wurde am 11. Januar im Hafen der Insel Castelorize durch Gcschützfeuer zum Sinken gebracht: ein Offizier und vier Mann wurden verwundet.
Notiz: Der „Cormvallis" wurde im Jahre 1901 gebaut und matz 14 200 Tonnen und fiihrte vier 30.5 Zentimeter- Geschütze und 12 15 Zentimeter-Geschütze.
*
London, 11. Inn. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmeldung. Der englische Dampfer „And oni" (3188 Br.-R.-T.) ist g e s u n k e n.
London, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der englische Dampfer „Bahnest wurde versenkt. Der englische Dampfer „Lunfield" (3023 To.) ist als versenkt gemeldet.
Bern, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Nouvelliste de Lyon" meldet aus Toulon: Der Dampfer „Venus 2" stieß auf eine Mine. Aus La Corunna meldet das gleiche Blatt, daß außer zwei Matrosen die gan^e Besatzung des versenkten Dampfers „Alphonse Conseyl" gerettet sei. Der Dampfer sei mit einem Geschütz bewaffnet gewesen. Ein deutsches U-Boot habe bei den Rettirngsarbeiten geholfen. Die Besatzung des versenkten griechischen Dampfers „S a p p h o" und des französischen Seglers „M i ß M and" landete in spanischen Häfen.
Rotterdam, 11. Jan. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Marseille: Ein großer deutscher P a s s a g i e r d a m p f e r, der in den griechischen Gewässern lag, wurde am 6. Januar nach Ma-rseille gebracht und wird von der Entente für militärische und Handelszwecke verwendet. (Zutreffendenfalls handelt es sich um eine neue krasse Völkerrechtsverletzung.) _
Aus dem Reiche.
Berlin, 11. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) In der heurigen Sitzung des B u n d e s r a t S gelangten zur Annahme: Der Antrag Hessens wegen Prägung von Dreimarkstücken in Form von Denkmünzen anläßlich des fünfundzwanzig jährigen Reglern ngsjubi- laums des Groß Herzogs von Hessen; die Vorlage betreffend Vergällung von Branntwein: der Antrag betr vorübergehende Auflösung der Grenzzollinie anläßlich des Krieges und der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Stundungsvorschriften und Zahlurigsverbote gegen das feindliche Ausland.
Stuttgart, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Auf das Telegrannn, worin der König dem deutschen Kaiser als Ehrenförderer des deutschen Aus l a n d s m u s e u m s dessen Gründung anzeigte und das neue Unternehmen dessen wohlwollender Unterstützung empfahl, ist laut „Staatsanz." nachstehende Antwort eingetroffen: „Seiner Majestät dem König von Württemberg! Meinen wärmsten Dank für Deine freundliche Mitteilung von der herttigen Gründunäsver- sainmluna. kür dasjunter Deiner Schirmherrschaft in schwerer Zeit dort entstehende deutsche Auslandsmuseum. Ich freue mich, dem bedeutungsvollen vaterländischen Unternehmen als Ehrenförderer anzugehören, und werde das Werk auch fernerhin gerne mit meinem lebhaften Interesse und herz- lichen Segenswünschen begleiten. Wilhelm I. R."
Aus Stabt und £attb.
Gießen, 12. Januar 1917.
Die Kriegerheimftättenfrage.
