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22.2.1917 Erstes Blatt
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Ter «lehener Anzeiger

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Gietzener ^a,"i' :enbI811er,

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Donnerstag. 22. §ebruar X94Z

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Gietzener Anzeiger

äs« General-Anzeiger für Oberheffen - *

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Regierungserklärungen über den glanzenden Erfolg

. ^tvme uoji Anzeigen 11 ? Lage«nummer bt§ zuinNachmilkag vorher^. Zeilenpreis.^lnzeigen:, örtlich 20 Pf., Ver-i nueningen u. Stellenge-i iucye 15 Pf., ausivärtS! 25 Pf., b. Platzvorschristi 30 Pf., Reklamen 75 Ps.^ bei Platzvorschrift 90 Pf^ Hauptschristleiter: Aug.^ Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: vankverkehr: -lug. Goetz. Stadt nnp

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Trotzes Hauptquartier, 21 . Februar.

lAmttlch.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Trübes Wetter und Ne gen hielten die GefechtStätiakeit kn mäßjgru 6Zrenzen.

Südöstlich von Ypern und beiderseits des Kanals von ^a BassSe schlugen Ertundnngsvorstötze der Engländer, bei ?vlrrey, zwischen Maas und Mosel, Teilangriffe der Fran­zosen fehl.

Bei Wegnahme des Stützpunktes südlich von Le TranS- loy am l9. Febrrlar sind zwei Offiziere und sechsunddreißig ^ngländei gefangen und fünf Mafchinengeweha'e erbeutet worden.

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

^n einzelnen Frontabschnitten, vornehmlich in den Valdkarpathen und beiderseits des Oitoz-TaleS, Artillerie­feuer und Borfeldgefechte.

M a z e d o u i s ch e Fron t.

Lebhaftem Feuer zwischen Wardar nnd Doiran-Lee folg­ten abends Vorstöße englischer Abteilungen, die abgewiesen wurden.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Der Abendbericht.

Berlin, 21. Febr., abends. (WTB. Amtlich.)

Auf den KnegSschanplätzen keine wesentlichen Ereignisse

Dem HauptauSschuß des Reichstags sind gestern glan­zende Eröffnungen gemacht worden, die dartun, daß die Staatssekretäre der sämtlichen Reichsämter nicht nur völlig einig sind in der neuen Taktik zur See, sondern daß sie auf O^niitb der fetzt bereite vorliegenden Erfahrungen die aller- groute Zuversicht haben, daß unser Plan, England zum -vrieden zu zwingen, Qelinc\en werde. Insbesondere ist ° c ' herzerhebend, daß der oberste Vertreter der Marine, .Herr v Eapellc, ausdrücklich hervorhebt, die bisherigen Erfolge der N Boote erfüllten nicht nur die gehegten Erwartun­gen, sondern überträfen sie noch! In der Nordsee ist jeder Schiffsverkehr so gut wie aufgehoben! Wie Italien, das fetzt gerade den General Sarrail wirksam unterstützen sollte, unter der Wucht der neuen Gefahr und Abschnürung stöhnt, das wird gar bald vielleicht noch deutlicher zutage treten, als es jetzt schon durch die Feststellungen eines gut unter­richteten neutralen Blattes, des BernerBundes" ge­schehen ist.

Bei dieser Sachlage ist es klar, daß etwaige Neigungen unserer amtlichen auswärtigen Politik, durch Verhandlun­gen und kleinere Zugeständnisse dieNeutralität um uns noch etwas zu festigen nnd zu versteifen, durch ein enges Schlupfloch kriechen müßten. Auch kleinere Zugeftä'nd- mne wurden immerhin mit einer Abschwächung der Wir­kung des U-Bootkrieges erkauft werden. Wir wollen nicht dran glauben. Mehr als einmal ist uns von Berlin ans amt­lich erklärt worden, es gebe jetzt fein Zurück mehr: dann )oird es auch teilt Ausweichen, kein Hin und Her, lein Schwanken und Zögern mehr geben. Tenn einiges bleibt doch innerlich überzeugend, was ans der gestrigen Tagung des Bundes der Landwirte kritisch geäußert wurde: daß das bekannte amerikanische Handelslammerbankett, die falschen

der U-Ysotkrieges.

