** ^ ef«jrammmcd)i el Bagd ad-Wo^ssgarteu. Nackgtchender Telegrammwechsel wird den bockherzigen Svenbern, deren Opserfreudigll'it die Zusendung der hessischen Schwestern und Einrillung des R oten Kreuz-Lazaretts in Bog d a d ermöglichte,-die (Genugtuung geben, daß durch ihre Hilfe der Menschlichkeit ivertvolle Dienste geleistcr werden kcmnten.
Telegramm aus Bagdad vom 12. Juli 1916:
.Ihrer Königs. Hoheit der Iran Grvßherzogin von .Hessen.
M' labe heute das in Bagdad eingerichtete Lazarett des
l>il »l .1 besichtigt lind freue mich von ganzem Herzen über die werktätige Hilfe, die dadurch den Verwundeten meister unrer schwierigen Verhältnissen käinpsenden Armee geleistet ivrrd. Ick danke von Herzen m meinem und im Rainen meiner Armee für die Entsendung der hessischen Schwestern und die tätige Anteilnahme. die Eure Königliche Hoheit dem verbündeten osmanr- schen Reiche dadurch erwiesen l>aben.
'Armeeführer Halil Pascka."
Hierauf ging nachstehendes Antworttelegramm ab:
„W olfsgarten, 12. Juli 19-16.
An Armeesührer Halil Pascha Exzelleiiz, Bagdad.
Herzlich dankbar, daß die Opferwilligkeit hochherziger Spender io segensreick-c Früchte getragen und der Erfolg Ihre Anerkennung gefunden hat, bitte ich Gott, den tapferen hessischen Schwestern auch fernerhin beizustehen.
Eleonore, Großherzogin von Hessen."
** 21 m 11 i d) c Personal nach richten. Der Groß Herzog hat am 12. Juli den Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Mainz Professor Dr. Jakob Hellwig zum Direktor der Höheren Mädchenschule zu Offenbach a. M. mit Wirkung vom 11. Angu k 1916 ernannt.
Auszeichnung. Da« Eiserne Kreuz erster Klasse wurde verliehen dem Leutnant und Kompagnieführer Karl Stein im Jnf.-Rgt. 118, Sohn des verstorbenen Architekten Stein.
** ZUckermarken unb ©eifenmatfett. Die Zuckermarken^ftrr die Zeit vom 16. Fu.lt bis 30. September 1916 werden Samstag, den 15. Juli, gleichzeitig mit den Seifeurmrrkeu in den Brotnlarkenb^iwken entsprechend den geltenden Bestimmungen ansgegeben. Feinseife und Wasch-' seife darf nur gegen entsprechende Seifemnarken der Stadt Gießen abgegeben werden. Ein Eintrag aus der Brotmarken- auswetstarte hat nicht mehr zu erfolgen.
** Törichte Gerüchte. Wie leicht viele in dieser ernsten Zeit immer noch auf dumme Gerüchte hereinfallen, bewies die merkwürdige Erscheinung, daß in den letzten Tagen an manchen Kassen eine auffällige Mehrabhebung von Bargeld stattfand, in der Befürchtung, bei der nächsten Auslage der neuen Reichsanleche lvürden alle Sparer zur Zeichnung gezwungen werden. Es braucht wohl weiter gar nicht versichert zu werden, daß solche Gerüchte jeder tatsächlichen Grundlage entbehren, daß sre allenfalls von feindlichen Agenten erfunden sind, um durch Entziehung des Bargeldes aus dem Verkehr unseren Reichskredit zu schädigen und daß von den Kassen sofort eine entsprechende Aufklärung des Publikums erfolgte.
