Ausgabe 
6.12.1916 Erstes Blatt
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m C } & l e ö e n ? u ' ^^araphengehusrn Schwinn in Bao-

E&'gJ?* ?er Moment «f Iuar in .HechtShZm. Zeftorb^ f£&-J^ 1 'esra^nteTreiar t. R. Zöller in Darmstadt und der Poftagent Na u m Ruppertenrod. Vor dem Feinde gefal- der Telegraphen gehilfe Gebauer in Darmstadt. Seiner Ti.^rwundung rn einem Feldlazarett erlegen ist: der Post, asirstent M at.theß aus Ostenbach (Main).

q?i U; nr? ,,lu i t > ^ et Musketier Willy Herr bei einem un Osten erhieli fnr ganz hervorragende Tapferkeit vor i*lTo f e r xt Tapferkeitsmedaille, gleichzeitig das Eiserne Ztreu^ 2 Mas,e und wurde zum Gefreiten ernannt. Willy Herr,st ^ ^ohn der SteUenvernnttlerin Herr hier. - Dem Unteroifizier -^udwlg Bolz, Land,turm-Jnf.-Batl. Gießen 18/9, wurde das bande verliehen ® ^ 1 e n ® e 1 ^ e n für Kriegsverdienste am Kriegs-

c.-r?^'.^^^entenschaft und vaterländischer ^rlssdrenst. Die Wirkungen, die das Gesetz über den d i sch en Hilfsdienst auf die Universitäten üben konnte, bilden, wie sich aus zahlreichen Anfragen er-

l-?"- tTt n^orer Stadt den Gegenstand von allerhand .Nutinaßnngen. die, wie schon jetzt gesagt werden kann, größtenteils weit über das Ziel hinausschießen. Vorläufig liegen die näheren Ausführungsbestimmungen selbstverständ­lich noch Nicht eininal den Behörden vor; Zuverlässiges mit zuteilen ist al,o uoef)^ ganz unmöglich, und haltlose Vermu Lungen aufzustellen ist zwecklos, das einzig Richtige im gegen- Augenblick ist ruhiges Abwarten. Daß sehr zahl-' reiche Angehörige der Universität sich freiwillig dem Hilfs- u^nst Zur BerUKung zu stellen beabsichtigen, versteht sich na.urlich ganz von selbst. Der Rektor hat in einem am Schwarzen Brett angehefteten Anschlag seine Freude über diese ihm kundgewordene Absicht ausgesprochen, zugleich aber die Studierenden gebeten, sich nicht sofort einzeln und ver­streut hier oder dort zu melden, sondern die Gelegenheit ßu einem gemeinsamen Schritt abzuwarten, die sich wahr scheinlrch bald bieten werde. Er werde, sobald als möglich, weiteres trt dieser Sache bekannt geben, t - .l .. ;^Jv?r- e r T -^ ri. e gs sa mmluug derhiesigen Univer- ' 1 r-J » oibIiv 1 h e k ist jüngst eine Anzahl von Drucksachen ein- verlewt worden, die in der Druckerei der Zeitung der 10. Armee hergestellt worden sind. Auch diese Zeitung selbst geht jetzt unserer Universitutc-bibliothek regelmäßig zu. Sre erscheint in Wilna und wird von ..eutnaut d. R. U r b a ch als verantwortlichen Schriftleiter heixri^gegeben. Jeden zweiten Tag kommt eine Nummer heraus. Der Inhalt r,t überaus reichhaltig: es ist von hohem Interesse, diese literarische Leistung aus dem Felde kennen zu lernen.

** Iungwehr. Mittwoch, 6. Dez.: Uebungsstunde fällt aus. Sonntag, 10. Dez.: übungsfrei. Dafür Schießen (freiwillig) nur für solche, die schon geschossen haben. Anmeldungen täglich zwischen 6 und 7 Uhr bei Herrn Vizefeldwebel Weeg, Neuenweg 11.

