ,^S kog la n d"^ und die GoeletteDee w y n" sind versenkt morden.

London, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Reutermel­dung. Das FischerfahrzeugZiroon" aus Lowestvft ist am 13. Februar von einem U-Boot versenkt worden.

London, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydmel­dung. Die FischerbcnckenM o n a r ch" undE m e r a n" sind versenkt worden.

Bern, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Laut Lyoner Blättern hat Unterstaatssekretär Neill einen Gesetzesantrag eirrgebracht, der die Versicherungspflicht gegen Kriegsgefahr für alle französischen Schiffe über 500 Tonnen Gehalt obli­gatorisch macht. Ferner wurde ein Gesetzesantrag betreffend Anmeldepflicht von .Kupfergegenständen aller Art von der Regierung eiugebracht.

Bern, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.)Temps" Meldet aus Boulogne: Die FischdampferNr. 989" uud Nr. 2970" wurden ccm 19. Februar von einem Unterseeboot'

versenkt.

Bern, 23. Febr. (MDB.) Aus einem Tagesbefehl des MarineMnifteriums geht hervor, daß das französische Schiff Algerie" versenkt morden ist. (Es gibt drei fran­zösische Schiffe dieses Namens von 4065, 3386 und 2491 Donnen.) _

Stockholm, 33. Febr. (WTB.)Stockholms Didnin- gnt" meldet: Infolge der deutschen Tauchboot-Sperre bleiben alle aus Rußland konrmen-den für England bestimm­ten Pakete, Briefe und Drucksachen in Gvteuburg liegen, so daß sich dort bereits große Massen von Post an­sammelt. 1200 große Säcke und zahllose Einzelstücke sind bisher ausgestapelt.

Amsterdam, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Londoner Meldung eines hiesigen Blattes wurde der holländische DampferAmbo s" (3590 Tonnen) am 21. Fe­bruar von einem deutschen U-Boot angehalten und versenkt.

Arrs Stabt unb Canb .

Gießen. 23. Februar 1917.

Lebensmittelmarken.

Für die Zeit vom 26. Febr. bis 4. März 1917 haben nach­folgende Lebensmittelmarken Gültigkeit:

Brotmarken der 9. Woche, gültig vom 26. Febr.4. März 1917 Buttermarken 9. 26. -4.

Zleifchmarken , 9. . 26. ..4. ,

Kartoffelmarken. 9. 26. 4 .

Zuckermarken Nr. 6 und 7. gültig bis 28. Februar, Nr. 8 und 9 vom 1. März ab.

Seifenmarken für den Monat Februar und März.

Ein Umtausch verfallener Marken.findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.

Geschästsstnudeu des Stadt. LcbenSmtttelamteS von 9-12 Uhr vorm., 24 Uhr nachm.

Sonntags 1012 Uhr vorm. Markenausgabe für Urlauber.

** Amtliche Persvnalnachrichten. Der Groß- herzog Hut am 17. Februar dem Direktor Karl Selz er zu Berlin-Johannisthal die Erlaubnis zur Annahme und zum Dvagen des ihm vom Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Eisernen Kreuzes II. Klasse am weiß- Ichwarzen Bande, vom König von Bayern verliehenen- nig-Ludwig-Kreuzes und der ihm vom Sultan verliehenen Kaiserlich QÄnanischen Silbernen Roten-Halbmond-Medaille erteilt.

'* Bon r> er FeuerIvehr. Der Brandmeister der Gießener Fre,w. Feuerwehr, Aug. DickorL, wurde zum Kreis-Feuerwehr- inspektor des Kreises Gießen ernannt.

Jungwehr: Samstag, 24. Februar. Antreten: 8 1 / l Uhr. Komp. 620 und 621: Oberrealschule.

