einige Gefangene. In der E ha m xs a g n e glückten nteijrere ftrewfr gegen deutsche Sck)ützengräben zwischen Maison de Cham- -agne und Cnlvaive. nördlich Ville-fur-Tsurbe. Am linken Maasufer scheiterten zwei deutsche Angriffe gegen französische Gräben bei dem Tvteii Mann völlig im Feuer. Am rechten Ufer gewann -ein französischer Gegenangriff beute nacht einen Teil des von den deutschen gestern im Finnin Wäldchen gewmrnenen Geländes zurück. Tie Franzosen machten 80 Gefangene, darunter einen. Offizier.
In Lothringen, im Abschnitt von Peillon, vertrieben die Franzosen die Deutscher nus einigen Grabenstücken, wo sie Fuß gefaßt iyattra. ' .
Amtlicher. Bericht vom Mittwoch abend : Bon der Front an der Somme ist nichts zu melden. Im Lause des Tages war auf dem lenken Maasufer der Artilleriekamps im Abschnitte Toter Mann ziemlich lebhaft. Ans dem rechten Ufer machten die Deutschen heute früh in Richtung aus das Fort Souville einen starken Vorstoß. Gegen 10 Uhr brach nach gewaltiger ArtiUerieVorbereitung ein starker Angriff von tt Regimentern aus dem Torfe Fleurp, und ans denr Gehölz von Baux und Chapitre vor. Trotz heftiger Massenstürme auf einer verhältnismäßig engen Front gelang es dem Feinde nur um den Preis gewaltiger Verluste, an den Zugängen zur Kapelle St. Fine und deni Kreuzungspunkt der Straße Fleury-Baux ein wenig Hoden zu gewinnen. Tie Beschießung gebt in der ganzen Gegend von Souville-Chenois und Lauffee sehr lockig weiter. In Lothringen wurde ein Angriffs der such des Feindes östlich Badenweit-er vollkommen abgewiesen.
Der englische Bericht.
London. 12. Juli. l'WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher englischer Bericht: Heftige örtliche Gefechtstätigkeit an verschiedenen Teilen der Front. Im Gehölz von Mametz getvannen wir das ganze in der letzten Nacht verlorene Terrain zurück und halten das ganze Gehölz. Wir machten auch Fortschritte im Wäldchen von Tron.es. Tie große Anzahl von toten Deutschen im Kamvfgeknet zeigt, wie teuer ihnen der Angriff zu stehen kam. In der letzten Nacht brachen zwei starke deutsche Angriffe gegen Contalinaisvn unter unserem Feuer vollständig zusammen.
London, 12. Juli. (WTB.) Amtlicher Bericht des Generals Haig: Seit Beginn, der Schlacht empfing der Feind b*r deute-nde BerstärkÜngen. Während des gestrigen Tages und der letzten Nacht wurden Angriffe gegen verschiedene Punkte unserer neuen Stellungen unternommen. Außer im Wäldchen von Mametz unb im Wäldchen von Tranes, in denen die Deutschen einiges >üelänbc zurückgewannen, wurden alle Angrifte mit Verlusten für den Feind zurückgewiesen. Zwischen dem Haiiptschlachtfeld und der Sec waren wir damit beschäftigt, die feindlichen Stellungen zu beschießen und Ueberfälle auf die Frontlinien zu unternehmen. Bei diesen llckberfällen wurden mehrere stark besetzte Unterstände erfolg- ieiä, mit Bomben beworfen imd viele Deutsche getötet und ver mundet, sowie einige Gefangene gemacht. (Notiz: Dieser britische Bericht kommt zettüch vor dem letzten, ist aber verspätet eingetroften.)
Die Bedentung des Erfolges bei Souville.
