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10.1.1917 Erstes Blatt
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r Das alte Jahr louuöe am otli>e)iiecai>aii) mit eurem tew^ besuchten Dankgot te S dien ft , bei dem nochanalS der Christ- bäum leuchtete, beschlossen Im übrigen verlief die NenjahrSnacht sein: ruhig und stille. Aus das letzte Weilinachtsfeft nmrden die lbedürstigen Bergleute, besonders die älteren, sowie die Berg- mannsfamilien wieder mit einer reichen Gabe von 500 M k. aus der C. W. Fernie'schen Sttfttmg durch Vermittlung des Herrn Mug. >P a s c o e - Dutenhofen bedacht. 29 Familien bezw. ein­zelnen Personen konnte damit eine rechte ÄeilMichtsfreude be­reitet werden.

Kreis Büdingen.

Bergheim, 10 . Jan. Dte Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Wehrmanu Philipp Theiß.

# Hirzenhain, 10. Jan. In heimatlicher Erde bestattet wurde der fürs Vaterland gestorbene Musketier Hrch. S e u m.

^ Usenborn, 10. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Landsturmmann Karl Löffler.

Kreis Schotten.

§ H e r ch e n b a i n, 10. Jan. Gardefüsilier Haas von der 11. Kompagnie 1. Großh. Hess. Jnß-Rgt. Nr. 115, erhielt die Hessische Tapferkeilsmedaille. Pionier August Appel, beim Pionier- Ersatz-Bataillon Nr. 16 in Motz, wurde zum Gefreiten befördert, Drei seiner Brüder sind schon im Kampfe fürs Vaterland gefallen und einer ist noch in der Front.

# Volkartshain, 10. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der hiesige Lehrer Heinr. Rabenau, Sanitäts-Gefreiter; früher erhielt er das Militär-SanitätSkrenz.

Kreis Friedberg.

H: O b e r - R o tz b a ct>, 10. Jan. Die Hessische Tapferkeit?- Medaille erhielt der Lehrer Fritz M ü l l e r.

Hessen-Nassau.

Die Bekämpfung der Ackerschädlinge.

= Frankfurt a. M., 9. Jan. Zwischen den Behörden und den larrdwirtschastlichen und sousttgen interessierten Körperschaften sind augenblicklich Erwägungen zur Be­kämpfung der überhanouehmenden Ungezieferplage auf den Aeckern in: Gange. Dieses rasche Anwachsen der Feld- und Gartenschädlinge ist als eine der Folgeerscheinungen des Krieges insofern anzusehen, als nicht ausreichende Kräfte zur Vertilgung der Schädlinge in den letzten zwei Jahren vorhanden waren. Der Bertilgungskampf soll sich vor allein aogen die Krähen, Sperlinge, Mäuse und Schnecken richten. Zu seiner Durchführung sollen alle verfügbaren Kräfte, auch Schulkinder, mobil, nein acht werden, unr die Ernte des kom­menden Jahres nach Möglichkeit restlos sicherzustellen.

*

--- Franks urt <UM., 9. Jan. Im Hauptbahnhos wurde heute früh der 32 jährige Schriftsetzer Anton Völker aus Meder­rad bei der Beraubung eines Postwagens abgefaßt. Bei seiner Vernehmung ergab sich, daß Völker schon seit Monaten die Berau- bungen gewerbsmäßig betrieben und dabei in erster Linie Soldaten-- pakete gestohlen hatte. Die gestohlenen Sachen setzte Völker, der bei den VerkäufenPathe" naninte, in Wsirtschasiten oder bei vatpersonen ab. Dem hiesigen Roten Kreuz wurden für Kriegerwitwen und -Waisen durch den Schatzmeister des Amerika­nischen Hilssausschusses, James Speyer, New. Bork, 27 000 Mk. überwiesen. Das vierte Sinfonsi e -- Ko nz er t im Zoo­logischen Garten unter Leitung von Konzertmeister Alfred Heß und imter Mitwirkung des Konzertsängers Carl R e b f u ß findet statt am Mittwoch, den 17. Januar, abends 8 Uhr. Zur Auffüh­rung gelangen: Anacreon-Ouvertüre von Cherubim, Serenade (Eine kleine Nachtmusik) von Mozart, II. Sinfonie D-Dur von Brahms, sowie Arie ans Hans Helling von Marschner und Lieder von Schubert und Schumann.