** Warnung vor M ietfchwindlern. In den letzten Tagen ist in hiesiger Stadt ein Mietsschwindler in zwei Fällen ausgetreten, der sich Lokomotivführer Willy F ü h r t h aus Schafstädt und Lokomotivführer Robert Haas aus Remscheid nannte und der sich außer, daß er die Woh­nungsgeber um Kost, Wohnung und bares Geld betrog, auch faf) noch eine Lokomotivführers-Uniform mit Mantel er- schwindelte, in der er offenbar seine Betrügereien fortsetzen wird, weshalb hich vor ihm gewarnt wird. Da derartige Wob- nmrgsbetrüger in letzter Zeit sehr häufig aufgetreten sind V-J herbei auch das Publikum noch unter irgend einer sal- JJum Geldbeträge schädigten, so sei nach- dructtiMt hiervor gewarnt.

** Aufwandsentschädigung für sold«teu­re iche Familien. (Amtlich.) Nach dem Bundesrats- beschlusse vom 26. 3. 14 können Familien, deren Söhne durch Ableistung ihrer gesetzlichen zwei- oder dreijährigen Dienst­zeit als Unteroffizier oder Gemeiner eine Gesamtdienstzeit von 6 Jahren zurückgelegt haben, für jedes weitere Dienst- jahr eines jeden seiner gesetzlichen zwei- oder dreijährigen Dienstpflicht in denselben Dienstgraden genügenden Sohnes Aufwandsentschädigungen von 240 Wik. jährlich gezahlt wer­den. Der Anspruch ist bei der Gemeindebehörde des Ortes anzumelden, in dem der Berechtigte seinen gewöhnlichen Auf­enthalt hat. Einsprüche gegen die Bescheide der Gemeinderl sind an den Regierungspräsidentei! zu richten. Die Ein­reichung von Gesuchen an andere Dienststellen (Kriegsmini­sterium, Ministerium des Innern usw.) führt nur zu einer Verzögerung der Entscheidung.

** Orts gewerbeverein. Mil Rücksicht darauf, daß eine geordnete Buchführung sowohl für die Unterlagen zur Umsatzsteuer, wie auch zur Berechimng des steuer­pflichtigen Einkommens für jeden Gewerbetreiben­den unerläßlich ist, will der Ortsgewerbeverein seine Mitgliederbezjv. deren Angehörigen bei der Einrichtung einer geordneten Buchführung nach Möglichkeit unterstützen, insbesondere dahin wirken, daß auch für kleine Betriebe wenigstens die notwendigsten Bücher zur Feststel­lung des Umsatzes sowie des steuerpflichtigen Einkommens geführt werden. Die Anleitung hierzu erfolgt durch die Handwerker-Beratungsstelle, wo auch die nötigen Unterlagen, die besonders für die Steuerverhältnisse (Umsatz, Einkommen usw.) ein­gerichtet sind, zum Selbstkostenpreis zu hüben sind. Da außerdem sehr viele Gewerbetreibende freiwillig Bei­träge ^ur Invalidenversicherung leisten, ganz kleine Versehen oft nach Jahren schwere Nachteile für die Versicherten nach sich ziehen, svird die Handwerker-Bera­tungsstelle die Jnvalidenrarten auf Wunsch nachprüfen und, soweit noch möglich, Berichtigung in die Wege leiten. Auch diejenigen Gewerbetreibenden, die in früheren Jahren einmal Beiträge zur Invalidenversicherung geleistet, in der letzten Zeit aber nicht mehr geAebt haben, können mit ver- lMtnismäßig geringen Beiträgen die Leistungen der Invalidenversicherung ertverben, wobei die Hand- iuerker-Beratungsstelle (Sprechstunden Mittwochs und Sonntags von 12 Uhr im Gewervehaus) gern behilf­lich ist.

** Stenograp hi ekursusfür Verwundete. In der chirurgischen Minik dahier findet zurzeit mit Genehmigung des Chef­arztes und der Leitung der chirurgischen Minik ein unentgeltlicher Stenographiekursus für Verwundete statt. Es beteiligen sich hieran namentlich solche Verwundete, die infolge ihrer Verletzungen verhindert find, an den von der Verwundeten-Fürsovge außerhalb eingerichteten Kursen teilznnehmen, und die selbst die Anregung zu dem Unterricht in der Minik gaben. Die erforderlichen Lehr­bücher wurden für jeden einzelnen Teilnehmer von den beiden Buch­handlungen Frees (Inhaber F. Schlesier & O. Schneider) und Rick er (Inhaber E. Legler) in dankenswerter Weise kostenlos zur Verfügung gestellt.

