Entsprechenden Betrug von dem zLrr Auszeichicimv Verpflichte-
teu «mzuziehen. Vermi fbal tun gen zu lxffu.m derer Beschleunigimg
des Vwkauss von Schuhwaren — Ausverkäufe und Gelegenhettü- rause all . r Art — sind verboten: zur Vermeidung von Härten kann v «^Wliznbchürde Llusnahmen zulassen. Ausnahmen ton öcu woriainften der Verordnung üfehnnpt kann der Reichs- fmlzler ge statten: er kann auch die Preise für die Ausbesserung rvn schul/waren regeln. Die Verordnung tritt, abgesehen von den Vorschriften über bie Kenuzeichnnng der Schuhwaren und deii Strafocstunmungen sofort, die Strafbestimmungen mit dem dritten Tage nach Verkündung, die Vorscl-riften über die Kenn zerckmung an: 25. Oktober 1916 in Kraft.
Reichs-Gummisammlung zugunsten der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz.
Im Einverständnis mit den amtliclum ©fceftert hat das Zentralkomitee vom Roten Kreuz eine großzügige über den größten Teil des Reiches sich erstreckende Sammlung von Altgummi in die Wege geleitet. Da fast an jedem Ort ein Verein des Roten Kreuzes sich befindet, so ist es jedermann möglich, auch die klein sten Mengen von Gummi, die er besitzt, für das Vaterland heraus
zu geben
Diese neue Sammlung gilt in doppeltem Sinne den: Vater lande: die HeeresVermattung verstärkt ihren für die. Kriegsführung so umrmgänglich notwendigen Bestand an Gummi, und das Rote Kreuz vermag durch den Verkauf des $ espcndeteu-/Altgummis seinem Hrlfslverk der Vernmuidetenpslege wieder neue Mittel z'uziiführen.
Angesichts dieses doppelt edlen Zweckes wird wohl jeder ans Werk gehen uird in seinem Betriebe und Haushalt eine General mnftmntg vornehmen, um allen Mtgumlmi, auch das kleinste in emer Ecke nutzlos liegende Stück, mobil zu machen. Denn nur bei der äußersten Ansrrutzung aller unserer Kräfte rmd Hilfsmittel kann es uns gelingen, auch dem liebergewstcht iuuserer Feinde an Kriegsmaterial die Spitze zu bieten, lim aber auch den Einliese rern von Altgummi ein Andenken an diese in schwerer Zeit durch geführte Sammlung zu geben, hat das Zentralkomitee vom Roten Kreuz znvi Münzen mit entsprechendem .Hinweise Herstellen lassen. Ihre geu-aue Beschreibung sonne die Höhe der Spende, für die sie verteilt werden, wird noch bekannt gegeben.
^ ** Gieß euer Freilich t-Büh n.e. Bevor dos
-Ätadttheatcr seine Pforten zur Winterspielzert öffnet, sei noch einmal der Gießener Frvilicht-Bühne gedacht, die es ftch zur Ausgabe gemacht hat, die Sommerpause des Stadt- theaters durch theatralische Ausführungen auszufiillen. Ihre erfolgreiche Tätigkeit in den Friedensjahren ist seinerzeit genügend gewürdigt worden. Ihr Verdienst ist es, daß sie auch während der Kriegszeit ihre Tätigkeit nicht eingestellt und ihren gesankten Reinertrag der ^iegsfürsorge zur Ver- sligung gestellt hat. Daß auch sie während des Krieges mit besonderen Schwierigkeiten zu käinpsen hatte, versteht sich vou selbst. Beivährte männliche .Kräfte wurden ihr entzogen, so daß sie den Ersatz dafiir größtenteils den oberen Klassen der höheren Schulen entnehmen mußte. Außer dieser Schwierigkeit erlitt sie das Mißgeschick, daß .Herr Karl Rotteck, der ili diesem Soinmer die künstlerische Leitung übernommen und sich mit der Aufführung von „Wallensteins Lager" und Paul Heyses „Unter Bri'idern" sehr gut eingefilhrt hätte, mitten in der Spielzeit erkrankte und von seinen! Posten zurücktreten mußte. Ein trefflicher Nachfolger wurde ihm zwar in der Person des Oberspielleiters Wilhelm Hell- m u t h gefunden, aber die Vorbereitungen zu weiteren Stücken, u. a. Björnsons „Wenn der junge Wein blüht", waren unterbrochen, und es gelang nur mehr, ganz am Schluß „Des Meeres und der Liebe Wellen" von Grillparzer, allerdings in mustergültiger Weise, zur Aufführung zu bringen. Angesichts der schwierigen Verhältnisse ist das künstlerische Ergebnis der drei Aufführungen um so höher einzuschätzen, wobei auch der zuletzt erfolgten Umgestaltung
n soll. Die rein ideale Mitwirkung
Ballin an Strescmann.
