*• Tine Weihnachtsfeier fand gestern
im Refarvetazorett SternS Garten statt, einsteleitet durch Haendels Larao für Klavier (Frl. Hedwig Belke), Gesang (Schwester Lisbetb ^ k l k e), Violoncello (Frl. Bertnmrie Stephan) und Geige (Herr ® 9 u u t ag). Lazarettpsarrer Steubtna hielt nach Verlesung de« Bib«tteriteS eine Ansprache. ES wechselten dann gerneinsam gesrmgene Weihnachtslieder und Etnzelvorträge miteinander ab, bet denen namentlich Schwester Ltsbeth, Schwester Magdalena und Herr Sonntag ihre Kunst an Klavier und Geige beweisen konnten Unter dem brennenden Ehristbaume lagen die Geschenke für die Verwundeten, um deren Beschaffung sich besonder« die Schwestern Luise, Anna und Rosa, sowie Frau Jung verdient gemacht hatten. Jeder Krieger erhielt ein hübsches Weihnachtsgeschenk. 8md. theol. Unteroffizier Gödel sprach in kernigen Worten den Dank der Beschenkten auß.
** Erspavn is von Brennstoffen und Bete u ch t u n lg s m i t t e l n. Die derzeitigen Verhältnisse bedingen möglichste Einschränkung des Kohlen Verbrauchs. Kohle ist zwar an sich in hinreichender Stenge vorhanden, ihre Heranschaffung begegnet aber wegen des Mangels an rollendem Material erheblichen Schwierigkeiten. Es mußte daher versucht werden, geeignet erscheinende Matznahmen zur Ersparnis von Brennstoffen und Beleuchtungsnritteln im Jnlande zu treffen. Aus diesem Grunde wurde die Berordrmng des Bundesrats vorn 11. Dezember 1916, die Ersparnis von Brennstoffen und Beleuch- lurmSMitteln betreffend, getroffen. Bei ihrem Erlaß lvurde Rücksicht darauf genommen, daß der geschäftliche Verkehr nicht zu sehr geschädigt werde. Es sind auch nur Anorduun-
getroffen worden, durch die tatsächlich eine wirkliche Ersparnis an Kohlen gewährleistet erscheint und deren Durchführung ohne erhebliche Schwierigkeiten beaufsichtigt werden kann. Ans letzterem Grunde ist von einer zwangsweisen Einschränkung des Lichtverbrauchs in den privaten Haushaltungen abgesehen worden. Erwartet nruß dagegen werden, tmß die Bevölkerung im Interesse der Ersparnis von Kohlen auch ohne Zwangsmaßnahmen ihren Lichtverbrauch wesentlich einschränkt.
** Rohe Felle und Leder. Mit dem 20.12.1916 ist eine Bekanntmachrmg betreffend Beschlagnahmt, Behandlung, Verwendung und Meldepflicht von rohen Kalbfellen, Schaf-, Lamnr- nnd ZiegenfcllM sowie von Leder daraus (k,. 111/11. 16. K. R. 21.)