** Volkszählung 1916. Haushaltungsoorsta'nde, die bei der Volkszählung am 1. Dezember 1916 Haushaltrmgslisten nicht erhallen haben oder bei denen die ansgefnllten Haushallungslisten durch die Zähler nicht abgeholt worden sein sollten, werden ans- gefordert, sich sofort ans dein Stadthaus, Garten,tr. 2, Zimmer Nr. 15, zu melden. Ansgefnllte Haushaltnngsltsten sind init- znbringen. Siehe Bekannt uachllng.

** Musikalisch-deklamatorischer Vortrags­abend. Wie alljährlich veranstaltete Fräulein Minna Körner auch diesmal eitlen Vortragsabend für die Eltern ihrer Schüler zum Besten der W e i h n a ch t s b e s ch c r n n g verwundeter Soldaten und unserer Kämpfer zur See. Das Programm war diesmal besonders reichhaltig. .Kompositionen klassischer und moderner Meister für Klavier wurden zwei- und vierhändig, meist auÄoendig, korrekt und von deir älteren Schülerinnen mit viel Geläufigkeit und Verständnis vorgetvageu. Mn patriotische Feier mit Rezitation, Ehorgesang fund Sololiedern schloß sich daran. Die Lwlolieder tvurden von einer Gesangssolistin, die ,'ich freundlich dem guten Zweck Mr Verfügung gestellt halte, künstlerisch schön vor- ^tvageii und manches schöne und ergreifende Lied, von frischem Kinderstimmcn gesungen und gesprochen, er-sreute die Zuhörer! Das alte, Svig junge Lied Deutschland über alles, in das mich alle Erwachsener! mit eiustimmten, beschloß die Feier.

** Eisenbahnwagengeftellung. Bei Versendung von Wagenladungsgütern an militärische Stellen ist die Ge­nehmigung der zuständigen Linienkonunandantur vorher einzuholen. Für alle übrigen Landungen ist bei dem Wagenbureau der Eisen­bahndirektion eine Bescheinigung, über die Genehmigung der Wa­gengestellung anzufvrdern. Eine große Anzahl von Gesuchen um Genehmigung der Wagengestellung für Sendungen an Private, auch solche, die mittelbar für die Heeresverwaltung bestimmt sind, ivird imwer noch fälschlich an die Linienkommandaulur eingcsandt. .Hier­durch tritt leicht eine Verzögerung in ihrer Behandlung ein. Es liegt daher im Interesse der Verfrachter, die Genehmigung an der richtigen Stelle, und zuxrr schriftlich, zu beanttagen. Für Nah- rungsmittelsendungen an nichttnilitärische Stellen ist eine vorherige Genehmigung der Wagengestellnng nicht erforderlick).

** Gesuche um Urlaub. An die Adresse der Obersten Heeresleitung, des Großen Hauptquartiers, des Chefs des Gene- ralstabes des Feldheeres und des.-ersten Generalquarriermeisters werden fortgesetzt Gesuche gerichtet, in denen für Mannschaften nnl Urlaub, Versetzung, mrderweitige Verwendung usw. von Ange­hörigen gebeten loird. Für die Entscheidung )oldyn Gr'snck>e sind uich-t die obengenannten Dienststellen, sondern die den Betreffenden Vorgesetzten militärischen Koinurandostellen zuständig. Zur Ber- rneidnng von Rückfragen empfiehlt es sich, die Gesuche zunächst durch die zuständige .Zivilbehörde aus ihre dLotwendigkeit hist begutachten zu lassen. Sodann sind sie dem Truppen­teil des Mannes oder dein für den Wohnort des Antragstellers zuständigen Stellvertretenden Generalkomnrando cinzureichen. Tie Eingabe an einer anderen Stelle, kann nur eine Verzögerung her­beiführen.

