Ausgabe 
26.10.1916 Erstes Blatt
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bndersMge ^eucrtäüflfttt.

rr» lTinVr ^t, r £^ V ® lc Aiigrrife des Fordes bauerfea

«. rntjcr tafet_^ßü<jel wurde gezwungen, sich gegen Karamurat zirrück^uzrehen. Ganstantza tvurta vom Feinde besetzt. K

George über die Lage Rumäniens.

London, 26. Oft. (WTB. Nichtcuntlichi.) Unterhaus. Lloyd % to & * mflgc m Beantwortung einer Anfrage Wer die Lage j® 1 * . UI * unsere Mlrrerten lyanbeln in Uebereinsüm- ShlwLJT», iJ lrlles g c t<*u was möglich i st, um

Rumänien taizuitehen. Es ist aber begreiflicherweise nicht wün-

bie getroffen werden, genmiere Ein­zelheiten mrtzu teilen.

Kranzüfische rleußerungen.

Bern, 26. Oft. (ALB. Nictzamtlich.) Zu den letzten Er- n^rissen ui Rumänien frfffrrt derTemp s" ans, der rumänische rvewzugsplan gegen Sieberchürgen sei gescheitert. Rumänien ver- suge zwar über frische Truppen, sei aber nicht so kriegs- tUchtig wie seine Gegner und beginne deshalb jetzt eine Lehre rn Moderner .ü^riegführung. Was Griechenland aiibelange, so werde der rumänische Rückzug dem .Wnig wertere Gründe zu dem Be- U^rse ne.fern, daß es besser sei, einem unwiderstehlichen Gegner nicht Widerstand zu leisten. Solche Folgen müsse uurn voraus­sehen.

Bern, 25. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Her Vs schreibt rn derVictotre": Die Einnahme Conftantzas ist eine Ohr- ferge für die g.anze Entente. Die Vogelstraußpolitik mdjt Dre Russen müssen mindestens 500 000 Mann Verstärkt,ngen schicken, sMt ans Kosten ihrer Offensiven gegen Lemberg und Kvwel Die Tatsache, daß die Deutschen ung e - # n Korn in Rumänien besckilagnahmen werden, Kriegsende imr ein weiteres Jahr hinansschieben, wenn es den Deiitsaien gesollt. Darxrm mnß Rumänien um jeden Preis geholfen werden, sonst sirid die Folgen des Sieges Mackensens nicht abusehen.

Der Seekrieg.

Die UBootcrsolge im September.

25. Oktober. (WTB. Amtlich.) Im Monat September und 141 feindliche Händelsfahr- zeuge von insgesamt 182000 Br.-R.--T. von Tauch- 0 *>? n ü C <L^* lttel Mächte versenkt und aufgebracht

gegangen. Dreizehn Kapitäne N?blrch-er Schaffe sind gefangen genommen und drei Ge schütze bewaffneter Dampfer erbeutet. Kerner sind 39 neu mit insgesamt 72600 Tonnen we gen Beförderung von Bannware zum Feinde versenkt.

Der Chef des Admirakftabs der Marine.

Die Fliegertätigkeit an der Somme.

