Ausgabe 
4.1.1917 Erstes Blatt
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Die Entente und Wilson- Friedensnote.

Amsterdam, 3. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Rcuterschen Bvvoaus haben die Alliierten Wilsons Fried e ns n o Le noch nicht beantwortet. Sie hielten es für wunichenswort, daß zioischert der (Erwiderung auf die deutsche Note mrd der Antwort arr den amerikanischen Präsidentett ein an­gemessener Zwischenraum falle. Die Amioortnote an Wilson sei rndenen im Entwurf ferttggeftellt und werde jetzt erörtert. Sie werde wahrscheinlich einigen Tagen abgesandt, Reuter weist sodann darauf hin, daß Spanien und Holland sich dem Sctwitt Ame- anschließen und bemerkt, daß die Versuche, Siidamerika zur Mitarbeit zu gewinnen., keinen großen Erfolg hatten. Argen- tmrerr. Vra>ilien und eimgc lleine Staaten Erden keinen Schritts unlerrrehmen. Die amerikanischen Vertreter in den verschiedenen vauptltädten machten inzwischen iwch gewisse mündliche Mitteilun- gen, um unllare Punkte zu erläutern..t«chin verbreüct das Reuteriche Bureau eine Zusammenstellimg von amerikanischen m m eTt m ^ 11 r .Antwortnote der Alliierten, die einseitig für me Änderten Partei ergreifen. Einige dieser Blätter suchen die ^agc w darzustellen, als ob die ablehnende Antwort der Entente einen zum Frieden l>edente, weil Deutschland Frieden haben

mune. -MtNew York Tribuna" hingegen betont, daß der Krieg wertergehen müsse, und der Versuch der Vereinigten Staaten, den Frieden herbeizusültren, durch die Ententenote erldgütng abge- kchtoiien sei. schließlich verbreit^ Reuter eine Polemik derWest- Uttwrer Gazette", in der ein RechtHertignngsversuch sich die von den Alliierten in ilwen Kriegszielen beabsichtigte BergSrralrigung dev Turker imd für dre bereits in die Weg? geleitete Bergewaltrglmjg^ Griechenlands gemacht wird. Das englische Regierungsblatt emp­findet es peinlich, daß die angeblichen Verfechter der Rechte der rlernen Nationen und Nationalitäten in einem so fragwürdigen t£ ^ck-ernen, und gibt die Erklärung ab, daß die Untertanen der Türkei von der Tyrannei befreit werden müßten, was nur da­durch gescheht könne, daß Rußland die Herrschaft in Kvnstanrinopel eroalrr Bohrend für Kvnücrnrinopel der russische Absolutismus als Befrerungsmittel angepriesen wird, sucht dreWestminster Gazette^ dre Vergewaltigung Griechenlands damit zu beschönigen, daß dre,es Land nur davor bewahren wolle, eine absolute Mow-.^s«? zu werden. ^rrrme

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Die Ermordung RasputinS.

Haag, 3. Jan. (Zf.)Daily Chrvnirle" mel)^. PeNa-q- bürg: R-, Patin ist im Qjerrten bei bent Morkakanal

bftrenben Palastes am Moikakanal ermor^'k" morb^^»lm sa.nswg morgen hörte ein Polizerbeamrer -Schüsse und schreie

^mer tarcbe b<e Ä&f, Rasputins, in einen Pelztnantel gewickelt, m ein Automobil- aebxadr das von rwei lursden mm i teilV

brachte die Leiche nach Blutspuren int Schnee WS*** des errmrebeten. Es per-

wer die Tat palLrm^k°^ b-rum gewürfelt worden

V»r r-ckrleg.

Krieg-^Ehiffverlufte unserer Gegner.

^3 3^- (Privattel.) Mit der Versenkung *3" ist die '^aht der versenkten feindlichen Torpedo bowle und U-Boote auf 186 mit 759430 LMlegen Hiervon entfallen auf England 125 mit L/, Wonnen Die Gesamwerluste der Gegner übersteigen oamrr ^^ ---^ Achs zu

gesamte

. c»~ 1-7-*' 5 «. jintypuiy nLu. Hilfskreuzer,

y Ass boote ustv. )rnd in die obigen Zahlen nicht einge

rechnet.

