Ausgabe 
6.11.1916 Erstes Blatt
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BIteb in ber richtigen 5Zage Die Erfahrungen nrit der

Deutschland" unterscheiden sich sehr wenig von denen der Letzten Reise; sie entgingen mehrmals mit genauer Not feindlichen Kriegs schiffen.

Kopenhagen, 4. Nov.Bierlingske Tidende" mel­det aus Stockholm, daß der DampferRunhild" infolge Zusanrmenstoßes mit einer Mine gesunken iffc.

London, 5. Nov. (WTB.) Lloyds meldet: Die nor- N^egischen DampferThor" undJvanhoe" sind v er- senkt worden.

London, 4. Nov. (WTAi) Das Reutersche Bureau meldet: Der DampferSpero^ wurde versenkt, die Besatzung tvnrde gerettet.

Trontheim, 5. Nov. (WTB.) Die ZeitungNidavos" meldet:U 56" landete morgens <nrt Larlvik- und am Tan- nafjock 16 Mann von dem DampferI r m h o e" laus DrontheiM, der vor -wer Tagen vierzig Seemeilen östlich von Vardoe ver­senkt worden war. Das Schiff befand sich auf der Fahrt nach England mit Brettern.

Stockholm, 4. Nov. (W. B.) Meldung des schwedischen Te­legraphenbureaus. Ein schwedisches Torpedoboot landete die Be­satzungen des MotorschiffesFrans" und des DampfersRnnhild", die im Botnischen Meerbuse:: durch ein deutsches Tauchboot ver­senkt wurden.Frans" wurde gesteru unweit Raumo versenkt. Das U-Boot brachte unmittelbar darausRunhild" auf, die mit erneö Prisenbesatzung in der Richtung aus Libau fortgeführt wurde. 9lbends ankerw sie. Hertte rnovgen setzte sie die Fahrt fort. Etwa um 9 Uhr wurde sie in die Luft gesprengt und sank wahrscheinlich durch ein Tauchboots-Torpedo. Die Prisenbesatzung, ein Offizier und zwei Mann, werden in Stockholm interniert.

Stavanger, 4. Nov. (W. B.) Der Bergener DampferS a - turn", von Liverpool nach Harvik unterwegs, wurde 30 See­meilen nördlich der Shetlandsinseln von einem deutschen Tauchboot versenkt.

London, 3. Nov. (W. B.) Wie dieTimes" meldet, wird die norwegische staatliche Versicherung Schisse mit Kohlen­transporten über den Kanal nicht mehr annehmen.

Am dem Reiche.

Viehzählung.

Berlin, 5. Nov. (Amtlich,.) Am 1. Dezember 1916 findet im Deutschen Reiche eine kleine Viehzählung statt, die sich auf Pferde, Rindvieh, Schafe, Ziegen und Federvieh erstreckt. Der erste Dezember ist schon längere Jahre hintereinander als Stichtag für Viehbestandaufnahme benutzt worden. Die durch den Krieg bedingten Aenderungen der Wirtschaftslage- insbesondere die Schwierigkeiten der Volksernahrung, lassen eine öftere Vornahme von Vieh­zählungen dringend erforderlich erscheinen.

vie GoldankauMe

ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet!

Ares Stsdt uttfeand*

Gießen, 6. November 1916.

** Auszeichnungen. Dem prüft Arzte Dr. Geyer, der als Regtmentsarzt eines Füsilier-Regiments an der Front steht, wurde das Sanitätskreuz am Bande der Tapserkcitsmedaille ver­liehen, nachdem er im August irr den Kämpfen an der Somme da§ Eiserne Kreuz 2. Klaffe erhalten hatte. Dem Res. Karl K e r st e n ans Gießen, Jns.-Rgt. 117, jetzt 81, wurde die Hessische Tapierkeits- medaille verliehen. Dar Eiserne Krenz erhielt er bereits im Sep­tember 1914.

** Zurückstellung Wehrpflichtiger. Fm heu­tigen Kreisblatt befindet sich eine Bekanntmachung über Zurückstellung Wehrpflichtiger, auf die auch an dieser Stelle aufmerksam gemacht wird.

