Uns Stabt und Land.
Dieken. 21. Februar 1917.
Iv ,t II ?M ni i {\ 5^,f S ? € ciJJ ] 1 , 0 chrichten. Ter Großherzog M MN ^4 ^m..n d. Js. den Schaffnern in der Hessisch-Preußi- s<l>en ElsenbahngemeriMaft C-eorg Laureb^ch zu Bingen und Venmch Er Leo zu Brschofsheim ans Anlaß „ner am 1. Februar
i? 1 Nuh<,a..v vas Mgemeine ÜWdmt^My: treue Dienste" verliehen. - Ter Gwßher»og hat jom 19. Febmar, nachmittags 4 l / 2 Uhr. in DegMloart d» .^daatsmmisters Tr. von Ewald den in außer- ordentlrcher MLMn hierher entsandten Königlich Ungarischen Manste^rajrdentien a. T. Ärafen Khu. en - Hederväry und desseir Beglerter, een K. u. K. Oesterreichisch-Ungarischen Kämmerer und Legattonsrat Grafen Buk uw kV mr Eutaeaen- rmhme ^ Notifikation der Thronbesteigung ^des Kaffersvrm Oesterrwch, Komgs von Ungarn in besonderer Audienz enrpfangen. D der K. u. K. Oesterreichisch-Un^i-
)dp außmordentüche Gesandte und Vevollmächttgte Minister Graf Nemes von Hrdv'sg sein erneutes Beglaubigungsschreiben, ^re Herren wurden zur Hoftafel zngezogen und auch, von der Großherzogm empfangen Dem Grafen Khnen-Hederväry wurde von dem Grotzherzog das Großkreuz des Ludewigsordens verliehen ^ u? Z/ich nun g^ Dem Unteroffizier Rudolf Bruß, Infanterie-Regt. 116, Sohn des Gr. Zugführers Ad. Bruß hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen. — Pionnr Adolf Henning bei der M>ne,nvener-Ko,nv. 103 nn Westen, Sohn des Betriebs- leitei- Karl Henning, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieben **Zungwehr.Mittwoch, { 21. Ftzbr.: Antreten8V4 Uhr.' Kornp. 620: Realgymnasium, Komp. 621Oberrealschule
Ae rsteablieseru iig. Als letzter Termm für die 'srei- Ablieferung der noch Eefernngspflichtigen Gerste an die Rerchs-Gerstengesellschaft m. b. H., Berlm .(Bereinigte Getreide- Händler G. m. b. H., Geschäftsstelle der Reichs-Gerstenqesrllschaft m. b. H. in Berlm zu Gießen) ist der 28. Februar 1917 festgesetzt Es bleibt also nur noch eine verhältnismäßig kurze Frist, rrmerlwlv deren C^erste freihäudig gegen Bezugs sclieine verlauft Karden kann. Es wrrd für Gerste, die bis zum 25. Februar 1917 geliefert. 320.— Mk. fitr die Tonne und für die von da bis Ende tfefauar 1917 gelieferte 300— M. für die Tonne bezahlt Tie ablresernngspsliciftige Gerstenmenge, die bis xum 28. Februar 1917 om die Geschäftsstelle nicht freiimHig verkauft ist, wird enteigiiiet. Für Gerste, die auf die fein Wege erworben ist, wird nicht nrehr Äs der gesetzliche Höchstpreis von 250.— Mk. für die Tonne bezahlt. Tie Geschäftsstelle ist angewiesen, auch ungedroschene Gerste anzukausen und zirar für den Preis von 300.— 'Mk. pro Tonne Tie Verkäufer ungedroschener Gerste sind verpflichtet, die verkaufte Gerste unverzüglich, ohne besondere Entschädigung, auszudreschen.