. in !Kraft getreten. Durch diese Bekanntmachung werden alle Kalb-, Schaf-, Lamm- >unv Ziegenfelle aus dem Jnlande, einschließlich der bereits eingearbeiteten, beschlagnahmt. Trotz der Beschlagnahme bleibt jedoch die Veräußerung und Verarbeitung der Felle in bestimmtem Umfange gestattet. Nur ist eine genaue Regelung Her Veräußerung. Behandlung und Verarbeitung der genormten Felle in ganz ähnlicher W^ise geitvoffci morden wie ber den Großviehchäuten. In Zuttmft wird das gesamte inländische Ge- säNe an Kall>-, Schaf-, Lam'n^- mü> Ziegmfellen ebenfalls bei der Deutschen Mohhaut-Aktiengesellschast znsainmenlaufen und durch die Kriegsleder-Aktteirgesellschaft an die Gerbereien verteilt wer den. Das aus ihnen hergestellte Leder wird von den Gerbereien rmr noch für den Heeves- oder Marinebedarf, oder aus Grund eines von ber Meldestelle der Kriegs-Rohstosf-Mteilnng für Leder und Oöderrohftoffe ausgestellten Frei gäbe schein es abgegeben werden dür fen. Soweit die vorgenannten Felle aus dem Auslände erngeführt »und nicht besonders beschlagnahmt oder von der Kriegsleder-Aktien- gesellschast bezogen sind, unterliegen sie lediglich einer Meldepflicht und Lagerbuchführung. Gleickxzeitig ist eine Bekanntmachung ( L. 700/11. 16. K. R. A.) in Kraft getreten, durch die für Schaf», Kalb-, Lamm- und Ziegenfelle Höchstpreise festgesetzt sind. Dies Höchstpreise sind diejenigen Preise, welche die Berteilungsstelle der .Felle (Kriegs leder-Akttengesellschaft) höchstens ldhlen darf. Es ist deshalb zu beachten, daß bei den tünch der Beschlagnahme- Bekanntmachung erlaubten Beräußerungsgeschäften die Preise entsprechend Iniedrrger angesetzt werden müssen. Die Höchstpreise nnb bei Kalb- und Fresserfellen nach Gewicht, Schlachtart und Be schaffenheit, bei Schaf-, Lamm- und Ziegenfellen nach Schlachtart und Beschaffenheit abgestuft. Rückfragen wegen einzelner Bestimmungen der^öekanntmachung sind an die Meldestelle der Kriegs- Rohstoss-Abreckung für Leder und Lederrohstoffe (Berlin W. 9. Budapester Straße 11/12) zu richten. Beide Bekanntmachungen enthalten eine große Anzahl Gnzelbestimmungen. die von den in Betracht kommenden Geschäftskreisen genau zu beachten sind.
Landkreis Gießen.
□ Lang-G önS, 20. Dez. Musketier Karl Schmidt (4. Mmpagnie Infanterie-Regiments 168) erhielt die Hess. Tapfer- keftsmedaillc. Johs. Wikh. Wentzel und Jobs. Heinr. Müller erhielten für 25jährige Tätigkeit an der Bahn Auszeichnungen für treue Dienste. — Dem Gendarm i. P. Riebel wurde Brot in dem Gemeindebackhaus gestohlen. Die Bä-cker tuen gut, beim Verlassen des Backhauses die Türe mit einem Vorchangschloß z-u versehen, da sich die Einrichtung an der Türe befindet.
ck. Rodheim a. d. Horloff, 20.-Dez. Dem Reservisten H. Klipp ert von hier, welcher seit Kriegsbeginn im Frontdienst steht und auf allen Kriegsschauplätzen teilgenommen hat, rvurde vom Großherzog kürzlich die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen Da« Eiserne Kreuz 2. Klaffe erhielt er schon vor längerer Zeit. Kreis Büdingen.
ch: Blofeld, 81. Dez. Die Hessische Tapferkeitsmedaille er- hielt der Ersahreservist Tobias R o hl im Jni.-Rgt. 81.
** Kohden, 21. Dez. Die Hessische Kriegsverdtenstmedaille erhielten der Gesreite d. Res. Heinr. Uhl im Inf.-Rgt. 186 und der Unteroffizier Hugo Lenz bei der Fuhrwerks-Kolonne Rr. 5 18. Armeekorps. Beide stehen schon seit KriegSbegmn im Felde.
# Nidda, 21. Dez. Tie G o l d e n e H o ch z e i t feierten die Eheleute Heinrich und Katharine K l ö S. — DaS Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Otto Kraft im Jnf.-Rgt. 168.
4 Ortenderg, 21. Dez. Eine große Weichnachtsfreude rautbt btm hiesigen Briefträger Friedrich Bauer zuteil. Sern Skchn. der Schütze Otto Bauer, ber der Maschinengewehrkompagnie des Reservernfanterie-Reginrents 203. war von seiner Kompagni' nach den schweren Kämpfen bei Luck, seit deM 24. Juni, als vermißt gemeldet, alle Nachforschungen nach ihm waren bis jetzt erfolglos, nun traf dieser Tage von dem Hamburger Landesverein vom Roten Kreuz, Ausschuß für Kriegsgefangene, die erfreuliche Nachricht ein. daß sich der Sohin verwundet in russischer Gefangenschaft chcd zwar in Nischny-Nowgorod, 31. Ver. Evac. Hospital, befiiüxt. — Rechtsanwalt Holtzapfel von hier, der als Kanonier aus gerückt war und bei einer schiveren Mörserbatterie im Wvsten stand, wurde mit Patent vom' 4. d. M. zum Leutnant d. L befördert.