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Be rn, 3. Jlan. (WTB.) DerMatrn" meldet ans Cher^nrry: Aon dem jAufklürungsdien st besorgenden Hilfs krenzer JÄoueit" erging in der Nacht zmn Samstag drahtlos ein Hilferuf aus der Zone von Casguet. Der SchleppdampferConftaure-' würde unverzüglich zur Hilfeleistung abgefchickt. Seitdem ist man von den beiden Schiffen ohne Nachricht geblieben. Torpedoslottillen und Schleppdampfer forschen nach ihrem Verbleib bis^r vergeb­lich nach. Drei schwerverletzte Matrosen des ,Leo neu" wur­den aufgeftscht.

Lo ndon, 3. Jan. (WTB.) Das Reuterscbe Bureau mel­det: Der DampferNestorian" (7000 Tonnen) von der Leylandlrnie ist infolge dichten Nchels ausgelaufen und gänzlich verloren.

London, 3. Jan. MTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel­den: Das französische SegelschiffAconcague" (1313 Brirttoregistertonnen) und der schwed. DampferGo ose- bridge"' wurden versenkt.

London 3. Ja n. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmeldlms Ter englychc TampterHoll ybra ch" s.8568 Tonnen) und der norwegpche L.amp,crErica" (747 Tonnen) sind versenkt worden.

London, 3. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Balti­more ber Cork wird gemeldet, daß der britische Dampfer Alandra" (2244 Tonnen) am Freitag gestrandet und völlig verloren ist.

Aus dem Reiche.

Die Verordnung über Rohtabak

w, der an, 3.3ml (WTB. Amtlich Durch Bekanntmachonq vom 30. Dezember 1916 srnd dre AusführirngKbestinmmngen zu der BermÄrumg überRohtabak ergänzt morden. Es ist stimmt morden, datz von Zigarren und von Rauchtabak eine bestimmte Menge, bei Rauchtabak und bei den billigsten Zigarren, 60 vom ourwea ;ur Versüaung der deutschen esentrale sür Krieqsliefc- ainq mm Tebalerzeugntisen, «itz Minden mr Westfalen, zu halten 4.urck diese Lontzltt rst der bisher bestehende tatsächliche .»ckand lediglich misrechterhalten worden, ssür die Zeit vom l .je&ruct 1917 ab tritt ferner eine mäßige Einschränkung der Her- »tellunq mm Zigarren, fleuch- und Schnuvstabaken sowie von Rauchtabak em. Jur dte Herstellung von Zigarren, Kau- und r-chiiiUNtabok wird dre durch, chmnl,che Lerarbeitung der ersten ' Monate 1915 zugrunde gelegt: hei Rauchmbak tritt ein- Berkürzimg des gegmwärtigm, Staigs der Verarbeitung um w vom Hundert ein. Dre T-bakmdustrie bleibt damit noch ühk bem Baretten werden mm der Bchanntmachung nicht berrrnen. Eine B eichlaimahnie der Tabak, rzeugnine ist nicht erfolgt Om Klernverbmi wird von der Maßnahme kaum etwas ' spüren inti.

m

Auszeichnungen. Dem Samtäts-Unteroffizier Will) B o n a r x u ß aus Gießen wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. ver­liehen. Er befindet sich seu Kriegsbeqinn im Felde und ist bereits Inhaber des Hessischen Militär-Sanitätskreuzes am Bande der ^.apserkeitsmedaille. Tem Krankenträger Fritz Decher, Sohn de- Fithrinannes Wilh. Decher in Gießen, ivurde am 27. Dez. 1916 das sanitätskreuz sür treue Soldatenpflege verliehen. Decher steht .m Jnf.-Rgt. 117.

L. U. Von der Landesuniversität. Dem Pros. Dr. Reinhard Strecker, Oberlehrer an der Ernft-Lrrdwig- l sxfyii-Ie zu Bad-Ncruheim, wurd/e die verria legendi bei der philosophischen Fakultät unserer Laudesuniversität für das t.vach> der Philosophie erteilt. Seine Habilitationsschrift be­handelt:Die Atlfänge von Fichtes Staatsphilosophie"'.