Hotel „Schütz" sprach Mittwoch, 10. Januar, Professor Dr. S t r e ck e r , Bad-Nauherm, auf Einladung des kiesigen Frauen- stimmrechtsvereins über „Kriegerheimstätten und Bodenreform" Der Besuch der Veranstaltung war im Verhältnis zü der nicht eben günstigen Zeit (um 6 Uhr) ganz gut. Der Redner führte etwa folgendes aus:
Der Oheim", dw Goethe im 1. Buch von „Wilhelm Meisters Wanderiahren" entführt, hat an seinen reichen Besitzungen die er wie ern menschenfreundlicher Standesherr verwaltet, die Inschrift angebracht „Besitz und Gemeingut". In ähnlichem Sinne sollen wrr heute unter dem Eindruck der Lehren des großen Krieges jeden Bejch zugleich als Verpflichtung gegenüber der Gesamtheit auf- wsseu Kurz vor dem Erscheinen von Goethes Roman waren in kurzsichtiger Neberschätzung der individualistischen Manchesterlehre die alten Markgenossenschaften aufgelöst worden, hatten aber auch die ersten bedeutsamen Kundgebungen sozialisttscher Staatsanfsas jung, die Schriften von St. Simon und die kommunistische Kolonialgründung Owens „New Jasmony" die Aufmerksamkeit der Welt au'f sich gelenkt. Individualismus und Sozialismus beginnen die große Auseinairdersetzung miteinander. Das Versagen des sozialen' Geistes warf seine Schatten auch auf den schönen Sieg von 1871 Direktor Engel vom preußischen statistischen Amt berichtet auf der Eisenacher Konferenz von 1872, daß im August 1871 in Berlin 10 600 Familien ohne Obdach waren, daß sie in Bretterbuden vor den Toren kampierten, daß in den anschließenden Barrikadenkämpfen 106 Beamte und 159 Bürger verwundet wurden. Diese Vorkommnisse müssen uns eine Warnung sein. Leider ist aus Zei tungsinseraten zu ersehen, daß Terrainspekulationen und Mietpreissteigerungen auch heute wieder in sicherer Aussicht stehen. Man rechnet mit der Jndustriekonjunttur, die durch Auffüllen der verbrauchten Vorräte und Nachholen versäumter Geschäfte cintreten werde. Ein schlimmes Voneichen sind auch die Inserate, die „ruhige kmderlose" Mieter suchen. Das sind Wiege, die unserem Volk verderblich werden mußten. Mehr wie je brauchen wir nach den Verlusten dieses Krieges und (angesichts des weiteren bedrohlichen Wachstumsi der russischen Bevölkerungsziffer ein gesundes, moralisch wie physisch ftuchtbares Familienleben. Das Käiegerheimstätten- gesetz ist eines, und nicht das unwichtigste Mittel hierzu. Hoffentlich kommt es im Reichstage, von 1917 zustande, nachdem ein schon 1892 vom Reichstag gutgeheißener Heimstätten-Gesetzentwurf leider Papier blieb. Es gilt nicht nur den Kriegsbeschädigten, sondern auch den gesund heimkehrenden Kriegsteilnehmern die Gründung eures eigenen Heims zu erleichtern, sowohl auf dem Lande wie in der Stadt. Schon bestehende Heimstätten können durch Erklärung M Krregerheimstätten auch entsprechender Bevorzugung teilhaftig gemacht werden. Den besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Einzelnen muß Rechnung getragen werden. Es taugt nicht jeder aufs Land und nicht jeder in die Stadt. Die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse wird am leichtesten bei Ansiedlung in der Heimat )nu. Ohne kundige Beurteilung liegt die Gefahr schwerer Enttäuschung nahe Es ist keine Ausgabe für die Bureau kralle, freilich erst recht nicht für einseitige wirtjchaftliche Jnteressenverbände, sondern erne Aufgabe wirklicher Staatsweisheil, Woblei jeder gute Patriot sich mitverantwortlich fühlen soll.
