Jwftc Bewegung her Bevölkerung in den Straßen und Ansamm- lung Tausender auf dem SchLoßplat; und in den Höfen der gewaltigen Gebäude kündigten die kneue Epoche Polens an.
<lm 12 Uhr verlas der Gouverneur von Beseler im D)- lonnen-Saal die Proklamation in deutscher Sprache, worauf Graf H u t t e n - C z a p s k i sie polnisch wiederholte. Der Rektor der Universität Brudzinski dankte. Der Schluß seiner Rede ging unter rn dem jubelnden Ruf: Riech Zje! und immer neu wieder- yoltem Handerlatsckren. Biele polnische Festgäste waren zu Tränen gerührt. Lwdann hielt Generalgouverrreur von Beseler eine Ansprache, die ireue Begeisterungsstürme hervorrief. Die Demonstrationen setzten sich nach Schluß des feierlichen Aktes auf dem Schloßhvf irrtb in den Straßen fort, wo Generalgouverneur von Beseler mif der Rückfalsrt nach seinem Wohnsitz, Schloß Belvedere, der Mittelpunkt andauernder freudiger Kundgebungen' wurde.
Die Ansprache des Generalgouverneurs.
Warschau, 5. Rov. (WDBch Die Ansprache des Generalgouverneurs v. Beseler nach Verlesung der Proklamation im Kolonnen-Saal des Warschauer Schlosses lautete:
Mitten im Toben des Weltkrieges führt der hochherzige Entschluß der verbündeten Monarchen den langgehegten Wunsch nach emem selbständigen polnischen Staate der Verwirk- volnischen Gebiete einer glticklichen Zukunft entgogenznsühren, sind llchung entgegen. Der trübe Zweifel, was soll aus uns werden,
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selbständigen Staat mit erblicher Monarchie Staates. Roch blutet das Land aus tausend Wunden, noch ver-
und konstitutioneller Verfassung Ä* Ä b °n ? V m s§^n^istz?en Unter-
_ . öruaa: neue Opfer. Ueberall aber keimt neues Leben, überall regt
zu bilden. Die genauere Bestimmung der Grenzen des König- sich! das Streben nach tätiger Teilnahme am Befrei- n bleibt Vorbehalten. Das neue Königreich wird im ungskam'pfe und an der Arbeit zur Heilung der vom Krieg
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Zn unserem Bereich nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Hofer, Feldmarsch allerrtnanl.
* . *
Die Gründung der Königreichs Polen.
Berlin, 5. November. Folgendes M a n i f e st wird heute durch den .Kaiserlichen Generalgouverneur in Warschau, General der Insartterie von Beseler, verkündigt:
An die Bewohner
de§ Generalgouvernements Warschau!
Seme Majestät der Deutsche Kaiser und Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich und Apostolischer König von Ungarn, getragen von dem festen Vertrauen auf den endgültigen Sieg ihrer Waffen und von dem Wunsche geleitet, die von ihren tapferen) Heeren mit schweren Opfern der russischen Herrschaft entrissenen
reichs Polen
Anschluß an die beiden verbündeten Mächte die Bürgschaften finden, deren es zur freien Entfaltung seiner Kräfte bedarf. In erneu eigenen Armee sollen die ruhmvollen Ueberlieferunyen der polnischen Heere früherer Zeiten und die Erinnerung an die tapferen polnischen Mitstreiter in dem großen Kriege der Gegenwart fortleben. Ihr Organisation, Ausbildung! und Führung wird in gemeinsamem Einvernehmen geregelt werden.
Die verbündeten Monarchen geben sich der zuversichtlichen Hoffnung Mn, daß sich die Wünsche nach staatlicher und nationaler . Entwicklung des Königsreich Polen nunmehr Unter gebotener Rücksichtnahme aus die allgemeinen politischen Verhältnisse Europas und aus die Wohlfahrt und Sicherheit ihrer eigenen Länder und Völker erfüllen werden.
Tie großen westlichen Rachbarmächte des Königreichs Polen aber werden an ihrer Ostgrenze einen freien, glücklichen und seines snationalen Lebens frohen Staat mft Freuden neu erstehen und airfblühen sehen.
Aul Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Deutschen Kaisers. Der Generalgouverneur.