F. C. Bad Homburg, 10. Jan. Zur besseren Milch- verforgung hat die Stadt 4 0 Milchkühe eingestellt und zur Besorgung städtischer Fuhren und Herbeischaffung der Milch von den Dörfern ein Auto und zwei Pferde angeschafsi.

= Frankfurt a. M., 10. Jan. Ter 30jährige Bureau­vorsteher Hugo Wolf hat der Preuß. Lebensversicherungs-A.-G. j in Düffeldors, Zweiggeschäft Frankfurt, 16 500 Mark unter­schlagen und ist mit der Summe flüchtig gegangen. Wolf hal ein künstliches Bein und ist im Besitz zweier gestohlener Osfiziers- patente. die auf den Namen Mittelstraß lauten. Er reist vermutlich unter diesem Namen und gibt sich als Kriegsinvalide aus.

F. C. Vom Main, 9. Jan. Vor einigen Tagen wurde der Hund des Taglöhners Hosiuann in Haßsurt von' einem toll­wütigen Hund gebissen. Nunmehr wurden die Frau und deren Sohn Joseph durch einen Biß verletzt und mußten sich nach Berlin begeben.

ra. Biedenkopf, 10. Jän. Auch! während der Kriegs- Keil bat die Hinterländer K r e i s v i e h k a s s e einen bedeuten­den Zuw-achiö erfahren. Es wurden im letzten Geschäftsjahr über 17500 Versicherungen gegen 14638, im Vorjahr abgeschlossen. Tic Zahl der Versicherten Tiere betrug 1329 Pferde, 9682 Stück Rind- vich, 13 655 Schweine und 2 279 Ziegen. An Entschädigungen waren zu zahlen für Pferde 38 818,50 Mk., Rindvieh 34 218 Mk., für Schweine und Ziegen 35 138,70 Mk. Das Versicherungskapital dieser segensreichen Einrichtung hat jetzt den Betrag von 8 Millio- nen Mark überschritten.

vermischtes.

* Ein Warenbetrug in Höhe von 210000 Mark wurde gegen die Stadtgemeinde Nen-Kölln ver­übt. Der Vorsteher der Abteilung für Lebensmittelsachen er­hielt von dem ihm geschäftlich bekannten österreichischen Soldaten Schi, ein Angebot von einein Waggon Plockwnrst ans (Holland, das später noch ans einen Waggon geräucherten Speck ausgedehnt wurde. Der Magistrats beamte kaufte beide Waggons, nachdem sich Sch. noch auf den Oberleutnant H. und den Kaufmann R. berufen hatte. Die Waggons sollten auf einen Militärfrachtbrief lauten und zum Versand fertig auf dem Bahnhof ^lachen stehen. Als sich die Ankunft ver­zögerte, fragte der Käufer in Aachen an, wo nichts von solchen Waggons bekannt war. Der Betrüger ist nach Erhalt des Kaufpreises von 210000 Mk. verschwunden.

* L, ichtenau bei Lanban, 9. Jan. (WTB.) Auf dem ^Kosenberg-Schacht der AktiengesellschaftG l n ck a u s" ereig­nete sich gestern mittag ein Unglücks fall, indem durch Schwimmsand ein Stollen zu Bruche ging. Drei Berg­leute wurden verschüttet. Es ist möglich, daß sic alle drei oder der eine oder andere rwch am Leben sind, denn heute früh gegen 4 Uhr wurde Klopfen vernehmbar. Es wird eifrig an der Bergung gearbeitet, so daß Hoffnung besteht, ihnen zu Hilfe zu kommen.