*■ * v ^ ^ r ^ ^ ^ l t e r. Es ist wiederholt zur Kenntnis der Behörden gekommen, daß die Schafhalter sich den Anordnungen der Bekanntmachung Nr. W. I. 1640/6. 16. K. R. A. betreffend Beschlagnahme lrnd Besdandsethebung der deutschen Schafschur !nnd des Wollgefälles bei den deutschen Gerbereien vom 18. Juli 1916 entziehen. Insbesondere wird anscheinend mit dem Zugeständnis der Heeresvenval tun g (gemäß § 12 der angezogenen Bekannt- maäxung , daß Schaf haltern aus Antrag geringe dRengen bis zu 5 Kilogramm Rohge nacht (Schmutzwolle) aus eigenem Besitz zwecks Verarbeitung, Verspinnung und Verwendung im eigenen Haushalt von der Kriegs-Rvhstoff-Abteilung sreigegeben werden, ein weitgehender Mißbrauch getrieben. Die militäriselfen Kommando stellen find ersucht worden, durch energisches Eingreifen diese Mißstände zu verhindern und nrff allenr Nachdruck darauf zu dringen, daß der beschlagnahmte Ertrag der deutscher! Schafschur tatsächlich in den Besitz der Heeresverwaltung beziehungswiese der Kriegswollbedarf- Akttengesellschaft, Berlin 8. W. 48, Äerl. Hedemannstr. 3, gelangt. Sofern die gerügten Mißstände nicht unbedingt aufhören, wird sich die Heeresverwaltung gezwungen sehen, die in 8 12 der angezogenen Bekcnmtmachung gemachte Ausnahme aufzuheben. Firmen, die sich mit dem Einkauf (beschlagnahmter Wolle beschäftigen, sind im Korpsbezirk folgende: A. H. Gnggenheim G. m. b. H. in Frankfurt (Mainl Gein-. Strauß in Frankfurt (Main). Sonnenberg & Engel in Wetzlar. Bereinigte Fellhandlungen Rosenthal G. m. b. H. in Wetzlar.
** Die hessische Lazare ttzeitung Nr. 38 enthält in ihrem allgemeinen Teile folgende Beiträge: Kleine Geschichten von Ludwig Aurbacher, Früher und Jetzt von Res. Josef Riedmüller, Tie Gefahren der schreibenden Berufe und die Ausbildung der Kriegsbeschädigten von Handelslehrer Raadke, Was niüssen Gläubiger und Schuldner, insbesondere die Hausbesitzer von den Kriegs Verordnungen wissen? Welche Ansprüche habe ich an meine Krankenkasse? Tie Beurteilrmg der Arbeitsfähigkeit bei versicherten Lazarettinsassen, Bücherschau, Lazarett-Beratung, Rätselecke. Die Gießener Beilage bringt folgende Beiträge: Schicksal von Reinhard Schvecker, Sprichwörter aus der Wetterau von Oberaktuar Stein, Tie verhexte Tier, Warnung der Kriegsbeschädigten vor den Winkelkonsulenten. Stellen für .Kriegsbeschädigte, Verwundetenlnrterricht.
** A fri kan ische Raubtierjagden im Film. Zum demnächst im Lichtspieltheater — Bahnhofstr. 34 — stattfindenden Bortrogsgastspiel der „Deutschen Jagdfilm-Gesellschaft" Berlin: „Ans der afrikanischen Wildnis", Jaäd- und Völker- studien des Afrikareisenden Robert Schumann erfahren wir heute nähere Einzelheiten. Die „Deutsche Jagdfilm-Gesellschaft" Berlin hat unter Aufwendung von Kosten in Höhe von annähernd einer halben Million eine Jagdexpedition ins Innere Afrikas ausgerüstet, die den Zweck hatte, die Jagd auf afrikanisches Großwild, sowie interefsante Völkerstudien ans dem Innern Afrikas zu verfilmen. Nach vierjähriger Abwesenheit kehrten die Mitglieder dieser Expedition im Frühjahre 1914 mit einer reichhaltigen Ausbeute an photographischen Aufnahmen nach Europa zurück. Es war selbstverständlich ungeheuer fchvierig, im Innern Afrikas, weit ab von aller Zivilisation, kinematographische Aufnahmen derart schwieriger Objekte her zu stellen. Ganz abgesehen von dep ^Ausnahme an und für sich, ergab der technische Prozeß eine ganze Reihe von Schwierigkeiten. Tie Kinofilme mußten mitten in der Wildnis erctmicfett iverden, da sie sonst in total verdorbenem Zustande in Deutschland cm gekommen wären.