** Brotohne Kartoffeln? DieKriegszeitung" meldet: Bei einem Vortrag in Recklinghausen teilte das Vorstandsmitglied des Krregsernährungsamtes, Generalsekretär Stegerwald, mit, daß vom 1. Januar 1917 ab die Kartoffel bei meng un g zum Brot wegsallen werde. Tie Brotstrecknng loird durch stärkere RoggenausMahlung, 93 statt 81 vom Hundert, erzielt werden. Für die gemüsearme Zeit, die Monate Januar bis Mm, sei ein großes /Angebot Kon Suvpenfabrikaten, Teigwcrren, Graupen, Grieß und Hoserprävarate zu erwarten. Im allgemeinen sei die Lage des LebensmittelMarktes derart, daß wir mit dem Vorhan-i denen auskonlmen können.

** Versich,erungs karten der Angestellten­versicherung. Vom Ortsausschuß Gießen der Reichsversiche- rungs-Anstalt für Eingestellte wird uns geschrieben: Am 1. Jmmar 1917 sind die meisten Versidverungskarten der Angestellten-Ver- sicherung abgelausen. Für die Ausstellung einer neuen Karte ist es erforderlich, daß der Versicherte einen Antrag auf Ausstellung einer neuen Karle stellt. Der Antrag ist von den in validen versiche- crnngspslichtigcn Mitgliedern bei der Ortskrankenkasse oder der be­treffenden Betriebskrankenkasse, bei welcher er versichert ist, zu stellen, während für die anderen Versicherten der Stadt Gießen das Versicherungsamt Gartcnstraße Nr. 2 zuständig ist. An diesen Stellen fittb auch die Antragsformulare zu haben. Um einen An­drang zu vermeiden, wird gebeten, nicht erst bis zum 1. Januar! zu warten sondern sich sck>vn jetzt eine neue Versicherungskarte aus­stellen zu lassen.

** A u s dem Stadtt heaterbureau. Tie Aufführung von Ludivig FuldasJugendfreunden" in der nächst^ Freitag-Abonuementsvorstellung ist die letzte des hübschen Lust­spiels. Am 14. Dezember kommt ein regelmäßiger und Hern gesehener Gast unserer Bühne wieder, Herr Professor Mareell Salzer. Ans seinen Vortragsabend sei schon heute hingewresen.

** Im Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34, steht auf dem Programm vom 6 bis 8. Dezember 1916:Seine letzte Maske", Film schau spiel in 4 Akten, versaßt und inszeniert von Richard Oswald. In den Hauptrollen Bernd Mdor und Leontine Kühnberg. Die neuesten Klnegsberichte von sänttlichen Zdampffwnten, aktuell.

Das Kind ruft", Drama in 3 Akten mit Asta Mcklse» m der Hauptrolle, verf^t Imd rnsz>M«rt von Urban Gad, undBrU- lmtte Praxis" Hunwreske.

** Höchstpreis für Sauerkraut. Um Mißverstand, niffen vorzubeugen, wird wiederholt darauf hingewiesen, daß der H ö ch st p r e i s f ü r Sauerkraut im Tetailverkauf 0.16 Mk. pro Pfund beträgt. Verkäufer und Käufer machen sich strafbar, wenn dieser Preis überschritten wird.

**Der nächste Städtische Seefisch markt beginnt Donnerstag, den 7. Dezember 1916, vormittags 8 Uhr, in den Marktlauben. Verkauf von Ranchftsch pro Pfund 2,20 Mk.

Landkreis Gießen.

ü Allertshausen, 6. Dez. Musketier Johann M ü l l e r,

emem Reserve-Jnsanterie-Regilnent, trug an der Somme im heftigsten feindlichen Sperrfeuer eine wichtige Meldung nach rück­wärts. Dabei wurde er am linken Daumen verletzt. Zur Be­lohnung erhielt er die Hessische Tapferkeitsmedaille.

. G e i l s h a u f e n, 6. Dez. Vizefeldwebel Chr. N i e b e r g a l l erhielt für tapferes Verhalten in der Sommeschlachl die Hessische Tapferkeitsmedatlle. Mit dem Eisernen Kreuz war er schon früher ausgezeichnet ivorden.