** Vaterländischer Hilfsdienst. Bei der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt (Main) wird eine größere Anzahl Hilfsdienstpflichtiger benötigt. Näheres siehe Bekanntmachung.

** Lichtspielhaus Bahnhosstraße 34. Tie küremato- wnphischen Vorführungen derDeutschen Jagdfilmgesell schuft" Berlin, welche im Lichtspieltheater B-ahnhofstr. 34 stattfiuden wer­den, enthalten u.a. folgende Ausnahmen: Jagd auf Elenantilopen. Fang junger Gnus. Flußpferdjagd. Jagd ans Kongoniantilopen. Jagd auf Riesenschlangen. Ein afrikanisches Liebesidyll. Dieser Film ist Non den Eingeborenen der Jagdexpedition selbst ausgedacht und gespielt worden und zeigt, wie sich diese weit ab von aller! Kultur entfernten Neger als Fümschauspieler zu benehuren wissen. Es folgen Ausncchmerl vom Fang junger Nashörner. Eine inter­essante Abwechselung bietet dann die Jagd auf Pelikane. Jagd auf Elefanten und Orhxantilvvenjagd, eine der gefährlichsten Jag­den Afrikas. Es ist somit eine einzigartige Gelegenheit ge­boten, einen tiefen Ernflick in das Leben der Eingeborenen Afrikas, der afrikanischen Tierwelt und die Jagd ans die hauptsächlichsten Tierarten zu gewinnen. Den erläuternden Vortrag hält einer der Herren Direktoren derDeutschen Jagdfilm-Gesell schuft".

** Das heutige Kreisblatt Nr. 34 enthält Bekannt­machungen über Ausstellung der Urlitze zur Berufung der .Schöffen und Geschworenen, Verkehr mit HÄseusrüchben, Abgabe von Speck uud Schmalz aus Hausschlachticngen, .Versorgung der Industrie und Landwirtschaft mit Treibriemen und Errichtung ständiger Arbeiterausschüsse und besonderer Ausschüsse für die Angestellten nach § 11 des Hilfsdienstgesetzes.

Landkreis Gießen.

2. Geilshausen, 23. Febr. Am 15. Februar fiel bei Ab­wehr eines feindlichen Angriffs unser langjähriger Polizeidiener Landsturmmann Peter S ch o m b e r II. Er war 42 Jahre alt und erfreute sich der Wertschätzung der ganzen Gemeinde. Er htnterläßt eine Frau mit vier unversorgten Kindern, von denen das älteste zu Ostern konfirmiert wird.

** Großen-Buseck, 23. Febr. Dem Unteroffizier Heinrich R o h r b a ch bei der Maschinengewehr-Kompagnie A. O. K. HI wurde an Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

-e- G r o ß e n - L i n d e n, 23. Febr. Karl R e p p, vor dem Kriege Obermüller in der hiesigen UniversitätSnüihle von Fr. Amend, wurde an Kaisers Geburtstag in einem preuß. Jnf.-Rgt. zum Unter­offizier befördert. Repp wurde schon in den ersten Kriegslagen zur Fahne gerufen, erhielt im Juni v. I. bei Erstürmung der bekannten Höhe 304 die Hessische Tapferkeitsmedaille und wurde im Januar d.J. mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

ii. Grünberg, 24. Febr. Der ehemals hier bedienstete Gerichtsvollzieher Emil H o f m a n n ist zurzeit als Feldwebel­leutnant Kompagniesührer der Hessischen Sanitätskompagnie 201. Er ist bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Hessischen Sanitätskreuz ausgezeichnet.