* Koksbrikerrs. Die großen GaSiaaistaÜ-en, dw i-a be-, ranrUIid) als Ausaangsmcrterial Steinkohle in mannigfacher Qua-1 tttat benutzen, sind durch die verwickelten Prozesse, die schließlich vre Gasgewinnung ermöglichen, ganz besonders reicht an verschieden- arttgjten Abfällen, die aber dem erstrebten Produkt an Wert meist nutzt nachstehen. Als bekanntestes sei nur der einen ganzen indu irriellen Chemiezweig beherrschende Teer genannt. Als ein mehr lästiges Nebenprodukt fiel der Koks klein, also eine besondere Art von Kohlenstaub und Streusel, ab. Bisher wurde er meistenteils im Gas­werk selbst mit Hilfe von'Windgebläsen zur Feuerung verwendet, wobei aber ein nicht geringer Prozentsatz der in den Kohlen parti wel­chen enthalten«, Energie ungenutzt zerstäubt wurde. Ms Frucht der Bemühungen um eine ökonomische Verwertung dieses Materials entstand das Koksbrikett, das noch nicht in dem Maße Beachtung! gefunden hat, die ihm, besonders bei der jetzt manchmal austreten­den Kohlenknappheit, zukäme. Tie Herstellung, wie sic von Direktor Behr imJournal für Gasbeleuchtung" geschildert wird, fällt den Gasfabriken verhältnismäßig leicht: eine billige Produktion m größerer Menge dürfte daher kaum Schwierigkeiten machen. Ter ohnehin vorhandenen Dampfkesselanlage entnimmt man den nöti­gen Frischdampf, heiße Abgase der Oesen lassen sich? ebenfalls durch Gebläse zur Stelle schassen, die Maschinen sind in Wirkungs­weise mid Produktion einfach« und großzügig. Das eigent­liche Bindemittel für das Koksklein, dem Dampf uiid Heiz­gase erst die zur Mischung geeignete Temperatur von 300400° geben, ist das Hartpech. Die Briketts haben zylindrische Form und sind 6x6 Ztm. groß. Eine größere Presse erzeugt 21000 bis 22 500 Zentner Briketts.

* Der wandernde Aal. Eine ungewöhnliche Uebev- raschung, so schreibt uns ein Mitarbeiter, erlebte eine Familie in Hamburg. Während des Essen kochen s war es der Haiäfrau aus­gefallen, daß das Wasser aus der Wasserleitung ganz langsam stoß. Ms man der Ursache nachging und mit einem Lössel den Krahn untersuchte, sprang in Blitzesschnelle ein dünner, sehr langer Aal heraus, der im Wasserbecken einen wilden Fischtanz vollsnhrte und später als willkommenes Beigcricht verspeist wurde. Offenbar war der Aal aus der Elbe durch die Filtrier- und Wasser­kunstanlagen in die Trrnkwasserrohre geraten und hatte sich im Versorgungsrohr der Küchenleitung schließlich verfangen. Jeden­falls hat der wanderlustige Aal eine merkwürdige Reise zurück­gelegt, die voller Abenteuer und Gefahren war.

Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

Jan.

1917

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Höchste Temperatur am 8. bis 9. I

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4,2° 0.

Niedrigste

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0,3 ° 0.

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Niederschlag 0,0 mm.

Letzte Nachrichten.

Der Zusammentritt des Reichstages.

Berlin, 10. Jan. DasBerliner'Tageblatt" hört: Der logliedrige Hilfsdienstausschuß des Reichstages wird Mitte nächster Woche wieder zu einer oder zu mehreren Sitzungen zusammenberufen werden. Ob und wann der Haus­haltsausschuß zur Beratung der politischen Fragen wieder zusammen treten wird, iss noch unbestimmt. Dagegen kann be­reits sicher angenommen werden, daß das Plenum des Hau­ses nicht vor dem Februar wieder verhandeln wird.

Eine Unterredung mit Batocki.

Kristiania, 9. Jan. Der Berliner Korrespondent der Astenposten", Pros. Holdermann. hatte eine längere Unterredung mit dem Ernährungsminister Batocki. Dieser sagte, er hätte eben ausführlich^.': Berichte über die Korn Vorräte in Rn Ma­nien empfangen. Es hätte sich gezeigt, daß die rumänischen Kornmengen weit größer sind, als man gedacht habe, lieber die Verhältnisse in Oesterreich und Ungarn sagte Herr von Batocki, die Mitteilirng, welche dieMorniug Post"