Generaldirektor Baltin hat an den Reichstaasabge ordneten Dr. Stresemann ein Schreiben gerichtet, in dem er sich gegen die Gerüchte wendet, die andeuten, „daß sich die verantwortlichen Männer durch Rücksichten auf die privaten Interessen der Hmnburg-Amerika-Linie in ihren Entschlüssen beeinflussen lassen." „Die Schädigungen, welche die deutschen Reedereien durch die Maßnahmen, die den Gegenstand des Tages streiteis bilden, erleiden, könnten überreichlich gutgemucht werden aus den Kosten einer dreitägigen Kriegführung, unb selbst wenn sie nicht ersetzt werden, so verkommen ist kein deutscher Reeder, daß er nicht mit Freuden auch diese Opfer noch erduldet, wenn dadurch das große Ziel gefördert werden könnte." Weiter heißt es:
Ich l)abe immer geglaubt und glaube es auch noch, daß in der Welt Raum genug für uns und England wäre und für Amerika und einige andere Mächte dazu. Ich glaube auch noch, daß dieser wahnsinnige Krieg vermieden worden wäre, , mn.it die englischen Staatsmänner klüger gehandelt hätten. Große Interessengegensätze müssen erst dann mit Notwendigkeit zu Kriegen führen, wenn die leitenden Männer sich durch sie gebunden fühlen anstatt, wie Bismarck, sich als ihr Meister zu wissen. Nun aber, da der Krieg zur Tatsache geworden ist, sagt man, ich glaubte, daß wir durch Nachgiebigl'eit und durch Verzicht aus Sieg das Verhältnis Herstellen könnten, auf das die Entwicklung der letzten Friedens- jahre hinzustreben schien. Das ist ein ganz absurder Gedanke, den man einem Manne uicbt zutrauen sollte, der während eines Menschenalters mitten im Wirtschaftskriege mit England stand und den Engländern sozusagen einen Schützengraben nach dein andern abgerungen hat.
J-n Hamburg wünscht jeder — und ich voran —, daß England sobald wie möglich gezwungen wird, einen Frieden zu schließen, der für uns ehrenvoll und gerecht ist und der uns die politische Beivegungsfreiheit sichert, die wir seit Bismarcks Tode mehr und mehreingebüßt haben.
'Mit welchen Mitteln dieses heiß ersehnte Ziel zu erreichen i,t, darüber steht mir ebensowenig wie einem anderen Privat- manne ein abschließendes Urteil zu. Das muß Sache bleiben der verantwort licken Männer, zu denen Gott sei Tank jetzt Hinden- bürg unb Ludendorsf gehören.
*
Berlin, 30. Sept. (WTB.) Der Hauptausschuß dee Reichstages setzte heute die Beratungen fort; auch heute wohnten der Reichskanzler und die gestern genannten Staatssekretäre der Sitzung bei. Zur auswärtigen Politik sprach zuerst ein Vertreter der Konserv ativ ei;; dann erörterte Dr. Helfferich in einem längeren Vortrage die kriegswirtschaftliche Lage.
Die GolHankauMe
ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet
Aus Stadt «nd Land.
Gießen, 2. Oktober 1916.
Teitweises KartoffclverfütterungHverbot.
