«r. 230 Drittes Blatt
Grsths»« ti-üch nut ArrSmchlme deS
„4Uf*mr frmfflcaMttttr“ wtrbtn dem .Anzeiger" oi*rm<ri wSchentlich beiqelegt daS JMsblQÜ für de» Kreis Wetzen- zwÄmak wöche»ü«h. Die „Qmöwittschaftijcheii Seit-
fraget' ersche»»^« monasLich zrveunat.
M. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
Semral-Allzeiger für Sberheften
5amstag. 30. September s9ch
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchei» Umversitäts - Buch- und Stemdruckerei.
R. Lange, Gießen.
Schrfftleitung, Geschäftsstelle »».Druckerei: Schul» straße?. GeschÄtsftelle u.Verlag:«E51,Schrift» leitung: ^S112. Adresie für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.
Ire neue Ktic^anUt^e.
. ,, Gießen,den30.September 1916.
av ~ te ^tr uhon (tm Mittwoch furj berichtet haben, farrd am piatiSUiQ abend rm.^aale des Fürstenhoscs eine offen tlrck>e Versammlung statt, in der alle die neue Kriegsanleihe betreffenden k Ct <5 er ^ugehenden Erörterung unterzogen wurden. Zu x k ff Ir«. ^mmen unserer gesamten Leserschift, zumcü derer auf ge ^ en 1011 dkn Verlauf der Versannnkung heute aus- ftrhrkch wieder.
_ 4 .. m , Oberbürgermeistrr Keller
erosfnete die Versammlung mit folgenden Worten:
Verehrte Anwesende! Eine rrene ^ipiec^artteilie ist zur Zeichnung! angelegt, und überall in Stadt und Land hat rührige Äer- .„rH- ^ k'iu gesetzt, ^ auf daß der fünften Kriegsanleihe ein -günstiges Ergebnis beschreden sei. Zwar sind aufklärende uiid auf- bereits in der Presse erschienen; allein so heraus wertvoll und dankenswert diese Werbearbeit der Presse l mh diejenige Werl«arbeit ersetzen, div
ttch'wll^iebt durchpersönliche Einwirkung, durch freie Aussprache von Bürger zu Bürger. Darum sind die- lemgen Herren und Damen, mit denen ich vor wenigen Tagen zu einem Werbeausschuß zusammen getreten bin, einmütig der .tcernmrg gewesen, daß nichts zweckin äßiger, nichts wirkungsvoller !?' Sri m ök^smglosem Zusanimensein eine Aussprache über alle ^ Kriegsanleihe betreffenden Fragen zu pflegen. ^.^^'A^^^l^ksende ! Nicht als ob gerade für imsere liebe Stadt leuchen diese Werbe-Versammlung so nötig wäre, als ob ich irgendwie zweifelte, daß ,eder der hier Erschienenen nach besten Kräften auf dre neue Krregsanleil^ zeichnen werde. Aber jeder von Ihnen soll nicht nur zeichnen, sondern auch dazu helfen, daß an- öerchchren, daß niemand zurückbleibe, der neuen Kriegs- anleche den unbedingt notlvendigen Erfolg zu sichern
Bevchrte Mitbürger! Wenn ich hier um mich blicke in diesem Same, ub sehe wackere Männer und Frauen aller Stünde, aus allen Ä^fen rch sehe Bürger, von denen ich mit Schiller sagen darf:
»>L Sturme gckt mas in der GemÄnde." Und wenn diese alle Es der beilttgen Berfammli«ig Belehrung und Begeisterung sch oP se n und ihren Einfl'u ß mit Erfolg geltend Ma chen lverden auf Benvandte mch Bekannte, auch auf solche, die draußen El dem Lande wohnen, so glaube ich, daß wir sagen dürfen: diese Versammlung hat ilwen Zweck erfüllt. und daß rvir nachher mit dem erhebenden Bewußt,ern auseinandergehen werden, der Sache des Vaterlimdes erneu guten Dienst erwiesen zu haben
Merne Damen und Herren! Die Zahl und die Anstrengungen unserer ^emde find größer geworden. Unsere kampferprobten, opferwilligen Krieger halten auch den neuen Anstürmen heldenhaft ft and. Wenn wir zu unseren draußen kämpfenden Brüdern das Vertrauen haben, t^ß sie den harten Kampf auch weiterhin be- , *5 ^rc ^^den, so muffen wir in der Heimat uns imnter
unsere Pflicht erfüllen, lsrotzer die Zahl und die Anstrengungen der Feinde, größer die Auf- und der zähe W-lle unserer Kämpfer, größer darum aber archdre Kraft de r Da her mgeülie denen, nicht nur in stillem Dulden und stummem Ertragen, sondern auch in schaffender Arbeit und hingebendem Opfermut!
