Wffcgt$er$mmT tritt, soweit eS weibLch ist, als gvetterht, Hilsssschiwe-ster oder Schwester in era Vertrags- verhÄttrS mit ber Mlitäv-Berwakttrng, fofotrii) t>te B^ fchäftimaMT in einem imliiarifd)cn Reserve-Lazarett in ber ÄTOKfcnpfle^ erfolgt Diesen Pflegekrästen stM anch der Airsprnrt» ans eine von seiten der Militär-Ber- waltUng, zu. zayteildc Vergiktnng zin, die jedoch nur im Falle dev mrsdumcklichen Anforderung, der einzelnen Pfbegemn zur 'Anszahrung gelangt.
Der (^Z-mnüffatz der Frerwrllrg'kert, der sonst für das Personal des Roten Kreuzes unbedingt maßgebend ist, wird hiervon nicht weiter ferufort, da die in den Bereins-Lazn- retten vom Roteil Kreuz beschäftigten Helferinnen und Hilfs- schwesbern keinerlei Entgelt für ihre Dienste erhalten, wie find» fovst von seiten des Roten Kreuzes keinerlei Bezahlung sur adeiflete dtrbett für das Personal erfolgt.
gtefow!' muß nochmals ausdrücklich betont werden, daß die cm militärrschen Reserve-Lazaretten beschäftigten Pfle- aerttmeu stets nur von militärischer Seite ans Vergütung erhalten, da die ans freiwilligen Spenden und Liebesgaben sich zusammen setz enden Mittel des Roten Kreuzes unter keinen Umständen für solche Zwecke verwendet werdeir können oder dürfen.
Zur Grünfutterung.
Infolge des Herannahens der Grünsütterung erscheint es angebracht, auf die wohltätigen Folgen dieser Fütterung wie auch auf die Begleiterscheinungen hinzuweisen, die gewisse Vor- sichtsntaßregeln bedingen.
Tie bayerische Molkevei-ZtttUng schreibt lnerHrtt Das Grün- ßltter hat einen günstigen Einfluß auf die Gesundheit oer Tiere nur, solange es sich in jugendlichem saftigen Zustande befindet. Tie g-aten Gräser, unwmttscht mit eirrzelnen, feinen, gewürzsaftigen Kräutern sind den Klsearten weit vorzuMehen. Bei der Grünfütterung «halten die Säfte und Gewebe eine bessere Zusammensetzung, zugleich wird der Stoffwechsel lebhafkr. Die Kuochen- brüchi^eit verschwindet, desgleichen die Rachitis der saugcmden Tiere, sobald ihre Mütter gutes Grünfutter erhalten.
Schafe, die neben schleckfter Nahrung durch Erngeweüvewürmler gelitten haben und vkichfüchtig geworden sind, erholen sich bald, \vam sie auf eine gute Frühjahrsweide kommen. Das leicht« Laxieren, das sich nach der Aufnahme van jungem Girünftrtter zunächst einstellt, veranlaßt besonders durch, pflanz-ensaure Salze, ist nicht nachteilig. Wenn stärkerer Durchfall erntritt, hat man sich die Schuld selbst .?uAuschrttben, weil man den Uebergang von der Dürr- zur Grünfüttenmg zu rasch vornahm. Man gebe bei der Grünsütterung nur einmal am Tage kleine Mengen, nachdem die Tiere sich zuvor mit Dürrfutter teilweise gesättigt haben, und gehe dmm allmählich zu größeren Quantitäten über oder schneide den jungen Klee mit Stroh mrd HAffel.
Eine Fäbrlichkert, die bei der Grünfütterung anftritt, ist das Aufblätzcn. Ten eigOttlühen Grund für das Auftreten dieses Garung^vorganges kennt man nicht. Man weiß mir, daß junger gell waMeuder, etwa hcmdhoher Klee vor dem Blühen leicht Aufblähen veranlaßt. Solckwr Klee fit sehr reich an Amiden (Verbin- dimg von .SückstoffiE Wasserstoff) urw Etweißstoffen, die sehr leicht
' ^ ^ch^mA Schneen auf Hansen gelegtes mW erwärmtes Grünfütter ruft leicht Aufblähen hervor, ebenso nasse Pflanzen, die nochOrüht von: der Sonne abgetrocknet find. Rotklee u nd Luzerne verursachen das Ausbißen weniger, wenn sie mit Kümmel vermengt sind. Es witt» daher empfohlen, 2—3 Pfund Kümmel au den Ädorgeu unter den Äee zu säen.