** Der Oberhessische Bereinfürinnere Mission T alt am Mittwoch, 8. November, seine Jahresversammlung. Sie trägt tvie in den beiden ersten Kriegsjahren, so auch in diesem dritten den Charakter einer Arbeitsversammlung ohne jede festliche Bei­gabe. Nachmittags um 3Vr Uhr wird im Gemeindehause Kirchstr. 9 nach Erstattung des Jahresberichts Prof. D. Sch 0 ell das Thema behandeln:Welche Ausgaben stellt die gegenwärtige Lage der In­neren Mission?" Der Besprechung dieses Vortrags soll ausreichend Raum gegeben werden. Abends 8 Uhr findet ein Gottesdienst für Innere Mission in der Stadtkirche statt, bei dem Herr Dekan und Oberpsarrer Müller aus Lauterbach die Predigt halten wird. Die Chorschule wirtt bei diesem Gottesdienst mit. Der Zutritt zur Nachmittagsversammlung wie zum Abendgottesdienst steht allen Freunden der Sache, auch Frauen, frei. Der Verein möchte gern' die Gelegenheit benutzen, möglichst weiten Kreisen der evangelischen Gemeinden die Notwendigkeit der Arbeit der Inneren Mission ge­rade auch in unserer Zeit nahezubringen.

** Aus dem Stadttheaterbureau. In der morgigen LustspielneuheitTer siebente Tag" _von Schnitzer und Welisch sind in den Hauptrollen beschäftigt, die Damen Gersdorf, Kallmar, Mahr, Dornhöfer, Delosoa und Wossidlo sowie die Herren Steinmeyer, Falken, Werthmann und Wesolowski, letzterer hat auch die Spielleitung. Wieviel gespieltDer siebente Tag" wird, erhellt aus derDeutschen Bühne", nach deren Angaben das Lust­spiel in den letzten Tagen an den StadttHeatern zu Chemnitz, Dortmund, Elberfeld, Frankfurt und Leipzig, den Hostheat-ern zu Altenbrrrg und Oldenburg, dem Komödienhaus in Berlin und dem Deutschen Theater in Hannover zur Aufführung gelangt ist.

** I n der Zeit des Baumfällens werden an den Straßen und in den Ortschaften die Reichs-Telegraphen- und Fern­sprechleitungen durch umstürzende Bäume oder durch herabsallende Aeste häufig beschädigt, weil die Personen, denen das Baumfällen obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen Beschädigungen erforderlichen Vorkehrungen überhaupt nicht oder in ungenügendem Maße treffen und es unterlassen, der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Beschädigungen der TelegraphenanlageN im §318 des Reichs-Straf­gesetzbuches mit Strafe bedroht sind, wird den Baumbesitzern emp­fohlen, die nächste Postanstalt von der bevorstehenden Baumfällung so zeitig zu benachrichtigen, daß die Entsendung eines Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werden kann. Dadurch er­spart sich der'Baumbesitzer Unannehmlichkeiten; die Kosten für die Sicherung der Telegraphenleitungen trägt außerdem in diesem Falle die Telegraphenverwaltung. (

** Silbernes Jubiläum. Der städtische Beamte Ludwig P e t r i im Gas- und Wafferwerk beging gestern, am Sonntag, die Wiederkehr des Tages, an dem er vor 25 Jahren in den Dienst der Stadt Gießen eingetreten ist.

" Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit °?. n ! bl5 I0 * November ds. Js. wird gegen den Lieferungs- 4 der Süßstoffkarten3" (blau) undG (gelb) von den Tutzstosfabgabestellen Süßstoff abgegeben. Siehe Bekanntmachung. Landkreis Gießen.

ajr**ü n o , ner0b ' 6 *^ 0D ' Dem Kanonier H. Pfeffer beim Res.°§eld-Art.°Regt. 48 wurde die Hessische Tapserkeits- Medaille verliehen.

~ Beuern, 4, Nov. Der Grobherzog hat dem Pfarrer

x a l n l r ' den: Beigeordneten W. Otto und dem Gemeinde- rechner G. Stein für ersprießliche Tätigkeit auf dem Gebiete der Krregsfursorge das Kriegs-Ehrenzeichen verliehen.

^.Geilshausen, 5. Nov. Dem Beigeordneten M e n z wurde für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Kriegsfürsorge das Kriegsehrenzeichen verliehen.

t r J f Lang--Göns, 4. Nov. Dem Grenadier Wilhelm Müller, 4. Komp. Res.-Jnf.-Regt. 262, wurde die Hessische ur a p s e r k e l t s m e d a i l l e verliehe,t. Müller trat z. Zt. frei- wil rg em und diente beim Nes.-Jns.°Regt. 222. W. Brüller ist der Sohn des Job. Heinr. Müller, Bahnarbeiter. Das Ehren- e - i üc Kriegsfürsorge wurde vom Großherzog dem Rechner W. B r u ck e l dahier verliehen.

ch L 0 llar , 6. Nov. Bürgermeister Schmidt wurde das E g s e h r e n z e i ch e n verliehen. Fünf Russen sind vom hiesigen Hüttenwerke entwichen. Einer wurde in Kirchvers bereits ausgegrlffen.