** Verkehr m it Krieg s ge f<rngenen. In letzter ^ eT f ^ die Fälle gemehrt, in Venen über ge- s ch l e^ch ttichen Verkehr deutscher Frauenspersonen mit Kriegsgefangenen nrmrentlich auf dem Lairde Klage lüor ^ en isl- Zmn eigenen Schutze mrserer Frauen, urw VLadchen und im Interesse rnrserer vor dem Feinde stehenden Soldaten, die davor belvahrt lverden müssen, daß ste bei ihrer Rückkehr ihre weiblichen Angehörigen von Kriegsgefangenen entehrt wiederfinden, koerden der An­regung des 1 tellvertvetenden Genera^dmmandos 18. Armee-

alle Fälle, in denen der er­wähnte Verkehr ftatta^senden hat, rücksichtslos zur War- rrnng^ für andere.Öffentlich gebrandmarkt werden.

Dre heiden Detonationen, die vorgestern morgen UM 6 Uhr gehört wurden, sind auf einen groben unsug In der Nähe des Cafe Amend waren

vvst unbekannten Tätern zwei Kanonenschläger gelegt wor- O^n, wie sie bei der Staatsbühn benützt werden, um einen Zug auf eine drohende Gefahr aufrnerksam zu machen. Diese wurden durch hie ersten Wagen der Elektrischen in Tätig- gesetzt. Hoffentlich gelingt es noch üachträglich, der Täter habhaft zu werden.

** E i n k l e i n e r U n f a l l der Elektrischen fand gestern abend gegen V-7 Uhr an der Haltestelle Siechenanstalt statt. Wahrend der Schaffner einer Dame Geld wechselte, versuchte ein s-oldat auf der vorderen Plattform den Wagen eigew mächtig in Bewegung zu setzen. Dadurch geriet der Kontroller rn Brand und eine Flanime schlug in den Wagen, verletzt wurde niemand, aber die Fahrgäste wurden von einer Panik ergriffen, sie zerschlugen einige Wagenscheiben und versuch­ten aus dem Wagen zu springen. Gegen den Soldaten ist Ltrafantrag gestellt worden. Gegen das Benehmen der Sol­daten auf der Straßenbahn, und zwar nicht nur der niederen Chargen, wird überhaupt lebhafte Klage geführt. Da die Wa­gen nur von einem Manne bedient werden, der Führer und Schaffner zugleich ist, sollte man erwarten, daß er von den Fahrgästen und auch von den militärischen Fahrgästen alle Unterfkützung findet, statt ihm Schwierigkeiten bereitet wer­den. Wie wir hören, hat die Direktion der Straßenbahn in Erwägung gezogen, Militärpersonen sür eine Zeitlang die Benutzung der Straßenbahn überhaupt zu verweigern.

** D i e B e z i r k s s p a r c a s s e <stöt in unserem heutigeiv Blatte berannt, daß um unnötigen Andrang des Publikums an den Schaltern der^Kasse M vernrerden, das Beischreiben der Jahres- smien in ^cn Sparbüchern für ein abgelmifenes Reckprungs- ^Kälender.»-Jahr ohne jeglichen Zinsverlust «mch noch später erfolgen also nichil in den verkehrsreichsten Wrntermonaten geschehen

stand vers Schwill

Au» Stadt und Land.

Dießen,, 4. Januar 1917. mtliche Personalnachrrchten. In den Ruhe- tzt wurde am 82. November 1916 der Lehrer Leopold l zu Ossenbach a. M. auf sein diachsnchen. unter An- erreniiuna -iner lanqjäßr.qen treuen Tlenste, mit Mrst.ng vom r 1916 an. Der Groß der zog hat ihm an» diesem Anlaß da^ Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des 'ln v^l.eheu - Der GroßHerzog hat am 30. De,.

derFnanzen Tr. Johannes Decker, Erzellen.. ^..^U'ktr-UL erster Klasse mit der Krone des Verdienstordens Groqw.,,tlqeu verliehen.