Berlin, 25. Oktober. (WTB.) Tie Fliegertätigkeit J> CT Somme Itwr am 22. ds. Mts. r>ei klarem Wetter «M-rst rege. Tre deutschen Flngtzeuge führten gn diesem Front­abschnitt allem über 500 Flüge aus. In 209 Lustkämpfen wurde tar Ge gner an diesem Tage angegriffen, und allein im Svmme- Wschmtt der AbschußE von 16 Flugzeugen einivandfrei festgestellt. Eine wertere Anzahl von feindlichen Flng.zerigen mußte hinter ihrer Front notlanden. Bon den an der Westfront am 22 ds Mts im ga-i^en abgeschossenen 22 Flugzeugen sind elf in deutschem Besitz Deutsche Flrcger griffen Truppenlager und Kolonnen mit Bomben und D.aichinengcivehren an und beschossen aus niedriger mt Maschinengewehren feindliche SMtzengraben. In der Rächt mm 21. Oktober warfen deutsche Flugzeuggeschwader mehrme tausend Dlogramnr Bomben auf den Bahnhof von Longueau bei Annens, das Munitionslager von Amiens, die Munitionslager Ea^fh nnd Marceleävc imb auf das Lager Bray g'ur -Somme Ter Bahuhvs von Longirecru geriet in Brand. Es erfolgte eine "Ä* Vau Explosionen, die anscheinend voü Mnnitionszügen her- ruhrten. Gewaltiger Feuerschein war noch lange nach dem'Angriff der Nacht zum 22. Oktober warfen deutsche Ge­schwader mchv-rc tausend Kilog-rmüni Bomben mit starker Wirkung auf dem Bahn hos von Montdidier, Truppenlager nnd Munitions- inagazme ber ^.nenrieooiirt, Ehuignelles, Harbonnieres uiid Pveyart fvime mp zur ^ront marschierende Kolomieu.

Bulgarische Auszeichnungen für deutsche Parlamentarier.

^ S.vfi a, 35. Okt. .(WTB. Nichtamtlich.) Der König hat den ^talvederr! der deuttchen parlamentarischen Abordnung, die :Tm,U^ Bulgarien besuclOe, die folgenden Orden vettiel^en: Den .tterchslagsabgeordneten von Heydebrand und der Lafa und Bafser- ww dem M^gliede des preußischen .Herrenhauses, Fürst .Dzauki-Lntackr tat Ltern der Großofsiziere des St. Alexander-. Ortais: tan Reichstagsabgevrdneten MMer-Meiningen, Dr Erz- Ä: ^ Dr. ©hcfemamt, Dietrich, Tr, Psrnffer und

>. .eyer den >^tern der Großoffrzieoe des nationalen Zivilverdienft- wcner dein BotsMftsrat von Radowitz, zur,^it mrt der Mahrnehnumg der Geschäfte des Deutscheri Reiches tm KonstantinopÄl beauftragt, den Stern der Gcoßoffizierc des St. Alexander-Ordens verl-iehen.

Das Geschäftsleben in London.

^London, 26. Okt (Pr.-Tel zf.) Das Ministerium des Innern ordnete an, daß alle Geschiäste mn Samstag um 9 Uhr mW F-rettags um 8 Uhr, an den anderen Tagen um 7 Uhr schließen müssen. Ausgeuommen hiervon sind die Gasthäuser, die Metzgereien und die Zeitungsläden.

Russische Eisenbahnbauten.

Petersburg 25. Okt. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Für 1917 werderl 283.3 MiMonen Rubel für KL,-?.! 1 v $£ c r Staatsbahnen und die Ausdehnung des bereits

. wZ&towf- Im Jahre 1917 nni© mitJocnt olau von elf Linien begonnen werden. Zn dieser ffiWg? dw Bahnen.- von Rjäsan nach Tula, von Mvskau nach wdas,m uiid Icmez, von Nftchnr-Nowgorod nach Sinlbirsk und mm Kotlas rmch Soroki, sMeßlich die Irans kau kasiftl« .Glseiibahn, Die Gesamtlänge aller dieser Linien wird 7777 Werst vetvagen. '

Norwegen und Deutschland.

I Kristiania. 25. Oft. (WTB.) Der DampferUll I ist am Samstag in der Nähe der englischen Küste versenkt > worden Der DampferAl ix", auf der Reise zwischen ! England und Frankreich, wurde gleichfalls versenkt. Die Besatzung ist gerettet.

Kristiania, 25. Okt. (WTB.) Die von Bardoe an Aftenposten telegraphierte Meldung, daß ein russisches Wachtschrff versenkt wurde, bestätigt sich. Es soll das armierte SckstffKolgujeff" sein.