Das Kriegsernährüngsarnt hat eine Anordnung erlassen, die das Verfüttern von Kartoffeln unb Erzeugnissen der Kartvffel- trocknerei für die Zukunft nur noch an Schweine und an Federvieh gestattet. Die Anordnung ist nottoendig geworden, da die kommende Herbstkartoffelerute nach Ansicht aller beteiligten Stellen sowohl an Ertrag wie an Haltbarkeit zur Deckung des Bedarfs an Speise- kartosieln und an Brotstreckungsuioterial, sowie zur Herstellung der für das Heer benötigten Spiritusmengen nur ausreicht, wenn das Verfüttern der Kartoffeln soweit als irgend nröglich eingeschränkt wird. Die gebotene Einschränkung wurde nicht auf das Verfüttern von Kartoffeln an Schweine und an Federvieh erstreckt, um eine Gefährdung des Aufziehens des Geflügels und des Aufmästcns von Schweinen zu vermeiden. Die Versütteruugsbeschräukung muß sich auoerersctts auch auf die Erzeugnisse der Kartoffeltrockn eres erstrecken, da jonst durch das Verarbeiten von Kartoffeln übergroße ngen als '^petzekariosseln keine Verwendung finden, sondern
f trocknet werden würden. Die als Speisekartoffeln benötig tens ^nigen wurden alsdann nicht mehr vorhanden sein. Als Ersatz für ^peiserartoffeln, Kartoffelpräparate, insbesondere Kartofselllocken zu verwenden, rst aber olme schwere Beeinträchtigung der Volkst- ernahrung nicht möglich. Das Kriegsernährungsamt verkennt nicht dag die getroffene Anordnung gerade in der jetzigen Zeit für die ^uobiwite äußerst fchwer ertragen werden kann. Für die zur Feld arbnt mrimmdeteii Spannttere mußte auf die Dauer der Herbst- ftwbeftellung unbedingt die Möglichkeit eines Ersatzes für die infolge der Anordnung fehlende Kartoffelsütterung geschaffen toerden. Dies E Z^r Weise gefchehen, daß gleichzeitig mit dem Verfütteruugs- vcrvote cne ^andeszenttalbc Hörden ermächttgt lourden, für Gegen- ÄswlÄ ^ Fütterung von Kartoffeln an Pferde und uxrc, die Bstttmiming zu treffen, daß die Zeit brn 15. November an ilrce zur Feldarbeit Arbeitspferde, Arbeitsochseu und Zngtül-e SrtriS.tr? 0 ! i -aüftemem zustehenden Ha fermen gen iwch eine ^'^s?^"iche Hmerzrllage von 3 Pfund täglich bei den Pferden und 1 / 2 Pfmlb täglich her den Ochsen unb Kül-eu verfüttern dürfen.
vonBatocki
te.Ja ® K ö ü ö ‘" 0 ift »um
der Bühne gedacht werden .... _ _
aller Kräfte bis zum Leiter der Freilichtbühne, Pros. Dr. B ern deck, verdient restlose Anerkennung. Wir hoffen, daß sie auch im nächsten Fahre ihre Sommertäsigkeit in vollem Umfange wieder ausiiehmen kann.
** Skagerrak. Auf Einladung des Flottenvereins und des Marmcvereins hielt am Samstag abend 8 Vs Uhr in der Aula des Universitätsgebäudes Marineingenieur Schickte reinen Vortrag über die Schlacht am Skagerrak. Der eigentlich vorgesehene Redner, Kapitän!eutnant a. D. von Bebber, war, wie der Vor fitzen de des Flottenvereins, Oberbibliotl>ckar Tr. Lenser, mrtteilte, verhindert. Der Vortrag, der gleichzeitig als Vorbereitung zu dem für gestern angesetzten Marineopfertag gedacht war, hatte sich eines guten Besuches, besonders der Feldgrauen zu erfreuen und fand reichen Beifall. Anknüpsend an die vortteffliche Organisation unserer jungen Marine, die durch viele Lichtbilder erläutert wurde, schilderte der Redner die bedeutungsvolle L-eeschlacht am Skagerrak, die erste .Hochseeschlacht, die unsere Flotte überhaupt zu bestehen hatte. Die Kreuzerkämpfe der unvorgeßlichien Emden, Karlsruhe usw., die Schlachten der Auslandsflotte unter Gras von Spee bei den Falklandsinseln und Äanta Mario, sowie das Tressen an der Doggerbank waren nur Auftakte gegeii diestn Kanrpf, m dem das Gros der deutsckTein Motten mit dem Gros der englischen Seestreitkräfte sich maß. ^aß trotz der Uebermcncht voir 2:1, in der sich die Engländer befanden, ihnen ein Verlust von 4:1 sowohl an.Schiffszahl wie an Lonnengehalt zuacsügt wurde, und daß die Engländer in der Be- furchtung, ihre Machtstellung zu erschüttern, den Kanrpf vorzeitig abbrachen, i)t ein Erfolg, dessen Größe erst dann abzuschätzen ist, wenn cs zur entscheidenden Seeschlacht zwischen Deutschland und Ene;laiid gekommen ist. Daß es dazu konimen wird, ist nach An- pcht des Redners besttmmt zu erwarten. Obwohl zu den derzeitigen Veröffentlichmigen des Reichsmoriueamts über die Schlacht vom 31. Mai nichts wesentlich Neues hinzugefügt wurde, muß man es dennoch dem Redner danken, daß er das Verständnis für dre mutvolle Eittschlossenhett, mit der die Admiräle Hipper und Scheer den Entscheidungskampf mit der englischen Flotte auf- nahmen und die todesmutige Pflickfttreue unserer braven Blau- laaen m weite Bevölrernngssckiichten hineinzutragen suchte. Wäh- rend einer Vorttagspause wurde eine Sammlung zum Besten der Marine veranstaltet.