Kreis Alsfeld.
** Homberg, 20. Dez. Dem Fahrer Wilhelm Fischer, Sohn des Stuhlmachers Friedrich Fischer von Homberg, früher Vei der 7 Batterie Res.-Fußart.-Regt. Nr. 3, jetzt RegimentsstaV Fußart -Regt. Nr. 5, ist für sein gutes tapferes Verhalten vor drm Feinde am 24. November 1916 das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen worden.
Kreis Lauterbach.
ch L a u t e r b a ch, 21. Dez. Infolge eine« Herzschlages stark' ganz plötzlich der GulSpächter auf dem benachbarten Hofgut Rudlos August P r ö s ch e r im 59. Lebensjahre.
Kreis Schotten.
F. C. Schotten. 21. Dez. Für die Folge darf keine «taupenraurfl mehr hergestetlt werden. — 2ht Wochentage ist das Kr eis amt für das Publikum nur in der Zeit von 11 bi- 12 Uhr geöffnet und Freitags von 8—12 vormittags und nach mittag» von 3-5 Uhr. Zu allen übrigen Zeiten kann niemand vorgelaffen werden.
# Stornfels, 20. Dez. FürS Vaterland starb der Musketier
Wilhelm Di e r z.
Krkis Friedbcrg.
70 Jahre Ncnchenmr Sprudel.
----- Bad-Nauheim, 21. Dez. Heute nacht vor 70 Jzhrerr — 21. Dezember 1846 — sahen zwei Männer, ein
Friedberger Metzger und ein hiesiger Schäfer, nahe der Wa
unter Rauschen und Tosen plötzlich eine müchttge Dampf- loolke Mlßmrbelu. Sie riefen einren Wärter des nahen Soöl- bades herbei, der den Durchbruch eures neuen Sprudels aus einem läufst aufgegeben-en Bohrloch feststellte. Hunderte und aberhunderte von Menschen strömten in den nächsten Tagen herbei und beschauten sich das Wunder. Es war der große Sprudel, der Born für Nauheims Ruhm und Zukunft. Da die Heilkraft des Wassers sich außerordentlich wirksam erwies, trmchs in den kommenden Jahren die Zahl der Kurgäste zuseheirds. Badehaus um Badehaus entstartd. Aus den: vergessenen weltabgeschiedenen Soolbad lvard das Weltbad Bcrd-stöauheim, das 1854 zur Stadt erhoben wurde und in das Stadtwappen bcu Sprudel als Wahrzeichen aufnahm. h- Der Sprudel ist die kohlensäurereichste Quelle Europas, er enthält in 1000 Gramm 3,9634 filramm Kohlensäure. Ihm ganz nahe gerückt ist seit 1900 der in diesem Jahre er bohrte Bilbeler Sprudel mit 3,9038 Gramm Kohlen- ärrre in 1000 Gramnt Wasser.
oa. Friedberg, 21. Dez. Dein Gefreiten Ettgen Z Imme r- m önn im Reserve-Art.°-Regt. Nr. 56 wurde das Eiserne Kret«z verliehen.
os. Friedbecg-Fauerbach, 21. Dez. Der Gefreite Einil B il l a f ch wurde in den Kämpfen bei Verdun mit dem Eisernen Kreiiz ausgezeichnet.
oa. Vilbel, 21. Dez. Der Pionier W. Jost bei einer Minenwerser - Konipagnie wurde Niit bem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
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erwarten unsere Angehörigen ücn rcgclmWigen cingang öc; Iteimat- biattez. Um eine Unterbrechung in licr Zustellung )u vermciUcn, wolle man
ücn feltlposl-vemg
ücz 6icßencr?inrcigcr8 kurz >. vicrielj.