Amsterdam 25. Okt. (WTB.) Nach einer Lloydmeldung wurde der schwedische SchonerLekna" am 20 Ottober in der Nordsee von emein deutschen Unterseeboot in Brand gesteckt. Der Kapctan urcd >iebpr Mcnru wurden gelandet. Am 22. Oktober uorwegische Barke vom Feirrde angezündet. Die ! Manuichasten beider Schiffe wurden gelandet.

^ JL m L cr ^ öm ' c ^ Lkt. (WTB.) Lloyds meldet aus Bilbao: Ter spanische DampferVictor Chavarri" brachte die Besatzung des norwegischen DampfersS he st ad" (2360 Tonnen) und der eng- Mn DampferBarbar a" (3740 Tonnen) undM i d l a n d" (4247 lAonnen) mrt, tue sämtlich versenkt worden sind.

* ?J L (WTB. Nichtamtlich.)Oestfinmar-

rens Foleblad meldet: Der DampferDag" von Dront- henn ,von Archangelsk nach England init einer 5Ivlzladnna unterwegs, i)t vormittags 11 Uhr vor Berlevaag von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden. Die Mannschaft ist gerettet. '

Kristiania, 25, Oft. (WTB, Nichtamtlich.) Der nor- ^rsche Konsul in Mgrer hat telegraphiert .daß der Danip- ser ^Ravn crm 22, Oktober bet t>.unis versenkt worden ist. Die Besatzung ist gerettet worden und befindet sich ans Heimwege. Der DampferRavn" war in Kristiania

* ? 5 * Okt. (W. Nichtamtlich.) Die nor­wegische Gesandtschaft in Paris berichtet ,daß der Dampfer <r\L e x U ^J 1 ; Morgen vor Brest versenkt wordeil ist. ^on der Besatzung sind 14 Mann gerettet worden.

Sof ^udon, 25. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel- oek- Der enMche DampferTramfield" wurde Ver senkt. Acht Mann der Besatzung werden vermißt.

prnhhi'k , 011 ' -I 5 s (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer ^loydmeldnng t|fc der schwedische DampferEmi- k ra' g e s unke n.

mengend 1e zur Buttererzeugung rm gemacht werden können, uw» rer allen Um)tuuoeu dem Käse entzogen werden müssen, damit sie den Haushaltungen zu Koch- und Schmelzzwccken zur Verfügung!

können. Dort werden sic ain meisten entbehrt irnd bester migcwendet^a Is wenn sie im Fettkäse, dessen Genuß in ictziger Zett geradezu einen Luxus darstellt, verzehrt werden.

Eine Noch weitere Herabsetzung der Fettgrenze, wie sic im End« wurs vorgeiehen ist, war teils ans technischen Gründen unmöglich. texl§ megcrt der erforderlichen Rücksichten aus die Mgenarl der Wecchkaiereien untunlich.

Ter allgemeine Wunsch des Handels, daß schon durch d« Bundesratsverordnung Zuschläge für den Großhandel festgesetzt weiden mochdeii, und daß es nicht wie bisher den Landeszenttal- behorden uberlanen bleiben sollte, je nach Bedürfnis in den ein- C m Cn Zuschläge fest zu setzen, hat in der Verordn

mrng Wenfalls Berücksichtigung gesunden und zwar in einer Weite, die voraus,iMlich die Handelskceise befriedigen wird. Das KnegS- ^ahnrng^anit erhofft demnach von der Verordnung, daß der legi-

*r 01 Kriegsausbruch! in durchaus Verkehr zwischen Hersteller und Verbrauckier ^ne gewohnte Friedensarbeit, zu welcher Mr. Verfügung standen, wieder aufnehmen wi^rfftk^ ^ daß er dre ihm unbedingt zu gönnende Existenz

bei der großen Schwierigkeit der ganzen Materie Ä^)^l1o^,durch die neue Berordmrng eine restlose Lösung, die all« Teile befriedigt,^ nicht erreicht sein- wird, zumal das Verbot des ^,,EpkiEch,-n Ein-rriff in licbgrtMrde^ £tti stch bringt, so steht doch zu hoffen, dah m^n^^GWfünften, die bis dahin zn allg^ ÄÄftr dent Ver.