eine Eiche zu pflanzen, Heldenhaine zu schaffen! Die

Tt" ®. itIenS ' die draußen mit hartem Skotwend,gkerten für unsere Zukunft, für kommende Generationen erftillen. die m diesem Werke keine Senti- mentalitat kennen dürfen wie mild und schön und ^ TC Sprache, wenn sie von den Toten prechen und von Gütern, die jenseits der schroffen Geqen- Ä 1 Hmdenburgs Lob der bravsten Soldaten, die ? voe^'M^^t^Emeu, Steins tief empfundene, be Ja ^°^e über die Schauer der Ehrfurcht, die mit dem Kauschen der Etcheiiwipsel und dem Gesang der geficder- 5" dl« », ihnen eine Heimstätte gefunden lfaben,

Gefallenen uinwittcrn, wie befreiend L^^^uns an in einer Zeit, da Zwang, Not und Quak m ungültige Scheine umzumünzen Ichcinen. Hindenburg und seine Getreuen bekunden damit, h JUL Ut Q i f Sieg uiid Niederlage des Feindes ver-

Guten'in d^r WeM f 9 $teUe ' be§ ® b[en lmfa

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien. 21, Febr. <WD8. Nichtamtlich.) Aintiich wird verlautbart: 21. Februar 1,)17.

Vertraulichkeiten mancher unserer maßgebenden Politiker nrit versteckten Neidern und Hemmern unserer Sache dem deutschen Volke eine Pein gewesen sind. Es hat etwas Triftiges, .nenn in solchen ^chicksaksstnnden, die unsere verantwortlichen Männer vor ernste Entscheidungen stellen, das reine Voltsgefnhl und Volksgewifsen sich in der Auf- lvaklnug des jungen Piccolomini gegen das Falsche, Trnge- lijche wendet:Fürchtet diese falschen Mächte! Sic halten nicht Wort! ES find Lügengeister, die dich berückend in den Aogrniid ziehn." Saß .Herr Gerard in den letzten Tagen nicht bereits stundenlang mit Herrn Poincare und den Ver- twetern der übrigen Gegner Deutschlands in vertrautem Meinungsanstailsch zn.sammen?

Mit einer seltsamen Rührung lesen wir heute Worte Hrnoenburgs und anderer treuer Männer, wie des riegvmini>ters ^tein, des Generals v. Gröner, Worte, die dem Vorschläge gewidmet sind, jedem Gefallenen in der

Orstlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Der Artilleriekampf an per küstenländischen Front war nachmittags wieder recht lebhaft.

« ..^ Es warf -in fcindlich-s Luftfastrz«ug auf unsere Karstftellung mw auf einige Ortschaften ohne je&e Wirkung donwen ab. Im Iudikarien-Abschnitt holte unser Maschinen- gewehrfener ein italienisches Flugzeug östlich von Monte Dadria herunter. Der Fichrer ist tot. der Beobachter schwer verletzt.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

^nlgegensehen. Die Erwartunge-n. die dos deutsche Volk an sie knüpfe, seien durch die bisherigen Ergebnisse voll gerechtfertigt worden.

^t<rotssekretär des Innern wies auf die starke Verlougrmg Englands mit unentbehrlichen Bedarfs«rtckeln (Lebensmitteln, Grubenholz) und der Kohlenver- ^ung d<w Alliierten und Neutralen durch England im Tezem^ oer inid hm. Ter Rückgang gegen Dezember 1915 sei erheblich b ^ r - ^A^uittsrückgang des ganzen Jahres 1916 gegen 191.x Zahlen zeigten, das; die britische Bersor-, ^ i) i ch tan d en Gesahrpunkt herangerückt sei. Urlch vom nnrtzckastlrchm Standpunkt könne mit aller Bestimmt re allste Erfüllung aller an den Tauchbootkrieg ge< tnupsten Erwartungen gerechnet werden. (Beifall.)

i<rrJa lWTB.) Im Hauptailsschuß des Reichs-

.. nach Eintritt m die Tagesordnung der Staats-,

etretar des Reichs)chatzamtes Gras von Rödern das Wort zu euigeheuden vertranlick>eir Ausfüllungen über die finan- rx i e > ? e, ..^ n <? ier Nachmittagssitzung wurde die vertrau-,

icber die politische Lage fortgesührt. Ter Staats-,

1 e t r e t a r d e s Auswärtigen Amtes nahm zu Aus-, Führungen der Mitglieder des Ausschusses das Wort. Dabei rour- oen imter am>erem Angabeir der Presse über Verhandlungen mit Te m a^r k und angebliche Anknüvßingsversnche mit A m e r i ka crorteu. ^.ie Erklärungen, die der Staatssekretär hierzu ab<;ab. wurden allgemein gebilligt.