Berlin, 13. Juli. lWTB. Nichtamtlich.) Der im gestrigen Heeresbericht gemeldete Erfolg der deutschen Waffen rechts der Maas bei Souville und Laufee ist ein Ereignis von bemerkenswerter Bedeutung. Diese erste größere Unternehmung vor Verdun seit dem Beginn der ..großen" Offensive unserer Feinde' beweist schlagend, daß die deutsche Heeresleitung ihr ursprüngliches operatives Ziel unbekümmert um alle Angriffe unserer Feinde im Osten und Westen fest lund klar im Auge behalten hat. Kein deutscher Soldat, kein deutsches Geschütz ist vom Kanrpfgelände um Verdun fort gezogen worden. Die Schlacht nimmt nach dem Willen der deutschen Heeresleitung inen blutigen, für die deutschen Waffen erfolgreichen Fortgang. Wem: unsere Feinde jetzt gehofft hatten, durch die Angriffe ihrer Millttmenbeere nun endlich die Initiative der Kriegführung an sich zu reißen und den Deutschen das Gesetz des Handelns vor- fchrerben zu können, so sind sie durch den bisherigen Verlauf der Ereignisse bitter enttäuscht worden. Die Anstürme der feindlichen Massen sind an dem heldenmütigen Widerstande und der zähen Ausdauer der tapferen Verteidiger an der Somme bisher nach kurzen Anfangserfolgen sämtlich' hescheiterl. Die deutsche Heeresleitung beherrscht nach wie vor die operative Lage. Dies ist dies besonderc Bedeutung des Erfolges bei Souville, der umso mehr hervor gehoben zu werden verdient, als er die Stärke und Ueber- legercheit der deutschen Waffen aller Welt von neuem kundtut. Deutschland ist berechtigt, die militärische Lage mit der alten Zuversicht und dem alten Vertrauen anzusehen.
Die JahrevLlaffc 1917 in Frankreich.
Sern, 13. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Temps" wird nunmehr auf Entschließung des Kriegs- ministers ein Teil der Jahres klaffe 1917, nämlich Infanterie und Minensuppeure, zu den zur Ausbildung bestimmten Heeresteilen gesandt. Zur Beruhigung der Oeffentlichkeit wird hinzugefügt, daß bis zu einem neuen Befehl kein Mann dieser Jahresklaffe in die Ersatz abtei- lungert für die Firomttrupven kommt.
Gewinnsteuer 'Finsnznvinister Tele sz kp ba» uwu, niu M'Utcrm::- aett über die bisherigen Krugskosten zu machen. DerKtmilter sagte Der Krieg hat in den abgetan jenen 23 Monaten form- ungarischen Staat monallich durchschnittlich 450 bis 470 Millionen Kronen gekostet. Die Summe ist natürlich im Laufe des Krieges gestiegen. Sie war zu Anfang fleincr und bewegt sich heute zwischen 560 bis 600 Millionen. Dieses Kriegserfordernis schlieft natürlich in erster Linie du Bedürfnisse der Armee, in ziveiter Linie die in sehr großem Maßstabe durchgeführte Unterstützung der FainchenMitglieder der im Kriege Befindlichen und drittens die Unterstützung der im Ausland befindlichen Landsleute, die gleichfalls bedeutende Summen auÄrnäckt, in fid , ferner die Deckung des Zinsenersordernisses der bisher durchgeführten Kreditoperationen und schließlich die Kriegsunterstützung der im öffentlichen Dienste stehenden Angestellten. Was die laufenden Einnahmen und Ausgaben des Staates betrifft, so haben sich die Einnahmen trotz des Krieges sehr günstig gestaltet, so daß ans ihnen die laufenden Ausgaben, ja sogar die Kriegs- Unterstützung der Beamten gedeckt werden konnte. Die Kriegsaus- gabeit mußten imtürtich durch Kreditoperationen gedeckt werden. Hierzu dienten in erster Linie die vier Kriegsanleihen. Tie durch die Anleihen nicht gedeckten Beträge aber wurden teils durch bei einzelnen Finanzinstituten aufgenommene Kontokorrent-Anleihen, teils durch Schatzscheine, teils durch Inanspruchnahme der österreichisch-ungarischen Bank gedeckt. Diese Daten können jedermann davon überzeugen, daß einerseits unsere Kricgsausgaben sehr bedeutend sind, andererseits aber, daß, wenn man die sehr bedeutende militärische Kraftentsaltung des Staates in Betracht zieht, sie mit den Kriegsausgaben der übrigen Staaten im Verhältnis stehen, ja daß sie sich gegenüber den Kriegsausgaben der Entente, soweit wir darüber unterrichtet sind, entschieden günstiger gestalten, und daß unsere Ausgaben auch in einem entsprechenden Verhältnis zu den Ausgaben unseres großen Bundesgenossen Deutschland stehen. Die Angaben können das Haus davon überzeugen, daß wir eine sehr bedeutende Steigerung unserer staatlichen Einnahmen in Zukunft brauchen, um diese Ausgaben, ertragen zu können, und daß die Steuervorlagen, welche die Regierung vorgelegt hat und die wenigstens die Deckung der Zinsenersordernisse der Kriegsanleihen im Rahmen 'der laufenden Einnahmen bezwecken, unbedingt notwendig find.