Nach allen bekannt gewordenen ErAHrnugSsZtzen über Grün- üfttrrung kann man schLnßen. daß in den Begatten und Hülsen fr ächten ein giftiger Stoff enthalten ist, der sich in den Pflanzen, die im Aufblühen begriffen find und deren Samen zu reifen be- qrmren, in fochmders großer Menge entwickelt. Vorsicht während dieser EntwüLMsSPeriode der Pflanzen Aeibt also geboten.
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** AuL-eichnung. Offizier-SteLvertreter Kern im Inf- Rgt. NL »«de mü dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
— Finuland-Dortrag. Di«Vereine der Baltenvotträqe haben für Hre» 3. Abend Herrn Proststor Oehquist. Helfinqwrs gewonnen. Er wird am Donnerstag, 25. Mai, im großen Horsaal der Universität über das kulturelle, wirtschaftliche und politische Leben seines Heimatlandes sprechen und dessen Schönheit und Eigenart m Lichtbildern vorstihren.
** Erneute Erhlcburr^ Kartvffelvor-
räte. Nachdem die Aussaat beendet ist, sotten für Zwecke der Reichskartoffelstetle die Konto ffekvorräle am 27. Ma b. I. erneut festgestellt werden. Zu ermitteln sind sämtliche Vorräte (Speise-, Saat-, Futtevkarloffeln und Kartoffeln für gewerbliche Zwecke). Es soll nicht ermittett werden, wieviel der Besitzer nöttg hat oder verwenden darf, sondern es ist lediglich der bei ihm am 27. Mai vorhiandeire Vorrat im ganzen anzugeben. Die Erhebung soll durch Ber trau eu suränner erfolgen, die durch die Gememdever ttettrng zu bestimmen find. Die AuzeigepfUchttgen haben die Richtigkeit ihrer Arrgaven durch ldnterschrist zu bescheinigen Dre ErhebrengsvorfchrLf-en gehen den Großh. Bürgermecstr- reien in den nächsten Tagen zn. Sollten sie bis zum 23. Mai nicht eingetroffen sein, so find sie bei der Großh. Zentral stelle für die Larrdesstatisttk anzufordern. Es ist kaum nötig bervorzuheben, daß die Aufnahme von ganz besonderer Wichtigkeit ist, lund daß aus sorgfältigste Tmrchfichrtmg gehalten werden muß. Anzeigepflichtige, welche unrichtige An gaben machen, setzen sich den bei der^Erhebnirg vom 26. April d I. angedrohten Strafen ans. Sie sind von den Ver- ttcruensmannern ausdrücklich davanf hinMveifen, daß Stichproben und polizeiliä>e Nachprüfungen stattfinden werden. (Na-ckchruck erwünftht.)
** llnentgettli che Rechtsberatung für Ange hörige von Kriegsteilnehmern. Ueber die Ansprüche der Kriegsteilnehmer 7nnb deren Angehörigen a^ der Kranken Invaliden- und H i n terblieb enen v erfi che r u ng Kriegsversorgung, Kriegs Wochenhilfe usw. besteht in den beteiligten Kreisen noch viel Unklarheit. Tie Gemein nützige Rechtsberatungsstelle des Evangelrfchen A r b e i-t e r ve r e i n s, die seit vielen Jahren mit Erfolg bermiht ist, aus dem Gebiete der Sozialen Gesetzgebung aufklärend zu wirken und den Ratsuchenden bei der Getteudmachung ihrer Ansprüche behilflich zu sein, erteilt den Angehörigen der Kriegsteilnehmer in allen Unterstübnngs- und Versorgungsangelegenheiten unent gütlich Auskunft. Man wende sich cm den Leiter der Beratungsstelle, Bureaubeamter Kirchner, Schiffenbergerweg 16 TU bei dort den Ratsuchenden Dienstags und Freüags, abends von 8- :) Uhr. zur Verfügung steht. Für die in den hiesigen Lazaretten uiltergebrachten verwundeten und erkrankten Krregs t e i l n e h m e r , sowie für sonstige Heeresaugehörige, findet