f ** ^rotzherzogin hat sich mit den .!L v'^rzehntaglgen Vusenlhalt nach Schönwald

m ' chwanzwalo begeben. T er G r o h h e r z o g hat die FamUie für ewige Tage dorthin begleitet * y ü

kann,

mn§. Nicht erhobene Jahreszinsen werdet! auch ohne Zutun der Lparer anr Jähvesschiluß stets dem betveffenden ^täpitalbestand zu- geschrneben. ^

** Hafer zur Verfütterung. Das .Kriegsernährmrgs- arnt gibt bevcrnnt: Für die Zeit nack) dem 1. Januar 1917 ist mw sur Einhufer und ZuchÜncklen Hafer zur Verfütterung, srer^geben worden. Freigabe von Hafer für Arbertsochsen und Zugkühe, an die zur Sicherung der Herdstbestellstng. sowie für Ziegenböcke, an die toährend der Dcckperiode vorübergehend Hafer verfüttert werden durfte, ist nicht mehr erfolgt. Cs tont daher» bte Verncktermrg von Hafer an diese ab 1. Januar 1917 nur nockj rntofern in Frage kommen, als es den Haltern von Pferden und sonstigen Einlmfern gestattet ist, ihr übriges Vieh an der Pferde- Ration teilnehmen zu lassen. Im übrigen ist sie, soweit nickst spät^ :wch andere Bestimmungen erfolgen, unzulässig. (WTB.)

Die Reichsbe kleidungsstelle weist erneut darauf hin, daß die Bekanntmachungen über die Be zu gss chei n- pflicht für Schuhe und die Regelung des Altkleider­handels mit dem 27. Dezember in Kraft getreten sind. Jeder Verstoß gegerr die einsckstägigen Bestimmungen ist strafbar. Einer Entschrldigung mit dem Hcnwerse, daß die Bekanntmacksungen noch nicht in den ürtlick^en Zeitungen veröffentlicht worden seien, kann nicht stattgegeben werden. Tie ^anttliche Veröffentlichung ist im Reichsanzeiger und im Rerchsgesctzblatt bereits am 23. Dezember erfolgt, außerdem ist aus die Bezugsscheinpflicht am 27. Dezember rn der gesamten derttsck>en Presse hiugewies-en toorden. (WTB.)

^Höchstpreise für N a t u rr o h r. Durch die Bekannt­machung V. I. 1886/5.16. K. R.A. betreffend Höchstpreise sür Naturrvhr (Glanzrohr und Weiden» vom 1. September 1016 sind die Höchstpreise der Weiden nachher Länge abgeftust. Für kürzere Weiden ind höhere Preise festgesetzt, da diese in der Regel ein wertvolleres Material darstellen. Bisher sind die Weiden handelsüÄrch mit der Spitze gehandelt worden, da sie bei einem stärkeren Beschneiden, kaum ordnungsgemäß verarbeitet werden können. Es ist zur Kennt­nis des Kriegsamtes gekommen, daß neuerdings vielfach die W>eidm beschnitten werden, um ursprünglich längere Weiden als kiirzere erscheinen zu lassen und auf diese Werse für sie einen höheren Höchstpreis erzielen zu können. Hierdurch entsteht vor allem auch die Gefahr unnötiger Verluste, da die stark beschnittenen Weiden ich häuftg nicht mehr verarbeiten lassen. In einem starken Be- chneiden der Weiden, um sie zu einem höheren Höchstpreis ver­äußern zu können, wird eine strafbare Umgehung der oben­genannten Bekamrtmachung erblickt, worauf hiermit besonders hiqp gewiesen wird.