-w. H u n g e n , 23. Febr. Willy Ullrich, ein Sohn des hiesigen Steinhauermeisters Ullrich, der ebenfalls im Felde steht, hat heute seinen Angehörigen zu ihrer großen Freude ein Lebens­zeichen aus russischer Gefangenschaft gegeben. Er hat schwere Kämpfe in Rußland mitgemacht und galt seit mehreren Monaten als vermißt.

'* ß i cf), 23. Febr. Oberamtsrichter Rausch wurde die Rote- Kreuz-Medaille 3. Klasse verliehen.

*" Steinbach, 24. Febr. Der Wehrmann Karl Krämer III. erhielt am 1. Februar wegen tapferen Verhaltens an der Somme vom Großherzog die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.

Kreis Büdingen.

n. Himbach, 24. Febr. Der Schreinermeister Fritz Rühl° mann, Krankenträger in der Hessischen Sanitäts-Kompagnie 201 erhielt das Hessische Verdienstkreuz für Pflege Verwundeter. Durch Vermittlung RühlmannS wurden der Kompagnie schon öfters reiche Liebesgaben an Obst- und Gemüsekonserven von dem Öbstbauverein Büdingen übermittelt.

= Nidda, 23. Febr. In fchüverer Weise verunglückte heute früh Justizrat Dr. Ernst M ei tz von Ker ans dem Frmrffutter Hauptbahühof. Beji der Einsahtt des KasselEichener V-Zuges wollte Herr Metz, der in Frankfntt an einein Termin teilznnehmen hatte, aus dem noch in Bewiegung befindlichen Wagen steigen. Hier­bei rutschte er anis und fiel unter den WjacMr. DaM erlitt er schwere Quetschungen, eine,! Schädelbrnch und einige Knochenbrüche Es dauerte geraume Zeit, ehe der Unglückliche ans seiner schreck lia-en Lage befteit werden konnte, da die schweren O-Zngwaqenj einzeln abgeschoben werden mußten. Dr. Metz wurde dem städti­schen Krankenhause Angeführt, wo er schwer darniederliegt. Me !°^ r Sturcke erfahren, besteht Hoffnung ans Erhaltung

jemes Lebens, falls nicht besondere Zwischenfälle eintreten.

Kreis Lauterbach.

X Hanaiu, 23. Febr. Rach einem Berichte des ?)!agistrats wird für das laufende Rechnungsjahr mit einein Mehreinkominen von Steuern gegenüber dem Voranschläge von 291 900 Mk. gv-i rechnet. Die Eurkommensteuer ist mit 934 400 Mk. in den Haus­haltsplan eingestellt, sie wird jedoch in üjrcm Ertrage aus» 1 146 000 Mk., also 211600 Mk. mehr, geschätzt. Die Gewerbe­steuer wird ans .75 500 Mk. mehr geschätzt als wie der Boo-i Mischlag ausweist. Soweit sich jetzt übersehen läßt, ist anch für 1917 mit keinem geringeren Ergebnis der Steuern zu rechnen^ Ter in den Vorjahren ein getretene erhebliche Rückgang der m,r- lagesähigen Steuern infolge der Einwirkung des Krieges au- die Ausübung der Gewerbebettiebe ist größtenteils zum Stillstand gekommen. Sehr viele Geschäfte haben sich allmählich den vev-, chldetten Verhältnissen anpassen können und die zunächst still- gelegten Bettiebe, wenn auch nicht in dem Umfange wie vor dem Kriege, so doch gewinnbringend zu gestalten geivußt. Ins­besondere hat die SchmUckindustr.ie sich wieder gehoben^ ,Wenn auch die Gesamtleistung ,infolge Mangels an Arbeits­kräften iintb Material nicht den Friedenssta,ü> erreicht hat, so hat doch die erheblict-e Preissteigerung einen Ausgleich h.rrvorgL7rus«u Dazu treten erhebliche Geivinne einer Anzahl von Firmen durch Kriegslieserungen, die wieder vnf den Friedensstand gestiegene Steuerkraft der Eisenbahn, die erhöhten Löhne der Arbeiter und der Verdienst der m geivinnbringender Beschäftigung über gegan­genen weiblichen Bevölkerung. Trotz des gegen das Vorjahr ge-, ftiegcnen Bedarfs nur 92 870 Mk. kann, rvie der Magistrat weiter mitteilt, von einer Erhölpmg der Steuer im! Jahre 1917 abge­sehen werden, aber auch eine Ennäßiigung kann nicht einttetM^

