Ausgabe 
25.5.1916 Zweites Blatt
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rirtem erregten Stimmengewirr unter. Nachher wird die 'Verhand­eln.; ruhiger, und jemand von unserem Tische findet Anlaß zu einer Frage an die Naclcharinnen, zu der ich mich in angeborener Schüchternheit natürlich nie erkühnt hätte. Aber siehe da, gut Wort findet guten Ort! ^ A w 0

Sre müssen namlrch wrssen, mrtwortete em klemes schwarzes Mädchen mit weitm Augen,für die Flieger, da schwär­men wir Metzerinnen alle. Die sind für uns einfach Nummer 1!"

Ei ei! Und toer ist denn dann Nummer 2 ? Die Frage setzt keineswegs in Verlegenheit.Nummer 2? Das sind die Bayern."

Und die Kavallerie?O, das war mehr vor dem Kriege. Aber schneidige JmrqenA alle. Für die gehen wir alle durchs Feuer." Wird die rauhen Reiter besonders freuen, meine schönen Damen.

Und Nummer 3?Na, das ist dann Gcschntacksache. Eigene Angelegenheit der jFeldpost-Brief-empfängerin!"

..,Aber das! mät den Fliegern steht fest. Einfach Nummer 1! Wenn ich ein Mann wäre" und die garnicht mehr ganz junge Brünette klappt die Augenverschlüsse in Fliegerhöhendann machte ich den Krieg nur als Flieger mit."

*

Mends verzehrt man sein karges Mahl bei Hazard, und auch da Gibt es viel zu sehen. Wie z. B. die Lothringer Bauern, die auf dem Markte gute Geschäfte in teuren Zeiten gemacht haben und nun beim Vater Hasard an dem fleischlosen Tage ihre drei Dutzend in brauner Butter schmelzende Gscargots Verzeihung, man sagt in Metz setzt Burgunder Schnecken mit dem Gewissensfrieden cutfö Tasc^nlampenelement-Fabrikanlen von garantiert zwölfftün- diger Brenndauer verzehren. Was nur zu loben ist. Denn selbst bei Gruff, in der lieben Reichsstadt Straßvurg, findet man -im Weltkriege kaum so gute Burgunder Schnecken wie beim Vater jHazard in Metz. Es gibt aber noch viel mehr zu sehen. Da hängt ein Plakat, schwarz-weiß-rot umrmrdert, darauf steht:Ich bitte rmjeine Gäste, in meinem Lokale deutsch zu sprechen." Gerade da­runter sitzt ein Landwehrmann mit einem blonden Spitzbart und feiert mit Frau, Kindern und Schwiegervater den letzten Tag der Jbrlaubsüpwgkeit, che er wieder an die Ostfront abreist. Ter Lcmd-- iwehrmann weiß, was er seinem feldgrauen Nnteroffiziersrocke schul­dig'ist, und spricht das herrlichste, auf jeder Silbe nachhaltig be­tonte hochdeutsch, wenn ihn die Kinder in Lothringer Patoissranzö- sisch fragen, ob er sckpm viele schnurtzige Russell totgeschossen habe. Die Kinder aber machen erstaunte Gesichter. Nein, was Papa jetzt DTmisch ist. Früher stirach er doch wie wir!

Und es gibt noch mehr zu hören. Hinter uns sitzen drei Alt- Lochringer. die ihrenMirabelle" in den schwarzen Kaffee schütten und rote Erdpfeifen dazu rauchen. Auch sie befolgen Vater Hazards schwarz-weiß-^ot umränderte Aufforderung, wenn es auch ihnen, die wocb in französische S ducken gegangen sind, besonders schwer fallt. Was aber redeil sie? ^

Es sck>eint," sagt der Mann mit dem graugelockten Pro-^ sefforenkopf,daß die Franzosen ihren neuen Nieuport-Typ den deutschen Fokkern absolument imitiert haben. Aber die inv-entiou originale erweist sich m der Erprobung der Jwitiation immer als überlegen." ^.. .