.. ** Rüddings hausen, 4. Nov. Der Musketier Peter .ln u 11 e r wurde mit der Hessischen Tapiexkeitsmedaille aus- '^ )er ^osreite der Res. Wilhelm Peter, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Eisernen Kreuzes, wurde zum Unteroffizier befördert. Dem Gastwirt Muffig wurde das Ehrenzeichen für Kriegsverdienste verliehen.

Kreis Büdingen.

A B ad Salzhausen, 6. Nov. Bürgermeister p er oahrer und Bürgermeister Kromm von Kohden erhielten das Kriegs-Ehrenzeichen.

. ^ Ortenberg, 4. Nov. Dem Beispiel des Büdinger Ge- memderats folgend, haben sich jetzt mich die Ortenberger gegen die über das Sammeln von Bucheckern erlassenen Bestim­mungen ausgesprochen. Um unter den jetzt obwaltenden Vor­schriften nicht bit, gesamte Ernte verderben zu lassen, hat der menge Zweigverein vom Roten Kreuz an Herrn von Batocki und das Ministerium eine dringende Eingabe des Inhalts gerichtet, man möge -den Sammlern wenigstens 50 Pfund Bucheckern zu eigener Verwendung sreigeben oder ihnen den ganzen Ertrag zur Oelbereitung überlassen. In diesem Falle soll dann der Samm­ler den Ertrag von mehr als 5 Litern Oel dem Kreis-Kommunal- verband abliefern. Die Bucheckernernte ist in den hiesigen Wäldern sehr groß, liegt aber bis jetzt gänzlich ungehoben da. Kreis Lauterbach.

z. Grebenhain, 4. November. Sechs wackere, ftdele, jrmge Vogelsberger Burschen, hatten ihre Militärdienstpflicht bei den 116ern und 168ern absolviert und hielten auch danach noch treue Kameradschaft. Bei Kriegsausbruch wurden alle sechs einberufen und der gleicher: Kompagnie Mgeterlt. Vier waren von

hier, -einer von Freiensteinau und einer von Ilbeshausen, zwei davon waren verheiratet, die anderen vier noch ledig, im Alter von 25 und 26 Jahren. Im September 1914 fiel der erste bei einem SturMarrgrisf, Löffler von Ilbeshausen. Im Noveniber wurde das betreffende Regiment nach Rußland abkommandiert. Heinrich Weitzel mußte infolge .Krankheit zurückbleiben. Schon anfangs Dezember 1914 fielen in Polen an einem Tage: Vize- Feldwebel Wilhelm Ru hl und Heinrich Schäfer. Weitzel hatte sich eine schwere »Halskrmrkheit zugezogen, der er im Jan. 1915 erlag. August Oechler, in Frankreich leicht verwundet, war wieder als geheilt seinem Truppenteil zug-eteilt, machte die Kämpfe in Galizien mit, wurde im Aug. 1915 verwundet imb starb kurze Zeit danach am Würndfteber in LemÄerg. Der sechste und letzte, Heinrich Leipold von Freiensteinau, machte die Kämpfe teils in Frankreich!, in Polen, in Galizien, in Serbien und später wieder in Frankreich nrit. Seit Juni ds. Js. wird er im Kanrpfe bei Verdun vermißt, alle Nachforschungen rrach chm sind vergeblich- gewesen.

Kreis Friedberg.

Q Bad Nauheim, 6. Nov. Auf Veranlassung der Grvßh. Handelskammer Friedberg, sprach der Syndikus der Kammer Rechtsanwalt und Notar Stahl gestern nachmittag in einer öffentlichen, vorzüglich besuchten, Versammlung über das am 1. Oktober in Kraft getretene Warenumsatz st empelgesetz. An den mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Vortrag schloß sich eine sehr rege Aussprache, an der sich zahlreiche Geschäftsleute! beteiligten. Die Frage:Wer den Uinsatzstempel zu tragen habe?" konnte -naturgemäß in der Versammlung nicht gelöst werden, da sie in der Hauptsache nur von Handel- und Gewerbetreibenden be­sucht war, die mrt geringen Ausnahmen für Abwälzung der Steuer auf den letzten Käufer, den Verbraucher, eintraten. Der fünfzehnjährige St. von hier wurde gestern abend, nrit einer Schußwunde im Bein, an der Kreisstraße nach Friedberg bewußt­los aufgesunden. Nach seiner Einlieferung in das Friedberger Krankenhaus gab der Firnge an: daß sich ein von ihm in der Hosen­tasche getragener Revolver von selbst entladen habe und auf diese Weise die Schußwunde entstanden sei.