Eine Kundgebung gleichen Inhalts wird von dem iHtib K. Militär-Gouverneur in Lublin, Feldzeugmeister Kuk, bekannt gegeben. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung' schreibt hierzu:
Polens Schicksalsstunde.
Deutschland und Oesterreich-Ungarn haben eine geschichtliche Entscheidung getroffen. Sie haben die Bildung des polnischen Staates beschlossen. Hundert Jahre sind vergangen, seitdem die europäffchen Mächte im Wiener Kongreß den Hauptkörper Polens
__ a ___ Kriege
geschlagenen Wunden. So treten Sie denn vertrauensvoll an unsere Seite, sowie auch wir Ihnen unser Vertrauen entgegenbringen, um den Kampf zu einem glücklichen Ende zu führen und in gemeinsamer Arbeit leinen festen Grund zu legen für das polnische Königreich, in de,sen Geburtstags stunde wir stehen. Möge es sich als ein starkes Glied in den Bund der Staaten Europas ettifügen, die durch die gleichen Mistigen, politischen- und wirtschaftlichen' Interessen miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind. Das.Wort der erhabenen verbündeten Monarchen verbürgt Ihnen für Ihre Zukunft. Der polnische Staat ersteht und bald wird, so hoffen wir, ein polnisches Heer, das sich aus freiem' Willen um seine Fahnen schart, als Symbol staatlicher Selbständigkeit zu fernem Schutz bereitstehen. Einer glücklichen Zukunft des Königreichs Polen igitt mein Wunsch!
*
io Warschau, 5. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Bis zum späten Abend idauerten die freudigen Demonstrationen auf der ganzen Strecke vom Königsschloß durch die Krakauer Vorstadt bis Anr Wohnung des Generalgouverneurs von Beseler im Schloß Belvedere an. Vor dem Rathause saugen Tausende entblößten Hauptes, mit Wachslichtern in den .Händen, die Nationalhymne, die als altes Kirchenland auf den fremden Zuhörer eine große Wirkung ausübt. Ueberall versammeln sich Gruppeir und lassen sich die Proklamation und die Gnadenerlasse aus den Zeitungen vorlesen.
Pressestimmen.
Berlin, 6. November. In allen Blättern konmtt zum Ausdruck, daß. durch das Manifest wegen der Wiederherstellung Polens eines der schwierigsten Probleme seiner endgültigen Lösung ent- gegenzusühren versucht werde und daß die Lösung gerade von dem Ltaate ausgehe, der früher eine ganz andere Stellung zu ihr ein nahm.
Der Krieg, sagt der,„Lokal-Anz eiger", hat wie ein
diese meine Absicht kund tue, beauftrage rcy <&it, zu iyver gesetzmäßigen Verwirklichung geeignete Vorschläge auszuarbeiten und mir vorzulegen.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 3. Nov. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht :
Äegh ptische Front: Unsere Flugzeuge warfen am 1. November erfolgreich eine große Anzahl Bomben auf Suez, den Hafen von Tervik und auf Eisenbahn-anlagen der Engländer westlich des Kanals.
Kaukasusfront: Nördlich von Bitlis für uns günstige ^awrmützel. An den Gestaden des Ognott trugen wir Erfolge davon, die noch ausgebaut werden. Im Zentrum und auf dem linken Flügel Scharmützel, gleichfaUs zu unseren Gunsten. Die Ruften, dre sich auf dem Wege, der von ihren für die Zivilisation ilnd Menschenrechte kämpfenden Verbündeten zuerst betreten wurde, nicht wollen übertreffen lassen,, scheinen letzthin für ihre Marine im S chwarzen Meere eine ruhmreiche Aufgabe gefmchen zu haben Sie ahmen die Engländer und Franzosen an der Aegäi- schen Küste nach, und landen unter dem Schuhe ihrer Artillerie an verschiedenen Küstenpunkten Räuberbanden. Diese haben keine weitere militärische Aufgabe zu erfüllen, als das Hab und Gut unserer friedlichen, iinverteidigten Bevölkerung zu plündern und die Wohnstätten airzuzünden. Am Ende dieser Gemeinheiten nimmt die russische Flotte die Raubritter der Zivilisation bringenden Entente wieder an Bord und zieht sich in ihre Häfen zurück. Dieses Ehren- und Ruhmesblatt, das die russische Flotte soeber der Geschichte ihres Landes hinzufügte, muß die Russen stolz wo chien und wert sem, daß man sie dazu beglückwünscht.