Aus dem bulgarischen Parlament.
Sofia, 13. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Vom Prioatkorre- spondenten des Wolffschen Bureaus. Sobranj e. Bei der zweiten Lesung des Budgets kritisierte der Agrarier Torlakow heftig die gesamte innere Politik der Regierung und erklärte, er werde nur ein Budgetzwölftel statt der von der Regierung geforderten sechs bewilligen. Er forderte zahlreiche Aenderungen der wirtschaftlichen Maßnahmen. Der Führer der Demokraten. Mali- now, erklärte, alle Parteien müßten die Regierung unterstützen. Er werde deshalb den Kredit bewilligen, verlange jedoch, daß erst dann die zweite Lesung des Budgets geschlossen und darüber abgesttmmt werde, wenn ein treues Gesetz über die Schaffung einer Zentralstelle für die Lebensmittelversorgung eingebracht und angenommen worden sei. Er fordere deshalb einen ^lusschub der Budgetberatung. Ministerpräsident Ra- doslawow dankte Malinow für die Bereitwilligkeit, das Budget zu bewilligen und erklärte, daß auch er die Mängel des bisherigen Gesetzes über die N ahrun g s mrttelv er so rgu n g anerkenne. Er werde noch in dieser Session ein Gesetz einbringen. Mit einem Aufschub der Budgetberatungen sei er itidit einverstanden, denn das würde den Ausdruck eines Mißtrauens der Kammer gegen die Regierung darstellen. Nachdem Tontschew die Kammer aufgefordert hatte, für das Budget zu Ammen, wurde der Antrag Torlakow gegen die Stimmen der Agrarier und der Anhänger Genadiews abgclehnt. Sodann wurde auch der Antrag Malinow, betreffend einen Aufschub der Budgetberatung gegen einige Demokraten, Narodniakeir und Agrarier abgelehnt. Darauf fand die Abstimmung über die Regierungsvorlage statt, für welche die Regierungsparteien außer den Genadiewisten stimmten. Der Präsident erklärte das Budget für angenommen, wogegen die Agrarier nnd Genadiewisten stürmischen Protest erhoben. Unter allgemeinem Lärm wurde die Sitzung auf Freitag vertagt.
Tie Mspaltnng der Genadiewisten macht die Stellung des Ministers Apostolowl,, des Vertreters dieser .Gruvve im Ministerium, unmöglich. Tie 'Stellung RadoslawowS, dessen äußere Politik bei der ganzen Aussprache außer Spiel blieb, ist ungefährdet.
AuS Holland.
Haag, 13. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) In der Zweiten Kammer i[t eine Vorlage eingebracht worden, in der ein neuer außerordentlicher Kr i e gs k re d i t v o n 7 5 Millionen Gulden angefordert wird.
Haag, 13. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird bekanntgegeben: Die Unteroffiziere und Mannschaften des Jahrganges 1 907 der berittenen Waffen, der Festungs- artilterie und des Torpedisvenkorps werden am 28. Juli beurlaubt.
üieier Sachlage ei «fruit es nufr cmsgejchlomu, oap e» ,uu imr ur. ten B.'rsuch hmdelt, mtt der aus der Luft geürrNenen Behauptung der Patentverletzung das alle Welt überraschende Erzeugnis deutschen Geiverbesleißes zu Gunsten der amerckaunchen: Industrie herabzusetzen.
Berl in, 14.Juli. Nach Meldung des „Berliner Lokalanz. aus Rotterdam-hat sich auch in Holland ein Mann gesunden, der die Priorität der Handels-U-Boot Idee für nch nr Anspruch nimmt Jonker Sandberg, -Offizier der holländttch- indlschen Armee behauptet, den Plan anfangs März 191om einem Brief aufgestellt zu haben, der auch in die Hände von Trrpitz und Ballin gelangt sei. Den Erbauern unserer U-Boote geht es alfo ähnlich wie dem Grasen Zeppelin, dessen Idee ebenfalls viele Erfinder lange vorher gehabt haben wollen. ^ •
Berlin, 14. Juli. „Journal" meldet aus New Bork, so teilt der „Berliner Lokalanzerger" mit, daß der Blechkönig Heckscher der Besatzung d e s H a n d e l s - U - B o o t e s „Deutschland" 1 0 0 0 0 Dollars gestiftet hat.