** Tie Lebensdauer des Papiergeldes. Seit Aus­bruch des Krieges spielt das Papiergeld, das in vielen anderen^ Ländern auch unter gewöhnlick-en Verhältnissen den 0-eldverkehr vrel mehr als bei uns zu beherrschen pflegt, in Täntsckstand einej ungleich größere Rolle als zuvor, und unr haben genugsam Ge­legenheit gehabt, zu erfahren, wie schnell das Papiergeld sich iins Umlaufe abnutzt. Wie lange mag die Lebensdatter eines Kassen­scheines wohl währen? Hierüber liegen Angaben aus Norwegen vor, wo sich der Leiter der Druckerei von Nvrges Bank über die Frage geäußert hat. Er stützt sich hierbei auf eine Untersleckfung, die nr Norwegen vor einigen Jahren irber die Lebensdauer des« altert, damals dort im Umlaufe befindlichen Papiergeldes ange- 'telll worden ist. Sie ergab, daß das durchschnittliche Lebensalter eines Fünfkronenscheines ^auf neun Monate anzusetzen war, wälzend ein ^hmkronenschein bedeutend länger, nämlich dreizelfn Vtvnatck im Umlauf bleiben könnte. Natürlich ist daS Schicksal der Kassen­scheine durchaus verschieden. Erst kürzlich ist es z. B. vorgekommen daß bei einer norwegischen Wohltätigkeitsanstalt zweihundert .Kro­nen in funkelnagelneuen Scheinen einlrefen, die aus dem- Anfänge der siebziger Jalwe stammten. Das Lebensalter dieser Scheine be­läuft sich also zurzeit aus annähernd 40 Jahre, freilich nur aus dem Grunde, weil sie ebett unangerührt irgendtvo im Kaster, lietren geblieben sind. Im allgemeinen ist wan geneigt, die Abtmtzung des ^Papiergeldes gmade in der geq^mwärttgen L.eit nockr höher als smtft einzuschätzen: tmd ganz getviß gilt das sür unser deutsches Papiergeld, das gegenwärtig wohl sehr stark abgenutzt wird im£> dessen Lebensdauer daher wohl eher nvck) geringer anzusetzen ist, als oben angegeben.

** Verbot des 2lbsatzes von Gentnsekonserven. Gemiisekonserven-Kriegsgesellschaft m. b. H. zu Brannschtverg, mit deren t^rlaubnis allein Gemusekoltserven abgesetzt tverden dürfen, teilt arntlich mit, daß der Absatz von Gemüsekonserven bis au! weiteres (wahrscheinlich bis Mitte Januar) verboten ist. Alle

gegenteckrqen Mitteilungen sind irrig. Wer Gemüsekonserven trotz des Absatzverbotes verkauft, macht sich strafbar. Tie Gesellschaft lst gehalten, jeden Fall der Uebertretung, der ihr bekannt wird, zu verfolgen. °

o*oo Zeftientliche Bücherhalle. Im Dezember wurden 7. b 2 a de ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Ulmrttu: 1516, Zeitschriften 298, Jugendschrtflen 219, Literatur­geschichte 13, S^edichte und Dramen 72, Länder- und Völkerkunde 68. Kulturgeschichte 4a, Geschichte und Biographien 123, Kunstgeschichte 31. vtaturmtsienschaft und Technologie 101, Heer- und Seewesen 1-1, vaus- und Landwirtschaft 11, Gesundheirslebre 11, Reiiqion und Phtlosoplne 50, Staatswissenschaft 6, Sprachwissenschgil I< Jremd- sprachltches 40 Bände. Nach auswärts kamen 27 Bände, m.* -J? tädt. Fettv e r f auf. Am 5. Und 9. wird in den A^ige.^^ ^ Molkerei Grbr. Grieb Fett abgegeben. Siehe

^ er ^bit vom 1.-15. Januar 1917 wird gegen den Lre f er ungsäbsch ni t t,2 der Süßstosfkarten ,R W imoG (gelb) von den Süßstofsabgabestellen Süßstoff ab- gegeben Srehe Bekanntmachung im heutigen Blatte

Das heutige K r e i s b l a t t Nr. 2 enthält Bekannt­mach mt gen, betreffend Verträge mit feindlichen Staatsangehortgen: über Salatol-Erjatzmittel und Zulassung dieser Ersatz, niklel; die von Speck aus Hausschlachtungen und Ausgabe von

Süßstoff.