Um dem Reiche.

Aus öcm hmipLmisfchrch des Reichstags.

. , B°rNn 25, Oft, (WTB,) Der Haupt aus schuß der- Rerck)stages nahm rn Anwesenheit der Staatssekretäre urt ^ und des Präsidenten des

Reichstages Dr. Kae mp f Darlegungen des Staatssekretärs des Reichsschatzamtes Gras Rödern über die Fin -anz- 1?: 6 e 5 es Reiches entgegen. Gleichzeitig begründete der ! dre n ein e Kreditvorlage, lautend auf

II- Milliarden Mark. Der Staatssekretär beabsichtigt, da die ' heutigen Mitteilungen streng vertrauliche Llrt wareii, in der Bollveriaminlung am Freitag öffentlich Aufschluß zn geben Nachdem mehrere Redner die Obstverordnunaen kriti srerten, äußerte sich Präsident v. Batocki zur Zucker- frage: sie sei lvichtig und es solle auf eine größere Zuckerrubenerzeugung hingearbeitet lverden. Nachdem sich noch ein Vertreter des Kriegsausschusses für die Kafs ee- versorgung geäußert hatte, wurde die Weiterberatuna auf Freitag vertagt. ^

H er nad > den Ausführungen

wßÄ^% het : lVä ^ af Nädern über die Finanzlage des Reichs dre Beratung der Regelung der Genrüse-, Obst- und Zuckerversorgung. 5)err v. Batocki teilte mit, daß die Preisfestsetzung für Kohlrüben abgeschlossen sei und noch heute ausgegeben werde. Runkelrübeii und Wurzelfrüchte mußten nt die Höchstpreisverordnung einbezogen werden.

Nriftiania, 24. Okt. (WTB.) Außer tax <refferw ^ Clftm Schiffen sind letzte Nacht weitere Na^-ichter übm die Berserrkuna mner Reihe norwegischer Dampfer und Setaschisse vor der iwrwegischen Küste, in der Nordsee wie im Ei sirreer ein gelaufen SiP tn den letzten zwer Tagen, soweit vorläuftg bekannt ff/ zwölf norwegische Schiffe infolge des Handelskrieges verloren qe- W^/ 7 b(sett dem 1. Oktober somit zwanzig Dampfer. Von^er7n Sck^cksal bekannt ronrde, wozu zwei Schiffe kommen, von deren Ver- ^cnTung im Es nieer zwar verlautet, die aber noch nicht bestättat kmwnt der^rluft von aA Segelschiffen, von deneft^weiß ^ knegsversichert für 1 780M0 Kco-

- >? Vnegsversichert für 660 000 Kro-

Tt^), von deutschen ^eesttettkrafteü tn der Nordsee beschlagnahmt mchimä-enxem taitschen .Hafen aufgebracht , norden sind. Tie vor- Wäsche..Kl7i^oer,ick>erung,^n der sämtliche norwegische Reeder be- teittgt sind erlndet mit Mm Schiffen allein einen Gesamtverlust

WeAalb sie ihre Poämwn lvffent-

auch private Kasko-VersichenmgsgcseNschaf- getan haben und mich die norwegische Wärenkriegsver- Nmd^ ^ ^ ^siÄl,<ft, vor allem für das Mittelmeer und die