Es ist darum zurückzuweisen, wenn Dr. Weber in seiner Schrift über „Anfiedlung von Kriegsinvaliden" von „sogenannten gemeinnützigen Unternehmen" spricht, einseittg das Beamtentum kritisiert und vor den „hochstehenden Männern" warnen zu müssen glaubt, die sich dieser Frage warmherzig angenoinmen haben. Gerade im jetzigen Stadium der Angelegenheit, wo es noch nicht die Beratung einzelner Paragraphen gilt, sondern darauf ankommt, überhaupl erst einmal Stimmung dafür zu machen und das Bewußtsein für die dringende Notwendigkeit zu erwecken, daß etwas geschieht, da ist der Ton, den Dr. Weber anschlägt, verhängnisvoll, während sich unter seinen praktischen Ratschlägen sehr wohl solche befinden, die Beachtung Verdiener Auch ist es gar nicht so, daß die Freunde der Heimstätten bAvegung nicht auch durchaus mit der „Selbständigkeit" und eigenen.Kraftanwendung des Ansiedlers als wertvollsten Faktor für Gelingen des großen Werkes rechneten. Sehr viel wird namentlich auf rechte Wirtschaftlichkeit und gesunden Familiensinn der Frau ankommen. Was die Geldbeschaffung betrifft, so ist zu sorgen.
den vorliegenden Zweck ebenso nötig ist, wie für die Militärische Rüstung. Denn es harwelt sich auch bei der Heimstätten r— -nt Erhaltung unserer Wehr^ ' ' '
e Arbeitskraft bedeutet. T
üo* u ' **■**' "-andcsversichernngsanstalten, oie L-r. «u>e*
m, r ,& x verdient gewiß erwogen zu werden. Das nötige Land
mutz durch tatkrasttgere Weiterführung unserer „inneren Kolonisa- non , durch weitblickende Bauordnungen unserer Städte, überhaupl ?urai eine mehr soziale und weniger individualistische Bodenpolitik l ergemacht werden. Hier liegt der Zusammenhang von Heimstätten- rfJSa 9 ^ 9 Bodenreform. Dem Hauptausschuß der Krieger- letzt schon über 1750 Organisationen an. Die UKaftsstelle befindet sich Berlin, Lessingstraße 11. Mit dem Ge- oanren, daß es zugleich mit der Dankabstattung an unsere tapferen Jl ie ■ unbcbtngt notwendige Vorsorge für eine ernste Zukunft geire, icywtz der Redner seine aufmerksam aufgenommenen Darlegungen.
r A u sz e i cb n u n g e n. Dem Gefreiten Emil D ö p f e r zu ^ reifen, im Jifi.-Rgt. Nr 117, welcher bereits mit dem Eisernen «reuz 2- 5ttasse ausgezeichnet ist, wurde nunmehr auch vom Groß Herzog otc Hessische Tavserkeitsmedaille verliehen. - Bize-Wacht- meiner Joses He l l^e r von hier, welcher seit Kriegsbegmn beim ^tt'.-ütgt. 11'. im ,relde siebt, ist mit der Hessischen Tavierkeits- medaltle ausgezeichnet .vordem Das Eiserne «renz 2. SUaffe er- Dtelt ec bereits vor 2 Fahren. — Dem Geüeiten Willi Schuttes von der l. Maschinengewehr-Kompagnie des Jni.-Rgts. Nr. 117 IRbeif Öm ^ e ^ r - 1016 die Hessische TapferkeitsmedaiUe ver-
ori ., ** ^ lan fang. Das Großh. Ministerium des Innern Abteilung ftrr Schulangelegenheiten, hat besiinrmt, daß der Schulunterricht am Tieirstag, den 16. Januar 1917, wieder zu beginnen hat.
Geflügelhalter und Eiereinleger haben sich bis zi.m 18. d. Nits, ans den zuständigen BrotkartenauSgabestellen Ichrl tlich unter Angabe des vollen Namens und der Wohniing an- zumelden. Siehe Bekanntmachung
** D i e A u s z a h l u n g der F a m i l i e n n n t e r st ü tz u n g e >i an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einbernsenen für 16 . bis Ende Januar 1917 findet vom 15. bis 17. Januar statt- Siehe Bekanntmachung.