schon jetzt erneuern
7111c Postämter nehmen Ute Scskcllung entgegen, ver vtcrteljahrl. vcmg betragt Mb. Z.65 cinschlictzllch üer Umschlag -Scvuhr. Tlußcrclcm vermittelt Me öestellungen wie bisher auch Ule
öeschästzstelle üc; öictzcncr Tlmcigcrz
ASrperver1etz<ltng mm Nachteil des Bergmanns Johann Friedrich Münch zu Bcien- heim vom- Schöffengerickst Friedberg zu einer Geldstrafe von 20 M verurteilt worden. Gegen dieses Urteik verfolgte sowohl der geklagte als auch cüe Staatsanwaltschaft Berufung. Der Angeklagte bestreitet auch heute, Münch geschlagen zu haban, aber aus Grund der Belveisaufnahme konnte sich das Gericht von d^en Unschuld nicht überzeugen. Die beiden Berufungen wurden zu- rückgewieseu tzmd es bleibt beim erstinstanzlichen Urteil.
Der wegen
Betrugs
vielfach vorbestrafte Drogist Mar Krauchaus von Erfurt ist an- qcklagt, im August 1916 zu Gießen durch zwei selbständige Handlungen in der Msicht, sich rechtswidrige Vermögensvorterle zu verschaffen, das Vermögen dar Wirtin Lina a m fyithzn ivn den Betrag von 41.02 Mark sowie der Christian Sch. Eli-ftm' um den Betraa von -16.30 Mark dadurch geschädigt zu haben, daß er dirrch Vorspiegelung falscheO und Unterdrückung wahrer Tatsachen in den beioeu Frauen Irrtum erregte. Das Gerick>t verurteilte den geständigen Angi'klagten wegen dieser Betngernen zu einer Gesamtgefciugnisstrafe von 4 Monaten, welche Strafe er alsdann anerkannte. ^ _ . „
Der 15 Jahre alte, wegen Diebstähls Kreits vorbestrafte Adam R., der 17jährige Taglöhner Friedrich Hi., der 15 Jahre alte Taglöhner Wilhelm K. und der 14jährige Karl Ho., alle von Rommelhausen, sind geständig und zwar
1. R.. K. und HP.: vor Ostern 1916 aus dem dem Jagd" Pächter Mlhelm Sp. zu Gvoß-Steinheim gehörigen, in der Wald- gemarkung Höchst a. d. Nidder gelegenen Jagdhäuschen 1 - ^agd- inesser, 1 elektrische Tasckjenlampe, 1 Paar Wickelgamaschen, 1 Krug Kornschnaps. 1 Glas eingekochtes Fleisch und 25 Zigaretten tnt Werte von zusammen 20,50 Mark mittels
Einbruchs und Ein st eigens entwendet $tr haben. , , ^ _ .
2. R.. K. und Hi.: Am 31. Juli t Js. aus demselben Jagdhäuschen eine elektrische Taschenlampe. 1 Kiste Zigarren, 1 Krug Schnaps, 1 Flasche Pseffermim. 1 Paar Wickelgamaschen und 1 Jagdmesser im Werte von Zusammen 21,50 Mark mittels Einbruchs und Einsteigens gestohlen zu haben.
3. <rn demselben Tage, und zwar vor Begehung des zwecken
Diebstahls, versucht zu haben, in das dem Jagdpärhter Hermann W. von Frankfurt a. M. gehörigen, in der Waldgemarkung Altenstädt gelegenen Jagdhäuschen einzubrechen. Das Gericht verurteilte die Angeklagten und zwar: R. unter Einbeziehung dev bereits früher gegen ilm ansgesprochenen Gefänmnsstrasc von 3 Tagen zu einer Gesamtstrafe von einer Wvck>e und einem ^ag Gefängnis sowie zu einer weiteren Gesamtstrafe von 4 Wochen Gefängnis- K. M einer Gesamtsttafe von 2 Wochen Gefängnis: Hi. zu einer Gesamtsttafe von 1 Woche und 1 Tag Gefängnis: Ho. M einer Woche Gefängnis. m ,
Zehn Tage Gefängnis erhielt der am 13. Mar 1888 m Temesvar (Ungarn) geborene Monteur Andreas B. wegen Urkundenfälschung.
Er hat einen Montage schein mit dem Namen der Ehefrau des Installateurs Hartmann in Stockheim unterschrieben. Die ihm zuerkannte sSttafe wuroe durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt.
Hessen-Nassau.