kürzlich über Mangel in der Doppelm o na r chic ver­

öffentlicht habe, sei völlig unwahr. Ich bien in letzter Zeit in Wien und Budapest gewesen und habe persönlich die Verhältnisse ins Auge gefaßt. In Ungarn sind überhaupt keinerlei Schwierig­keiten gewesen, da das Land mit Brotkorn reichlich ausgestattet ist. In Oesterreich wird die letzte Kornernte sich vielleicht als etwas unzureichend erweisen. Es war schon ein Abkommen über die Aus fuhr von einigen hunderttausend Tonnen aus Deutschland ge­troffen. Jetzt aber bekommt Oesterreich seinen Anteil der Korn- vorrätc in Rumänien, und eine Zufuhr aus Deutschland wird deshalb nicht notwendig sein. Lokale Proviantierungsschwierig- keiten kommen im Kriege ab und zu überall vor. Nach Mit­teilungen, die ich empfangen habe, kommen solche Schwierigkeiten aber häufiger in den feindlichen Ländern vor, als bei uns. Die Behauptung unserer Feinde, daß der Friedens vor schlag der Mittelmächte wegen der unabwendbaren .Hungersnot ergangen sei, ist ebenso unwahr, wie alle anderen Gerüchte in den Zeitungen der Alliierten. Wir haben keine Ursache dazu, die wahren Ver­hältnisse unter den Stuhl zu stecken und wir sürcAcn ebenso­wenig die Hungerpläne unserer Feinde, als ihre Waffen.

Eine Frage an Gerard.

H a a g , 9. Jan. Reuter meldet aus Washington: Der Staats­sekretär des Auswärtigen Anttss hat den Botschafter Gerard in Berlin drahtlich ersucht, Ausführungen zu geben über die von ihm bei dem Bankett der amerikanischen Handelskammer in Berlin ab­gegebene Erklärung, daß seit Beginn des Krieges die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland nie so herzlich gewesen sind wie jetzt. .(Eine Bestätignng dieser Nachricht bleibt abzuwarten. D. Red.) ^ »

Jtalienisch--englische Schiffsunfälle.

DerBaseler Anzeiger" meldet aus Ehiasso: Bor Korfu ist dieser Tage sin italienischer U n t e r s e c b o o t s z e r st ö r e r mit vollständigem Armeestab, der sich zufällig an Bord befand, untergegangen. Der Verlust beträgt: 7 Seeoffiziere und 33 Offi­ziere des Landheeres.

Haag, 9. Jan. Der englische PanzerkreuzerShannon" soll Ende 2chvember 1916 an der Südküste Englands durch Aus­laufen auf eine Mine gesunken sein.

Gefecht zwischen einem französischen und italienischen Kriegs­schiff.

Basel, 9. Jan. Ter'Baseler Anzeiger" berichtet aus zu- verlässiger Quelle: Am 22. Dezember habe ans Verseilen zwischen einem französischen Panzerkreuzer und einem italienischen Hilfs­kreuzer ein Nachtgefecht statt gefunden, wobei es zahlreiche Tote und Verwundete gegeben habe.

U-Deutschland verfrachtet Diamanten.

Haag, 9. Jan.Handelsblad" bringt das neuerliche Aufblühen des Scheveninger Diamanthandels in Zusammen­hang mit der Nachricht, daß sich eine einflußreiche Gruppe deutscher Versicherungsmakler bereit erklärte, den Versand eines erheblichen Postens geschliffener, aus Deutsch-West- afrcka stammender Diamanten auf dem Hände lsuntersee- bootDeutschland" nach Amerika zu versichern.

Rumänien.

London, 10. Jan. TerTimes" wird vom 3. Januar ge­meldet, daß nian in wissenden Kreisen in Jassy nicht daran zwei- «alt, daß die Deutschen das ganze rumänische Gebiet zu erobern beabsichtigen. Um das zu erreick>en, lverde die Offensive mit der größten Energie fortgesetzt. Alles weise auf eine kräftige Winter- kampagrie hin.

Galatz von der Zivilbevölkerung geräumt.

S t o ck h o l m , 10. Jan. Großfürst Georg Michailvwitsch ist mit besonderer Mission vom 'Zaren in Rumänien eingetrvffen und im rumänischen Hauptauartter in Gesellschaft des Königs Ferdinand angelangt. Wie die Zeitungen aus Odessa mittellen, berichten Flüchtlinge, daß ganz Galatz bereits geräumt ist. Der Stadt Präfekt von Galatz hat durch Maueranschlag der Bevölkerung mit- gcteilt, daß die Schadt bedroht sei. Alle Schulen sind nach Jassy übergeführt worden. Die Zeitungen lyabtv. das Erscheinen ein­gestellt.

Griechenlands Antwort an die Entente.

Lugano, 9. Jan. Aus Athen wird berichtet: Die Minister arbeiten unter dem Vorsitz des Königs eine Antwort auf die sluvte der Entente aus, die einen Teil der EntenlebedingunMt an- nimmt, andere wie z. B. die Abschiebung des Hieeres aus Thessa­lien ablehnen soll.