** Zur Verwertung Her O b st er n t e. Cs kann nicht damit gerechnet werden, daß die Zuckerm enge, die für Herstellung von Marmelade, Gelee, Mus, Obst- und Beerensaft erforderlich ist, zur Verfügung gestellt wird. Zur Süßung dieser Erzeugnisse kann wenigstens teilweise Saccharin verwendet werden. das ungefähr 450mal süßer ist als Zucker und soas nrunmechr für den Verkehr in größerem Umfang freigegeben wird. Die erforderliche Menge hat ledoch keine konservierende Wirkung. Um die Erzeugnisse haltbar zu machen, wird beuzoe'saure-s Natron in der ungefähren Menge von 1 Gramm auf 1 Kilo Masse zugefetzt. Das Mttel wird jetzt auch in der Form von Tabletten in Packungen von je IO Stück in den Handel gebracht, z. B von der Firma'E. Merck in Darmstadt. Für je 1 Kilo Erzeugnis ist eine Tablette zu venoenden. Die erforderliche Zähl von Tabletten wird in Wasser aufgelöst Uiid unter die noch warme Mcrsfe verrührt. Durch die Tablettenform wird der Gebrauch des Mittels in den Haushaltungen wesentlich erleichtert.
** Handel m it Lebens - und Futtermitteln und Bekämpfung des Ketten-handels. Wer im Bezirk der Stadt Gießen Handel mit Lebens^- und Futtermitteln oder mit Erzeugnissen, aus denen Lebens- oder Futtermittel hergestellt werden, treibt oder treiben will, bedarf hierzu vom 1. August 1916 ob der behördlichen Erlaubnis. Anträge <nu Erteilung dieser Erlaubnis sind alsbald an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen m richten. Eine Erlaubnis ist nicht erforderlich für den Verkauf selbstgewonnene r Erzeugnisse der Land- und Forstwcrtschost, des Garten- und Obstbaues, der- Geflügel- und BienenzuclU, der Jagd und Fischerei, fstalneres stehe Bekanntmachung.
** Die Ausza'htnng der Kamiliennnter stütz nn- gen an die Angehörigen der- zum Heeresdienst Ebckernfencn für '16. brs Ende Juli 1916 stndet statt: An diejenigen, deren Namen beginnen mit A—H Samstag, beit 15. Juli, J—R Montag, den 17. Juli, 8—Z Dienstag, den 18. Juli Zahlstelle: Äadthans. Zimmer Nr. 7. Zahlstnnden von 8—1 Uhr vormittags Dü Unterstützungen dürfen nur an den «ar-genannten Tagen abgeholt werden.
** Hagen beck. Größte Raubtierdresfurschau der Erde. Es ist zweifellos eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, die sich für kurze Zeit hier ein gefunden hat, in einer Ziert, wo der .Krieg an i sdq Tür klopft. Aber auch solche Unternehmungen wollen — leben, ihre vielen Angehörigen käinpstrr um das täcchche Brot so gut wie alle anderen, Mid irgendwo müssen sü doch Obdach und Existenz finden. Wie viele kleine Unternehmungen ähnlicher Art sind schon unter gegangen, sie mußten das Kostbarste, das sic besaßen, ihre schonen Tiere opfern, um aus dem kärglichen Erlös der Felle sich vor der größten Not zu schützen. So steht es aber um Hagenbecks Tierschau noch lange nicht. Ter Name Hageubeck hat schon etwas Anheimelndes an sich, denn er verguickt nicht allein nur großzügige Unlernehniungskraft, sondern auch weltumfpmrnende Tat- Eraft, und das ist es, was seinein Namen .Klang verschafft. Wir sehen Vertreter von Ticrgattungen, ebenso der ewig vereisten arktischen Zone des Nvrdpvles, wie solche der Tropen, im Bereiche des Atlantischen wie Stillen Ozeans. Es find prächtige Tiere der verschiedensten Art: Tiger, Löwen, Eisbären, branne Bären, Elefanten, Kamele, Schimpansen und sonst noch mehr. Alle aber werden irci in der großen Manege aorgefüjtzrt irnd entfalten sich ie nach Art als gehorsame Schüler ihrer unerschrockenen ..Bändiger" Ein wirklich buntes Kunterbunt ist es, das sich hier abspielt und berechtigte Bewunderung hervorrnft Neben den spannenden Dressurnunlmern des reichhaltigen Programms enthält das Programm auch noch eine ganze Reihe ansprechender sonstiger Darbietungen der Zirkuskunft. Ein Besuch wird außerordentlich lohnend sein.