Dienstags und Freitags, nachmittags voit 2 — 3 Uhr int Soldatenh^eim (früher Casö Ebel) unent^elt l i ch e B e r a t n n g aus allen Gebieten der Sozialen Gesetzgebung statt. ^ ^
** Frühjahrswettschreiben. Das gestern vom Be zirk Gießen Gabels berger 's cher Stenographen in der Bezirksschule (West-Anlage) abgehaltene Frühjahrswettschrciben war trotz der veränderten Zeitverhältnisse sehr gitt besucht. Es be tciltgten sich 130 Personen, wovon 1'05 mit Preisen ausgezeichnet werden konnten. Bon den Gießen er Vereinen wurden fol geude Preise errnngerr: In der Mbeilung 300 Silben 1. Prei^ Fritz Dörr, Heuchelheim, Sch. G.; 220Silbcn 1. Preis: Georg S\ och, Gießen, B. ; 1 6 0 S i l be n 1. Preis: Ottilie Karn, G. : 14 Silben 1. Preis: Karl Hammel, B.; 12 0 Silben 1. Preise Ltlli Hermann, G., Johanna Knorr, D.-V., Hugo Sander, Sclz. G Fritz Schmidt, Sch. G., Ndarie Bolland, G.. Fritz Weiß, G. Elsriedc Winzer, D.-B.: 100 Silben 1. Preis: Karl Port, G.: 2. Preise Äwonü .Löffett, (A., &erati Mrittrnger, S,; 3. Preise: Lom.se Bo eck,
G. Helen- <Ndmann, D.-V., Emiinii Otzwalb, G, Auguste Mkker, 80 Silben: 1. Preise: Anna Becker, D.-B , Elisabeth Becker- D.-V., Gkkv Krieb, D.-V., Ernst Pfeiffer, G., Sophie Reinhäkel, D.--V., Willi ssteinHardt, G., Linm Reming, D.-V., Karl Böhm, G., Märtel SadorvsÜi, G., Marie Schweiger, D.-V., Elisabeth Weyde- meyer, D.^B., Else Witkorvski, D.-B.: 2. Preise: Ernst Beck^, G., Käthe Schneider, G., Enrmli Weller, D -B., Lina Witkotvskr, D--B.;
. Preise: Jvlianna Karstedt, G., Grete Schmidt, D.-B.; 6 0 Srl- e n 1. Preise: Erna Appel, G., Lina Braun, G., Elsbetb Degner, Frieda Kalbfleisch, G., Lvnis Kreutzburg, G., Klara Lehmann, G., Minna Link, Klein-Lirü>en, G., Eugenie Pascher, G., Erna Pasroc, Dutenhofen, G.: Ottilie Rühl, G., Johanna '-schlesttr, D.-V.: 2. Preise: 9Rarie Adam, G., Sophie Bepler, D.-V., Elll Bingel, G., Lina Drvschier, G., Gg. Eckel, G., .Karl Hergenrother Tillp Hofmann, G., Arma Kallenbach, D.-V., Ottilce Krebs D.-V., Karl Krause, G., Marie Krauskops, G., Auguste Lang, G., Liesel Lich, G, sTvni Ilechts, Lollar, G., Anni Rohrbach, G.. Michael Schäfer, G., Minna Schwan, G., Toni Schlehenbecker, G., Elisabeth Tränkner, G., Jda Niendorf, D.-V., Heinrich Weber, G :
. Preise: Lina Lehr, D.-V., Otto Schnell, V., Emilie Schwan, G. Hiermit verbunden war eine Geschäftsstenographen- P r ü s un g, die sämtliche Teilnehmer bestanden und zwar m der Abteilung 200 Silben: Fritz Dörr, Heuchelheim, Sch. G., Georg Koch, Gießen, V.: 150 Silbetr: Lina Brasch, G., Minna Frankel, Bad-Nauheim. Ottilie Karn, G., Lina Karnbach, G., Lourse Ma- erander, Wetzlar, ^klärmrgs: Es bedeutet D.-V. — Damenvernn Gabelsberger, G. — Gesellschaft Gabelsberger und Damenverern, Sch. G. --- Schüler-Verein Gymnasium, B. = Verein Gabelsberger von 1861. ,