rr. Schlitz, 24. Febr. Llus Arrregung der Gräfin Elisabeth von Schlitz W Stadtpsarrer Boeckner die Gemeinden Bernshcrnstn, Nieder-Stoll, Uehhmrsen und Willofs zu einer Liebesgaben- sendung von Gemüse zugunsten der Kriegsfürsorge der Stadt Ossenbach veranlaßt. Tie Sammlung war schon für Janiiar vorgesehen, konnte aber infolge der strengen Kälte erst jetzt zur Ausführung kommen. So wurden, obwohl info-kge des? starken Frostes viel Gemüse erfroren ist, gestern dennoch vier be­trächtliche Fuhren mit allerhand Gemüse für Offenbach verladen. Tie betteffenden Gemeinden haben hiermit ein Beispiel vaterländi­scher Opserivilligkeit gegeben, das alte Anerkennung verdient.

X Hanau, 22. Febr. Nach einer Mitteilung des Magistrats in der heutigen Stadtverordneten-Sitzung haben! die eigentticheni Kriegsausgaben, d. h. die N>schn der Krliegsfürsorge, der Stadt Hanau bis Mitte Januar ds. Js. rund 13 500 000 Mk. b^- ttagen, während die gegenüberftehenden Einnahmen mit rund 9 500000 Mk. abschließen. An den Ausgaben hat die Lebens­mittelversorgung einen starken Anteil. Die Fleischversorgung hat einen Zuschuß der Stadt von 653 000 Mk., die Katto fiel Versorgung! einen solchen von 273 967 Mk. erfordert. Die Mehl- und Brot- Versorgung hat dagegen nur einen Zuschuß von 53i000 wendig gemacht.

Kreis Schotten.

a. Breungeshain, 24. Febr. Unter außerordentlich zahl­reicher Beteiligung wurde gestern hier der Großh. Bürgermeister Otto Fuchs zu Grabe getragen, der lange Jahre an der Spitze unserer Gemeinde gestanden hatte.

8 H e r ch e n h a i u . 24. Febr. Ein jäher Tod überfiel heute mittag unseren langjährigen OrtSdieiier Johannes Strauch. Ge­rade saß er noch bei seinem Mittagsniahl, als er plötzlich vom Stuhle fiel und sofort der T o d eintrat. Stra»lch war Kriegs­veteran von 1870/71. Bei der langen Tätigkeit als Ortsdiener hatte er sich überall liebevolle Freunde erworben, die nun ties- betrübt ihm das letzte Geleit zum Grabe geben werden. ,

n. Laubach, 24. Febr. Hauptmann Reinhard ©olbmonn, Jns.-Rgt. 158, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse.

b. Schotten, 24. Febr. Im Kreise Schotten findet zurzeit eine Bestandsaufnahme von Milchkannen statt, deren Zahl und Größe nach Inhalt angegeben werden muß.

Kreis Friedberg.

