Nr. 32
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V
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sämtlich in Gießen.
(WTB.)
(Amtlich.)
W e st l i ch e r
Infolge dunstigen Frostwetters blieb die Tätigkeit der Artillerie und Flieger gering. Nur zwischen Ancre und Somme war vorübergehend der Feuerkamps stärker.
Von Erkundungsvorstöhen im Sommegebiet auf dem Ostufer der Maas und an der Lothringer Grenze wurden über dreißig Engländer und Franzosen und einige Maschinengewehre zurückgebracht.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Don der Rigaer Küste bis zum Mündungsgebiet der Donau keine besonderen Ereignisse.
MazedonischeFront.
Zeitweilig lebhafteres Feuer im Cernabogen und in der Strumaniederung.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
Der Abendbericht.
Berlin. 6. Febr., abends. (WTB. Amtlich.)
Nordwestlich von Mülhausen blieben bei einem gescheiterten französischen Kor st oh Gefangene in unserer Hand.
Im Osten war eine Unternehmung an der Bere- s i n a für uns erfolgreich.
An der mazedonischen Front zeitweilig lebhaftes Feuer im Cerna-Vogen.
Die deutsche Erklärung vom 31. Januar über die Verschärfung des U-Bootkrieges muh auf die durch England geschürten Illusionen ausländischer Gegner, die sich das Friedensangebot als Schwäche auslegten, wie ein kalter Reif gefallen fein. Wir fürchten nicht einmal etwaige neue Feinde. Plötzlich hört man in den Erörterungen der uns umlagernden Gegner wieder das Wort „Welteroberungspläne", und da die Versicherungen des Gegenteils in den wahnbefangenen Köpfen jenseits unserer Fronten doch nichts mehr ausrichten, so können wir über das uns beschuldigende Wort im Gefühle eines gewissen Triumphes lächeln. Denn wenn wir noch solche Plärre hegten, wenn der neue U-Bootkrieg wirklich auf so Iver- nressene Ziele hinausliefe, so wäre die noch vor einigen Tagen in Massenkundgebungen gegen uns geschleuderte Verdächtigung, wir brauten der eigenen Kraft nicht mehr und seien dem Ende unseres Wider stcnrdes nahe, doch als die falscheste der Annahmen erwiesen. Deutschland ist kein Welt- eroberer; der Kaiser hat selbst deutlich und offen genug betont, daß er ein solch ,-ödes" Ziel niemals im Auge hatte. Aber vielleicht werden wir die Baumeister einer neuen Weltgestaltung werden. Die Entente will niederreißen, hat freilich in ihrem Sinne ebenfalls einen Welterneuerungsplan auf Lager; allein da fehlen die Fundamente und sämtliche Grundlagen. Die Zentvalmächte dagegen haben den Bau begonnen uno sind im Zuge, ihn zu vollenden. Da kam uns das Friedensproaramm des amerikanischen Präsidenten wie eine aussichtslose Hemmung dazwischen. Auch Wilson gedachte nicht auf den vorhandenen Fundamenten und Grundmauern, die der Krieg bereits geschaffen hatte, aufzubanen. Jetzt aber, nach fruchtlosen Verhandlungen, hat Deutschland wie mit dem Signal einer Dampffirene das Zeichen zur Fortsetzung des notwendigen Werkes gegeben. Es setzt die stärksten Hebel an und schreibt den> Gegnern beim Beginn einer neuen, hoffentlich der letzten, Epoche des Wettkrieges wiederum das Gesetz des Handelns vor. Unbeirrt von etwaigen Widerständen, im Vertrauen auf seine Leistungen. Dieses feste Austteten stellt die zögernden, jetzt in die Nöte des Krieges stärker hinein- gezogenen Mutralen auf die entscheidende Probe. Sehen sie ein, daß es auf eine Verkürzung des Wettkriegeis, der zu einer Welterneuerung führen muß, hinauskommt, wenn sie die Neubauplätze, die auch auf denr Wasser liegen, wegen drohender Gefahren auf eine Weile' meiden? In Holland und der Schweiz werden von den Regierungen Mah- irungen zur Ruhe und Vorsicht ausgesprochen, die neutralen Nordstxmten hatten sich noch mit ihren Entschlüssen, die vielleicht aus eine Verständigung mit Deutschlands Plänen hinauslaufen, zurück — nur im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten flattern die Sternenbanner!