Es imn iocstlichm Kuwn ckreis her-msg-nommm U7Ü > Rußlands unwiderstehlicher ®mittez\tuxm Mwntet und vEch- Grundsätze HLnden «ftW mm mOtt die ..Beschützer der N-rnen Na- zerbrochen. Heute ergreift der Enkel eines preußischen Königs die twnen sind es. dre letzt dreses Land ferner nationalen Eniwrcklung Znrtrativc zur Vetwirklichung eines Gedankens, der vor 50 5Mrren Nrruckgeven, sondern die beiden Machte, gegen die fälschlich im seinem Großvater verhängnisvoll erschien.
Namen der kleinen Nationen der Haß der ganzen Welt anfgerusen 'wurden ist. Die Westmächte haben Polen mancherlei platonische Sympathien bezeugt. Gar manches zu keiner Tat verpflichtende „Bive la Pologne" erklang aus dem Westen. Jedesmal, wemi sich die Polen im Vertrauen ans Hilfe aus London und Paris in den Kampf um ihre Unabhängigkeit begaben, zeigte es sich, daß sie aus leere Worte gebaut hatten. Bon dieser Seite konnte ihnen die /Freiheit nicht kommen. Wären heute die Entscheidungen anders
„Das Berliner Tageblatt" meint: Jetzt will
Preußen, das sich durch seine Polenpolittk in den Ruf gebracht hatte, als ob ihm das Verständnis für polnisches Wesen verschlossen sei, jetzt will Deutschland im Einvernehmen mit seinem Bmidesgenossen aufs iieue Pie polnische Sittiation, den Polin scheu Staat schaffen. Durch die großen Tatsachen auf diesen Weg geführt, ruft es vorläufig in einem Manifest Polen, das unter russischer Herrschaft in r »y . „ . cm rr >. -y r , in einer nur durch Korruption gemilderten und durch Revolten nn-
f ^! at i e . n verbrochenen Dumpfheit vegetierte, zu einem selbständigen Leben auf. rtmebemm tut hundert Jahre ohne Einspruch der Westmachte die Die Vossiscde Z eitu na" saat- eodttck, fnrrnrn hi* 'AEkming Kongnßpolens ihre Ketten von Versprechungen zu Polen auf dauerndeErlösung rechnen. Auf^Gnmd der^ allgemeinen m r *« -a •+ ^ ^ r . I Kriegslage haben wir ein Recht, anzunehmen, daß die Mittel-
T t f Mächte, die als Sieger die Russen bis weit hinter die polnischen
verknüpft. Mir sie nicht Ruß- Grenzen zurückgeworfen haben, den dauernden Bestand des von Westmachte, haben an dem Bfftlmd einesFreren ihnen befreiten Polen als eines selbständigen Staatsgebildes zu p^ e I garantieren vermögen. Die Polen müssen das Geschenk, das sie
esses, zu der die Erttwicklmig Europas rm -0. Jahrhundert drangt, I <rus der Hand der beiden -Kaiser und ihrer Völker evipfangen,
umso dankbarer anerkennen, als es sich um einen Akt selbstlosester Freigiebigkett handett. Deutsche und österreichische Truppen haben das Land den Russen abgerungen. Wir haben das Land erworben, um es die Polen bescheu zu lassen. Das sollten dies« niemals vergessen.
In der „Post" wird gesagt, die Voraussicht für die Verwirklichung der verfolgten Msicht sei, daß die staatsrechtliche Stellung Polens zum Deutschen Reiche von voriiherein so gestaltet werde, daß unsere militärischen und wirtschaftlichen Interessen auch wirklich restlos und dauernd gesichert seien. Die dauernde westliche Orientierung Polens erscheine nur in dem Falle wirklich gesichert, wenn die Polen selbst sich zu Gedeih und Verderb mit dem Deutschen Reiche verbunden fühlen.
Die „Tägliche Rundschau" meint, das deutsche Volk
ist — wir wissen es wohl — noch nicht überall in Deutschland 'durchgedrungen. Und es wäre falsch, in dieser Stunde die Bedenken ju verhehlen, die manchen patriotischen Mann bei uns hindern, mtt ffeittügem Herzen den kühnen Schrttt gntzuheißen, der mtt dem Manifest getan wird. Manche Erfahrungen mit den jetzt und in Zukunft unauflöslich zum preußischen Staate gehörigen Polen scheinen dem großen Wurfe, den wir tun, nicht günsttg zu sein.