** Z u r Fruchternte. Wenn noch vielfach der- alten «Bauernregel nachgegangen wird, die da sagt, daß der Roggen vor Jakobi und Anna (25. und 26. Juli) geschnitten werden müsse, so ist diese Zeit nicht immer zutteffend, da von der eingettetenerr Blüte Periode auch das Wachsen und Anreisen der Körner abhängt Die 'Körnerbildung vollzieht sich, indem nach einem 11 tägigen Blühen ein 11 tägiges Wachsen und ein 11 tägiges Anreisen folgt, worauf rm allgemeinen das Getreide schnittiahig wird. Aber auch diese 'Zeitangabe hat einen sehr dehnbarerr Begriff, indenr je nach der Witterung, die zur Zeit der Körnerbildung herrscht, eine Verzögern^» oder Beschleunigung der Reife vor sich gebt. Ein längere Zeit anhaltender Regen verzögert die Wackfstnmstätigkeit, während eine anhaltende Hitze eine Besclüeumgnng der Körnerbildung und Reife Mch fick- zieht Infolge der fortgesetzten Regen fälle dürfte sich die dieslährige Fruchtreife um eine volle Woche verzögern, der Sckmitt der Gerste ivcrd aber dem Roggen unmittelbar folgen
** Die Landesverteilungsstetle für Futter- m c t t e l i n D a r m st a d t gibt bekannt, daß s ch iv e d i, ch e T o r ff st reu, die sich deßanbers gut für Gärtnereien und zum Isolieren.
eignet, zum Preis von ungefähr 6 Mark die 100 Kilogramm ab Hamburg Hasen zuzüglich 3 Prozent Deckennnete usw. erhältlich sec. Bestellungen sind an ihre Geschäftsstelle: Zentralgenossen )cha ft ber he s s. ha ndw. Kon farm vereine Tarmstadt alsbald einzureichen.
Landkreis Gießen.
Z. Geilshausen, 13. Juli. Wieder hal der Krieg ein Opfer in unserer Gemeinde gefordert. Landsturmmann Heinrich Seipv, Sohn des Sparkassenrechners Peter Seipv, starb im Festungslazarett Antwerpen an schwerer Blutvergiftung und Lungenentzündung. Die Lerche wird nach Ueberführung hierher in Geilshausen beigesetzl. — Gefreiter Heinrich Fabel bei einem Infanterie- Regiment im Osten erhielt das Eiserne Kreuz. - Musketier Wilh. Erb, Sohn des Pcler Erb VI., wurde in den letzten Kämpfen im Westen an der Hand verwundet.
Kreis Büdingen.
— Büdingen, 13. Juli. Mit Wirkung vom 15. Juli ab setzte der Kreisausschuß den Preis für das Vierpfund-Roggen- b r o t von 68 auf 66 und den für das Zweipfundbrot von 31 auf 33 Pfg. herab. Der Doppelzentner Weizenschrot wurde im Preise von 38 auf 36 Mk. ermäßigt.
ba. Büdingen, 13. Juli. Mit der Hessischen Tapferkcits- medaille wurde ausgezeichnet Kriegsfreiwilliger Wilh. R u l l m a n n, Gefreiter im Fuß-Art.°Rgt. Nr. 18.
ba. Nohrbach. 13. Juli. Musketier Ludwig Stern hat zum Eisernen Kreuz auch die Hessische Tavferkeitsmedaille erhalten.
z. Ortenberg, 13. Juli. Rechtsanwalt Holtzapfel von hier, bisher Unteroffizier bei einer fckyveren Mörserbatterie im Westen, wurde zum Bizefeldwebel und Ofstziersaspirantem befördert. — Der hiesige Zweigverein -vom Roten K r e u z veranstaltete zum Besten des Roten .Kreuzes in den ihm angeschlossenen 12 Gemeinden eine Sammlung von A l t v a v i er , die eine Menge von 2513 Kilogramm einbrachte, wofür von der Papierfabrik I. P. Mittler in Wetter bei Marburg 226,17 Mk. gelöstt werden konnten. — Gestern fand im Hotel zur „Post" hier eine Sitzung der Vertrauensmänner der dem Zweigverein -Ortenberg vom Roten Kreuz an geschlossenen 12 Genreinden statt, die vor allen Dingen die Durchführung der Sammlung Z-er Volksspende für unsere deutschen .Kriegsgefangenen beriet. Tie Sammlung soll am Sonntag, den 23. ds. Mts. in Form einer Hauskollekte in allen Gemeinden durchgesührt werden, daneben soll der Verkauf von Postkarten und Mzeichen stattfinden, die Gemeinden sollen, wo dies möglich, in einem der Sammlung vorausgehenden Gottesdienst aus den hohen Zweck der Sammlung aufmerksam gemacht werden, wozu sich die anwesenden Geistlichen bereit erklärten, wie auch die anwesenden Lehrer die Belehrung her Schüler Übernamen. — Im Anschluß an die Einmachstelle soll ferner eine Sam mel stelle von Altmaterialien, insbesondere! von Obstkernen eingerichtet werden.