** Inheiden 5. Dey. "Dem Musketier Karl Münch von hrer, rm Westfäl. Inf.-Regt. Nr. 17, wurde die Hessische Tap ferkeitsMedaille verliehen.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 6. Dez. Mit sofortiger Wirkung ordnete das Kreisamt den Milchlieserungszwa ng für sämtliche Milch- erzeuger in den Genreinden des Kreises an die Molkereien an. Als Empfänger und Verarbeiter der Milch kommen 15 ?Nolkcreicn des Kreises in Betracht. Ter Verkehr mit Magermilch bleibt von der Verordnung unberührt.

Kreis Friedberg.

k'. 6. Jriedberg, 6. Dez. Der bisherige Pfarrer der hie­sige,i katholischen Gemeinde, Freiherr v. I i, n g e n f e I b , ist als Dompfarrer nach Mainz versetzt worden. Zu seinem Nachfolger wurde Pfarrer Kind haus er in Spießheiin ernannt.

Q. Bad-Nauheim, 6. Dez. Die Freimaurerloge Ludwig zu den drei Sternen hat der hiesigen Stadtschule eine so große Geldspende znr Verfügung gestellt, daß ihr Betrag ausreicht, an 70 arme Kinder während des Winters warmes Früh­stu cf (Milch und Brödchen) zu verabreichen. Um gegen Er- nahrungSschwicrigkeiten gesichert zu fein, läßt die Stadtverwaltung für den Winter große Mengen Weißkraut, Erdkohlraben und weiße Rüben einkelleri,.

Starkenburg und Rheinhessen.

--- Groß-Gerau, 5. Dez. Beim Umladen von Kisten auf dem Güterbahnhof brach eine von Köln nach Mannheim bestiminte Kiste mitEismteiken" auseinander. Statt der Eisenteile rollten aber lauter safttge Rollschinken aus der Kiste. Die Schinken trugen den Stempel eines schweizerischen Fleischbeschauers. Die leckeren Schinken wurden dem Kreisamt zur Verteilung an die Bevölkerung überwiesen, die Kölner Firma kam zur Anzeige.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 5. Dez. Tie jüngste V ol lv er sa m m l u n g der Handelskammer beschloß einstimmig die Errichtung eines besonderen Kanffnanns- und Gttverbegcrichtes für die Stadt Wetzlar zu bekämpfen, dagegen die Einrichtung eines mindestens den ganzen Kreis Wetzlar umfassenden Kaufmannsgerichtcs neben denr bereits beste Herr oen Gewerbegericht anzustreben, um weiteste Kreise der Bevölkerung an oen Segmingen einer solchen Einrich- ttnrg teilnehmen zu lassen.

Hessen-Nassau.

Fc. Marburg, 6. Dez. Ein bekanntes historisches Baudenk­mal der Stadt Wetter, der Tiebestnrm, wird von der Denkmal' pflege wiederhergestellt.

ra. Biedenkopf, 5. Dez. Nach dein endgültigen Ergebnis der außerordentlichen Viehzählung gab es vor Beginn des Krieges im Kreise Biedenkopf 7456 viehbesitzende Haushaltungen. Es wurden dainals an Vieh gezählt: 1302 Pferde, 26 822 Stück Rindvieh, 5857 Schafe und 21 785 Schweine.

Frankfurt a. M., 6. Dez. Tie Leiche des bei Bonames aufgesundenen älteren Mannes wurde als die des Jean Eifer von hier erkannt. Eifer war einer der Führer der Frankfurter Sozialdeinokratie.

--- F r a n k f u r t a. M.. 6. Dez. Der Frankfurter Kriegsfürsorge sind von Beginn des Krieges bis Ende No- veinber d. I. rund 10 Millionen Mark zugeflossen. Hierzu koinmen iveitere 10 Millionen 'Mark, die ihr von der Stadt zur Verfügung gestellt ivurden.