Lassen wir sie flattern, es sind keine Siegesfahnen!' Amerika hat am Ausbau der neuen Wettgestaltung bisher ^L?n positiven und praktischen Anteil genommen. Wilsons „Ideale" sind selbst von der Entente als unmöglich und phan- tchtlsch zurückgewiesen worden. Es muß sich jetzt zeigen, ob er oder die Verlängerung der Wettwirren will. Du ^vhne Deutschlands urid seiner Verbündeten sind rüstig ber der Tat und Arbeit. Jetzt kümmern uns keine falschen Skrupel und Bedenklichkeiten mehr. Bei uns in Deutschland herrscht heute ern Zustand, der einer Panik weniger gleicht als jemals. Dre Erörterungen über Kriegsziele, Zwiespältigkeiten m der Politik sind verstummt. Es macht sich keinerlei nervöses Hin und Her geltend. Und wenn wir beim Blick ttuf btc Zeiger der Wettuhr in unseres Wissens Stückwerk Mitunter einmal nach dem „hundertjährigen Kalender" grei- . ' geschieht es nicht, um uns Rats zu holen, sondern in gläubigem vertrauen aus gut/Grundsätze des Schicksals
/
Ein gescheiterter französischer Vorstoß nordVestlich von Mülhausen.
Trostes Hauptqulartrer, 6. Februar, riegsschau platz.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wirn, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vertautbart: 6. Februar 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Nordöstlich von Kirlibaba stießen Abteilungen des Feldjäger-Bataillons Nr. 26 in die feindliche Hauptstellung vor, machten 20 Nüssen nieder und verschütteten die feindlichen Gräben.
Bei Comanesci wurde ein feindlicher Jagdflieger durch Luftkampf zur Notlandung gezwungen.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Lage unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
* * *
Die Entschließungen Amerikas.
London, 5. Febr. (WTB.) Das Reuters,che Bureau meldet aus Washington: Präsident .Wilson hatte mit den Staatssekretären des Krieges mrd der Marine Besprechungen bezüglich der Mittel, die Gesetzgebung daliin auszugeslatten, daß die Regierung ermächtigt wird, nötigenfalls von den Schiffswerften, Munirionswerkstätten und anderen Ausrüstungswerkstätten Besitz zu ergreifen.
Haag, 5. Febr. (zf.) Reuter meldet aus New Pork: Die Ueberführung der Mannschaften von deutschen und ö st e r r e ich i s ch e n Schi sfe n, dre im Hasen von New Pvrk liegen, nach der Eimvanderungsstation auf Ellis Island hat an gefangen. 19 Mann sind bereits an Bord eines der deutschen Schisse zu Hobokeu gebracht worden.
Reuter meldet aus Washington: Als die Berichte, daß an verschiedenen Stellen die Behörden deutsche Schisse in Beschlag genommen hatten, Wilson gezeigt wurden, sagte der Präsident: „Wir werden nichts tim, worauf mir nicht vollkommenes Recht haben. Wir werden nur nach Prinzipien lZandeln und nicht nach dem, was uns dienlich ist." Wilson hat eine Proklamation aus- gesettigt, worin er aus Grund des Schiffahttsgesetzes die U ebertrag u n g von Schiffen durch amerikanische Reeder an Untertanen . anderer Länder verbietet. Die Proklamation erklätt, daß ein Notzustand eingetteten sei, und daß "viele amerikanische Reeder ihre Schiffe auf fremde Register überschrieben hätten, von wo sic nicht zurückgekauft werden können.