Landkreis Gießen.
n. Schiffenberg, 21. Febr. Dem Pächter der hiesigen Domäne, Friedrich L y n ck e r , der zurzeit als Kompagnie-Feldwebel bei einem Armierungsbätaillon steht, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen, naivem er bereits vor längerer Zeit auch das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten hatte.
u H o lzh e i ni, 20. Febr. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde dem Fahrer Heinrich Reih beim Brandenburger Res.- Fußarü-Regt. 3, 1. Batterie. MunitionSkolonne, verliehen. Heinrich Reih ist der Sohn der Frau Gg. Heinr. Reih I. Witwe, Gastwirtin.
n. Lich, 21. Febr. Das 10jährige Söhnchen des von hier gebürtigen, zurzeit in Offenbach angesteltten Lehrers Hermann Dörmer fand auf bis jetzt unaufgeklärte Weise im Main den Tod. Die Leiche des bedauernswerten Kindes wurde an der Ober- rader Schleuse' geländet. Tie Teilnahme mit den schwerbetroffenen Eltern ist allgemein. ^ „ .
•* Mainzlar, 20. Febr. Landbriestrager Peter M a y n vom 3. Pommerschen Jni.-Regt. Nr. 14, der seit November 1914 vor dem Feinde steht, ist mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet worden.
Kreis Büdingen.
# Glauberg, 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Jäger Wilhelm Schäfer.
ch: H a i u - G r ü n d a u, 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist Friedrich Geiß.
chp Orleshausen. 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Ätusketier Friedrich Schneider.
Kreis Schotten.
chh Schotten. 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Georg Albert im Jni.-Regt. 468.
n. Schotten. 21. Febr. Der Höchstpreis für Kartoffeln wurde auf Mk. 5,— für den Zentner festges>etzt. Bei Lieferung frei Keller des Bestellers kann ein Zuschlag von 80 Pfg. bis 1 Mk. gefmbevt werden.
# Eschenrod, 21. oebr. Das Eiserne Kreuz erhielt am Geburtstage Sr. Dlajestät der Krankenträger Friedrich B e ch t o l d im Res.-Jnf.-Regt. US.
U lf a, 20. Febr. An Kaisers Geburtstag erhielt das Eiserne Kreur der Musketier Karl Kröll. Res.-Jns.-Regt. 81. Es sind nun schon, über 20 Krieger unserer Gemeinde, denen diese Auszeichnung zuteil wurde.
Kreis Friedberg.
■r Butzbach, 19. Febr. Dre heutige Jagdverpachtung war von Jagdliebhabern stark besucht. Bei dem Äusgebot in zwei Losen wurde die Taxation nicht erreicht. Hieraus wilrden die Lose I und 2 zusammen auSgeboten und so wurde ein jährlicher Pachtbetrag von 2005 Mk. erzielt; früher 1300 Mark jährlich. Letzi- bretender blieb Hermann Brauer in Frankfurt a. Ai., Bettina- Ilraße 9.
Hessen-Nassau.
--- Frankfurt a. At.. 21. Febr. Die städtischen Beamten, die mit der Nachprüfung der Privathaushaltungen auf Befolgung des H e i z v e r b o t e s - es darf nur die Hälfte der heizbaren Zimmer gehetzt sein - betraut sind, haben in zahlreichen Fällen Uebertretungen der Anordnung festgestellt und zilr Anzeige gebracht. Die Leute werden gerichtlich verurteilt.