** Anmeldung beim Bezi r ks kom ma ndo. Wir machen aus eine diesbezügliche Bckannttiiachung im heutigen Blatte besonders aufmerksam.
** Zwei Diebinnen verhaftet. Der hiesigen Ponzer ist es am vergangenen Samstag gelungen, zweier erst 15 Jahre alter Mädchen aus Wetzlar habhaft zu werden, die rn letzter Zeit bettelnd die umliegenden Ortschaften heimsuchten und dabei stahlen was ihnen in die Hände fiel Hierbei nutzten sie die Gelegenheit aus, daß zur jetzigen Zeit bei den Bauersleuten tagüber inrr die älteren Leute anwesend sind. So entwendeten sie in Steinbach, woselbst auch nur eine 78 Jahre alte Frau zu Hanse war, außer Eiern und Wurst 145 Mark. Man hat es hier mit zwei ganz gerissenen Personen zu tim, denen auf die gleiche Weise in Pohlgöns schon einmal 600 Mark in die Hände fielen.
** Gefunden. Die vor einigen Tagen als verloren gemeldeten Wertpapiere sind gefunden und konnten dem Eigenttimer wieder zurückgegeben werden. Die Finderin ist eine in hiesiger Stadt wohnende Frau, die die ausgesetzte' Belohnung von 200 Mark sofort ausgezahlt erhielt,'wofür sie bei der jetzigen Zeit sehr gute Verwendung haben wird, zumal sie bedürftig ist.
** Aufschub der Zwangsvollstreckung für ab- lieferungspflichtigeGegenstäudeausReinnickel. Für die durch die Bekanntmachung Nr. M. 3231/10. 15 K. R. A enteigneten Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reininckel war ursprünglich der 31. März 1916 als Endtermin festgesetzt worden. Wer diesen Termin nicht innehielt, hatte zwangsweise Abholung der ablieferungspflichtigen Gegenstände auf seine Kosten zu gewärtigen. Die Bekanntmachung Nr. M. 2684/2. 16 K. R. A. vom 15. März 1916 hat in den Zusätzen den Endzeitprmkt für die Durch-- ftihrung der Zwangsvollstreckung bei einer Reihe der enteignetcn Gegenstände hinansgeschoben. So wurde für die unter tz 2 Klasse B Ziffer 2 der Be kanntma ch u ng M. 3231/10. 15 K. R. A. fallenden Gegenstände aus Reinuickel die Frist für die Durchführung der Zloangsvollstteckuug bis zum 30. September 1916 verlängert. Unvorhergeschene Schwierigkeiten in der Ersatzbeschaffung lxiben nunmehr zu einem >oeiteren Entgegenkommen der Behörde geführt. Für die unter § 2 Klasse B Ziffer 2} benannten Gegenstände aus Reinnickel wird^ durch Bekanntmackung Nr. N. 748/9. 10 K. N. A. vom 30. September 1916 der End Zeitpunkt für die Durchführung der Zwangsvollstreckung auf den 28. Februar 19 17 verlegt. Dieser Aufschub gilt jedoch ausdrücklich nur s ü r d i e vorgenannten Gegenstände. Da eine weitere Verlängerung der Wlieferungs- frist nicht zu rn warten fteht, ist gleichzettig augeordnet, daß der Abruf der Nickelgegeustände durch die Metall-Miobilmachungs- stelle des Königlich Preußisckien Kriegs ministen ums erfolgt und Nichtbesolgung dieses Abrufs die in der Bekanntmachuua M. 3231/10. 15 K. R. A. angedrohten Strafen nach sich zieht. Die Veröffentlichung der Bekanntmachung erfolgt in der üblichen Weife durch Anschlag und Albdruck in den Tageszeittmgen. Auch kann der Wortlaut !der Bekanntmachung am lBürgermeistereigebäude dahier eingesehen werden.