Reuter meldet ans Boston: Die Bemannung der „Kronprinzessin C e c i l i e" ist an Bord anderer Schiffe in dem Hasen überführt worden.
Reuter meldet aus Washington: Ein Telegramm aus Manila meldet, daß drei deutsche Schiffe, darunter die „Prinzessin Alice" zu Eebu in Gamboanga beschlagnahmt .seien. Die Maßnahme wurde durch Offiziere der Marine ausge- sührt auf Ersuchen der Zollbeamten, die die Versuche, deillsche Schiffe in den Häsen der Philippinnen zu vernichten, .als .mutwillige und ungesetzliche Handlung an sehen.
Amsterdam, ß. Febr. (WTB.) Der Washingtoner Korrespondent der „T imes" meldet: Dadurch, daß der Dampfer „H o u- sotanic", ehe er versenkt wurde, gewarnt und die Besatzung human behandelt worden ist, ist >die sofortige Gefahr eines! Kriegejs offenbar ab gewendet, da der Vorfall in Washington nicht als eine Tat ansgelegt imrb, die im Widerspruch zu Deutschlands Versprechungen steht. Trotzdem bleibt die Lage sehr gespannt. Außerdem wftd der uneingeschränkte Tauchbootkrieg erst beginnen. Inzwischen weisen verschiedene Anzeichen darauf hin, daß der Präsident in seinem Auftreten gegen Deutschland äußerst umsichtig zu Werke gehen wird. Äöan erwattet das Ergebnis der Instruktionen an die amerikanischen Gesandten iu den neutralen Ländern ab, in denen den Vertretern der Bereinigten Staaten der .Auftrag erteilt wurde, den neutralen Regierungen rnitzuteilen, daß es nach der A» ficht des Präsidenten im Interesse der Zivilisation gelegen sei, wem: sie sich seinem Vorgehen anschlössen. In Washington erwartet man von diesem Schritt offenbar nicht sehr viel.
Nack einer Proklamation Carranzas wird Mexiko im Falle eines Konfliktes zwffchen den Bereinigten Staaten und Deutschland neuttal bleiben.
Das amerikanische Einwanderungsgesetz.
Washington, 6. Febr. (WTB.) Der Senat hat das mit einen: Veto des Präsidenten dem Kongreß zngegangene Einwanderungsgesetz, das für Einwanderer eine Lese- und Schreibeprobe vorschreibt, mit 62 gegen 19 Stimmen angenommen. Die Debatte war sehr lebhaft. Da das Repräsel^crntenhans die Vorlage bereits angeirommen hat, wttd sie automatisch Gesetz.
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Die Politik Hollands.
Haag, 6. Febr. (zf.) Zu Beginn der henttgen Sitzung der niederländischen Zweiten Kammer gab der Minister des Innern, der zu gleicher Zeit Vorsitzender des Ministerrates ist, folgende Erklärung ab:
Ernste Geschehnisse beschäftigen die Regierung. Es ist im Augenblick noch im möglich, Mitteilungen zu nrachen. Tie Regierung wird nicht versäumen, der Kammer alle Jnsorntativnen zn geben, sobald dies im Interesse des Landes nötig ist. Ein Grund zu besonderer Beunruhigung besteht nicht.
Ein schwedischer Ministerrat.
Stockholm, 6. Febr. (WTB.) Der König, der am 5. Februar morgens aus Kopenhagen eintraf, hielt sofort einen Mini st errat ab.
AuS Spanien.