^ - J .E der Massenversenknng norwegischer Schiffe trifft hier dre Bestätigung der bereits bekannt gewordenen Nachricht em, daß England beschlossen habe, die auf englisckien Werften für ausländische ReclMing bestellten Schiffe zurückzu­halten imb ste eritweder aii englische Reeder zu verkai ftn oder von tar Regelung selbst beftachtcki zu lassen. Hierzu komwt ta w* schlmimere HSobsbotsck>aft. dal; Amerika ein Ansfuhrver- bot für Schisse zu erlachm beabsichttge, was zwar arff eine

bU £ 1 ^ "^Erttge Amt nicht be- bctilen f ^ tn Reetackoeisen für sehr nchglich ge-

Ta norweAff^- Reedereien für angeblich bis zu 500 Mllioneii Mmten vnt Ausland bestellt haben, davon den grüßtn

äer^e m Amerika unjö England, verfehlen die,'e Nachrichten

^irc Ta K L i d,len ßegentoärtigen Versenkungen m tat Wi^rM Schiffahrtskreisen großes Aufsehen zu mrnfn s>^^se vorläufig durch die Presse gemeldeten Nach- » er»bt ftch für Norwegeri die Nottornidigkeit, in seinem Berng von S chi s s sb a um'a te ri a l allem m.f Deu t schind ?-s^^^lenzn fern das heW ans das Land, dem es ans eng-

rvfc 1 bcn 5^2 -Eveais^ Nstl«rci.

' «Ejltch MMmtgvS«- Mcngeii zu tvrslizeu

Zur neuen AäseverorSuuug.

Die auHeuordentliche Kriapphcit vmt [jat 5cm KricqS. Mi^mmg^mt Veraulaisung gegeben, Maßnahmen m ergrcifei Erhöhung dev Produktion unditzu einer einigermaßen gerechtst Berteilmrg fuhren sollen. Diese Maßnahmen kommrn w ^r BundesEsvevo^m.ng, welclie m tar nächsteti offentlicht ivk-rtai wird, zurm Llusdriick.

Dre beabsichtigte Ei'höhnng der Pvodukttear will die mre Ber° ^"Äsbrretchen, daß sie für eine ganze Reil>e von Käse- > ^s -8^^prerse und tanxmstpveckMld axrch die Bcrkau s- ! w^se erhöht. Bn den gesteigerten Milckwvodnckttonswsten waren die bisherigen Kaseprexse niäü inehr m falten, nwrn nicht die Gefahr bestA-en sollte, taß erne große Meiriie nanvmtlvch von Niager^ milä) tai Bevatbettung auf Käse jetzt dringetid erwünscht ist zur Berfütterung m dre Ställe gebrngen sollte. Wenn die Ver- lvertung der Magennilch bei Verarbeitung aus Käse eine wesentlich geringere fft als Im der Berfütterung, so kann man es tan'Land- jmrt zumal ta der heutigen großen Kixappheit an Fntternritteln mcht verdenken, wenn er das eigene Produkt seines Betrieb die Dtagermrlch, zur Aufzucht und Mästung von Schweilten ver wendet.

Das Kriegsernährnngsantt hofft, durch di emäßig erhöhten Preise einen Anreiz zur vernrehrten H-erstellung von Käse zu geben

Die bisherigen Viißstände in der Verteilung des Käses hatten ihrexi Haieptgrund davin, daß nicht mehr der im Frieden übliche nattrrliclie Verkehr tziviscl>en Käsereien, Großhandel, Kleinhandel nnd Berbrrmckver stattfand. Dw bisherige Vcrordmmg ließ dem H'-rstellcr die Möglichkeit, bis zil 5 Kilo auswärts dirett an den Verbraucher Postpakete mit Käse zu versenden. Der Umfang dieses Poftversandes war ui letzter Zett ein derartiger, daß eine ganz ungerechte und durchaus nusoziale Berteffung des Käses statt'änd, welchfe in den meisten Fällen den Uiohlhab areen Kreise ix zugute kam und zur Folge hatte, bar, der Käse vom Ladenttsch immer mehr verschwand Es steht zu hoffen, daß das Verbot des gewerbsmäßigen Post- imb Fvachtversandes diesem Nebel steuern wird, nnd daß durch dieses Verbot auch eine 'bessere Kontrolle über die Einhaltung der Hochst- preiie erzielt wcrtax farm. Hat die nunmehr ergriffene Maßnahme Erfolg, ,o wird sich eine^Bewirtschaftung des Inlandkäscs. die mit ganz außerordentlichen Schwierigkefteri verbunden sein würde er- brigen. Wcmi schon eine Bewirtsch-aftuixg der Butter nnd der Eier auf ungeheure Hindernisse stößt, wieviel inehr inüßte eine voll­ständige Rattoniernng des Käses bei tan vielen, vielen Sorten und ihren verschlietaneii Preisen z-unurl bei tau jetzt vorhandenen genügen Mengen Schwierigkeiten begegnen.