Ueber allem Für und Wider aber steht beherrs^chend der Satz, daß wir um unsrer eigenen Zukunft willen Polen nicht an Rußland znrückfallen lasssen dürfen. Deutschlands Sicherheit verlangt für alle kommende Zeit, daß nicht aus einem als milttärffches Ausfal'lstor ausgebauten Polen russische Heere, Schlesien von Ost- und Westpreußen trennend, in das Reich einbrechen können. Nicht immer wird ein gütiges Geschick uns einen. Hindenburg zur Verfügung stellen, um trotz solcher Grenzen die Russenflut einzüdäMmen. Um drei Millionen wächst ^alljährliche die Bevöllerung des Riesenreiches im Osten. Kürzere, stark geschützte Grenzen werden das festeste Furrdament eines ruhigen Verhättnisses zu unserem russischen Nachbar sein. Wir werden es als einen großen Gewinn anzusehen haben, wenn wir auch bei den Entwicklungen und Ausgaben kommender Frie-
wünsche in allen seinen Teilen einen Ausgleich mtt Polen unp würde sich fteuen, wenn sich die Hoffnungen auf eine gute Nachbarschaft und ein enges mif Waffenbrüderschaft gegründetes Bündnis mtt dem freien Polen verwirklichen würden. Voraussetzung aber werde bleiben, daß das T-euffchtum unserer Ostmark unversehrt erhalten werde. '
Die „Kreuzzeiiung" sagt: Der Umstand, daß jetzt ein so wesentlicher, in sich! nicht zweifelsfteier Terl der Friedensver-
Kulwr, 1 ^rrtbiuitgen bortoeg gmwmrmm werde, könne nicht ohne schwer , -Zergangenyeit zum weiten geyorreni imeoenXen (EmfTufc nur Sw» iw 6^».
lrgion und Geschichte in ^ _
und auch für die Zukunft dorthin gehöre sollen
Ten von der russischen Herrschaft befreiten Polen bieten wtt jdie^ Möglichkeit, sich in einem eigenen Staate an die Mittel- Ära chte antzulehnen und in festem Verbände mtt ihnen ihr Volttisches, wirtschaftliches und kulturelles Leben frei zu führen. Dabei werden sie namentlich für die nächste Zeit auf unsere Hilfe
wiegenden Einfluß aus die Aussichten der Beendigung des Krieges sein.
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Ein autonomes Galizien.
,. _ —, Wien, 4. Nov. (WTB.) Die „Wiener Zeitung" ver
stärken Anspruch machen. Tie russische Herrschaft hat polnisches öfsentlicht nachstehendes Ha nd schrei b e n de s Kaise rs ' Beamtmtum, pokn,ckeLrh«rsch«st, polnische Wehrkraft nicht auf- Lieber Dr. v. Koerber! Fm Sinne der Vvn mir mit dem konrmrn lasirn. Sie hat das aufstrebende Land meder,uhaltcn, M Deutscken Kaiser getroffenen vereinbar,innen hS sj! trennen, zu verwirren gewußt. Bahnbau und Wasserstraßen sind a)en ! fun]ec ^n:etnl ; itttuitgen twtt>au a den
vernachlässigt. Ueberall sind die Grundlagen staatlicher Berwal- ^;rL^ C ^ ^ rr W a f t en ^
tung erst zu schaffen. Mancherlei ist während der Okkupation bei n \^ ]x f n Gebieten etrt selbständtg-er Staat mit
verständnisvoller Mitarbeit der Polen bereits geleistet worden, erblicher Monatchie und konstitutioneller Verfassung ge- Anch militärische Kräfte sind von den Polen für die Befreiung vom bildet. Bei diesem Anlaß gedenke ich bewegten Herzens Russischen Joche eingesetzt worden. Tie Polnischen Legionen haben! vieler Beweise ber Hingebung und Treue, die ich ttn Laufe bereits in mancher Schlacht an pet Seite der Mittelmächte rühm- meiner Regierung seitens des Landes Galizien erfahren voll gegen Nußland gestrttten. Dre Err i ch t ung einer pol ni- habe, sowie der großen und schweren Opfer, die dieses Land schen Wehrmacht ist also an sich nichts Neues. Indem die hm aeaenwärtiaen Krieao dem beäti