Außerdem-", fügt der dicke Kahlkopf mit den Paornenwcmgen iltnd dem goldenen Zwicker hinzu,hat das Modelt nicht so viel Wert als der Mann., der wv darfir sitzt. Der deutsche Flieger i|t dem feindlichen sehr überlegen infolge Schneidigkeit."

Also auch hier, vor den in brauner Butter schwimmenden BurMrnder Schnecken 'des Vaters Hazard- sind die Flreger Nmnmer 1". Das hätte den Altmetzern einmal jemand vor dem K-riege sagen sollen. ^

Ich War mit den befreundeten Fliegern zu einem Fernflug über die Verdmrsront aufgesttegeu, hatte vie Seligkeit ausgekostet, m Wolkenhöhen über der Schlachtfront zu fliegen urtb hatte Fort Dpummvont unter mir im Trommelfeuer liegen, sehen. Das waren Stunden, die wie M Traum vergingen, voll lauter nie Ge­schautem: Flieqerbegeguungen in der Luft, das SckMrsprel, wre em Natbbarflieger den Sckirapnellen der frauzöstzchen Mwehr- «eschütze entrann, die Wüste in der Schöpfung, die der Granaten­hagel -um Fort Bailx geschaffen hat, die 50-Meter-Sprünge über Böen, das Feuer auf :b<te Schützengräben, in denen ich selbst noch vor kurzevl gewesen war, Granaten auf Etenn, dann die Rückfahrt über die M^elhöhell, über die Festung Metz und den vom Meister Tornow zu seiner ehemaliger Schönheit wieder erweckten wuchtigen Dom und schließlich die Landung cms dem Flugplätze, auf dem wir ausgestiegen waren. Zwei Eindrücke umgrenzen, mir dieses große Ergebnis": der Mick in die beschossenen, ausgebrannten, schartigen Trümmermauern der französischen Ma-as-Dvutzfeste Bevdun, ehe wir «urücktehrten. Und darrn, als ich vor meinem Gasthvs aus denr Kraftwagen stieg und zum erstell Male wieder deutschen Boden -rnter deil Füßen hatte, ein Bild des ivwrdervollsten Friedens.

saß unter dem Torbogen eine breite lothringische Bäuerin und stillte, unbekümmert um die Gaffer, ihren rosigen Säugling.

Wir hatten, glänzendes Wetter gehabt, und die Flieger fügten: ,-Aatte war es ein Vergnügen. Heute hatten wir gottbegnadetes

^^lm^Abend darauf Ivar ich wieder aM ihrem Flugplätze. Ties- mtd hing Regen in den Wolken, und der Wind schlug hin und her und wußte nicht, wohin er Nwllte. Bei Verdun drüben mffchte sich unter schwarzem Gewölk der Donner eines Gewltters ln das

Dröhnen der Geschütze. Dort aber tat*ten unsere Flugzeuge, und erst bei Einbruch der Tunkelhelt sollten sie hermkehren.

Wir standen vor den Halten, die dienstffeien Flieger mrt ihren Ferngläsern, und spähten nach Westen aus. Es war Nach­richt eingelaufen, daß eines der Flugzeuge einen Schaden erlitten und eine Notlandung hatte vornehmen müssen, daß es aber bereits wieder aufgestiegen svar. Plötzlich riet der kleme OsfiZimsaspirant I der. ein Auge wie ein Wanderfalk hat:Dort kommen fte.