. 2B&r kämpfen um unser Dasein. Wir sehen von Tag zu Tag ^^^deutlicher, ^ß unsew Gegnm uns mit allen Mitteln, auf 23^?, cffVi Tt ? n ^r wirtschaftlich und ffrmnziell vernichten branßenist es ihnen nicht gelungen und wird es ihnen nicht gelingen In der .Heimat stich 36 MMarden zusanr!- mengefloffen und kein Vaterlands freund wird sich !^uer weiteren Pflicht entziehen. „Was aber ist dnm Bftickst?" fragt Goethe und.antwortet: „D i e F o r d e r u n g des Tages ttrch >e brütet fetzt und in den nächsten Tagen- Zeichnet die Kriegsanleihe! 9 '
Hierauf ergriff
. a ^ . Geh Kirchenrat Prof. v. Dr. Eck
das Wort und sagte:
l ^ mich einleitend von der Lage sprechen, in der uns
Ru^ur Zeichnung der fünften Kriegsanleihe trifft. Ein kurzer Rückblick nur mag vorausgehen. *
Vor ztmi Jahren, im'Oktober 1914, rief das Reich zur ersten Kriegsanleihe auf. Es waren noch — trotz des Rückzuges von der ^ die großen Anfangsmonate des Krieges. Von dem lodernden Feuer der Augusttage >oar noch genug in den Herzen übrig, die siegreichen Schlachten jm Westen und Osten wieder zur Höhe angefachit. Wir staunten und staunten doch nicht über die fünsthalb Milliarden, die damals dem Verlugung gestellt worden. Es war doch selbstverftmiplich^ und stolz, willig und ernst die ffirchMrren erste»» Blutapfer gab »E sollte es das Geld zurückhalten wollen? Und sie gaben es reichlich. ^
dEÄ' tm September 1915, wurde die dritte Kriegs- ?Ä7/"ezeichnet. Ihr Ergebnis sind 12 Milliarden 67 Millionm, stellte den Hohechinkt der Geldleistung dar, die in diesem Kriege und überhaupt, wlange man Geld in menschlicher Geschichte zählt ^^^^^rden ist. Wieder aber hcMen wtt ^ ffobm
Zuversicht. Vom Mar bis 'September hatten Mackensen und Hinden- fahrend die Westfront unerschütterlich feststand, Großes und Osten geleistet. Warschau war am 6., Nowo-Georgiewsk ckuMst in unserer Hand, Wilna am 19. September von uns
Dfta Ä Wfaj, tan großm
uahe zu fem? Die dritte Kriegsanleihe war die dankbar^ Antwort auf die herrlichen Taten uliseret Heere, um so herrlicher ernen Winter gefolgt waren, voll schwerster Kämpfe und ünd Verlausung Polens, in Schnee Marrgel der Karpathen. Gerade so stellten sich der August-September 1915 würdig dem Ährgnst-September 1914 zur
wurde unsre Hoffnung, wenn wir sie ja hegten, ae- tx }} öahr des Völkerringens vergangen. Wir xÄÄ» ^ urcht mehr am! Beginn, wir stehen im Fortgang des ^^Kr^iahres. Und die Lage ist nicht so, daß man in leichter
Kriegsanleihe aufrufen kann.
U7ill der letzte sem, der über die Schwere der Lage zu täuschen mochte. Die Kraft und der Hochmut und die Wut und der ^ fmi) noch nicht gebrochen. Zwar, wir haben Herr-
Ech in bem Sweben Kriegsjahr. Der Mörderstaat! rnedergeworsen der Weg ngch Konstantinopel, nach ia Mm Suez-Kanal hin ist frei und ae- s°? ihn uns gefährden. Und noch größer M* rum erstenmal seit seinem
Äff Z *"** m sWgfübr«.