Der U-Vootkrieg und der hauptausschutz des Reichstages.

Berlin.Febi. ,WTB.) Tcr Hauptausschuß des .ne i cys t a g e s i,t heute rormittag zusammengetrssten. Tie Be- ra tun gen, denen die Staatssekretäre Helsserich, v. Capelle Graf trmilich ^ imb Zimmermann beiwohnten, waren zunächst ver-

rar i) es Auswärtigen machte

ror Eintritt m die Tagesordnung eiiigeheiide vertraiklicke Mitteü lnngen über die Entwicklung der politischen Lage seit dem 81 äa- nuar. Er behandelt die Haltung der verschiedenen neutralen Staa- ^Erßbu ch mit den gewechselten diplomati- lthtückeii m Auchicht ^er Staatssekretär ging dabei Lr^N'^^uf die Lage ein, die Amerika gegenüber durch den Abbruch. der diploniattzchen Bezrehungeii eingetreten ist. ßnm ^chln); sprach er unter dem Beifall des Ausschusses seine f'e ste Zuversicht aus, daß, wir durch die Anwendung der Tauch- bootwalw das Vorgesetzte Ziel erreichen ^werden.

, , Der Staatssekretär d c s Reichs m a r i n e a m t s be­

tonte in längeren am Schluß mit lebhaftem Beifall begrünten Ans-- iuhrungem, daß die E r w a r t u n g e n , die die Marine aus den uneingeschränkten Tauchbootkrieg gesetzt habe, nicht nur erfüllt andern ubertrossen worden,seien. Bei der systematisch durch- geführten Verschleierung, deren sich vor allem die englische Presse beiden Schilfs Versenkungen auf Veranlassung der Regierung be sleisngc, sei es naturgemäß schwierig, schon jetzt mit sicheren Wah­len hervorzutreten. ^ie vor einiger Zeit in einer großen Berliner Tageszeitung gebrachte Zahl von versenkter Tonnage sei. dafür hatten wir bereits Beweise in Hanoen. keineswegs ziitrefiend Es wi-rde gut sein, derartige summarische Zusammenstellungen, die von den Femden nur dazu benutzt würden, gegen Holland zu agi­tieren und die großen Ersolge des Tauchbootkrieges zu verkleinern und zu verschleiern, lieber zu unterlassen, bis die amtlicl)cn Fest­stellungen vor liegen. Er könne, obgleich eine Reihe von Tauchbooten enlsprechend ihrem großen Aktionsradms und den ihnen erteilten Amveisungen von ihrer Streife noch nicht in ihre Ausrüstung^ Hasen znruckgekehrt seien,-schon jetzt versichern, daß das Ergeb- ni6 die von der Marine gehegten Ersvartungen übertreffe Sehr ersrcnlich sei, das; keine Veranlassung vorliege, mildem Verlust auch nur eines Bootes seit dem Beginn des uneingeschränkten Tauchbootkrieges zu rech­nen. Tie Abwehrmaßnahmen, von denen in der englischen Presse und rm englischen Parlainent so viel Wesens gemacht werde, hiel­ten sich nach den Meldungen der zurückgekehrten Tauchboote in normalen Grenzen. In der Nordsee herrsche so gut wie gar kern Schiffsverkehr. Tie neutrale Schiffahrt sei offei'ibar so gut leie eingestellt. Zu, ammenge saßt lomv die Marine mit der größten Zuversicht der weiteren Entwicklung

Amerika und Deutschland.