Kreis Alsfeld.
oz. Altenburg, 11. Juli. Dem ieil Kriegsbeginn bei der 5. Kompagnie Jnfanlerie-Regimenl Kaiser Wilhelm II. Nr. 116 im Felde stehenden Unteroffizier Georg Krauß aus Altenbnrg (Inhaber der Hessischen Tapserkeitsinedaille) wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
Kreis Lmtterbach.
la. Hem m e n , 14. Juli. Fürs Vaterland gefallen sind bis^ her: Heinrich L a ch m a n n . 22. Ang. 1914 ; Hrch. Steinacker, 30. Sept. 1914; Gg. Schäfer, 20. Okt. 1914 ; Hrch. H o h m e t e r, 24. Mai 1915.
Kreis Schotten.
fJ Laubach, 13. Juli. Zum Beginn der Sommerferien sind heute 20Kuaben aus Gießen unter Aufsicht von Lehrer Schmidt zum Erholungsaufenthalt im „Solmser Hof" eingetroffen. In 14 Tagen werden diese von 20 Mädchen abgelöst. Ter Zuzug von Sommergästen aus Frankfurt, Offenbach usw. ist in diesem Sommer wieder bedeutend, so das; die Galthäuser und Pensionen gut besetzt sind Infolgedessen sind aber auch Nahrungsmittel wie Eier, Milch iuti> Butter sehr knapp geworden. — Die Heuernte, die ihrem Eirde entgogengeht, hat in unserer Gemarkung bei bedeutend ausgedehnten Wiefenflächcn, die bis in den Ober mal d üch erstrecken, groß" Ertrag? gebracht. Aber die Arbeit ist bei der unbeständigen Witterung de» Landwirten besonders schwer geworden. Seit Montag sind Landsturmleute zur Hilfe eingetrosien. — Reiche Erträge werden auch dieses Jahr in Gärten und Wäldern an Beeren eingebracht. — Da ist das dlubleiven des nötigen Zucker- bedarfs zu rechteni Uebelstand geworden. Tie Beeren sind vollständig ausgereist, ttotz aller Klagen der Bevölkeriing ist aus dringende Anfrage von Bürgermeister Ritter bei der Verwaltung in Schotten die Freigabe der nötigen Zucker menge nicht erfolgt. Wenn eine Lieferung nicht bald erfolgt, gehen die Beeren infolge des feuchten Wetters verdorben.
Kreis Friedbcrg.
oa. F r i e d b e r g, 13. Juli. Dem Oberjäger und Offiziers Aspiranten Hugo G a m b a ch , Sohn des Hausverwalters Otto Gambach von hier, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
nt. Friedberg, 14. Juli. Am letzten Freitag wurden für emgeliewrte G o l d s a ch e n 1254,65 Mark gezahlt. Davon ent- stelen auf Friedberg 682,30 Mark, Bad-Nauheim 194 Mark und Büdingen 378,35 Mark. Die Gesamtsumme beträgt bis jetzt 10 995,62 Mark.
dz. K i r ch - G ö n s, 14. Juli. Dem Unterofstzier Karl Wenzel von hier, im Jni.-Regt. Nr. 168, der feit Anfang des Krieges an der Front steht, wurde das Eif-erne Kreuz ver- liehen^ Die Tavferkeitsdenkmünze erhielt er berens im September 1945.