Landkreis Gießen.

n. H e it ch e lh e i m, 4. Jan. Pionier Hermann Neide! von hier bei einer Minen,verser-Abteilnng im Osten, erhielt das Bul­garische Verdtenstkreuz.

rs!r m ^ H n ? e L n ' 2vn. Bei einer öreser Tage in hiesigen Wa idun geti^abgehalteneu Treibjagd wurden 13 Rehe und vier Hvsen zur strecke gebracht.

^ ^Da unser verehrter erster Pfarrer, Mrckfcn-

rat Krrngelhofer, an den Feiertagen wieder erkrankte, mußte dev werden °tt^er Anzahl auswärtiger Geistlicher versehen

nur \ P u,c ß r n , 2. Jan. Seit dem 30. Dezember liegt der Ersendahnverkehr zwischetn hier und Grünbmg still. An dem Ab- hange der Urüitfcerger Höhe entstand infolge des Unwetters ein Ersenbahndammrutsch. Der Nachmittagszitg konnte noch die Station Grunverg erreichen, aber nicht mehr zurückfahren. so daß jetzt die Zuge von. Lich nur noch bis zu unserem Dorfe verkehren.

Röthges, 4. Jan. Der Kanonier Otto Strack von rnlmgcn, der älteste von drei Brüdern, die zusammen im Westen kämpfen, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe.

Kreis Büdingen.

m ."k. Geist-Nidda, 4. Jan. Gefreiter Ludwig, im 7. Garde-^nfanterre-Regiment, erhielt die Hessische Tapßmkeils- nredarue.

Kreis Alsfeld.

... .up- Ruppertenrod, 4. Januar. Ter Sanitäts-Unter- pffrzrer Hernrrch Fuchs von Hier, Feld-Lazarett Nr. 3, 123. ^Uf -Dtvincm, wurde mit dem Eisremm Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Vorher wurde thm das Sanitätskreuz verliehen, oc ^^urtal, 4. Januar. Zwei Monate vor

Ausbruch, des Weltkneges, am 11. Juni 1914, ging im oberen L- lMtal ern Wolkenbruch nieder, der eine Uebersck-wemnrung brachte, wie sre wahrend eines Menschenlebens mir einmal viagekommen ^i^ser Ueberfluttmg^ folgte am 1. August des gleichen Jalfves! der Wcllkriev Anr Schluß des zu Ende ge-gangetreu Jahves fand wieder eme Ueberschwemmmrg unseres Tales statt, die mir um ztrta 2o30 Zentmteter gegen die erstere zurückblieb. Wie damals drang auch^etzt wieder das Gewässer in die tiefgelegenen Ställe und Keller crn Lrrs Vreh inußte hercursgeschiarft werden. Me Mühlkeller füllten ,stch- mit Wasser,, so daß manche Mühle wegen Wasser- uberfluf; stille stand. Das Wasser verlies sich indessen wieder rasch!, obgleich dre Niederschläge nickst anshörten. Die lieber- sckwemmrmg war 1914 ein Vorbote des Weltkrieges, möge die fetzige em Vorbote davon sein, daß 1917 den Frieden bringt trvtz der Krregslust unserer Feinde!

Kreis Schotten.

OSchvtten, 4. Jan. Für die Hessische O stprevtzen- hr l fe bildete sich hier vor einiger Zeit ein Kreisauss chu h, dem folgende Personen ang-hören: Medizrnalrat vr. B e st - Schot­ten, 0r.Bruchhäuser - Ulrichstrin, Pfarrer B ü hl er-Boden- l-aufen H, Landwirt Th. C e l l ariu s - Schotten, Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg, Lehrer Grieb- Köddingen, Lehrer K e l l e r - Ober-Seemen, Frau Forstmeister Kl in gelhöffer- 0>ede rn, Lehrer Kroll- Schotten. Oberregierungs rat Muhl-, Schotten, Pfarrer M Uhl- Sck^otten, Bürgermeister Ritter- Laubach, Pfarrer Römer-Ulsa, Hofpredrger Widmann- Gedern, Oberamtsrichter Z immer mann-Laubach. Nach Beschluß des Kreisausschusses finden zurzeit in allen Gemeinden des^ Kreises Hanssammlungen für die Hessische Ostpreußenhilfe statt. Me Leitung dieser Sammlungen haben dre vier im Kreise bestehenden Zweigvereine bezw. die Ortsausschüße vom Roten Kreuz übernommen