-- Frankfurt a. M., 20. Dez. Tie große Straßen brücke, die im Zuge der Schloßstvaße. die Frankfurt — Gieße ner Bahn überbrückt uno dadurch einen ungehinderten Verkehr mit den Vororten Rödelheim, Lwusen und Praunheim herstellt, wurde gestern mittag in Gegenwart von Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden eingeweiht und dem Verkehr übergeben. Ms erste fuhren die Feueckvehr, die Artillerie, die Post, die Polizei und viele Fuhrwerke der Fabriken der westlichen Stadtteile in festlichem Zuge über die Brücke. Dann folgte die Eröffmmg durch die Sttaßenbahn. Die Brücke, die den Namen ,,Breitenbachbrücke" erhielt, erfordette eine Bauzeit von drn Jahren und einen Kostenaufwand von mehr als einer Million Mark.
--- Frankfurt a. M., 20. Tey. Eine hiesige „Wahr sagerin" las dem 4Sjährrgm Zementarbeiter A. Geis mrs den Karten, daß seine Frau mit einem jungen Manne eine' Liebsckaft unterhalte. Diese „Eröffnung" regte den Mann derart ans, daß er nach Hause, Fahrgasse 2, eckte und seine Frau duph eine Anzahl Messefftiche in Kopf, Brust und Leib lebensgefährlich verletzte. Dann sprang er an der Akten Brücke rn den Main, wirrde aber von einem Schutzmann gerettet und der Irrenanstalt zugeführt. ^
= Nieda. M., 19. Dez. Auf dem Bahnkörper der Kreuzung der Frank'surt—Limburger Bahn mit der Frankfurter Straße truq sich heute früh ein folgenschwerer Unfall zu. Der 71jährige Pflas^rnwisüer Peter Assion aus Nied und der 38jährige Pflastergehilfe Emil Müller aus Wehrheim i T. waren mit Pflasterarbeitm aus dem Bahnübergänge beschäftigt. Ms ein Zi nahte, traten sie beiseite, gingen aber unmittelbar nach dessen Vo beifahrt auf die Schienen. In dem gleickjen Augenblick brauste von der anderen Seite ein Eilzug heran, der die Männer erfaßte und auf der Stelle tötete. Beide waren verheiratet.
eb. V o m Dr t t t e l r h e i n , 20. Dez. Für die Fahrten ans den Kanälen de? Niederrheingebietes werden viele Rhetnschiffe gegenwärtig eingerichtet Es erfolgt eine Verkürzung der Maste ebenso teilweise eine Ttefersehung der Ruderstühle und eine 2lende rung des Bugsprietes, denn die hervorstehenden Schiffsteile sind auf den Kanälen verboten.
ch. St. Goar, 20. Dez. Einer an die I a g d p ä ch t e r seitens des LandrateS unsere« Kreises gerichteten Mahnung ist zu ntnehmen, daß im Kreise nicht weniger als 150 000 Zentner Kar t o s i e l n durch daS Schwarzwild vernichtet wurden. Den Schätzungen nach ist der Schaden aber viel größer.
Gietzener Strafkammer.
Gießen, den 19. Dez. 1916.
We g en schwe ren Die bsta hl s hatte sich der 18 Jahre alte, wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung bereits vorbestrafte Taglöhirer Otto H. in Gießen zu verantrvorten. 2lm 27. Oktober l. Js. wurde der AMomat des Mämieraborts der Ostseite des hiesigen Stationsgebäudes erbrochen und seines Inhalts beraubt, ohne daß es gebmrg, den Täter zlu ermitteln. Dieser Diebstahl wiederholte sich ami 22. und 25. November l. Js. Erst am 29. November wurde dadurch, daß man eine elektrische Klingel cnr den Automaten mlgebrackst hatte, der Angeklagte dabei überrascht, wie er wiederum versuchte, den Auto inaten zu entleeren. Er räumte darauf die vorliergehenden Dieb stähle ein, die er in der Weise crusgeführt hatte, daß er die Rück 'O-Giib des Automaten mit einem Meißel abschraubte und den Fnhalt herausnahm. Im ganzen null er 4,30 Mark genommen haben. Am 29. November blieb es infolge der Ergreifung on Fischer Tat beim Versuch. Der Angeklagte war auch l>eute vollau geständig und will die Diebstähle aus dem Eirunde begangeil baden, um nicht zum Heeresdienst eingezogen zu iverden. Das Gericht venirteilte dtm Angeklagten tvegen dieser Straftaten, indem es ihm mildernde Umstände zubilligte, zu einer Gesamtgesäng uiSstrafe von 8 Monaten, welck>c Strafe er alsbalo anerkannte.