Hanau, 21. Febr. Ein Vorkommnis im benachbarten bayerischen Rothausen zeigt, in welch raffinierter Weise Versuche gemacht werden, Mitteilnirgen air die Kriegsgefangenen einzu- schmuggeln. Bei einer Sendung, die ein kriegsgefangener Franzose erhielt, befanden sich auch Nüsse. Eine nähere Untersuchung ergab, daß eine Nuß entleert war und einen eng zusammengefalteten Brref enthielt.
---Höchst a. M., 20. Febr. Eine außerordentliche Sitzung d e s K r e i s t a g e s für den Kreis Höchst beschäftigte sich heute m eingehender Weife mit der Einigung der drei Landgenreinden, Lrnwlrngen, Unterliederbach und Zeilsheim in den Stadtbezirk Höchst a. M. Tie vier Gemeinden habeir die Eingemeindungs- verträge in den letzten Tagen bereits ^einstimmig gutgeheißen. Ta dre Emgemeindungsverträge nunmehr von allen zuständigen Körperschacken einstimmig angenommen sind, bedarf man zur Genehmigung der Eingemeindung selbst nicht der Zustimmung des Landtags, jondern lediglich der des Königs. Es ist daher mit Be- strmmtheit zu envarten, daß bereits am 1. April ds. Js. die Erngemeindmng der drei Orffchaften zu Höchst vollzogen werden kann.
--- Aus der Rhön, 19. Febr. In Brach schoß Hegemeister Kehr einen mächtigen Hühnerhabicht, der sich mit einem Bussard um einen von diesem geraubten Haushahn hermnbiß.
Außerordentliche Sitzung des Provinzialtags der Provruz Oberhessen.
Kz. Gießen, den 17. Febr. 1917. Anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger als Vorsitzender, 25 Mitglieder, 3 nicht dem Provinzial'tag an-
C rende Provinzialausschußmitglieder, die Großh. Kreisräte der se Büdingen, Friedberg und Schotten sowie Negierungsrat L angerinann-Gic ß en.
Nach Begrüßung der Anwesenden wurden die Herren Landgericht sdirektor i. P. Bücking-Gießen und Bürgermeister Birklenstock-Ranstadt zu UrkundsPersonen bestellt. Als Protokollführer wurde Verwaltungsaspirant Kpritz durch Handschlag an Eidesstatt verpflichtet.
Nach erfolgter Feststellung, daß die Mitglieder zur heutigen Sitzung vechtzeittg eingeladen waren und dainit der Vorschrift des Art. 76 Abs. 3, in Verbindung mit Art. 33, Abs. 3 des Gesetzes betr. die innere Verwaltung und Verttetung der Kreise und Provinzen geniiat sei, sowie nach Feststellung der Beschlußfähigkeit, wobei der Vorsitzende darauf hinwies, daß die Herren Bürgermeister a. D. Baurat Stahl, Geh. Justizrat Jöckel und Kommerzienrat Trapp aus Friedberg, Phil. Keller-Melbach, soivie Rentner Wasserschleben-Gießen und Bürgermeister Zinßer-Schlitz ihr Fernbleiben entschuldigt hätten, gedachte der Vorsitzende mit ehrenden Worten des verstorbenen Mitglieds des Provinzialtags,? des Herrn Altbiirgermeister Zimmer-Grünberg. Ihm zu Ehren erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen,
t ieraus wurde in die Tagesordnung eingetreten, unkt 1: Entscheidung über die Gültigkeit der Ergänzungswahlen zum Provinzialtag.