Starkcndurg und Rheinhessen.
mh. Dtainz, 14. Juli. Ein hiesiges Geschäft hatte eine Sendung Butter zu empfangen. Beim Oefsnen der Verpackung fehlte ein Teil der Butter und der Gewichtsmangel war durch einen Stein ersetzt.
Wz. Woruts, 14.Juli. Die Tomatenernte verspricht in diesem Jahre einen sehr guten Ettrag. Die Stöcke zeigen einen, reichen Behang. Dabei sind die!Frückte von erstaunlicher Größe und von durchaus gesundem AuHehen. Die Reise wird allerdings durch die trafst, kühle Witterung sehr verzögert. Für die Tomatenselder wäre, wie für alle Kulttrven in Garten und Feld, der- Eintritt einer- anhaltenden sonnigen Wttternng dringend erwünscht' Für die in Treibhäusern gezogenen Tomaten, die jetzt schon ans den '.Warft gebracht werden, stellt sich der Preis auf 40—50 Pfg. das Pfund.
= Ams dem Odenwald, 14. Juli. Im Walde von Lütze-I-Wiebelsbach wurden zahlreiche Frauen und Kinder beim .Heibelöeerpstücken von einem Gewitter überrascht und sülchten nnter Baunren Schtzutz Ein Blitzstrahl traf den Baum, nnter dein die^ Witwe Herrschaft mit ihren drei Kindern stand. Die älteste Tochter wurde auf der Stelle erschlagen, ein zweites Mädchen erlitt am Rücken schwere Brandwunden, das dritte tarn mit leichteren Verletzungen davon. Frau .Herrschaft selbst lvurhe nur betäubt und erhotte sich nach kurzer Zeit wieder.
Kreis Wetzlar.
ck. G r o ß - R e ch t e n b a ch, 13. Juli. Ein bedauerlccher U n g l ü ck s f a l l ereignete sich hier vorgestern nachmittag. Der Landwirt Wilhelm S e i p p siel von einem mit Heu beladenen Wagen und st a r b auf der Stelle. Verrnutlich ist der Tod durch einen bet dem Fall zugezogenen Schädelbruch eingetreten.
cl. Aus der B ü r g e r m e i st e r e i R e ch t e n b a ch, 13. Juli. Die in der Bürger,neisterei veranstaltete Sammlung für die deutschen Kriegs- und Zivilgestmgenen im Auslande ergab den Betrag von 1016,75 Mk. — Der' Bürgermeisterei sind für diese Woche vom Kreiskonnnunalverband 1 Stück Großvieh, 5 Schweine und 2 Kälber überwiesen.
Wa. Dutenhofen. 11. Juli Mit der Hessischen Tapfer- kettsmedailte wurde ausgezeichnet Umerrdzier Ludwig Weigel, 'Fuß-Art.-Ball. 9er 50.
Wa. Hör ndheim , 14. Juli Vyestldioeixn (Lehreri Heinrich Bepl er , Inf.-Regt. Nr. 116, wurde zum Leutnant ernamtt.
Hessen-Nassau.
ha. Biedenkopf, 14. Juli. Vizefeldwebel Hermann Kohrina im Res.-Jäger-Bat. Nr. 11 wurde zum Leutnant der Res. befördert. — Der Oberheizer Fritz Wag n w (Ludwlgshütte)
auf S. M. S. »Westfalen" und der KrtegsfreuvilUg^. Otto Ruppert im 136. Jnf.-Negt. wurden mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Wa. Ed i n g e n. 11. Juli Unteroffizier Karl T a n re l, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 81 und Grenadier Heinrich Conrab, 4. Gardc-Rcgt zu Fuß, erhielten das Eiserne Kreuz zweiter Klane
hl. Kirchhain, 14. Jul» Tie starken Regenfälle der letzten Tage stabe» zu einem weiteren Steigen des Hochwassers geführt. Viele Wiesen sind überschwemmt, wodurch viel Heu verdirbt. Die Feldarbeiten sind durch die Witterung sehr erschwert.