** Lichtspielhaus, Bahnhofstrahe. Seit Samstag hat das Licktspiellxms ein eigenarttges Gastspiel aufziuweisen. 'Nach einem .dreiaktigen Milftärlustspiel „Rtama hat es gewollt" tritt die Hauptdarstellerin des Filmes 2lda Wilka persönlich aufs Podium, und fingt ein Couplet, in dem sie ihren ^Werdegang als F-ilmschauspielerin schildert. Zu einem zweiten Couplet erscheint sie in dem Backfischkleidchen, das sie in einer neuen Filmvolle trägt und singt Erlebnisse aus ihrer Backsischzeit. Ter Eindruck, eine Schauspielerin geioissermaßen aus dem Filmbild 1«r- r>ortreten und körperliche Gestalt annelMen -zu sehen, ist jedenfalls eigenarttg genug, ihn einmal ausgeköstet zu lxrbeu Aus dem übrigen Programm- heben wir ein ebenfalls köslliches Lustspiel, „Die sieben Frechdachse", l-ervor. Der Spielplan ist nur noch heute.
Landkreis Giehen.
Dettenhausen, 1. Okt. Der Industrielehreriu Katharina Ste ul von hier wurde wegen ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet der Kriegssürsorge vom Großherzog das allgemeine Ehrenzeichen am weiß-roten Bande verliehen.
ui Lang- GP ns, 30. Sevt. Ter Bahnschlosser ch Reuhl von hier wurde infolge eines Unglück lall-, den er bei Ansübuna seines Dienstes beim hiesigen Bahnhoi erlitt, in die 5linik^ nach ölleßen verbracht, wo er au seiner Verlegung starb. Reuhl,'rnter- äßt Frau und Kind. i
* Utphe, 1. Okt. Die dem Unterosfisier Karl Webir zu- lwsaudten Postsachen kommen mit dem Vermerk „vernnßt^^zurnck. Weber rückte im Septeinber 1914 an die Westfront, erkrankte nach kurzer Zeit an Typhus und rückte im Juli dieses Jahres wieder an die Ostfront. Er kämpfte zuletzt in Galizien.
Krkis Leuterbach.
rr. Schlitz, I. Olt. Auch diesmal wieder beteiligen sich die ch ulen des Schlitzerlandes recht eitrig an der Zeichnung der neuen Kriegsanleihe. So wurden in der hiesigen Volks- ichule rnud 2000 Dck. qezelchnet, in der Bürgerschule 1100 Mt, in den Volksschulen .« Pfordt 16.00 Mk, zu Oueck 1300 Mk., zu Willofs 800 Mk., S'l .'"^hausen 450 Mk., zu Nieder-Stoll rund 300 Mk.
Hesil.cMnssau
]f K i r ch h a i n 29. Sept. längerer Krankheit starb
gestern hier der Bentzer der sogen, groyen. Mühle, Herr Nikolaus Prediger, Verblichene, der ein Attec- pon 61 Fahren erreichte, gelwrte ^ -K Jahre dem Kreistag des Kveks^Lirchhaui nnL dem Kreisaus mß an, ebenso war er auch sonst viel in öFeMT-chen Aemtern tati Ms Vorstandsmitglied des landwirtschastlittstm Kreisvereins, Viehzüchter-Vereinigungen usw. erfreute sich Prediger nicht nui in seinem engeren Heimatkreise, sondern auch wett darüber hinauf in ganz Kurhessen und dem darmstädtischen Oberhessen eines großen Bekanntenkreises.