** Das heutige Kreisblatt Nr. 6 enthält Bekannt- machungeil über Beschlagnahme und Bestcmdserhebung von Cal- cium-Carbid, Metallbeschlagnahwe, Bestandsanmeldung über Ge- menge, sowie über Ackerbohnen und Peluschken, Hinterlörn, Handel mit Samereten, Reiche Hinterbliebenen Versorgung, Nahrungsmittelzulage an Schwerarbeiter und Schwerstarbeiter.
Landkreis Gießen.
ft. öthges, 12. Jan. Dem lreiwilligen Sanitätshunde--
suhrer Wilhelnr M e h g e r bei einer sächsischen Res -Jn'.-Divifion ivurde vom Großherzog da? Sanitätskreuz am Kriegsblinde verletzen.
Kreis Büdingen.
— B ü d i n g e ii, II. Jan. Zur Uei erwachiing der im Kreise vorhandenen K a r t o ff e l v o r rü t e ivurde ein besonderer 'Ausschuß vvm Kreisanit mit der Befugnis eingesetzt, jede schlechte Pflege und Behandlung der Kartasfeln mit Enteignung zu ahnden- „ r Ortenberg, 11. Jan. Musketter O. Hensel ans Berghmm und Garde-Füsilier H. Gans aus Setters erhielten^ dte Hessische Tapftrkeftsmedaille.
r. W e n i n g s, 12. Jan. Unsere Pfarrstelle, die durch den Weggang von Pfarrer, Kn m pf kurz vor Weilwachten erledigt war, wurde PfcnTrer Michel, gebürtig aus Beil stein in Württemberg, übertragen. Kumpf lwt etwa 19 Jahre irr hiesiger Gemeinde als L>eelsvrger sehr segensreich! gewirkt.
Kreis Lauterbach.
z. Grebenhain, 11. Jait. Vorgestern und gestern wurden m unserer Gemarkung, am Rande des Oberwäldes Tritte von Wildschweinen im SckMee gespürt. Eine Stteife der Jagdbesitzer und des Forstpersonals nach demseMen verlief ergebnislos. Aller Vermntting nach sind die WildsckMeine ans dem Fürstlich Jsen- burgisch-Birltmner Park ansgebrochen und so in den Oberwald geraten.
z. Nieder-Moos, 11. Jan. Gestern mittag verschied Unser langi ähriger beliebter imd in weiten Kreisen' verehrt eck Burgermersdu Heitzenröder im Alter von 60 Jahren. Er hatte sich eine Lungen eritzündnng zugezogen. Heitzenröder war bei ferner Vorgesetzten Behörde, bei seinen Amtskottegen und in der Umgegend hochgeachtet und hochgeschätzt.
. rr. Schlitz, 11. Jan. Nachdem das hiesige Vereinslazarett in den letzten^ Wochen nur noch mit wenigen Pfleglingen belegt war, traf dieser Tage wieder ein größerer Trupp Verwundeten hrer ein. Es waren durchweg LeickLoerwiindete und Kranke und kamen aus einem Lazarett im Westen. — Fabrikant Otto Falke Hanpttnhaber der Laugheinrichi'scheu Weberei, wiirde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Kreis Friedberg.
Butzbach, 11. Jan. Heute nachmittag 2 Uhr wurde auf hiesigem Friedhofe unter zahlreicher Beteiligiing die Leiche des Gefangenauftehers Karl Gerhard II. von hier bestattet. Er war zu Steinbach, Kreis Gießen, geboreck^ Nach langem, schwerem Lerden entschlief er am 9. Januar im 5Z. Lebensjahre Ter 1. Gnsttiche, Pfarrer Loos, der Direktor der Zellensttafanstatt, Element, und der Präsident des Krieg er Vereins, Medchinalrat ^r. Vogt, schilderten in beredten Worten die Verdienste des Verstorbenen. Er war hiernach ein gewissenhafter und treuer Beamter, der geradem vorbildlich gewirkt hat.