^ar gewohnt, m seinen Kriegen kleine uich ™ das reichlich geopferte der Vasallen
mengen, ömte toltcn einige Tage zwischen n 0 ? 1 ^ so viel wie der ganze dreijälwigg
EnglaK spürt noch ein anderes. Zirm erstem,ml f i 0lrten S«e-RivLl«i Holland unter feinen Willen HSi« aC ^-rf,. atte (J llu ® ^ erkennen, daß es doch nicht ganz unbehelligt ferne mcht mehr ganz allmächtige Seeherrschast ausznüben vermag
W smgt noch s«n schtzeS Herreiilred über olle Wellen der Ozeane unter dmstn Wellen schwimmen Misere U-Boote luron bSt b s">e„Sr1ns§. über diesen Wellen, hoei, in
/obren unsere Luftschtfse M den unberührten .Aisten Nachtgrüße auf Häsen und /E^und und auf dieseu Wellen ,Äbst hat die Schlacht
lioi^n Seelöwe,r Tigerzähne gewiesen, nur habmgestern die Dankesworte ge^en. die der Kaiser den Werk- bÄ^'^^^rtern der Werften hat sagen lasten, die die be- sch^Sten^ Schiffe in kärgster Irrst Wucher kampfbereit lxngestellt
Lnsen^wie freudige Herausforderung ^ ^ >^ber' ^ ^mpel wehen, die Gesthütze sind ge heran zum Kamps!
baden Herr^ erlebt. Mich in dem zweiten Kriegsjahr.
bärteste, schwere und schloerste Kmn^sMt. Wir find tm Osten noch nicht am Zieil. Der russische Bar fuhrt aus fmuem unerfchvpftichen Menschenresorvoir immer ^ A chsen gegen mrS heran und treibt sie rücksichtslös ins twr- «ÄorSarborenart, würde,: wir sagen, wenn I XT £“§? brr uns horte gar zu vornehmen Klang erhalten ! Framk^tch, Japan, Amerika ist es gegffirft
^ ^schütze «» Munition in Menge an die w tzbossw, brw.gefdwtte Offiziere und Ingenieure Fügung SU stellen. Bor der lieber, macht haben mi^ro B-rwdesgewossM, und in der Folge auch deut ^Loer^^e m der Bukowimr und Qxümai langsani zurück- ^ ouch gewiß, daß dem jetzt ein cnt- V^dEs Halt geboten stt dmnmh. es steht schwv im Osten! Und wenn wrr gelassen aitf bre Mrckirvhten aus dem Südostcn über die Kmnpfe gegen den landgiermen Bundbveckzer Ruanänieri warten ^Mem steht uns Tag.für Tag still, werm wir mra seit eimM wieder und umner wieder im Tagesbericht von der der gewakttgen. der Dauersthlacht lesen S° rt ^Eve Tapferen emenr unerhörten Lluswand
anGesckMen und Munttion ^md FlüRengen mib ^nsmi^eriemassen stand: auf einer Landstrecke, «uf der Dö^er und Gehörte nur nock»
I ^ lXA * bydchen, Schützengräben und lbnterstände nur
gEdet ioerden, wo das Grauen und ü lb b r2 Tod^L die Tausende seiner Opfer aber schtver, sehr schwer im Westen. ^^End^chamr? Davvn bttmche ich ja n«hl »nchr viel zu sagen. Das erleben wrr za wirklich selber. In belagerter Festung ist nicht ^ bcmftn. Wir !Püren es. daß wir mit England kämpsm», dem Men Sckmtzherrn aller kleinen neuttalen Staaten, die um unsere
A?" ausdrücküch dazu berufen E>b«strmmt sind, als getreue Diener der Weltmactü auf der aber m kern Stück Brot, Butter, Käse. Hering, von Erz und Kupfer und allem andern zu schrveigen, zu uns J^ TeT L lvkr- Unsere tapferen Hausfrauen Archen Kampf AM das bischen Nahrung, das
IL wii E sollen. Wenn ettvas, so gehört
I dres Kleme in das große Bild hrnem: es schafft den rumkeln Un-
^ die wechselnden Zinsen des mächtigen „^b saffen wrr dami alles zusammen, so ist kern andres Urteil möglich, als: es ist harte schwere Zeit'
Und fttzt.Kriegsanleihe! Hatte, ich in helleren Farben zeichnen sollen, wenn ich ftlr fte werben will? Ich meine nicht. Ich habe