** Butzbach, 23. Febr. Das Geschäftsjahr 1916 des hiesigen Vorschußvereins e. g. m. b. H., über das der soeben vorliegende gedruckte Beruht Erläuterung gibt, darf in fernem 3Serlmtf als günstig bctzeichnet werden. Der Jahresumsatz erreichte die .Höhe von Mark 20581558.30. Tie Bilauzhifiern betragen Mark 1 808 221.96. Der Remgewmn beziffert sich auf Mark 23 962.46. Die Reserven belaufen sich aus Mark 145820.45, die gesamte» eigenen Mittel auf RLark 272 174.26. Diesten stehen Mark 1 552 388.40 fremde Gelder gegenüber. Tie Reserve repräsentiert 115,40 Prozent der Stümmcutterle und 9,578 Prozent der fremden Gelder. An Mitgliedern zählt der Verein 351, deren Haftsumme die Höhe von Mark 1053 000. erreicht. Das Berichtsjahr zeichnete sich durch eure große GeldflüssigÄeft aus. An den bisher zur Zeichmmg aufgelegten Kriegsmrleihen brachte das Institut im ganzen Mark 1132 000. auf. Ohne Kündigung zalLte es zu diesem Ztveck Mark 545 000. ; auf Spareinlagen-Konto ans. Trotz-, dem überttifit der Stand dieses Kontos noch denjenigen des Vor­jahres. Für eigene Rechnung übernahm der Verein Nominal Mark 230 000 KriegsMileihew Tie am letzten Sonntag abgehaltene Generalversanrmlung genehmigte den Vorschlag des Vorstandes und Aussichtsrates zur Betteilung des Rerngewürnes. Neben 6 Prozent Dividende und Betvilligmrgen cm gernernnützige Vereine inr Betrage von Mark 600. können dir Reserven mit rund Mark 11000. gestärkt weiden. In den Aüfsichtsrat wurden die Herren Louis Braubach, Louis Kreh jr. und Rechtsanwalt Ohnacker gewählt. Ter Verein ttitt in sein 54. Verwaltturgsjahr ein.

Starkenburg und Nheinhessen.

Darmstadt, 24. Febr. Zur Versorgung der Stadt Darmstadt und der Gemeinde Rüffelsheim mit Milch hat der Kom­munalverband für eine Anzahl Gemeinden des Kreises Groß-Gerau die Zwangslieferung von mindestens 2 Liter Voll m i l ch von jeder Kuh, die in den Ortschaften vorhanden ist, angeordnet. Zugleich wurde die Mindestmenge der aus jeder Gemeinde zu liefernden Milch festgesetzt.

** Bingen, 25. Febr. Wie acls dem heutigen Inserat er­sichtlich, muß Umstände halber die Avenariussche Weinverstetge- rung, welche am 14. März in Bingen stattfinden sollte, jetzt in Mainz im Saale des ^Heiligen Geist" abgehalten werden.

Kreis Wetzlar.

ra. W e tz l a r, 23. Febr. Der für Dormevstug nachmittag an- gekündete Lichtbildervottrag WerDeutschlarrds Wirtschaftskrieg" imGasthof Lahnhofi' war vou her Lehrerschaft, den Bürgermeistern und Geistlichen dos Kreises über Erwarten stark besucht. Nach einer kurzen Begrüßung durch Generaldirekwr Grvebler erhielt Bankier Kellner das Wott zu seinem Vortrag, unterstützt durch wvhlgelun^ geue Lichtbilder. Dem Fabrikanten Dr. Ernst Leitz fett, ift die Rote Kreuz-Medaille dritter Klasse verliehen worden.

Hessen-Nassau.

** R o d h e i m a. B., 22. Febr. Offiziers-Aspirant Vizeseld- webel Lehrer Georg K r a u s k o p s von hier, im Jniant.-Regt. Nr. 83, wurde, nachdem ihm im Sommer 1916 das Eiserne Kreuz 2 . Klasse verliehen, am 10. d. Mts. zum Leutnant der Reserve hesördett.

rkitechSiche Naehxreh-en.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag Jnvokavit, den 25. Febr. Gottesdienst nur in der Stadtkirche. Vorm. 9 1 /, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vorm. 11 Uhr: Kinderktrche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer M a h r. Abds. 6 Uhr (Kriegsbetftunde): Pfarrer Mahr. Sonntag, den 4. März, finden Gottesdienste nur in der Johanneskirche statt. Am 4. März findet im Abendgottes­dienst Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Jobannes- gemeinde genceinsam statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Mittwoch, 28. F e b r. d.J., abds. 8 Uhr, findet in dem Gemeindehaus Kirchslr. 9, der erste der von dem Gesamtkirchenvorstand in Verbindung mit dem Oberheff. Verein für Innere Mission veranstalteten religiösen Be­sprechungsabende für Männer statt. Prof. v. S ch i a n wird über das ThemaGott und Krieg* reden.