Kaum vermochte nian mit dem Feruglase den klemen Muckenfleck in den nassen Wolken zu erkennen. Dann kamen sie.Prächtig, wie er aufsetzt," lobten die Sachkundigen das Meder gl eiten der großen Maschine aus die Erde, llnbehilflich, sobald er du Lust verlassen hatte, humpelte der Rreseiwogel über den , Rasen zu uns heran. Tie beiden Flieger entstiegen seinem Lew, wurden begrüßt, lösten sich ans ihren panzerartigen Umhüllungen und berichteten: Sie hatten einen Lustkampf beobachtet. Der Deutsche hatte den Feind zur Strecke gebracht. Wie ein Blatt Papier war das französische Flugzeug zur Erde geflattert Mid kurz Hutter un­seren Linien niedergefallen. Die Beobachtung wurde später genau bestätigt. Dam: waren sie selbst in schweres Wetter geraten, hatten Havarie erlitten und bei einer deutschen Batterie notlanden nrussen. Es stand auf ihren Gesichtern geschrieben, daß sie böse Aroert hinter sich hatten. Bald daraus kam der zweite an. Schweres Wetter. Mitten in ein Gewitter hineingeraten. Die Franzosen sind nicht aufgestiegen, nur einer war zu sehen.Ist schon ab geschossen."Kiitder, ist das richtig? Das ist der vierte ur dmer Wocke. den unsere Staffel erledigt!" Die Augen des versonnenen Oberleutnants M., der in seinen Mußestunden ein geistvolles Buch über die Entwicklung .des Stellungskrieges seit,Cäsar ge­schrieben hat, leuchten vor Freude. Nach und nach treffen sie alle ein. Am Singen und Klingen erkenne ich, kanm daß ich ihn sehe den großen Kampfflieger, der mich über die Derdunsrvnt getragen, hat. Der Führer, der schlanke Berliner Jnge'."'mr H>., der noch kurz vor dem Kriege in Amerika Automobile gebaut hat, hat mit dem Steuerrad wahre Ringkämpfe aufführen müssen, uni glücklich zum Hafen zu kommen, undsderjBeobiachter, der Magdeburger Groß- kausmann, Leutnant G., der jeden Fleck aus der Landkarte um Verdun im Schlafe zeichnen kann, sagt traurig:Heute war es scheußlich. Nichts zu sehen. Starkes Feuer auf 304. Tann Wvlkenvorhang, Schluß des Films." Und der zähe Oberleutnant von T. hat zwar die befohlene Höhe abgeflogen, aber ist von einer Gewitterwolke in die andere geraten und bedrückt über den Mißerfolg. Nun sind sie fast alle zurück. Nur einer fehlt noch, der Führer. Tic Viertelstunden verrinnen, er kommt nicht. Man wird ernst und besorgt. Endlich, wenige Minuten vor 0 Uhr, ruft der kleine I.:Ich sehe ihn ! Da kommt er! Hat Motor schaden!". . . Wieder bestaunen die Meister die Schönheit eiirer unübertrefflichen Gleitfluglandung. Alle umdrängen das gelandete Flugzeug ihres Staffelführers. Aber der stählerne B. ist brummig Sämtlich schon da? Alle vor der Zeit? Na ja, Zweck hatte es heute ja keinen, die Herren französischen Kameraden sind schön zu .Hause geblieben. Aber ich habe meine Zeit doch aufgeflogest. Donnerwetter, man muß doch zeigen, daß man es kann, wenn es auch ein Saugewitter ist, wie heute, zum gußeiserne Kinder kriegen. Donnerwetter!"