Hessen-Nassau.
Ö 1 Marburg, 11. Jan. In der Nahe des Südbahnhofes rett ete gesteni der in dem Reservelazarett in der Wanderarbeits- stätte untergebrachte, durch drei Schiißiomiden in Brust, Bein und Arm verletzte Maschinengewehrschütze Sch n e i d e w i n d ans Mar bürg ans den hochatigeschwollenen Fluten der Lahii unter Einsetzung seines Lebens ein 6jähriges Mädck)en, das einige 100 Meter weit oberhalb beim Rod ettr in das Wasser geraten war
des Aeußeren überreicht worden ist, den Charakter einer Beilage M der Anttovrtnote gttvinnt. Ungefähr gleichzeitig mit dem warmen Dankbarkeitserguß wird Herrn Wilson eine Denkschrift des Königs Konstantin überreicht werden, wie der „Daily Telegraph" meldet, aus welchem die großen Wohltäter Belgiens ersehen können, daß fg in Europa ein anderes Volk gibt, das mit größerem Rechte als tönntc* 1 ll^rstntzung der Bereinigten Staaten beanspruchen
Eine Konferenz der Neutralen.
Stockholm, 11. Jan. Zu der Nach.richt einer schwedischen Anregui^ zu einer Konferenz der Neuttalen Europas zur Beratung der völkerrechtlichen Interessen beim Kriegsschlnß meldet die «dem ^ Minister des Aeußeren nahesteherrde „Stockholms Twntngen (, die schwedische Regierung könne in dieser Form die nic ^? vollkommen bestätigen, jedoch ist der Gedanke eines chbyr allgemeinen Zusammenwirkens der Neuttalen der Regierung nrck.it fern. Ter Gedanke ist bereits klar auf der dritten nordischen wonserenz ansgedrückt ivorden. Es scheint also neuerdings ein der- arttger Lchrttt der schwedischen Regierung tatsächlich bevorznstehen nur, soll, wie unterrichtete Kreise melden, der Zweck dieser Konste renz ivertergehen als die erste Meldung besagt.
Ententeberatungen in Petersburg.
^ „Budapest, 11. Januar. Das Sofioter Blatt „Utn Rossrj meldet, daß auf Veranlassung der russischen Regie- £ un 9 kte alliierten ^Mächte beschlossen hätten, daß ihre leiten- oen Männer Mitte Januar in Petersburg eine Beratung Von englischer Seite wird Lord George, von fran- zoilscher Briand, von italienischer Seite Boselli teilnehmen. Belgien, Serbien und Montenegro wenden von ihren Petersburger Gesandten vertreten sein. Rumänien wird keinen Vertreter haben.
Der russische Ministerwechsel.
Bern, 12 Jan. Ter Rückttitt Trepows hat in Frankreich überrascht Tw Pariser Presse führt den Rücktritt auf Unstimmig- kelten mit der Duma zurück und hofft, daß der Nachfolger Trepows das Dumavertrauen haben werde.
.Rotterdam, 12. Jan. Ter „Nienve Rotterdamsche Con- vant berichtet ans Lorrdon: Ter Petersburger Korrespondent der „^any News" bezeichnet den Rückttitt des Ministers des Innern ^gnattew als einen großen Verlust ftrr Rußland. Jgnattew sei znruagetteten, weil Protopopow gegen den Willen der Duma im Amte blieb. Trepow sei gegangen, weil er den Wünschen der Duma und des Adelrates nach einem Zusammenwirken zwischen Regie- rung und Volk ^wenigstens vorübergehend nicht entgegen kommen wollte und schließlich eingesehen habe, daß dies mtmöglich sei.
Der Papst und die Entente.
Lugano, 11. Jan. Die Führer der Entente sirrd aus Rom abgereist, ohne den Vatikan zu besuchen.
Der Salonikifeldzug.