----- Nieder-Eschbach (Kreis Friedberg), 4. Nov. Durch ein gewaltiges Großseuer wurde Freitag abend der Gutshof des Landwirts Heinrich Wolf zerstört. Es brannten zwei dichtgefüllte Scheunen und die Wirtschaftsgebäude nieder. Das Vieh konnte recht- zeittg gerettet werden. Infolge der gewaltigen Hitze schmolzen dis in der Nähe des Brandherdes verüberführenden Hochspannungs­drähte der Ueberlandzentrale, wodurch das ganze Dorf in Finsternis gehüllt wurde. An den Rettungs- und Löscharbeiten beteiligten sich neben zahlreichen Wehren der Umgegend auch die im Orte unter­gebrachten französischen Kriegsgefangenen.

Hessen-Nassau.

----Frankfurt a. M., 5. November. Die diesjährigenStadt­verordnetenwahlen finden am Mittwoch, den 29. November statt. Sie sind für 26 Sitze vorzunehmen und werden unter Wahrung des gegenwärtigen Besitzstandes im Zeichen des Burgfriedens voll­zogen. Ebenfalls wird von der Ausstellung einer neuen Bürgerliste Abstand genommen.

F. C. Wiesbaden, 6. Nov. Die diesseitige Landwirtschaft-- kammer bringt in der nächsten Zeit in Frankfurt a. M. und Erben­heim erstklassiges Schweizer Milchvieh zum Verkauf. Die Preise für Kühe rverden 13001800 Mark, die für 67 Zentner schwere Riirder 700800 Mk. betragen.

F. C. Schlüchtern. 5. Nov. Bei einer Revision im nahen Hohenzell nach Kartoffel,: fand rnan unter anderem in der dortigen Kirche versteckt bei der Frau, die den Schlüffe! zur Kirche hatte, mehrere Schinken, Wurst, Fett und etwas Roggen. So wird die Kirche während des Krieges sogar als Hamsternest benutzt.

E s ch w e g e a. d. Werra, 5. Nov. Aus dem Werrakald bergwerk Großherzog von Sachsen-Weimar wurde gestern der Barbierlehrling Hölzscher, als er sich unbefugterweise an der Starkstromleitung beschäftigte, von dem Strom getroffen und getötet.

Herborn, 4. Nov. In den Breitscheider Tonwerken explodierte Freitag früh der Kessel einer schon längere Zeit nicht mehr benutzten Acetylen-Beleuchtungsanlage. Dabei wurde der 26jährige Arbeiter Theodor Göbel nüt in die Luit geschleu­dert und sofort getötet. Ein zweiter Arbeiter trug schwere Ver­letzungen davon. Eine dritte Person wurde durch den Luftdruck zu Boden geworfen, blieb aber unverletzt.

F. 0. Limburg, 3. Nov. Bei den P 0 st f ä ck e n, die die Mitglieder der Fainilien Flath und Schwertel hier fortgesetzt ge­stohlen haben, handelt es sich ausschließlich um Säcke mit Post- packeten pn französische und englische Kriegsgefangene. An deutsche Postsendungen haben sich die Diebe scheinbar nicht herangewagt.

F. C. Vom Main, 5. Nov. Ein Elb-Schrauben- Schleppdampfer, der vor dem Kriege mit Rumänien über Mainz, Frankfurt. Würzburg, Bamberg, Donau-Mainkanal, Donau nach Rlunänien fuhr, konnte vor Kriegsausbruch noch rechtzeitig aus Rumänien in Sicherheit gebracht werden. Er traf jetzt in Würzburg ein, ein weiterer Schrauben-Schleppdmnpser in Bainberg.

^AusdemRheingau,4. Nov. Den gevatzezu ins Maß­lose gehenden Preistreibereien bei den W-einverkäusen 'beabsichtigt nunmehr die Regierung ein Ende zu machen. Sic hat die Handelskammern der Weinbaugebiete um ein Gutachten aus­gefordert. Bei der Regelung der Preisfrage wird cs sich mehr um die Festsetz:ing von Nicht- als .Höchstpreis«: handeln, da gerade beim Wein eine behördliche Preisregelung sich sehr schtvierig ge­stalten dürfte.