X .Hanau, 5. Dez. Am Abend des 1. Dezember hatte die nn benachbarten Kiliauitädten im Gemeinvehause wohnende Ehe- wau des im Felde stehenden Taglöhners Philipp Schmidt im Ofen noch tüchttg emgcheizt mrd sich dann mit ihren fünf Kindern im Atter von 313 Jahren schlaseil gelegt. Da das Ofenrohr nicht genügend gereinigt )oar, sttömten die Kohlengase zurück und verbreiteten sich im Schlafzimmer, wodurch die ganze Familie vollüändrg betäubt wurde und dem Erstickungstode nahe )var, als man sie am Samstag morgen vorsond. Glücklicherweise konnte allen Bewußtlosen schnell Hilfe gebracht und sie so vor deui sicheren Tode bewahrt werden. Der Landgraf 'Friedrich Alexander von Hessen auf Schloß Philippsruhe hat eine größere Anzahl schwerer goldener Medaillen aus seiner Sammlung der Goldankansssixlle in Hanau übergeben lassen. Ter Erlös wird für wohltättge Zwecke Verwendung finden.

= H öchft a. M., 5. Dez. Aus dem hiesigen Hauvtgüterbahn- hos wurde in der vergangenen Nacht während des dichtesten Ne-

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bels der 17jährige Hilfsarbeiter Wagner aus Sulzbach i. x ] von einem Rangierzug überfahren und aus der Stelle getötet.

--- K ö n i g st e i n , 6. Dez. Aus dem Amtsgerichtsgefängnis e n t s p r a n g en in der Montagnacht die Einbreck-er Börngen und Fritsch, die vor einer Wvck)e wegen zahlreicher Einbrüche in Epp­stein und seinen Nachbarorten verhaftet worden waren. Die Ein­brecher durchbrachen die Gefängnismauer, sprengten zwei Türen imfr ließen sich an Bettüchern vom Fenster herunter ins Freie, nackür-em sie dem Gefängniswärter noch viele Lebensmittel gestohlen hatten.

Oberursel, 5. Dez. Die Stadt verkaufte cm die Mo- toreniabrik ein größeres Gelände für annähernd 30 000 Mk.

ke. Wiesbaden, 6. Dez. Die F r e m de n z i f f e r dahter hat am 3. Dezember ds. Js., vom 1. Januar ab gerechnet, die Zahl 100 218 erreicht, davon waren 62 585 Passanterl urrd 37 633 Kurgäste. Der Fremdenbesuch im Vorjahre betrug rund 95 000 Demnach hat der Kurbesnch sich gegen 1915 rvesenllich gebessert.

Fc. Fulda, 5. Dez. In der Ker stattgehakten Versammlung des . Landwrrtichamichen Krnsvereins wurde betont, daß die M ilch frage der hiesigen Stadt zur Zufriedenheit der Land­wirte wie der Verbraucher geregelt worden sei. Im Kreise Fulda stehen 12 500 Kühe. ^ Bei einer Llkgabe von einem Liter Milch pro .Kuh und Tag ist es möglich geworden, diese Menge an die Stadt kzw. an die Molkerei zu kiefern, die täglich 12 000 Litetrs brauchen.

= Hersseid, 5. Dez. Der Kreistag für den Kreis Hers- seldl bewilligte 60000 Mk. für den Ausbau der Bera'scheu Abdeckerei in Fulda zu^ciner Kreis-Abdeckerei. Für den Wiederaufbau des Patenkreises Stallupötlen in Ostpreußen stellte er 8632 Mk zur Verfügung. Wegen des überhMrd nehmenden 'Ankaufs von Ziegen durch Frankfurter Händler erließ der Kreis ein Ausfuhrverbot Bei der Nachprüfung der Kartoffelvorräte tvurden durch die Revi­soren im Kreise zahlreiche verschwiegene Lager festgestellt und der Allgemeinheit zu geführt.