London, 13. Juli WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meidet aus Washington: Die Diplomaten der Ententeländer haben die Nachricht erhalten, daß die „Deutschland" von Bremen bis beinahe nach Norfolk lVirginien) von neutralen Handelsschiffen. vermutlich norwegischer, dänischer oder holländischer Nationalität begleitet gewesen sei, die das U-Boot vor Entdeckung sicherten. Aehnliche Berichte seien beim Staalsdeparre- ment eingetroffen. Inzwischen sei beim amerikanischen Konsul in Bremen angefragt worden, lvarnm er nicht Washington pertraulich von der Abreise der „Deutschland" benachrichtigt habe.
Allgemeiner Ausland in Spanien.
Madrid, 13. Juli -WTB Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Ausstand der E ifenb a h cka n g e- stellten dauert an. Der Betrieb wird teilweise aufrecht-' erhalten. Hunderte von Eisenbahnangestellteu sind eingezo- gen oder verhaftet worden. Es verlautet, daß die Kammertr vertagt worden. Der König ist heute von seinem Landsitze zurückgekehrt. Die Zivil- und Militärbehörden hielten heute vormittag eine Beratung ab.
Madrid, 13. Juli. (Zf.) Infolge des Eisenbahner- ftveiks sind die V cr f as sun gsgarantie n beute aufgehoben worden. In Stadt und Provinz Madrid wurde der B e l a g e r u n g s z u st a ii d erklärt. Die Arbeiten der Cortes werden hinausigeschoben. (Frkf. Ztg.)
Aus dem Reiche.
Besprechungen beim Reichskanzler.
Wie die „.Franks. Ztg." erfährt, hat der Reichskanzler von den ^Führern der größeren Fraktionen des Reichstages je einen auf den nächsten Samstag zu sich gebeten. Es handelt sich wahrscheinlichj um; eine der Bef prechung en, wie sie der Reichskanzler häufig mit den Fraklionsfühoern har, um auch, wenn der Reichstag nicht versammelt ist, auf diese Weise den Zu^ sammenhang zwischen der Volksverttetting und der Reichsregierung aufrecht zu erhalten. . v '
Reue Bundesratsverordnungen.
Berlin 13. Juli. WTB.) Der Bund es rat hat den Entwurf einer Bekanntmachung über den Verkehr mit Dutier, Käse, Schmalz und dereir Ersatzmittel, den Entwurf einer Bekannttnachung über die Geltendmachuiig von Ansprüchen von Personen, die im Auslande wohnen, den Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Fristen des W e ch s e l - nnd S che ckrc ch t s i ü r E lsaß-Loth ringen, die Aenderung der AusführungsF bestimmungen und ÄuSlegungsgrnndiätze zum R e i ä>S sle-m pel- ge setz hinsichtlich des F r a ch tu r kund e 7i st e m pe l S und den Entwurf einer Bekanntmachung belreffend das Verbot dar Ausfuhr von Goldwaren angeTwmnren.
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Berlin. 13 Juli. (WTB Amtlich.) Im Interesse de.. Stärkung des GoldnorratS iuiforer ReickfSbank ist es er- wünscht, die Herstellung derjenigen Goldwaren ernzuschränken, bei welchen ein verhältnismäßig kleiner Fasson- nnd Arbeftsweei einem großen ?Naterialwert gegenübersteht. Da diese schweren Goldwaren mit geringer Fasson irr der Hauptsache ftir daS Ausland erzeugt werden, ist das Ziel ziveckniäßig durch ein Ausfuhrverbot zu erreichen. Ein folrfrs hat der Bundes rat am 13.Jüli für Waren erlassen, die ganz oder teilweise auS Gold hergestellt sind, so wett sie nicht lediglich-vergoldet sind. Die Ausführung von Goldwaren mir hoher Fasson.— dazu gehören auch schioere Goldwaren, die mtit Edelsteineii besetzt sind — soll nicht unterbunden wei'den. Die Aus- fuhrerlaubnis wird im Namen des Reichskanzlers von den Vorständen der Reichsbanknebenstellen Hanau und Schwäbisäf-Gnrüich (für ihre Bezirke) und Mörzheim (für daS übrige RerchSgebi^ erteilt.
Me „Times" über die Aussichten der englischen Offensive.