F. C. Kirchhain, 14. Juli. Auf dem letzten Fohlen- markt herrschte bei gutem Angebot lebhafte Nachfrage. Man notiette beste zweijährige Stutfohlen 2000 bis 2600 Mk. Für die zum Verkauf gestellten Fohle» wurden 71000 All. erlöst.
ke. Frank ende rg, 14. Juli. En, Aiutterschwein, dem hiesigen Metzger Schneider gehörig, warf achtzehn lebendige Junge. Wahrlich ein sehr braves Tier, das in der fleischlosen Zeit dieses Einsehen Hai.
ke. Treysa, 13. Juli. Ter Preis für das Pfund Kalbfleisch ist von den hiesigen Metzgern von 1,80 Mk. auf 1,60 Mk. herabgesetzt worden.
— Frankfurt a. M., 13. Juli. Die Straße n s a m m • lung zugunsten der Vvlksspende für die deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen am 1. und 2. Juli ergab 72 525,81 Mk., eine Summe, die durch etwa 3000 Sammler aufgebracht wurde.
X Hanau, 13. Jul,. In der heutigen tlichtöifentlrchcn Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist Ad- mttal S ch c e r z u m E h r c n b ü r g e r der Stadt Hanau ernannt worden. Als sein Vater im Jahre 1867 von Obcrnkirchen ^Kreis Schoumburg) nach Hanau versetzt tvurde, tvar der junge Sck?eer 4 Jahre alt. Er hat also Jugend und Schulbildungszeit in Hanau verlebt, da sein Vater seinen neuen Wirkungskreis in Hanau als Oberlehrer an der Oberrealfchätle nicht mehr verlassen hat. Ter jetzige Admiral hat sich auch stets 'als Hanauer -gefühlt, und betrachtet.
verniischter.
= Afchaffenburg, 13. Juli. Zur Erinnerung an die Gefechte von Afchaffenburg und Laufach am 13. und 14. Jul, 1866 fanden heute an den einzelnen Stätten stille ernste Gedenkfeiern statt. Unter Fülzrung von Hauptmann a. T. W a l d c d c u - Darm- städt begaben sich die Vertteter der Kriegerkameradschaft „Hafsia" in Begleitung von Bürgermeister Matt (Afchaffenburg) und dem Bezirksobmann Rung iWürzburg) des bayerischen Krieger- und Veteranenbundes nach dem hiesigen Friedhol, wo auf den Soldatengräbern und am Oesterreicher-Denkmal Kränze niedergelegt wurden. Sodann fuhren die Herren, denen sich zablreickie Veteranen vonj 1866 angeschilossen hatten, nach Lau fach. Hier wurden ebenfalls an den zahlreichen Gräbern hessischer Soldaten Kränze in den hessischen Landesfarben nieder gelegt- An der Ehrung er Gefallenen beteiligten sich neben Vertretern der baperischen Regierung auch Angehörige der hiesigen Garnison, die anwesenden Veteranen inrd die Bewohner der benachbarten Orte Laulach, Frohnhofen, Hein ustv.
An^VLVsitätK-Ncrcbvschten.
hl. Marburg, 14. Juli. Ter ordentl. Professor an der Universität Prag Tr. v. P r e m e r st e i n ist als Nachfolger von Professor Dr. Otto zum ordentl. Professor an der hiesigen philosophischen Fakultät ernannt worden.
Hk. Frankfurt a. M., 14. Juli. Für das Fach der Pharma- Vologie habilitierte sich in Frankfurt a. M. Dr. »,ed et phil. Orw Riesser, bisher Privatdozent an der Universität Königsberg i. Pr. Dr. Messer, ein geborener Frankchrter, promovierte in'Heidelberg znni Tr. phil. 'rat., wurde 1908 Assistent am Institut für medizinische Chemie und experimentelle Pharmakologie in Königsberg, erwarb ebenda im Mai 1911 den medizinischen Doktorgrad und lfabilitterte sich zwei Jahre später in der dorttgen »ledizi nischen Jxikultät für d^s Fach der inedizinischen Chemie. Im Jahre 1915 kam Dr. Riesser cm das Frankfurter vharma- 8ologische Institut, seine ^Arbeiten liegen auf dem Gebiete der physiologischen Chemie.
rrUkehliche Nachrichten.
Israelrttsche Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 15. Juli 1916:
Vorabend: 8.30 Uhr. — Morgens: 8.30 Uhr.