Bern, 12. Jan. In Erörterung eines Artikels der englischen Blätter, in dem zur Aufgabe der Salonikiexpedition geraten wird, muß Herve in der Victoire zugeben, daß die Hoffnung, welche ursprünglich zu dem Unternehmen geführt habe, nämlich Serbien zu erobern, durch das Eingreifen Rumäniens, Bulgarien zu zertrümmern und die Türkei zu erobern, hinfällig geworden ist.
Brindisi für neutrale Schiffe gesperrt.
. W ie n, 12. Jan. Wie die „Reichspost" meldet, ist der Kriegs- m Ä drHidisi für neuttale Schiffe gesperrt. Die italienische Z^chOt diese Maßregettr in Zusammenhang mit wichtigeir militärischen Vorgängen in Griechenland.
... 2<m. Nach dem „Nueva Grornale" gehen!
täglich viele Dampfer mit ttalierfischen Truppen von Brfirdisi nach Valona äb Das italienische Truppenkontingent dortftlbst soll bereits 60 000 löjm betragen.
Amtlicher Teil.
'tr
vermischtes.
, (WTB Nichtamtlich.) Der Seniorchek
des Hauses S. Bleichroder. Kommeizienrat Hans v. Bleichröder ist heute früh im Alter von 64 Jahren gestorben. '
Israelitische Religtonsgemetnde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anl.) Samstag, 13. Jan. Vorabend 4.45 Ubr Morgens 9 Uhr. Predigt. Abds. 5.05 und 5.40 Uhr. }
Letzte Nachrichten.
Die Antwort an Wilson.
Reuter berichtet laus Paris über den Inhalt der Antwort an Wilson, daß sie in großen Umrissen die einzige Bedingung ver- üh-re, die die Entente, bevor sie in Unterhandlimgen eintrete belle. Die Note ist noch größer als die Mfivortnote an Teutsck^ land. Reuter glaubt, melden zu müsseii, da s/.ie Antlnvrtuote den sensationellen Charakter, der ihr in gewissen Kvefteir bei-' gemessen werde, nicht habm werde.
Berlin, 11. Jan Der „Berl. Lokal-Anzeiger" chreibt: Erst im Lause des morgigen Tages werden wir den Wort- länt der Note, die der Zehnbund an Wilson gerichtet hat und in der Deutschland zum hundertsten Male durch große Worte zerschmettert tverden wird, kennen lernen. Man hat die Nenmerde der Welt durch die Mitteilung im höchsten Grade ersetzt daß dieses diplomattsckie Aktenstück einen sensationellen Cha'ratter haben werde. Fas,en wir uns in Geduld! Bereiteir wir uns ans Ungeheures vor. Inzwischen hat man es für nützlich gehatten- den Inhalt einer anderen Note bekamit zu geben, die den^ amerikanischen Botschafter in Paris gleichzeitig mit der Antlvort auf Wilsons Fnedensünef im Namen der belgischen Regierung von Bnand übergeben worden ist. Es ist ein Herzenserguß, der gewiß einem sehr begreiflichen Dankbarkeltsgefühl seine Cntstebnna vk-r- dankt, der aber dadurch, dlaß er nicht von dem belgischen Mnifte--
Bekanntmachung
über die Abgabe der Besitz- uild Kriegssteuererklärungen zum Zwecke drr Veranlagung der Besitz- und .Kriegssteuer.