Bern, l0. Jan. Wie derCorriere della Sera" aus Rom berichtet, wurde auf der Ententekonferenz in Rom eine Entscheidung hinsichtlich Griechenlands zwischen den Gesichtspunkten der Entente und denen der griechischen Regierung vereinbart. Man glaubt, daß unter diesen Umständen der griechischen Regierung jeder plau­sible Grund fehlen wird, die vollständige Ammhme der Ententenote verweigern zu können. Diese Mtteilung entspreche in gewiffem Sinne deni italienischen Standpunkt, wonach man der griechischen Regierung die formelle Versicherung geben würde, daß in den Ort­schaften, wo in Gemäßheit der Ententenote die Piechischen Truppen zurückgezogen werden sollten, weder venizßlistische Truppen noch Vertreter, noch Behörden einziehen sollen.

Die griechischen Reservisten.

Genf, 10. Jan. Wie derTemps" aus'dem Piräus be- l ichtcr, hielten die Reservisten zwei Züge, die Truppen nach dem! Pelopoimes trausporlierten, an. Tie Reservisten zwangen ferner den Stadtrat des Piräus, die entcntefreimdlichen Stadttäte und Beamten abzusetzeu.

Ultimatum an Griechenland.

H a a g, 9. Jan.Times" berichten, daß infolge der ab­weisenden Haltung der Regierung des Königs Konstanttn eine neue s .Uote der Entente in Athen übergeben werden soll, die auf sofortiger Bewilligung aller Forderungen der Entente bestehen soll und dazu eine Frist von 48 Stunden stellt.

Ausweisung des Monsignore von Gerlach.

L u g a n o , 9. Jan. Der aus Rom ausgewiesene deutsche Prälat Atonsignore von Gerlach, der erste Geheimkämmerer des Papstes und nach dem Kardinatstaatssekretär das hervorragendste Mit­glied des päpstlichen 5>ofstaates, ist in Lugano angekommen. Die Entfernung von Gerlachs erfolgte auf dwhende Preffion der Ententediplomatie.

Der neue englische Gesandte im Haag.

A m st e r d a m , 10. Jan. DemAllgemeen Handelsblad" wird aus London berichtet: DieMorning Post" schreibt über den neuen englischen Gesandten im Haag, Townley, daß er zu den starken Männern des diplomatischen Dienstes gehöre. Ms Gesandter in Argenttnieir habe er sich das besondere Berttauen upd die Darkbav- fett der britischen Kaufleute durch das lebhafte Interesse, das er für sie zeigte, allseittg erworben.

Haag, 10. Jan. Zu dem Arttkel in derMorning Post", in dem gesagt wird, daß öär neue englische Gesandte im Haag, Sir Walther Townley, ein starker Mcürn sei, sagt derNieuwe Cou­rant" : Wir hoffen zuversichtlich, daß Sir Walther Townley bald einsehen wird, daß die Niederlarche mit ihren: eigenarttgen Vvlk?s- charakter keine starken Atänner aus sreinden Ländern nöttg haben, um ihren Pflichten strikter Neuttalität gegen alle Kriegführenden getreulich nachzukommen.

Rücktritt des spanischen Kabinetts.

Madrid, 9. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterschien Bureaus. .Ter Ministerpräsident unterbreitete die Demission des gesamten Kabinetts.

Eine Rebellion auf Sumatni.

London. 10. Jan. Nach einer weiteren Meldung aus Bata­via vom 6. Januar berichtet derJavabote" von einem neuen' Aufstand tu Sumatra, bei dem der Gesandte der niederländi­schen Regierung, Müller, getötet wurde. Die Bewegung, die von einer religiösen Sette ausging, lvurde von NMtär imter- drückt und blieb auf den Norden von Smncttra beschräntt.

Der Vranb in Santander.

Bern, 10. Jan. DemTemps" zufolge hat die Feuerst brunst das Ndusenm in Lantander vollständig erngeäschert. Neben den gemeldeten Gemälden berühmter Meister sind sehr wertvolle Haudsch.risten verloren geg>angen.

Eine neue Markonirrsindung.

* Bern, 10. Jan. Laut römischer Meldung desSe- colo" hat der Physiker Markoni ein neues System flir draht­lose Telephonie erfunden. Der neue Wparal ist nmrrentlich rum Gebrauch aus den Schismen für kleine Entfernungen von 30 Seeineilen. Die zur Verwendung tomnrenden Masten müßten eine Höhe von über 30 Meter haben.

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