Die Apparate werden geprüft, die Mechaniker erhalten ihre Anweisungen. Morgen früh, wenn der Tag graut, Flug über Verdun. Dann geht eine Schar straffer, junger Prachtmenschen müde und erschöpft, zu ihrem Quartier. Könnten sie die kleinen Mädchen im Cafe Geist jetzt sehen, so würden sie die Köpfchen schütteln und vielleicht gart$ die Lust verlieren, als Flieger in den Krieg zu gehen, wenn sie als Männer aus die Welt gekommen' wären. Denn mm kommt die Abendarbüt. Vergleich der Berichte die von anderen Formationen, von Wetterstationen, von Abwehr batterien, von Fesselballons cinlaufen. Berichte über die eigenen Beobachtungen und die Feststellungen an den Maschinen. Befehls Verteilung für >den folgenden Tag. Nüchterne, ernste, sachliche Arbeit, die den Leib erschöpft nnd die Nerven verzehrt, ist aber in Wirklichkeit der ganze Beruf des Fliegers : nur ganz straffe, ge­raffte, frische Männer keimen diese Arbeit leisten, und auch die nicht unbeschränkt lange. Das Fliegen ist Kommis, ein wenig halsbrecherischer, ein gutes Stück selbständiger, als die Kriegs­arbeit anderer Waffen. Aber ein bitter, sachliches Geschäft, ein strenger Dienst. Das habe ich überall gesehen, wo ich bei Fliegern war. Tie kleinen Mädchen in der Römerstraße erschauen nur die Romantik, und das ist ihr Recht. Sie sollen ihre Helden haben, wie sic sie wollen. Sie brauchen auch nicht darüber nachzudenken, warum die Sportflieger der Friedenswettbewerbe säst alle ab­gefallen sind, während der ko minisgeschulte kleine Leutnant seine Sache durchhä-lt und unsere Fliegerei der aller Feinde überlegen gemacht hat.

Wenn der Himmel blank ist wie eine polierte Silberplatte, dann setzen die kleinen Metzerinnen ihre Blumen hüte auf und jubeln: Heute ist Flugwetter! Heut' steigen sic alle cms! Tann schwirren die Ein- und Doppeldecker aus dem Wege zur Derdnusront über die Dächer der Stadt, in Scharen, wie die Taubeoffchwanzschwärmer ums blühende Phloxbeet. Ginge es 'Nach den Mädchen, so 'müßte allezeit Flugwetter sein. Die Flieger aber wissen, daß der Spruch von ein-er Reihe von schönen Tagen aus niemand mehr paßt, als aus sic. Manchmal sind sie es ganz zufrieden, daß der Regengott für eine halbe Woche das Regiment übernimmt. Wenn dann die Tropfen ans das Zeltdach llatschen und drüben am Horizont selbst

die Fesselballons eingezogen werden, dann tönt zu Zllher> un^ Lautenkl-ang manch übermütiges Fliegerlied aus dem behagtechen Quartier. Und während die lfiibschen Spaziergängennnen m ver Römerstraße unterm Regenschirm schmollen:Zu dumm, oteser ewige Regen! Schon seit drei Tagen ist kein Flieger mehr aus- gestiegen. .." geht der feine bloirde Leutnant G. an den meter und stellt vergnügt fest:Es kommt immer dicker. Nächste drei Tage anhaltendes Fliegerwetter." Das hören alte gern, und es steigt als Ru'.ldgesaug 'vas schöne Lied vom Flieger wett er, welches die Vorsehung eigens ausgedacht hat, damit auch der Flieger einmal zur Ruhe kommt. Fliegenoetter, im (Gegensatz zu Flugwetter, ist nämlich dann,wemr es Badewannen regnet, Schusterjungen hagelt und gottseidank keine Sau aufsteigen kann.

W. Schenermann, Kriegsberichterjtatter.

Vüchertisch.

T i r p i tz". Der nationalliberale Führer E r n st B a s s e r> mann" hat es unternommen, Tirpitz'Persönlichkeit und Werk nach einem Rücktritt dein deutschen Volke in einer Broschüre zu schüdern, die im Reichsverlag, Berlin W. 35, Lützowstraße 82/90 (Preis 75 Mg.) erschienen ist. Von Tirpitz' Werl, von den knavv um- risseuen Flottengesetzen der Jahre 1898, 1900, 1906, 1912, hebt sich die schöpferische' Person inn so lebendiger ab; d,e gelegentlich em- gestreilten Erinnerrmgen aii die Beziehirngen von Meiisch zil wrensch geben dem Bilde Farbe und Wärme, und die Sorge des Staats­mannes und Vaterla'iidssreilndes um das, ivas da kominen soll, nun der große Ulid gaiize Manii, Schöpfer und Seele iiiiserer^lolte zugleich, sich in tatenlose Muse zurückziebeii mußte, wird m Basser- männs Darstellung mehr empsimdeii als ausgesprochen._

Aischttche Nachrichten.