wollen, wie es wirllich sttht Aber gerade diese Wirklichkeit, meme ich auch, ruft uns am kräf- zu der Pflicht auf die der Tag uns stellt. Denn dann doch jüeTtn er alle Kvaft ausrufcni muß ^ x^lrm, sich zur Wehr zu setzen gegen alles, was ilm Und dann doch erscheint die deutsch Frau am herr-
ll?JSrLr!*I n • c ^ T ^!L5?- t auf^egt wird und sie trägt das Unerträgliche in unüberwindlicher Treue. So ruft auch diese
sesteigerter Entschlossenheit auf. Nun erst recht rufen wir Alle zur Stelle. Und ich denke. Alle finden sich ein —
einleit-enderi Worten, die mit butter Begeisterung
Äfa, Sm ® tn ® eWft waä>m ' ^ cnuT
Ms erster stellte Lehrer Va^ntm Müller die Frage, ob, ,wie viele, znmal auf dem Lande glauben, der Erfolg ! Krieg-sanleihe den Krieg verlängere statt ab-
kürze und ob bei erfolgreicher Kriegsanleihe eine Verlänge rung d-er Wehrpflicht zu befürchten sei.
D - Dr, Eck äußerte hierzu: Die Foh Mfo ZnJbL «te? 9 dcr KrregSanleihe werde den Krieg verkängern, Voraussetzung aus, daß dre Verlängerung des Krieges überhaupt in unserem Willen liege. Aller Verleumdung znm Trotz es b^ibe aber daber, daß das Deutsche Reich 43Jälyre lang den Weltftredeuerhalten habe. Und auch im Kriege habe Deulschland Mund seines Kanzlers seinen Friedenswille Q ^L hn ^Abn Gegnern dainit abgewiesen worden. r xe9 ^lwen müssen, um uns nicht einem sMoachlicheN
der Reichskeittmg die vorenthallen und fte zimngen, das nottv^idige schablichen V^n zu beschaffen wie unsere Feinde? Man hSSnJfiiJL ^^chslettung die Truppen drmißen im Felde hungern lassen soll, wert ihr die Mttel verweigert werden, die,
^eiude ^braucht? Ob die Truppen welplos dem,
Fnnde bloßgestellt werden sollen, weil die Mittel fehlen, den t^Dj^Auswwrd an Waffem Geschützen, (?sesckwssen zu b<t^ Milliarden seren notwendig um ixm rms anfgezwiingerren KrrV muß geführt werderi, bis wir von derr ^einderr deir ^eden erzwmgen. Eine Verlängerung der '^i überlwnpt ohne Zustimmung des Reichstages ^rch»usuhren Daß dessen ZustimMmg zu erlangen sei, dürfe man billig bezweifeln. Schonender wie irgend einer der Feinde gehe imsere Heeresleitung mit dem kostbarsten Gut deutschen Men-
ll Z U Sf ^^.^6^ge suche sie solange rme möglichvor dem Feuer der Fernde zu behiiiten. Daß das geschieht
I Hewers dafür, daß wir an wehrfähiger Rtann-
I schaft noch nirgends Mangel leiden. ^
Rentner Berg suchte sich darüber zu unterrichten was der Zeichner am besten wähle, Schatzaiiweisunaen
ftmft* hnfe n i C ' 1 ^ C rr Bankdirektvc H eichelheim gab die Aus- kunft daß es im allgemeinen wohl empfehlenswert sei, 5 Prozent deutle. Reichsanleihe zu wählen. Diese 5prozentige Schuld- verschreibung eigne sich besonders für jeden, der ent- nW lC fh"* Barmittel Kegen habe jeder, der Guthaben laufen, x-^rhrn Einnahmen zu erwarten habe, die er nicht sü? tauche: < Dagegen werde jemand, der nach Schluß des Geldes unbedingt benötige, vorziehcn, 4'/^- prozentrge Reichsschatzanweisungen anzulegcn: Niemand dürfe aber fan £ da ich später, nach dem Kriege, mein
Kapr^ll znm Geschäftsbetrieb brauche. Jeder, der irgendivie Geld zur Verchgung oder zu nnem späteren Termin zu erwarten habe
^ bs durch bebeiisverftchrrmig oder gekündigte.Kapitalien, ZttcS-
ber Kriegsanleihe betefligem ® ^dtsttllte vor, es feien ihm vielfach Bedenken °r b 'rf te Krleg^mleihe im Verhältnis zu anderen Krche Sicherheit biete, u»id ob man die Mög- L ld ! nt r 6 / _J ld J c 1U1C ^ ttrredensschlutz mittels des Papieres Geld zu beschaffen. Im Anschluß daran ersuchte er um über^di^Y^e Auskunft icher S chuld bucheint rag u ng und ^o^x^bdcutung der Darlehnskassen.