Kassel, 6. Dez. Ter L a n d e s a u s s ch n ß für den Regierungsbezirk Kassel beschloß unter Berücksichtigung der Zeitlage eine Erhöhung der Tagesver pfleg ungssätze in den Landkrankenhänsern au Kassel, Eschwege, Fulda, Hanau, Hersfeld. Rinteln und Schmalkalden.

g. Eschwege a. d. Werra, 4. Dez. Wegen Uel^rtrctuna der Bundesratsvewrdnnngen betr. Verkehr mit Web-, Wirk- und Wollwaren in vier Fällen und wegen übermäßiger Preisforderuna wurden die Inhaber der Mchweger Wollwarenfabrik I. F. Hüther die Kaufleute Ernst und Karl Hüther, heute von dem Landgericht in Kassel zu je 11000 Mark Geldstrafe und in die Kosten des Ver- fahrens verurteilt. Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von

)C 20000 Dtark imo gegen Karl Hüther wegen einfacher Urkunden- fLtschung eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen bemttragt.

ra. Runkel a. d. Lahn, 6. Dez. Auf de»n hiesigen Schloye ging ii^ diesen Tagen wiederum ein halbjähriger Kursus für an- gehende Hausfrauen zu Ende. Während zu diesem KiwsuS noch 22 Teilnehmerinnen zngelafsen waren, sott deren Zahl für die Folge auf die Hälfte beschränkt werden.

ra. Von der L a h n , 5. Dez. Gutsbesitzer R e i t h e l er­legte im Schutzbezirk Kettenbach ein Wildschwein, daS 180 Pflmd wog.

va. A u H Na s s a u, 5. Dez. Mit den: Monat Dezember neh­men überall die Holzhauer ihre Tätigkeit auf, um das fest­gesetzte Nutz- imd Brennholz zu fällen. Noch wehr als in den leiden ersten Kriegstvintern wird es diesmal Mi Arbeitskräften fehlen, um den Holzschlag rechtzeitig zu vollziehen. Während die Gesamtfläche der Staatswaldungen 53 556 Hektar beträgt bet einem Reinertrag von 731 348,65 Mk.. umfassen die Gemeinde-, Anstalts- und Standesherrlichen Waldungen rund 166 549 Hettar und 4 619 296,85 Mk. Reinertrag.

hessische Erste üammer.

Darmstadt 6. Dez. (Drahtnachricht.) Tie Erste Kammer trat heule vormittag 7*11 Uhr zu einer Vollsitzung zusammen. Präsident Fürst Solms-Hvhensolms-Lich gedachte bet Eröffnung rn erst des Ablebens des Fürsten zu Stollbcrg-Roßla aus dem Felde der .Ehre rmd :vidmete dann denr verstorbenen Finanzeninister Braun ehrende Worte des Gedenkens. Daraus wurde der Gesetz­entwurf betteffend die Mahlen ^mn 37. Landtage nach kurzer Be­gründung durch den Staatsnrinister ohne weitere Debatte an­genommen. Die Sitzung dauert fort.

vermischte-.

Ein großer Ausstand in Turin.

Bern, 5. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des ^Eorriere della Sera" aus Turin haben die Baumwoll- arbeiter den Generalstreik erklärt. 6000 Arbeiter sind in den Ausstand getreten.

*

* D o l t a i r e über die K r i e g s l i e f e r a n t e n. In alten französischen Anekdotensainmlnngen findet sich folgender Scherz. In einer Gesellschaft, der Voltaire beiwohnte, belustigte inan sich damit, Gauner- und Diebesgeschichten zu erzählen. Als Voltaire an die Reihe kam, Hub er an:Es lvar einmal ein Kriegs- lieserant". Da er nicht fortfnhr, und alle gespannt warteten, fragte einer: ,Nun weiter, weiter!*Aleine Geschichte ist zu Ende!" meinte Voltaire.

Bkiefkaften -er Ue-akNon.

EAnouyme 2rusragcn bleibcu nuberückfichtiGt.ß

5ch. Ott. Ein Kriegsinvalide, der vom Heeresdienst entlassen ivorden und Inhaber des Eisernen KrenzeS und der Hessischen TapserkeitSmedaille ist, ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Ordensbänder am Zivilrock zu tragen.

Letzte Nachrichten.

U-Boot-Gerückite in Amerika.

Haag, 6. Toz. Reuter meldet aus New Burk, daß Gerüchte von einem Auftauckren deutscher U-Boote cm der a m e r i k a n i s ch c n Küste in Verkehr waren und erhebliche Unruhe an der New Vvrker Börse herbeisührden. Das Ge­rücht habe aber bis jetzt keine Bestätigung gefunden.