Der dritte Zweck tar neuen Verordnung, der an Bedeutung Zden beiden ersten gewiß nicht nachfteht, verfolgt das Ziel, die Vollfettkäserei vollständig zu beseitigen und die Dreiviertel- und Halbfettkäserei auf eftr denkbar geringes Maß eiuzuschränken Das LrnegsernähaMgsantt vertritt den Stmrdpunkt, daß alle Fett^

Kartoffeln und Vranntweinherstellung.

.Berlin, 26. Okt. (W.T.B. Nichtwntl.) Um einen Ueberblick

iata 6 / 17 ^^^^^ Kartoffeln im Betriebs^

|Xi 9 i 6 /^ mT jpvtfMking;Je* für Zwecke des Heeres un- m Anspruch genommen werden muß, ^ KttegsernähruugSamtes angeorduet, daß l /dP ^Kartoffeln verarbeitenden Brennerei bis »um!

^ovEtar 1916 dem Mstandxgeu Kommunalverband (Landrat,

h glexchzeittg tar Spirituszenttale

m Berlin, Schellmgstraße 14/15 anzUzeigeti hat:

'Linen Brennereibettieb im Brennereibettiebsjatzch mb/n bereits aufgienoUimen hat oder noch^ aufnehmen wül:

d0 Hundertteilen des- altgemeftieü Durchschnittsbrandes ferner Brennerei entspricht:

^Kärtoffelmeiige in Zentnern zur Erledigung tar 90 Hunderttcxle tav allgememen Durchschnittsbrandes unter Zugrunde- legUng von 18 Zentnern Kartoffeln auf tan Hektoliter Brannte Wern erforderlich ist:

4. ivelche Kartoffel menge einschließlich tar seit Bettiebseröff- uung auf Branntwein verarbeiteten Kartoffelik aus seiner eigenes Oruke ihm für den Brennereibetrieb zur Venügiuig stehen.

^^?orgeschneben, daß derjenige, tar dieser Anzeige- Pflicht nicht rechtzeitig genügt, nicht nur Strafe zu gewärtigen hat kndern^xm Betnebsiahr 1916/17 Kartoffeln auf Branntwein

gilt für denjenigeii, der tan Bren- ?Ebettich mcht spätestens am 15. November 1916 eröffnet hat, selbst wenn er die Anzeige am 1. November rechtzeitig erstattet bat. Diese letztere Vorschrift bezweckt mittelbar einen Zwang zur De- triebserofNiilug bis höchstens 15. November 1916. Der Vorsitzende Nett-ftbA^Eoeinstelle kann Ausnahmen zulassen, wenn die Betrieboeroffnung ans tat 15. November 1916 infolge behörd­liches Anordnnngen sowohl hmsiclülich des Betriebes selbst als auckil lnmichtlich der Lreferurigspfticht der .Kartoffeln eigeixer Ernte

rwr f ° l if ^ Macht des B^vr-vueidesitzerst

liegender Umstande insbesondere Kohlenmangel. Maschinenschäden und Perfonenmangel unmöglirli! war.

m

'rPw Okt. (WTB.) In verschiedenen Zeitimgen Deutichlands ist das Gerücht verbreitet, daß die Einfuhr von Käse aus Holland freigegeben worden sei. Wie dre Zentral-Einkaufs-Gesellschast mitteilt, ist die Nachricht unrichtig. Für die Einfuhr und den Vertrieb von Aus- landskuse bleiben die bekannten Besttmmungen unverändert rn Kraft.