sff;rat Gftti fvr f Ih® ^^gsabgeordneter Ju-
ilizral ».u r u il e w a l ^Stellung und führte aus:
der Kriegsonleihe und die wei- der Realisierbarkeit des Papiers habe er 4 Kriegsanleihe seine UeberzmMng die deittsckwn ^Kriegsanleihen sich als das papier darstellen, das sür den Gcldmileger vertie^ u^m b^^sik-Ueberzeugimg hat sich verstärkt und m u ? n > ie fat der Emission der vierten Krieasanli'ilK ? r f ^ ci 5j von Interessenten auf Anfragen ausgesprochen, der ^üZfrS 19 ^^ % l|CTl Ratserteilung vollkommen bewußt. ßv/Ir x o! ^ Hinweisen, daß gerade der
^Äicktsv^ll^^? Anlell^en beweise, daß alle sachümdigen iwb uM Ü r CR Personen und Institute die Kriegsanleihe ftir eine
ÄÄ'?' SiSrkil' v Ct Ü 'L 91 ^ rinci Wertpapiers
^x 0ie^m>erheit, die der Reichsanleche untergeben sei ^cdes
Wertpap« genieße die Süinrheit nu r 7i:17s T e'ilks
des Nattonal^rmSgeiis, eines Teiles, der gerade ihm Verpfänder 9 - e Anleihe das Reich nnd alle Brmk^taaten . in erster Lrnre Mit dem Eigentum, das in Grund und Boden, ^^esnbahiren, Staatsgebäuden, Forsten gewerblichen Ski- lageii besteht, in zweiter Linie aber se?^ Reich in der Lage d^s
LLDPSS« L
^Ms°vi-l ^schöpfen? als° 2M3Ä,
L $ssaffjiär^ssärSt üä
brne rali s che Verpflichtung haiidcle es sich; eilte recht- biuzelnen Zeichner einen besrimmtm L)MSsutz und die Rückzahlung zum Pariwerte zuqesichert babe »nid i^>em es sein Wert verps^det habe daßTs hp/ÜSLü 01 ^ Vorschriften des Zeickiiiungsschernes seinen Ver- pflrch ttmgen entsprecheii werde. Er vermöge die Bedeutung dieser
b r^ auszudrückm. als cs Selsferich Mit oen ^Lorten getaii habe: „Sein Wort und seiu
ö^lm^derÄiche k sekbst mit seiner Tüchtigkeit und ^roeirsrratt, der deutsche Boden Mit fernem ganzen Reichtum ist W« Anlechen gut. Jede Regierung nZgedes Mrlammt ^Eehmste Slusgabe erachten, den Gläubigern ihr ZaW^sver^re^n zu halten und die Anleihe zu vollem Ziuschß N zahlen. Ev Tonne gar kerne R^e davon sein daß rur oblüa^! ^en, die nach dem Kriege dem Reiche
ÄV?' P lt ^ft*** 1 .^5 Kriegsanleihen besonders herangezogen würden, denn dies würde einmal einen Bruch bedeuten hn- redrthäfn Verpflichtung, in welche das Reich einqetretcn ist und
Maße unmoralisch fdnmrä bSm'burd, ??? Reich otejemgert, die ihm m schwerer Zeit geholfen haben n%nntln würden, als die anderen Bürger, die zur Seite
gestanden haben, ohne sich cm der Aufbringung der für den Krieg notwendigen Mittel zu beteiligest. -» Damit würde ffch das
©eopn^r^vn^fabelt unb seinen Kredit untergraben. — Das Geaeuteil werde das Reich tun, es werde und atar?