** Bub«nstreiche. Der Aussichtsturm auf d er H o ch w a r t ist öfter der Zerstörungswut un- lekannter Bubenhände ausgesetzt. Insbesondere werden läufig die unteren Schutzdächer beschädigt, Stufen und Haud- eisten der Treppen zerstört, Bodenbretter der Plattformen ! erausgerissen und beseitigt, so daß leicht Besucher des Turmes verunglücken könnten. Im Laufe der letzten Woche wurde sogar die mit guten Beschlägen versehene innere Tür zum Raum unter der Treppe, der zur Aufbewahrung von Materialien dient, gewaltsam erbrochen und verschiedene Bretter usw. ins Freie verbracht. — Aehnliche Bubenstreiche ind in letzter Zeit auf der Freilichtbühne verübt wor- )en. Mühsam gepflanzte Farnbüsche sind bündelweise ausgerissen, die sorgsam angelegten Kletterranken sinnlos zer- kört, die Blockhäuser ernstlich beschädigt und Teile des Bühnenraumes in nicht wiederzugebender Weise beschmutzt worden. Da es sich hier um städtische Anlagen handelt, die, wie wir erfahren, nichteinmal feuerversichert sind, o wäre es notwendig, daß der gesamte Raum der Waldbühne wenigstens besser umfriedet und womöglich mit Stacheldraht bewehrt würde. Sonst ist es nicht ausgeschlossen, daß bei den immer dreister werdenden Bubenstreichen eines Tages die ganze Anlage ein Raub der Flammen wird. Leider konnten die Täter bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Die Zerstörer I>erar1iger, dem öffentlichen Interesse dienenden baulichen Anlagen, die doch dem Schutze des Publikums nicht dringend genug empfohlen werden können, dürften einer empfindlichen gerechten Strafe nicht entgehen. Und jeder sollte dazu bei tragen, daß solche Rohlinge gefaßt werden.
** Um eine Bibti oty^x e-rnichten zu können, bittet die 1. Komp. 2. Feldvekritten-Depot 25. Fnf.-Div. 18. A.-K. nm Zusendung alter Bücher. Wir geben dieser Bitte in urrsevem Watte Raum in der bisher noch: nie ge- tärrschten Erwartung, daß die Herzen und Hände für unsere Feldgrauen noch offenstehen.
** Der nächste städtische Seesischmgrkt beginnt am Dienstag, den 23. Mai 1916, vornrttbaAs 8 Uhr, in den MurMaubeat. Verkauf von besten, frrscherr Seefischen (Schell ftsch, Eäblüru, Schollerr), Rauchfisch als Ersatz für Ikauch- fleisch, zu Selbstkosten der Stv-dt.
** Der Oberhes sische Viehhanrdels'ver band! beabsichtigt aus dem Ausbarche Zuchtvieh (Milchvreh) für dre .oberhesstschen Landwirte zu beschaffen. (Näheres siehe ArMige.)
Kreis Büdingen.
— Büdingen, 22. Mai. Prinz Dreiher zu Wenburg und Büdingen, Hauptinann im Königin-Angusta-Garde-Grrnadier Regiment Nr. 24, erhielt das Eiserne Kreuz er st er Klasse — Der Kreisansschuß untersagte dem Viehhändler Heinr. W o l f ll in Berstadt wegen Ueberschreitung der Höchstpreise jede weitere Ausübung des Biehhattdels.
^ Kohden bei Nidda, 22. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Fleck im Landwehr-Jnf.-Regt. 81.
ckf R o h r b a ch, 22. Mai. Musketier Stern erhielt das Eiserne 51 r e u z.
4t Wenings, 22. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Schaub im Landwehr-Jns.-Regt. 116. Schaub steht seit Beginn des Krieges im Felde.
# Aus der nordöstlichen Wetterau, 22. Mai Günstige Ernteaussichten eröffnen sich utrseren Lantuvirten auch in diesem Jahre. Die Winterfrucht treibt Halm und Aehren von vielversprechender Länge, ebettfo vorteilhaft entwickelt sich die Sommerfrucht. Auf nassen Grundstücken hat der Weizenhalm eine etwas rostbraune Färbung angenommen. Klee und Gras stehen üppig und reichlich da. Die Obstbätime haben zum Teil eilten guten Fruchtansatz. Auf manchen Obstbaumgrundstücken fällt die Ernte auch in diesem Herbst voraussichtlich gut aus. Die Bienen haben die Blüten der Obstbärtme fleißig benutzt, reichliche Nahrtrng finden sie jetzt an den Akazien und dem Rotklee.