Der Bergmann Johann Karl T. von Melbach ist wegen
Kird)ü(^c Nachrichten«
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 23. Dezbr. 1916. Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9 Uhr. Predigt. Abends 4.45 und 5.20 Uhr.
Gottesdienst der israelittschen Religionsgesellschaft.
Sabbatieier den 23. Dezbr. 1916: Freilag abend 4.05, SamStag vorm. 8.30, Predigt. Nachm. 3.30 Uhr. Sabbat- ausgang 5.20 Uhr. — Wochengottesdienst: morgen« 7.10, abend? 4 00 Uhr.
Meteorologische veobachtungrn der Station Gietze«,
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Niederschlag 0,0 mm.
letzte Nachrichten.
Bukarest nicht das letzte Ziel.
Danzig, 21. Dez. Auf die von dem Präsidenten und den Beamten der königlichen Eisenbahndirektion Danzig an den Generalfeldmarschall von Mackensen gesandten Glückwünsche ist folgende Antwort eingegangen: Ihnen und allen Beteiligten aufrichtigen Dank für soeben erhaltene wertvolle Glückwünsche. Bukarest war ein Ziel, aber nicht das letzte. Gott helfe weiter, wie bisher.
Mackensen.
Großfürst Nikolai Nikolajewitsch zur mmänischen Lage.
Budapest, 21. Dez. „Kelett Ertesito" berichtet aus Sofias „Utro" meldet von veuttaueTrswürdiger Scfte: Großfürst Nikolai Nikolajewitsch habe in Kiew über die Ereignisse auf dem rumw irischen Kriegssä>auplatz und die militärischen Vorkehrungen wich tige Verl)andlrmgen gepflogen. Ter Großfürst l-abe einen Res dafteur des „Nowosti" empfangen und ihnr erklärt, wenn ,nan die Offensive der Zentncknrächte vor bem Serech nicht zum Stehen bringen körme, müsse man damit rechren, daß ein eneix gischer Widerstand imr auf russischem Boden in Bessärabien möglich sei.
Die Wirkung unserer N-Boote.
A m st e r d a m, 21. Dez. Die englische Regierung hat der amerikanischen Regiermrg ein Memorandum überreicht des Inhalts^ daß in Zukunft Bunkerkohle für neutrale Staaten, also auch für Amerika, nur in sehr reduziertem Maße abgegeben werden kö^rnen, da der Kohlenvorrat und das Menscheirmaterial so herabgeinindert seien, daß die Kohlen nicht einmal für die Versorgrmg Frankreick)S ausreichten. Der Mangel an Tonnage sei an allem schuld. Die englische Regierung bittet, keinen bösen Mlllen darin zu sehen, wenn unter dem Zwange der Not eine Herabmindernng des Quantums an Bunkerkohle erfolgen nMe.
Die französische Kohlennot.
Paris, 21. Dez. Dirrch mrnisterrelles Dekret werden lautj einer Meldmig der Agcnce Havas in Paris särnckiche Genreinde- venoaltungen gezwmrgen, eine Kürzung des Kohlenverbrnnchs vons zwei Drittel gegenüber den: normalen Verbrauch 1913/14 twrzn. nehmen. Für den Privatkonsum werdeir die Präsekten in jedem Dc^ partement Höchstvcrbrauchszifserrr festsetzen.
Die griechische Krise.
.Bern, 21. Dez. „Cvrriere della Sera" meldet. In Athen herrscht große Bewegung^wogen der Verlängerung der Krise und der Blockade. „Nea Himera" verlangt einen Einspruch des griechischen Volkes gegen die Besetzung der In« seln. Das Blatt behauptet, Venizelos existiere für Olriechen- land nicht mehr. Selbst wenn die Alliierten das Land besetzten, würde die Bevölkerung sich niemals Bemzetos als Oberhaupt gefallen lassen.