1- Zur Abgabe einer Besitzsteuererllärmig sind nach § 52 Be- sltzstniergesetzes alle Personen mit einem steuerpffichttgen Vermögen von 20 000 Mk. und darüber verpflichtet, wem: sie ftüher Nicht znm Wehrbeitrage veranlagt wordm sind, sowie alle Personen deren Vermögen sich seit der Veranlagung zum Webrbeirrage oder gegenüber dein für eure zukünftige Veranlagung zur Besitzsteuer als maßgebend festgestellten Dermögeiisstände um mehr als 10 000 Mk erhöht hat.
im* 2 “ sind nach § 26 des Kriegssteueraesetzes vom 21. Juni
rdl6 alle Einzelpersonen, deren Vermögen sich seit dem 1. Januar 1914 bis>31. Dezember 1916 um mehr als 3000 Mk. auf minde- stens 11000 Mk. erhöht l)at, verpflichtet, eilte Stenererllärung abzugeben. JLit Vorstäiide, persönlich hafterrden Gesellschafter Re- prchentanten, Geschäftsführer oder Liguidatoren der pflichtiaen ^ell^chafteil bet Auslandsgesellschaften der Vorsteher der 1n- landl-chen Niederlassungen, sowie die Vertteter der vom Bundesrat für pflichttg erttarten jurisfischen Personen sind verpflichtet eure die beiden ersten Kriegsgefchäftsjahre umfassende Stenererllärung zum Zwecke der vorläufigen Festsetzung der Kricgsäbgabe bis zum 31. Hanuar 1917 abzugeben. Tie weitere Stenererllärung znm Zwecke der endgültigen Festsetzung der Kriegsabgabe der Gewll- schafien ist biiinen 6 Moimten nach Ablauf des letzten Krieqs- geschaflsiahres abzugeben (8 26 K.St.G.i.
L - b-^Der Steuerpflichtige kann zur Abgabe der Besitz- oder der Kriegsstenererllarmig nnt Geldstrafen je bis zu 500 Mk. angehalten werden dem Sttiierpflichfigen, der die Besitz- oder die ^kriea^ ' steuererllnrimg nicht r^tzeifig abgilck, kann ein Zuschlag je von
den
- Wer als BcsidsteuerMchttger oder als Vertreter eines SteuerpfllchtrgM wrssentlrch der Steuerbehörde nnrichtiae
dlngabM macht, die geeignet sind, eine Herkür^ der Besitzsteuer l>erbeizusuhren. wird mit einer Geldstrafe bis -um rw«nzlgsachen Betrage der gfiorderten Steuer bestraft Nebm^der Gefängnis bis zu 6 Monaten erkannt ^rL,
wird ein iwch dem Krieasstericrgesctz "lbaabe- pflubtiger oder der Vertreter eines solchen Abgabepfl Aiäen wtssmtlich der -Steuerbehörde rmrichtigc oder uuooll tändi« gaben macht, dre geetgnet sind, mne Verkiirznna der Abaobe^.Ä Zufuhren, mit nner Geldstrafe bis zum 5fack>cu forderten Abgabe bestraft Neben der Geldstrafe k.rn,?ach G^nani' £ i“ ' u?d neben der Gefängnisstrafe auch aus Verlütz
der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt uiä> im Urteil anaeorb^! Warden, d°b die Bestrafung aus »'kosten des teinStH, bekannt zu machen ist (tzL 33, 34 K.St.G.)- " olwntttch
6 Alle darnach Verpflichteten werden hiermit .
mnkrlialb der Frist vom 15. Januar btt- 31. JariNM- setzlich vorgeschriebencn Erllärungeii bei den drosch
Zur freiwilligen M-gabe einer Besitz- Hind Krieasüe..^^Ptx ist jedermann berechtigt. Dir Einreichung der u.w'o mehr empfehlen, als nach ^ 9- Absatz 2 des ,ri ‘ dre Abgabe von dem nach dem Bcsitzstenergeseve sin- ^ qi ICr Ä c,c:;i ' der 1916 festgestellten
des für den Beginn des Bernnlagungszeittanme^ t
mvgens übersteigt irnd insoweit es wieder der Belitz ,, Vor-
churr untrrlirgt, mit -inor 'lbgabr von 1 L^mÄr^L^'
Gießen, Biltzbach. Eftnnberg. Hungen den
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S.S5.. Franz, Flath. Wenzel,- Mav