Hierzu führte der Vorsitzende aus, daß die Ergänzungswahl'en zum Provinzialtag, die gemäß Art. 69 Ms. 2 der Kreis- und Provinzialordnung alle 3 Jahre stattznffnden hätten, in allen .Kreisen der Provinz durchgeführt seien. Tie von den Kreisämtern vorgelegten ^ Auszüge aus den Walilprotokollen wären gemäß Art. 71 Ms. 1 von dem'Provinzialausschnß vorläusig geprüft worden und es hätten sickt keine Formfehler ergeben. Er beanttage deshalb, die Wahlen für gültig zu erllären. Im Kreise Alsfeld wäre Bürgermeister Eiffänder-Raiurod, im Kreise Büdingen Kommerzienrat Clovs-Nidda u. Geh. Justtzrat Rabenau-Büdingen, im Kreise Friedberg Altbürgermeister Alles-Nieder-Florstadt, Hermann Bausch I.-Nieder-Wöllstadt, Phil. Keller IV.-Melbach wieder- und Bürgermeister Dr. Kayser-Bad-Nauheim neugewählt' Im Kreise Gießen seien wiedergewählt: Oekonvmierat .Hofs- mann-Hos-Güll, Brauereibesitzer Jbring-Lich, Landgerichtsrat Neuenhagen, Rentner Erich Wasserschlebew-Greßen und Apotheker Welcker-Allendors a. d. Lda. Kammervat Clemm-Winnerod sei neugewählt. Im Kreise Lauterbach wäre wieder ge rvählt Bürgermeister Zinßer-Schlitz, im Kreise Schotten seien Se. Erlaucht Graf Wilhelm zu Solms-Laubach wieder- und Bürgernieister Viehl-Rainrod neugetvählt. Sämtliche Wahlen erstreckten sich auf die Zeit von 1917 bis 1922, mit ^lusnahme derjenigen des Mitglieds Clemm--Winnerod, der an Stelle des verstorbenen Äditglie- des Zimmer-Grünberg von 1917 bis Ende 1919 zum Prvvinzial- tag getvählt worden sei,
'Durch einstimmigen Beschluß wurden die Wahlen für gültig erllärt.
PUnkt2:ErgünKUNgswahlenznmProvinzial-
a U s s ch u ß.
Der Vorsitzende führte aus, daß Ende 1916 auszuscheiden gehabt hätten die Mitglieder: Geh. Justizrat Rabenau-Büdrngen. Bürgermeffter, Baurat Stahl-Friedberg, Mühlenbesitzer Hrch. BraUer-Ober-Ofteiden, Forstmleister Dr. Weber-Konradsdvrf, sowie das Ersatznntglied Landgerichtsrat Neuenhagen. Die ausscheüxnden Mitglieder wurden von der Versammlung einstimmig wieder- gewähilt.
Punkt 3: Wahl eines Mitglieds und eines Ersatzmitglieds zur verstärkten Oberersatzkom- missivn für die Jahre 19 17, 19 18 und 1919.
Die Herren OeLonomierat .Klingelhöffer-Hof-Graß und Wilhelm Reitz-Echzell als seitheriges Mitglied bezw. Ersatzmitglied hatten auszusck-eiden. Sie wurden einstimmig wiedergewählt.
Punkt 4: Mahl von 4 Mitgliedern der Kommission für die Verwaltung der Provinzialsiechen anstalt.
Hier hatten auszuscheiden die Herren Rentner Enrmelrus-Gie- ßen, Oberbürgenneister Keller !und Rentner Wasser schieben. Es erfolgte einstimmige Wiederwahl. Für den verstorbenen Land- gerichtsdirektvr Schmec^rrbecher wurde Landgerichtsdirektvr i. P. Bücking neugewahlt.
Punkt 5: Wahl von 4 Mitgliedern der Kommission für die Verwaltung des Wasserwerks! Inheiden. '
Hier schieden aus die Herren Oekonomierat Falck, Bürgermeister Banrat Stahl in Friedberg, Bürgermeister Stöpler-Lauter- bach lund Forstmeister Dr. Weber-Konradsdorf. Einstimmige Wiederwahl erfolgte auch hier.