Kreis Friedberg.
Bl. G roß-Ka rben, 22. Aöai. Am Mrttwvch fand in der Wirtschaft zur Gehspitz- eine gut besuchte sßvnsevenF des Bezirks- Lehrerverems statt. Der Vorsitzende Lehrer Will begrüßte in herzlicher Weife die Anwesenden, woraus Lehrer Flach Bericht über die Vertreterversanrmlnng des Landes-Lecheervereins zu Friedberg erstattete. Hieran schloß sich ein Referat des Schnkverwalbers Kaesser über: Das Iierhnen im 1. Schuljahr. Eine rege Aussprache folgte dem Vottrage. Bei der nächsten Konferenz, die ün Juli in Büdesheim stattsiütdet, wird Lehrer Kapesser in seiner Klaffe das Vorgetragen-e praktisch vorführen.
Hessen-Nassau.
sj M-a r b u r g, 22. Mai. Am Freftag abend brach un Staats walde in den Lahnbergen in der Richtung nach de,n Dorir Bauerbach ei» Brand aus, der sich nach einer Fichten dichturrg auszudehllen drohte. Die Radfahrei>Kontpagnie des Jägerbataillons war zuerst an Ort ttnd Stelle, später folgten noch eine weitere Kompagrtie Jäger und zwei Züge der freiwilligen Feuerwehr. Die Gefahr konnte dann bald als beseitigt gelten. — In der Nacht vom Freitag zum Samstag wurde in der Zeißschen Gastwirtschaft hier und im Dorfe Argenstein beim Landwirt Laucht eingebrochen. In beiden Fällen entwendeten die Diebe hauptsäch lich Eßwaren und Geld.
= F-ran kfnr t a. M.. 22. Mai. In der steil abfallenden Wieftnsttaße lftf der svehmjährige Sohn des Arbeiters Stark beim Spielen blindlings gegen einen Strahmbahmvvgen. Er wirrde übettahren und svfott getötet. Die Leiche konnte erst nach Hebung des Atvtorwagens durch Hebewer kzenge unter den Rödern hervor- gelzolt werden. — Der Schveiner Josef Sp-etz, ein Ctsässer, lmt ut der Trimkenheit in einer Wirtschaft dem Jüfanterie-Regimenl 119 (Königin Olga) den Vorwurf gransanrer Barbarei grmackft Vor der Strafkammer mußte er am Samsbag gestehsr, daß er nur „renomrert" habe. Für sein loses Geschwätz erhielt er vier Monate GefänMns.
— Frankfurt a. M., 32. Mai. Mit der Verschiffung r u manischen Getreides auf bcm Wasserwege Donau—Main- Rhein wurde jetzt der Anfang gemacht. Dieser Tage rmssierten die ersten Schiffe mit etwa 20 000 Zeittnern Getreide Frankfurt Sie fahren deit Rhein ta-lwätts nach ihrem Bestrmmungsorb Düsseldorf.
— Frankfttrt a. M , 22. Mai. In der Gemarkwas Oberroden fori Offenbach wurde dieser Abende «ruf den Privatmann Karl Kinkel von hier, während er sich auf dem Anstand befand, ein Schuß abgegeben, der aber nicht traf Kinkel gewal/rle in der Schußrichtmtg einen jungen Mann mit einem Gewehr Er schoß aus ihn, da er atrnahm, daß der junge Mann nochmals chießen würde. Der Unbekannte stürzte zu Boden tmd ries: ,Hans, ich bin geschossen". Es kam darauf ein älterer Mann ans dem nak>en Tickick)t und schleppte den Verlel.'.ten in den Wald zurück. Der jüngere Wilderer war etwa 20 Jahre alt, ist 1,60 Meter groß und trug dunkle Kleider urrd grünen runden Hut. Ter Aeltere ist 35—40 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, schlank und trug dunklen AuMg mit Tellermütze. Bisher Bannten die beiden Wilddiebe, wie die hiesige Polizei^ mitteilt, noch nicht ermittelt werden. Auch der Verwundete befindet sich augenscheinlich noch nicht in ärztlicher Behandlung.