X H a n an, 1. Oft. Die Stadtverordneten haben die Gehaltsbezüge des Mt ztr wählenden Oberbürgermei st ers aus 12 000 Mk. ti"d^ 1000 Mk. Wohnungsgeld festgesetzt. Eine Ausschreibung des-Stelle soll nicht stattfinden. Nach Genehmigung der <^ehaltssätze?"rch die AuMckstsbehörde wird die Wahl stattsinden tür die der wsherrge 2. Bürgermeister Hild vorgesehen ist. _
fltJMÖCl
Wetzsjar 30. Sept. Die regelmäßige Herbstsitzrmg des Auf- rchtsrats ckr B u d e ru s ' s ck e n Eisenwerke fand am 28. d. Mts. statt.s Rach dem Bericht des Vorstandes brachte das erste Halbjahr leasten Geschäftsgang und ein befriedigendes Gewinn- ergelbnis. Amtliche Zweige des Betriebes sind zurzeit stark beschäftigt. Jß wurde eine Vergrößerung der Stahlgießerei beschlossen. ^ Veptz an Eisensteinseldern konitte durch Erwerb be- nachlbart-u Grubenbesitzes in vorteilhafter Weise erweitert und abgerurvet werden. Unter den üblichen Vorbelalten darf mit einer Erhohittü der Dividende (für das Vorjahr 5 o/o) wohl gerechnet lverden
Letzte Aachrchten.
Hindcnburgs 69. Eseburtstag.
B" rlin, 2. Okt. Mit dem heutigen Tage wird Hindenbnrg 69 Fatre alt. Das ganze deutsche Volk bringt ihm die herzlichsten Glücknchlsche dar, mit Dank für alles, was er ruhmvoll gelüste! hat, n.> un festen Vertrauen auf die Zukunft. In Berlin wurden schon zur Feier des Geburtstages zahlreiche Blumenspenden am Eispien Hindenburg njedergelegt.^ Heute vormittag von 11 bis 1 Uhr och von 4 bis 6 Uhr finden Militärkonzerte vor dem Stand-- bttd stat-
Französische Marokkosorgen.
Bfn, 2. Ott. Ter „Temps" meldet aus Madrid: Trotz archalteper lonrzäeller Versicherungen, daß die Haltung von Raisuli sich mcf geändert habe, läßt die Lage doch zu loünschen übrig. Wie „(f Nönudo' Mts bester Quelle ersährt, mußte der VerkArr nach Fvdcck eingestellt werden. Rcnsuli hat anscheinend sttate- gisch? ^httmnkte mtt 50G) Mann besetzt. Fn Tanger wird die Sachl nrtt Mißtrauen betÄcytek.' —r
Aufbringung eines englischen ^nnpftrs.
Haccg, 2.Okt. Der „Nieuwe Rotterdanmhe Cöurantt' berichtet: In der Nacht zum Freitag wurde die Aufmerksamkeit der Küsten ivcjck-e von Terschelliug auf ein Licht gelentt, das dicht hinter der Wstei auftauchte. Ein Motorrettungsboot fuhr hinaus und entdeckte nach einigem Suchen ein Fahrzeug, das dicht unter der Küste vor Ankeii lag. Es war ein englischer Damlpfer, der von einenr deutschen Unterseeboot erbeutet worden war. Es befanden sich drei bewaffnete deutsche Matrosen auf dem Dampfer, die ,'ick offenbar bemüht hatten, das Schiff nach einem Hasen zu steuern. Die Vorgänge in Abessinien.
Lug.ano, 2.Ott. Zu den abessinischen Ereignissen meldet der „Seo^lo", es^ handele sich offenbar um die alle (Segnerschaft der Leute vou Scho a und deren vom Tigre. Ras Gugsa, der Galtc^ der neuen Thron erb in, sei ein Sohn des Ras Ollia, des Hauptes ihn Tigre, während Ras Mikael, der Vater Lidj Jeas- sus, der Hprr von Schoa sei. Das religiöse Motto, daß Ras Mikael ursptünglich Mohammedaner war und unter dem Negus Johannes sich taufe' ließ, bot dem Abunni /Bischof) Matteos Volum eine,, Vorwand ' für die Entbindung der Untertanen vom Gehorsam gegen Lidj! Jeassu. Das Blatt erinnert daran, daß bei den letzten Unruhen in Trgre Italien alle seine Truppen in der Erythrea mobilisierte und Truppen aus Lybien heimberufen mußte Inwieweit dsijse l-armlose Darstellung des ,,^>eoolo" zutrifft, bleibt dahingestellt. ^^Jmmerhin i>t die von Sannnw im Ministerrat mitgeteilte .Tatsache zu verzeichnen, daß zwischen den Regierungen Italiens, , siankrcnchs und Englands rege Besprechungen über die nepgeschaffene abeisttttsche Frage stattftnden.
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