Punkt 6 : Wahl von 4 Mitgliedern der Finanz- k o m m i s s i o n.
Die früheren Mitglieder Rentner Emmelius-Gießen, Rentner Wafferschleben--Gießen, Bürgermeister, Bcrurat Stahl-Friedberg hatten auszuscheideu. Auch hier erfolgte einstimmige Wiederwahl. Für den verstorbenen Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher wurde Landgerichtsdirektvr i. P. Bücking einstimmig gcwähtt. Hierauf wies der Vorsitzende darauf hin, daß . zu den letzten Punkten der Tagesordnung der Provinzialausschuß dem
Provmziattag oorjchlage, ui g e I) e i m e i Sctzmcg Beichmv zu fassen. Dieser Vorschlag ivurde zum Beschluß erhoben nud es wurde der Rest der auf der Tagesordnung stehenden Sachen
in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt.
Meteorologische veobachtungen der Station Sietzen.
Febr. I 1917
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Höchste Teinperatur am 19. bis 20. Februar 1917 ---- -ff 3,6' C. Niedrigste „ . 19. ^ 20. „ 1917 -- — 1,1 • C.
Niederschlag: 0,0 mm.
Letzte Nachrichten.
Französische Beimrichiaung über unsere Ersolge in der Chanlpagne.
Genf, 21. Febr. Der erfolgreiche Vorstoß der Kronprinzen- Armee hat eine nicht zu oerbergerwe Unruhe l>ervorgerufen, ivenn» gleich die amlliche Berichterstattung ihn als harmlos hinzu- stellen „sucht. Am deullichsten kommt die Sorge um das Ongewisse an der deutschen Westfront in Urteilen der Militärkritiker zum Ausdruck. Zwar bemüht sich die Mehrzahl, die Leser ^imit zu berauschen, daß sie dem deutschen Vorstoß nur örtliche Bedeutung zuschreiben. Dagegen meinen andere SachverstärlMge, sedenfÄls seien Vorsicht, Mftnerfsamkeit und hüäffte Steigerung der Materialversorgung geboten, olxne sich vom Feinde das Gesetz des Handelns vorschreiben zu lassen, sondern ihm znvvrzn kommen. 'Am sorgenvollsten blickt Hervä in die Zukunft. Für ihn steht es außer Zweifel, daß eiue furchtbare deutsch? Offensive bevorstehe und ztvar allep Wahr> cheinlichkeit nach in der Ehanrpagnc. Ein deutscher Erfolg würde zu einem Zusammenbruch der ganzer französisck)en Westfront ft'ihren.
Die rumänische Front.
Wien, 21. Febr. Die „Wiener Mlgemeine Zeitung" »neldet aus Sofia: Mit dem Eintritt günstiger Witterung hat verhältnismäßig auch entlang der ganzen rumänischen Front eine erhöhte kriegerische Tätigkeit begonnen. Vorerst beschränkt sie sich auf ein ltarkes Artillerieseuer. Tie russischen Batterien sammeln sich^ bei Torgul-Olna, dem in den südlichen Llbhängen des dem Monte Casinu und dem Cameorile gegenüberliegenden Gebiete und feuern seit zwei Tagen nahezu ununterbrochen gegen unsere Stellrmgen. Auch südlich von Tecin, dann bei Fnndeni und Namolona kann seit zwei Tagen eine intensive Tätigkeit der russischen Artilleri« festgestellt werden. Cs unterliegt keinem Ztveifel, daß entlang der ganzen Front von den Gyömes-Pässen südostivärts bis zum Se- reth mit Beginn der günstigen Witterung heftige Kämpfe stattfinden werden. Am äußersten rechten Flügel der rumänischen Front zwischen Galatz und Tulcea finden gleichfalls heftige Artillerie-Duelle statt.
Wilsons Vorbereitungen.