Mittelmächte den Polen den allmählichem Ausbau einer eigmest > ^ Anprall
Wehrmacht gestatten, erfüllen sie ihnm einen brmnendm Wunsch, I einer stegrerchen Berterdigung der
der bei dieser militärisch so begabten Nation besonders begreiflich, ^st^chen ReriWgrenzen zu bringen hatte, dre rhm einen fft. Schrttt für Schritt w-ird der Aufbau des polnischen dauernden Anspruch auf meine wärmste väterliche Mrsorge Staatswesens weitergeführt werden. Harte mühevolle Arbeit wuchern. Es ist daher mein Wille, in dem Augenblick, jn wird zu reiften sein, lieber alle Schwierigkeiten hftuveg wird dis welchem der neue Staat zur Entstehung gelangt, Hand in alte staatenbildende Kraft unseres Volkes das große Ziel erreichm Hand mit dieser Entwicktung auch dem Üande Galizien ^ iyeikn So mvbm mi mit bex Seit im neuen )x)tnU Iba ^ Recht zu verleihen, seine Landesanae-
fä§l^^D-i.^^s^^E^^^?lreundeten Nachbarn legenheiten bis zu dem vollen Maße dessen nyalten, Deutschland nach Osten sichern und der Zukunft ^ ^ mit seiner u aabäri a fri t i„r ff '
Europas euren wertvollen Genvssen gewimrm. r staatlichen
^ Gesamtheit und mit deren Gedeihen im Ein-
Der Eindruck in klang steht, selbständig zu ordnen und damit
_ .. £ Nov. (WTB.) Prachtvollstes Herbstwetterider Bevölkerung Galiziens eine Gewähr ihrer nationalen
begunlttgte den hohen geschichtlichen Tag Polens. LÄ>- und wirtschaftlichen Entfaltung zu bieten. Indem ich Ihnen
Auszeichnung des Führers unserer Truppen in Ostafrika.
? e r n ' Nov. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser verlieh dem Oberstm Lettow-V v r b e ck, dem Kommandeur der Schutz- truppm m Deuffcht-Ostasrika, in Anerkmnung der heldmmüttgen Verteidigung dieser Kolonie dm Ordm „Pour le nitrite".
r r on ^ I, , n ' Nov. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Jn Richtung auf I r i n g a und N g o m i m j i, wo die durch den belgischen Vormarsch ans Tabora vertriebenm deuffchm Streitkräfte unsere Abteitungm zu durchbrechm versuchtm, entwickelte sich seit dem 22. Okwber ein ziemlich heftiges Gefecht unübersichtlicher ow- Eiue kleine brlttsche Abteilung ' die rhodesische eingeborene Polizei Mit dem Oberst Baxeirdale an oer Spitze, wurde in einen Hinterhalt gelockt und hatte im Laufe der Kampfhcrndlung im oichtm Busch schwere Verluste. Bc^eudale wurde verwundet ge- sangm gmonrmm. Am 23. Oktober erlitt eine starke deutsche Ab- teilung ähnliche schwere Verluste von uuserm Truppen 12 Meilen nördlich von Jringa; der deutsche Befehlshaber wirrde verwundet gefangen gmonrmm. Heftige deutsche Angriffe, die mit örtlicher Ueberlegenheit an Truppmzahl gegm eine Abteilung der Division des Gmerals von Deveitter unternommen wurden, wurden am 30. Oktober mtt schweren Feindverlusten abgeschlagm. Weiter südlich ist eine Abteilung des Gmerals Northey in ein erfolgreiches Gefecht am Ruhudje-Flusse südlvesttich Mahenge verwickelt.
Aus dem englischen Unterhaus.