Furchtbare Erplosion in Petersburg.

Wien, 6. Dez. WieRjetfch" berichtet, ereignete sich in Petersburg eine neue Explosion. In der Munitionsfabrik auf der Rasatannach fand sie statt. Die Ursache der.Explosion ist unbeknntt. Im Augenblick der Kawstrophe ivaren in der Fabrik mehrere T a u s e n d P e r s o n e n tätig, die offenbar alle zugrunde gegangen sind. Die RLunitionsfabrik ist infolge der Explosion total vernichtet rvorden. Die Detonation tvar derart stark, daß der Knall in der ganzen Stadt gehört wurde In vielen Häusern wurden die Fensterscheiben eingedrückt. Tie Regierung hat eine strenge llntersnckwng ein geleitet.

Der Rückzug aus Athen.

Bern, 6. Tetz. Wie Journal" aus Athen meldet, sind zahl­reiche Ententeschiffc mit größeren Trnppenverbänden im Piräus an­genommen. Zwischen der englischen irnd französischen Regierung findet ein eifriger Meirrnngsausrausch über die Berweridung dieser einstweilen bereitgestellten Truppenmassen statt. Der sranz-ösische Ministerrat, der bereits am Sonntag abend in einer langen Sonder- siltzmcg über die grieck>isck-e Krise beriet, hielt gestern eine neue Sitzung ab. Die Sprache der Pariser Presse bildet einen Anhalt barilr, in welckjem Sinne die Beschlüsse der Londoner trnd Pariser Käbinette ausfallen werden. Die Blätter verlangen nun nämlich offen die Abdankungdes Königs Konstan­tin. Wie die Prssse weiter berichtet, werden auch die gricchisck^en Gesmrdten in London rmd in Rom zur Demission veranlqßt werden. Der Priester der griechisck?en Kirche in Paris mußte versprechen, die Bittgebete für König Konstantin künftig aus dem Zeremoniell M,streichen. Bei der Verlesung^des Bitt­gebetes kmn es vorgestern in der Kirche zu höckyt peinlichen Zwischen­fällen. ^

Lugano, 6. Dezember.Secolo" meldet: In Athen beginnt R u he einzutreterc. Der verhaftete venizelistischc Bürgermeister NUrrde in Freiheit gesetzt. Die Zahlderfreiwilligzu den Waffen geeilten Reservisten übersteigt bereits

7 0 0 00 Man n.

Dr. Hans Richter tz.

Bayreuth. 6. Dctz. (WTB. Nichtamtl.) Kapellmeister Dr. Hans Richter ist in der letzten Nacht im Elfter von 73 Jahren

8 Monaten gestorben.

Amtlicher Teil.

Betr.: Ermittelungen über den Bestand cm Schinalspurbahnen von 60 Zentinreter Spunveite.

An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Soweit Sie noch! mit Erledigung unserer Verfügung vom 25. November 1916 (Kreisblait 153) im Rückstände sind, werden Sie daran mit Frist von 2\ Stunden erinnert.

Gießen, den 5. Dctzember 1916.

Grvßherzogliches Kreisamt Gießen, vr. 11 s i n g e r.

Die Ziehung der für den l. und 2. Dezember angesehlen Ziehung der 6. Eisenacher Geldlotterie mußte verschoben werden, da die Kriegslage den Losabs«v zu stark beeinträchtigte. Die Ziehung findet unwiderruflich am 9. nad !t. MSirr 1917 statt.

W

Für die nns anläßlich unserer ® ,W7i

Silberhochzeit

erwiesene Aufmerksam­keit sagen auf diesem Wege innigen Dank.

Adam Döring and Frtn

Wieseck er Weg 13.

^chntrrecht Idee» irgend

welch. Art w. an erstkl. Firma sachgem. verwertet. Ang.»nr m. Rückv. Firma »BraU,ar. CB1 », Karolinaerrg.25. U,,ss

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