^^uergesetzgebung, die Eigeittümer der Kriegsau- leihen bevorzugen. Das sei keine Vermutung, sondern es sei bereits mit dieser Maßnahme der Anfang gemacht, irrdeni bei ärhlwh?-? Kriegssteuer die Kriegsanleihen zum Pariwerte, die ^ zu einem Betrage von 9.67a, also \U 2 mehr
ate der Emissionskurs beträgt, angenommm Werder:. Es sind Er- wasungen bereits angestellt ob dieses' Privileg nickst auch auf an- Rttchssteuern ausgedehnt werden soll, wobei es sich selbst- verständlich um so^>e Steuern handeln wird, die zum Zwecke ^ec^Kriegslasten eingesührt werden. Diese Steuer betrifft nicht nur die Personen, die einen Kriegsgewinn im eigent- l^Sinne erzielt haben, sie trifft alle die. deren VeLgen in dem Zeitraum vom 1. Januar 1914 bis 31. Dezember 1916 einen gewissen Vermögenszuwachs erfahren hat und nicht nur dies auch toirb befteuert, dessen am 31. Dezember 1916 festgesielltes Verinogen 90% des am 1. Jamrar 1914 ermittelten Vermöaens des die 90°/o Wersteigeiiden Betrages bi/ zu 100o/o budet die Steuer. Die Kriegssteuer und ibre QnhOn™
s bCr ^PJ oliat ^ tt5e ^ c Kreise von Interesse Wenn dre Sicherheit der Kriegsarrleihe nicht absolut ausreichend wäre, so wurden die Rclchsre^ierung und die bundesstaatlichen ^arermigen rrrcht rn der Lage sein, die Kriegsanleihen als mündelsichere Pupiere zu erllären, eine Bezeichnung, die erst vor
bes PteußischL
Mm,?£ÄÄtÄ St LgV
Redner rnittocrtct futoert er den Gedanken Ivemoeise, dgß ^r K^ieg sckleckü crusgchen könne so wolle er sich doch mit der Jrage befasst une etwa die Verhältnisse ,sich gestalten, wenn dos Deutsilw Reich i, diesem Kriege unterliegen chllte. Wenn das Deutsche Reich iu diesem Kriege unterlagt dann smd auch die Jndustriepapiere nichts w«t dann sind auchdie Hypotheken nichts mehr wert, - so tmmigwte d/e,^t°ZV/°nder der Spar-kassen von Verdun oder Arras
einen Wert haben - dann ist aber a n ch d a s b a r e G e l d n,Ms mehr wkwt, und dies mag denen insbesondere gesagt sein, nament- lich den Landlenten die da meinen, daß sie besser das bare Geld be: sich verwahren, als daß sie es in irgend einer Weise zri^ttagend anlegen. Daß es aber soweit Kommen sollte, daß wir mcht nur dre besetzten feindlichen Gebiete in Frankreich, RuUand delgren rcmmen mußten daß die Grenzen des Deutschen Reiches ^ b M $ nni> en überschritten werden sollten, das I-alte er für ausgeschlossen, das,glaubt kein Deutscher, das glauben Tn Sf^ tc l l . ^bele die Angstmeier nicht, 'das zu glauben ^st eme Beleidigung unser Volksgenossen, die die Wacht ™ w ^S'omme — Nicht am Rhein — halten, die den Eisenwall rn Rußland bilden. Bevor solches geschähe, da würde allerdings noch ern a terer Mid noch ein jüngerer Landsturm, als er jeM im Selbe steht, aufstehen und das «chlvert ziehen. Mag kommen was will, das Reich muß uns doch bleiben'
Die zweite Frage, die er zr: beantworten Iiabe, sei diejenige nach der Realisierbarkeit der Anleihen Je sicherer erne Geldanlage sei und je höhere Rente sie trage, desto günstiger ist sre zu beurteilen, desto leichter ist sie zu realisieren Und somit ist dre Frage nack^der Realisierbarkeit sckwn ^antwortet mit den», was er über die Sicherheit des Papiers geäußert habe Wahrend dev Krieges und nach demselben iverde der Besitzer der Kriegsanleihe lederznt m der Lage sein, sein Papier zu Geld zu