Frankfurt a.M., 6. Februar. (Priv.-Tel.) Die „Frankfurter Zeitung" meldet aus Madrid: „Tiarvo Universal", das Organ des Grasen Romanones, beglückwünscht die spanische Re- gienmg, daß sie alle Gefahren abznwenden gewußt habe, indem sie die Friedensnote Wilsons nicht unterstützte. Das erspare Spanien jetzt, die Geste des amerikanischen Volkes nachmachen zu
müssen. Das Blatt fügt hinzu: „Wir hoffen, daß der Takt und die Vorsicht unserer Regierung uns erlauben werden, die strikte Neutralität, die ivir seit -KricgSbegiun beobachtet haben, aufrecht zu halten."
Graf Tisza über den verschärften U Bootkrieg.
Budapest, 6. Febr. (WTB.) Im Abgeordneten- Hause führte Ministerpräsident Graf Tisza zur Verschärfung des Um tersvebootkrieges n. a. etwa aus: Wir haben es mit einer neuen Waffe zu tun, die eigentlich iu diesem,Kriege zum erstes Male verwendet wird. Wir müssen daher die auf den Seekrieg bezüglichen allgemeinen Regeln des Völkerrechts vorerst auch aus den Unterseebootkrieg anwenden, mit Berücksichtigung der spezifischen Natur dieser Waffe. Aktuell wurde die Sache eigentlich erst in den Fällen der Blockade. Auf die Tauchboote können nßcht die gleichen Rechtsgrundsätze augewendet /werden wie auf andere Seefahrzeuge, die seine Blockade durchgeführt haben, zumal die Feinde die Handelsdampfer bestückt und zu aggressivem Vorgehen ermuntert hatten. Die ganze Frage erscheint auch schon überholt durch die ungewöhnlich ausgedehnte Auslegung von Minenfeldern. Unsere Feinde haben wichtige Handelsstraßen durch Minen abge- sperrt, wodurch der gesamte neutrale Handelsverkehr aufs schwerste gefährdet wird. Wenn dies erlaubt sein soll und die Neutralen nicht Stellung dagegen genommen haben, warum sollen nicht gewisse Teile des Meeres auch durch Unterseeboote blockiert werden dürfen? Ueberdies haben die Feinde diesen schärferen Unterseebootskrieg schon längst gegen uns anaewendet. Unsere sämtlichen Handels- und Passagierdampfer, die feindlichen Unterseebooten zum Opfer fielen, sind bhne vorhergehende Warnung torpediert worden. Gegen unseren Standpunkt haben lediglich die Vereinigten Staaten Einspruch erhoben. Jetzt gilt es, die Verteidigung unseres angegriffenen Lebens mit Inanspruchnahme aller uns zur Verfügung stehenden berechtigten Mittel vorzunehmen, zumal England/vor Beginn unserer jetzigen niaritimen Aktion Seegebiete von riesigem Umfange als Minenfelder erklärt hat, zum Schaden der gesamten neutralen Schiffahrt. Und schließlich nehmen ^wir jetzt Zuflucht zu dieser Waffe in dem Beivnßtsein, Paß der Zeitpunkt für ihre erfolgreiche Anwendung gekommen ist, die wir als eines der wirksamsten Mittel zur Erreichung. des Friedens bettachten. Ter Minister erklärte zum Schluß: Wtir stehen auch heute uotf) auf dem Standpunkte des von W! i Hon vorgeschlagenen Fri edtens, der niemand in seinen waseinsbedingungen angreisen und niemand demütigen will und geeignet ist, dem neuen Weltfrieden als Grundlage zu dienen. Wir sind auch heüte woch zu Verhandlungen bereit, sobald wrr die Bürgschaft haben, daß unsere Feinde zur Erreichung eines solchen Frieden zu verhairdeln geneigt sind. Solange dies jedvch nicht der Fall ist, solange unsere Feinde uns nach dem Leben ttach- tcn, sind wir genötigt uwd entschlossen, zur Zurückweisung dieses unmenichlichenE verbrecherischen Anschlages uns aller berechttgten Mittel zu bedienen, die zur Gewährleistung des Erfolges geeignet sind.
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Au» der französischen Kammer.