p r. 21. Febr. (WTB. Ncichtmirtlich ) Wie wir er-

Myren, find die an Bord derParr ond a le" nach Deutsch, mtit) eingebrachten anierikanischen Mitglieder der Besatzuu- gen aufgebrachter beioaffneter ferndlickser .Handelsschiffe frei- gelassen worden. Obwohl nach Lage der Sache die Ameri­ka n er als kriegsgesangen behandelt werden könnten, hat mcm ihre ausnahmsweise Freilassung schon vor längerer Zeit beschlossen, da sie bei Antritt ihrer Reise nicht wußten, daß sie in Deutschland als Besatzung eines feindlichen be- wasmeten Handelsschiffes als kriegsgefangen behandelt wer­den wurden. Die nach Abbruch der diplomatischen Beziehung gen mit den Vereinigten Staaten hier eingekommenen Nach- rrchten aus Anierika über die Be schlag nah nie deutscher Schtsfe und die Jntermierung der deutschen Besatzungen liefen es jedoch ratsam erscheinen, bis zu einer'amt- .oj £ 11 . ® m e r i f ö ii t [ cf> e n M ttteilung über den wirklichen Sachverhalt dic^Leute nicht frei, zu ge den. Dies ist nunmehr geschehen, nachdem aui amt­lichem Wege die Mitteilung hierher gelangt ist, daß die deutsck'en Schiffe in New Port nicht beschlagnahmt und ihre Besatzungen nicht interniert sind.

Die Vorbereitungen Amerikas.

Washington, 21. Febr. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Tie Regierungsvorlage gegen Spionage ist vom^Senat mit 60 gegen 10 Stimmen an­genommen Nwrden. Sie sieht schwere Strafen für Berschlvö-- ^ungen zur Verletzung der amerikanischen Neutralität und Ausspähung rn Sachen der Landesverteidigung vor. Die Vorlage öescksästigt sich auch mit den internierten Mann- jchiaften und Seeleuten und enthält «trasmaßnahmen gegen den Paßschwindel. Ein anderer Abschnitt ermächtigt den IPrä- identen der Republik, Munition und Schiffe, die solche fuhren, die für den Feind von einer ^Nation bestimmt sind mit der die Vereinigten Staaten in Frieden leben, zu b^ chlagnahmen, zurückzuhalten und für verfallen zu erklären Die Antwort Wilsons auf Carranzas Vorschlag.

^rf? a ^ in9 , t0 S' 21 - ^ cbr - MTB.) Meldung des Reu- terschen Bureau--: L a n n n g beantwortete die Note des Prasldenien von Mexiko, Carranza, der die Einstel- 0 .d ei -cuml ton s a u s f u 1} r von Amerika zu den Kriegführenden vorgeschlagen hotte, durch eine bloße Bestäti­gung des Empfanges der Mitteilung.

Ter englische Acker.

s C = C ^l- Febr. Laut ..Daily News" werde die

LteUung dev Präsidenten des Ackerbauamtcs. Protherv von Tag u Tag imlMliarcr. Ro»»I ««nc«,.»r Ltolm, kMc tjg

da,-. Pr.',der» dieselbe» Ä!°ä»rbefug. Nisse erhalte wie der Rliiniiianciminiii.'v

der

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nisse^rhalte'wie der Mi.nitionsmimswr. ^

einer Bcrsammlung der L>iiidwirtschastskan,iner fnqte ^ dk-s , Ackerbaiiamles, Prothew: Ta» 'kriaqzamt not

"" die Arnrec verlangt. Ich würde nneit garkem, $&m,& h ZhJ? en , tt -1 n,10 t 11 ^ *«* Mmritisnsmmiüenum die Ki wurde. ;u bcsymnien. wer ltimWommlidj ist

mÄn m bCC ' Ctn ' b,Cä fiir bic «nrelnen Fülle

i'onbon, 22. Febr. In einen, Leitartikel über die mrttelvcriorgnng Ichreibt die Atvrniag Post, man dürfe kwiim das Politik es als eins ihrer Ziele ^trachte» Lrde"fl« einem gwven wvblhadenden Ackerland inachen' Vtmb Lcmenwebcre, müßten dort eingerüb« weL? ^adnich imirde eine E.mgknl an, der solidesten aller S lagen, der Jnteres,«gemein,gesessen imwdcii