London, 4. Nov. (WTB.) Unterhaus. Lord Robert C e c i l teilte mit, daß die schroedische Mission, die über die B l o k- kadesrage verhandeln sollte, demnächst in England erwartet werbe. In der Debatte wurde die Regierung heftig angeg?riffm, wert im indischen Amt ein siebzigsähriger deittscher Gelehrter na- Mms Et he mtt der K'atälogffierung persischer Manuskripte beschäftigt sei, woran er feit 1872 arbeite. Booth (liberal) sagte, wenn die Regierrmg nicht durchgreifende Schritte tun würde, so könnte sie über diefm Fall stürzest. Es herrsche die Ueberzmgmrg, daß eine Anzahl von Tmtschm-Fveundm in der Regierrmg sei. Biele venrünftige Lmte seien überzeugt, haß sich unter dm Mi- nifteriu Verräter befindm. Viele hätbm sich an ihn ge- wtandt, ,ob er persönlich! versichern könne, daß gewisse hervor-, ragende Männer nicht in deutschem Solde stÄrdm. Dre Minister seien selbst Schuld an dieseni Zustande. Dre dNttristerim ginget viel zu gut um mtt dm Dmtschm. Sobald einmal versucht werde, etwas von dem dmtschm Einfluß zu verdräugm, so hcttte man hauptsächlich mtt einem Ministerium darum zu kämpfm. Irgendwo bestehe ein geheimer Einfluß, der zuguustm Deutschlands wirksam sei, der die Ministerim lähme und hindere, diese FraM durch- greifmd zu lösm.
Auf die Beschwerdm über die hohen Karto ffelprei se fag te R u e i m a n , die ho hm Preise seim die FolM von Arbetter- mangel itrtb schlechtem Wetter. Jn dm nächstm Wochm würde die Ernte Fortschritte machm; eine Einschränllrng des Kartofselver- brauchs sei indessen zu empsehlm. Sutton fragte, weshalb der Kartoffelpreis in einer Woche um 100 o/g gestiegm sei. Runci- man antwortete, ein gewisser Teil der Kartoffelernte sei an die Front gegangm. Tie Regierung mache alle Anstrmguugm, um Kartoffeln aus anderm Ländern zu beziehen. Stau ton wies darauf hin, daß große Fischsendungm aus Holland nach ihrer Ankunft in England veruichltet wordm seim. Jn Liverpool seien am 20. Oktober 1000 Kisten, an dm beidm solgendm Tagen 1400 Kisten mit Fischen vernichtet nwrdm. Der Redner fragte, ob dies mtt Absicht geschehm sei, um die Preise in England in die Höhe zu treibm. Lord Robert Cecil erwiderte, die aus Holland eingeführten Fische hättm wegm unvermeidlicher Verzögerung des Transportes vernichtet werden müssm.
Aus Griechenland.
Athen, 4. Nov. (W.T.B.) Meldung des Reuterschm Bureaus : Admiral F o u r n e t verlangte die Einwilligung der griechischen Regierung dafür, daß ihre leichten Flotten st re itkräftei unter sranzö sischsr Flagge und mtt französischer Besatzung zum Schutze gegen deutsche U)nterseeboote verwmdet würden. Das Kabinett hielt heute früh unter Vorsitz des Königs eine Beratung ab und beschloß, die Forderung des Admttals als unannehmbar abzulehnm, da eine Einnstttigurrg gleichbedeutend mtt der Aufgabe der Neutralität sein würde.
Der §eektteg.
U-20 verloren gegangen.
B e r l i n, 5. Nov. (WTB. Amtlich.) Am 4. November, abends, ist das Unterseeboot U 20 im Nebel nördlich Bovbjerg an der wcstjütischen Küste festgekommen. Alle Ab- schleppversuche der sofort zu Hilfe geruftnen Torpedoboote blieben erfolglos. U 20 wurde daher am 5. November, mittags, gesprengt, nachdem die Besatzung von unseren Torpedo' booten geborgen war.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Ein englischer kleiner Kreuzer vernichtet.
Berlin, 4. Nov (WTB. Amtlich.) Am 23. Oktober hat eines unserer Unterseeboote einen englischen kleinen Kreuzer älteren Typs mit zwei Schornsberrnnc westlich Fr- land vernichtet.
Der Chef des Admiralstabs der Marine Die „Deutschland" in Amerika.
London, 4. Nov. (WTB.) „Daily Telegraph" meldet aus New Jork vom 1. Nov.: Kapitän König veröffentlichte einen Artikel über die Reis eder „Deuts chlan d". Das Schiff habe 8000 Seemeilen zurnckgelegt, davon nur 190 unter Wasser. Er schildert lebhaft die Schrecken des Golfstroms, der die Dernperatur in dein Schiff auf 137 Grad Fahrenheit brachte, und erzählt von einem Bankett auf dem Grunde des Ozeans. Einmal tauchte das Schiff zu schnell, so daß es ganz senkrecht stand, aber die Ladung