Lugano, 20. Febr. Der „Corriere Hella Sera" meldet aus London vom 19. Februar, mittags: Wilson hatte arn Sainstag eine lauge Unterredung init den Führern per demokratischen Partei des Senats. Es wurde besckstossen. die Politik Wilsons zu unterstützen und dem Kongreß vor dessen am 4. März erfolgenden Schluß eine Tagesordnung zur Annahme zu unterbreiten, welch: Wilson bevollmächtigt, die bewaffnete Macht der Bereinigten Staaten zunr Schutze des Lebens und Eigentums der amerikanischen Bürger zu gebrauche, und zu diesenr Zwecke einen Kredit von 30 Millionen Dollars zu gewähren. Ter Beschluß wird dahin ge deutet, daß während der nächsten drei Wochm bis zum Schlüsse der Parlamentsarbeiten keine entscheidenden Ereignisse zu erwarten sind, da sich Wilson sonst keine Vollmacht zu (Ärffckfeidrmgen. die nach Schluß des Parlaments zu treffen sind, geben lassen würde.
Rotterdam, 21. Febr. „Daily Telegraph" erfährt aus New Jork: Bisher herrscht keineswegs ein fieberhafter Eifer, sich für die Armee oder Flotte anwerben zu lassen. Trotz aller Ausrufe nreldeten sich im Bezirk New Bork in der vergangenen Woche mir 22 Mann.
Bern, 21. Febr. Die Agerttur Radio meldetaus Washington, die SchiffskommandMtten hatten genaue neue Instruktionen bezüglich einiger Häsen, deren Zufahrtsstraßen durch Mimen gesperrt wurden, erhalten.
Die U-Bootgeflchr.
Bern, 21. Febr. Während die meisten sranzösffchen Blätter sortdauernd die U--Bvotgefahr als gering hinstellen, schreibt der „Petit Parisien", sie bleibe trotz der verschiedenen Mittel zu ihrer Bekämpfung ernst. —Im „Matin" führt der Sekretär der Kriegs- marinelommission, Mgeordneter Garar aus, es nmrde verwegen sein, in den jüngsten Drohungen der Deutschen nur einen Bluff zu sehen.
Versenkt.
London, 21. Febr. Lloyds melden, die Goeletten Ter re Neuve, Mayvla imd Dorovhy seien versentt worden.
Die Lalnnlegung Italiens.
Lugano, 21. Febr. Die italienischen .Handelsblätter haben seit 14 Tagen ausgehort, die Berichte über die Ein- und Ausfahrt der Schiffe in den italienischen Häsen zu veröffentlichen. Der Kohlenimport in Genua habe total aufgehört und die Lager seien gänzlich geräumt.
Italienische Beunruhigung.
Lugano, 21. Febr. (L. A.) Wegen der augenblicklich von England angekündigten Beichränkung soepsEinsubr- ist die italienisck»' Presse sehr beunruhigt. Ter „Corriere della Sera" hofft, Lloyd George werde in seiner deinnächst zu erwartenden Erklärung über diesen Gegmstand gleichwertig bekanntgeben, daß das Interesse der Verbündeten nicht geschädigt werden soll- Der .Kriegsminikttc hat die Ueberlassung von Kriegsgefangenen und von 160000 Soldaten der Territorialarmee, die ftir den Frontdienst unfähig sind, an die Landwirte angeordnet.
Aus dem englischen Unterhauft.
Rotterdam, 21. Febr. Ter „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: In der gesttigen Unterhaussitzung ftagte der Natwnalrst Lynch, ob in der internationalen Konferenz, dre die ^riedensbedingnngen festsetzen iverde, beglaubigte Vertreter Irlands eine unabhängige Erklärung über das Recht Irlands aus Selbstverwaltung würden abgeben können. Lord Bal- fonr verneutte dies. Aus eine weitere Frage Lynchs, ob die Autonomie auf der Rerchskonserenz zur Sprache gebracht werden würde, antwortete Bonar Läw, hierüber könne mir das Reichsparlament entscheiden.
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