— Griesheim a. M., 22. Mai. In zwei hiesigen Bäckereien beschlagnahmte die Polizei sämtliche Brote, weil sie einen höhere« als den vorgeschriebenen Kartoffelmehlzusatz entstielten. Das Brot wurde zu einem recht niedrigen Preise an die ärmere Bevölkerung verkauft.
X H a n a u, 22. Mai. In der glücklichen Lage, von der Erhebung von Gemeindesteuern absehen zu kötmen, besinden sich im hiesigen Landkreise zwei Getneinden, Eicken und Marköbel, die ihre Bedürfnisse decken können aus den Einnahmen des Gemeindevermögens, den Gemeindewaldungen u. dergl.
= Kassel, 21. Mctt. In einer längeren Kündgebrrrr-gj nimmt der konnnandierende General des 11. Armeekorps, non Haugwitz, ya dem Wuchernnwesen und der i Verhetzung der Mo.ssen Stellmrg. Es heißt darin u. a.: „Die durch die Schwierigkeiten der Lefoensmittelver- orgung «gesci-asferne Lage erfordert die ernsteste Aufmerk- ämkeit aller Behörden. Es gilt, KU verhindern, daß die Sttmnrung der Bevölkerung in eine Richlun^ gedrängt wird, die das „Dnrchhalten" ttn Innern des Laiches gefährdet. Im Znsarmnenhange hiermit muß es schwere Besorgnis erregen, daß die Klagen sich mehren über frechen LebensmittelWucher und darüber, daß die Behörden das Wucher- unwesen nicht üatkräfttg genug verfolgen und auch viel zu milde besttafen. Daß ein erheblickser Teil läeser Besc^verden nicht begründet ist, muß als sicher angenommen werden. Die große Gefahr aber, die in solchen Allagen liegt, kann nicht übersehen iverden, da auf dem Boden solcher Miß- timmung jene Verh>etzntrg wuchert, die schon im Frieden die Hoffnung unserer Feinde war." Zur Llowendung dieser Gefahren ermahnt der Erlaß zur Spiarsamkett, verbietet das An s speichern von Lebensmttte ln und warnt vor der Wucherei. „Bor lallem aber muß den Wucherern und denen, die die LnFufriedeitheit schüren und Hetzen, das Handwerk schnell und gründlich «gelegt wett>eu. Es muß der einzelne Wucherer öder Hetzer und> seine Tat nach Rarne, -Ort und Zeit so genau zur Anzeige gebracht werden, daß man ihn wirklich fassen und unschädlich inmben kann."_
Wetteraussichten in Hessen am Dienäwg, den 23. Mai 1916 :
Wolkig, bis auf Gewitterregen trocken, etwas kühler. Heute Gewitterneigung. _
Letzte llctc&vidhtctu Zur Aemlerbefttzung.
Berlin, 22. Mai. Der Reichskanzler hat lqut ,-Ber- liner Morgenpost" am Sonntag den Staatssekretär von Elsaß-^Loth- ringen, Graf vonRödern,in längerer AudieTcz empfangen. Di« Entscheidung «über die Neubesetzung der Aemter dürfte laut „Bettiner Lokalmrzeiger" gefallen «ein und voraussichtlich noch im Laufe des Montags der Oesfentlcchkeit bekannt gegeben werden. Dar Buw vesrat wird sich in seiner Montag-Sitzung nrrt den in Aussicht ge, stellten wittschastspolitifchen Maßnahmen befassen.
Dir Lebensmittelversorgung.
Berlin, 22. Mai. In parlamentarischen Kreisen vettautet, nach der „Frankftttter Zeitung", daß die Verordnung über ist Organisation betr. die Vvlksernühmng, die dem BunbeArat jetzt'zu geangen ist, in einem ^genannten Ermächtigung^gesetz bo- .teht, das dem ReickMmzler die Befugnis gibt, alle Lebens- undFutt ermittel samt den dazugeho.igen Rohloffen zu beschlagnahmen , zu enteignen, zu verteilen und die Preise dafür zu regeln. Mle Verwaltungsbehörden im Reiche haben den darauf bezüglichen Weisungen des Kanzlers Folge zu leisten. Dev Kanzler wird ermächtigt, diese Befugnisse einer neuen Behörde zu übettragen und deren Einrichtung und Zusammensetzung zu bestimmen.
Der Eindruck der östcrreichischm Erfolge m Paris.