Israelitische Religionsgesellschast.

Sabbaiieier arn 2 7. Mai 1916:

Freitag abend 8.25 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. - Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbatansgang 10.15 Uhr. Wochengottesdieiist inorgens 6.00, abeiids 8.30 Uhr.

Neteorologlsche Beobachtungen der Station Sichen.

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Bew. Himmel

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Bed. Himmel

Höchste Temperatur am 23 . bis 24. Mai 1916: -ff 21,3*0. Niedrigste * 23. , 24. 1916: -i- 7,4*0.

Niederschlag 2,5 mm. _ __

Müller'sche Badeanstalt.

Wasserwärme der L a {) n a in 2 5. M q i 1 6 0 R.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Gemäß § 3 Abs. 1 der Bekanntmachung des Gvoßh. Kreisamts Gießen, betreffend Fleischversorgung vom 15. Mai 1916 (Kreis- blatt Nr. 48) wird angeordnet:

1. Wer nach § 3 Ws. 1 der obengenannten B-ekanntmachnng Mitglied des Metzger Verbandes für den Landkreis Gießen ist, hat bis zum 1. Junc 1916 fernen Mitgliederbeitrag von 3 Mark an tzierrn Meifer, Zimmer Nr. 17 des Kreisamts Porto- und be­stellgeldfrei cinzusenden. Die Einsendung kann auch gesammett durch Vertrauensleute unter Angabe der Namen erfolgen.

2. Metzger, die genräß § 3 Ms. 2 obiger BeÄnrntmachnrng ! nicht Mitglied des Verbandes sind, kömren Antrag auf Aufnahme in den Verband bis zum 1. Juni 1916 bei dem Vorstande des Verbandes stellen. Spätere Anträge bleiben unberücksickstigt.

3. Jeder Metzger muß bis f p ä t e ft e n s 1. I irn i 19 16 im Besitze eines vorschriftsmäßigen Schlachtbuches' fein, in wÄchem die erforderlichen Einttäge vom 1. April 1916 ab nachgetragen und iwm Fleischbeschauer bescheinigt find.

4. Die Geschäftsstelle des Verbandes besftrdet sich bis aus weiteres im Kreisamtsgebäude, Zimmer Nr. 17, Fernsprecher 2038. Alle Eingaben, Anffagen und Anträge sind schriftlich ein­zureichen.

5. Wer beit oben gesetzten Fristen nid)t nachkommt, wird nach Maßgabe des § 5 obengenannter Bekanntmachmig bestraft, nnd erhält bis znr Erledigung von dem Mlaus der Frist ab kein Schlachtvieh.

Gießen, den 19. Mai 1916.

Ter Metzger verband für den Landkreis Gießen.

Langermann.

soweit beschlagnahmefrei.

Prompt lieferbar

Höchste Äaszeichnung

StädtisclierSeefischmarkt

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Schellfischen. uwuhu

Verkehr mit Verbrmuchszucker.

"aut Verordnung des Bundesrats vom 10. April 1916 tmiTeine Bestandsaufnahme von Zucker über die am >5. Avril 1916 vorhandenen Vorräte angcordnet worden.

Viele Leute haben ihren Zuckervorrat erst in den letzten ^aaen angemeldet und entschuldigen sich damit, dah sie urmals verreist gewesen seien oder meine Bekanntmaaiung oom 26. Avril 1910 übersehen hätten. Deingemäß fordere ich alle diejenigen, die Zucker in Gewahrsarn haben und die Anmeldung aus irgend einem Grunde unterlassen haben, aus, dies auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 6, innerhalb 3 Tagen noch nnchholen zu wollen.

Zuckervorräte von weniger als 10 Kilogramm brauchen Nicht angemeldet zu werden.

Gießen, den 18. Mat 1916. 39976

Der Oberbürgernreister.

Keller.

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