L.ou>b'on, 13. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „Times" schreibt in einem Lettartikel: Die l r a u t i g-cn Li sten in uIlse r en Spalten geben uns täglich ein Bild unserer Verluste und verstärken die Nation in ihrem Entschluß, daß so große Opfer ihre Früchte tragen muffen. Es ist eine kostspielige Arbeit, Stellungen aiizugreifen, die der Feind seit langer Zeit stark befestigt bat. Es gibt aber keinen anderen Weg zum Siege. Das ganze Gelände, das die Engländer erobett haben, wird harttiäckig iestgehalten nnd man kann nunmehr den Begiwi des 'Angriffes auf die zwette Linie des Feindes erwarten. Vielleicht roird dieser Angriff welliger schwierig sein, aber es sind Anzeichen vorhanden, daß man darauf nicht zu fest bauen darf. Die Deutschen ziehen inrmer mehr Truppen zusammen, um den Angriff der Engländer znm Stehen zu bringen und sie werden uns jeden Zoll Grund! streitig mack>en. Man muß auch mit einer Verstärkung der feindlichen Artillerie rechnen. Tie Boden beschaffen hett gewährt den Deutschen noch immer ungewöhnliche Vorteile und das Wetter hat rn der letzten Zett die Overattonen der Engländer nicht begünstigt. Tie raschen Fortschritte unserer Verbündeten bei Beginn der Offensive loerden sich nicht roiederholen und man muß hier langsame hartnäckige Arbeit erwarten, ehe die Franzosen an einigen Punkten sttomabwärts von Braches über die Somme konmlen. 'itm kann mit Sicherheit erwarten, daß der Feind sich an allen ^drohten Orten längs der ganzen Lrnre, die jetzt angegriffen wird, fest eingräbt. Ein Faktor aber begünstigt die Offensive i>er Verbündeten : Obwohl man Berteidigungswerke schnell improvisieren lann, ist die erstaunliche Stärke der bereits genommenen Stellungen doch das Produkt einer monatetange^l Arbett gewesen. T'. Schlacht cm der Somme wird in ihrer zwetten Phase wahr- ichcinlich noch viel heftiger werden. Die Aussichten sind gut, aber dir Resultate werden nur langsam erzielt werden.
Die Beschlüffe der Pariser WirtschaftStsnferenz wieder aufgehoben?
Berlin, 14. Juli. Dem Amsterdamer Berichterstatter der „Voss Ztg " meldet sein Londoner Gewährsmann, die auf der Pariser Wirtschaftskonferenz gefaßten Beschlüsse seien auf Ersuchen Frankreichs und Rußlands aufgehoben worden. Die maßgebenden Stellen dieser Lärrder befürchten, daß die Bcrwirt- lichung der Beschlüsse große Gefahren für deri Handel mit den Neutralen nach sich ziehen würde. Da voraus^us-ehen sei, daß dieser Nachricht widersprochen würde, so betont der Berichterstatter besonders, daß sie aus maßgebender zuver- lässiger Quelle stammt.
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Die ' eigaoausgaven Ungarns.
Budapest, 13 Ilüi >WTB. Nichtamtlich.- Im Abgeord- rieLLphause ergriff gestern bei der Aussprache über die Kriegs-
Der §eektteg.
Haag, 13. Juli. (WTB Nichtamtlich.) DaS Korrespon- denFbureau erfährt, daß die Regierung den niederlmidischeil Gesandten in Bertiu angewiesen hat, bei der deutschen Negierung wegen ver Versenkung des Fischer fahr- zeugeS „Gee'rtruida" und „Sch 103" durch ein deutsches Unterseeboot die nötigen Schritte zu tun. Der Gesandte hat diesen Auftrag bereits crusaeführt.
London, 13. ^nli. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Mrniralität teilt mit: Nach Berichten des britischen Wmiralö im M>riattschen Mver traf der österreichische Kreuzer „Novara" auf eine Gruppe von 'britischen Fisch er Fahrzeugen, die DatroutNen- dienst taten. „Astrum", „Spei" und „Clavis" wurden versenkt, „Frigatebird" und „Herbui" beschädigt, konnten aber in den Hafen zurückkehren. Die Bemannung der „Astrum" sei gefangen. Bon der Bemannung der übrigen Boote seien zehn getötet und acht verwundet
Der Triumph der „Deutschland".