Genf, 22. Mai. Die notgedrungene Preisgebnng des Col Santo durch Cadorna bettachtett die Pariser Beurteiler als weiteres bedauerliches Vorzeick-en der Gefälwdnng seiner Verbindungen mit der Linie Asiayo-Novarra. Die italienische Botschaft ubermittttt der Pariser Presse eine neue Bes chwichiigrmgsnote. Diese beschwött Cadorna arrgesichts der schwierigen Aufgaben, wacker cruSzuhalten. Ihm gelten gegen wattig die heißesten Wünsche des Bier Verbundes.
Frankreich und die Sommerzeit.
Bern , 22. Mai. Die Einführung der Sommer zei t scheint durch die Wahl des Senators Deloncle in die Senats kommiffion, eines Anhängers der Vorlage, größerer Geneigtheit zu begegnen, namentlich infolge des Beispiels Englands. Mitglieder von Industrie urrb Handel wirken auf die Gegner, denen sie Manges an Geschäftssinn vorwerfen.
Die Japaner und die Pariser Fmanzkonftrenz.
Kopenhagen, 22. Adai. „Bvttingsw Tiden de" berichtet ans PeteiÄburg, daß die japanische Mission, die an der Finonzklmserenz in Paris teilnehm-en soll, unter Führung des früheren Finan^ministers Baron So ko tu über Sckiweden nach Patts weitergereift sei.
Russischer Handelsschiffbau.
Kopenhagen, 22. Mai. Die rusiisckr' Regierung beschloß den Bau von Handelsschiffen mit Staatsmitteln zu unterstützen. Der Berbchrsntteister teilt mit, daß die Regierung lfierfür Darlehen bis 50 Prozent, außerdent Prämien bis 25 Pwzent gewähre, die nicht rüc^ahlbar sind. Namentlich soll der Segel- sckfiffbau gefördett werden.
Das ohnnlächtige Griechenland.
Athen, 22. Mai. Minister R hall is verbreitete sich in der letzten K a m m e r s i tzacn g mit großer Offenheit über die zwischen der griechischen Regierung und den Berbandntachten herttchenden „Mißverständnisse". Er betonte, daß es sich um fortgesetzte Rei- kncngett handlc infolge der immer nai auftrrtenben Forderungen der Berbrotdetcm. Der letzte Lbckaß zac Reibmrgrn war durch das Verlangen des Uebcnckandtrwrspottes der Sorbett gegeben, den die Regierung nicht umhin Lomrte, abz'.ttveisen. Dadurch sei eine Ber- stimnnmg der frentdeir Regürtingen gegen Griechenland herbeö gcftihrt worden, die man gedickdig lfinnehmen nttffse in weiterer Bttvlgung der von der Regierung vvrge^eickineten answattigen Politik. Rhallis schildette dann die gegemvättig ton den Verbündeten gegenüber Gttxcheitland befolgte Politik. In ilnen offiziellen Organen, wie dem „Temps" werde verbündet, daß Owiecbetr land eines der vo7r den Verbündeten befttUen Länder sei. Die Verpflegung des Lattdes würde ersckrwett durch die Festhaltung der gttechischen Datnpfer, die nach Malta. Gibraltar, ?Rudros und aicherswv hingeftcktt würden. Ebenso schlimm sei es mit der Post und dem Telographenverkehr. Zu Hunderten w irden täglich Post- säckc beschlagnahmt, ttngefck>ri>efonie und einfe.de Bttefe >rbrocket. — Die Kammer spendete den Aussi'chrnnwm do? Bttnisters lebhaften Beifall. Arft eine Anfrage erkkarte der Minister, daß nie^ mand imstlmde fern werde, die Drbmm l üomt.
Der TotaLifatvnrnrsatz beim E rnn 'd R.-nnen.
Berlin, 22. Mai. Btt dem gel-r!gen R ? i fr - haupt^ städ tischen Gru uewa ldr cnuc n mar ein Totali fa t or-- Umsatz von Über einer Million zu^tvrzeiämen. Damit wltrde die Million zunt tnstenmal in Ä^erlin nfowswrrtten. Vorher tvar dies inc Jahre 1912 gttegentln!' >e-.- Dnlms in »nnbnrg der Fall. Die Owldsaiirmlnug btt den Eintritt-.-gelderrr belief sich auf 30 (W Wrrk.