Mchevtl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Sichen.

42. Woche. Vom 15. bis 21. Oktober 1916. Einwohnerzahl: angenommen zn 33100 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 17,30 Nach Abzug von 7 Ortsfremden: 6,29 °/ 00 .

ES starben an

Zus.

Er-

wachsene

Kinoer

im 1. L«benS- vom 2. bi» jabr 15. Iah'

Unterleibstyphus

1(1)

1 <1)

Lungentuberkulose

1

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Lungenentzündung

1 (1)

1(1V

Krankheiten des Herzens Anderen Krankheiten des

3(2)

3(2)

Nervensystems 2 (2)

Anderen Krankheiten der Der-

2(2)

dauungsorgane

Eiterige Entzimdung des

1

1

Wurmfortsatzes

1(1)

1(1)

Krebs

1

1

Summa:

11(7)

9(5)

2(2)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit ans von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Dr. W a l g e r, Med.-Rat.

Letzte Nachricht«.

u 29 .

Kopenhagen, 5. Nov. (WTB. Nichtamtl.'' Meldung deZ Mtzauschen Bureaus: Gm deutsches Unters e eboot ist nahe bei Harbvoere an der Westküste Jütlands gestrandet. In der Nähe befindliche Torpedoboote versuchten, dem U°^8ovte zu hel­fet:. Um IN /2 Uhr wurde das Unterseeboot von der Besatzung in die Luft gesprengt. Die übrigen Kriegsschiffe haben mit der ge­retteten Besatzung den Strandungsplatz verlaffen. Das Rettungs­boot von Litvere bok seine Hilfe an, sie wnrL>e aber abgewLesen. Die Marmschaft des Unterseebootes verweigerte iefo Auskunft.

Andrassy und die polnische Frage.

Wien, 6. Nov. (WTB.) Zu einem Vertreter desAz Estt^ erklärte Graf Andrassy: Ich war seit Kriegsausbruch fest davon überzeugt, daß die pofirische Frage nunmehr zur Erledigung ge­bracht werden müffe, vaß die Mittelmächte, wenn sie siegen würden, die historische Ungerechttgkeit, die in der Vergangenheit begangen wurde, gutmachen und die edle polnische Nation neu beleben wüt> den. Die Entente posaunt aus, ihr Krieg gelte dem Schutz dch- kleinen Nattonen. Sie hat jedoch eine kleine Nation, Griechenland, gedenrütigt und die Souveränrtat seines Staatsgebietes mißachtet, seine Eisenbahnern in Beschlag geno:mnen, seine Hmrptstädte besetzt, sie hat zwch weitere kleine Staaten, Portugal und Rumänien, in den. Krieg gehetzt. Die Entente mißachtet die Rechte der Neu­tralen und erdrosselt mit schwarzen Listen ihren Händel. Demgegenüber haben die als Eroberer und Unterdrücker ver­schrienen Mittelmächte einer Nation ihre historischen Rechte wie­der gegeben. Tie Tatsache der Bildung des polnischen Reiches be­weist das unbedingte Vertrauen der Mittelmächte zum endgültigen Siege. Ohne dieses Vertrauen hätten sich die verbündeten Herrscher nicht engagiert. Es ist das Lebensinteresse des polnischen Reiches, als Brudenration der Verbündeten mit an ihrer Seite gegen die russische Uebermacht im Verteidigungskamps teilzturvehmen. Polen als selbständiger Stadt kann im Interesse des politischen Gleichgewichts und der Volksfreiheit am Kriege t e i l n e h m e N. Schließlich erklärte Anrassh, er werde seinerzeit entweder in den Delegationen oder im ungarischen Parlament sein«, Standpunkt über die polittsche Seite der Polcnsrage darlegen. Haute fteue er sich, daß der alte Monarch Ungmms unter der begeisterten Zustimmung der ungarischen Mation in die Lage kam, einen edlen, weisen und hochbedeutsamen historischen Willen zu äußern, der die Verfehlungen der Vergangenheit wieder gut zu machen beginnt.

Der Schiffsrmlmmangel.

London, 5. Nov. Der Mangel an Schiffsraum wird durch die Tatsache beleuchtet, die Archibald Hurd im-Daily Telegraph" anführt, daß der in England im Jahre 1892 gebaute japanische Dampfer Kaikufn Maru mit einem Tv7«rengehalt von 3009 für 150000 Pfund Sterling verkauft worden ist, wäh­rend er vor neun Jahren einen Preis von 9000 Pfund erzielte.

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