Bern, 5. Febr. (WTB.) Laut Pariser Blätteriuelditngen ftmt es in der gestrigen Kam mersi tznn g noch zu weiteren Zwischenfällen. D er ehemalige Ackerbail minister David vrr- langte, daß die Ackerbauer der Jahresklassen 1890/91 sowie die Angehörigen der Territowialreserve, soweit sie Väter von fünf Kindern oder Witwer mit vier .Kindern sind, für landwittschaft- liche Arbeiten zur Verfügung gestellt werden.
Kriegsminister Lch a u t h e v erwrdette, die Regierung wolle das Gleichgewicht zwischeir dem Frontbedarf und dem Wittschaftsleben des Landes schaffen. Ties sei tatsächlich ein brenne^es Problem. Er erwarte den Augenblick her Lösimg des Problems der Zivilmobilmachung. Aber dies müsse planmäßig in aufmerksamem Zusammenarbeiten von Regierung, Heeresleitung und Parlamentsausschüssen geschehen und nicht durch Zusatzauttäge, die das Land vor die ernstesten Folgen stellen könnten. Durch! Annahme des Antrages David würden 235 000 Mann dem Frontdienst eirtzogen werden, was unannehmbar sei. Er stelle nochmals die Vertrauensfrage. Darauf wurde der Antrag David abgelehnt. ^
Anschließend forderte der Abgeordnete Sixte Quenin, daß Geistliche, die nur den Sanitätstruppen einverleibt waren, in die Formationen, also auch« die Kampftruppen, eingereiht werden sollten. Ter Vorsitzende des Hoeresausschusses M agi not lehnte den Antrag ab, da zurzeit ein ähnlicher Vorschlag bereits vom! Heeresausschuß geprüft werde. Ly aut he y schloß sich der Forderung Magilwts an. Trotzdem nahm die Kanuner den Antrag Quenin mit 337 gegen 152 ©timmen (an. Während der Mstim^- mung über den Anttag bemerkten einige Abgeordnete der Rechten, daß der Minister des Innern M a l v y sich der AUtiMimmg enthalte. Sie machten Lpauthey darauf aufmerksam, der seiner'Empörung über das Verhalten Mälvys lauten Ausdruck gab. Infolgedessen kam «es zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Malvy, dem Unterstäatssekretär Tälmier und Lyauthey, der sich plötzlich erhob und dre Sitzung verließ. — Die ganze rechtsstebende Presse bespricht den Zwischenfall und greift die Sozialisten und die Atthrheit arr, indem sie sagt, daß durch die Aurrfahmie desl Antrags Qnenm die „heilige Einigkeit" gebrochen sei. Tie klerikale Presse rft sehr erregt und erklärt, die Haltung Mälvys und Dal- miers ser unerhött.
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Ein KriegSausfchuß in Petersburg.
Petersburg, 5. Febr. (WTB.) Nach einer Meldung her, Petersburger Telegraphen-Agentur hat der Zar am 25. Januar angeordnet, daß zur Beratung der politischen Fragen eine S orrder ko m m i s s io n unter denr Vorsitz des Ministerprä- srdeuten gebildet werden soll, der die Minister des Krieges, ^ Innern, des Aeußern und der Fmarrzeu, der Geriwalstabschef, die Präsidenten der Kammer und des Staatsrates imd einige besonders benannte Persönlichkeiten wrgehören sollen, darimter der frühere Ministerpräsident Goremykin und der frühere Minister des Aeußern und jetzige Botschafter in London Sasonow.
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Der neue Großwcsir.
Konstantirropel, 5. Febr. (WTB.) Meldung deS- Mener K. K. Telegr.-Korr.-Bur. Nachmittags fand mrt dev üblichen Feierlichkeit die Einführung des neuen! Groß Wesirs in sein Amt statt. Sie wurde durch das seit ftüh herrschende Frühjahrsweiter begünlttot gn emern^