Aus Stadt ttn5 £attö.

Gießen. 26. Oktober 1916.

Kartoffetversorgurrg der Stadt Gieße«.

Da über die KUrtoffelversoraung Unklerrheiten bestehe^ sex zur Aufklärung auf folgendes hingewief^n. Die^r- sorgung der Stadt Gießen, eiuschließlich Mniken und An­stalten, liegt nach den gesetzlichen Besttmmungen dem Kom­munalverband (Kreisamt Gießetl) ob. Die angeließerten Kartoffeln werden vom der St-adt durch die bekaxmt gege­benen 5kartoffelhändler nach Maßgabe der Verbrauchs­regelung an die Einwohnerschjast und die Anstalten ab­gegeben. Der Stadt steht daher Sein Einfluß auf die Menge der vom Kommunalverband mrgelieferten Kar­toffeln zu; nur dieser ist in der Lage, dafür zu sorgen, daß genügend Kartoffeln in der Stadt vorhanden sind.

Fm Anschluß hieran sei darauf hingewresen, daß dieses Fahr die Landwirte Kartoffeln nur in geringen Mengen in die Stadt bringen. Dies ist darauf zurückzuführen, daß dre Landbürgermeistereien die Anfuhr von Kar­toffeln aus ihrer Gemeinde durch öffentliche Bekannt­machung verboten haben. Diese Ausfuhrverbote sind durch Großh. Kreisamt Gießen ausdrücklich auf- gehoben worden. Jeder Landwirt ist daher berechtigt, Kartoffeln direkt in die Stadt an Verbraucher zu liefern. E-> iverden wohl auch die meisten Landwirte mit Rücksicht aus dre Zeit nach, dem Kriege gern an ihre Kundschaft zur Aufrechterhaltung der alten Geschästsbeziehungen liefern. Der Preis beträgt 4,60 Mk. für den Zentner frei Keller des Verbrauchers.

Voii vielen Landwirten ist weiter die Besorgnis ge­äußert worden, daß die Lieferungen auf Kartosfelbezugs- 'cheine ihnen auf die ihnen auferlegten Pflichtlieserurngen ati den Kommunalverband nicht augerechnet würden. Das ist irrig. Nach Ziffer 12 Abs. 4 der Bekanntmachung des Kreisanits vom 14. 9. 16 über die Kartoffelversorgung ind die Bezugsscheinevoii dem lieferiltan Kartoffel erzeuger der Bürgermeisterei seiner Gemeinde zu über­geben, die den Erzeuger in der Liste der Kartofselerzeuger um die gelieferte Menge zu entlasten hatt'. Wer sich also durch ordnungsmäßige .Kartoffelbezugsscheine über den di- refteit Verkauf von Kartoffeln an Verbraucher austveisen l auli, bekoliunt die eutsprecheiide Menge von der für den Konnnunalverband in Anspruch genommenear Menge ab­gezogen. Es hat daher niemand einen Nachteil dadurch daß er direkt au Verbraucher liefert.

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** Amtliche Personal Nachrichten. In den Ruhe- -tttttd versetzt wtte am 16. Scptanfer der Hauslehrer an ber Volksschule zu M«rmz Mw-ael Schloßer aus sein Nackäutai unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Xioifbc vom 16 November 1916 an. Ihm wurde aus diesem Anlaß tar Titel Rektor" verliehen: am 18. Oktober der Lehrer an der Voldffcsmte zu Oppeuhmu Bernhard Frolob aus sein Nachsuchen miler Anerkennuiig seiner mehr als bOjähngen treuen Dienste vom