Berlin, 13. Juli. (WTB. Nichtauttlich.) Nach einer Mitteilung des Reuterschen Bureaus hat der Vertreter der Lake Torpedo Boat Go. tn Bridgeport l Verein igle Staaten von Nordamerika) behauptet, die Einrichtungen des Handels tauchbooleS „Deutschland" griffen in dße Patente der genannten Gesellschaft ein, und diese wolle deshalb Klage anstrengen. Im Anschluß hieran drücken die Preßsttmmen des feindlichen Auslandes die Hvfftrung aus, daß aus Grund der angeblichen Patentverletzimgen die Beschlagnahme der „Deutschland" in Amerika erfolge.
Hierzu wird uns von berufener Seite folgendes geschrieben: Es ist ein im Patentrecht allgemein anerkannter Grundsatz, daß ein Patent in irgendeinem Lwrve gegen solche Einrichtungen nicht geltend gemacht roerden kann, die sich an Bord von Schiffen befinden oder Teile von Sckftsfen bilden, j)io itair vorübergehend in das betreffende Land gelangen. Ter Sinn dieses Grundsatzes i ftu den .internationalen Verkehr gegen Be lästig imgen, die mtt seinen Bedürfnissen unverträglich sind, zu schützen. Das deritsche Patentgesetz enthält denn auch eine entsprechende Bestimimmg im britteu Absatz des § 5. In der amerikanischen Patentrechtsprechung aber wurde derselbe Grundsatz, lange bevor es ein deutsches Patent gefetz gab, schon im Jahre 1856 aufgestellt unpi ist ftistdem anerkanntes RE. Hiernach ist eS ausgeschlossen, daß der „Deutsche land" auf Grund von anrerrkanrscheu Patenten irgendwelche Schlvie- rigkeiten gemaäfl werden können, insbesondere, daß die Beschlagnahme des Tanchbovtes erfolgt, llcbrigens ist nicht rechts ersichtlich, woher der Vertreter der Lake Torpedo Boat Co, werrn er überhanpt die ihm von Reuter in den Mrpid gelegten Aeußernngen getan hat. wissen will, daß die „Deuffchland" die Patente seiner Gesellschaft verletzt hat, da ihm doch die Emzelhetten der Bauart dieses Frachuauchbootes unmöglich bekannt sem können. — Bei
Arrs Hesse«.
Höchstpreise für Obstkonierven.
In der Zweiten Kammer hat der Abg. Korell- Jngelhcim folgenden dringlichen Antrag gestellt:
Ich beantrage: Die Kanimer wolle beschließen, die Großh. Regierung zu ersuchen, für die Festsetzung von neuen Höchstpreisen für O b st kv n s e r v e n, fvelche. denen für Frischobst eiitsprechen, bei der zuständigen ReichSitelle einzuttcten Falls sie für daS Reich rricht zn erreichen ist, soll sie für das Großhcrzogtum erfolgen und eine Ausfuhr frm .Konserven aus Hessen an dieselben Bedingungen geknüpft werden, wie die Ausfuhr von Frischobst.
Die Goldankausstelle
ist morgen von \0 bis \2 l k Uhr geöffnet!
Aus Stadt und Land.
Gießen, 14. Juli 1916.
BolkSspende
für die deutschen Kriegs- und Zivilgesangenen.
Die Sammlung am vorigen Samstag und Sonntag har etueMErnnahme von rund 6700 Mark ergeben: sie bleibt hinM der- Sammlung im Oktober vorigen Jahres mit einige 1000 Mark zurück, es ist aber zn hoffen daß die Einnahmen bei den aus vem heutigen Anzeigenteil ersichtlichen S p e n d e n a n n a h m e st e l l e n die Sammlung für unsere unglücklichen Gefangenen aas die Höhe der vorigen bringen; die Listen in der, Spendenannahmesbellen liegen noch während des ganzen Räonats Jüli offen.
Welche Wohltat die Gaben des Roten Kreuzes, die aus der Sammlung vom Oktober vorigen Jahres beschafft uno dnrch Vermittlung b'er Angehörigen des Roten Kreuzes in neittralen Ländern unseren in Rußland besiitblicheir Kriegsgefangeiren zugeführt wurden, für diese bedeuten, geht aus zahlreichen hier angelangten Briefen hervor. Erst vor wenigen Tagen ist bei einer hiesigen Iamilie ein Brief angekomnren, in dem der Absender wörtlich schreibt: „Die Rote-Kreuz-Sendungen vom November 1915 1) a t t c n uns aus aller Not g e. h o l s e n."
Es ist auch fetzt eine Pflicht der DanLbarreit gegenüber unseren in die Hand unserer F^ernde geratenen Volksgenossen, alles zu tun, was zur Milderung ihres harten Loses beiträgt.