** Gedern, 4. Jan. Pionier Gustav Rnhl erhielt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe.

O Gedern, 4. Jan. Durch Vermittlung der Materialien- Abteiluug des Hessischen Laudesvereins vom Roten Kreuz erhielt der hiesige Zweigverein vom Roten .Kreuz die Nachricht, daß die von ihm gestiftete We r hnachts ki fte für 250 Mann in den Besitz der 14. Kompagnie des Landwehr-Jnf.-Reg-ts. Nr. 87 ge­kommen sei. Ein Schreiben des .Kompagnie-Führers sprach den herzlichen Dank der Empfänger aus.

Kreis Friedverg.

nt. Frredberg, 4. Jan. Wilhelm Hefter Monn, Sohn des Herrn Schlossermersters Hestermwrn, wttrde das Eiserne Kreuz verliehen. Me Hessische Tapserkeitsmedaille erhiett er schon früher.

nt. Melbach, 4. Jan. Landsturmmann Ernst H e y e r, bei einem Reserve-Jnfanterie-Regiurent, wurde für lfervorragende Tap­ferkeit bei Verdun mit der Hessischen Tapferkeitsmodaille ausl- gezeichnet.

Hessen-Nassau.

r». Biedenkopi, 4. Jan. Dem Ruse HindenburgS schenkt man im Hinterlande williges Gehör, denn bis zum Jahresschluß ivaren bereits 50 Zentner Speck für Schwerarbeiter bei der hiesigen Kreissammelstelle eingegangen.

X Hanau, 3. Jan. In gemeinsamer Sitzung der städtischen Körperschaften hat heute durch den Regierungspräsidenten Grasen von Bernstorsf aus Kaffel die E i n f ü h r u n g des neuen O b e r- bürgermeisters Hild in sein Amt stattgesunden.

Bad Homburg v. d. H., 3. Jait. In der gestrigen Srsten ^tadtverordnetensitzung teilte der Stadtverordneten-Vorsteher mit, daß das Kur ja br 1916 verhältnismäßig gut abgeschnitten habe ES brachte eine Mehremnahme von 29 000 Mk. gegenüber dem Jahre 1915.

. Frankfurt a. M., 4.Jan. Die Firma Leopold La­sella L Co. stiftete den Betrag von 400 000 Mk. zum Besten der Nationalftistung der im Kriege Gefallenen. Me Halste soll die Stadt Frankfurt, die andere Hälfte der Regierungsbezirk Kvssel erhalten. Geheimrat Dr. Leo Gans spendete derselben Stiftung den Bettag von 100 000 Mk., von dem 75 000 Mk. der Stadt Frankfutt und 25 000 Mk. dem Landkreis Hanau überwiesen werden.

m. F r a n k f tt r t a. M., 2. Jan. Der Magistrat der Stadt Frankfurt vereinigte heute abend seine Mitglieder, soivie zahlreiche geladene Gaste im Bürgersaal des Rathauses zu einer G, e d ä ch t n i s- feie r für den Mitte Dezember unerwartet verstorbenen Kaufmann uiid Industriellen vr. et Or. h. c. Wilhelm M erton , der im Dienste des Metallhandels und der sozialen Arbeiterfürsorge so Hervorragendes »md Großes geleistet hat. Genannt seien nur das Institut für Gementwohl, dre Gesellschaft sürWohttahrtseiltrichttingen. das soziale Institut und andere mehr. Auch an der Gründung der Akadentie für Sozial- und Handelswiffenschaften hatte Merton neben Oberbürgerineister Adickes hervorragenden Anteil. AnS Dank­barkeit ivill der Magistrat eine Straße und eilt wissenschaftliches Institut nnt dem Namen des teuren Verstorbenen bene,tuen. Auch soll seine Büste die Rattnre der Universität schnrückett.

m. Frankfurt a. 2. Jan. Bo.n beutige.t Tage ab stellt dte vtadt Frankfurt btc Wurst für ihre Einwohner in ebener