— Abends: 9.50 und 10.25 Uhr.
Israelitische Neligionsgesellschaft.
Sabbatseier am 1». Juli 19 16 . Freitag abend 8.30 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr.
— Nachm. 4.00 Uhr. — -Labbatausgang 10.25 Uhr. — Wochen- gottesdienst morgens 6.30, abends 8.30 Uhr. — Dienstag: morgens 7.00, abends 9.00 Uhr.
Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 15. Juli 1916 .
Wechselnd bewölkt, zeitweise Regenschauer, kühl.
Letzte Uachrrchtem
Eine Denkschrift BatockiS.
Königsberg i. Pr., 14. Juli. Oberpräsident von Batockl veröffentlicht soeben eine Denkschrift über die Besettigrmg der Kriegs schaben Ostpreußens Die unifangreicke Ärbett bringt auf der Titelseite Dankesworte des Kaisers cm die Ostpreußen vom 27. Jüni 1916.
Die Verhandlungen der Entente mit Rumänien.
Bukarest, 14 Juli. Ueber die schritte, die die Mächte des Bier Verbandes bei Beginn der allgemeineil Offensive bet der rumänischen Regierung urtternonnnen haben, .erfahre ich. so schreibt ein Mitarbeiter des „B. T.". folgende zimer-lässige Einzelheiten: Unter Vorlage gewisser Erläuterungen ihrer Generalstäbe setzten die Gesandten des Vierverbandes den Mmsterpräsidenten Bra- tiann in Kenntnis, daß die Gesamtoffenffve gegen die Mittelmächte begonnen habe. Sie erinnerten Herrn Brcttimm an seine eigenen Erklärungen, daß er ffn gegebenen Augenblick die nationalen Bestrebungen Rumäniens an der Seite des Vierverbandes vor- wirklichen wolle und forderte den ÄUiristerpräsidenten aus, seine Entschließungen zu treffen, da nach ihrer Meinung der geeignete Augenblick nunmehr gekommen sei, falls Rumänien den Zeitpunkt zur Verwirklichlung seiner Bestrebungen nicht überhaupt versäumen wolle. Temge>genü1>er erklärte der Ministerpräsident, ohne dir Einladung des Vierverbandes grundsätzlich zurmckzwveiscn, daß es müwendig erscheine, zunächst noch gewisse Ergebnisse der begonnenen Offensive äb- zuwarten. Im übrigen aber nrüsse Rumänien vor seinem Eintritt in den Krieg mi der Seite F-rankreichs, Englands und Rußlands ans die in dlmerika bestellten und von Rußland noch nicht ins Laub gebrachten Artillerie- und MunitionSmengen aufmerksam inachen. Die Unterhandlungen über diese Frage bewegten sich zunächst eine Zeitlang ständig un Kreise. Bratiam, erklärte: Wir inarichieren erst dann, wenn wir die Mwntion haben, und die Gesandten stellen sich auf den Standpunkt, wir liefern die Mjunitton erst dann, lvenn die Rumänier marschieren. Schließlich zeigten sich die Gesandten bereit, Rmnänien im Verlause der nächsten 40 Tage wenigstens einen Test der in Rußland lagernden Munition zu liefern. Im übrigen sollen die Unterhandlmige» über den Eintritt ^Üumäniens in den Krieg ihren Fortgang nehmen.
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Sechs Arbeiter ertrunken.
X Hcrn a u, 14. Juli. «Drahtuachr. ! In der- Frühe des gestrigen Tages hat 'ick aus dem Main bei .Kesselstabt Hanau ein schweres Bootsmiglück z»getragen. Etwa 20 Arbeiter wollten in einem größeren Boot ^von der preußischen auf die hessische Seite übersetzen, um an die Schleusenbaustelle z» gelangen, wo sie beschäftigt sind. Während das Boot etlva in der Mitte des Sttonres angelang: war, blieb der Schlagbaum in der Mainketie hängen Sämtliche Arbaum- sprangen aus dc-m führerlose.» Kahn ins Wiasser. Während der größere Teil schwimmend das Land erreichte, find lechs von Urnen ertrunken. Die Leichen irnd noch rnffa.


